Hi! Herzlichen Dank an meine zwei (wow!) Reviewer. Hier kommt das nächste Kapitel.
2. Kapitel: Eine Ahnung von Frieden
„Warum sind wir hier gelandet?" fragte Ron und eine Spur Nervosität durchdrang seine Stimme, als er sich von dem Portschlüssel löste und seinen Blick über die Umgebung wandern ließ. Hermine runzelte die Stirn und ging ein paar Schritte den Weg, auf dem der Portschlüssel sie abgesetzt hatte, weiter in Richtung einer kleinen, Baum bestandenen Anhöhe – vom Fuchsbau war nichts zu sehen. „Wir kommen hier nicht durch!" meinte sie plötzlich. Ron war im Nu neben ihr und stoppte abrupt, als wäre er gegen eine unsichtbare Mauer gelaufen. „Mann, was soll das? Hier ist der Platz, wo Fred und George mal Percys Schulbücher verscharrt haben. Vielleicht wieder so´n dämlicher Trick. Ich frag mich …" Er griff mit der Hand ins Nichts, als wollte er eine Fliege fangen, doch mitten in der Bewegung zog er sie unvermittelt zurück. Tonks hob den Zauberstab und trat neben die beiden, während Harry seinen Koffer und den Besen packte und argwöhnisch zwischen die Bäume zu seiner Linken spähte.
„Das scheint ein neuer Schutzzauber zu sein" , verkündete Tonks nach ein paar Sekunden, in denen sie den Zauberstab ein paar Mal hin und her geschwungen und diverse Flüche gemurmelt hatte, „Nur … wie lautet der Gegenfluch?… Ich hatte keine Ahnung hiervon… Offensichtlich weiß im Ministerium momentan die linke Hand nicht, was die rechte tut …"
„Hey, da seid ihr ja!"
Sie wirbelten herum, Harry ein wenig langsamer als die anderen, denn die Stimme hatte ihm ein angenehmes Kribbeln den Rücken herunter rieseln lassen. Wie eine Sternschnuppe war Ginny aus dem Nichts aufgetaucht, flach auf ihrem Besen gelegen, wobei ihr Haar kleine Funken in die Nebelschwaden zu sprühen schien. Alle vier umringten sie, während sie vom Besen stieg und die rote Mähne über die Schultern schleuderte.
„Ein weiterer Schutzfluch vom Ministerium", erklärte sie ein wenig atemlos. „ganz frisch, vor ca. einer Stunde sind ein paar Abwehr-Spezialisten gekommen und haben ihn angebracht. Mum ist stinksauer, kann ich euch sagen. Seitdem fliege ich hier rum, um euch abzufangen und den Gegenzauber zu zeigen." Sie machte ein paar schnelle Schritte zu dem Punkt, an dem Ron und Hermine nicht weitergekommen waren, schwang den Zauberstab in einer wellenähnlichen Bewegung und flüsterte: „Ad Veelam." Die Luft um sie herum wirkte mit einem Mal wie dichter Schnee, der sich rasch in einzelne, sanft fallende Eiskristalle verwandelte, um sich dann wie ein Vorhang zu teilen. Ginny winkte zu ihnen herüber: „Kommt schnell, ihr habt nur zehn Sekunden Zeit, dann schließt sich die Wand wieder!" Alle kamen eilig ihrer Aufforderung nach. Harry, der als letzter ging, blieb vor Ginny stehen und sah sie an. Sie erwiderte den Blick.
„Hallo, Harry …"
Gerade, als er den Mund öffnete, um etwas zu sagen, fühlte er sich wie von einer geisterhaften Hand unsanft nach vorn geschubst. Er geriet ein wenig aus dem Gleichgewicht und Ginny ergriff seinen Arm, um ein Straucheln zu verhindern.
„Die Schutzwand", meinte sie lachend.
„Danke", war alles, was Harry in diesem Moment hervorbrachte. Eine Weile gingen sie schweigend nebeneinander her. Die Luft hinter dem Abwehrzauber schien ein wenig wärmer, der Nebel war im Begriff, sich aufzulösen und erlaubte dem Himmel, einen Anflug von Blau zu zeigen. Harry meinte sogar, den lang vermissten Duft von Sommerblumen riechen zu können. Oder war das nur die Gegenwart des Mädchens neben ihm? Er beobachtete Ginny aus den Augenwinkeln und sie fragte, während ihr Blick weiterhin auf den Hinterkopf ihres Bruders gerichtet war: „Geht es dir gut?" Als er nicht gleich antwortete, blieb sie kurz stehen und sah ihn an. „An deiner Schulter ist Blut. Was ist passiert?"
„Hm, ein paar Todesser wollten probieren, ob der Blutschutz bei den Dursleys tatsächlich mit meiner Volljährigkeit aufgehoben ist …. Nur zwei …", meinte er schnell, als er die Sorge in ihren Augen erkannte. „… und die Hilfe war ja rechtzeitig da." Er wies auf Ron, Hermine und Tonks, vor denen sich jetzt der Fuchsbau in das grauweiße Wolkenmeer erstreckte.
Sie gingen weiter. „Eigentlich hätte ich damit rechnen müssen. Siehst du, da wo ich bin …"
„Ich weiß, was du sagen willst", unterbrach ihn Ginny eine Spur zu hart. „Es ist gut. – Kannst du Mum hören?" Sie zeigte auf die Tür zum Fuchsbau. „Sie ist ein wenig aufgebracht in den letzten Tagen. Die ganzen Hochzeitsvorbereitungen nehmen sie ziemlich mit. Wenn ich ein Todesser wäre, würde mich allein ihr Geschrei in die Flucht treiben!"
Sie gesellten sich zu den drei anderen. Tonks sprach gerade überaus geduldig, so wie man mit einem störrischen Kleinkind spricht, auf die Haustür ein. „Molly, du weißt, dass du diese Fragen stellen musst. Sonst darfst du uns nicht reinlassen."
„Ich weiß doch, dass ihr es seid!" kam die Stimme einer sehr erregten Mrs Weasley zurück. „Ich habe euch von weitem kommen sehen. Gut, dass Ginny euch abgefangen hat! Warum konnten sie nicht noch ein wenig warten mit dieser Schutzwand. Womöglich …."
„Molly", unterbrach Tonks sanft. „Bitte stell die Frage …"
„Ah ja, natürlich! Hm, Nymph. .. äh…Tonks, - was ist die Form deines Patronus´?"
„Ein Werwolf" antworte Tonks augenzwinkernd, woraufhin die Tür sich weit öffnete. „Nein, nicht doch, Molly, schließ die Tür wieder, du weißt doch, einer nach dem anderen!"
„Meine Güte noch mal!" Mrs Weasleys Unheil verkündende Miene verschwand erneut hinter dem grün gestrichenen Holz. „Ron, mit welchem Fluch hat George dafür gesorgt, dass du drei Tage lang nicht sitzen konntest?"
„Nesselfluch", murmelte Ron halblaut und errötete leicht, als Hermine den Kopf abwandte, um ihr Lächeln zu verbergen.
Endlich war die Reihe an Harry. „Was sollte ich Harry fragen? Ah ja .. Harry, mein Lieber", die Stimme hinter dem grünen Holz senkte sich noch ein wenig mehr. „ … welche … - wer hat sich nur diese Frage ausgedacht? - … welche Tätowierung hast du auf der Brust …?"
„Äh …" Harry blinzelte verdattert auf die Tür, als könne er dort die Antwort lesen. Er kramte in seinem Gedächtnis herum, ob ihm vielleicht irgendetwas Entscheidendes aus seinem Leben entfallen war. „Ich hab´ keine" schlussfolgerte er nach einigen Sekunden, in denen er deutlich das Kichern und gedämpftes Schimpfen aus dem Innern des Fuchsbaus hören konnte.
Er hatte kaum geantwortet, da wurde die Tür ein letztes Mal geöffnet und Mrs Weasley zog ihn stürmisch in ihre Arme. „Alles Liebe zum Geburtstag, Harry! Ist alles gut gegangen auf dem Weg hierhin? Also diese Ministeriumsleute haben sich was anhören müssen! Wie konnten sie nur, kurz vor deiner Ankunft! So haben sie euch doch ausgesperrt und die Hochzeit ist erst in fünf Tagen. Sie meinten, diese besonderen Schutzflüche würden jetzt überall angebracht, wo viele Menschen zusammen kommen. Ich dachte ja auch an eine kleine Hochzeit, aber…."
„´arry, isch freue misch, dass du da biest!" Hinter Mrs Weasley erschien der schöne Kopf von Fleur Delacour, ihrer zukünftigen Schwiegertochter. Sie löste Harry mit einem strahlenden Lächeln aus Mrs Weasleys Armen. „Wenn du erlaubst, chérie, dann kann isch ´arry auch gratulieren."
Molly Weasley sah irritiert zu ihr auf. „Ich …"
Fleur hauchte Harry einen Kuss auf beide Wangen und er spürte mehr als dass er sah, wie Ginny die Nase rümpfte. „Bon anniversaire, mon chèr, alles Gute, sum Geburtstag, ´arry!"
Auf einen Stock gestützt, humpelte Bill auf sie zu, bei dessen Anblick Harry schlucken musste. Die Ähnlichkeit mit Mad-Eye Moody war verblüffend, nur waren Bills Verletzungen noch frischer. Doch das Lächeln, mit dem er ihn aus dem entstellten Gesicht begrüßte, strafte den ersten Eindruck Lügen. Fleur hakte sich bei ihm ein und strahlte mit ihm um die Wette.
„Harry, was ist mit deiner Schulter?" rief Mrs Weasley plötzlich entsetzt aus, doch bevor er antworteten konnte, erklärte Tonks mit wenigen Worten, was im Ligusterweg geschehen war und sorgte damit für eine beklemmende Stille, bis Molly Weasley Harry, der verlegen zurückwich, erneut herzhaft umarmte. „Was für eine schlimme Geburtstagsüberraschung. Ich habe noch ein wenig Diptamtinktur, die heilt sehr gut. Bill ist recht zufrieden damit, nicht wahr? Ich schau mir die Verletzung gleich genauer an."
„Schon in Ordnung", winkte Harry ab. „Hermine hat sich darum gekümmert." Ein wenig überwältigt von ihrem Mitgefühl bückte er sich nach Hedwigs Käfig und Rons Mutter erinnerte sich wieder ihrer Gastgeberrolle.
„Du wirst wieder bei Ron schlafen, ja? Sicherlich hast du Hunger, in einer Stunde gibt es Essen."
Ron und Hermine begleiteten ihn hinauf in Rons Zimmer, das aussah wie bei seinem letzten Besuch und Harry fühlte die Anspannung der letzten Stunden langsam weichen. Er blickte aus dem Fenster, durch das tatsächlich ein Hauch von Sonnenlicht fiel. Obwohl seit den Ereignissen am Ende des letzten Schuljahres eine Art Klammer sein Herz krampfhaft zusammenpresste und jede Gefühlsregung im Keim erdrücken wollte, konnte er nicht umhin, einen Anflug von Frieden zu empfinden.
Plötzlich knallte etwas mit voller Wucht gegen die Scheibe. Harry trat näher und starrte überrascht auf ein daumengroßes Ding, das ihn auf seltsame Weise an die Doxies im Grimmauldplatz Nr. 12 erinnerte. Nur war dieses Exemplar ungefähr dreimal so dick und hatte für eine Kreatur dieser Größe einen ausgesprochen langen Rüssel. Die Fühler dieses Doxy-Mutanten knickten langsam ein und mit einem hilflosen Flügelschlagen torkelte das Insekt in Richtung Erde. Harry schüttelte ungläubig den Kopf, trat näher und starrte angestrengt nach draußen. Dort, im dünnen, von Sonnenstrahlen durchkreuzten Nebel, flog eine ganze Schar dieses Ungeziefers herum – einige mit einem schmalen Körper, andere rund wie eine Kugel. Von Zeit zu Zeit stürzte ein besonders prall gediehenes Tierchen in wankenden Pirouetten auf den Erdboden zu und blieb wie tot dort liegen.
„Nebeldoxies", erklärte Rons Stimme hinter ihm. „Eine besondere Züchtung von Fred und George. Eigentlich verboten. Widerspricht den Statuten zur Begrenzung experimenteller Züchtung. Doch komischerweise ist das Ministerium der größte Abnehmer dieser Mutanten!" Harry sah stirnrunzelnd zu ihm herüber.
„Nun ja, … wenn unser Minister eine Rede hält, soll die Umgebung vom Nebel befreit werden. Damit alles hell und strahlend wirkt, wenn die Offiziellen sich zeigen. Du verstehst?" Harry musste wider Willen lachen, doch wurde unterbrochen von einem scharfen Picken an der Scheibe.
„Hedwig", rief er erleichtert und öffnete rasch das Fenster, um die Eule hereinzulassen. „Wo hast du gesteckt?" Er betrachtete sie aufmerksam, während sie ihm zur Begrüßung sanft in den Finger zwickte. Vielleicht war sie ein wenig zersauster als sonst, aber sein Brief steckte noch unversehrt an ihrem Bein. „Komisch", murmelte er, nahm den Brief ab und gab ihn Ron, der Hedwig ein paar Kekskrümel hinstreckte.
Es klopfte und Ginny schlüpfte hinein. Sie hielt eine perlmuttfarbene Dose in der Hand. „Die Diptamtinktur. Dreimal täglich auftragen, sagt Mum. Und Ron, du sollst nach unten kommen, sie braucht dich …!"
Ron verdrehte die Augen, doch Hermine schob ihn mit den Worten: „Ich glaub ich kann mich auch nützlich machen" in Richtung Tür. Sie lächelte Ginny zu und dann waren sie allein.
Harry setzte Hedwig auf die Fensterbank. „Danke", sagte er und streckte eine Hand aus, um die Paste entgegen zu nehmen. Doch sie zog die ihre zurück und trat einen Schritt näher.
„Darf ich?" fragte sie mit einem Lächeln.
Harry zuckte die Schultern, doch konnte er nicht verhindern, dass sämtliche Nervenenden zu vibrieren begannen. „Wenn du willst …"
Er starrte sie an, doch sie lächelte weiter. „Du musst schon dein T-Shirt ausziehen!"
„Ah, okay …." Er tat, wie ihm geheißen und beobachtete, wie Ginny den Deckel öffnete, einen Finger in die bläulich schimmernde Creme tauchte und entschlossen auf ihn zu trat.
„Hm", meinte sie, mit verengten Augen, während sie viel zu nahe vor ihm stand. „Sieht nicht so gut aus." Sie begann, mit vorsichtigen Bewegungen, die Salbe auf seiner Wunde zu verstreichen. Harry antworte nicht. Was sollte er auch sagen, wenn das Mädchen, das jede Faser seines Körpers anzog wie frisches Blut eine Herde Thestrale, so greifbar war? Er hatte beschlossen, Ginny wie einen kostbaren Schatz tief in einer Schublade seines Bewusstseins zu verstecken, bis zu dem Tag, an dem er ihn wieder hervorholen und hoffentlich für immer betrachten konnte. Und doch stand sie jetzt vor ihm; so warm, so sanft, so außerordentlich lebendig … Er musste nur ….
„Du…", begann er heiser und sie unterbrach ihre Massage und sah zu ihm auf.
Nein! Nicht jetzt, nicht heute, nicht bis …
„ Ähm… gibt es was Neues von Hogwarts…." Er wusste, wie belegt seine Stimme klang, wie fremd. Sie schaute ihm einen Moment lang in die Augen, dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit wieder der Wunde zu und fuhr fort, sie weiterhin mit der Tinktur zu bestreichen.
„Nein, nichts Neues …."
Sie tauchte den Finger erneut in die Salbe, obwohl Harry den Anschein hatte, dass die Wunde schon dick genug mit der Paste bestrichen war, aber er wünschte, sie würde nie damit aufhören. Eine Weile sagte keiner ein Wort und Harry hielt es für besser, das Werbeplakat für „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze" zu studieren, das die gegenüberliegende Wand zierte. Doch Ginny füllte schließlich das aufgetretene Schweigen mit einigen Erklärungen.
„Professor McGonagall hat sich bereit erklärt, die Schule weiter zu führen, doch weiß man immer noch nicht, wie viele Eltern es wagen, ihre Kinder jetzt weiter nach Hogwarts zu schicken. Du hast das Rundschreiben doch auch erhalten, oder?"
„Ja", antwortete Harry und erinnerte sich an das offizielle Pergament, das er gleich nach seiner Ankunft im Ligusterweg erhalten hatte und das irgendwo in der Ecke seines Zimmers lag.
„Die Schulräte sind überzeugt, dass unsere Regierung alles in ihrer Macht Stehende veranlasst hat, um die Weiterführung der Ausbildung unserer Kinder zu gewährleisten", hatte darin gestanden."Das Ministerium garantiert dreifach verstärkte Schutzvorkehrungen, sowie eine ständig positionierte Abordnung hervorragend ausgebildeter Auroren. Eine ausländische Spezialeinheit hat ihre Unterstützung zugesichert. Rufus Scrimgeour persönlich veranlasste die Anbringung neuer, bisher unbekannter Abwehrzauber, die höchstmögliche Sicherheit garantieren. Bedenken Sie, dass eine gute magische Ausbildung gerade in Zeiten wie dieser von besonderer Wichtigkeit ist….
Vertrauen Sie auf die Kraft und Stärke unserer Regierung und teilen Sie uns auf beiliegendem Formular die Teilnahme Ihres Kindes für das kommende Schuljahr mit…."
„Soviel ich weiß, trauen sich viele aus meinem Jahrgang nicht mehr zurück zu kehren. Manche Eltern haben Privatlehrer angeheuert und einige der Lehrerposten in Hogwarts sind unbesetzt. Slughorn zum Beispiel hat sich auch verdrückt …"
Harry machte ein abfälliges Geräusch.
„Professor Sinistra hat sich in den Ruhestand versetzen lassen. Ja … und …. Snape …"
Ginnys Hand zuckte zurück, als Harry sich bei Erwähnung des verhassten Namens verkrampfte. „Fertig", murmelte sie schnell und schraubte den Deckel wieder auf die Dose mit der Diptam-Salbe.
„Danke", meinte Harry und drehte sich um, die Lippen noch immer fest aufeinander gepresst. Er fischte ein sauberes T-Shirt aus seinem Koffer und zog es an. Die ganze Zeit über spürte er Ginnys Blick in seinem Nacken und als er sich ihr wieder zuwandte, legte sie den Kopf ein wenig schief und fragte leise:
„Du wolltest doch sowieso nicht zurück, oder? Hermine hat es mir gesagt."
Er wich ihrem forschenden Blick nicht aus, als er antwortete. „Nein, wahrscheinlich nicht."
Ein Ruck ging unvermittelt durch Ginnys Körper; sie warf die Haare über die Schultern und gab ihrer Stimme einen festen Klang.
„Harry, du kannst mir alles anvertrauen, wann immer du willst. Ich bin da!"
Als er in einer recht hilflosen Geste die Hände hob, fügte sie, unsicher geworden, hinzu: „Ich wollte nur, dass du das weißt." Dann schwang sie herum und ging hastig auf die Tür zu. Dort angekommen, drehte sie ihm noch einmal ihr Gesicht zu und Harry sah, dass ihre Augen schimmerten.
„Ach und Mum, lässt dir sagen: das Essen ist fertig!"
Dann war sie verschwunden und nur ein Hauch des blumigen Duftes, den Harry so sehr mochte, hing noch für einen kurzen Moment im Raum …
- - -
Alle Anwesenden im Fuchsbau hatten sich in der Küche versammelt, in der Molly Weasley geschäftig in einem dampfenden Kessel rührte: Ron, daneben Ginny, die gedankenverloren ihren Knuddelmuff Arnold streichelte, Fleur, deren blondes Haar mit dem Sonnengelb von Tonks um die Wette leuchtete und die Bill mit einer derartigen Hingabe das Besteck zurecht legte, dass Hermine eilig hinzukam um auch den Rest der Tischgesellschaft mit dem nötigen Werkzeug zu versorgen – und Mr Weasley, der sich nun erhob und mit ausgestreckter Hand auf Harry zukam.
„Gut dich zu sehen, Harry. Meinen Glückwunsch zum Geburtstag. Wie ich sehe, hat Ginny euch abgefangen. Ja, das Ministerium handelt sehr schnell in den letzten Tagen. Außerordentlich schnell."
„Am Freitag wird die halbe Hochzeitsgesellschaft aus Auroren bestehen", grummelte Mrs Weasley, die den Kessel, aus dem ein herrlicher Duft entströmte, nun mitten auf den Tisch stellte. „Ich bin immer noch der Meinung, dass eine weniger aufwändige Feier …"
Fleur hob den Kopf, doch Bill antwortete an ihrer Stelle, während er ein großes Stück Fleisch aus dem Topf fischte: „Du weißt, dass wir die Hochzeit seit einem Jahr geplant haben, Mutter. - Hast du nicht ein Stück, das weniger durchgebraten ist …?" Er ließ das Filet zurück in den Topf fallen und suchte weiter darin herum. „Und sollten wir nicht zeigen, dass es auch jetzt noch immer Grund genug zum Feiern gibt ….?" fuhr er fort.
Fleur lächelte ihm dankbar zu: „Ja, der Tag soll strahlen wie die Sonne und …"
„Ja, Gold überall …." warf Ginny ein und verzog das Gesicht, doch Fleur nahm ihr Stichwort dankbar auf. „Oh, ´arry, du musst Ginny in ihrem Brautjungfernkleid sehen, es ist gestern fertig geworden. Sie sieht wunder´übsch aus, wie ein Sternenschauer …."
„ … eher wie eine Wunderkerze … so viel Flitter"
„ … und wenn am Donnerstag Gabrielle zu uns kommt, werden sie fantastisch aussehen … Sie freut sisch so, disch zu sehen , ´arry!" fuhr Fleur ungeachtet Ginnys Bemerkung fort. „Meine Eltern kommen natürlisch auch, obwohl maman ein wenig verängstigt ist, aber der Minister, Monsieur Scrimgeour ´öchstpersönlisch hat mir versischert, dass oberste Sischer´eitsmaßnahmen getroffen werden …."
„Wo bring ich nur die ganzen Leute unter?" Molly Weasley verfiel in ein besorgtes Grübeln.
„Mach dir keine Sorgen, ma chérie…" – die Anrede veranlasste Mrs Weasley, die Grübelfalten noch ein wenig zu vertiefen – „ Isch bin sischer, Fred und George können noch einmal so ein geräumiges Selt herrichten - ´ast du schon das Selt im Garten gesehen, ´arry? Noch sieht es aus, wie ein ganz normales Selt, aber Fred und George haben versprochen, es für die Hochzeit ganz besonders hersurichten. Sie machen ein grosses Ge´eimnis daraus. Sie sind très charmant ….n´est-ce pas, Biell?"
Bill grinste kauend, doch Ron prustete heraus, was die anderen dachten: „Nicht so voreilig – wenn du von den Zwillingen sprichst, die ich kenne …."
Die folgenden Minuten waren erfüllt mit Fleurs blumenreichen Schilderungen des bevorstehenden Ereignisses und ihre Vorfreude war so ansteckend wie ein Schnupfen und hatte schon bald alle anderen erfasst. Für den Moment vergaß Harry die Spur des Terrors, die sich außerhalb des Fuchsbaus durch die Zauberergemeinschaft zog. Für einen Moment vergaß er die Trauer und den Hass, den Voldemort und seine Handlanger in sein Innerstes gepflanzt hatten. Er vergaß, was ihn am Ende seines fünften Schuljahres noch erschreckt und mittlerweile mit grimmiger Entschlossenheit erfüllte: dass er der einzige war, der ihn aufhalten konnte… irgendwie. Er lachte mit den anderen und die Welle der Leichtigkeit türmte sich zu einer riesigen Woge, als Mrs Weasley ihm zu Ehren einen mächtigen Schokoladenkuchen zum Nachtisch servierte und ihm anschließend seine Geburtstagsgeschenke präsentiert wurden.
Von Mr und Mrs Weasley erhielt er einen herrlichen Bildband – Quierlige Quidditch-Tricks und wie man sie beherrscht - auf dessen Einband ein grimmiger Viktor Krum ununterbrochen seinen „Wronski Bluff" demonstrierte. Aus seinen Augenwinkeln sah Harry, wie Ron geringschätzig die Brauen hob und Hermine ein Zeichen gab, die sofort unter dem Tisch verschwand und irgendwo in ihrer Tasche kramte. Sie tauchte wieder auf und überreichte ihm ein schmales Päckchen, das sich als eine magische Landkarte entpuppte. Als Harry mit dem Finger über die Linien fuhr, tauchten die Umrisse der Ortschaften auf, die er passierte, kleine Hügel erhoben sich plötzlich und Bachläufe wurden sichtbar, verschwanden aber, sobald sein Finger weiterrutschte.
„Wow", stieß er aus. „Die ist toll!"
„Die ist von Hermine und mir", meinte Ron, „Das Beste ist, du musst nur mit dem Zauberstab einmal draufschlagen, den Ort nennen, an den du reisen möchtest und schon erscheint er. Siehst du …"
Er zog seinen Zauberstab, tippte einmal die Karte an und sagte laut und deutlich: „London!" Schon wuchsen um den Punkt, an dem sein Stab die Karte berührte, kleine Häuser aus dem Pergament, Straßen schlängelten sich zwischendurch, weiter und weiter wuchs die Stadt und Harry meinte sogar das Rauschen von Wasser hören zu können, als die Themse sich ihren Weg durch die zunehmende Geschäftigkeit bahnte.
„Wir dachten, du könntest sie vielleicht gut gebrauchen", fügte Hermine halblaut hinzu und Harry bestätigte noch einmal: „Wow, die ist wirklich klasse, vielen, vielen Dank!"
Fleur und Bill, die offensichtlich alles gemeinsam taten, schenkten ihm eine Spieluhr, die eine eigenwillige Nachbildung von Hogwarts war und die jedes Mal, wenn man das winzige Eingangportal öffnete, die Hogwarts-Hymne erklingen ließ, was Harry einen feinen Stich in seinem Innern verpasste, für die er sich aber trotzdem höflich bedankte.
Von Tonks bekam er einen „Gute-Laune-Würfel", ein buntes, hölzernes Ding, das auf jeder seiner sechs Seiten das Gesicht eines Zauberers mit unterschiedlichsten Grimassen zeigte. „Das ist Herb Pumbbleby, kennst du ihn? Ein absolut brillanter Komödiant" erklärte Tonks und ließ den Würfel rollen, bis er mit einem sehr blasiert dreinblickenden Pumbbleby zuoberst zum Stillstand kam. „Ah, Reinblüter-Witze! Meine Lieblingskategorie …. Allein davon hat er mindestens drei Dutzend … bis du alle durchhast, dauert es Jahre! Hört zu!"
Der Würfel machte die Runde und unterhielt sie bestens für die nächsten Minuten, bis Mrs Weasley schließlich meinte, dass sie keine Zeit mehr zum Müßiggang habe und sich erhob.
„Das ist von mir", sagte Ginny schließlich und schob ihm, als Mrs Weasley mit eilfertiger Hilfe von Hermine und ihrer zukünftigen Schwiegertochter begann, den Tisch abzuräumen und Mr Weasley und Bill ein leises Gespräch über die neuesten Sicherheitszauber des Ministeriums begannen, ein kleines Päckchen in dunkelrotem Seidenpapier entgegen. Ron, der weiterhin damit beschäftigt war, diverse Orte wie Muggelbergen oder St. Rzlfoeahnown auf der Karte aufzuspüren, sah nicht einmal auf. Harry wickelte vorsichtig das Papier auseinander und zum Vorschein kam ein gläserner Tropfen, der, je nachdem wie er ihn hielt, in den unterschiedlichsten Farben schillerte wie ein Kaleidoskop.
„Der ist wunderschön", murmelte er und sah durch das Lichterspiel in ihre braunen Augen, die sich in dem Glas hundertfach brachen und es wie einen Bernstein glänzen ließen.
„Das ist Koboldstein", erklärte Ginny. „ aus den unterirdischen Minen im Norden. Luna hat ihn mir besorgt. Man sagt, die nördlichen Kobolde frieren einen Tropfen Felix Felicis ein und im Laufe der Jahrhunderte wächst ein gläserner Stein darum. Er soll Glück bringen …"
Harry starrte noch einmal auf das Herz des Glastropfens und meinte tatsächlich den goldenen Schimmer des kostbaren Glückstrank darin erkennen zu können. Er umschloss den Stein mit seiner Hand und fühlte eine tröstende Kraft durch seine Adern strömen.
„Danke …"
„ ´arry, komm´ isch seig dir unser Selt!" Von hinten legten sich Fleurs Hände auf seine Schultern. Er warf Ginny einen gequälten Blick zu und erhob sich, den Koboldstein behielt er in der Hand. Alle folgten ihnen, als sie hinaus auf den nebelfeuchten Rasen traten, wo Fleur ihm stolz ein weißes, irgendwie an eine riesige Zwiebel erinnerndes Zelt präsentierte, auf dessen Spitze eine eigenwillige Komposition der französischen und englischen Flagge im Wind flatterte.
„Es ist Sacre Coeur nachempfunden", murmelte Fleur versonnen, „ein wunderschönes Muggel-Gebäude."
Vor Harrys geistigem Auge tauchte das verschwommene Bild einer französischen Sehenswürdigkeit auf, deren Ähnlichkeit mit dem vor ihm stehenden Gebilde nicht unbedingt groß war.
„Sehr schön", nickte er jedoch anerkennend, sah aber dabei zu Ginny herüber, so dass er Fleurs dankbares Lächeln nicht wahrnahm.
Mrs Weasley teilte ausnahmsweise die Begeisterung ihrer zukünftigen Schwiegertochter. „Das haben sie toll hingekriegt, nicht wahr? Innen ist es noch nicht fertig, aber ich bin sicher …ja, das bin ich", wiederholte sie, als Ron hinter ihr laut schnaubte, „ … dass sie das wunderbar machen. Ich weiß nicht, wann sie wieder kommen – sie haben ja so schrecklich viel zu tun …Meine Güte und ich auch – ich muss die Multinkredenzia-Bowle ansetzen. Und mir fehlen noch 19 Zutaten…herrje, Ginny, komm und hilf mir!"
„Oh, isch ´elfe auch, chérie, ich bin so gespannt auf eine Bowle mit 49 Zutaten! Isch ´abe maman davon ersählt, sie will schon jetzt das Resept. Sie sagt, alles mit Waldmeister würde ihr schmecken …"
„Oh, … ja…danke, Ginny komm jetzt"
Aufseufzend löste Ginny ihren Blick von Harry, der ihr zuzwinkerte und sein kostbarstes Geschenk dabei fest mit der Hand umschloss.
Den Nachmittag verbrachte er mit Hermine und Ron gemeinsam in Rons Zimmer. Endlich hatten sie Zeit, die Spekulationen, die sie per Eulenpost ausgetauscht hatten, persönlich zu besprechen. Wie üblich war Hermine diejenige, die dem Ganzen einen formalen Anstrich gab, in dem sie mit ihrer Feder auf einem Pergament akribisch genau festhielt, was sie bis jetzt wussten. Harry drehte den kleinen Zettel, der in dem falschen Horkrux gesteckt hatte, zwischen den Fingern und starrte auf das goldene Medaillon, das Ron gedankenverloren vor seiner Nase hin und her schwang.
„Also, ich fasse zusammen", rezitierte Hermine und setzte einen scharfen Strich unter ihre Aufzeichnungen. „Voldemorts Seele ist in sieben Teile gesplittet, sechs davon in Horkruxen aufbewahrt, die Harry zerstören muss, bevor er den siebten Teil in Voldemorts Körper … äh … töten kann …"
„Wie du das sagst, hört es sich eher an, wie eine knifflige Arithmantik Aufgabe und nicht wie … wie ein lebensgefährliches Unternehmen", erklärte Ron, der sich wirklich bemühte, nicht wie üblich jedes Mal, wenn Voldemorts Name genannt wurde, zusammen zu zucken.
Hermine ignorierte seine Bemerkung und fuhr fort: „Zwei der Horkruxe sind bereits zerstört – das Tagebuch und der Ring, von einem wissen wir zumindest, dass es ein Medaillon wie dieses sein muss …" sie verfolgte einen Moment lang verdrießlich die Schwingbewegungen des goldenen Schmuckstücks zwischen Rons Fingern, der daraufhin rasch die Kette mit der freien Hand packte und sie zum Stillstand zwang.
„Es gilt also noch ein Medaillon zu finden und einen Becher, von dem wir nicht wissen, wo sie sind und zwei weitere Horkruxe von denen wir nicht einmal wissen, was sie sind …." Sie machte eine Notiz auf ihr Pergament und Ron verrenkte sich beinahe den Hals, um zu sehen, was sie aufgezeichnet hatte.
„Klingt nicht sehr ermutigend, oder?" fragte er mit einem Blick auf Harry, der immer noch schwieg.
„Gehen wir davon aus, dass er irgendetwas von Ravenclaw verwendet hat und es ihm nicht gelungen ist, an die einzige wertvolle Hinterlassenschaft von Godric Gryffindor – das Schwert – zu gelangen …."
„Was ist mit dem Sprechenden Hut?" warf Ron ein und begann erneut, das Medaillon kreisen zu lassen.
Nun hob Harry zum ersten Mal den Kopf. „Der Sprechende Hut?"
„Na klar, der ist auch von Gryffindor! Er hat´s selbst erzählt, der Hut, mein ich …zur Einteilung der Erstklässler!"
„Aber der ist auch noch sicher verwahrt in Hogwarts, genau wie das Schwert", gab Hermine zu bedenken, doch sie wirkte nachdenklich.
„Vielleicht sieht es nur so aus? Vielleicht ist es … V ..Voldemort", Ron würgte den Namen mit offensichtlicher Mühe heraus, doch nach einem genervten Seitenblick Hermines wiederholte er ihn tapfer und für alle gut hörbar: „ vielleicht ist es Voldemort doch gelungen, an einen dieser Gegenstände zu kommen und er hat ihn an Ort und Stelle zurückgelassen, sicher verwahrt, dort wo niemand auf komische Gedanken kommen könnte."
Eine Erinnerung wehte wie eine dunkle Wolke durch Harrys Gedanken. Er sah sich am Tag seiner Einschulung mit dem Sprechenden Hut auf dem Kopf. Die Vorstellung, dass vielleicht ein Teil von Voldemorts schwarzer Seele über seine weitere Zukunft hätte entscheiden können, ließ ihn schaudern. Hm, wo stecke ich dich hin?, hatte der Hut damals überlegt, du hast alles, was man in Slytherin zu schätzen weiß ….
„Nein, das glaub´ ich nicht", sagte er schließlich langsam. „Es wäre sehr töricht, etwas zu nehmen, das selbst denken und sprechen kann …"
„Vielleicht hat er etwas anderes Bedeutungsvolles von Gryffindor gefunden – irgendwo an einem anderen Ort?" Hermine sah Harry vielsagend an, doch er zuckte die Schultern und verfolgte die Bewegungen des Medaillons, das sich nun in kunstvollen Schleifen vor seinen Augen wand.
„Vielleicht doch diese Schlange …. Nagini", meinte er dumpf und sah zu, wie Hermine Ron das Medaillon aus der Hand nahm und ihre Faust fest darum schloss.
„Das kann ich mir nicht vorstellen. Du hast eben selbst gesagt, es wäre sehr töricht, etwas zu nehmen, das denkt und atmet. Außerdem …" Nun war es Hermine, die ihre Hand mit dem goldenen Medaillon wieder öffnete und mit den Fingern langsam über das glänzende Edelmetall strich. „ …. warum sollte er ein Lebewesen, das sterblich ist, als Aufbewahrungsort für einen Horkrux wählen? Sobald das Tier stirbt, ist doch auch die Seele darin verloren, oder?"
„Hm … ich mein ja nur, weil …" er stockte, schloss für einen Moment die Augen und zwang sich dann, mit ruhiger Stimme weiter zu sprechen. „ … Dumbledore hat es für sehr wahrscheinlich gehalten …"
Ein lauter Knall von unten ließ sie aufschrecken. Nur einen Moment später waren sie alle an der Haustür versammelt, die in einen giftgrünen Qualm gehüllt war. Mittendrin wedelte Mrs Weasley keuchend mit den Händen und schimpfte laut: „George, du solltest nur den Zauber nennen und ihn nicht ausführen! Wie sieht es denn jetzt hier aus!"
„Sorry, Mum, aber so konntest du uns doch viel überzeugender identifizieren, oder?" George schob sich durch den Rauch in den Flur, dicht gefolgt von seinem Zwilling, der seine Mutter zur Begrüßung herzlich umarmte.
„Wir können nicht lange bleiben, du weißt ja, die Geschäfte laufen gut. Wir wollten nur schon ein paar kleine Vorbereitungen für Freitag treffen und …." Fred sah sich suchend um und strahlte, als er Harry entdeckte. „ …natürlich unsere Glückwünsche übermitteln."
Beide Weasley Zwillinge klopften ihm freundschaftlich auf die Schulter und einer der beiden überreichte ihm einen kleinen Flakon, der aussah, wie ein altmodischer Parfumzerstäuber. „Unser Geschenk, Harry. Desillusionsspray. Weasley spezial. Löst nur die stoffliche Hülle auf, nicht aber die fleischliche. Du wirst schon sehen …" Er zwinkerte ihm zu. „Gebrauche es gut!"
t.b.c.
