Ich möchte mich bei Dark Layka für ihre liebe Review bedanken :-)

Allerdings hoffe ich doch, dass die restlichen 145 Leute, die hier reingeschaut haben, mit doch bitte auch eine Review hinterlassen, ansonsten habe ich ja keinen Grund, weiter zu posten.

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem nächsten Kapitel !

Die Idee mit dem Vielsaft-Trank

Ronald Weasley sah alles andere als gesund aus. Er hatte das Gefühl, als sause sein gesamtes Leben in ein paar Sekunden vor seinem geistigen Auge vorbei.

Sein Herz raste und klopfte ihm gewaltig gegen die Brust, sein Magen rumorte.

Zum Entsetzen stellte er fest, dass ihm nun auch noch gehörig schwindelig wurde und er blickte daher automatisch nach rechts, sah in die geschockten und mitleidigen Augen von Harry, sowie in die zweifelnden und strengen Augen von Hermine. Ein weiterer Blick zu Neville, der rot angelaufen war und zitternd eine Phiole mit einer gelben Flüssigkeit in den Händen hielt.

Ron wurde schlecht und er hatte schon die Befürchtung, sich auf dem Fußboden übergeben zu müssen, stützte sich schwer auf das Pult neben sich, wo bereits Draco Malfoy ein gutes Stückchen weggerutscht war.

„Verdammt…..RON!"

Ein kurzes Blitzen vor seinen Augen, dann endlich wurde um ihn herum alles schwarz.

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Eine Zaubertrank-Stunde davor:

„Wir werden heute einen Genesungstrank brauen, die Zutaten dafür stehen an der Tafel hinter mir." Snape blickte noch einmal böse lächelnd auf Ronald Weasley hinab, der gekonnt seinem Blick auswich und seinen Tisch bewunderte. „Nachdem der Trank wie gewünscht seine grüne Farbe annehmen wird…." er blickte hämisch auf Neville, „….wird sich Mr Weasley zu mir Mr Longbottom begeben und ohne weitere Aufforderung meinerseits ein Schlückchen von dessen Trank trinken.

Da Mr Weasley bester Gesundheit ist, dürfte man ihm die Wirkung des Trankes demnach nicht anmerken….." Snape's Blick verfinsterte sich und die Klasse hielt erschrocken den Atem an, „…aber da ich es mit einem Haufen von Vollidioten zu tun habe, schätze ich, dass Mr Weasley das Gegenteil erfahren wird – kurzum…" er lächelte Ron nochmals bedrohlich an „…Mr Weasley wird höchstwahrscheinlich unangenehme Nebenwirkungen verspüren. Damit das aber nicht passiert, würde ich ihnen vorschlagen, dass Sie schnell und präzise arbeiten!….Sie haben alle 1 Stunde Zeit. FANGEN SIE AN!"

„Na ganz toll….ich bin so gut wie tot…", murmelte Ron in seine Hände, die seinen Kopf stützten und blickte hilfesuchend zu Hermine. „Sieh mich nicht so an, Ronald Weasley. Du hast dir das alles selbst eingebrockt, also sieh zu, dass du dir deine Suppe auch wieder selbstständig auslöffelst!"

Hermine drehte sich gekonnt zurück, um mit Parvati – ihrer derzeitigen Zaubertrankskameradin - den einfachen Trank zu brauen. Sie sah mitleidig zu Neville hinüber, sah wie seine Hand zitterte, als er die Kräuter zerschnitt und sah wie sein Zaubertrankskamerad – Dean Thomas – ebenfalls zitternd und schneeweiß, bereits einige Zutaten in das heiße Wasser kippte.

„Ach du Scheiße….das ist die falsche Anordnung", dachte Hermine bei sich und ging schon hinüber, um den Beiden zu helfen, als …

„Bleiben Sie gefälligst auf Ihrem Hintern sitzen, Ms Granger! Hilfestellung ist untersagt!" Snape stand bedrohlich dreinblickend neben ihr, Hermine sah jedoch trotzig zu ihm auf. „Sir, Sie wissen, dass die beiden unabsichtlich Ron vergiften werden, wenn ich da nicht eingreife…" Snape unterbrach Hermine mit einem Wisch.

„Das ist nicht ihre Angelegenheit, Ms Granger. 5 Punkte Abzug für Gryffindor wegen Ungehorsam….und jetzt SETZEN Sie sich!"

„Nein, Sir..!", flüsterte Hermine, während sie Snape so hasserfüllt anblitzte wie sie nur konnte. Sollte die finstere Fledermaus ihr doch noch mehr Punkte abziehen – die hätte sie in Zaubergeschichte schnell wieder eingeholt!

„Setzen….oder es hagelt Strafaufgaben!", zischte Snape und packte Hermine grob am Arm, um sie schnell zu ihrem Stuhl zu bringen, wo er sie hart darauf fallen ließ. Mit schmerzverzerrtem Gesicht sah sie zu ihm auf. „Sie….sie sind….sie sind ein…." Hermine war auf 180. Snape lächelte sie böse an. Im Klassenzimmer war es still geworden.

„Lassen Sie nur alles raus, Ms Granger. Als berühmt berüchtigte Fledermaus aus dem Kerker gibt es nichts, was mich noch schocken kann. Und schon gar nicht von so einer vorlauten Gryffindor WIE IHNEN!"

Hermine und die anderen zuckten zusammen, einzig die Slytherins lachten.

„RUHE! DAS GILT EBENSO FÜR DIE ANDEREN HOHLKÖPFE! UND JETZT MACHT WEITER!" Mit rauschendem Umhang trat Snape zurück an seinen Pult und ließ sich – Hermine gefährlich beobachtend – auf seinem Stuhl nieder.

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„Hey Weaselby, Longbottom hat den Trank fertig…!", schnarrte es von oben, als Ron langsam den Kopf hob und in die Augen von Draco Malfoy blickte. Wütend wollte er bereits zu einer Antwort ansetzen, als Harry ihm die Hand auf die Schulter legte und flüsterte: „Mach schon, oder aber er rennt zu Snape und dieser dreht bestimmt vollkommen durch!"

Seufzend nickend und mit klopfendem Herzen begab sich Ron zu Neville, der ihn freudestrahlend empfing. „Ron, sieh doch! Der Trank ist grün! Wir haben ihn richtig gebraut!" Als die anderen Schüler das vernahmen, blickten sie überrascht und lachend zu Neville hinüber, einige waren sogar aufgestanden, um den Trank selbst zu begutachten.

„Alle setzen sich!", bellte Snape und kam nun auch selbst zu Ron hinunter, den Trank argwöhnisch betrachtend. Schließlich drehte er sich jedoch grinsend zu Neville und meinte bedrohlich: „Habe ich Ihnen nicht ausdrücklich gesagt, sie sollen den Trank DREI GANZE MINUTEN ziehen lassen! Und nicht nur ZWEI!" Damit legte er unter den Kessel der Gryffindors noch etwas Holz, die Flamme wurde höher und Snape wartete eine weitere Minute.

Daraufhin verfärbte sich der Trank gelb. „Da sehen sie es!", meinte Snape hähmisch grinsend und besah sich noch einmal die Zutaten, die auf dem Tisch lagen. Seine Augen verfinsterten sich. „Ich sagte ebenfalls, sie sollen das, was auf der Tafel steht, lesen! Statt den Lilienkernen haben sie Rosenkerne verwendet! Das ändert den Trank um eine weitere Nuance! Um was jedoch, kann ich ihnen nicht sagen…aber Weasley wird es uns gleich zeigen!" Somit schubste er Ron in Neville's Richtung und knallte eine Phiole auf deren Tisch. „Und jetzt TRINKEN SIE!"

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„Severus, es war sehr ungewissenhaft, was du da in deinem Zaubertrankunterricht wieder angestallt hast! Hast du auch nur eine Sekunde darüber nachgedacht, dass dieser Trank eventuell mehr Gesundheitsschädlicher hätte sein können, als nur eine kleine Magenkrankheit?" Dumbledore besah sich Snape über seine Halbmondgläser hinweg genauesten an, seine Stirn etwas ungläubig verzogen.

„Albus, du glaubst doch nicht wirklich, ich würde Mr Weasley absichtlich einen schlimmeren Trank geben als den, welchen Mr Longbottom gebraut hat. Obwohl ich sie alle hasse, Albus, und du weißt dass sie mich genauso hassen, würde ich meine Schülern niemals absichtlich gefährden wollen. Ich wollte Weasley nur eine saftige Lektion erteilen! Und so schnell wird er mich nicht mehr verspotten, darauf kannst du gefasst sein, Albus!"

Snape saß ruhig und diszipliniert Dumbledore gegenüber – und spürte absolut keine Reue. Diese kleine Magenverstimmung von dem Rothaarigen ging ihn einen feuchten Kehricht an, schließlich war dieser Hohlkopf des goldenen Trios selbst schuld.

„Wenn es nichts mehr weiter zu bereden gibt, Albus, dann entschuldige mich jetzt bitte. Ich habe noch Vorbereitungen zu treffen, bevor Mr Weasley zu meinem Strafunterricht erscheint!" Albus sah Snape erschrocken an und beugte sich leicht zu ihm hinüber.

„Severus Snape!", seine Stimme war nur ein Flüstern, „du kannst von dem Jungen nicht wirklich erwarten, dass er nach diesem Trank noch in der Lage ist, heute zu dir zu kommen! Er hat erst vor einer halben Stunde den Krankenflügel verlassen, und Poppy nach zu urteilen übergibt er sich noch immer alle 20 min."

Bei dieser Vorstellung überkam Snape ein Grinsen, verschwand aber schnell wieder, da Dumbledore in böse ansah. „Wie dem auch sei, Severus, Mr Weasley ist die gesamte Woche krank geschrieben! Er wird also nichts anderes tun, als sich auszuspannen!"

Severus Snape's Augen blitzten auf. „Er hat in drei Tagen eine Nachholprüfung zu schreiben, da er vor zwei Wochen ebenfalls in meinem Unterricht gefehlt hat!"

Dumbledore lehnte sich entspannt zurück und legte die Hände sanft aufeinander. „Er ist diese Woche krankgeschrieben. Ende der Diskussion, Severus. Ich wünsche Dir noch einen schönen Tag!"

Snape erhob sich steif und drehte ihm den Rücken zu, um sich zur Tür zu begeben. Kurz bevor er diese heftig hinter sich zuschmiss, murmelte er noch hörbar. „Alter Bastard!"

Dumbledore lächelte nur.

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Hermine riss ungläubig die Augen auf, als sie bei Ron und Harry auf dem Bett im Jungenschlafsaal saß. Ihre Hand streckte sie nach der Flasche aus und berührte sie zögernd. „Woher..?"

„Mitgehen lasse vor zwei Tagen in Snape's Büro!", meinte Ron leise, immer noch weiß im Gesicht und würgte leicht. Hermine verzog leicht das Gesicht bei seinem Anblick, starrte stattdessen Harry an. „Und du hast das zugelassen?"

Schuldbewusst senkte der Junge den Kopf. „Es war meine Idee…tut mir Leid, Herm!"

„Was wollt ihr mit einem Vielsafttrank?"

Noch ehe die Antwort kam, wusste Hermine Bescheid. „OH NEIN!" Sie erhob sich schnell, streckte die Arme aus und schüttelte den verneinend den Kopf, die Hände zur Abwehr bereit. „Ich werde dich ganz sicher nicht bei Snape vertreten, Ronald Weasley! Soll das doch Harry machen!"

Dieser sah sie leicht bestürzt an. „Hermine, ich bin genauso schlecht in Zaubertränke wie Ron! Du aber bist um einige Stufen besser. Verdammt, Hermine! Du bist die beste Schülerin, die Hogwarts je gesehen hat!" Bei diesem Satz verfärbten sich Hermines Wangen leicht rot. „…ja…danke, Harry…aber…..aber ICH KANN DAS NICHT! ICH BIN EINE FRAU UND KEIN MANN!….was wenn ich einmal auf die Toilette muss – ich könnte Ron nie wieder in die Augen schauen!"

„Und ich kann dir nie wieder in die Augen sehen, wenn du mir nicht hilfst! Ich bin die gesamte Woche krank geschrieben, Hermine. Und mir geht's echt scheiße!" Wie um die Aussage zu verstärken, würgte er kräftig, konnte sich aber noch schnell zu seinem Eimer hinunterbeugen, wo er sich heftigst übergab.

Hermine blieb bei diesem Anblick das Herz stehen, dann schloss sie die Augen, legte sich eine Hand an ihr Nasenbein, da sich bereits Kopfschmerzen androhten, und flüsterte leise: „Ab wann soll ich du sein, Ron?"

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Nächstes Kapitel:

Ron – alias Hermine – sitzt ihre Strafarbeit bei Snape ab. Leider kann sie ihr Verhalten nicht in das von Ron umändern und so geschieht das nächste Missgeschick.

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SYS

Majin Micha

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liebguck