Two.

Scorpius hatte immer versucht den Potters aus dem Weg zu gehen.

Das letzte, was er brauchte, war, dass sie sich wie ihre Vätern anfeindeten.

Es hatte auch funktioniert, obwohl Albus in seinem Jahrgang war.

Aber jetzt hatte sich etwas geändert.

Scorpius hatte es bemerkt, als sie zusammen zum Schloss fuhren.

Potter hat ihn fast die ganze Zeit angestarrt.

Seit Anfang des Schuljahres war offensichtlich, dass etwas mit Albus nicht stimmte.

Er hatte deutliche Augenringe und immer, wenn sie zusammen Unterricht hatten, starrte er ihn an.

Zuerst dachte Scorpius, dass er paranoid war, aber dann haben die anderen Slytherin's ihn darauf angesprochen.

Er musste es unbedingt herausfinden, denn es machte ihn verrückt.

Die perfekte Chance bat ihm die Zaubertrankstunden, da immer zwei Leute aus verschiedenen Häuser eine Trank brauen mussten.

Zuerst hat Albus nichts gesagt, aber als er dann geredet hat, hatte er nicht den Eindruck, dass Albus ihn mögen würde.

Jetzt war er noch verwirrter.

Es war ja nicht so, als ob er zu ihm gehen könnte und ihn fragen könnte. Andererseits ...

Scorpius wollte sich selbst Ohrfeigen.

Seit wann war er nur so un-Slytherin geworden und nicht mehr in der Lage richtig zu denken?

Musste er ausgerechnet jetzt so sein?

Er war gut darin, zu bekommen was er wollte, vor allem bei Antworten.

Scorpius schlug seine Kopf gegen den Tisch und knurrte verärgert.

„Wissen Sie die Antwort, Mr. Malfoy?" fragte der Lehrer und riss Scorpius aus seinen Gedanken.

„Nein, tut mir leid." sagte er leise und wurde rot.

Der Lehrer rollte verärgert mit den Augen bevor er Rose dran nahm, die sich meldete und fast vom Stuhl aufstand.

Rose Weasley wollte ihn immer ärgern.

Er hasste ihre Klugscheißer Art.

Immer, wenn jemand die Antwort nicht wusste, sah sie denjenigen an, als ob er ein Idiot wäre.

Wenn sie keinen Unterricht hatte, steckte ihre Nase in einem Buch und sie nahm ihre Umwelt nicht mehr wahr.

Das schlimmste war, dass ihr Haus sie, für das was ihre Eltern gemacht hatten, verehrte. Das ärgert ihn sehr.

Letztendlich war die Stunde zu Ende und er ging in die große Halle um zu Abend zu Essen.

Er setzte sich neben Adair Higgs und Ivy Parkinson. Mordred Zabini kam, als er mit seinen Verwandlungshausaufgaben fertig war.

Sie sind schon seit ihrem ersten Jahr beste Freunde.

„Wie war die Gruppenarbeit mit Potter?" fragte Ivy.

Scorpius zuckte mit den Schultern. „Nicht schlecht, er redet nicht viel, aber er machte seine Arbeit."

„Glückspilz." Mordred stöhnte, als er sich neben ihn setzte. „Der Junge, mit dem ich arbeiten musste, hat mich die ganze Zeit provoziert. Er weiß, dass der Schulleiter mich suspendiert, wenn ich noch einmal Nachsitzen muss!"

In seinen ersten zwei Jahren prügelte Mordred sich mit jedem, der etwas gegen ihn sagte.

Es wurde so schlimm, dass der Schulleiter ihm gedroht hatte, ihn raus zuschmeißen, wenn sowas jemals wieder passiert.

Seitdem ist nichts mehr passiert.

„Keine Sorge, wir müssen nur noch eine Woche Gruppenarbeit machen." versuchte Scorpius ihn zu beruhigen.

„Ich glaube, ich kann es noch eine Woche in der Hölle aushalten." sagte er und legte sich etwas auf seinen Teller.

/

Scorpius lehnte sich gegen die Wand in seinem Schlafsaal, die Kälte fühlte sich gut an.

Er hatte sich nicht gut gefühlt, aber er durfte den Unterricht nicht verpassen.

"Du siehst scheiße aus." Mordred seufzte und setzte sich neben ihn.

"Danke, dass ist genau dass, was ich hören wollte." knurrte Scorpius und stand auf.

In zehn Minuten begann die nächste Stunde und er wollte nicht zu spät kommen.

Er nahm sich seine Tasche und ging aus dem Schlafsaal.

"Hey." sagte Mordred, packte Scorpius an den Schultern um ihn zu stoppen. "Ich werden dir heute Notizen machen, du solltest zurück in dein Bett oder in den Krankenflügel."

Scorpius rollte mit den Augen. Das Letzte was er brauchte, war, dass Mordred sich Sorgen um ihn machte.

"Mir geht es gut. Das ist nur eine einfache Erkältung." Scorpius zuckte mit den Schultern.

Mordred rollte mit den Augen, er wusste, dass sein Freund log, aber wenn Scorpius so drauf war, konnte man in nicht umstimmen.

"Okay." seufzte Mordret.

Zum Glück war das die letzte Stunde für heute, hoffentlich würde es seinem Kumpel bald wieder besser gehen.

Das Letzte, was er wollte war, dass er noch kränker wurde.

/

Scorpius packte seine Sachen in sein Rucksack. Gleich beginnt die Ausgangssperre und wenn er noch länger in der Bibliothek blieb, müsse er Nachsitzen.

Er muss wohl eingenickt sein oder so etwas. Als er hier her gegangen war, hatte er eigentlich noch lange Zeit, bevor die Ausgangssperre begann.

Vielleicht würde er wirklich krank oder so.

Er ging langsam zu seinem Schlafsaal.

Er fühlte sich stark benommen, zum Glück war der Unterricht für heute schon vorbei.

Letztendlich kam er im Gemeinschaftsraum an und legte sich auf eine Couch, aus irgendeinem Grund fühlte er sich erschöpft.

„Was machst du hier noch so spät?" fragte Mordred.

„Bin in der Bibliothek eingeschlafen, okay." Scorpius winkte ab.

„Du musst vorsichtiger sein."

„Du klingst wie meine Mutter. Mir geht es gut!" knurrte Scorpius. Mordred ging ihm gerade wirklich auf die Nerven.

Seit wann benahm er sich wie eine zweite Mutter?

Er wollte gerade zu seinem Schlafsaal gehen, als alle seine Bücher aus seiner Tasche raus fielen.

Scorpius seufzte frustriert und sammelte seine Bücher auf.

„Scheiße!" Seine Zaubertrankhausaufgaben fehlten, er hatte drei Wochen daran gesessen.

„Was ist den los?" fragte Mordred und half Scorpius beim Bücher aufsammeln.

„Ich muss zurück in die Bibliothek." sagte Scorpius und stand auf.

Wenn er nicht vorsichtig gewesen wäre, hätte ihn Filch oder seine Katze ihn erwischt und das Letzte, was er brauchte war eine Heuler von seinem Vater, weil er Nachsitzen musste.