Autorin: FairyOfTheLilies
Titel: Das verflixte siebte Jahr
Disclaimer: Alles gehört JKR. Ich verdiene hiermit kein Geld, obwohl ich's gut gebrauchen könnte.
Zusammenfassung: AU. Dt. Version von "The Seven Year Itch". Die Hoffnung der Schulsprecherin Lily Evans, ein ruhiges siebtes Jahr zu haben, wird zerschmettert, als sie herausfindet, wer der neue DADA-Lehrer ist...
Kapitel 2
Als Lily am nächsten Morgen aufwachte, wusste sie zuerst nicht, warum sie so ein schlechtes Gefühl hatte... aber dann fiel ihr alles wieder ein. Stöhnned zog sie sich ihre Decke über den Kopf.
„Was ist los, Lils?" fragte Dorcas.
Julie schnaubte. „Was für eine Frage. Sie will Potter nicht wiedersehen."
„Oh, mach dir keine Sorgen, Lily. Wenn er dich fertig macht oder dich unfair behandelt, gehst du einfach zu McGonagall oder Dumbledore", sagte Dorcas beruhigend.
„Toll", murmelte Lily.
Beim Frühstuck vermied Lily es wie die Pest, zum Lehrertisch zu sehen. Als Professor McGonagall ihr ihren Stundenplan gab, sagte sie: „Miss Evans, dass erste Vertrauensschülertreffen ist am 12. September. Könnten Sie das den Vertrauensschüler von Gryffindor und Hufflepuff mitteilen? Mr Fenwick wird es den Ravenclaws und Slytherins mitteilen."
„Natürlich, Professor", sagte Lily und lächelte freundlich. Professor McGonagall lächelte dünnlippig zurück bevor sie weiterging.
„Oh."
„Was? fragte Lily und sah auf ihren Stundenplan. Dann stöhnte sie. „Verteidigung gegen die Dunklen Künste in den ersten beiden Stunden! Ich habe-"
„-das größte Pech der Welt", beendeten Dorcas and Julie ihren Satz einstimmig. Lily sah sie böse an.
"Dann gehen wir lieber", sagte Julie. „Potter wird wahrscheinlich einen Anfall haben, wenn wir zu spät kommen, besonders du, Lily."
Lily nickte und hing sich ihre Tasche über die Schulter. Sie fühlte sich, als ob sie sich gleich übergeben müsste. Sie konnte sich auch nicht davon abhalten, über die Dinge nachzudenken, die Potter mit ihr machen konnte, jetzt wo sie seine Schülerin war. Sie biss sich auf die Unterlippe. Komm schon, Lily, sagte sie zu sich selbst. Das schaffst du! Oder willst du Potter wissen lassen, dass du Angst vor ihm hast?
„Ich habe keine Angst vor Potter!" rief sie entrüstet aus. Die Leute um sie herum sahen sie seltsam an. Sie drehte sich zu Dorcas.
„Habe ich das gerade laut gesagt?" fragte sie im Flüsterton.
„Ähm-ja", antwortete Dorcas mit hochgezogenen Augenbrauen.
Lily schüttelte den Kopf. „Ich werde verrückt. Gehen wir."
XXX
Sie waren als erste im Klassenzimmer. Langsam begann sich der Raum zu füllen. Lily winkte Sally und Helen und ein paar anderen ihrer Freunde zu. Ein paar Minuten, nach dem es geklingelt hatte (Zu spät! kreischte eine kleine Stimme in Lily's Kopf gehässig), tauchte James Potter auf.
„Guten Morgen!"
Die Klasse murmelte eine Begrüßung. Potter warf seine Bücher auf den Tisch und zog eine Liste mit den Namen der Siebtklässler aus einer Mappe und begann, ihre Name auszurufen, um sicherzustellen, dass alle da waren. Als er bei E ankam, grinste er bösartig.
„Edgecombe, Sara!"
„Ich bin hier."
„Evans, Lily!"
„Anwesend."
„Das freut mich aber", sagte Potter sarkastisch und grinste sie höhnisch an. Sie ignorierte ihn indem sie an die Tafel hinter ihm starrte.
Als er fertig war, schmiss er die Mappe auch auf den Tisch und stand auf.
„Ich bin sicher, dass Sie alle mich kennen-" er wurde von Jubeln unterbrochen, aber-
„Ja, leider", sagte Lily laut genug, dass jeder es hören konnte. Potter eingeschlossen.
„Haben Sie etwas zu sagen, Miss Evans?" knurrte er, als er immer näher an ihren Tisch kam. Dorcas trat ihr auf den Fuß, um sie davon abzuhalten, etwas dummes zu sagen.
„Nein, nichts", antwortete Lily, ihr Gesicht vor Schmerz verzerrt.
„Nein, Sir", sagte Potter. „Oder: Nein, Professor."
„Nein, Sir", murmelte Lily durch zusammengebissene Zähne.
„Tut mir leid, Miss Evans, ich habe Sie nicht gehört", sagte er.
„Nein, Sir", sagte Lily laut, während sie der Versuchung widerstand, ihre Arme auszustrecken, seinen Hals zu packen und ihn zu erdrosseln.
„Und", fuhr er fort, „ich bevorzuge es, wenn Schüler sich melden, wenn sie etwas zu sagen haben. Habe ich mich klar ausgedrückt, Miss Evans?" Er hatte seine Hände auf ihren Tisch gelegtt und sich nach vorne gelehnt.
„Ja", sagte sie. Unter ihrem Tisch ballte sie ihre Fäuste so sehr, dass ihre Fingernägel sich in ihre Handflächen bohrten.
„Ja, Sir", sagte Potter in einer gefährlichen, leisen Stimme.
„Ja, Sir", wiederholte Lily. Sie könnte ihm eine reinhauen, so nah wie er jetzt war. Was für eine Schande, so eine gute Gelegenheit einfach nicht wahrzunehmen.
„Gut. Fünf Punkte von Gryffindor für deine Frechheit", sagte er; anscheinend störte ihn das förmliche „Sie" dabei, Lily herunterzuputzen. Er drehte sich um und lief wieder nach vorne. Lily atmete langsam ein und aus, um sich zu beruhigen.
„Nun, kann irgendjemand von ihnen mir sagen, wie weit sie in Verteidigung gegen die Dunklen Künste sind? Ja, Sie?" sagte er, auf einen großen, schlaksigen Jungen zeigend; Andrew Tristan aus Ravenclaw.
„Na ja, letztes Jahr haben wir die Unverzeihlichen Flüche durchgenommen und angefangen, Duellieren zu üben", antwortete er.
„In Ordnung. Wer kann mir die Unverzeihlichen Flüche, und was sie ihrem Opfer antun, nennen?" fragte er. Viele Leute meldeten sich, unter ihnen Lily. Potter sah sie kurz an bevor er sagte: „Wie wäre es mit... Helen Kirwin?"
„Die drei Unverzeihlichen Flüche sind Imperio-der Imperius-Fluch zwingt das Opfer dazu, alles zu tun, was er Täter will. Dann gibt es den Cruciatus-Fluch, der dem Opfer unglaubliche Schmerzen bereitet. Der Spruch ist Crucio. Der letzte der Unverzeihlichen Flüche is Avada Kedavra-"
„-der sehr nützlich ist, um Idioten wie den da vorne loszuwerden", murmelte Lily düster. Dorcas and Julie kicherten. Glücklicherweise hörte Potter sie nicht.
„-das Opfer ist sofort tot. Es gibt keinen Gegenfluch", sagte Helen.
„Sehr gut, Miss Kirwin. Fünf Punkte für Ravenclaw", sagte Potter. „Sie wissen also alles über die Unverzeihlichen Flüche, wir können gleich mit Duellieren weitermachen. Das ist das wichtigste, was wir dieses Jahr machen werden. Sie wissen sicher alles über Lord Voldemort und seine Anhänger-" mehrere Leute keuchten, denn in letzter Zeit hatten die Menschen angefangen, Voldemort ‚Du-weißt-schon-wen' zu nennen, weil sie Angst vor seinem Namen hatten. Lily dachte, dass das totaler Quatsch sei, sie hatte höchstens Angst davor, in Gelächter auszubrechen, wenn sie seinen Namen sagte. Ehrlich, wer nannte sich Voldemort?
„-und es ist sehr wichtig, dass Sie wissen, wie Sie sich in einem Duell verteidigen müssen", fuhr Potter fort, als ob er das Keuchen nicht gehört hätte. „Sie werden nützliche Zauber und Hexereien lernen, und Sie werden sie üben, indem Sie sich gegenseitig duellieren. Irgendwelche Fragen bis jetzt?"
Niemand meldete sich.
„Okay", sagte Potter. „Sehen wir, wie gut Sie im Duellieren sind. Wie wäre es mit-" er sah auf die Namensliste und grinste „-Lily Evans?"
Oh Gott, diese Stunde würde nicht witzig weren. Lily stand auf und ging langsam nach vorne.
„Gut, Evans. Erst verbeugen wir uns, dann zähle ich bis drei und wir fangen an. Klar?"
„Ja", sagte Lily, wobei sie versuchte, sich nicht allzu nervös anzuhören. Sie beugte sich wie er nach vorne und hielt ihren Zauberstab dann sehr fest.
„Eins-zwei-drei-Expelliarmus!"
Lily wehrte den Fluch ab und duckte sich unter einen Tisch, als er versuchte, sie zu lähmen. Sie stand wieder auf und stolperte zurück, als sie versuchte, ihn zu verfluchen; er wehrte den Fluch ab.
„Impedimenta!" schrie er. Sie duckte sich wieder unter einen Tisch, und sogar noch bevor der Zauber auf die Tischplatte traf, krabbelte sie weiter zurück und stand plötzlich auf: „Petrificus Totalus!"
Dieses Mal traf sie ihn genau auf die Brust. Er fiel auf den Boden. Sie schritt zu ihm und machte eine lässige Bewegung mit ihrem Zauberstab, um den Fluch von ihm zu nehmen. Er griff sofort nach seinem Zauberstab, und nach einem Aufblitzen von rotem Licht war sie diejenige, die gelähmt auf dem Boden lag.
„In einem richtigen Duell, Evans", grinste er höhnisch, „würde es dich wahrscheinlich dein Leben kosten, wenn du deinen Feind von dem Fluch befreien würdest." Er nahm den Fluch von ihr. Sie stand auf und sah ihn wütend an.
„Nicht schlecht", lächelte er süffisant, „aber vergiss nicht, dass Voldemort und seine Anhänger in einem Duell nicht Flüche wie Impedimenta benutzen. Und wenn du erst einmal ein paar Male mit Crucio getroffen wurdest, wird es schwierig, den Flüchen auszuweichen, weil du dann ziemlich wacklig auf den Beinen bist. Du kannst dich jetzt hinsetzen." Immer noch grinsend, fügte er hinzu: „Und hör auf, mich böse anzuschauen."
Wütend drehte Lily sich auf der Ferse um und ging wieder nach hinten auf ihren Platz.
„Nun, wie wir gerade demonstriert haben, der beste Weg, Ihren Feind loszuwerden ohne ihn umzubringen oder zu verletzen, ist ihn zu lähmen oder ihn zu fesseln. Weiß jemand die Formel, um jemanden zu fesseln? Ja, Miss Edgecombe?" er zeigte auf ein großes, brünettes Mädchen aus Ravenclaw (das übrigens seine Exfreundin war).
„Er lautet Bondario", antwortete sie.
„Korrekt. Aber benutzen Sie ihn nicht für irgendwelche Sexspielchen", sagte Potter mit einem anzüglichen Grinsen. Ein paar Leute kicherten, aber Lily rollte ihre Augen.
„Denkt dieser Arsch, er sei lustig, oder liebt er es einfach, zu nerven?" sagte sie.
Es wurde sehr still. Lily schluckte.
„Habe ich das gerade laut gesagt?" fragte Lily zum zweiten Mal an diesem Morgen, und Dorcas antwortete zum zweiten Mal: „Ähm-ja."
„Oh, ich glaube, ich habe vielleicht ein kleines Problem damit, meine Gedanken für mich zu behalten", murmelte Lily. Julie giggelte nervös.
„Was hast du mich gerade genannt, Evans?" sagte Potter. Lily musterte ihn vorsichtig.
„Nichts."
„Oh, ich dachte ich hätte gerade das Wort ‚Arsch' gehört."
„Du m-ähm, Sie müssen sich verhört haben", sagte Lily mit einem unüberzeugenden Ausdruck von Überraschung und Unschuld auf ihrem Gesicht. Sie sah, wie Potter die Zähne zusammenbiss.
„Nachsitzen. Heute abend, sechs Uhr, in meinem Büro. Und zwanzig Punkte von Gryffindor", bellte er.
„Noch was?" sagte sie, wobei sie vergeblich versuchte, lässig zu klingen.
„Ja, hau ab. Du gehst mir auf die Nerven."
„Wie bitte?"
„Hau ab!" sagte er nochmal und zeigte zur Tür.
Lily schüttelte ihren Kopf, stopfte ihre Bücher in ihre Tasche und stürmte aus dem Klassenzimmer.
Was dachte dieser Mann, wer er war? Sie eilte zur nächsten Toilette, schmiss ihre Tasche in eines der Waschbecken und sah in den Spiegel. Sie musste vorsichtig sein. Sie hatte sich bereits Nachsitzen eingehandelt, und es war erst der erste Schultag. Es klingelte. Seufzend nahm sie ihre Tasche und ging zu ihrer nächsten Stunde, Zauberkunst.
„Potter ist ein Arschloch", sagte Dorcas mitleidig, als sie sich neben Lily setzte.
„Ich weiß. Was haben wir nach Zauberkunst?"
Dorcas sah auf den Stundenplan. "Erstmal Mittagessen... Dann haben wir eine Freistunde, und dann Verwandlung. Ist das nicht nett, Lily... Erst Potter, dann McGonagall..."
Lily schnaubte. „Dieser Stundenplan ist der letze Beweis dafür, dass Dumbledore kifft. Und nachher noch Nachsitzen mit Potter..."
„Na ja, vielleicht wird es gar nicht so schlimm." Als sie Lilys skeptischen Blick sah, sagte sie schnell: „Ja, ich weiß... Potter wird dich wahrscheinlich irgendwas richtig fieses machen lassen."
Lily seufzte. Dieser Tag würde definitiv nicht lustig werden.
A/N: Bitte reviewt!
