„Auf der Suche nach Magie"
Übersetzung der Geschichte „Looking for Magic" von Hypnobarb.
Disclaimer: Alles gehört JKR, bis auf diese Übersetzung. Die gehört mir, aber ich verdiene kein Geld damit!
Mein besonderer Dank gilt heute allen Reviewern des ersten Kapitels. Ich habe mich sehr über eure Reviews gefreut. Vielen Dank Minnie, vita, mina, TiniSnape und iome!
In diesem Kapitel wird es etwas mathematisch und spirituell zugehen. Viel Vergnügen beim Lesen!
Kapitel 2:
Hermine, 12. September 1997
Hermine Granger steht an ihrem Labortisch im Klassenraum für Zaubertränke. Professor Snape hatte ihnen gerade ein Problem geschildert, das es zu lösen galt.
Dieser wiederum steht in seiner gewöhnlichen professionellen Haltung auf dem Podest im vorderen Teil des Klassenraums. Seine Hand deutet auf eine Liste von Zaubertrankzutaten an der Tafel: „Sie werden heute einen Zaubertrank zur Behandlung von Depressionen brauen. Die Basiszutaten für diesen Zaubertrank finden sie aufgelistet an der Tafel. Es sind folgende:
Johanniskraut
Waldtrespe
Rauschpfeffer
Gotu-Kola
Beerentraube
Mutterkraut
Andorn
Damiana
Passionsblume
„Zusätzlich müssen Sie zwei Fragen beantworten. Frage 1: Welche zusätzlichen Kräuter können Sie dem Zaubertrank hinzufügen, um seine Effektivität zu steigern? Frage 2: Welchen Zauberspruch würden Sie anwenden, um den Zaubertrank zu aktivieren?"
"Für Extrapunkte: Welche anderen Mittel können Sie zusätzlich verwenden, um die Effektivität des Zaubertrankes zu erhöhen?"
Hermine erkennt, als sie sich die Formel an der Tafel durchliest, dass die Zutaten gewöhnliche Kräuter für das Verringern einer Depression und für den Ausgleich der Stimmung sind. An die Tafel starrend, tippt sie sich dabei unbewusst mit ihrem Zeigefinger an ihre Lippen, tief in Gedanken versunken.
Professor Snape fährt mit seiner Lektion fort: „Zu den Symptomen der Depression gehören das anhaltende Gefühl der Traurigkeit und Hilflosigkeit, das mangelnde Interesse an Dingen, die früher ein wahres Vergnügen waren und der hohe Verlust an Kraft und Unternehmungslust. Gelegentlich ist die Depression situationsabhängig, hervorgerufen z. B. durch den Verlust des Arbeitsplatzes, die Trennung von seinem Partner bzw. seiner Partnerin oder einem Todesfall in der Familie. Diese Art von Depression vergeht gewöhnlich nach ein paar Wochen von allein. Blockaden und das Chakrenungleichgewicht sind weitere bekannte Symptome. Die Depression kann in milder bis schwerer Form auftreten. Bei Menschen mit chronischer Depression gibt es meistens einen biochemischen Grund. Ihr Leben wird dann sehr oft von dieser Depression dominiert. Sie sind unfähig, zu arbeiten und wenn, dann nur unter ihrem eigentlichen Potenzial. Ein Zustand, der vielen von Ihnen bekannt vorkommen dürfte."
Hermine betrachtet die Zutatenliste an der Tafel. Der Zaubertrank besteht nur aus Kräutern. Keine tierisch-basierten Zutaten sind mit aufgelistet. Es sind nur pflanzliche Zutaten von der Art, die auch von Muggeln verwendet wird, die natürliche Präparate den pharmazeutischen vorziehen. Ihr fällt auf, dass der Zauberspruch notwendig ist, um ein höheres Effektivitätsniveau des Zaubertranks zu erreichen, damit wahrscheinlich jemand mit einer chronischen, aber milden Depression den Trank einnehmen kann. Es würden mehr tierisch-basierte oder magische Zutaten aufgelistet sein, wenn der Zaubertrank für jemanden mit mittelstarker bis starker Depression wäre. Hermine entschied, dass Professor Snape wahrscheinlich weitere pflanzliche Zutaten hinzugefügt haben will, um die bereits vorhandenen in ihrer Wirkung zu stärken.
Professor Snape fährt fort: „Sie haben zwei Stunden Zeit, Ihre Aufgabe zu erfüllen. Ich erwarte Begründungen für Ihre Entscheidungen und einen fertiggestellten Zaubertank, der von mir, bevor Sie ihn umfüllen können, begutachtet wird."
Hermine nimmt ihre Schreibfeder zur Hand, tippt sie in das Tintenfässchen und schreibt auf ein Stück Papier:
Baldrianwurzel
Borretsch
Silberpflaume
Hermine grübelt weiter über ihren Zaubertank nach. Eine Depression beeinflusst die Kraft und Unternehmungslust und mit Zugabe dieser Pflanzen könnten diese Probleme behandelt werden. Aber welcher Zauberspruch ist angebracht? Hermine entscheidet sich, mit dem Zauberspruch noch zu warten, bis sicher ist, welche anderen Mittel den Zaubertrank verbessern und seine Effektivität steigern. Sie lehnt sich vor, Ellenbogen auf den Tisch gestützt, tief in Gedanken versunken. Wie kann man diese Zutaten bei dieser Synergiegleichheit mit einander verbinden? Eine numerologische Karte aus ihrer Schultasche herausziehend, beginnt Hermine mit ihrer Kalkulation:
„Depression mildern" entspricht einer 4
Johanneskraut entspricht einer 1
Waldtrespe entspricht einer 3
Rauschpfeffer entspricht einer 7
Gotu Kola entspricht einer 3
Beerentraube entspricht einer 4
Mutterkraut entspricht einer 9
Andorn entspricht ebenfalls einer 9
Damiana entspricht einer 7
Passionsblume entspricht einer 1
Baldrianwurzel entspricht einer 6
Borretsch entspricht einer 3
Silberpflaume entspricht 5
Addiert ergibt es die Zahl 58. Die Quersumme von 58 ergibt 13. Und von der Zahl 13 ist die Quersumme wiederum 4.
Hermine überdenkt ihre Liste und beschließt, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Numerologisch gesehen, ist die Phrase „Depression mildern" eine 4. Die numerische Analyse der Zutaten nach Pythagoras ergibt am Ende eine 4, was wiederum mit besagter Phrase zusammenpasst. Es ist eine gute Synergieübereinstimmung. Aber was kann noch passendes zum Synergiegrad dieses Trankes hinzugefügt werden? Es muss auf jeden Fall als Gesamtbetrag ebenfalls eine 4 herauskommen. Hermine nimmt ein Haargummi aus ihrer Tasche und bindet ihre Haare zu einem einfachen Pferdeschwanz zusammen. Da kommt ihr die Idee. Sie könnte Kristalle und Steine hinzufügen, die zum Reinigen der Chakren sowie dem Heilen und Reduzieren der negativen Einstellung verwendet werden. Die Summe ihrer Synergiegrade muss 4 ergeben, was den Pep in den Zaubertank bringen würde, denn das beeinflusst die Absicht hinter dem Zaubertrank in einer mächtigeren Weise als Hermine mit ihrem eigenen Willen erreichen kann.
Erneut greift Hermine in ihre Tasche, um ein Materialtäschchen mit klumpiger Füllung herauszunehmen und beginnt, es nach seinem Inhalt zu durchsuchen. Sie nimmt ein Kristall heraus, begutachtet ihn und legt ihn entweder beiseite, wenn er hilfreich sein könnte, oder neben den Kessel, wenn er potenziell in Frage kommt. Sie entscheidet sich für den Gebrauch von Rotem Beryll aufgrund seines Nutzens zur Verringerung der negativen Einstellung und zur Steigerung der persönlichen Entwicklung. Er entspricht der Nummer 8. Des Weiteren zieht sie Obsidian in Erwägung, entscheidet sich aber dagegen, denn das Risiko einer außerkörperlichen Erfahrung ist größer als der Nutzen einer geistigen Erkennt-nis. Moldavit ist ebenfalls gut, um Erkenntnis und Kraft zu gewinnen und entspricht einer 2. Opal ist gut für Kreativität und Unternehmungslust, öffnet die Chakren und ergibt eine weitere 8. Zwar kann es im heißen Wasser zerbrechen, aber es würde sich am Ende leicht heraussieben lassen.
Hermine überdenkt die Kristalle, welche sie bereits ausgesucht hat, noch einmal und überfliegt deren Zahlen. Als Summe ergibt es eine 18. Die Quersumme von 18 entspricht einer 9. Die Gesamtsumme von Rotem Beryll, Moldavit und Opal ergibt somit eine 9, was nicht der Zahl entspricht, die sie benötigt. Die Gesamtsumme muss eine 4 sein, um mit dem Zaubertrank und der Phrase „Depression mildern" konform zu gehen. Sie muss der 18 noch etwas hinzufügen, um auf die Zahl 4 zu kommen. Sie denkt an Quarz, welches die Chakren immer gut ausgleicht und sich der benötigten Zahl in entsprechender Weise anpasst. Aber irgendwie scheint das zu einfach und offensichtlich zu sein. Hermine durchstöbert nochmals ihre Tasche und nimmt den Blutstein heraus. Ein starker Heilstein, angesehen als Stein des Mutes, der bekannt dafür ist, Konstanz und Balance in die Energiefelder zu bringen. Er entspricht einer 4, was ihr nun die Summe 22 gibt und als Endergebnis 4, als Quersumme von 22. Perfekt.
Hermine legt die nicht benutzten Steine zurück in den Materialbeutel und lässt diesen zurück in ihre Schultasche gleiten. Um den Zauberspruch zu ermitteln, nimmt sie ein Englisch-Latein-Wörterbuch heraus. Das Wort „traurig" kann entweder als „miserabilis" übersetzt werden, was numerisch eine 8 ist, oder als „tristus", was einer 6 gleich kommt. Des Weiteren benötigt sie ein Abschlusswort. „Confuto" entspricht der Zahl 4, wodurch es in Frage kommt. Denn um den Zaubertrank numerologisch in Balance zu halten, braucht sie ja eine 4. „Confuto Miserabilis" ergibt aber eine 12, was wiederum einer 3 entspricht.
Sie schreibt "Consto Miserabilis" nieder und kalkuliert erneut. „Consto" ergibt eine 5, „miserabilis" eine 8, zusammen eine 13 und im Ergebnis eine 4. Hermine entscheidet, „Consto Miserabilis" als Zauberspruch zu wählen und die Zauberstabbewegung einfach zu halten, in dem sie die Rune Ansuz nachzeichnet. Diese wiederum steht für Harmonie, Wahrheit und Weisheit.
Als sich Hermine umsieht, bemerkt sie, dass die anderen Schüler bereits mit dem Brauen ihrer Zaubertränke angefangen haben. Sie begibt sich zum Vorratsraum, um sich die notwendigen Zutaten zu holen. Innerhalb von zehn Minuten hat sie dann die richtige Wassermenge in ihrem Kessel zum Köcheln gebracht. Ihre Zutaten sind danach sorgfältig vorbereitet, abgewogen, ins Wasser gelassen und behutsam umgerührt worden. Eine Stunde später köcheln alle Kräuterzutaten sachte im Kessel vor sich hin. Es riecht frisch und nach Gras, so wie es ein soll. Die Farbe ist ein zartes Gelb. Hermine steht mit ihren Kristallen und Steinen in der Hand über ihren Kessel gebeugt und flüstert leise ihre Absicht: „Lass die Steine und ihre Synergiekräfte sich mit den Heilkräften dieses Zaubertrankes vermischen, damit jeder, der diesen Trank zu sich nimmt, Befreiung von seiner Depression, Balance in seinem Energiesystem und Seelenfrieden erfährt." Hermine lässt die Steine in den Zaubertrank fallen. Dann nimmt sie ihren Zauberstab, schwingt ihn in der Form der Rune Ansuz über den Kessel und flüstert „Consto Miserabilis". Ein feiner goldener Schimmer strömt aus dem Kessel hervor und verschwindet.
Hermine tritt von ihrem Kessel zurück und schaut auf. Sie sieht, dass Professor Snape sie von seinem Platz im vorderen Teil des Klassenraums aus beobachtet. Er schreitet von seinem Podest herunter und geht um die Tische herum, um seine Überprüfung zu beginnen. Hermine lächelt in sich hinein als Snape seine gewöhnliche Pose des „Es-ist-Zeit-die-Schüler-zu-kritisieren" einnimmt. Das beinhaltet normalerweise, sich groß aufzurichten (mit fast zwei Metern Körperlänge kann er das für gewöhnlich sehr gut), über dem Kessel und dem Schüler zu schweben, auf seinen Fersen hin und her zu wippen mit verschränkten Händen hinter seinem Rücken und einen beißenden Kommentar abgebend.
"Mr. Zabini, Ihr Zaubertrank ist grün. Welchen Zauberspruch haben sie verwendet?" Blaise Zabini öffnet seinen Mund, um zu antworten als der Professor ihn auch schon unterbricht. „Machen Sie sich keine Mühe zu antworten. Sie würden nur Ihre leicht beeindruckbaren Klassenkameraden verwirren. Hätten Sie einen korrekten Zauberspruch verwendet, hätte Ihr Zaubertrank jetzt einen zarten Goldton angenommen. Beseitigen Sie diesen Mist und zur nächsten Stunde möchte ich einen halben Meter Pergament darüber, was bei Ihnen falsch gelaufen ist und welche törichten Fehler Sie nächstes Mal nicht machen werden!"
Damit geht der Professor weiter zum nächsten Tisch, den Ronald Weasley belegt. Ron steht sehr gerade da und ist damit fast so groß wie der Professor selbst und sieht ihm direkt in die Augen. Hermine wundert sich, ob Ron sich heute extrem mutig fühlt und hofft gleichzeitig, dass es ihm nicht zum Verhängnis wird.
Snape schaut in den Kessel und lächelt spöttisch zu Ron. „Also, Mr. Weasley, wie ich sehe, hat der Begriff 100 Affen 100 Schreibfedern zu geben und ihnen soviel Papier und Tinte zu erlauben, wie sie brauchen, um 1 Million Jahre schreiben zu können, am Ende doch noch die gesammelte Arbeit von Nicholas Flamel bei Ihnen hervorrufen können. Ihr Zaubertrank ist senfgelb. Ihre Basis ist demnach korrekt. Was haben Sie zu den aufgelisteten Zutaten an der Tafel ergänzt?"
"Kamille, Professor", antwortet Ron, den Augenkontakt mit Snape jetzt allerdings vermeidend.
Es braucht nicht viel, um Rons Zuversicht zu zerstören, dachte Hermine bei sich.
"Kamille erzeugt einen lieblichen Tee und hilft Ihnen beim Einschlafen", höhnt Professor Snape. „Aber trinken Sie keinen heute Nacht, Mr. Weasley. Sie müssen wach bleiben, um Ihren Aufsatz über zwei Zutaten, die dem Trank zugefügt werden können, um dessen Effektivität gegen die Depression zu steigern und nicht gegen Schlaflosigkeit, zu schreiben. Einen halben Meter, Mr. Weasley."
Ron räuspert sich und sieht ernüchtert drein. „Ähm, ja, Sir, Professor."
Professor Snape geht weiter zum nächsten Tisch, wo Harrys Zaubertrank geräuschvoll im Kessel vor sich hin blubbert. Snape betrachtet den Inhalt und verzieht das Gesicht.
"Mr. Potter. Verstehen sie die Bedeutung des Wortes „köcheln"? Es bedeutet jedenfalls nicht, dass der Inhalt brodelt und aus dem Kessel herausspritzt. Ein primitives, unverschämtes Brauergebnis aus zerkochten Zutaten haben Sie da zustande gebracht. Das ist ein empfindlicher Zaubertrank und keine Gemüsesuppe, Mr. Potter. Entfernen Sie diesen Matsch und zur nächsten Stunde haben Sie einen Aufsatz geschrieben. Einen halben Meter Pergament über den Aspekt der richtigen Temperatur und der Eigenschaft des Köchelns bei Kräuterzutaten in diesem Trank."
Harrys Gesicht bleibt ausdruckslos. "Danke, Professor Snape", erwidert Harry mit Ärger in seiner Stimme.
"Sarkasmus, Mr. Potter? Ich schlage vor, Sie üben das noch ein wenig. Sie haben noch einen langen Weg vor sich, um darin gut zu sein. Weasley wird Ihnen vielleicht erlauben, es an ihm zu üben. Allerdings wäre es reine Zeitverschwendung. Er ist nicht in der Lage, die Raffinesse zu erkennen. Zehn Punkte Abzug von Gryffindor."
"Mr. Malfoy. Wie ich sehe, hat Ihr Zaubertrank die zarte Farbe einer Studentenblume angenommen. Sehr gut. Welche Zutaten haben Sie der ursprünglichen Liste hinzugefügt?"
Malfoy sieht Potter direkt an und grinst süffisant. „Ich habe Baldrian hinzugegeben, Sir."
"Eine ausgezeichnete Wahl, Mr. Malfoy. Und welchen Zauberspruch haben Sie verwendet?"
"Confuto Miserabilis, Sir", erwidert Malfoy einschleimend.
"15 Punkte für Slytherin. Geben Sie mir einen Aufsatz über die Effekte unterschiedlicher Dosierungen bei Depression. Ah ja. Als nächstes kommen wir zu unserer unschätzbaren Miss Granger. Ich sehe hier einen zarten Goldton. Und was Sie ihrem Trank zusätzlich hinzugefügt?", Professor Snape stützt sich mit jeweils einer Hand an jeder Seite des Kessels ab und lehnt sich vor, um Hermine die Sicht auf ihre Klassenkameraden zu versperren.
"Ich habe Borretsch, Baldrianwurzel und Silberpflaume als Kräuter hinzugegeben. Dann ließ ich den Trank mit den Kristallen Roter Beryll, Moldivat, Opal und Blutstein köcheln.", erwidert Hermine, ihre Augen auf den Zaubertrank gerichtet. Warum muss er nur so furchterregend sein?
„Und ihre Begründung?", hakt Snape mit samtener Stimme nach.
"Ich wollte den Synergiegrad der Zutaten, der Kristalle und der Formel mit der Zahl 4 in Einklang bringen, um diesen wiederum auf die Numerologie nach Phytagoras der Phrase „Depression mildern" abzustimmen."
"Miss Granger, Ihr Zaubertrank scheint ziemlich erfolgreich zu sein, bis auf das Haar, welches auf dem Rand ihres Kessels liegt." Snape nimmt ein langes, lockiges Haar vom Rand des Kessels und hält es zwischen Daumen und Zeigefinger hoch. Sein Gesichtsausdruck zeigt äußerstes Missfallen. „Gibt es einen Grund, beunruhigt zu sein, Ihr Haar wäre eine weitere Zaubertrankzutat? Das ist ein Anti-Depressiva-Zaubertank und keiner für Verwandlung. 25 Punkte Abzug von Gryffindor für das nicht Zurückbinden Ihrer Haare und einen Aufsatz über das Vorbeugen von Verunreinigungen. Einen halben Meter Pergament und einen weiteren mit der ausführlichen Begründung ihrer Vorgehensweise."
Draco Malfoy wirft Hermine ein besonders überlegenes Lächeln zu. Harry und Ron sehen aus, als hätten sie gerade einen Aufpäppelungstrank zu sich genommen und jeden Moment würde Rauch aus ihren Ohren kommen. Hermine gibt ihnen ihren oft verwendeten „Beruhigt Euch Jungs!"–Gesichtsausdruck, um die Situation zu entspannen.
Professor Snape geht weiter durch den Raum, die Schüler kritisierend als er ihre Zaubertränke bewertet. Hermine dreht ihren magischen Brenner unter ihrem Kessel herunter, damit ihr Zaubertrank abkühlen und sie ihn seihen und abfüllen kann. In Gedanken geht sie die Trankzubereitung Schritt für Schritt noch einmal durch. Professor Snape hat gesagt, er sei „ziemlich erfolgreich". Ein hohes Lob und tatsächlich aus seinem Munde, aber natürlich nur ausgesprochen in Verbindung mit der Wegnahme von 25 Hauspunkten. Hermine hebt ihren Kopf und schaut durch den Klassenraum. Sie betrachtet die dunklen und kalten Steinwände, das Licht der Brenner unter den Kesseln und zieht den Duft von Kräutern und Gewürzen in sich hinein. Dann schaut sie zurück auf ihren Kessel.
"Ich liebe es!", denkt sie. "Ich liebe es herauszufinden, was Potenzial hat zu wirken, mit allen Feinheiten, die dazu gehören. Aber es sind nicht nur die Zaubertränke an sich, die Suche nach dem richtigen Zauberspruch, die Arithmantik und all die weiteren kleinen Details kommen noch hinzu. Hier werden so viele Aspekte der Magie und Chemie verbunden. Ich fühle mich kreativ und herausgefordert. Und es ist noch soviel Raum vorhanden, um mich weiter zu entfalten. Das ist es, was ich tun möchte! Ich könnte das für den Rest meines Lebens machen."
Hermine seufzt: "Ich muss mit Professor Snape sprechen."
tbc
Anmerkungen zu diesem Kapitel von der Autorin Hpynobarb aus dem englischen Original:
Die Zutaten in Hermines Zaubertrank werden häufig als Kräutermittel verwendet, um Depressionen zu behandeln.
Die numerologische Analyse der Zutaten erfolgte exakt nach der Numerologie von Pythagoras.
Der Gebrauch von Kristallen und Mineralien entstammt dem wundervollen Buch „Love is in the Earth" von Melody.
Ich muss gestehen, dass ich für dieses Kapitel einige Male bei Wikipedia vorbeischauen musste, da ich so rein gar nicht spirituell veranlagt bin. Aber es war äußerst interessant und hat sich gelohnt. Hoffe ich?!
Im nächsten Kapitel erfahrt ihr, ob Hermine mit Professor Snape reden konnte und was Du-weißt-schon-wer gerade treibt…
