Broken Mirror

A/N: Hier kommt das zweite Kapitel von Broken Mirror. Während das Vorherige eher dazu da war, die momentane Situation darzustellen, hoffe ich jetzt die Handlung ein wenig voranzubringen. Vielleicht wird sogar das Geheimnis gelüftet, auf das schon einige Male hingewiesen wurde. Wir werden sehen.

Danke Thalia für das erste Review, es war sehr motivierend. Und danke auch DavidStarr, meinen ersten Follower, 5h nach der Veröffentlichung, ich bin begeistert. Von so etwas lebt ein Autor, wenn er nicht zufällig Milliardär ist.

Ich habe die Geschichte mit der Absicht begonnen, eine Zeitreise in die Zeit von Harrys Eltern und insbesondere Bellatrix in Hogwarts zu implementieren, da eine Beziehung zwischen einem 18-19 jährigen und einer 30 Jahre älteren Hexe mir ehrlich gesagt ein bisschen merkwürdig vorkommt, was wahrscheinlich mit meinem eigenen Alter und dem meiner Mutter zu tun hat. Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher in Hinblick auf das wann und wie.

Und jetzt bevor ich's vergesse: Wie oben gesagt ich bin kein Milliardär und auch nicht weiblich, d.h. ich kann nicht J. sein, der die Charaktere, insgesamt die Welt von Harry Potter natürlich gehört. Außerdem verdiene ich kein Geld hiermit, weswegen ich von Reviews leben muss.

Jetzt sollte es aber wirklich langsam mal weiter gehen, deshalb präsentiere ich hiermit das zweite Kapitel von Broken Mirrors. Möge die metaphorische Tinte fließen.


Jeder bezahlt im Krieg: Viele mit Gold, manche mit Blut, einige mit ihrem Leben und ganz selten bezahlt jemand mit seiner Seele.


Mr. Weasley stapfte alleine auf sein Haus zu. Ein Beobachter hätte keine Schwierigkeiten anhand des gebeugten Rückens und dem ernsten Gesichtsausdruckdarauf zu schließen, dass dieser Mann besorgt und in Trauer war. Sie hatten ihren… Körper gefunden, er war geschockt gewesen. Er hatte bei ihrem Anblick würgen müssen, oh wie sehr hasste er sich dafür. Nachdem er seinen eigenen Schock überwunden hatte, und wieder imstande war zu sprechen ohne an dem Kloß in seinem Hals zu ersticken, machte er sich taumelnd auf den Weg , um dem einzigen Menschen die traurige Nachricht zu überbringen, den diese vielleicht noch schlimmer treffen könnte. Er wusste, sie waren jung gewesen, an Jahren jedenfalls, und er war ihr Vater, aber trotzdem wagte er es nicht sich die Reaktion Harrys vorzustellen.

Er hatte gesehen, wie er sie angeschaut hatte, nach Jahren der Freundschaft immer noch erstaunt, wenn jemand ihn akzeptieren und lieben konnte. Er hatte sie wirklich vergöttert, als eine der wenigen Personen, die Voldemort, bzw. Tom Riddle selbst erlebt hatte und die wussten, wie es war von ihm besessen zu sein. Was früher Hermine und Ron getan hatten, ihn beschützt, aufgebaut und allgemein geholfen, war schnell zu Ginnys Aufgabe geworden, als nicht nur die Beziehung zwischen ihr und Harry wuchs und gedieh, sondern auch Harrys ehemaligen besten Freunde endlich zueinanderfanden.

Arthur Weasley wusste, er hatte gerade seine Tochter verloren, doch er konnte sich nicht vorstellen, wie Harry, der als Auserwählter in so einer schlimmen Situation war und unter solchem Druck stand, reagieren würde und wie er… weitermachen würde, ohne die unersetzliche Stütze, die Ginny geworden war und auf die er sich vollkommen verlassen hatte.

Auf Dumbledores Befehl hin war er mit der Nachricht zuerst zu ihm gekommen und der alte Mann hatte ihm erzählt, wie Harry auf Sirius' Tod reagiert hatte, wie er das Büro verwüstet hatte. Er warnte Arthur, dass eine ähnliche oder sogar schlimmere Reaktion zu befürchten wäre, aber dass er für alle Schäden aufkommen würde. Er hatte Dumbledore nur angestarrt, fassungslos, wie taktlos der alte Mann war. Wie konnte das Augenmerk jetzt darauf liegen, wie viel Schaden der Freund, des Mädchens, das gerade umgebracht worden war, anrichten konnte und wer dafür bezahlen würde?

Aber er hatte nur genickt und war so schnell wie möglich aus dem Büro, aus Hogwarts und aus der Reichweite der Banne geeilt, die das Apparieren verhindern sollten. Jetzt eilte er auf sein Haus zu und überlegte fieberhaft, wie er es dem jungen Mann beibringen könnte. Als er die Tür öffnete, sah er einen Zauberstab aus dem Schatten am anderen Ende des Raumes ragen und eine kalte Stimme fragte:"Wer bist du?" Er erkannte sofort Harrys Stimme und hob die Hände über den Kopf, bevor er „Arthur Weasley" antwortete.

Sie beide traten aus dem Schatten heraus, der ihre Gesichter verbarg, und auf der Stelle wurde klar, dass er die Nachricht niemandem mehr behutsam beibringen musste. Bei dem Anblick seines Gesichtes und wahrscheinlich seines Ausdrucks hatte der Junge seinen ganzen Körper versteift und würgte mit krächzender Stimme nur noch eine Frage heraus: „Ginny, sie ist …?" Arthur konnte nur nicken, er traute seiner eigenen Stimme nicht.

Er rechnete mit einem Wutausbruch, mit Tränen und alles verwüstender und zerstörender Magie, deshalb war völlig unvorbereitet, als das exakte Gegenteil geschah: Er reagierte kaum, alle Muskel seines Körpers waren immer noch gespannt, die einzige Veränderung war der Fokus seiner Augen. Bisher waren diese leuchtend grünen Augen, wenn auch unstet, auf sein Gesicht gerichtet gewesen, jetzt aber hatte sich die Linse entspannt. Harry Potter stand da und starrte ins Leere, ein Reaktion, die, wenn Arthur ehrlich war, sehr viel furchteinflößender war, als jede andere. Er sah, wie sich ein Feuer, ein kaltes, erbarmungsloses Feuer, hinter den Augen des Jungen-der-überlebte entzündete und spürte, wie die Temperatur im Raum sank. Er wusste nicht, ob das von Magie verursacht war, oder nur eine Einbildung von ihm selbst.

Er konnte sich nicht helfen, aber in diesem Moment hatte er das erste Mal Angst vor Harry. Er stand immer noch an einem Fleck, immer noch verkrampft, immer noch ohne sichtbare Regung im Gesicht, nur ein abwesender Blick, aber er strahlte Magie und Macht aus, wie sonst nur Dumbledore, wenn er zornig war. Nur, was bei Dumbledore wie das heiße Feuer gerechtfertigten Zorns war, war bei Harry kaltes, erbarmungsloses Eis.


Bellatrix Black war gerade am Ende ihres 5. Jahrs in Hogwarts angelangt. Es war der vorletzte Tag vor den Sommerferien und sie saß in der Mitte ihrer zwei Schwestern, Narcissa und Andromeda, am Haustisch der Slytherins. Ihre violett leuchtenden Augen blitzten über ihren hohen Wangenknochen, die ihr zusammen mit ihrer hellen Haut, ihrer Haltung und ihrer Arroganz, die edle Erscheinung einer Königin oder eines gefallenen Engels gaben. Sie war die heimliche Königin ihres Hauses, niemand wagte es, das Ziel ihrer kalten Augen zu werden, die jedem langsamen Tod und entsetzliche Qualen versprachen, der sich ihrem Willen widersetzte. Sie war überwältigend intelligent, furchteinflößend fähig im Duell und vor allem war sie eine wahre Slytherin: Sie war die Macht hinter dem Thron, die Vorteile ihrer inoffiziellen Position genießend, ohne ihre Nachteile hinnehmen zu müssen. Sie war eine Black, eine der ältesten, mächtigsten und reichsten Familien.

Sie saßen immer zu dritt, um ihre Einigkeit zu betonen. Wenige waren dumm genug sich mit einer Black-Schwester anzulegen, noch weniger mit allen drei. Aber heute lag eine Spannung in der Luft, die auch nicht durch den blauen Sommerhimmel an der Hallendecke und draußen am Himmel, überdeckt werden konnte. Narcissa und Andromeda sprachen nicht miteinander und beide antworteten auch gegenüber Bellatrix nur einsilbig.

„Über was habt ihr euch gestritten? Habt ihr vergessen, dass wir Schwestern sind? Wir wollten nie Geheimnisse voreinander haben, nie auseinandergehen!"

Als die anderen beiden Geschwister immer noch nicht miteinander sprachen, blickten die ersten Schüler in der Umgebung interessiert auf. Das brachte schließlich Narcissa dazu, laut auszuatmen, und sich langsam zu Bellatrix zu drehen. Sie flüsterte: „Andromeda war mit diesem Ted letztes Wochenende in Hogsmead.""Das warst du nicht!", rief Bellatrix geschockt aus. „Du weißt, dass er ein Schlammblüter ist und dass Mutt…" „Es interessiert mich nicht, was unsere Eltern denken!" wurde sie plötzlich von einer zornentbrannten Andromeda unterbrochen. „Wir sind für sie kaum mehr, als Trophäen mit denen sie ihre politischen Allianzen festigen können oder die sie gewinnbringend verkaufen können! Und Trophäen werden wir bleiben, wenn wir heiraten, wen unsere Eltern für uns aussuchen."

Sie schaute bittend zu Narcissa hinüber: „Du bist so interessiert in Heilpflanzen, und Zaubertränke, du würdest eine großartige Heilerin sein. Ich weiß, dass du dich um andere Menschen sorgst, auch wenn dieses ganze verdammte Slytherinhaus dich dazu bringt, kühl und unberührt zu tun. Aber wenn du Lucius einmal geheiratet hast, gibt es keinen Weg mehr raus! Du wirst nur noch eine hübsche Hausfrau sein, die seine Kinder zu gebären hat, und auf Bällen eine gute Figur machen soll. Dann wirst du aus Langeweile und um dich wichtig zu fühlen in die Politik gehen, wie unsere Mutter, und schließlich deine eigenen Kinder für das Wohl des Hauses verkaufen. Ich will nicht so werden, ich will meine Kinder lieben dürfen und ich will meinen Mann lieben dürfen."

Sie schrie die letzten Worte fast heraus und stand danach auf und eilte aus der Halle. Ein leises Getuschel setzte um sie herum ein, darauf hinweisend, dass die ganzen restlichen Schüler auch mitgehört hatten. Die beiden übrigen Schwestern sandten kalte Blicke in alle Richtungen, bis schließlich alle wieder normal miteinander plauderten, so tuend als sein nichts Ungewöhnliches geschehen. Als nur noch die Lehrer besorgte Blicke in ihre Richtung warfen, standen sie beide auf und verließen gemeinsam die Große Halle, um ihre große Schwester zu suchen.

Sie fanden sie schließlich in einem leeren Klassenzimmer im dritten Stock, wo sie sich immer trafen, wenn sie etwas zu besprechen hatten, dass nicht für fremde Ohren bestimmt war. Normalerweise betrafen diese Gespräche Familienpolitik oder Anweisungen ihrer Eltern, noch nie hatten sie sich so heftig gestritten, dass Schüler außerhalb der Familie davon Wind bekamen. Nun aber standen sich Andromeda und Narcissa unversöhnlich gegenüber, denn beide hatten Angst vor den Konsequenzen ihrer Entscheidungen.

„Wie kannst du einen Mugglestämmigen zu Freund haben? Du weißt, dass unsere Eltern ncihts davon halten werden und somit nie einer Hochzeit oder so zustimmen werden. Ganz im Gegenteil, du wirst enterbt werden oder sogar aus der Black-Familie entfernt!" Andromeda sprach beschwörend auf sie ein:" Denkst ich wüsste das nicht? Deshalb habe ich es ja geheim gehalten, selbst vor dir! Ich wusste, dass du nicht verstehen würdest, wie jemand etwas gegen den Willen der eigenen Mutter tun könnte. Aber ich liebe ihn und nichts und niemand, schon gar nicht eine 15-jährige Hexe."

Als sie beide Anstalten machten ihre Zauberstäbe aus ihren Taschen zu holen, entfaltete sich plötzlich ein Protego zwischen ihnen und schob beide ein wenig auseinander. Beide blickten sofort zu Bellatrix, die den Schildzauber ausgeführt hatte: „Ihr wisst beide, dass ich euch zusammen besiegen könnte, also denkt nicht einmal daran mich anzugreifen!"

Als sich die beiden Schwestern beruhigt hatten, begann sie zögerlich: „Cissy, wenn sie ihn wirklich liebt, dann sollte sie die Chance haben mit ihm zusammen zu sein, oder nicht? Du weißt, dass unsere Eltern nicht auf uns hören werden, wenn wir beide heiraten müssen. Vielleicht werden wir uns auch gegen den Willen unserer Eltern durchsetzen. Ich habe sie letzte Weihnachtsferien belauscht, sie planen Andi mit Rodolphus Lestrange zu verheiraten, kannst du dir das vorstellen? Er ist fast ein Squib und zusätzlich so strohdumm, dass Filch wahrscheinlich fähiger wäre! Stell dir mal vor du müsstest ihn heiraten, nur weil Mutter eine politische Allianz mit einem Haus festigen will, das weit weniger mächtig und reich ist? Oder noch schlimmer stell dir vor du würdest mit Potter verheiratet werden!"

Sie schüttelte sich vor Abscheu ob dieses Gedankens und ließ daher ein eher undamenhaften Quicken erklingen, als plötzlich eben jener Teufel die Tür des Klassenzimmers aufstieß. Hinein stolzierten mit gezückten Zauberstäben James Potter, groß, schwarze, unordentliche Haare und mit einer Aura des Selbstbewusstseins, Sirius Black, der verhasste Cousin der Schwestern, ebenfalls mit schwarzen Haaren und mit einem gehässigen Grinsen im Gesicht, und zu guter Letzt Remus Lupin, ein merkwürdig schüchterner, unsicherer Kerl, mit bleicher Haut und kränklich aussehend.

Letzterer wirkte als einziger nicht davon überzeugt, dass es eine gute Idee sei, drei jähzornige, sehr fähige Hexen bei einem privaten Gepräch zu stören; insbesondere wenn diese drei Hexen guten Grund haben einen zu verabscheuen, denn alle drei waren beliebte Ziele der Pranks der Marauder. Getreu ihrem Ruf hatte Bellatrix als erste ihren Zauberstab gezogen und konnte so ihre Schwestern größtenteils vor der ersten Welle von Sprüchen beschützen. Sie schüttelte den Kopf voll Unverständnis darüber, wie man das Überraschungsmoment so leicht aufgeben konnte, und ging nun selbst mit einer Kombination aus „Expelliarmus" und „Stupor" in die Offensive, während sie sich gleichzeitig auf die Deckung bietenden Tische zubewegte.

James aber bemerkte ihre vorsichtige Bewegung und ließ den Tisch mit einem erstaunlich mächtigen „Redukto" in die Luft fliegen. Ihrer Deckung beraubt, bedeutete Bellatrix ihren Schwestern die Augen zu schließen, bevor sie „Lux Brevis" rief und ihre Gegner minus Lupin mit einem hellen Lichtblitz blendete. Das bedeutete einen Vorteil von einigen Sekunden, in denen alle drei Schwestern, so schnell wie möglich offensive Sprüche und Hexereien in die Richtung der Jungen warfen, die aber wiederum nun von Remus gedeckt wurden, der ein hastigen „Protego" vor sie alle drei warf.

Da er nun aber ein weit größeres Gebiet abdecken musste, da die drei Jungen weiter auseinanderstanden, als die Schwestern vorhin, war dieser Schildzauber relativ schwach und begann daher unter der Gewalt von mehreren Schockzaubern, Impedimentae und „Reductos" zu brechen. Kurz bevor das allerdings geschehen konnte, waren die anderen beiden auch wieder in der Verfassung sich zu beteiligen und unterstützen ihren Freund schnell mit eigenen Schildzaubern. Als Bellatrix sah, dass ihre erfolgreiche List ihnen keinen schnellen Sieg einbringen würde, knurrte sie wütend und schickte einen sehr viel Kraft kostenden „Frange", einen Zauber, dazu da Schildzauber zu brechen, indem einfach auf eine kleine Fläche viel magische Energie konzentriert wird, um ein kleines Loch zu brechen, das zum Kollaps des gesamten Schildes führt. Da Narcissa und Andromeda ihre Schwester und ihre Fähigkeiten kannten, konnten sie direkt hinterher zwei Schickzauber schicken, die dieses Mal ihr Ziel erreichten und Lupin mit gewaltiger Kraft gegen die Wand, vor der er stand schleuderten, und natürlich schockten.

Sirius hingegen hatte in der Zwischenzeit ein „Aguamenti", also ein Wasserzauber, benutzt, um die Kleidung der abgelenkten Andromeda zu durchnässen. Die drei Schwestern waren von so einer grausamen Tat kurzzeitig geschockt und Potter schaffte es das Wasser gefrieren zu lassen, sodass einerseits Andromeda nun teilweise gefrorene Kleidung anhatte, die plattenähnlich an ihr klebte, sondern auch der Boden glatt wurde. Dadurch stürzte fast sofort die ohnehin in ihrer Bewegungsfreiheit stark eingeschränkte älteste Schwester und wurde ebenfalls durch einen Ganzkörperklammer-Fluch von Sirius außer Gefecht gesetzt.

Damit waren die Zahlen wieder ausgeglichen, denn beide Seiten kümmerten sich nicht um die Gefallenen. Dafür zeigte sich jetzt aber die überlegene Stärke von Bellatrix, denn die ging jetzt trotz ihres erschöpfenden Schildbrechers nach der kurzen verlustreichen Pause wieder wütend in die Offensive und schleuderte mit mächtigen Flüchen nur so um sich. Sie alleine konnte ihre beiden Gegner in der Defensive halten, einfach da so viele Zaubersprüche auf Sirius und James zu flogen, dass sie sich ganz auf die Aufrechterhaltung ihrer Schildzauber konzentrieren mussten.

Wäre Narcissa nicht die jüngste und im Duellieren untalentierteste Schwester gewesen - sie war nie allein in Hogwarts gewesen, sondern war seit ihrem ersten Jahr von zwei furchteinflößenden Schwestern beschützt und interessierte sich ohnehin eher fürs Heilen – wäre der Kampf innerhalb von Sekunden entschieden gewesen. So aber sah es eher nach einer Pattsituation aus, bis Bellatrix infolge eines Geistesblitzes ihre Gegner überraschte, indem sie eine kurz innehielt und angsterfüllt zur Tür blickte, als seien sie von Dumbledore persönlich erwischt worden. Als die beiden ans Erwischtwerden gewöhnten Marauder, die deshalb ihre Verhaltensweisen perfektioniert hatten, sich zurückfallen ließen und so taten, als seien sie hilflose Opfer, griff Bellatrix mit erneuerter Wucht an und stieß beide mit einem ungebändigten Kraftstoß, von einem wilden Schrei begleitet, gegen die Wand, bevor sie sie mit einem beeindruckenden Flächenstunner schockte.

„Wow", war alles, was Narcissa über die Lippen brachte, als sie ihre schwer atmende ältere Schwester anblickte. Diese versuchte ihre in Unordnung gebrachte Frisur in Ordnung zu bringen, jedoch mit wenig Erfolg. Nachdem sie wenigstens ihre Roben glatt gestrichen hatte und sich so ein präsentables Äußeres gegeben hatte, weckten sie Andromeda auf, um zu beraten, was sie mit ihren Gefangenen anfangen sollten. „Bella, du strahlst immer noch Magie aus! Ich kann sie fühlen, wie eine Aura um dich herum. Spürst du das auch, Andi?" „Ja stimmt, als ob sie irgendwas ausstrahlen würde." „Haben wir nicht wichtigere Fragen zu klären? Zum Beispiel, was wir mit diesen Idioten hier machen?"

Harry Potter saß zusammen mit Bellatrix Lestrange in einem Raum, an der Spitze eines Turmes in Azkaban. Der Raum war rund, dadurch waren auch Schränke und andere Möbel gerundet, um an die Wand zu passen. Es gab allerdings auch nur ein großes Bett, ein Schreibtisch und einige Schränke und Stühle. Der ganze Turm war eine Art Apartement mit Bad, Arbeitsräumen und Vorratskammern, offensichtlich gebaut nach dem Vorbild einer mittelalterlichen Burg.

Sie saßen an einem großen Eichentisch, der früher der gesamten Wärtermannschaft Platz bot, und aßen und tranken Rotwein. Harry, der in seiner frühen Jugend oft für die Dursleys kochen musste, hatte diese Fähigkeit nicht nur erhalten, sondern auch in seiner Zeit in Azkaban wegen dem Mangel an Beschäftigung perfektioniert. Was sie aßen, war mit Sicherheit das luxuriöseste Mal, das je in Azkaban serviert worden war und insbesondere Bellatrix, die immerhin seit dem Beginn des ersten Krieges gegen Voldemort nicht mehr in einen solchen Genuss gekommen war, genoss es.

Sie aßen schweigend, da Bellatrix sich auf das Essen konzentrierte und Harry versuchte zu entscheiden, wie viel er ihr verraten sollte. Immerhin war dies sein am besten verstecktes Geheimnis, sowohl physikalisch, als auch psychisch, da man, um etwas vor einem fähigen Legilimentiker zu verbergen, diese Information auch vor sich selbst in den tiefsten Tiefen des Geistes verstecken muss. Und wenn jemand ein fähiger Legilimentiker war, dann Dumbledore, der zufällig auch diejenige Person war, die mit der Information am meisten Schaden anrichten könnte.

Nach dem Essen begaben saß Bellatrix da und fragte sich, was sie gleich hören würde, während Harry eigenhändig abräumte und sauber machte. Dann traf er eine Entscheidung und sagte: „Da ich ja das Haupt der Familie Black bin, werde ich dich und Narcissa wieder in die Familie aufnehmen. Sirius hat euch enterbt und dafür Andromeda und Tonks wieder aufgenommen, jetzt werde ich das wieder umkehren. Abgesehen von Andromeda natürlich." „Das heißt aber dich, dass ich nach…" „Ja, wir müssen nach Gringotts gehen", grinste er. „Und Narcissa muss auch mit. Das wird ein interessantes Treffen, denke ich. Wir müssen natürlich unser Aussehen verändern, wir wollen ja nicht, dass jemand die gefürchtetste Hexe in Großbritannien am Bankschalter anstehen sieht." Diesmal kicherte er sogar. „Nein, das wäre meinem Ruf ziemlich abkömmlich", erwiderte Bellatrix trocken.

„Meinst du Narcissa wird kommen? Immerhin kommt sie kaum noch in die Öffentlichkeit. Es wurden zwar alle Anklagen abgewiesen, da sie nie an irgendwelchen Treffen oder Überfällen teilgenommen hat, und so musste sie nur eine Menge Gold an das Ministerium zahlen, aber trotzdem ist ihr Ruf völlig zerstört. Sie müsste sich von Leibwächtern begleiten lassen, um sich in Diagon Alley blicken zu lassen, aber das würde nicht sehr gut aufgenommen werden."

„Sie war immer die sanfteste von uns drei Schwestern. Sie war eben auch die jüngste und hatte während ihrer Hogwartszeit zwei ältere Geschwister, die sie beschützen konnten." Auf Harrys verständnislosen Blick hin, erklärte sie die damalige Situation in Slytherin: „In dem Haus der Schlangen findet hinter der Kulisse der Eintracht, die immer gegenüber den anderen Häusern aufrecht erhalten wird, ein heimlicher Machtkampf statt. Natürlich ist es teilweise eine Erweiterung der Politik im Wizengamot und die mächtigen in Slytherin haben meistens auch mächtige oder reiche Familie. Aber auch diese müssen immer auf der Hut sein, denn immer steht jemand mit dem metaphorischen Dolch hinter ihnen, bereit ihnen den in den Rücken zu rammen und ihre Position zu übernehmen.

Und da die jüngeren Schüler sich zum einen nicht sehr gut mit Magie verteidigen können und zum anderen meistens noch keine Bündnisse mit anderen geschlossen haben, sind die die einfachsten Ziele für jeden der sich gewaltsam Anhänger verschaffen will. Raffiniertere Anführer versprechen ihnen natürlich stattdessen Schutz vor den anderen , aber letztendlich kommt es aufs gleiche heraus." Harry warf ein: „Ich kann mir nicht vorstellen, wie du von ein paar älteren Schülern zu irgendwas gezwungen wirst." „Nein", antwortete sie, „ich habe sie, als sie das versucht haben so stark verhext, dass sie eine Woche lang im Krankenflügel bleiben mussten. Ich war dieser raffinierter Anführer von dem ich gesprochen habe." Harry grinste nur und gab „Natürlich" zur Antwort.

„Aber wir sprachen von Cissy: Ihre zwei älteren Schwestern hatten Kontrolle über einen der Teile des damaligen Slytherinhauses. Insofern war sie seit dem Moment, in dem sie ihre ersten Schritte in die große Halle setzte, unter unserem Schutz und wenige waren dumm genug, uns direkt anzugreifen. Später wurde das Haus dann geeint." „Als Rekruten für Voldemort", stellte Harry fest. „Ja, er ließ wenig Platz für politische Spielchen." „Cissy musste selten ernsthaft kämpfen, nur einige Male gegen die Marauder"- hierbei grinste sie ein wenig in Harrys Richtung- „und dabei hatte sie immer unsere Unterstützung. Wir haben mit ihnen den Boden gewischt." Diesmal lachte sie ganz offen voller Schadenfreude. Als sie seinen zweifelnden Blick bemerkte, fügte sie hinzu: „Na gut, sie haben immer einen ganz guten Kampf hingelegt, aber sie waren auch in der Mehrzahl und waren fast immer die Angreifer. Deine Mutter war noch nicht dabei, sie wäre wahrscheinlich ein beeindruckender Gegner gewesen."

„Bellatrix Lestrange gibt zu, dass ein Schlammblut besser gewesen sein könnte? Dass ich das noch erleben darf…" „Hatten wir dieses Thema nicht schon mal? Ich hatte einen vollkommenen Sinneswandel, damit ich endlich wieder vernünftiges Essen bekommen!" Bei seiner Miene lachte sie auf. „Ach komm, das Essen ist wirklich großartig! Aber sie hält wie alle Blacks die Familie über alles und ich weiß, dass sie ihren Sohn wirklich liebt. Ich denke, wenn du ihr deine Gründe darlegst wird sie dir vertrauen und kommen. Aber sag ihr nicht, dass ich komme! Wir werden es zwar nicht vor ihr verstecken können, aber meine Anwesenheit könnte sie daran hindern, überhaupt zu kommen. Wie wirst du eigentlich die Kobolde von Gringotts daran hindern, die Angelegenheit zu veröffentlichen? Sie könnten sich auf die Sicherheit des Staates berufen, um ihr Schweigegelübde zu umgehen."

„Hier zahlt es sich aus nicht, wie die anderen Reichen, die ja meistens Vollblüter sind, arrogant zu den Kobolden hinunterzublicken, weil sie niedere Kreaturen sind. Die Potters sind sehr alte Kunden von Gringotts, waren sehr großzügig ihren Accountmanagern gegenüber und ich habe die Beziehungen nochmal verbessert. Ich glaube, so einen kleinen Gefallen werden sie mir schon tun, sie interessieren sich ohnehin nicht sonderlich für die Gesetzgebung der Zauberer."

Nachdem sie noch einige Minuten einträchtig schweigend dagesessen hatten, und beide ihren Gedanken nachgehangen hatten, brach Bellatrix das Schweigen: „Ich schätze, nachdem wir die Geschäfte abgewickelt haben, sollte ich mal zurück in mein Zimmer. Du lässt dich wahrscheinlich nicht in deinem Bett schlafen oder?", fragte sie leicht lächelnd. „Es gibt Gästezimmer in den unteren Etagen dieses Turms. Du kannst eine davon belegen, es ist ja ohnehin nicht so, dass ich viele Besucher erwarte, was wirklich merkwürdig ist, wenn man an das gute Wetter und die gute Stimmung hier denkt." „So zynisch sollte man eigentlich erst im Alter werden, aber" – fügte sie nach kurzem zögern hinzu – „ich schätze mal, dein Geist ist älter, als der der meisten Leute. Du hast in deinem kurzen Leben viele großartige Dinge erreicht und getan. Deine Eltern wären stolz auf dich, da bin ich mir sicher. Wir sehen uns morgen, Harry", sagte sie schließlich und trat vor die Tür.

Am nächsten traten zwei Personen mit ineinander verschränkten Armen durch die Eingangstür von Gringotts. Einer sah aus wie ein Mann in mittleren Jahren, mit schwarzen, ungeordneten Haaren, aber tiefen Falten im Gesicht und auf der Stirn. Er trug die Kleidung eines Haupts eines Alten und Edlen Hauses und trat mit stolz erhobenem Kopf und mit selbstbewusst durchgedrückten Rücken durch den riesigen Eingang. Die andere Person war eine Frau mittleren Alters, der man ansah, dass sie früher eine große Schönheit gewesen sein musste. Sie hatte lange, gelockte braune Haare und gebräunte Haut im Gesicht, als ob sie sich längere Zeit in südlicheren Gefilden aufgehalten hätte.

„Warum konntest du nicht deine Haare verändern? Das ist eine der vererbten Merkmale der Potter-Familie! Daran wird dich noch jemand erkennen!" zischte die Frau ihrem Begleiter zu. Der zischte ungehalten zurück: „Das ist nicht möglich! Man kann sie mit magischen Mitteln nicht verändern und mit natürlichen Mitteln natürlich auch kaum. Aber du konntest einfach nicht darauf verzichten, die Aufmerksamkeit auf dein Aussehen zu richten, oder? Deine Eitelkeit wird noch unser Untergang sein!"

Sie standen neben dem Eingang und machten keine Anstalten sich in eine der Schlangen einzureihen, als ob sie auf etwas oder jemanden warten würden. Und tatsächlich kam nach kurzer Zeit eine hochgewachsene und hochgeboren aussehende Frau auf sie zu, mit weißblonden Haaren und langen, glatten schwarzen Haaren. Sie wurde begleitet von einem andauernden Zischen und Getuschel und viele Anwesende warfen ihr finstere und misstrauische Blicke zu. Trotzdem schritt sie mit einem beeindruckenden Stolz daher und hielt zielstrebig auf das Paar neben dem Eingang zu.

„Seid Ihr es?" Harry antwortete mit einem leisen „Ja", während, Bellatrix triumphierend bemerkte: „Siehst du? Die Haare verraten dich!" Er antwortete darauf genervt: „Nein, ich habe diesen Ort als Treffpunkt vorgeschlagen." „Oh", antwortete sie enttäuscht. Narcissa Malfoy schaute irritiert zwischen den beiden hin und her und fragte schließlich: „Wollen wir in einen privaten Beratungsraum gehen, Lord Potter und Black?" „Natürlich. Folgt mir, die Potters haben einen privaten Raum, der nur von Familienmitgliedern genutzt werden kann."

Als sie in dem Raum angekommen waren, sagte er bedeutungsvoll zu der Frau an seiner Seite: „Niemand kommt hier herein, wenn jemand im Inneren ist und es ist nicht möglich uns hier abzuhören oder zu beobachten." Er selbst legte mit einer leichten Bewegung seiner Hand alle Veränderung seines Aussehens ab, während Bellatrix ein wenig länger dafür brauchte. Als sie fertig war, wandte er sich zu der geschockten anderen Frau im Raum hin und sprach: „Darf ich vorstellen, Ms. Bellatrix. Allerdings sind wir hier, um das zu ändern und sie wieder in den Schoß der Familie heim zu bringen."

Als Narcissa ihre Stimme immer noch nicht wieder unter Kontrolle gebracht haben schien, sagte Bellatrix in einem beleidigten Ton: „Freust du dich überhaupt nicht deine Schwester zu sehen?" Narcissa schaute voller Wunder auf die Frau, die schon ein wenig der Farbe wieder gewonnen hatte, die ihr die Jahre unter dem Einfluss der Dementoren genommen hatten. Auch wirkte ihr Gesicht nicht mehr so ausgemergelt und hager, ein Kompliment zu Harrys Kochkünsten. „Bella?", fragte sie mit schwacher Stimme. „Was machst du hier?" „Ich bin aus dem gleichen Grund hier, wie du. Nur bin ich heimlich hier, da es sonst nur unnötige Probleme verursachen könnte." „Du hattest immer ein kleines Problem, wenn es um die Bewertung von Situationen ging. Das scheint sich nicht geändert zu haben. Aber warum, lässt dich Lord Potter und Black hierher und warum siehst du so… gesund aus, obwohl du doch ein Häftling in Azkaban sein solltest?"

Während Bellatrix Narcissa über die neuesten Entwicklungen aufklärte, bereitete Harry das Ritual für die Wiederaufnahme von verstoßenen Familienmitgliedern vor: Die Kobolde, denen er gesagt hatte, was er plante, hatten aus einem seiner Vaults eine Ritualschale der Familie Black hochgebracht. Sie bestand aus reinem Gold und hatte einen Durchmesser von 14 cm. Ihre Innenseite war mit ineinander verwobenen Mustern verziert und die Außenseite war mit Runen überzogen, die mit einem für Harry unbekannten grünlich glänzenden Material aufgetragen worden waren.

Um die Runen zu aktivieren, schnitt sich Harry in den Daumen und ließ einige Tropfen Blut in die Schale fallen. Als der dritte Tropfen auf dem Boden der Schale auftraf, leuchteten die Runen plötzlich grün auf und eine leichte magische Aura war in der näheren Umgebung der Schale zu spüren. Dann nickte er den beiden gebannt zu schauenden Schwestern zu und bedeutete ihnen, sich mit demselben silbernen Messer zu schneiden und je etwas von ihrem Blut in die Schale zu tropfen. Als sie das taten schien das Schimmern der Runen schwächer zu werden, bis Harry die Schale in die Hände nahm und ehrfürchtig hochhielt.

Dann sprach er die Worte, die von der Familie Black zur Readoption benutzt wurden: „Erhöre uns, oh schwarzer Rabe! Blut haben wir gegeben und Namen haben wir genommen. Nimm diese beiden, unsere getäuschten Töchter, auf in deinen Schoß, auf dass in ihren Adern wieder dein Blut fließe! Verbinde uns im Willen und im Geist, auf dass der Rabe fliege und die Schande vergehe. Erhöre uns, oh schwarzer Rabe!"

Als er das letzte Wort gesprochen hatte, blitzten die Runen auf und das Blut begann zu kochen. Die Schale wurde warm und wärmer, bis sie seine Hände versengte, doch er stand weiter da und hielt sie in die Höhe. Schließlich verblassten die Runen langsam und die Schale kühlte wieder ab. Er stellte die Schale auf den Tisch und drehte sich um zu den Schwestern, die ihn völlig überwältigt anstarrten.

„Nun", sagte er, „willkommen zurück in der Familie" und grinste schwach. „Ich kann nun spüren, wenn ihr große Schmerzen habt oder in großer Furcht seid, außerdem kann ich dann zu euch apparieren, sogar wenn ich nicht weiß, wo ihr seid, solange niemand Maßnahmen dagegen ergriffen hat." Narcissa antwortete immer noch überwältigt: „Ich kann endlich wieder die Black-Magie in mir spüren. Seid der Heirat war ich von ihr abgeschlossen, aber jetzt ist sie wieder in voller Stärke da, wie in meiner Jugend." Bellatrix meinte nicht weniger ehrfürchtig: „Fühlst du das die ganze Zeit, Harry? Kein Wunder, dass dir kaum jemand gewachsen ist."

„Jetzt, wo unsere Familie so klein ist, ist die Magie einfach so etwas wie stark konzentriert. Eure Wiederaufnahme wird eure magische Stärke ein wenig vergrößern und euch auch physisch leicht verbessern. Eure Sinne werden geschärft sein und eure Reflexe schneller, das alles natürlich nur leicht. Das Haupt des Hauses hat noch ein paar weitere Vorteile, aber das ein anderes Mal." Damit drehte er sich zu Narcissa und sprach: „Narcissa, wir werden uns noch ein weiteres Mal in Kürze treffen und über alles sprechen, aber bis dahin sprich mit niemandem über irgendetwas, was heute hier geschehen ist." Sie antwortete mit einer leichten Verbeugung „Ja, mein Lord" und schritt in ihrer gewohnten Manier aus der Kammer.

„Ich denke, jetzt wo wir Familie sind, kann ich dir auch meine Geheimnisse anvertrauen. Ich habe nie jemandem davon erzählt, einfach aus dem Grund, dass es niemand verstehen würde und ich sehr große Probleme bekommen würde, wenn es bekannt werden würde. Aber ich vertraue dir inzwischen mehr als sonst einer lebenden Person, denn deine Situation ist meiner ähnlicher als es den Anschein hat. Du hast fürchterliche Dinge getan und du hast Angst davor was du tun könntest: Du hast Angst davor die Kontrolle über dich selbst wieder zu verlieren, du hast Angst vor dem Wahnsinn der Vergangenheit. Trotzdem muss ich verlangen, dass du einen Unbrechbaren Schwur leistest, dass niemand jemals etwas von dir von diesem Gespräch erfahren wird."

„Ich schwöre bei meinem Leben und meiner Magie, dass niemand jemals etwas von diesem Gespräch und seinem Inhalt erfahren wird. So möge es sein."

Als Harry das nächste Mal zu sprechen begann, war er vollkommen verändert: Seine Miene war eine harte Maske und seinen Augen leuchteten im unheilvollen Grün des Avada Kedavra. Das Licht in der Kammer schien dunkler zu werden, als er aufstand, und die Luft kälter. Er atmete langsam aus und begann:

„Nun zum Kern des Pudels: Ich habe getan, was in den letzten Jahrzehnten nur ein anderer Zauberer getan hat. Ich habe mich nach dem Tod von Ginny wochenlang alleine in der Black-Bücherei vergraben, unter dem Vorwand, mit ihrem und Sirius Tod alleine klarkommen zu müssen. Alle wussten natürlich, dass ich zu diesem Zweck las und lernte und übte. Doch was niemand wusste und wenige vermuteten, war, dass ich mich tief in die Dunklen Künste einarbeitete. Ich erlernte die gesamten gesammelten Dunklen Zauber, lernte von Ritualen und Bräuchen und führte die grauenvollsten Dinge aus.

Eines Tages nahm ich mir ein besonderes Buch vor, es war klein und unauffällig, schlicht aussehend mit seinem schwarzen Ledereinband. Doch in diesem Buch wurde die dunkelste Entdeckung der Menschheitsgeschichte beschrieben: Bellatrix, ich habe ein Horcruxe erschaffen!"


A/N: Hammerende, oder? Naja, das war das sehnlichst erwartete Geheimnis. Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat, aber ich bin gerade mitten in der Klausurenphase meines Studiums und ich hätte vielleicht früher mit dem Lernen anfangen sollen…

Ich hoffe, es hat euch gefallen und bitte kritisiert mich, zeigt mir Fehler, damit ich mich verbessern kann.

Bevor ich es wieder vergesse: Ich plane diese Geschichte parallel ins Englische zu übertragen, da ich selbst eigentlich nur englisches Fanfiction lese und ich außerdem so ein größeres Publikum erreichen könnte. Nur da Englisch weder meine Muttersprache ist, noch meine große Stärke, könnte ich Hilfe dabei gebrauchen. Anyone?

Wenn ich schon dabei bin, könnte ich auch einen Beta-Reader fürs Deutsche gebrauchen, bisher sehe nur ich selbst die Texte vor der Veröffentlichung.

Noch ein letzter Kommentar: das neue Album von Dream Theater ist ziemlich gut, also anhören…