Kapitel 1
Weshalb ich Jacob besuchen musste
Wie so oft, war das erste Geräusch, das ich am Morgen wahrnahm, der Regen, der Tropfen für Tropfen an meine Fensterscheibe schlug. Ich wusste bereits, bevor ich die Augen aufschlug, dass die Nacht vorbei war, ich konnte die Vögel in den Bäumen und etwas weiter entfernt auch schon Autos auf der Straße hören.
Ich hörte, wie sie durch die Pfützen fuhren, die sich, wie üblich, gebildet hatten.
Kein Wunder nach einer Nacht wie dieser.
Regen war zwar normal hier in Forks, aber die letzte Nacht kam schon eher einem Unwetter gleich, selbst hier hatte man selten soviel Regen auf einmal gesehen.
Obwohl ich noch gern etwas länger in meinem weichen Bett liegen geblieben wäre, öffnete ich meine Augen und setzte mich auf.
Wie sooft gelang es mir einfach nicht, die Geräusche auszublenden. Für ein menschliches Gehör war es sicherlich alles andere als laut- für mich aber schien es, als würde ich an einer stark befahrenden Straße wohnen.
Ich würde wohl noch einige Zeit brauchen, damit ich nicht mehr so empfindlich auf diesen Lärmpegel reagieren würde, bis ich ihn einfach nur noch als dumpfes Nebengeräusch wahrnehmen würde.
Es hat alles etwas mit reiner Willenskraft zu tun, würde mein Vater jetzt wohl sagen.
Er hatte ja auch leicht reden: Er musste ja auch nicht mit seinen vampirischen Sinnen schlafen.
Ich seufzte. Die Welt war ja manchmal so etwas von unfair. Ich sehnte mich nach früher zurück, als ich noch klein war und meine Sinne bei weitem nicht so stark ausgeprägt waren, wie heute und mir nicht den Schlaf raubten.
Tatsächlich schlief ich wirklich sehr wenig, ich konnte einfach nie entspannen, weil das Stimmengewirr mich oft an den Rand des Wahnsinns trieb, anstatt in den Schlaf.
Ich stand auf und ging durch mein Zimmer, bis ich vor meinem Kleiderschrank stehen blieb. Farblich hatte ich nicht viel Auswahl, Rose achtete sehr sorgfältig darauf, dass mir jedes Kleidungsstück stand und auch Alice hatte immer ein Auge auf mich.
Ich entschied mich für eine weiße Bluse und schwarze Jeans. Etwas anderes konnte man bei diesem Wetter sowieso nicht tragen.
Nicht, dass ich gefroren hätte, aber da ich nicht unter normalen Menschen auffallen wollte, musste ich mich wohl oder übel dezent kleiden.
Zusammen mit ein paar Handtüchern stolperte ich, noch etwas müde, ins Bad und nahm eine Dusche.
Danach zog ich mich an und ging zurück in mein Zimmer. Ohne wirklich zu überlegen, griff ich nach dem Medaillon, welches auf meinem Schrank lag und legte es mir um.
Es war eine art Ritual geworden. Mit dem Medaillon hatte ich meine Eltern immer bei mir.
Ich war mir recht sicher, dass sie auch genau das beabsichtigt hatten, als ich sie an meinem ersten Weihnachten bekam: Dass sie immer bei mir waren und ich an sie dachte. Das Bild von ihnen war nun schon 5 Jahre alt und doch hatten sich beide nicht verändert. Nur die Augen meiner Mutter bildeten eine Ausnahme, hatten sie damals, als das Foto gemacht wurde, noch einen rötlichen Schimmer, waren sie nun rein golden, wie es sich für Vampire, wie wir es waren, gehörte. Für Vampire, die kein Menschenblut tranken.
Ich ging in das Wohnzimmer und sah nun mit meinen Augen, was ich dank meines Gehörs schon längst wusste: Es befand sich, außer mir, niemand im Haus.
Es überraschte mich nicht, es war nicht ungewöhnlich. Meine Eltern hofften immer, dass ich ihr Verschwinden nicht bemerken würde, weil sie gewiss vor meinem Erwachen wieder hier wären. Leider vergaßen sie dabei aber, dass ich kaum Schlaf abbekam in letzter Zeit.
Sie waren oft in der Nacht zu Besuch bei meiner restlichen Familie oder genossen ein wenig Zeit zu zweit.
Sie hatten zwar immer ein schlechtes Gewissen, wenn ich auf mich allein gestellt war, aber mir machte es nichts aus, ich freute mich für meine Eltern, dass sie Zeit für sich hatten. Sie gaben sowieso viel zu sehr auf mich Acht.
Während ich mir mein Essen zubereitete und es anschließend aß (ich hasse es mich nur vom Tierblut zu ernähren, mit Menschennahrung fühlte ich mich tatsächlich ein wenig mehr menschlich- passender zu meinem Herzschlag und meiner Körpertemperatur), fasste ich den Endschluss heute nach La Push zu gehen.
Es war noch gar nicht lange her, seitdem ich Jacob das letzte Mal gesehen hatte, vielleicht drei Tage, dennoch wusste ich, dass er es gern hatte, wenn ich bei ihm war. Ich seufzte und suchte mir ein Blatt Papier und einen Stift, damit ich meinen Eltern eine Nachricht hinterlassen konnte.
Sie würden sich sonst nur unnötig Sorgen machen, wenn ich einfach so verschwand.
Obwohl ich schon fast ausgewachsen war, war ich trotz allem noch ihre kleine Nessie.
Sosehr ich den Spitznamen auch hasste, war es dennoch Jake erlaubt ihn zu benutzen, es war so unmöglich es ihm zu verbieten, wenn man das Funkeln in seinen Augen sah, wenn er ihn benutzte. Bei allen anderen hasste ich diesen Namen jedoch. Wer kam nur damals auf diese absurde Idee mich nach einem Monster zu nennen?
Nachdem ich meine Suche nach einem Stift und Papier erfolgreich beendete, begann ich zu schreiben:
Mommy, Daddy,
Ich bin heute unten in La Push, um Jake zu sehen, ich weiß ja, wie sehr es ihn immer freut, wenn ich da bin. Macht euch keine Sorgen, ihr wisst genauso gut wie ich, dass er mich im Notfall mit seinem Leben beschützen wird.
Ich bin vor der Dämmerung wieder zurück, ihr könnt mich im Notfall auf meinem Handy erreichen.
Renesmee
Nicht, dass ich glaubte, es würde eine Gefahr bestehen, aber meine Eltern machten sich immer halb verrückt, wenn ich nicht bei ihnen war. Als würde plötzlich das Dach von einem Haus einstürzen und mich unter sich begraben.
Ich hab mich bisher nur ein einziges Mal in meinem Leben wirklich in Gefahr befunden und das war schon fünf Jahre her und ich war ihr hilflos ausgeliefert. Dem war nun nicht mehr so, ich war nicht mehr hilflos. Ganz im Gegenteil.
Ich legte meinen Stift zurück, faltete das Papier einmal in der Mitte und legte es auf unseren Küchentisch. Dort würden sie meine Nachricht finden, ich war mir sicher.
Danach zog ich mir meine Schuhe und eine Jacke mit Kapuze an, nahm mir meinen Schlüssel und mein Handy und ging hinaus in den Regen.
So schnell mich meine Beine trugen, lief ich nach La Push. Ein paar vampirische Eigenschaften hatte ich ja auch, obwohl meine Mutter damals bei meiner Geburt noch menschlich war.
Schon bald ließ ich die unsichtbare Grenze hinter mir, die unser Land von dem der Wölfe trennte. Zwar gab es sie im eigentlichen Sinne nicht mehr, aber es hielten sich bis auf Jake, Seth und mir, noch alle an das alte Abkommen. Die alten Vorurteile hingen noch tief in den Gedanken meiner und Jakes Familie. Zu lange galten die alten Regeln, als dass sie sie jetzt so plötzlich brechen würden.
Ich bemerkte den veränderten Geruch- hier roch es nicht mehr nach Vampir. Es roch eindeutig nach Wolf, also würde ich bald angekommen sein.
Schwer viel mir es nicht mehr, den Weg zu ihm nach Hause zu finden, obwohl ich ihn erst seit ein paar Monaten allein besuchen durfte. Immer diese übertriebenen Vorsichtsmaßnahmen, als ob mir die Wölfe je etwas tun würden. Sie würden mir nie auch nur ein Haar krümmen, wenn ich es nicht wollte. Sie würden es wegen Jake nicht tun.
Ich verlangsamte meine Schritte, bis ich schließlich nur noch langsam ging. Es war nicht mehr weit, ich konnte schon sein Haus deutlich erkennen. Nach ein paar Sekunden war ich schließlich an meinem Ziel angekommen.
Lautlos trat ich an die Tür und erhob meine Hand, um anzuklopfen, doch zuvor hielt ich inne und lauschte dem Geschehen im Inneren.
Ich hörte ein Schnarchen, von wem es kam, war ich mir im ersten Moment nicht sicher, aber als ich dann hörte, wie Claire vergnügt auflachte und Jake mit einfiel, wusste ich, dass von Quil das Schnarchen kommen musste- er ließ seine Claire so selten allein.
Als ich daran dachte entwich mir ein Seufzen- Jake und Quil waren sich in dieser Beziehung sehr ähnlich, was man ihnen jedoch kaum verübeln konnte. Wer konnte sich schon gegen so etwas wie eine Prägung widersetzen?
Ich war so froh, dass Jake auf meinen Wunsch eingegangen war und mich nicht mehr tagtäglich wie ein Wachhund bewachte, auch, wenn ich mir schlecht dabei vorkam, als ich sah wie weh ihm diese Bitte getan hatte.
Jake schien mich, trotz der lachenden Claire, gehört zu haben, denn er wurde plötzlich still und ging zur Tür. Schnell klopfte ich an- ich wollte ihm keine Gelegenheit bieten, mir Vorwürfe zu machen- ich wusste wie wertvoll ihm jede Sekunde mit mir war. Prompt wurde auch die Tür geöffnet und ein breit grinsender Jacob sah auf mich hinunter.
Er war einfach unglaublich groß, ich vergaß es immer wieder.
Einen Moment war es still zwischen uns, dann ergriff ich unglaublich geistreich das Wort: „Hallo Jake." Grandios.
Ich versuchte zu lächeln, vielleicht um ein wenig meine Verlegenheit zu überspielen, als ich den Ausdruck in seinen Augen sah.
Natürlich, er hatte mich vermisst und schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Ganze drei Tage- ein Weltuntergang für ihn.
Er kam einen Schritt auf mich zu und nahm mich in seine muskulösen Arme.
Ich würde mich nie daran gewöhnen- er fühlte sich warm für mich an, es gab nur so weniges, was mir nicht kalt vorkam.
Dazu gehörte zum Beispiel ganz gewiss nicht meine Familie.
Als wir uns wieder voneinander gelöst hatten, schaute Jake mich leicht vorwurfsvoll an.
„Ich hab dich vermisst." sagte er schließlich und prompt fand ich mich wieder in seinen Armen wider. Mir wurde sofort wieder klar, weshalb ich ihn nicht mehr zu mir nach Hause ließ.
„Ich weiß" flüsterte ich. Zu mehr reichte meine Luft in meinen Lungen nicht mehr. Trotzdem genoss ich die erneute Umarmung auch.
Ich mochte Jacob, sehr sogar, er war einer meiner wenigen Freunde. Dennoch wurde gerade die ständige Aufmerksamkeit, die er mir schenkte, mit der Zeit etwas zu viel. Genau das war der Grund gewesen, warum ich ihn gefragt hatte, mir etwas mehr Freiheiten zu geben.
Meine Eltern, ganz besonders meine Mutter, fanden meine Entscheidung nicht richtig, ich wusste es, auch wenn sie es mir nie sagten. Ich sah es in ihren Augen.
Nach ein paar Sekunden in der Umarmung lösten wir uns wieder voneinander und er nahm meine Hand, um mich ins Haus zu führen.
Ich sah vor mir genau das Bild, was ich erhört hatte: Quil schlief auf der alten Couch und Claire saß nun auch bei ihm und kuschelte sich an.
Sie genoss die Wärme, die mir so lästig war, ich hätte gern so kühle Haut, wie es sich für einen Menschen gehörte. Aber ich war kein Mensch. Ich war nicht normal.
Ich war überdurchschnittlich.
Quil hob nun halbschlafend seinen Arm, um ihn dann um Claire zu legen.
Die beiden erinnerten mich an Jacob und mich, zwei, vielleicht drei Jahre zuvor, als ich noch genauso klein war wie sie.
Wenn man uns gesehen hätte, hätte man ganz selbstverständlich angenommen, dass Claire die Jüngste von uns war. Dem war nicht so, ich war es.
Ich lächelte wohl leicht abwesend, leicht melancholisch (früher war vieles so viel leichter gewesen) und ich merkte, wie Jake um mich herum ging, in Richtung Sofa, sich umdrehte und mich fragend ansah.
Ich schüttelte leicht abwesend den Kopf- ob Jake zu verstehen zu geben, dass ich an unwichtige Dinge dachte oder um die Gedanken fort zu treiben, wusste ich selbst nicht ganz genau. Er gab sich jedoch damit zufrieden.
Ein lauter Schnarcher von Quil, ließ Jakes Aufmerksamkeit von mir zu ihm wandern.
"Komm, lass uns rausgehen."
Es war nur ein Flüstern, aber ich hörte es trotzdem so deutlich, als ob er es in mein Ohr geschrieen hätte.
Diesmal nahm ich seine Hand und führte ihn aus dem Haus.
Es hatte aufgehört zu regnen, als wir nach draußen traten. Ganz so, als hätte es extra für Jake aufgehört.
"Und, Nessie", ich verzog kaum merklich mein Gesicht, "hast du eine Idee, was wir jetzt machen wollen?"
Ihm wäre es egal, was ich vorschlagen würde, er würde alles machen, für ihn zählte nur, dass ich glücklich war.
„Hm... vielleicht.., Ich war schon länger nicht mehr am Strand?"
Er nickte nur und schlenderte langsam, meine Hand immer noch in seiner, hinunter zum Meer.
Wir gingen eine Weile am Wasser entlang, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben, bis wir uns schließlich auf eine Art Bank aus Holzstämmen setzten. Wie ich von Jake wusste, stand sie schon lange vor meiner Geburt- er hatte hier schon mit meiner Mutter gesessen und gesprochen.
Es war so still, das Rauschen des Meeres klang am deutlichsten an mein Ohr. Die wenigen Möwen am Himmel waren ruhig, was untypisch für sie war. Deutlich konnte ich Jakes Herz schlagen hören, um so vieles langsamer als mein eigenes.
Ich legte meinen Kopf auf seine Schulter und genoss seine Wärme, auch wenn ich selbst nicht fror.
Meine Gedanken schweiften ab, ich konnte sie nicht zügeln.
Die Verbindung zwischen mir und Jake hatte ich schon immer verstanden.
Auch wenn er es niemals bestätigen würde, er hatte keine Wahl.
Er musste mich glücklich machen, nicht weil er es wirklich wollte, sondern eher weil er gezwungen wurde es zu wollen.
Und vorher, bevor er diese Art Zwang verspürte... Vorher hatte er meine Mutter geliebt und mich gehasst, weil ich sie fast umgebracht hätte. Ich erinnerte mich noch an unsere erste Begegnung, als wäre es gestern gewesen: Er mit vor Wut verzerrtem Gesicht, das sich dann schlagartig änderte.
Wie sooft fragte ich mich, ob ich noch leben würde, wenn es die Prägung bei Wölfen nicht gäbe. Wahrscheinlich nicht.
Hätte er sich nicht auf mich geprägt… Dann wäre er jetzt unglücklich. Dann würde er um meine Mutter trauern, weil sie sich für meinen Vater entschieden hatte. Die Tatsache, dass er vor mir meine Mutter geliebt hatte und sie ihn- sie irritierte mich immer noch. Ich fand es nicht schlimm, es war bloß eine Sache, die ich nicht ganz verstand.
Wie konnte er sie nur vergessen und mich statt sie wollen?
Ich wusste, er sah mich nicht als Ersatz- und ich sah ihn nicht als meinen 'Freund', nur als Kumpel.
Mein Vater hatte es mir schon sooft versucht zu erklären, er verstand die Wölfe wie kein anderer. Dennoch verstand ich es immer noch nicht und hatte es schließlich auch aufgegeben.
Ich wusste nicht wie lang wir so da saßen, schweigend, mein Kopf auf seiner Schulter. Eine Stunde? Vielleicht mehr, vielleicht weniger. Wenn man ewig lebte, spielte Zeit keine wirklich große Rolle.
Ewigkeit... Dies war auch eines der wenigen Wörter, die ich wohl nie richtig begreifen würde.
Ss würde mich wahrscheinlich nur wahnsinnig machen. Können Halbvampire wahnsinnig werden? Ich lies es besser nicht auf einen Versuch ankommen.
Irgendwann ergriff er dann das Wort.
„Geht es euch gut? Dir und...den anderen?"
Ich saß hier neben ihm, kerngesund, ohne einen Kratzer. Ich saß nicht schluchzend und mit geröteten Augen neben ihm. Was sollte also schlimmes passiert sein?
Genau- nichts, nicht seit den letzten drei Tagen.
"Seth war doch gestern bei uns, hat er dir nicht gesagt, dass bei uns alles beim Alten ist?"
"Doch," gab er leise zu, „aber ich dachte, es wäre vielleicht etwas neues passiert."
"Nein, uns geht es gut." bekräftigte ich noch einmal meine Aussage, doch so ganz stimmte dies nicht. Ich machte mir schon länger Sorgen.
Die Leute begannen zu reden. Nicht, dass es mich stören würde, aber es betraf nicht nur mich, es betraf meine ganze Familie.
Sie fanden uns schon immer seltsam: blass, übernatürlich schön, intelligent. Wir wirkten anziehend auf Menschen.
Natürlich war ich ihnen auch nicht verborgen geblieben, nachdem man mich die ersten fünf Jahre meines Lebens versteckt hatte. Was würden die Menschen auch denken, wenn sie sehen würden wie schnell ich wuchs?
Ich verstand es, dass man mich verstecken musste, schließlich war ich, wie alle immer beteuerten, etwas Besonderes und hatte eine schnelle Auffassungsgabe.
Allein mein Opa wusste von meiner Existenz und er war schlau genug, um mich nicht weiter groß heraus zu posaunen, wahrscheinlich tat er das nur auf die Bitte meines Vaters.
Und dann natürlich wussten Jacob und sein 'Rudel' und ein paar andere Vampire von mir...
Aber ich wollte jetzt nicht schon wieder an die unangenehme Begegnung vor fünf Jahren denken. Die Zukunft war furchtbar genug.
Die Leute begannen zu reden, weil der 'Neuzugang' wie sie mich nannten, genauso schön war, wie der Rest der Familie Cullen, meiner Familie, nur, dass ich eine erstaunliche Ähnlichkeit mit meinem Vater aufwies, die nicht zu leugnen war. Offiziell war ich jedoch seine Schwester und auch von Carlistle adoptiert.
Wir würden bald wegziehen müssen, bevor die Gerüchte zu schlimm wurden. Ich wollte nicht daran denken. Ich wollte hier bleiben.
Jacob merkte, dass mir heute nicht nach reden war, er sagte nichts weiter dazu.
Nach einiger Zeit, ich wusste tatsächlich nicht, wie viel Zeit vergangen war, ergriff Jake das Wort.
"Es ist spät geworden, ich glaube, du musst bald nach Hause?"
Ich schaute auf und sah mich um. Nicht mehr lange und es würde anfangen zu dämmern. Ich bemerkte den Lichtunterschied kaum, meine Augen sahen bei jeder Tageszeit perfekt.
„Ja, du hast Recht, ich hab versprochen noch vor der Dämmerung zu Hause zu sein."
Jake stand auf und ich tat es ihm gleich.
„Soll ich dich noch nach Hause bringen?"
Vater wäre begeistert.
Und Mutter erst recht.
Und ich? Ich hatte eigentlich auch nichts dagegen.
„Ja gern"
Ich sah sofort, wie sehr ihm meine beiden Worte freuten, er grinste mich an, als könnte er sich nichts besseres vorstellen, als mich nach Hause zu bringen. Konnte er wahrscheinlich wirklich nicht.
Er verschwand kurz im Wald und dann kam er mir als großer Wolf entgegen: Natürlich, als Mensch würde er kaum mit mir mithalten können.
Seite an Seite, gingen wir erst langsam, dann immer schneller werdend, meinem zu Hause entgegen, bis wir schließlich rannten.
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Kleine Vorschau auf Kapitel 2:
Für mich rochen sie alle gut. Aber Jake am Besten.
Wir würden uns freuen, wenn ihr ein Review dalassen würdet .,
Padfoot und Witch-Hexe
