Achtung: Dies ist eine Übersetzung der englischen Fanfiction „A Fluke of Sorts" von toastedmuffinz. Reviews zur Story sind bitte an die Autorin zu richten!

Autor: toastedmuffinz

Originaltitel: A Fluke of Sorts

Disclaimer: Harry gehört weder mir noch der Autorin. Wir verdienen kein Geld daran.

Eine Sonnenscheinfixierung

Als Hermine an diesem Morgen aufwachte, erwartete sie nichts anderes als sonst, außer vielleicht der Tatsache, dass Ron es geschafft hatte, zwei weitere Würstchen gleichzeitig in seinen Mund zu schieben. Also war alles, was sie erwartete, während sie ihren Platz am Gryffindortisch in der Großen Halle gegenüber von Harry und Ron und dem Rücken zum Hufflepufftisch einnahm, ein warmes, herzhaftes Frühstück, mit dem sie ihren Tag beginnen konnte, während sie damit beschäftigt war, Rons Fresserei zu ignorieren. Sie erwartete ganz sicher nicht Cedric Diggory, der plötzlich hinter ihr mit einem fröhlichen and lauten Gruß auftauchte, oder in seinen Worten „Guten Morgen, Sonnenschein!" - was sie fast dazu brachte, sich an ihrem Toast zu ersticken.

Sie wirbelte mit einem Schrecken herum. „Cedric Diggory!", krächzte sie.

Er grinste. „Der und kein anderer."

„Du hast mich erschreckt", erwiderte Hermine, sobald sie das Stück in ihrem Hals mit Orangensaft heruntergespült hatte.

„Nun ja, du weißt ja, dass mein Plan gestern daneben gegangen ist, also dachte ich, dass ich es heute noch mal versuche", antwortete er beiläufig. „Morgen, Harry." Cedric hob seinen Blick mit einem Grinsen zu dem verblüfften jungen Zauberer, bevor er einem verwirrten Ron mit „Ronald" zunickte.

„Uh – Morgen, Cedric", antwortete Harry mit einem schwachen Lächeln, der immer noch überrascht über Cedrics plötzlichem verbalen Überfall auf Hermine war. Ron sagte nichts, aber er gaffte den Siebtklässler aus Hufflepuff an. Die anderen Gryffindors sahen dem Quartett neugierig zu, insbesondere begannen die Mädchen zu flüstern und zu kichern beim Anblick des gut aussehenden Jungen an ihrem Tisch.

„Diggory, ich würde es bevorzugen, wenn du mich erschreckst, wenn ich nicht geradeversuche, mein Frühstück herunterzuschlucken", sagte Hermine mit einer kleinen Falte auf ihrer Stirn, die darauf hinwies, dass sie verärgert war, obwohl ihr Tonfall dies nicht verriet.

„Sorry, Granger. Ich werde es beim nächsten Mal beim Mittagessen versuchen." Hermines Augen weiteten sich. „Wir sehen uns." Cedric zwinkerte ihr schnell zu, bevor er sich umdrehte, um zu seinen Freunden zu gehen und Hermine sich hinterher starren zu lassen. Er machte keine Anstalten, sich noch einmal umzudrehen und nach ein paar Sekunden merkte Hermine, dass sie von den anderen Gryffindors beobachtet wurde, also wendete sie ihren Blick ab.

„Ich wusste nicht, dass du Cedric kennst", hakte Harry neugierig nach.

„Habe ich auch nicht, bis gestern. Ich habe sein Buch für meins gehalten und eins führte zum anderen und so lernten wir uns kennen."

„Wie ist das denn passiert?", platzte Ron heraus. Jeder in einem Umkreis von zwei Metern wurde bei ihrer Unterhaltung stumm, um sich auf das Trio zu konzentrieren. Hermine funkelte Ron an, während Harry ihm einen kleinen Stich in die Seite gab.

„Du zieht Aufmerksamkeit auf uns, merkst du das?", zischte Hermine.

„Tut mir leid", antwortete Ron kleinlaut.

Sie warteten bis jeder sein Gespräch wieder aufgenommen hatte, wenn auch immer noch interessierte Blicke in ihre Richtung geworfen wurden. Hermine seufzte und lehnte sich nach vorn, um die Ereignisse des letzten Tages in einem schnellen Flüstern zu erklären, um die neugierigen Ohren der anderen zu umgehen.

„Aber warum ‚Sonnenschein'?", fragte Ron.

„Was meinst du mit Sonnenschein?"

„Die Begrüßung, 'Guten Morgen, -'"

„Psst, Ron. Du musst nicht genau seine Worte in genau derselben Tonlage wiederholen", warf Hermine schnell verärgert ein. Harry gluckste über die Vergesslichkeit von Ron, zu wissen, wo er sich befand. „Jedenfalls wäre es besser, wenn er das gleiche nicht noch mal beim Mittagessen probieren würde. Merlin weiß, ob ich den nächsten Schreck überleben würde." Sie sammelte ihre Sachen auf, als sie aufstand. „Ich sehe euch beide im Unterricht." Harry nickte mit einem Lächeln, während Ron kaum seine Hand hob, da er zu beschäftigt war, um mit all dem Essen in seinem Mund zu antworten.

Sie erreichte gerade mal die Flügeltüren, als Cedric sie verschwinden sah und sich von seinen Freunden entschuldigte, um zu ihr aufzuschließen. „Granger!", rief er, als er die Eingangshalle erreichte und sie abfing, als sie die Treppen hochlaufen wollte. Hermine drehte sich überrascht um, aber als sie sah, dass er es war, wandelte sich ihre Überraschung in ein Stirnrunzeln.

Cedric lachte, als er zu ihr lief. „Ich habe vorhin nur Spaß gemacht. Wie geht's deiner Wange?"

Leicht beschwichtigt entfernte sich das Stirnrunzeln von ihrem Gesicht. „Besser, obwohl, als ich heute Morgen in den Spiegel gesehen habe, immer noch eine schwache Linie zu sehen war."

Cedric neigte sich bis auf ihre Augenhöhe, sie war mindestens einen Kopf kleiner als er, und streckte seine Hand aus, aber hielt für einen Moment inne, um ihr in die Augen zu sehen. „Darf ich?" Er deutete auf ihre Wange und sie nickte kurz. Seine warme und schwielige Hand – vom Quidditch – setzte seinen Weg zum Ziel fort und berührte sanft das matte Mal auf Hermines Wange. „Sieht aus, als würde es noch einen Tag brauchen, bevor es verschwindet."

Seine Stimmte hallte weich und tief in ihren Ohren wider und sie entschied, dass sie sie mochte, obwohl sie das Bewusstsein ihrer Nähe zueinander plötzlich von seiner Berührung zurückschrecken ließ. Cedric starrte sie bei ihrem plötzlichen Zurückweichen verwirrt an.

„Habe ich irgendetwas Falsches getan?"

„Nein", erklärte Hermine schnell ihren Zwang, „das war nur ein kleiner Sprungreflex von mir. Tut mir leid."

„Bist du dir sicher, dass es nicht meine Gegenwart ist, die den plötzlichen Blutdruckanstieg in deinen Adern veranlasst hat?", stellte er durchtrieben klar.

Sie hob bei seinen Worten eine Augenbraue, bevor sie in Lachen ausbrach. „Ich glaube nicht, dass ich jemals jemanden wie dich getroffen habe, Diggory. Bist du immer so?"

„Charmant und verführerisch? Aber ja."

Sie lachte wieder. „Ich dachte eher an unverschämt und selbstgefällig. Aber wenn das die Art ist, wie du dich selbst siehst, nur zu."

Cedric lachte. „Das ist das erste Mal, dass mich jemand so beschreibt."

„Ich wäre mehr als erfreut, dir das häufiger zu sagen", scherzte Hermine.

„Und ich schätze, es würde mich nicht stören, es ab und zu zu hören. Es hilft, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben."

„Oh, vertrau mir, Diggory, du hast die Wolkendecke schon überstiegen."

Cedric schüttelte mit einem krummen Grinsen seinen Kopf. „Haben Sie vergessen, dass Sie mit einem Vertrauensschüler der siebten Klasse sprechen, Miss Granger?" Er war von der Kühnheit, die dieses Mädchen vor ihm besaß, und von dem leichten Humor, der von ihr ausging, amüsiert. Noch nie ist ihm jemand begegnet, der ihn in so einer saloppen Art und Weise ohne Anerkennung seines Status als Trimagischen Champion oder als Frauenschwarm Hogwarts' – beiden Titeln, denen er nichts abgewinnen konnte, hatte er seinem guten Freund Haden Whitlock zu verdanken – behandelte. Er merkte, wie sehr er die Gegenwart von Hermine Granger genoss, und das im Laufe nur eines Tages. Als er an diesem Morgen aufwachte, hatte er nicht vorgehabt, sie beim Frühstück in der Großen Halle zu erschrecken. Genauso wie Hermine erwartete er an diesem Morgen nichts ungewöhnliches, aber als er in die Große Halle trat und er sie lernend über ihrem Buch entdeckte, erinnerte er sich an die Ereignisse des letzten Abends, an dem er versucht hatte, ihr einen Schrecken einzujagen, aber gescheitert ist. Um ehrlich zu sein, hasste es Cedric, an etwas zu scheitern, also änderte er sein Vorhaben mit dieser Rechtfertigung und ging zu ihr, bevor er länger darüber nachdachte und sie von ihrem Buch aufsah. Er wusste, dass es kindisch war, aber der Schock in ihren Gesichtszügen mit den weit aufgerissenen Augen amüsierte ihn definitiv und unumstritten – nicht dass er es ihr gegenüber zugeben würde. Obwohl Hermine zwei Klassen unter ihm war, wusste er es besser, als ihre Wut zu riskieren und mit ihren Flüchen konfrontiert zu werden.

„Ich könnte mich auch täuschen – bei diesem Erstklässlertrick, den du da abgezogen hast, Diggory."

„Ach, komm schon, Granger, das war doch alles nur Spaß. Ich verspreche dir, dass der Streich beim Mittagessen durchdachter sein wird." Cedric grinste.

„Wage es nicht, es noch mal beim Mittagessen zu versuchen", warnte Hermine.

„Behalte mich im Auge."

„Diggory!"

„Komm schon, ich begleite dich zu deiner ersten Stunde. Was hast du?" Cedric hielt ihr seine Hand für die Bücher, die sie trug, hin. Sie sah ihn skeptisch an und Cedric gab ihr lediglich sein besänftigendes Lächeln – welches sie seiner bescheidenen Meinung nach mit einem finsteren Blick beantwortete, bevor sie ihm widerstrebend ein Buch reichte. „Granger, ich denke, du hast das Prinzip des Altruismus missverstanden. Du solltest mich alle deine Bücher tragen lassen und nicht nur eins von den vieren geben, die du hast."

„Ich kann meine Bücher selbst tragen, aber um dein männliches Ego zu befriedigen, habe ich dir eins gegeben. In diesem Sinne hilfst du mir immer noch." Cedric atmete als Antwort scharf aus. „Komm schon, ich werde nicht zu spät kommen, weil du dein Ego aufbessern musst. Ich bin im dritten Stock – Zauberkunst", sagte Hermine, während sie in einem forschen Gang loslief.

„Wie kannst du spät dran sein, wenn noch wahrscheinlich jeder deiner Klasse beim Frühstück in der Großen Halle ist?", äußerte Cedric, als er sie eingeholt hatte. „Warum wartest du nicht auf Potter und Weasley?"

„Weil mir jemand heute morgen den Appetit verdorben hat."

„Lässt du dich immer noch darüber aus, Granger? Solltest du nicht ein Sonnenschein sein?" Hermine machte ihren Standpunkt klar, indem sie ihm den finstersten Blick zuwarf, den sie aufbringen konnte. Mit einem Blick in ihr Gesicht brach Cedric in Lachen aus und hielt sich die Seite, als ihm vor Lachen die Augen tränten. Es dauerte nicht lange, bis Hermines Schultern anfingen sich zu schütteln und ein Kichern ihr entfloh, als sie sein ansteckendes Gelächter sah.

Ein plötzliches Geplapper trat aus der Großen Halle auf, als Schüler ausströmten, um in ihre jeweiligen Klassen zu gehen. Hermine versuchte wieder so gelassen wie möglich zu werden, bevor sie Cedric sagte, dass er zu seiner Klasse gehen sollte, immer noch ein Lächeln in der Stimme. „Ich kann von hier aus alleine gehen, Diggory", sagte sie zwischen atemlosem nach Luft schnappen, während sie ihr Buch aus Cedrics Hand nahm und ihm ein Kopfschütteln wegen ihrer Lächerlichkeit zuwarf. „Ich bin weg."


Das Mittagessen kam und Hermine setzte sich mit ihrem Rücken zur Wand anstatt zum Hufflepufftisch, zur Vorsorge durch Cedrics versprochener Drohung.

„'Mine, könntest du aufhören, dich alle zwei Minuten umzugucken, als wenn Du-weißt-schon-wer in die Große Halle stürmen würde?", sagte Ron gereizt durch Hermines achten Blick durch die Halle.

„Cedric wird dich nicht erschrecken, richtig? Außerdem würdest du wissen, wann er hereinkommt und ich bin hier gleich neben dir. Ich verspreche, dass ich ein Auge für dich offen halten werde, okay?", fügte Harry amüsiert hinzu. Im Gegensatz zu Ron fand Harry Hermines Schneidigkeit eher komisch, obwohl er es bevorzugte, wenn sie still saß anstatt durchgehend herumzufuchteln.

„Tut mir leid, Harry", antwortete Hermine sanftmütig, bevor sie nach ihrem Kürbissaft griff. Als sie ihren Becher erfasste, kam Cedric mit Haden an seiner einen und Cho an seiner anderen Seite herein – die drei waren zu vertieft in ihre Unterhaltung, als dass Cedric überhaupt aufsehen konnte, um Hermine zu bemerken. Sie ließ dezent ein Auge auf ihnen und beobachte Cedric, wie er mit Cho lachte, bevor er letztere zu ihren Platz beim Ravenclawtisch begleitete und dann zu seinem beim Hufflepufftisch neben Haden weiterging. Sie atmete erleichtert auf, als er Platz nahm, ohne sie zu beachten.

„Siehst du, 'Mine, ich habe dir doch gesagt, dass er nur Spaß macht", sagte Harry, als er in sein Lammkotelett biss.

Hermine nickte und entschied sich, sich auf ihr eigenes Lammkotelett zu konzentrieren, was seit den letzten zwanzig Minuten auf ihrem Teller lag. Sie vergaß schnell alles, was Cedric anging, als Ron und Harry davon sprachen, Schnuffel an ihren nächsten Hogsmeade-Wochenende zu treffen.

„Okay, dann ist es abgemacht. Wir schicken Pig mit den Neuigkeiten zu Schnuffel", sagte Ron mit einem Grinsen. „Wir könnten danach zu den drei Besen gehen."

„Hört sich gut an." Hermine lächelte.

„Sonnenschein." Hermine quietschte unachtsam bei dem plötzlichen Flüstern in ihr linkes Ohr auf. Sie schlug ihren Kopf verärgert herum, mit ihrem Zauberstab in der Hand.

„Woah. Ganz ruhig, Hermine", sagte Fred Weasley, während er seine Hände hochhielt. George Weasley kicherte.

„Ganz ruhig, Hermine. Wut führt zu nichts. Atme tief durch und nimm den Zauberstab langsam runter", sagte George mit einer gespielt strengen Stimme.

„Tut mir leid." Hermine blies eine verirrte Haarsträhne aus ihrem Gesicht, nachdem sie einen tiefen Atemzug geholt hatte.

„Du hättest ins nächste Jahr gehext werden können, was in Merlins Namen hast du dir dabei gedacht, dich so an Hermine heranzuschleichen?" Ron schüttelte vor Missbilligung seinen Kopf. Sogar Harry beäugte die Zwillinge, als wären sie lebensmüde.

„Na ja, entschuldigt uns -", begann Fred, während George weitersprach.

„Nur um freundlich -"

„Zu einem Gryffindor zu sein."

„Sorry, Fred. Sorry, George. Es ist meine Schuld", entschuldigte sich Hermine. „Es war nur das plötzliche Flüstern in mein Ohr mit diesem Wort, das diese automatische Abwehrhaltung von mir ausgelöst hat."

„Nur indem wir Sonnenschein gesagt haben?" Fred tauschte mit George einen Blick aus.

„Diggory meinte es ernst, als er sagte, dass es eine sagenhafte Reaktion bei dir hervorrufen würde", sagte George vergnügt.

„Eine wundervolle Reaktion, in der Tat", stimmte Fred zu.

„Diggory? Cedric Diggory hat euch das beiden in den Kopf gesetzt?", fragte Harry mit einem ungläubigen Blick.

„Oh ja", strahlte George. „Wir haben nicht solch eine Reaktion erwartet, sie hat ja fast einen Herzanfall bekommen, aber es war trotzdem lustig."

George tätschelte verträglich Hermines zischenden Kopf. „Danke für den Spaß, Hermine."

„Ich kann nicht glauben, dass sie den Mut dazu hatten, Hermine zu verärgern, obwohl sie wussten, dass sie im Krankenflügel hätten landen können", sagte Ron, während er seine Brüder bewundernd ansah. Harry auf der anderen Hand war zu beschäftigt, eine eher fuchtige Hermine zu beruhigen, als Ron zuzustimmen. Er riskierte einen Blick zum Hufflepufftisch, nur um einen kichernden Cedric Diggory zu sehen.

„Du verschwindest besser", formte Harry mit seinen Lippen zu dem Hufflepuff. Cedrics Kichern stoppte kurz, als sich Hermines Blick hob, um zu sehen, wen Harry beobachtete. Er lenkte seine Aufmerksamkeit sofort auf ein Mädchen, das neben ihm saß, und verwickelte sie schnell in ein Gespräch. „Beruhige dich, Hermine", sagte Harry schnell, während er Ron gestikulierte, ihm zu helfen.

„Uh, ja, 'Mine. Es war doch nur ein kleiner Scherz. Hier, nimm dir einen Pudding." Ron schob seinen Pudding über den Tisch zu ihr.

„Ich habe eine gute Idee, was ich mit diesem Pudding machen werde."

„Bei näherem Nachdenken ist Pudding vielleicht doch nicht so gut." Er zog den Pudding wieder schnell aus Hermines Reichweite.

„'Mine -"

Hermine nahm ein paar tiefe Atemzüge. „Mir geht es gut, Harry. Ich gehe nur ein bisschen spazieren, um mich zu beruhigen." Harry sah nicht aus, als wollte er sie überzeugen, also schenkte sie ihm ein leichtes Lächeln, als seine Hand sich langsam von ihrem Handgelenk löste. „Ich verspreche, dass ich ihn nicht jagen werde."

Harry schluckte hart und versuchte sich zu merken, Cedric von seinem kommenden Todesurteil zu unterrichten. „Möchtest du, dass ich mit dir komme?"

„Nein, Harry. Mir geht es gut, danke." Hermine stand auf und ging ohne einen Blick zurück rasch aus der Großen Halle. Sie erreichte den See und setzte sich verärgert in der Nähe des Ufers unter einen großen Baum. 'Ich frage mich, ob Professor McGonagall Punkte vom Haus abziehen würde, wenn ich einen Verscheuchezauber an Cedric Diggory ausüben würde. Ich würde mich auch mit einem Flederwichtfluch zufrieden geben.'

„Genießt du den Ausblick, Granger?"

„Er wäre besser, wenn du von dem Riesenkraken herumgeschleudert werden würdest." Cedric zuckte beim Klang ihrer Stimme zusammen, setzte sich aber mutig neben sie. Sie warf ihm einen bösen Blick zu, aber er lächelte zurück. „Bist du immer so ärgerlich?"

„Nein, normalerweise bin ich bestrebt, mein Vertrauensschüler-Image aufrecht zu erhalten."

„Und du befleckst es nun, weil...?"

„Weil du anders als alle anderen bist, die ich kennen gelernt habe. Du bist lustig, Granger, und das meine ich positiv. Ich denke, du kannst sagen, dass ich mir selbst die Herausforderung auferlegt habe, mehr über die vielen Seiten von dir zu lernen." Hermine sah ihn an, als ob er angedeutet hätte, sie wäre in den Großen See gesprungen. „Die Leute um mich herum sagen immer, dass du Harrys beste Freundin bist, andere sagen feste Freundin – nicht, dass du gesagt bekommen müsstest,", fügte er schnell hinzu, als ihr Blick sich verengte, „wie schlau du für eine Hexe deines Alters bist und deine unglaubliche Loyalität gegenüber Harry. Ich bewundere das alles; das tue ich wirklich, besonders wegen dem, was ich letztes Jahr im Turnier gesehen habe. Es machte mich neugierig und ich wollte die Hexe, die nicht nur Harrys beste Freundin ist, kennen lernen, sondern auch das Mädchen, welches es ist."

Cedric kicherte nervös und strich mit einer Hand durch sein Haar. „Es tut mir wirklich leid, Granger, wenn dich Fred zu Tode erschreckt hat."

Hermines Blick wurde weich. „Es ist in Ordnung."

„Obwohl ich zugeben muss, dass es wahnsinnig komisch war, dein Quieken zu hören", fügte er sanft hinzu.

„Diggory!", tadelte Hermine, aber der strenge Unterton in ihrer Stimme verriet einen Teil Belustigung. „Weiß noch irgendjemand sonst von deiner unausstehlichen Natur?"

„Whitlock und ein paar der Jungs."

„Ich bin überrascht, dass sie es noch mit dir aushalten."

„That's what friends are for", sang Cedric aus voller Kehle.

„Oh, psst", lachte Hermine. Cedric lächelte sie an. „Warum kann ich nicht lange böse auf dich sein?"

„Weil ich liebenswert bin."

„Du meinst, weil du ein Trottel bist."

„Na ja, das auch, wenn es mich in ein liebenswürdiges Licht setzt."

Sie saßen beide in den nächsten Minuten schweigend da und sahen zu, wie die Herbstsonne ihren orangefarbenen Schein um sie herum verstrahlte und wie Blätter glücklich auf dem Boden herumwirbelten. Gelegentlich streichelte die Herbstbrise ihre Gesichter, zerrte spielerisch an ihren Haaren und brachte es durcheinander. Hermine lächelte über die Friedlichkeit des Moments, als sie ihr Kinn auf ihren gekreuzten Armen auf ihren Knien ablegte, während Cedric sich zurückfallen ließ und sich auf dem Boden mit geschlossenen Augen legte. Das erste Mal, seitdem sie miteinander gesprochen hatten, genossen sie die ruhige aber angenehme Gesellschaft des anderen. Nur ein Jahr zuvor hatten sie sich kaum gekannt, außer ihrem zufälligen Treffen bei der Quidditch-Weltmeisterschaft. Danach folgte ein kurzes höfliches Lächeln, wenn sie sich in den Korridoren begegneten, aber kein Wort wurde je zwischen ihnen gewechselt, selbst wenn sie im gleichen Raum waren. Hermine fragte sich, warum sie nie miteinander gesprochen hatten, obwohl es schien, als ob sie sich jetzt so einfach über alles unterhalten konnten. Es schien ihr ziemlich dumm, wenn sie darüber nachdachte.

„Bereit für den Nachmittagsunterricht, Granger?"

„Ich schätze, ja."

„Cedric setzte sich auf und klopfte seinen Umhang ab, bevor er aufstand und Hermine eine Hand ausstreckte. Sie nahm sie erreut an und erlaubte ihm, sie hochzuziehen. „Du gehörst etwas zur schweren Sorte, oder?"

„Du hast nicht gesagt, dass ich fett bin."

„Nein, habe ich nicht. Ich zitiere mich – 'du gehörst etwas zur schweren Sorte, oder?'", grinste Cedric.

„Ich schätze, das bedeutet, dass ich nicht untergewichtig bin." Cedric fing an zu lachen. „Was?"

„Das ist das erste Mal, dass ich so etwas gehört habe – einen heiklen Kommentar mit zurückschmetternden Optimismus hinnehmen. Du bist wirklich ein Sonnenschein, Granger."

„Lass dich nicht von mir blenden. Lass uns gehen."

Cedric lachte wieder, als er ihr zur Eingangshalle folgte. Gerade als sie die Eingangshalle betraten, erschienen Ron und Harry vor der Großen Halle. Sie sahen überrascht aus, sie mit Cedric zu sehen, aber am meisten durch die Tatsache, dass Cedric immer noch am Leben war.

„Ich schätze, ich sollte dann verschwinden", sagte Cedric mit einem Nicken zu Ron und Harry, um sie zu grüßen.

„Kein weiteres Erschrecken, Diggory."

„Versprochen."

„Das solltest du besser."

Cedric kicherte und winkte ihr verspielt zu, bevor er in die Große Halle ging, um seine Freunde zu finden.


Während der nächsten Tage sprachen Cedric und Hermine kaum miteinander, da ihre Hausaufgaben sich anhäuften und ihre jeweiligen Vertrauensschüleraufgaben von ihrer Freizeit abgingen. Cedric wurde ständig von seiner Hauslehrerin, Professor Sprout, gebeten, sich für einen Beruf nach Hogwarts zu entscheiden, während er von seinen Quidditchteamkollegen zu mehr Trainings gehetzt wurde. Haden war nicht im Quidditchteam; er spielte es nur als Freizeitbeschäftigung. Aber das hielt ihn nicht davon ab, Cedric neben dem Hufflepuffteam zu triezen, ganz zu Cedrics Verärgerung. Auf der anderen Seite fühlte Hermine, die in ihrem fünften Jahr war, die Anspannung der ZAGs mit der ständigen Betonung ihrer Wichtigkeit durch alle ihre Lehrer, während sie zeitweise mit Harrys plötzlicher seltener Ruhelosigkeit klar kommen musste, als ob er etwas verschweigen würde und Professor Umbridges erniedrigende Behandlung gegenüber ihrer Verteidigung-gegen-die-dunklen-Künste-Schüler. Wenn sich Cedric und Hermine in einem der Korridore begegneten, versuchten sie sich zu grüßen, wurden aber immer durch die Flut von Schülern und durch andere Beeinflussungen aneinander vorbeigeschoben.

Ein Hogsmeade-Wochenende stand endlich an und die Schüler waren mehr als glücklich, eine Ablenkung von ihrem hektischen Lernen zu haben und Änderungen in ihren Schulalltag zu haben. Umbridge fing an, Hogwarts fürchterlich langweilig zu machen, wie es nicht für Schüler sein sollte.

„Es ist eine unglaubliche Erleichterung, endlich von all den Büchern und Hausaufgaben wegzukommen", sagte Ron heiter, als das Trio die belebte Straße von Hogsmeade hinunterging. „Und von der blaffenden Verrückten Umbridge."

„Ich stimme zu", grinste Harry.

„Na ja, die Professoren tun alles, um uns mit den ZAGs zu helfen."

„Hermine, gib zu, dass es für dich genau so eine Erleichterung ist, hier draußen bei diesem schönen Tag und weg von diesen Büchern zu sein." Ron spuckte das Wort aus, als ob es eine faule Süßigkeit wäre.

„Wirklich, Ron, du würdest nicht so viele Schwierigkeiten mit deinen Hausaufgaben haben, wenn du sie gleich machen würdest, anstatt sie wegen deines Quidditchunsinns hinauszuzögern."

„Können wir den Streit für heute beenden?" Harrys Stimme war ein bisschen höher als normalerweise. Er sah zu, als sich seine beiden Freunde böse Blicke zuwarfen, bevor sie wegsahen und sich fast wie Fünfjährige benahmen. Er seufzte und brubbelte etwas in sich hinein.

„Wo sollen wir noch mal Schnuffel treffen, Kumpel?"

„Am Eingang der Höhle, wo er letztes Jahr war."

Das Trio traf Sirius, auch liebevoll als Schnuffel bekannt, am besagten Treffpunkt und verbrachte fast zwei Stunden mit ihm, bevor sie widerstrebend den Rückweg antraten. Harry war natürlich von Hermines Vorschlag, dass sie zurückkehren sollten, bevor jemand ihre Abwesenheit von Hogsmeade bemerkte, am meisten abgeneigt. Es brauchte ein Versprechen von Sirius, sie bald wieder zu treffen, um Harry auf seine Füße zu bekommen. Hermine hatte das Versprechen des älteren Mannes, das ihn der Gefahr aussetzte, entdeckt zu werden, nicht geduldet, aber sie blieb still.

„Geht es dir gut, Harry?", fragte Hermine vorsichtig, als sie den distanzierten Blick in Harrys Augen sah, während sie den Weg, der zurück zur Hauptstraße von Hogsmeade führte, hinuntergingen.

„Ja", antwortete Harry ruhig. Hermine tauschte einen besorgten Blick mit Ron aus, beide sagten aber nichts. Stattdessen lief sie näher neben Harry, nahm seine Hand in ihre und drückte sie kurz. „Danke, Hermine." Harry sah sie mit einem schwachen Lächeln an, der ihre gut gemeinte Absicht verstand.

„Du brauchst Butterbier, Harry. Das sollte dich aufheitern." Ron tätschelte heiter Harrys Rücken und führte Letzteren zu Den Drei Besen.

„Granger?" Hermine sah beim Klang ihres Namens über ihre Schulter. Ein Grinsen trat in ihre Gesichtszüge, als sie sah, wer es war.

„Diggory."

Cedric grinste, während er zu ihr lief. „Ich dachte, ich hätte dich von weitem gesehen." Er hob seinen Blick für einen kurzen Augenblick mit einem warmen Nicken der Bekanntschaft zu Harry und Ron, auf das Harry mit einem winzigen Lächeln und Ron mit einem kurzen Nicken reagierten.

„Okay, wir sehen dich drinnen, 'Mine", bat Harry an, als er einen überraschten Ron mit in Die Drei Besen zog.

„Wir haben uns ja ewig nicht gesprochen, Granger. Was macht der Sonnenschein?"

„Scheint immer noch", antwortete Hermine trocken.

„Immer gut, das zu hören. Ich denke, ich könnte heute ein bisschen Sonnenschein gebrauchen. Hast du was dagegen, ein Stück mit mir zu gehen?" Hermine hob ihren Blick einen kurzen Augenblick zu Den Drei Besen, bevor sie nickte. „Mach dir keine Gedanken, das Goldene Trio wird bald wieder vereint sein. Merlin verbietet es dem Trio, jemals getrennt zu sein", stichelte Cedric spielerisch.

Hermine entschied sich, seinen Kommentar zu ignorieren. „Also, wo möchtest du hingehen?"

„Ich dachte, wir könnten nur ein bisschen durch Hogsmeade laufen." Cedric zuckte mit den Achseln. „Wie geht es überhaupt deiner Wange?" Hermine drehte sich zur Seite, während sie lief, so dass er es sehen konnte. Er nickte zufrieden, als er ihre makellose Wange sah. Neugierige, aber harmlose Blicke und Gemurmel kamen bei Schaulustigen auf, aber Cedric schenkte ihnen keine Aufmerksamkeit. Hermine sah ein Weilchen mit einer leichten Röte auf ihren Wangen bei der plötzlichen Aufmerksamkeit um sich herum.

„Warum können Leute des anderen Geschlechts nicht miteinander reden, ohne dass andere sie anstarren?"

„Da bin ich überfragt. Es ist eine Angewohnheit, denke ich – fasziniert vom Umgang zwischen einem Mann und einer Frau", antwortete Cedric abwesend, während er weiterging.

„Sie könnten es umsonst haben, wenn sie ihre Eltern beobachten", murmelte Hermine irritiert. „Stört dich das überhaupt nicht?"

„Ich habe mich daran gewöhnt. Das Geflüster und Anstarren haben nach dem Turnier zugenommen", murmelte er düster, seinen Kopf schüttelnd, als wollte er die Gedanken abschütteln. „Außerdem", sagte er mit einem neckenden Grinsen, „passiert das häufig, wenn man Hogwarts Mädchenschwarm ist, wusstest du das nicht?" Er verstärkte seine Worte durch einen sanften Zug durch seine Haare, das mehr als oft ein entzücktes Lächeln vom anderen Geschlecht hervorrief.

Hermine verdrehte ihre Augen. „Als ob du es mich jemals vergessen lassen könntest mit deinen häufigen aufgeblasenen Kommentaren. Heb dir dein Durch-Die-Haare-Fahren für jemanden auf, der es zu schätzen weiß, Diggory."

Ich fahre nicht für jedes Mädchen durch mein Haar. Das ist ein Privileg, das verdient werden muss."

„Du meinst, das ist kein Standardverhalten von dir?" Cedric verzog sein Gesicht. „Na gut, dann will ich deinen Stolz nicht länger kränken. Ich stell mir vor, dass er jetzt schon ziemlich zerschmettert ist." Cedric hob eine Augenbraue, als ob er sich fragte, ob sie ihre Worte ernst meinte. „Obwohl ich mir nicht die Schuld gebe, eifrig zu sein, dein Ego zu stopfen – das ist ein natürlicher Reflex." Hermine strahlte. Cedric blickte wieder finster drein.

„Mach weiter so, Granger, und dein Titel als Sonnenschein wird widerrufen."

„Meine Bestürzung bei diesen Worten ist unfassbar", sagte Hermine trocken.

„So siehst du auch aus", antwortete Cedric genauso trocken, während er lässig ihre Schulter mit ein bisschen mehr Kraft als nötig schubste, um es als Versehen aussehen zu lassen. Hermine kam bei dem plötzlichen Aufprall von ihrem Weg ab. Sie drehte sich mit einem Stirnrunzeln zu einem unschuldig aussehenden Cedric um. „Hast du dein Gleichgewicht auf der ebenen Fläche verloren, Granger?"

Hermine biss anstatt einer Antwort auf ihre Unterlippe und sah runter zu den Herbstblättern vor ihren Schuhen. Die Straßen von Hogsmeade waren in den Tönen rot, orange und braun gefärbt, als die Bäume munter ihre Blätter entsprechend der Jahreszeit abwarfen. Sie lächelte, als sie sich bückte, um ein bernsteinfarbenes Blatt aufzuheben und vorsichtig in ihrer Hand zu begutachten. Cedric runzelte bei ihren Taten die Stirn. Sie hörte sorgsam zu, als seine Schritte näher kamen, während ihre andere freie Hand beiläufig einen mehrere Blätter griff. „Granger?" Sie nahm die Blätter in ihre Hände und lächelte sie an. Cedric kam noch einen Schritt näher und war nur noch einen halben Meter entfernt. Mit einem kurzen, leisen Lachen warf Hermine schnell die Blätter hoch – in sein Gesicht.

„Granger!", bellte Cedric inmitten von Lachen. Er griff was auch immer er an Blättern greifen konnte und warf sie zurück auf sie. Hermine kreischte, als sie den brausenden Blättern auswich. Hermine begann von der Straße auf die Wiese zu laufen. Cedric raste sofort in ihre Richtung. In Betracht ziehend, dass er größer als sie war, hatte Cedric natürlich längere Beine als sie, die es ihm erlaubten, sie fast zu leicht einzuholen. Als er nur noch einen halben Meter hinter ihr war, schleuderte er sich auf sie, aber Hermine blickte gerade über ihre Schulter und sah den unvermittelten Angriff. Ihre Augen weiteten sich, während sie ihre Geschwindigkeit erhöhte und nach links drehte. Cedric konnte nicht sofort reagieren und fiel mit einem lauten Schlag mitten in einen Blätterhaufen, der seinen Fall polsterte. Hermine blieb stehen und lachte beim Anblick von Cedric hysterisch.

„Ich wünschte, jeder könnte jetzt Hogwarts Mädchenschwarm sehen", würgte Hermine zwischen ihren Lachanfällen hervor.

Cedric blickte finster. Hermine konnte nichts anderes als immer mehr zu lachen, so dass sich ihre Schultern schüttelten und ihre Augen glasig mit Freudentränen wurden. „Sehr lustig."

„Ich weiß. Ist es das nicht?", stichelte Hermine. Letzten Endes hörte sie auf zu lachen und setzte sich neben einen murrenden Cedric Diggory, der sich selbst nach Verletzungen absuchte. „Geht es dir gut?"

„Dank der Blätter – ich denke nicht, dass Madam Pomfrey jetzt irgendwelche Knochen für mich wachsen lassen muss."

Hermines Blick wurde weicher, als sie ihn vorsichtig selbst untersuchte. „Tut mir leid. Aber wirklich, dich auf eine rennende Person zu werfen ist nicht die intelligenteste Sache, die du tun konntest, Diggory."

„Ich habe nicht erwartet, dass du so schnell die Richtung änderst."

„Darum geht es nicht." Hermine kicherte. „Du hättest gar nicht daran denken sollen, so etwas zu tun. Du bist nicht mit deinem Besen auf dem Quidditchfeld."

„Merlin weiß, wie viele Knochen ich mir brechen würde, wärest du der Schnatz."

Hermine lachte wieder. „ Na gut, komm schon. Ich schätze, es ist Zeit, dass wir zurückgehen." Sie kam auf ihre Füße, aber mit einem plötzlichen Ruck von Cedric und ein bisschen Hilfe der Gravitation stolperte sie noch einmal zurück. Sie warf einen kichernden Cedric Diggory böse Blicke zu.

„Das war keine Rache, falls du das dachtest. Ich dachte nur, dass wir zusammen ein bisschen Zeit weg von den neugierigen Augen der Öffentlichkeit genießen könnten."

„Oh." Hermines Blick verging und sie setzte sich gemütlich in einen Schneidersitz.

„Glänzender Tag, oder?"

„Ich kann mir nicht helfen, als mich zu fühlen, als wäre es die Ruhe vor dem Sturm." Cedric nahm seinen Blick mit einem verwirrten Ausdruck vom Himmel in Hermines braune Augen. „Das ist so eine verrückte Vorahnung, die ich habe", erklärte Hermine.

„Was auch immer es ist, ich bin mir ziemlich sicher, dass du zurechtkommst, Granger", antwortete Cedric beruhigend. „Außerdem sind wir gerade mal in unserem neuen Schuljahr, die Dinge stehen jetzt bestimmt noch nicht so schlecht für dich – mit Ausnahme von Umbridge natürlich." Cedric streckte sich zu ihr und drückte ihre Schulter.

„Danke."

„Jederzeit, Granger." Er warf ihr ein breites Lächeln zu.

„Bist du jetzt nicht der Sonnenschein?"

„Das tust alles du. Wie das Sprichwort – das Wetter ist völlig egal, bring deinen eigenen Sonnenschein mit, wo auch immer du hingehst."

„Deutest du damit an, dass ich dein Sonnenschein bin?"

„Möglich."

„Sollte ich jetzt vorbereitet sein, zu rennen?"

„Nein, ich schätze nicht. Es würde anfangen zu regnen, wenn du das tun würdest."

Hermine schüttelte vor Verblüffung ihren Kopf. „Diese Wetterfixierung von dir muss aufhören, Diggory. Das ist wirklich unheimlich." Cedric lachte. Hermine sah seine scheinbare Freude in diesen stahlgrauen Augen flackern und war plötzlich für sein knappes Entkommen vom Tod dankbar. Sie hätte ein wundervolles, warmes Wesen vermisst, das die Welt in seinem leuchtenden Optimismus mit ein bisschen gutem Witz sieht, ohne dass sie es gewusst hätte.