Die Personen und Orte gehören Stephenie Meyer.
Die Originalstory ist von lizzy90.
Kennenlernen. Bellas Pov.
Ich drehte mich kurz zu ihm um und musste zugeben, dass er verdammt gut aussah, sehr stattlich und männlich. Ich lächelte ihm kurz zu, aber ich hatte jetzt keine Zeit für Romanzen, ich musste mich um die Hacienda kümmern, dass war das wichtigste, außerdem hatte ich meinen besten Freund Jakob und brauchte nicht mehr.
„Wow!" Sagte Rebecca. „Du siehst hübsch aus Bella." Sie gab mir einen Kuss auf die Wange.
„Nur sie?" Fragte Angela empört und wir lachten.
„Selbstverständlich nicht Angela." Sagte Jakob. „Ich Mädchen seht alle toll aus."
„Danke." Kam es von Angela. „Habt ihr Ben gesehen?" Fragte sie dann und wurde leicht rot.
Ben war so was wie ihr Freund, er arbeitete auch auf unserer Hacienda und war ein guter Mensch.
„Vorhin war er am Stand mit den Süßigkeiten." Antwortet Rebecca.
„Bis gleich." Sagte Angela und war weg.
„Und jetzt, begrüß mich wie es sich gehört." Jakob umarmte mich und gab mir einen Kuss auf den Mundwinkel, dabei wurde ich rot.
„Jakob." Schimpfte ich, er lachte genau wie Rachel und Rebecca.
„Du solltest Jake endlich akzeptieren Bella." Stichelte Rebecca dann und grinste.
„Genau Bella." Unterstützte Rachel ihre Schwester. „Befreie uns endlich von diesem Idioten."
„Ey!" Beschwerte sich Jakob. „Redet nicht so, was soll den Bella denken."
„Ist doch nur Spaß und Bella weiß das, oder nicht?" Wollte Rachel wissen. Ich nickte und wir lachten alle, dann zeigten die Zwillinge mir den Stand, an dem ich meine Küsschen verkaufen sollte.
Jakob half mir dabei einen Stuhl zu besorgen und alles für den Verkauf vorzubereiten. Über dem Stand hing ein großes Schild auf dem Stand „Ein Kuss ein Peso"
Nachdem wir fertig waren hakte ich mich bei Jake ein und wir gingen zusammen zum Eisstand,wo er mich auf ein Eis einlud. Von weitem sah ich ihn wieder, er saß neben Demetri, aber es sah nicht so aus, als ob sie Freunde wären, vielleicht war er der neue Besitzer der Hacienda von Tanner. Er schien mich auch gesehen zu haben, ich spürte seinen Blick auf meinem Rücken und musste lächeln, nicht das ich eingebildet war, aber welche Frau wurde nicht gerne bewundert?
Viele Mädchen im Dorf waren neidisch auf mich, weil ich Jakob gefiel und einige auch, weil Mike Newton mich nicht in Ruhe ließ, obwohl sie den letzten gerne behalten durften, er war ein ungehobelter Kerl, den ich nicht ausstehen konnte
„Hier ist dein Eis Bella." Marcelino reichte es mir und Jakob bezahlte.
„Danke." Sagte ich und schlenderte mit Jake wieder zu meinem Stand. Er blieb bei mir, bis ich aufgegessen hatte.
„Das war lecker, Danke Jakob." Ich lächelte ihn an.
„Dafür nicht Bella." Er strahlte mich an. Ja, Jakob gefiel mir...sehr sogar.
„Und keine Küsse auf den Mund." Sagte er ernst.
„Als ob ich das wollte." Verteidigte ich mich. „Ich hab nicht vor einen Betrunkenen zu küssen." Ich verzog angeekelt das Gesicht und Jake lachte.
„So ist es richtig. Sollte dich jemand belästigen, ruf mich sofort." Er hörte sich etwas eifersüchtig an.
„Das werde ich tun, mach dir keine Sorgen." Antwortete ich lachend.
„Wir sehen uns später Hübsche." Verabschiedete sich Jake unerwartet von mir.
„Wo gehst du hin?" Wollte ich wissen.
„Ich werde mich jetzt in die Schlange stellen." Antwortete er grinsend. „Auch ich will meinen Kuss." Fügte er hinzu und ging.
Ich seufzte einmal laut, setzte mich auf meinen Stuhl, zog den Vorhang auf und mir klappte die Kinnlade nach unten, als ich die Schlange sah die sich vor meinem Stand gebildet hatte. Und das alles für ein Küsschen auf die Wange, ich musste lachen, so viele hatte ich nicht erwartet.
Ich holte noch mal tief Luft und fing dann mit meiner Arbeit an. Am Anfang war es einfach, Jungs aus der Grundschule, die kicherten und wurden rot, dann einige Arbeiter von der Hacienda, die ich schon seit Jahren kannte und dann kam Jakob. Er gab mir wieder einen Kuss auf den Mundwinkel und natürlich wurde ich wieder rot. Ich nutzte den Moment aus und bat ihn,Camila von der Hacienda abzuholen, da Rachel ihre Hilfe brauchte. Mir hatte Rebecca gesagt, dass meine Quote bei 200 Pesos lag, was absolut absurd war, da grade mal 250 Leute im Dorf wohnten, aber dieses kleine Detail hatte sie wohl übersehen.
„Na wen haben wir den da?" Hörte ich plötzlich eine ätzende Stimme. „Die hübsche Isabella Swan." Mike Newton stand vor mir und stank wie eine ganze Kneipe.
„Hallo Mike." Sagte ich ernst.
„Hallo Schönheit." Ich versuchte zu lächeln. „Ich komm um mir meinen Kuss zu holen." Er hielt mir das Geld hin, ich nahm es, nahm all meinen Willen zusammen, beugte mich vor und wollte ihm seinen Kuss auf die Wange der riesen Idiot, nahm mein Gesicht in seine Hände und drückte seine Lippen auf meine.
„Lass mich los!"
„Komm schon Schönheit." Sagte er arrogant. „Ich weiß doch, dass du verrückt nach mir bist, du brauchst das gar nicht abstreiten. Du kommst besser mit mir mit und wir gehen an einen stillen Ort, wo wir uns amüsieren können." Er streichelte mir über die Wange.
„Träum weiter Mike. Ich geh nirgendwo mit dir hin, selbst wenn du der letzte Mann auf Erden wärst." Schrie ich ihn an.
„Ach Bella." Sagte er nur und ließ mich einfach nicht los.
„Lass mich!" Schrie ich wieder, warum hatte ich blöde Kuh Jakob weggeschickt? Wer sollte mir jetzt helfen? „Lass mich!" Ich versuchte mich aus seinem Griff zu befreien.
„Die Lady hat gesagt, dass du sie loslassen sollst." Hörte ich plötzlich eine extrem männliche Stimme. Mike und ich drehten uns gleichzeitig um, um zu sehen wer da sprach.
„Es wäre besser, wenn die junge Miss mit ihrer Arbeit weitermachen könnte, hier warten noch so einige auf ihren Kuss." Er packte Mikes Arm und zog ihn von mir weg. Der Unbekannte war der Mann, den ich mit Demetri gesehen hatte.
„Misch dich nicht ein Blödmann. Du hast ja keine Ahnung, mit wem du dich anlegst." Knurrte Mike zurück.
„Nein, dass weiß ich nicht und es interessiert mich auch nicht, aber wenn sie die junge Miss nochmal belästigen, werden sie mich kennen lernen." Sagte der Fremde hart.
Seine Worte ließen mich leicht zusammen zucken und das nicht vor Angst. Mike holte aus und versuchte den Fremden zu schlagen, der wich geschickt aus.
„Hör auf Newton!" Schrie ich und sprang regelrecht aus meinem Stand. Es hatten sich jetzt einige Schaulustige versammelt, aber keiner Griff ein. Der Fremde packte Mike wieder am Arm und warf ihn auf den Boden, aber Mike trat ihm im Fall gegen die Beine und auch er fiel hin.
„Es reicht Mike!" Schrie ich wieder, aber keiner kümmerte sich um mich. Schnell waren Mikes Freunde da, aber es kamen auch Demetri und noch ein Mann dazu und diese trennten die Streithähne.
„Dafür wirst du bezahlen!" Schrie Mike.
„Wann immer du willst!" Schrie der Fremde zurück.
„Beruhige dich Edward." Sagte ein kleines, dunkelhaariges Mädchen und legte ihre Hand auf Edwards Arm. Er hieß also Edward.
„Bring Newton hier weg." Sagte Demetri zu Tyler.
„Dein Chef sollte vorsichtig sein." Antwortete Tyler arrogant.
„Sei kein Idiot Junge." Kam es von diesem Edward.
Tyler ignorierte ihn und half Mike auf die Füße, die Leute sahen neugierig dabei zu. Genial! Das würde Morgen wieder im ganzen Dorf rum sein.
„Bella! Ist alles Ok?" Rebecca kam zu uns gerannt. „Gott, warum haben wir bloß Jake weggeschickt?" Fügte sie hinzu.
„Ist schon gut Rebecca, mir ist nichts passiert." Ich sah Edwards Hut auf dem Boden, hob ihn auf und ging zu ihm.
„Danke." Sagte ich nur und er lächelte mich an, seine Lippe blutete etwas. „Du bist verletzt." Ohne es zu wollen, hob ich meine Hand und berührte die Stelle. Als ich merkte, was ich gerade machte, zog ich meine Hand beschämt wieder weg.
„Es ist nichts." Antwortete er mit dieser unwiderstehlichen Stimme. „Geht es dir gut?" Wollte er wissen.
„Ja, Mike ist ein Idiot." Er lächelte schief und ich wurde rot.
„Ich bin Edward." Sagte er. „Edward Cullen." Er hielt mir seine Hand hin.
„Bella Swan." Antwortete ich und nahm seine Hand. „Isabella Swan."
„Geht es dir wirklich gut?" Fragte er nochmal.
„Ja, aber jetzt muss ich wieder an meinen Stand."
Ich nickte ihm noch mal zu und ging dann, zusammen mit Rebecca, wieder zu meinem Stand. Nachdem ich mich wieder auf meinen Stuhl gesetzt hatte, zog ich die Gardine wieder auf und sah direkt in Edwards grüne Augen.
„Jetzt bin ich dran Miss." Sagte er sanft und setzte wider dieses schiefe Lächeln auf.
„Das macht einen Peso." Sagte ich und konnte ein Grinsen nicht unterdrücken.
„Wie viel fehlt dir noch?" Wollte er wissen und setzte seinen schwarzen Hut wieder auf.
„Noch gut 170 Pesos." Antwortete ich.
„Gut, komm da raus und wir gehen etwas trinken." Sagte er schlicht.
„Was? Das geht nicht. Außerdem, warum sollte ich mit dir gehen?" Ich zog fragend eine Augenbraue hoch.
„Hmm." Er tat als ob er nachdenken müsste. „Als Entschädigung für die Schläge, die ich eingesteckt habe?"
„Ich kann nicht. Es tut mir wirklich Leid, aber mir fehlt noch so viel Geld um meine Quote zu erfüllen."
„Das..." Er hob den Finger, damit ich wartete, dann zog er seine Geldbörse aus der Jacke und hielt mir einen Schein hin. Es waren 200 Pesos. Ich schüttelte den Kopf.
„Das ist zu viel."
„Nein ist es nicht und anstatt des Kusses gehst du mit mir etwas trinken." Ich gab mich geschlagen und seufzte.
„Einverstanden, aber nur kurz. Mein Bruder wird gleich hier sein, um mich abzuholen."
Er nickte nur, ich nahm das Geld und gab es, zusammen mit dem was ich schon verdient hatte, an Rachel weiter. Die grinste mich wissend an und scheuchte mich regelrecht aus dem Stand. Edward hielt mir seinen Arm hin,damit ich mich bei ihm einhakte und das tat ich auch. Wir gingen zum Getränkestand, begleitet von dem Schimpfen der Männer, die Edward um ihren Kuss gebracht hatte.
„Ich glaube, ich habe mir so einige Feinde im Dorf gemacht." Sagte Edward schmunzelnd.
„Nicht wirklich." Bemerkte ich. „Sie werden es schnell vergessen, wenn Rachel ihnen ihr Küsschen gibt."
Edward fragte mich was ich trinken willt, ich bat um eine Cola und er bestellte für uns die Getränke. Als wir beide unsere Cola hatten, setzten wir uns auf eine Bank und ich sah aus den Augenwinkeln, wie er mich ansah was mich etwas nervös machte.
„Hab ich was im Gesicht?" Wollte ich wissen.
„Nein." Antwortete er nur.
„Warum siehst du mich dann so an?"
„Du bist hübsch und ich mag es hübsche Dinge zu betrachten." Das gefiel mir gar nicht, ich war eine Person und kein Ding.
„Ich bin kein Objekt." Antwortete ich, etwas heftiger, als ich beabsichtigt hatte. Mir reichte es, dass James mich hübsch nannte und von mir erwarte, mich an einen reichen Ehemann zu verkaufen, ich war ein Mensch und kein materielles Objekt.
„Entschuldige, wenn es sich so angehört hat, aber du bist wirklich eine Schönheit." Entschuldigte er sich und ich wurde wieder rot.
„Bella!" Hörte ich plötzlich die wütende Stimme meines Bruders.
„James." Ich stand schnell auf.
„Was machst du?" Fragte er und packte mich am Arm.
„Lass mich los." Ich versuchte seine Hand abzuschütteln, er tat mir weh und es reichte mir langsam.
„Wir gehen." Knurrte er und zog mich am Arm, damit ich mit ihm ging.
„James! Du tust mir weh!" Sobald ich das gesagt hatte, stand auch schon Edward neben uns.
„Sie hat gesagt, dass du sie loslassen sollst." Kam es hart von Edward und James ließ meinen Arm los.
„Was!" Knurrte James wieder. „Sie ist meine Schwester, halt dich da raus."
„Eine Dame behandelt man nicht so." Machte Edward weiter, James machte einen Schritt auf ihn zu und ich stellte mich schnell zwischen die beiden.
„Lass gut sein James." Versuchte ich meinen Bruder zu beruhigen und legte ihm meine Hände auf die Brust.
„Was war da vorhin mit Mike?" Darauf hatte ich gewartet.
„Der Schwachkopf ist aufdringlich geworden." Erklärte ich scharf.
„So redet eine junge Dame nicht." Wies mein Bruder mich zurecht.
„Zum Teufel damit! Hast du gehört, was ich gesagt habe?" Ich wurde lauter. „Mike hat mich regelrecht überfallen, Mr. Cullen hat mir geholfen und jetzt trinken wir etwas zusammen."
„Das...Cullen?" Fragte er plötzlich interessiert und sein Gesichtsausdruck änderte sich total. „Edward Cullen?"
„Ja, Edward Cullen." Edward nickte und hielt James seine Hand hin.
„Oh...eh, James Swan." Mein Bruder war plötzlich viel ruhiger und lächelte sogar. „Sie müssen mich entschuldigen, aber wenn es um meine Schwester geht, verliere ich schon mal die Nerven. Sie ist das Juwel der Familie." James legte den Arm um meine Schultern, ich sah ihn überrascht an. Ich konnte mich nicht daran erinnern, wann mein Bruder mir das letzte mal seine Zuneigung gezeigt hat. Jetzt gab er mir sogar einen Kuss auf die Wange, Edward merkte, wie unwohl ich mich fühlte und lächelte mich aufmunternd an.
„Danke, dass sie meinem Schwesterchen geholfen haben." Sagte James zuckersüß.
„Es war mir einen Vergnügen und wie Bella schon sagte, trinken wir gerade etwas zusammen." Kam es, etwas arrogant, von Edward.
„Oh, klar." Antwortete James schnell. „Ich sehe dich später Bella und pass auf dich auf Liebes." Er verabschiedete sich von Edward und ging dann in entgegengesetzter Richtung davon. Ich seufzte erleichtert.
„Es tut mir Leid." Sagte ich zu Edward.
„Das muss es nicht."
„Ich habe keine Ahnung, was in meinen Bruder gefahren ist." Sagte ich ehrlich.
„Das ist doch offensichtlich, du bist seine Schwester und ich bin ein Fremder." Meinte Edward, aber ich kannte meinen Bruder besser.
„Ja, dass wird es sein. Aber jetzt muss ich wieder zu Rachel zurück." Antwortete ich, ich hatte die Schwestern viel zu lange allein gelassen.
„Gut, dann muss ich jetzt aber meine Belohnung bekommen."
„Belohnung?" Fragte ich verwirrt.
„Ich habe 200 Pesos bezahlt und jetzt möchte ich meinen Kuss." Sagte er ernst.
„Du hast aber gesagt, dass das nicht wichtig sei." Ich verschränkte meine Arme vor der Brust. „Ich muss dich nicht küssen." Edward lachte.
„Würdest du deinem Retter des Tages wirklich einen kleinen Kuss verweigern?" Fragte er vergnügt.
„Also...ja...nein...du hast Recht." Er machte sofort einen Schritt auf mich zu. „Aber nur einen."
„Für Heute gebe ich mich damit zufrieden." Antwortete er schmunzelnd.
Er legte seine Hände um mein Gesicht, so vorsichtig, als ob ich zerbrechen könnte und genauso vorsichtig legte er kurz seine Lippen auf meine. Ich wusste, dass ich ihn nicht küssen musste, aber ich wollte wissen, wie es sich anfühlte, er war so attraktiv und bis jetzt hatte ich nur einen geküsst...Jakob. Es war ein kurzer, aber sehr süßer Kuss.
„Du bis sehr hübsch Bella." Murmelte er, bevor er mich losließ.
„Danke." sagte ich leise, meine Wangen brannten und ich konnte es nicht vermeiden, mir auf die Lippe zu beißen und seine Augen lagen noch fest auf ihnen. „Ich glaube...ich gehe besser."
„Ich hoffe, dass wir uns bald wiedersehen." Sagte Edward zum Abschied.
„Das ist sicher, so klein wie das Dorf ist." Antwortete ich lachend.
„Also...bis bald." Er schenkte mir noch ein schiefes Lächeln und drehte sich dann um.
„Bis bald." Auf dem Weg zum Stand, fuhr ich mit meinem Finger über meine Lippen.
„Gott Bella, da bist du ja!" Empfing mich ein sehr besorgter Jake.
„Jake." begrüßte ich ihn erfreut.
„Ich hätte dich nicht allein lassen sollen." Sagte er, zog mich in seine Arme und drückte mich fest gegen seine Brust. Ich lächelte, er war so...Jake.
„Es war nicht deine Schuld, der Blödmann von Newton ist nun mal so." Versuchte ich Jake zu beruhigen.
„Zum Glück war Mr. Cullen da um dir zu helfen Bella." Bemerkte Angela.
„Cullen?" Fragte Jakob. „Der neue Besitzer der Hacienda der Tanners?"
„Er stand in der Schlange und hat mir geholfen, als Mike es mal wieder übertrieben hat." Erklärte ich schnell.
„Er sieht so gut aus." Fügte Rachel hinzu. „Und er war so süß zu Bella." Sie zwinkerte mir zu.
„Er war nur Nett. Hat jemand James gesehen?" Versuchte ich das Thema zu wechseln.
„In der Kneipe." Sagte Angela mitleidig.
„Warum überrascht mich das nicht?" Ich ließ mich auf eine Bank fallen.
„Dein Bruder weiß schon was er tut." Sagte Jakob.
„Er gibt aus was wir nicht haben Jakob. Morgen kommt Papa von seiner Behandlung in der Hauptstadt zurück und was soll ich ihm dann sagen? Das wir die Hacienda verlieren werden? Das wird er nicht...ertragen." Jakob umarmte mich wieder und ich ihn. In solchen Momenten war er immer für mich da und ich brauchte ihn. Ich konnte mir nicht den Luxus erlauben, an etwas anderes als unsere Hacienda und unsere Zukunft zu denken.
„Möchtest du nach Hause?" Fragte Jake fürsorglich und ich nickte.
„Und du bist nicht böse? Wir wollten noch über das Fest gehen." Wollte ich wissen.
„Es wird noch mehr Feste geben." Antwortete Jake lapidar.
„Danke Jake und Danke, dass du immer für mich da bist." Ich gab ihm ein Küsschen auf die Wange.
„Wann immer du mich brauchst Bella, ich bin immer für dich da."
Wir gingen zusammen zu den Mädels um uns zu verabschieden und machten uns dann auf den langen Weg nach Hause.
Edwards Pov.
Ich sah ihr hinterher, wie sie mit dem Typen ging, es war derselbe, mit dem sie sich so angeregt unterhalten hatte. Ich schnaufte. Wie konnte sie mich erst küssen und dann mit einem anderen Hand in Hand davon schlendern? War sie etwa nicht so, wie ich glaubte das sie war? War sie wie Tanya? Das würde ich sofort herausfinden.
„Demetri."
„Ja Chef?" Er setzte sich neben mich.
„Wer ist das da bei dem Swan Mädchen?"
„Jakob?" Fragte er erstaunt.
„Jakob." Wiederholte ich. „Ist das sein Name?" Demetri nickte. „Ist er ihr Freund?" Im stillen betete ich,das er nein sagen würde.
„Nein Chef, Bella hat keinen Freund. Jake ist der Vorarbeiter auf der Hacienda Swan und Bellas bester Freund, sein Vater und der Vater von Bella sind schon seit Urzeiten befreundet. Sie sind wie Geschwister aufgewachsen." Erklärte mir Demetri.
„Aber er sieht sie nicht wie eine Schwester, richtig?" Hakte ich nach.
„Es ist kein Geheimnis, dass Jakob in Bella verliebt ist. Und ehrlich gesagt, glaube ich, dass sie ihn auch liebt. Aber sie sind nicht zusammen, im Moment zumindest nicht. Bella ist ein ganz besonderes Mädchen und sie ist ausgesprochen hübsch. Sie kümmert sich um ihren Vater und die Hacienda, eigentlich wollte sie studieren, aber als ihr Vater krank wurde, ist sie hier geblieben um ihn zu pflegen. Sie ist ein freundliches uns nettes Mädchen, alle mögen sie."
„Sie ist ein Juwel." Ich seufzte, mir gefiel was Demetri mir über sie erzählte, bis auf dieses kleine Detail mit diesem Jakob.
„Sie haben echte Schwierigkeiten auf der Hacienda." Bemerkte Demetri.
„Was für Schwierigkeiten?" Wollte ich sofort wissen.
„Also..." Er kratzte sich am Kopf und schien mit sich zu kämpfen, ob er es mir erzählen sollte. Ich war sein Chef, aber er war seinen Leuten treu.
„Komm schon Demetri. Es ist reine Neugierde." Versuchte ich ihn zu animieren.
„Also, wie es aussieht, hat Bellas Onkel sehr schlechte Investitionen gemacht, genau wie James. Sie haben zwei Ernten verloren und ihre finanzielle Situation, ist nicht die beste. Bella tut was sie kann, damit sie die Hacienda nicht verlieren, sie arbeitet wie ein Knecht auf der Hacienda...und kümmert sich auch um den Haushalt..." Demetri trank von seinem Bier.
„Aber sie hat doch einen Bruder, nicht?" Fragte ich und Demetri schüttelte genervt den Kopf.
„Als ob sie keinen hätte. James ist ein Spieler und er trinkt zu viel...er ist jeden Tag in der Kneipe, die arme Bella muss sich allein um alles kümmern." Als er das sagte, zog sich mein Herz ein wenig zusammen, sie war viel zu jung, um solch eine Last auf den Schultern zu tragen. „Sie verstehen sich nicht sehr gut." Fügte Demetri hinzu.
„Ja, ich hab ihn vorhin kennen gelernt. Er war mir nicht gerade sympathisch." Versicherte ich Demetri.
„Früher war er ganz anders, aber nachdem sein Onkel zu ihnen gezogen war, hat er sich sehr verändert...und der Tod von seiner Mutter hat ihn schwer getroffen. Renee war einzigartig...sie war so freundlich und gut, genau wie Bella...Bella hat kein leichtes Leben." Man merkte Demetri an, wie sehr er Bella mochte.
„Das merke ich auch gerade." Sagte ich nachdenklich. „Verstehst du dich mit Jakob?" Wollte ich wissen.
„Ja, wir sind befreundet."
„Perfekt! Finde bitte heraus, welche Art von Schwierigkeiten die Swans genau haben und was sie brauchen, um da heraus zu kommen." Verlangte ich von ihm.
„Aber..." Er sah mich zweifelnd an. „Das kann ich nicht machen."
„Warum nicht?"
„Jakob ist mein Freund...genau wie Bella."
„Ich will ihnen nichts böses Demetri. Bitte, ich will ihnen nur helfen. Wie du schon gesagt hast, Bella ist viel zu jung um so viel Verantwortung zu tragen." Versuchte ich ihn zu überreden.
„Aber..."
„Machs einfach Demetri. Ich mag Bella und will ihr wirklich nur helfen." Er zögerte noch etwas, nickte dann aber.
„Gut." Antwortete er.
„Danke." Sagte ich und Demetri stand auf, um wieder zu seinen Freunden zu gehen. Ich ging ebenfalls und suchte meine Familie.
Jetzt wusste ich endlich, wer die mysteriöse Nymphe vom Wasserfall war.
