Ein Paar Antworten und mehr
Als Harry aufwachte, musste er bedauerlicherweise feststellen, dass die letzten Ereignisse Realität und kein übler Traum waren. Mühsam richtete er sich auf und bemerkte, dass er – zum Glück - alleine im Zimmer war.
Der Junge sah sich in seiner Umgebung etwas genauer um, in der Hoffnung vielleicht seinen oder Malfoys Zauberstab finden zu können.
An der gegenüberliegenden Wand gab es noch ein Bett, wahrscheinlich das des Slytherin, daneben ein kleiner Nachtschrank, wie bei ihm selber auch. Nahebei standen ein großes Bücherregal, eine Couch in der Malfoy vor wenigen Stunden gesessen hatte, und ein kleiner, ovaler Glastisch. In der Ecke neben seinem Bett war ein riesiger Kleiderschrank und nebenan ein Spiegel.
Das Zimmer seines Rivalen sah ganz anders aus, als der Schwarzhaarige erwartet hätte. Außer seiner Bettwäsche, gab es nichts in Slytherin Farben.
Langsam richtete Harry sich auf und stieg aus dem Bett. Den Teller, voll mit Essen auf seinem Kästchen, versuchte er so gut er konnte zu ignorieren. Dachte Malfoy immer noch, dass er tatsächlich zugreifen würde? Eher verhungerte er.
Er ging zu dem Kleiderschank und öffnete ihn. Außer Gewand – das meiste davon war grün – konnte er nicht hilfreiches finden.
Ein Geräusch, welches aus der Türe neben Malfoys Bett kam, lenkte seine Aufmerksamkeit auf sich.
Es könnte ja vielleicht sein, dass es sich um einen geheimen Raum handelte, in den Malfoy Sachen von wichtiger Bedeutung versteckt hielt.
Seine Neugierde war groß, weshalb er sich dann auch langsam dieser Tür näherte, welche einen Spalt breit offen war und er lugte hinein.
Großer Fehler! Denn dieser Raum, erwies sich als gewöhnliches Bad, in welchem er den Slytherin von hinten und völlig nackt sehen konnte.
Und zu allem Überfluss, hatte sich dieses Bild in seinem Kopf festgesetzt. Aufgrund dessen setzte er seine Suche nach einem Zauberstab fort, um sich abzulenken und nicht mehr daran denken zu müssen.
Er durchstöberte das Nachtkästchen Malfoys, allerdings fand er nur ein Stück Pergament und eine Feder…
„Suchst du irgendwas Bestimmtes?" schnarrte eine ihm wohl bekannte Stimme.
Schlagartig drehte sich der Gryffindor um… und bereute es sogleich auch wieder. Malfoy stand vor ihm, mit einem kurzen Handtuch um seine Hüfte und hatte die Arme verschränkt.
Machte der Typ das mit Absicht?
Unbewusst schweifte Harrys Blick über den schmalen, jedoch muskulösen Körper – und das allem Anschein nach etwas zu lange.
„Gefällt dir was du siehst" schnurrte der Blonde in einem verführerischen Ton, da ihm der Blick seines Gegenübers nicht entgangen war.
Prompt löste Harry sich von dem Anblick, drehte seinen Kopf zur Seite ohne verhindern zu können, rot zu werden.
Beschämt marschierte er wieder auf sein Bett und setzte sich aufrecht, mit dem Rücken an der Wand gelehnt, hin.
Draco hatte sich die ganze Zeit über nicht dieses Grinsen verkneifen können. Anscheinend war er seinem Ziel nicht mehr allzu weit entfernt.
Er ging auf seinen Kleiderschrank zu, um sich seine Schlafsachen heraus zu holen, wobei er gleichzeitig Kleider für seinen „Gast" heraus holte und sie ihm aufs Bett warf. Dieser Jedoch rührte nicht einen Finger, sondern beobachtete weiterhin stur jede Bewegung seines Gegenübers und warf ihm verärgerte Blicke zu, doch machte es denn Blonden anscheinend nicht wirklich etwas aus.
Unbekümmert und ohne einen Hauch von Schamgefühl, begann sich der Slytherin, vor dem Gryffindor zu entblößen, um seine Kleidung anziehen zu können.
Eilends schloss der Schwarzhaarige schockiert seine Augen, da er nicht wirklich gewillt war, sich dies anzusehen.
Das kann doch nicht wahr sein!
„Warum hast du nichts gegessen? Hast du Angst ich könnte dich vergiften?" fragte der, nun angezogene, blonde Junge belustigt
„Ja, allerdings!" bekam er als trotzige Antwort.
„Wie du meinst" sagte er die Schulter zuckend und holte sich ein Buch aus dem Regal, legte sich in sein Bett auf den Bauch und begann zu lesen.
Harry wurde stets wütender.
Zu erst wurde er entführt, dann wurden ihm keiner seiner Fragen beantwortet und jetzt tat sein Entführer, als ob nichts sein würde.
„Da du gerade nichts zu tun hast, kannst du mir endlich meine Fragen beantworten!" fragte der Dunkelhaarige schließlich nach einiger Zeit, in der er den Blonden beim Lesen gemustert hatte.
Der Malfoy Spross sah schließlich von seinem Buch auf, in die grünen Augen Harrys und erwiderte: „Wie du siehst habe ich etwas zu tun"
„Wieso hast du mich entführt?" ignorierte Harry die letzte Aussage des Slytherin, um nicht noch wütender zu werden, bis er seine Beherrschung verlieren würde.
„Entführt? Ich finde nicht, dass ich dich entführt habe"
„Ja! Natürlich nicht! Ich sitze freiwillig in dem Zimmer meines Rivalen Draco Malfoy" sagte Harry sarkastisch, ehe er fortfuhr. „Sag mir jetzt, weshalb ich hier bin! Ich gebe dir keine Ruhe, bis du mich aufklärst!"
Draco atmete einmal schwer ein und aus „Also gut Potter" mühsam richtete er sich auf. „Bevor du weiterhin so nervst und rum nörgelst und mich somit vom Lesen abhältst, kläre ich dich auf – Voldemort und seine Anhänger sind hinter dir her" Harry verdrehte innerlich die Augen „… Und hätte ich dich nicht - sagen wir mal - gerettet, so wärst du kurze Zeit darauf mitten in einen Hinterhalt gelaufen und kurze Zeit später in der Gewalt Voldemorts gelandet. Also, wie du siehst, solltest du mir eher dankbar sein" Der Blonde grinste zu ihm rüber.
„Und du glaubst, dass ich dir das abkaufe?" meinte der Gryffindor unbeeindruckt. Malfoy sollte ihn gerettet haben? Ja, klar!
„Ein „Danke" hätte völlig augereicht" scherzte der Slytherin.
„Vergiss es! Erzähl das jemand anderen!"
„Glaubst du mir etwa nicht?" Harry riss die Augen auf und ließ ein unechtes Lachen von sich hören.
„Nein, ich glaube dir nicht! Warum sollte Draco Malfoy den verhassten Harry Potter retten, dessen Vater Todesser ist und dessen Meister wiederum Lord Voldemort ist! Außerdem: angenommen du hättest mich gerettet…"
„Angenommen? Ach komm, Potter! Sei nicht so gemein zu mir! Ich will doch nur das Beste für dich!" sprach ihm Draco schmollend und in gespielt beleidigten Ton dazwischen.
„Noch mal! Angenommen du hättest mich gerettet. Warum lässt du mich dann nicht wieder gehen? Ich weiß jetzt was los ist und werde mir helfen lassen!" versuchte es Harry, um endlich von hier verschwinden zu können.
„Vergiss es Potter, du bleibst, es ist zu gefährlich" meinte der Slytherin plötzlich ernst und Harrys Verwirrung steigerte sich. Er wusste nicht, was er glauben sollte.
„Zu gefährlich? Hör auf mit dem Blödsinn! Von wegen gerettet! Du würdest mich doch am liebsten selbst tot sehen!
„Jetzt gehst du unter die Gürtellinie, Potter" erwiderte sein Gegenüber künstlich beleidigt.
Harry gab einen kleinen Wutschrei von sich, woraufhin Draco bloß Lachen musste. Der Dunkelhaarige atmete einige Male tief ein und aus, um sich zu beruhigen und nicht völlig Wahnsinnig zu werden und im Endeffekt vielleicht auch noch das Zimmer aus Wut auseinander zu nehmen.
„Malfoy, lass mich gehen" wagte er noch einen Versuch mit Flehen.
Der Blondschopf legte sich wieder auf seinen Bauch, stützte das Kinn auf seine Hand, sah dem Gryffindor fest in die Augen und erwiderte zuckersüß: "Nein"
Verzweifelt schloss Harry seine Augen und legte sich rücklings auf das Bett.
Wie lange müsste er in diesem Zimmer mit Draco Malfoy bloß aushalten?
„Wir sollten schlafen gehen, es ist schon spät" hörte er den Slytherin sagen, welcher daraufhin in die Hände klatschte und dadurch das Licht erlosch.
Harry starrte in die Dunkelheit, währenddessen lauschte er den gleichmäßigen Atem des Blonden. Er sollte jetzt schlafen? In dem Haus, wo sich Voldemort und Todesser befanden? Was, wenn einer von ihnen ins Zimmer stürzte und ihn entdeckte? Was dachte sich der Malfoy Spross?
Und so wälzte er sich hin und her bis er letztendlich in einen ruhelosen Schlaf verfiel.
Draco Malfoy wurde sanft durch die warmen Strahlen der Sonne geweckt. Seine Laune war fabelhaft, was größtenteils an seinen – erotischen – Traum lag, der sich schon bad bewahrheiten sollte.
Seit Monaten war es immer derselbe Traum. Einer feuchter und heißer, als der andere und stets spielte immer dieselbe Person die Hauptrolle.
Natürlich hatte es ihn anfangs geschockt und bestürzt. Doch mittlerweile erregte ihn nichts mehr als seine Fantasien mit diesem Jungen.
Schleppend erhob er sich aus dem Bett, räkelte sich und sah zu den noch schlafenden Gryffindor hinüber.
Langsam ging er auf ihn zu, setzte sich an die Bettkante und musterte den Jungen.
Der Mund war leicht geöffnet, seine Beine und Arme hatte er von sich gestreckt und sein sein t-shirt war ihm etwas hoch gerutscht.
Sein Blick glitt zur Mitte. Dieser Anblick stachelte seine Träume und Fantasien an und sie spielten sich geistlich in schnellen Szenen ab.
Vorsichtig strich er Harry über die Innenseite seiner Schenkel und schob währenddessen langsam die Hand in seine eigene Hose. Er fasste sein Glied, streichelte es ein wenig und stellte sich die Lippen Harrys auf seinem Glied vor.
Die Handbewegung des Blonden wurde stets schneller. Er musste sich auf die die Unterlippe beißen, um nicht laut aufzustöhnen und dadurch den Gryffindor zu wecken.
Malfoy stützt sich mit dem Ellbogen am Bett ab, atmete schnell, fixierte Harry und kniff die Augen zusammen, als er kurz vor seinem Höhepunkt war.
Mit einem zurückhaltenden leisen Aufschrei ergoss er sich in seiner Hand. Immer noch schwer atmend, zuckend und zitternd verweilte er noch kurz in dieser Position.
Schließlich setzte er sich, ging zu Harry, beugte sich über diesen und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen. „Du warst unglaublich!"
"Hattet ihr Erfolg?"
„Nein. Er ist uns entwischt. Gestern noch wussten wir seinen genauen Standpunkt. Heute jedoch, war dort keine Spur von ihm."
Harry schlug die Augen auf, als ihn Stimmen geweckt hatten.
Er stieg aus dem Bett und ging geradewegs auf das Fenster zu, von wo aus er glaubte die Stimmen gehört zu haben.
Er sah Malfoy, in einer Haltung, welche deutlich Angst und Untergebenheit ausstrahlte, was höchstwahrscheinlich der Person galt, mit der er sich unterhielt..
Allerdings konnte er bloß Malfoy erkennen und die bekannte Neugierde in dem Schwarzhaarigen wurde erneut geweckt - Mit wem sprach der Slytherin? Er lauschte weiterhin den Stimmen.
„Draco, ich möchte, dass du heute mit uns zu Abend isst. Wir haben noch eine Menge zu besprechen!"
Es klang eher nach einer Aufforderung, als nach einer Bitte.
„Zumal, muss ich mit dir über Potter sprechen. Mir ist zu Ohren gekommen, dass du bei der gestrigen Mission nicht anwesend warst. Du wusstest wie sehr dies von Bedeutung war!"
Die Stimme des Fremden war ruhig, kühl, kalt und streng. Harry musste unwillkürlich schaudern.
„Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?"
„I-Ich hatte noch dringend Schularbeiten zu erledigen und die Zeit vergessen." Malfoy klang irgendwie… ängstlich?
*KLATSCH*
Malfoy hatte eine so kräftige Ohrfeige bekommen, dass sein Gesicht auf die Seite geschleudert wurde.
„Glaubst du tatsächlich, durch diese lächerliche Aussage bräuchtest du deinen Pflichten nicht nachzugehen?"
„Nein, Vater. Es tut mir leid"
Sein Vater? staunte der Gryffindor
Er hätte nie gedacht, dass Mr. Malfoy so mit seinem Sohn umging.
Natürlich wusste er, dass die Malfoys anspruchsvoll, kalt, streng, kühl und zu nicht Reinblütern – nicht nur – bösartig sind.
Allerdings hätte er sich erwartet, dass Malfoys Vater anders mit seinem Sohn umging. Schließlich zeigte die Art des Slytherin, was für ein verwöhnter, eitler und aufspielender Idiot er doch war.
„Gut. Ich erwarte dich. Und zwar pünktlich!" befahl er- alleine die Tonlage von dem blonden Mann war eisig und scharf.
„Ja Vater" der Blonde wollte gerade gehen..
„Ach, Draco! Bevor ich es vergesse! Nach dem Essen kommst du in mein Arbeitszimmer, bezüglich deiner Strafe!"
„Ja Vater"
Draco ging Rückwärts, mit einer leichten Verbeugung wieder ins Haus hinein. Dies war eine Geste, welche ihm schon von klein auf eingeprägt wurde. Sie zollte seinem Vater großen Respekt und Annerkennung. Allerdings hätte die Ohrfeige – Dracos Meinung nach – nicht sein müssen, ebenso wenig, wie die noch bevorstehende Bestrafung. Sie demütigten ihn, und ließen ihn schwach wirken. Er hasste es!
Beschämt lief Draco zurück in sein Zimmer. Er riss die Tür auf und knallte sie im selben Moment auch wieder zu. Vergessend, dass der Gryffindor in seinem Zimmer war, schmiss er sich mit dem Rücken gegen die Tür und berührte seine brennende Wange.
Er durfte sich keine Fehler mehr erlauben, wenn er so etwas vermeiden wollte!
„Malfoy? Alles ok?" hörte er Harry zaghaft fragen. Das mit dem keinen Fehler begehen, konnte er bereits vergessen!
Er musste – und wollte - das Ganze so schnell wie möglich erledigen, ehe Jemand herausfand, dass er Potter hier versteckt hielt!
Allerdings musste er sich laut seinem Plan keine Sorgen machen! Er hatte noch etwas Zeit!
„Kümmere dich um deinen Scheiß!" erwiderte er ein wenig verärgert. Was dachte er denn, was passiert sein sollte!
Da umspielten seine Lippen ein einziges Mal kein Grinsen und sofort wurde er mitleidig angestarrt, obwohl Potter keine Ahnung von irgendetwas hatte! Was ging es ihn an!
Der Slytherin ging ins Badezimmer und schloss sich dort ein, indessen ihm Harry verwundert hinterher starrte.
Was Lucius wohl als Bestrafung sah?
BetaDraconis! =)
Reviews? =)
