Disclaimer: Alles nicht meins, sondern das Eigentum von J.K. Rowling

(nur Mariella gehört mir!)

Genre: Romance

Warnings: keine (oder eben absoluter Schrott )

P.S.: Vielen Dank an Matchy für das liebe Review!

Kapitel 1: Na so ein Zufall!

Ein heller Blitz durchzuckte den schwarzen Himmel und erhellte für einen Moment die Dunkelheit, die die große Halle Hogwarts' erfüllte. Lauter Donner grollte wütend über das Tosen des Sturmes hinweg und ließ die Fensterscheiben der Schule für Hexerei und Zauberei Englands leicht erzittern. Es war sogar für diesen Teil Großbritanniens recht selten, dass ein Unwetter mit solch gewaltigen Ausmaßen die Länderreine heimsuchte.

Die Fackeln an den Wänden erwachten zum Leben als jemand die Halle betrat, deren verzauberter Himmel das Unwetter von draußen in abgeschwächter Form und vor allem ohne Regen widerspiegelte.

Eilige Schritte hallten an den Steinwänden und dem polierten Fußboden wieder und vermengten sich mit dem Rascheln eines Umhangs, der mit einer hastigen Bewegung von den Schultern gerissen wurde. Hie und da erklang das Geräusch kleiner Tropfen Wasser, die in unregelmäßigen Abständen zu Boden fielen.

Professor Severus Snape, seines Zeichens Lehrer der Zaubertränke an dieser Schule, fluchte leise als er, vom erwachten Licht der Fackeln beschienen, in Richtung Kerker schritt, hie und da kleine Pfützen hinterlassend. Seine schwarze Robe triefte vor Regenwasser und haftete unangenehm an seinem klammen Körper. Im Gehen wrang er den ebenfalls dunkeln Umhang aus, der ihn eher schlecht als recht vor dem Regen hätte schützen sollen. Dennoch sah auch sein schwarzes kinnlanges Haar aus, als wäre er erst vor einigen Sekunden aus der Dusche getreten.

In den langen steinernen Korridoren, die an die Halle angrenzten und in alle nur denkbaren Richtungen gingen war es still und nur das leise Schlurfen seiner Schritte durchbrach die, für eine solch große Schule untypische Ruhe. Snape folgte einem der Korridore in denen das Licht aufflammte, sobald er sie betrat, wandte sich schließlich nach links und trat auf eine Treppe, die ihn hinunter in die dunklen geheimnisvollen Kerkerräume des Schlosses führten, die er sein Zuhause nannte.

Das ganze Schloss schlief noch, doch bereits in einigen Stunden würden sich Scharen von Schülern aus ihren Schlafsälen auf den Weg hinunter in die große Halle machen, um vor dem Unterricht noch schnell ihr Frühstück hinunterzuschlingen.

Erst als er die schwere Eichentür seiner Privaträume hinter sich verschlossen hatte, erlaubte es sich Snape, seinen angehaltenen Atem erleichtert auszustoßen und ließ sich erschöpft auf sein Ledersofa fallen. Mit einem Schlenker seines Zauberstabes erschien ein knisterndes Feuer im großen Kamin in einer Ecke des großzügigen Raumes und mit einem weiteren eine Tasse dampfenden Tees auf einem Tischchen neben dem Sofa. Der Duft nach Kamille erfüllte langsam den Raum als sich der Zauberer wieder erhob und sein Schlafzimmer betrat, das an den Raum angrenzte. Er schälte sich aus seinen feuchten Roben und trocknete sein nasses Haar mit einem Handtuch ab. Schließlich schlüpfte er in einen weichen Pyjama, zog einen schwarzen Morgenmantel darüber und begab sich zurück in Wohnzimmer.

Sich setzend und seinen Tee schlürfend starrte er in das prasselnde Feuer, das ihm seine wohlige Wärme in Wellen entgegensandte.

Es war bereits früh am Morgen, doch Snape verspürte nicht den geringsten Anflug von Müdigkeit. Wie so oft in letzter Zeit schien sein Körper nicht das Bedürfnis nach Schlaf und Ruhe zu haben.

Auch in dieser Nacht war sein Geist viel zu sehr damit beschäftigt, über all die Dinge nachzudenken, die ihnen noch blühten, dass er keine Ruhe fand und an Schlaf nicht zu denken war.

Sein Gespräch mit Mariella McGrory hatte ihn zutiefst beunruhigt. Das der dunkle Lord irgendwann beginnen würde, anhand der vielen Fehlschläge seiner Pläne misstrauisch zu werden und nachzuhaken war sicher gewesen, doch Snape hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell geschehen würde. Nun, da Voldemort seine Gefolgsleute genauer unter die Lupe nahm, würde es noch viel schwieriger werden, seine Vorhaben an das Ministerium oder an die Gegenstandsbewegungen zu verraten. Auch die Tatsache, dass es anscheinend mehrere Anhänger Voldemorts im Ministerium gab, machte es nicht gerade leichter. Obwohl er gewusst hatte, dass Voldemort einige seiner Vertrauten in eben diesem postiert hatte, hatte es Snape dennoch überrascht, dass es anscheinend doch so viele waren.

Was auch immer der meist gefürchtetste Zauberer Englands, und wahrscheinlich der ganzen Welt, weiter tun würde, es würde jeder menge Zauberer und Muggel das Leben kosten. Leben von Menschen, die unschuldig in die zerstörerischen Zahnräder der dunklen Mächte geraten waren.

Dennoch waren es nötige Opfer.

Opfer, auf deren Blut man den Untergang Voldemorts würde begründen können, Opfer, die ihr Leben für die der nachfolgenden Generationen geben würden. Und dennoch – dennoch würden sie es sein, deren Glück, deren Liebe man opferte, sie ihren Familien, Freunden und Angehörigen wegnahm und irgendwann in Vergessenheit geraten lassen würde. Sie allein waren diejenigen, die keine Zukunft besaßen.

Und vielleicht – vielleicht würde auch er ein solches Opfer werden und sein Leben für den Fall des Mannes geben, dem er einst so bedingungslos gefolgt war. Für den Mann, für den er Unschuldige und Schuldige mit seinen eigenen Händen getötet hatte, für den er seine wenigen Freunde und Vertrauten hintergangen und verraten hatte. Doch nun, nach fünfzehn Jahren des Bangens ob dieser Mann erneut die Macht erlangen würde, die er damals besaß, war sich Snape sicher, dass es diesmal anders sein würde. Diesmal waren sie vorbereitet, diesmal wussten sie sich zu wehren.

Es gab eine Zukunft für sie.

Eine Zukunft ohne die Angst vor diesem Mann.

Snape seufzte und erhob sich. Ja, es gab eine Zukunft, doch die war noch weit entfernt. Erst im finalen Kampf würde sich zeigen, welche Seite die stärkere war. Die Gute oder die Böse.

Mit einer Bewegung seines Zauberstabes ließ Snape die Tasse verschwinden, das Feuer erstarb und die Lichter erloschen. Er tastete sich seinen Weg zurück ins Schlafzimmer und in sein Bett, in der Hoffnung wenigstens ein bisschen Schlaf für diese Nacht zu bekommen. Er schloss die Augen als die Standuhr am anderen Ende leise zwei Uhr morgens ankündigte und fiel in einen unruhigen Schlaf.

Als er fünf Stunden später wieder erwachte, war noch immer das toben des Sturmes zu hören. Er hatte, kurz nachdem er den Friedhof verlassen hatte, eingesetzt und sich bis jetzt anscheinend noch nicht ausgetobt. Snape stand auf, erledigte seine Morgentoilette und stand zwanzig Minuten später in seiner üblichen schwarzen Robe vor dem Spiegel. Die Müdigkeit, die in seinen Knochen steckte, verbarg er wie immer geschickt hinter einer Maske aus völliger Beherrschtheit. An manchen Tagen hasste er seinen Anblick, doch es war ein Teil seiner selbst und so sehr er auch versuchte, sie abzulegen, war sie doch lebensnotwendig für ihn.

Sie schützte.

Sie schützte ihn vor den Schrecknissen dieser seiner Welt, den Dingen, die er gesehen und getan hatte. Sie war sein Barriere gegen den Hass und die Abneigung, die man ihm hier und da entgegenbrachte – und ließ ihn sich selbst hassen. Kein Tag verging an dem er nicht an die schrecklichen Dinge erinnert wurde, die diese Welt für ihn und andere bereithielt. Sei es durch einen Artikel im Tagespropheten, einen beliebigen Gegenstand oder das Gesicht eines Schülers. Überall lauerte seine Vergangenheit. Eine Vergangenheit, die vom dunklen Lord beherrscht worden war, seine Vergangenheit, vor der er sich selbst zu schützen suchte, ihn jedoch immer wieder einholte. Zu viele Menschen waren bereits durch seine Hand gestorben und die die noch kommen würden, würden noch mehr werden. Manchmal fragte er sich ob es für ihn jemals Vergebung geben könnte. Würde ihm jemals jemand seine Sünden vergeben?

Snape wandte sich ab und begab sich hinaus auf den Korridor der hinauf zur großen Halle führte. Dort hin, wo es das gab, was er am liebsten meiden wollte. Lachende Gesichter derer, die sich der Gefahr nicht gewahr waren die auf sie zukam, Liebe und Freundschaft überall. Es war nicht seine Welt und doch zog es ihn immer wieder dort hin. Es war eine art Selbstzerstörungsdrang, der ihn immer wieder das tun ließ, von dem er wusste, dass es ihn quälen würde. Doch auf irgendeine merkwürdige Weise nahm er doch jedes mal die Stufen, denen er jetzt ebenfalls folgte, und ließ sich in dem Strom lachender und quatschender Schüler dahintragen, hinein in einen neuen Tag.

Er schritt, schlechtgelaunt, durch die Halle, vorbei an den vier Haustischen an dem die Schüler bereits angefangen hatten zu frühstücken, auf den Lehrertisch zu, der am Kopfende des Raumes thronte. Auch hier war die Stimmung mehr oder weniger ausgelassen. Er grüßte mit einem leichten Nicken und einem gebrummten ,Guten Morgen' und setzte sich auf seinen Platz zwischen dem Lehrer für Muggelkunde, Professor Fresenius Aberdee und die Lehrerin für Wahrsagung, Professor Sybill Trewlaney.

Er nahm sich ein Toast und bestrich es dünn mit Butter als sich Albus Dumbledore, der Schulleiter, leicht an seinen Kollegen vorbei nach vorne beugte.

,Ich möchte euch alle noch einmal daran erinnern, dass heute unsere neue Lehrerin für ,Verteidigung gegen die dunklen Künste' ankommt." Flüsterte er leise in die Runde.

Snape schnaubte leicht und rollte mit den Augen. Wie würde er das vergessen können? Wieder einmal hatte Dumbledore ihm seinen Wunsch, dieses Fach zu unterrichten, nicht nachgegeben, sondern jemand anderen vorgezogen und noch dazu eine Frau. Es war nicht so, dass er etwas gegen Frauen generell hatte, jedoch hielt er eine Frau für dieses anspruchsvolle Fach doch eher für ungeeignet. Doch obwohl es bereits zwei Wochen nach Schulbeginn gewesen war, bis Dumbledore endlich jemanden für diese Fach gefunden hatte, hatte er es lieber ausfallen lassen als ihn, Snape, es zu unterrichten. Warum wusste er nicht.

,Ich weiß zwar nicht, wann sie kommen wird, aber - "

In diesem Moment öffnete sich die breite Flügeltür und Argus Filch, der Hausmeister trat herein, gefolgt von seiner Katze Ms. Norris und einer Frau. Für einen Moment lag ihr Gesicht im Schatten, so dass Snape nicht erkennen konnte wer sie war, doch als sie hinter Filch hervortrat ließ er erschrocken sein Messer zurück auf seinen Teller fallen. Die Schüler waren verstummt und beobachteten neugierig den unerwarteten Gast.

,Professor Dumbledore," knurrte Filch in die Stille hinein,diese jung Dame hier behauptet, sie wolle zu Ihnen."

,Ah Ms. McGrory, wir haben Sie bereits erwartet. Danke Argus." Dumbledore erhob sich und schritt auf die junge Frau zu, die nun ebenfalls einige Schritte auf ihn zumachte. Sie lächelte freundlich und schüttelte seine Hand.

,Es tut mir leid, sollte ich mich verspätet haben, aber das Wetter da draußen ist grauenhaft."

Dumbledore lächelte und bedeutete ihr zu folgen als er sich wieder in Richtung Lehrertisch wandte.

,Kommen Sie, kommen Sie."

Mariella folgte ihm, verfolgt von neugierigen Blicken und Tuscheln der Schüler. Ohne sich jedoch verunsichern zu lassen erwiderte sie die Blicke, bevor sie ihren dem Lehrertisch zuwandte. Snape, der noch immer in ihre Richtung gestarrt hatte, begegnete diesem. Er sah sie lächeln, doch der Schock hielt seine Muskeln gelähmt und verwehrte ihm jegliche Regung.

Es schien ihm als wäre es ein schlechter Albtraum, irgendein kurioses Theaterstück, was sich jemand ausgedacht hatte um ihm übel mitzuspielen. Doch je näher sie kam, desto realer wurde sie, desto mehr begriff er, was hier vor sich ging. Sie war es, die die Stelle übernehmen sollte. Diejenige, die ab jetzt an dieser Schule unterrichten sollte.

Ihm wurde schlecht.

,Schüler," erhob Dumbledore seine Stimme als er seinen Platz erreicht hatte und Mariella sich zu ihm gesellte,ich freue mich, Ihnen unsere neue Lehrerin für ,Verteidigung gegen die dunklen Künste', Ms McGrory, vorstellen zu dürfen. Ich hoffe, Sie heißen sie herzlich willkommen."

Ein Teil der Schüler applaudierte verhalten, der andere tuschelte miteinander. Mariella lächelte in die Runde und nickte ihnen zu und Snape wusste in diesem Moment, dass sie ihre Herzen im Sturm erobert hatte.

Es war schon immer ein Talent ihrerseits gewesen, Menschen schnell für sich einnehmen zu können, dass hatte auch er einst am eigenen Leib erfahren.

,Sie wird Ihnen ab morgen Unterricht erteilen und hoffentlich sich betragende Klassen vorfinden."

Dumbledore setzte sich wieder und Mariella setzte sich neben ihn.

Eine halbe Stunde später hatten sich nach und nach alle Schüler in ihre Gemeinschaftsräume zurückgezogen um sich auf den Unterricht vorzubereiten. Snape war sich sicher, dass gerade eben der Großteil seiner Hausaufgaben so schlampig gemacht wurden, wie sie zweifellose nachher in seinen Stunden abgegeben werden würden. Doch seltsamerweise war es ihm heute egal. Denn heute gab es andere Dinge, die seinen Ärger auf sich zogen.

,Was zum Teufel machst du hier?" fauchte er wütend als er Mariella in einem unbeobachteten Moment recht unsanft an die Seite zog.

,Ich nehme das als Zeichen, dass du nicht wusstest, dass ich die Stelle angetreten habe?"

Snape schnaubte. ,Sonst würde ich mich jetzt wohl nicht so aufregen, sondern hätte es schon gestern Nacht getan. Also, was soll das?"

Mariella lächelte sanft und wand ihren Arm behutsam aus seinem festen Griff. ,Dumbledore hat mir dir Stelle vor einer Woche angeboten und ich wäre doch schön blöd gewesen, hätte ich sie abgelehnt, oder?"

,Weißt du überhaupt, was du da tust? Warum sagst du Voldemort nicht gleich, dass du einer seiner Gegner bist? Damit würdest du ihm eine menge Arbeit ersparen."

,Wovon zum Teufel redest du, Severus? Ich dachte du würdest dich freuen, wenn ich auch hier arbeite."

Snape schnaubte verächtlich. Sich freuen? Wenn sie hier arbeitete war das ihr Todesurteil. Jeder neue Lehrer Hogwarts erregte Voldemorts Aufmerksamkeit und besonders in diesen Zeiten würde er sicher etwas genauer wissen wollen, wen sich sein größter Gegner mit ins Boot geholt hatte. Sollte einer seiner Gefolgsleute etwas tiefer graben, könnte er zufällig auf Mariellas Geheimnis stoßen. Ihre Mitgliedschaft in einem Orden, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, den dunklen Lord zu stürzen trug nicht eben zur Besserung der Situation bei. Sollte diese Information jemals Voldemorts Ohren erreichen, würde er sie auf der Stelle töten lassen.

Niemand würde sie schützen können, denn die Vergangenheit hatte nur allzu oft gezeigt, dass das obgleich größter Bemühungen nicht möglich war. Denn auch aus Hogwarts waren bereits Lehrer verschwunden. Zwar nicht oft, doch einen oder zwei hatte sich Voldemort bereits geholt und er würde es wieder tun, ganz gleich, welche Macht Dumbledore besaß.


Ich weiß, isn bissl kurz, aber bin gerade schön im Prüfungsstress. Hier hat nicht zufällig jemand Ahnung von Physikalischer Chemie?

Hinterlasst trotzdem ein paar Kommis!