So, da bin ich wieder mit dem zweiten Kapitel meiner kleinen Story. g
Disclaimer: Besser spät als nie, nicht wahr? " Also, alle Charaktere und Orte die ihr bereits kennt sind nicht mir, sondern J.K.Rowling…leider. seufz
Danke geht an meine beste Freundin und Beta Bea! XD knuddelz Hase und natürlich an diejenigen die mir bereits zum ersten Kapitel ein Review geschrieben haben. Ich liebe euch Leute! Wenn ich eure Kommentare sehe habe ich gleich richtig Lust weiterzuschreiben, also immer her damit! lol
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Mad-Eye rollte die Augen, alle beide, als er beobachtete, wie eine Mutter mit ihrer Tochter die Straßenseite wechselte, als sie ihn bemerkte.
Er wusste, dass er mit einem vernarbten Gesicht, dem Hinken durch das Holzbein, seinem dunklen Mantel und dem Schlapphut auf dem Kopf, um sein Auge zu verbergen nicht besonders freundlich oder Vertrauens erweckend aussah, aber mussten Muggel immer gleich so übertreiben?
Naja, es war immerhin besser als in der Winkelgasse, wo ihn die Leute anstarrten und sich wispernd erzählten wer er war und was er nicht alles getan hatte.
Wo jeder Mensch rund um ihn herum bewaffnet war und ihn jeden Moment mit einem Fluch angreifen konnte, um seine gefallenen Todesserkameraden zu rächen.
Er wusste wie sehr ihn die Verbrecher hassten, er hatte schließlich schon viele von ihnen niedergemäht und nach Askaban gebracht.
Und momentan konnte er sich nur halb so gut wehren wie normalerweise.
Ein gut sitzendes Holzbein stellte keine so große Behinderung da, natürlich konnte man nicht herumhüpfen wie ein Jungspund, der frisch aus der Schule kam, aber ausweichen war möglich.
Mit diesem kläglichen Ersatz hatte er schon beim normalen Gehen Schmerzen, weil das Holz gegen das empfindsame Narbengewebe rieb und durch den Längenunterschied war seine Hüfte einseitig belastet.
In einem Duell konnte er dadurch nur all zu leicht das Gleichgewicht verlieren und draufgehen.
Deshalb ging er auch in der Muggelwelt spazieren, ein ganzes Stück von seiner eigenen Wohnung entfernt, damit man ihm nicht folgte.
Natürlich gab es auch hier die Gefahr, dass jemand ihn angriff, aber gegen einen Muggel würde er locker ankommen und Zauberer verirrten sich selten hier her – trotzdem war er natürlich wachsam.
Man wusste nie wer einem gefolgt sein könnte.
Sein magisches Auge rotierte stetig und hielt die Umgebung um Auge, während sein normales Auge sich auf die Straßenschilder konzentrierte.
Am Besten würde er durch den Park laufen, dort konnte er sich für ein paar Minuten hinsetzen, bevor er seine Runde beendete und nach Hause apparierte.
Im Park war noch nicht viel los, die meisten Familien kamen erst nachmittags mit ihren Kindern hier her.
Auf einem durch das Wäldchen führenden Rundweg spazierte ein älteres Ehepaar und auf dem Spielplatz beschäftigte sich eine Mutter mit ihrem viel zu dicken Sohn an der Schaukel, wobei sie den Jungen kaum hoch bekam.
Die einzige andere Person war ein weiterer kleiner Junge, auf den ersten Blick schätzte er ihn auf ungefähr 3 Jahre, der ruhig auf der Parkbank saß und zu dem Paar an der Schaukel starrte, als hoffte er auch einmal angestupst zu werden.
Mad-Eye viel schon auf den erste Blick auf, das mit dem Kind irgendwas nicht stimmte.
Seine ganze Haltung zeigte, dass er an diversen Stellen Schmerzen hatte, dass er sich nicht wohl fühlte und die rechte Hand hielt er vorsichtig mit der Linken fest, als fürchtete er, sie könnte ihm abfallen, aber er gab keinen Laut von sich.
Mit einem leichten Stirnrunzeln hinkte er zur Bank und ließ sich neben den Jungen sinken, der Augenblicklich ein Stück zur Seite rückte, um ihm Platz zu machen.
„Guten Tag, Sir." Grüßte er leise, starrte aber weiterhin zu der Frau mit ihrem Sohn.
Alastor nickte ihm zu und sah dann ebenfalls auf den Spielplatz, während sein magisches Auge den Kleinen musterte.
Unter dem Ärmel seines viel zu weiten T-Shirts konnte man einen blauen Fleck hervorblitzen sehen, an seiner Schläfe befand sich ebenfalls die Andeutung eines Schattens der auf eine schon fast abgeheilte Verfärbung hinwies. Der Junge saß leicht nach links geneigt, was dem erfahrenen Auror zeigte, dass er wohl auch an der Seite eine Verletzung hatte, vielleicht eine Prellung.
Sein Stirnrunzeln wurde tiefer.
„Bist du nicht noch ein bisschen klein um in Schlägereien zu geraten, Kleiner?" fragte er nach und zeigte beiläufig auf den blauen Fleck am Oberarm.
Erschrocken zuckte der Junge zusammen und zog den Ärmel schnell mit der linken Hand ein Stück nach unten.
„Ich…ich bin schon 4, Sir! Aber ich hab mich nicht geschlagen, ich bin die Treppe runtergefallen." Verteidigte er sich halbherzig.
Moody nickte als würde er ihm glauben, bevor er scheinbar wieder zu der Frau an der Schaukel sah.
„Wieso fragst du nicht einfach, ob deine Mutter dich auch mal schaukelt?"
Der Junge biss sich auf die Lippe.
„Das ist meine Tante Petunia und ich darf nicht schaukeln, Sir."
„Ach. Und wieso nicht?"
Der Kleine zuckte nur mit den Schultern und verbarg seine rechte Hand noch etwas tiefer in den Falten seines zu weiten grauen Shirts.
Alastor schnaubte leise, sagte aber erst mal nichts mehr. Am liebsten würde er den Muggel der den Kleinen so verletzt hatte verfluchen, aber das war nicht möglich.
In dieser Gegend durfte er ohne direkte Gefahr für ihn oder andere nicht einmal seinen Zauberstab zeigen.
Leise brummte Moody und ergriff das glatte Stück Holz in seiner Manteltasche. Wenn er es unauffällig machte konnte er dem Kleinen wenigstens eine kleine Freude bereiten.
Auch wenn er nicht so aussah, Alastor Mad-Eye Moody mochte Kinder.
Er hatte sogar mal eine kleine Tochter gehabt.
Schnell gab er seinem Zauberstab einen leichten Schnick und murmelte sich den entsprechenden Zauberspruch in den nichtvorhandenen Bart um nicht weiter darüber nachzudenken.
Neben ihm, seitlich der Parkbank erschien ein weiser Stoffbeutel. Mit einem leisen Grunzen beugte er sich hinüber und griff hinein um eine Tüte mit Schokoladenkeksen hervorzuziehen. Die feinsten die der Honigtopf zu bieten hatte. Er hatte sie gründlich auf Zauber, Flüche und Tränke überprüft, bevor er auch nur einen davon gegessen hatte.
Jetzt nahm er sich ebenfalls einen Keks heraus, roch einen Moment daran und steckte ihn sich dann in den Mund, bevor er dem Kind das Päckchen hinhielt.
Der Junge starrte die Packung an als hätte er noch nie im Leben einen Keks zu essen bekommen. Wenn man ihn sich so ansah, könnte das sogar stimmen.
Es dauerte einen ganzen Moment bis der Kleine zögernd mit einer Hand in die Packung griff und sich bediente, die ganze Zeit über sah er zu ihm hoch, als fürchtete er, dass er sie gleich wieder wegzog. Und zum ersten Mal fielen Moody die erstaunlich grünen Augen des Kindes auf, grüne Augen die dafür sorgten das sich in seinem Gedächtnis etwas regte, aber er konnte es noch nicht greifen.
Endlich hatte der Junge sich einen Keks geholt und der Auror legte die Tüte zwischen sie auf die Parkbank.
„Danke sehr, Sir." Kam es leise von seiner Seite und man konnte auf dem Kindergesicht den Anflug eines Lächelns sehen. Vorsichtig begann der 4-jährige an dem Keks zu knabbern und genoss jeden Bissen sichtbar, aber er war auch unruhig geworden, als wollte er eine Frage stellen, traute sich aber nicht.
Moody rollte sein gesundes Auge zum Himmel, während das magische eine schnelle Bestandsaufnahme der Umgebung machte. Immer wachsam war schließlich sein Motto!
„Frag schon, Kleiner, ich beiß nicht." Meinte er und tatsächlich sprudelte die Frage aus dem Jungen hervor, als hätte er nur auf seine Aufforderung gewartet.
„Wo kommt die Tasche her? Die hatten sie nicht dabei als sie gekommen sind!"
Augenblicklich zog der Junge das Genick ein, während Alastor ihn einen Moment verdutzt mit beiden Augen ansah und dann zu lachen begann.
Er was tatsächlich von einem 4-Jährigen erwischt worden, aber der Kleine hatte eindeutig Beobachtungsgabe! Grinsend wuschelte er kurz durch die schwarzen Haare und beugte sich dann zu dem Kind herunter.
„Das war Magie, Junge. Ich bin ein Zauberer, sieht man das nicht?" fragte er leise, als würde er ein großes Geheimnis erzählen.
So konnte man Kinder meistens beruhigen, wenn sie etwas gesehen hatten, was sie nicht hätten sehen sollen.
Jetzt kicherte auch der Kleine leise und schob sich den Rest von seinem Keks in den Mund, bevor er antwortete.
„Sie sehen nicht wie ein Zauberer aus, Sir, eher wie ein Soldat der ganz schlimm verwundet worden ist." Erschrocken schlug er sich die linke Hand vor den Mund.
Moody schmunzelte. Ja, der Kleine hatte eindeutig Potenzial, wenn er ein Zauberer wäre und diese Gabe auch als Erwachsener behielt würde er damit einen guten Auroren abgeben.
„Damit hast du sogar recht Kleiner. Ich hab die ganzen Verletzungen tatsächlich aus dem Krieg, besser konnten mich die Ärzte nicht zusammenflicken." Grinste er und bot seinem kleinen Freund einen weiteren Keks an.
Er wollte gerade einen nehmen als sein Blick auf seine Tante fiel und er eine Spur blasser wurde. Augenblicklich rotierte auch Moody's Auge zu der dürren Frau und ihrem zu dicken Kind.
Beide kamen in ihre Richtung. Der Bengel sah aus als würde er sich auf irgendetwas freuen, während „Tante Petunia" schaute als würde sie am liebsten irgendetwas nach ihrem Neffen werfen.
„Ich hoffe mein Neffe hat sie nicht belästigt, Sir. Er ist ein frecher Junge und erzählt ständig Lügengeschichten." Meinte die Frau, kaum war sie bei ihnen angekommen, mit verbissenem Gesichtsausdruck.
Moody schüttelte den Kopf. Dieses Weib konnte er schon jetzt nicht leiden.
„Der Junge war ganz brav, wir haben uns gut unterhalten."
Petunia nickte abgehackt und legte eine Hand scheinbar nicht gerade sanft auf die Schulter des Kindes.
„Wie dem auch sei, wir müssen jetzt nach Hause. Guten Tag, Sir."
Damit zog sie den schwarzhaarigen von der Bank und ein Stückchen hinter sich her.
Der Junge sah ihn an und lächelte leicht. „Auf Wiedersehen, Sir, und danke schön." Meinte er leise, bevor er sich fügte und sich von seiner Verwandten weiter treiben ließ.
Sie waren fast auf der anderen Seite des Spielplatzes angelangt, als auch Moody sich hochstemmte und nach seinem Beutel griff, sein magisches Auge war fest auf seinen neuen Freund gerichtet.
Seine Tante schien inzwischen die Geduld verloren zu haben, sobald sie außer Hörweite war hatte sie angefangen auf ihn einzusprechen, jetzt packte sie ihn am Handgelenk um ihn mitzuziehen. Moody sah ganz deutlich wie alle Farbe aus dem Gesicht des Jungen wich, er stolperte und biss sich auf die Lippe um nicht zu schreien und Moody sah auch den Grund.
Die Hand des Jungen war deutlich geschwollen und rot und blau angelaufen.
Er knirschte mit den Zähnen. Er konnte rein gar nichts tun, die Verletzungen waren nicht Beweis genug um einzugreifen.
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„Setz dich hin, Bursche." Fauchte Tante Petunia und Harry gehorchte.
So schnell wie möglich kletterte er auf seinen Stuhl und blieb ruhig sitzen. Petunia suchte einen Moment durch den Medikamentenschrank, bevor sie mit einer Mullbinde zum Tisch kam und auffordernd die Hand hinhielt.
„Finger her, ich mach dir einen Verband um den Kratzer, dann kannst du endlich aufhören zu jammern." Schnaubte sie, griff grob nach der warmen Hand ihres Neffen und begann die Mullbinde herumzuwickeln.
Harry keuchte auf und biss sich erneut auf die Lippe. Tränen traten in seine Augen als seine Tante die Binde festzog.
„Au!" „Jammer nicht, Freak!"
Harry schluchzte leise, seine freie Hand krallte sich fest in seinen Oberschenkel.
Als Petunia endlich fertig war, liefen ihm die Tränen über die Wangen und sein Gesicht war Kalkweiß.
„So und jetzt verschwinde in deinen Schrank. Ich ruf dich, wenn du wieder rauskommen darfst."
„Ja, Tante…Tante Petunia." Stammelte der 4-Jährige, rutschte von seinem Stuhl und stolperte mehr als das er ging nach draußen und in seinen Schrank.
Zittrig ließ er sich dort auf seine Pritsche fallen und begann augenblicklich den Verband abzuwickeln. Er würde ihn wieder drum machen müssen bevor er raus ging, aber so konnte er ihn wenigstens lockern.
Er wünschte sich er wäre wieder bei dem freundlichen Mann im Park.
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