Ich habe das zweite Kapitel gelöscht und die Geschichte neu geschrieben. Die neue Richtung gefällt mir besser.
Kapitel 2
Es vergingen nur wenige Stunden, da klopfte es an Severus Bürotür. Er konnte sich denken wer es war – Minerva McGonagall.
Seufzend stand er auf und öffnete die Tür.
„Was kann ich für Dich tun?", fragte er, obwohl ihm der Grund des Besuches längst klar war.
Die Schulleiterin wedelte mit einem Pergament.
„Wie hast Du das gemacht? Miss Granger war meine Praktikantin."
Er hob eine Augenbraue.
„Deine Praktikantin? Nun, sie hat einen Vertrag mit mir geschlossen. Das macht sie zu „meiner" Praktikantin."
„Du hast sie mir gestohlen."
Severus setzt sich an seinen Schreibtisch. Er hatte seit ein paar Stunden mehr Spaß gehabt als, nun ja, jedenfalls seit langer Zeit.
„Ich glaube nicht, dass Miss Granger Deine Äußerungen gut heißt. Sie war doch sehr überrascht, ob der mittelalterlichen Forderungen des Vertrages."
Er wagte es doch tatsächlich zu lächeln, dachte Minerva. Dann stutze sie.
Welche mittelalterlichen Forderungen meinte er?
„Was hast Du getan?"
Er gab sich ganz und gar unschuldig.
„Ich habe Miss Granger zufällig in der Bibliothek getroffen. Sie sprach von den unmöglichen Beziehungen, die zwischen dem Meister und seinem Schüler herrschten und fragte mich, ob ich diese gutheißen würde."
„Und wie ich Dich kenne, hast du das Bejaht."
Er nickte leicht.
„Nun ja, ich gebe zu manche Paragraphen sind sicher nicht zeitgemäß, denn das Ministerium hat in der kurzen Zeit nur die umstrittensten Regeln geändert. Wenn ich daran denke wie mein Vertrag aussah. Das grenzte damals an Sklaverei."
„Nun, Miss Granger hat wohl übersehen, dass es einen neuen Vertrag gibt."
„Was? Hast Du Sie nicht darauf hingewiesen?"
Der Tränkemeister reagierte überrascht.
„Warum sollte ich? Miss Granger ist ein typischer Gryffindor. Natürlich habe ich angenommen, dass sie alles sorgfältig recherchiert hat."
Minerva grummelte. Irgendwie hatte er recht. Es passte nicht zu Hermine sich nicht genau informiert zu haben.
Trotzdem blieb sie misstrauisch. Jeder hatte damit gerechnet, dass sie bei Minerva unterschrieb und nun das.
„Hast Du sie provoziert?"
„Ich, niemals."
Er hob abwehrend die Hände.
„Miss Granger und Mister Weasley haben sich mit dem Vertrag beschäftigt. Ich war zufällig in der Nähe. Daraus kannst Du mir wirklich keinen Strick drehen. Miss Granger wusste genau was sie unterschrieb. Frag ihren Freund."
Hatte Ronald Weasley seine Freundin abgelenkt? Eher provoziert. Oh, nein was hatte der Junge nur angerichtet? Minerva wagte sich nicht auszumalen wie die nächsten zwei Jahre aussehen würden.
Es war schon eine Weile her, seit Severus Snape einen Praktikanten gehabt hatte. Und der hatte den Vertrag mehr als einmal fast aufgelöst. Damals war es nur Albus zu verdanken, dass es keine Katastrophe gab.
Und nun Hermine Granger ? Eine weibliche Praktikantin aus dem Hause Gryffindor.
Merlin, hilf!
Severus wusste, dass er gewonnen hatte, als seine Chefin schweigend sein Büro verlies. Die erste Runde ging an ihn.
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In den nächsten zwei Wochen erging sich Severus Snape in Tagträumen, wobei es waren eigentlich mehr nächtliche Phantasien, die die Wartezeit bis zum Eintreffen seiner Praktikantin verkürzten.
Denn natürlich würde er sich, wenn sie erst da war, solche Gedanken nicht erlauben.
Er hatte schließlich einen Ruf zu verlieren.
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Hermine packte die letzten Sachen ein und sah sich in ihrem Mädchenzimmer um. Es würde einige Zeit vergehen bis sie wieder nach Hause kam.
So wie sie ihren neuen Chef kannte, verlangte er vollen Einsatz.
Dabei wollte sie nicht daran denken was darunter zu verstehen gab.
Mehr als einmal hatte sie über den Tag in der Bibliothek nachgedacht. Es stimmte, dass sie schon ein paar Mal über Snape als ihren Meister nachgedacht, sich aber nicht mit den Motiven befasst. Als dann Ron den Gedanken unmöglich fand und Professor Snape vor ihr stand, wusste sie plötzlich was sie wollte: Tränkemeisterin werden.
Es war eine merkwürdige Situation in der sie den Vertrag unterzeichnet hatte, und doch sie hatte ihre Entscheidung zu keiner Minute bereut.
Zumal er in ihrer Phantasie auf der Erfüllung der altertümlichen Regeln, nach denen sie ihm immer gehorchen musste, bestand.
Natürlich war es total unprofessionell und unmoralisch, aber sie konnte nicht anders. Der Tränkemeister weckte die schlimmsten Seiten in ihr. Dazu gehörten eindeutig ihre „schmutzigen" Phantasien wie es Ron einmal genannt hatte.
Ron.
Kein Wunder, dass ihre Phantasien mit ihr durchgingen. Er bemühte sich wirklich sehr, aber das war einfach nicht genug. Daher auch die Magazine und die Sexspielzeuge. Und nun Professor Snape.
Sie war wirklich gespannt auf ihre Zeit in den Kerkern.
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Mit gesenktem Kopf stand Hermine vor ihn.
„Sie wissen warum Sie hier sind, Miss Granger."
Sie schüttelte den Kopf.
„Ich habe nichts gehört."
„Nein, Sir."
Er stellte sich direkt vor sie hin.
„Nun, es gibt einen bestimmten Aspekt des Vertrages zwischen Meister und Schüler, den ich heute mit Ihnen besprechen will. Sie können sich vielleicht denken was ich meine?"
„Ja, Sir", flüsterte sie.
„Was haben Sie dazu zu sagen?"
Vorsichtig hob sie ihren Kopf und schaute ihn an.
„Ich warte."
„Sex ist wichtig für den menschlichen Körper und eine gute Art der Stressbewältigung", antwortete Hermine.
„Und haben Sie diese Theorie schon getestet?"
„Nein, ich habe das gelesen."
„Tatsächlich. Das wundert mich eigentlich nicht, aber ich glaube nicht, dass Sie diesen Satz in einem der Bücher finden, die in der Schulbibliothek stehen."
Sie wurde rot und überlegte, ob es noch einen Ausweg für sie gab.
„Ich habe es in einem Magazin gelesen."
„Wirklich?"
Er baute sich direkt vor ihr auf und …
Plötzlich schlug eine Tür zu und Hermine schreckte auf. Verdammt, sie war doch tatsächlich im Zug nach Hogwarts eingeschlafen und dann dieser Traum.
Hoffentlich konnte sie ihren zukünftigen Boss ohne rot zu werden gegenüber treten.
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Severus Snape strich sich seine Roben glatt.
Die Ankunft seiner Praktikantin stand bevor und er war sicher, dass sie sein Leben durcheinander wirbeln würde.
