Das Schloss erstrahlte wieder in der Dunkelheit.
Alle waren wie jedes Jahr immer noch verplüfft von diesem Anblick.
Als sie oben ankamen, gingen sie hinein ins Schloss.
Professor McGonagall wartete oben auf die Schüler.
Sie begrüßt sie und die Schüler gingen hinein in die große Halle.
Professor McGonagall blieb noch draußen stehen, um die Erstklässler wie jedes Jahr zu begrüßen und sie hinein in die Halle zu begleiten.
Hermine, Ron und Harry nahmen Platz am Tisch der Gryffindors.
Harry schaute sich um und sein Blick ging am Lehrertisch entlang.
Er sah Hagrid , Professor Trelawney , Professor Snape mit seinen fettigen Haaren und noch einen Lehrer der neu war.
Wahrscheinlich wieder für Verteidigung gegen die dunklen Künste dachte sich Harry.
Professor Sprout saß auch da und in der Mitte Professor Dumbledore.
Mit seinem langen Bart und seiner Halbmondbrille sah er immer noch aus wie vor 5 Jahren.
Harry wurde aus seinen Gedanken gerissen, als die Tür der großen Halle aufging.
Professor McGonagall kam mit den Erstklässlern rein.
Jeder wurde zu einem Haus zugeteilt.
Danach, als die neuen Schüler sich zu ihren Häusern setzten, stand Dumbledore auf und ging zum Pult.
Er sah etwas besorgt aus , dachten sich Harry , Ron und Hermine. Das Durcheinandergerede in der Halle stoppte sofort, als Dumbledore vorn am Pult erschien.
*Dumbledore*
Guten Abend liebe Schüler und Lehrer, auf ein neues Schuljahr hier in Hogwarts!
Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, haben wir einen neuen Lehrer in unserem Kollegium sitzen. Professor Slughorn wird ab sofort Zaubertränke unterrichten und Professor Snape von nun an Verteidigung gegen die dunklen Künste. (nun fingen einige an zu tuscheln. Harry, Ron und Hermine sahen sich völlig schockiert an) Und wie ihr sicherlich mitbekommen habt, sind im Moment Auroren hier in Hogwarts. Es dient dem Schutz der Schule und euch Schüler. Es war einmal, so wie ihr es seid, ein Schüler an dieser Schule, der nun zu einem der schrecklichsten und dunkelsten Zauberer dieser Zeit wurde. Tom Riddle... Bitte seid auf der Hut und treibt keinen Unfug. Seid stets füreinander da, denn nur dann haben wir stärkere Mächte, als der dunkelste Zauberer selbst... Denkt mal drüber nach! Und jetzt ab ins Bett. Hop hop!
Nun fingen alle an aufzustehen und miteinander wild durcheinander zu reden. Auch Harry, Ron und Hermine erhoben sich und gingen aus der großen Halle, wo einige Auroren die Eingänge bewachten und auf und ab liefen.
*Ron*
Das war ja ne fröhliche Rede! Fröhlicher gings nicht... Ich bin so motiviert, wie noch nie...
Ron hatte dabei einen absolut sarkastischen Unterton.
*Hermine*
Ron... Das ist nicht lustig. Überall sind Auroren... Das ist kein gutes Zeichen. Ganz im Gegenteil.
Sie stiegen nun die Treppen empor.
*Harry*
Hermine hat Recht. Aber wisst ihr was mir am meisten Sorgen bereitet?
*Hermine*
Was denn?
*Harry*
Dass wir ab sofort Snape in Verteidigung gegen die dunklen Künste haben...
*Ron*
Dieser Volltrottel hat uns echt noch gefehlt!
Sie kamen bei der fetten Dame an und Ron und Harry sahen Hermine an.
*Hermine*
Was? Wisst ihr etwa das Passwort nicht?
*Harry*
Haben wir das überhaupt schon erfahren?
*Hermine*
Oh Jungs... Löwenmähne
Die Tür schwing zur Seite und sie gingen in den Gemeinschaftsraum. An der Seite stand ein blondes, gelocktes Mädchen, Lavender Brown, ebenfalls im selben Jahrgang, wie Hermine, Ron und Harry. Sie lächelte Ron an.
*Lavender grinsend*
Hey Ron.
Ron sah sie kurz an:
*Ron*
Oh ähm... Hi...
Hermine sah Lavender nur missbilligend an und setzte sich neben Ginny auf die Couch am Kamin. Ron und Harry setzten sich dazu.
*Harry*
Erschreckend, dass hier jetzt so viele Auroren rumlaufen.
*Ron*
Dann muss ja wirklich etwas schlimmes vorgefallen sein.
Mich stört aber eher, dass wir jetzt Snape auch nur in Verteidigung gegen die Dunklen Künste haben.
*Hermine*
Ich kann Snape auch nicht wirklich leiden, aber sei doch lieber froh, dass er sich bereit erklärt hat dieses Fach zu unterrichten.. Es wäre nicht gut, wenn dieses Fach weg fallen würde.. Wir brauchen es später für die Abschlussprüfungen und allgemein, sollten wir in Zeiten, wie diesen wissen, wie wir uns Verteidigen können.
Hermine hatte Recht, dass wussten sie. Auch wenn Snape nicht die beste Wahl als Professor für dieses Fach war, sie würden trotzdem weiter lernen sich zu verteidigen.
Auf einmal hörten alle fünf ein lautes Geklopfe am Eingang zum Gemeinschaftsraum.
Niemand rührte sich mehr, doch als es nicht aufhörte, stand Harry auf.
*Harry*
Vielleicht ist es ja Neville, der das Passwort vergessen hat und nicht rein kommt.. Ich werd mal nachschauen.
Hermine und Ron nickten ihm zu, Lavender blieb weiter wie eingefroren neben Ron sitzen.
Und tatsächlich, Harry kam zurück, mit Neville im Schlepptau.
*Niville*
Ich hatte mir das Passwort extra gemerkt.. aber als die Fette Dame mich danach fragte, wusste ich es nicht mehr genau.
Ich hab's mit Löwen-Tatze und Löwenzahn ausprobiert, aber sie ließ mich nicht durch.
*Ron*
Löwenmähne.. jetzt weißt du es, vielleicht solltest du es dir auf schreiben..
Neville nickte und verschwand dann in Richtung der Jungen Schlafsäle.
Es war spät geworden und so langsam merkten sie, wie müde sie waren.
Sie verabschiedeten sich alle der Reihe nach und wünschten sich eine Gute Nacht. Hermine und Ron standen nun ganz allein im Gemeinschaftsraum..
Ron wusste nicht genau wieso er dies tat, vielleicht einfach weil er grade den Drang dazu hatte. Er zog Hermine zu sich und umarmte sie. Nach einigen Sekunden ließ er sie wieder los.
Er merkte, wie sein Gesicht warm wurde, und wusste, dass er jetzt vermutlich rot, wie eine Tomate aussehen würde.
Hermine ging es nicht anders.
Sie war verlegen, aber glücklich zugleich. Sie hatte wieder dieses Kribbeln im Bauch.
Peinlich berührt und ohne noch ein Wort zu sagen, verschwand auch sie in Richtung Schlafsäle.
Sie lag noch einige Zeit im Bett und dachte über die Bedeutung ihrer Umarmung und über das Kribbeln in ihrem Bauch nach bis sie endlich einschlief.
Ron betrat den Schlafsaal und ließ sich mit einem verträumten Grinsen auf sein Bett sinken.
Harry, der gerade fertig damit war, sich umzuziehen, sah Ron irritiert an.
*Harry*
Alles ok mit dir, Ron?
Du siehst ein bisschen so aus, als hättest du zu viel Butterbier getrunken.
Ron reagierte nicht, er starrte nur weiter grinsend an die gegenüberliegende Wand.
*Harry*
Ron?!
Ron zuckte kurz zusammen und kratzte sich dann entschuldigend am Kopf.
*Ron*
Sorry, mann... Ich war etwas in Gedanken. Ist dir mal aufgefallen, dass Hermine viel... nun ja...
erwachsener aussieht, als letztes Schuljahr?
Harry musste sich zusammen reißen, um nicht zu grinsen.
*Harry*
Ja, kann schon sein.
Harry ging hinüber zu Ron und sie sprachen noch eine ganze Weile über ihr liebstes Hobby Quidditch.
Sie fragten sich, wer sich wohl dieses Jahr alles für die Mannschaft aufstellen lassen würde und wer wohl tatsächlich genug Talent hatte, um aufgenommen zu werden.
Als Harry irgendwann später aufstand, um hinüber zu seinem Bett zu gehen, sah er kurz aus dem Fenster.
Es war dunkel, einzelne Sterne leuchteten am Himmel.
Es sah so friedlich aus und Harry fühlte sich, als wäre er wieder einmal nach Hause zurück gekommen.
So fühlte er sich immer, wenn er nach Hogwarts kam.
Doch dann musste er an die Auroren denken, die im ganzen Schloss Patrouille standen...
Bisher war er sich in Hogwarts immer sicher vorgekommen.
Komischerweise waren es nun die Auroren, die ihm dieses Gefühl ein bisschen nahmen-obwohl sie ja eigentlich dafür sorgen sollten, dass sie noch sicherer waren als ohnehin schon.
Was uns dieses Jahr wohl wieder alles für Abenteuer erwarten?,
dachte er bei sich.
Dann ging auch er zu Bett und schlief doch recht schnell ein.
Sein letzter Gedanke galt dem morgigen Tag, an dem als erstes Zaubertränke auf dem Stundenplan stand.
Er war gespannt auf den neuen Lehrer, Professor Slughorn.
Ron hingegen konnte nicht ganz so schnell einschlafen. Er dachte noch lange an die Umarmung mit Hermine und wie toll sie doch eigentlich aussieht.
Reiß dich zusammen, Ron. Sie ist deine beste Freundin. Du spinnst dir wahrscheinlich nur etwas zurecht, dachte er sich nun.
Er lächelte breit, als er wieder an die Umarmung mit Hermine dachte und das komische Gefühl in seiner Magengegend, das ihm dabei begleitet hatte. Mit diesem Lächeln in seinem Gesicht schlief er dann irgendwann ein.
