Kapitel 2 - Bekannschaften
Heimlich als ChiChi einkaufen war, Besorgungen machte oder anderweitig nicht da war, nahm er seinen kleinen Sohn mit in die Natur. Son Goku liebte das Grüne um sich, die Freiheit und die Tiere, denen er mehr als einmal geholfen hatte, er wollte auch, dass Son Gohan Güte lernte, Freundlichkeit und die Natur um sich zu schätzen wusste. Sein Sohn der mittlerweile vier Jahre alt war, sah sich mit seinen großen Augen um. Er fragte vieles und war so wissbegierig, das Son Goku manchmal lachen musste. Immer wieder fragte er nach dem Warum. Geduldig erklärte ihm Goku alles was er wusste, zeigte ihm Sachen die man essen konnte, erzählte aus seiner Jugendzeit bei Master Roshi und manchmal testete er seine Reflexe als Krieger. Er hatte es immer schon gewusst, Son Gohan würde ein perfekter Kämpfer werden, stolz legte er eine Hand auf den Kopf seines Jungen, der ihn aus seinen schwarzen Tiefen fröhlich anlächelte. Es war ein Blick voller Liebe und Achtung. An solchen Tagen konnte Son Goku kaum glauben, Vater zu sein. Dass aus seiner Verbindung mit ChiChi etwas so wundervolles entstammen konnte, machte ihn manchmal sprachlos.
Einige Stunden waren schon vergangen und sie gelangen an einen Wasserfall. Es war ein heißer Sommertag und Son Goku beschloss, dass ein kleines Bad nicht schaden konnte, außerdem konnte er auch gleich das Abendessen fangen, als Son Gohan plötzlich aufschrie. Panische drehte er sich zu seinem Sohn, der mit großen Augen und zittrigen Finger auf etwas über ihm, am Wasserfall deutete. Son Goku blickte entlang des Fingers hinauf und musste lachen. Seine Haltung entspannte sich, sich in die Luft erhebend.
Son Gohan hatte dich unterdes im Gras versteckt und sah wie sein Vater zu dem großen Unbekannten empor schwebte. ‚Irgendwann will ich das auch können' dachte er.
„Piccolo, du hier?" fragte Goku, seine Arme in den Hüften. „Du hast meinen Sohn ganz schön erschreckt."
Piccolo murrte kurz, aber öffnete seine Augen. „Deinen Sohn, huh?"
Der Grünling löste seinen Schneidersitz und schwebte nun vor Goku. Man hätte fast meine können, dass der Grüne lächelte. Goku glitt langsam wieder zu Boden. Der Große tat es ihm nach.
„Son Gohan! Komm her, ich möchte dir jemanden vorstellen."
Langsam, raschelnd trat der Angesprochene aus dem hohen Gras. Betreten sah er zu Boden, als er den Hünen vor sich merkte. Schutzsuchend näherte er sich seinem Vater. „Guten Tag." Flüsterte er leise, hinter den Beinen hervor lugend. Seine Stimme blieb ihm fast im Hals stecken, als er den unheimlich Wirkenden vor sich sah. Eigentlich sah er ja nur die Füße.
„Das ist Piccolo. Einer meiner ältesten Freunde." Der Grünling murrte, als er die Worte hörte, aber meinte nichts dagegen. Mit einer Hand schob er den Kleinen vor sich und Son Gohan hatte keine andere Wahl als den Hünen anzusehen. Angst macht sich breit. Dem wollte er sicher nicht in der Nacht begegnen. Schweigend vergingen ein paar Minuten. „Son Gohan, du kannst schon vor gehen. Ich bin gleich bei dir." Dankbar, dass sein Vater ihn erlöst hatte, ging er zögerlich, dann immer schneller ans Wasser, sich die die Klamotten lachend ausziehend und sprang in das kühle Nass. All die Anspannung, Angst und Panik die er eben noch gefühlt hatte, waren verflogen.
„Piccolo, ich habe ein merkwürdiges Gefühl, was die Zukunft angeht." Der dunkelhaarige sah seinem Sohn zu, der im Wasser planschte. Er atmete schwer aus. „Wenn mir etwas passiert, bitte ich dich, dich um meinen Sohn zu kümmern. Lehre ihn alles was du weißt." Er drehte sich um und blickte seinen ehemaligen Feind tief in die Augen. Ein Moment der Stille, dann nickte der Andere knapp und erhob sich in die Lüfte. Goku blickte ihm wehmütig hinterher. Er hörte das Lachen seines Sohnes und verdrängte seine dunklen Gedanken. Schnell entkleidetet er sich und stürzte sich mit einem riesigen Platschen zu seinem Sohn. Das Echo ihres Gelächters konnte man weit hören.
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Immer weniger Schläge konnte der Ältere abwehren, als sein Gegner ihn mit seinen Fäusten bearbeitete. Immer schneller wurden die Hiebe und seine Kraft schwand mit jeder Sekunde. Keine seiner Gegner war so unbezwingbar gewesen. Niemand hatte es dem Vollblutsaiyajin so schwer gemacht.
Mit einem gewaltigen Fußtritt wurde er gegen Felsen geschleudert. Den noch intakten Arm schützend vor dem Gesicht, so weit zusammengerollt wie es ging, durchbrach er immer mehr harte Gesteinsschichten. Splitter davon flogen über seinen Körper, verletzen ihn als er endlich anhielt. Die Wucht des Trittes ließ ihn schwer atmen. Er konnte es nicht glauben, aber gegen diesen Gegner sollte er keine Chance haben und zum ersten Mal fühlte er sich absolut machtlos.
Seine goldene Aura erlosch und die blonde Mähne verwandelte sich wieder in die schwarzen gewohnten Haarmassen. Schweiß, gemischt mit Blut und Regen lief über seinen geschundenen Körper. Einige seiner Finger waren gebrochen, ein paar Rippen geprellt, die das Atmen noch schwerer machten, als es ohnehin schon war. Seine Kleidung hing in losen Fetzen an ihm und er konnte nicht mehr. Schwarzer Schleier waberte vor seinen Augen, als er langsam das Bewusstsein verlor.
Doch ein gewaltiger Hieb in seinen Magen holte ihn zurück. Sein Gegner, dessen goldene Aura heller strahlte, mit jedem Schlag den er austeilte, war wieder bei ihm. Eine Hand legte sich im seine Kehle, mit der anderen, die vor seiner Brust ruhte, formte er surrend einen Ki Ball.
„Bitte…komm zu dir…" flehte Son Goku mit letzter Kraft, als der Griff um seinen Hals enger würde.
Doch die einzige Antwort die er bekam war dieses höllische Lachen.
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