Hat ein wenig länger gedauert, doch hier mal das nächste Kapitel. Danke Kathleen für dein Review und den Tipp, ich hab ihn mir zu Herzen genommen. Also, auf die Plätze, fertig los, hier geht es weiter. Ich Würd mich freuen, wennihr mir dazu euer Statement abgeben würdet...!
2. Eine magische Hochzeit
Ein heftiges Treiben hatte sich nun, im Entspurt auf Bills und Fleurs Hochzeit hin im Hause Weasley eingestellt. Dekorateure kamen, die Räume wurden vermessen, es wurde geputzt und gebohnert und es kamen immer mehr Gäste an, dass bald in den Zimmern kaum noch Platz war und Harry und Ron zu Fred und Geroge in den Laden zogen. Es hatte noch einige heftige Diskussionen gegeben, nachdem Gespräch in der Küche, doch vorerst waren alle drei zu dem Entschluss gekommen, zurück nach Hogwarts zu kehren, zumindest für solange, wie nötig.
Im Laden von Fred und Geroge war es wesentlich angenehmer als im Fuchsbau wo allgemeine Hektik und Missstimmung unter den Bewohnern herschte. Die Hochzeitvorbereitungen gingen alle an die Nerven, ganz besonders an denen von Mrs. Weasley, die sich seit dem Vorfall in der Küche kaum noch halten konnte und alle und jeden anfuhr, der ihrer Meinung nach etwas nicht richtig machte. Es war zwei Tag vor der geplanten Hochzeit, Ron und Harry waren gerade dabei, einige Scherzartikel für Fred und George zu etiketieren, als Ginny, wutentbrannt, gefolgt von einer grünen Staubwolke im Kamin auftauchte. "... mich so anzuschreien, die spinnt ja wohl", rief sie fuchsteufelswild, verstummte aber sofort beim Anblick von Ron und Harry.
"Was machst du denn hier?", fragte Ron und sah seine Schwester an. "Wolltest du nicht Mum helfen?"
"Ich werde gar nichts tun", rief Ginny und liess sich auf einen freien Stuhl fallen. Zwei fragende Augenpaare sahen sie an. "Mum ist völlig durchgeknallt. Sie hat mich angeschrien, nur weil ich das Geschirr falsch abgetrocknet habe. Sie war völlig aus dem Häusschen. Ich meine, hallo, was kann man bitte beim Geschirrabtrocknen falsch machen?"
Offenbar eine ganze Menge. Mit dem laufenden Mittag, besuchten immer mehr Leute, Fred und George, unter anderem auch Tonks, Lupin uns später sogar Mr. Weasley. Die Hochtzeit zerrte an jedermanns Nerven, um so glücklicher waren dann alle, als endlich der grosse Tag da war.
Harry, der noch nie auf einer magischen Hochzeit dabei gewesen war, gescheigedem auf überhaupt einer Hochzeit, die Dursleys hatten ihn bei solchen Angelegenheiten immer zu Miss Figg gebracht, einer Nachbarin, die wie Harry im Sommer vor einem Jahr herausgefunden hatte eine Squip war, war sehr gespannt darauf. Squip sind Menschen, die zwar magische Eltern haben, jedoch selber nicht zaubern können.
Was natürlich zu jeder guten Hochzeit gehörte, war ein guter Junggesellenabschied, wie Fred und George zu sagen pflegten.
"Schlieβlich tritt unser Bruder jetzt in den Knast der Ehe ein." Jungesellenaschied bei den Muggels hieβ meistens Trinken bis zum umfallen, derbe Witze und - nun ja andere Dinge, die Muggelmänner amüsiant fanden. Zauberer feierten diesen Abend etwas kultivierter und mit viel Magie.
Alle Männlichen Weasleys, sowie auch Lupin, Harry, Moody und alte Schlufreunde von Bill, hatten sich am Abend vor Fleurs und Bills groβem Tag im Tropfenten Kessel eingefunden. Bill, der natürlich von all dem keine Ahnung hatte, kam als letzter.
"Hallo Bruderherz", begrüβte Fred seinen älteren Bruder überschwänglich und drückte ihn auf einen Stuhl.
"Na schon aufgeregt auf Morgen? Komm trink erst einmal einen Schluck!" Er hielt ihm eine Flasche Butterbier unter die Nase. Bill sah aus, als wüsste er nicht recht, was damit anfangen.
"Wo möchtest du als erstes hin, Bill?", fragte George und hatte eine Liste gezückt.
"Also, Tropfender Kessel, ist unsere erste Station. Butterbier, gut das hätten wir erledigt", meinte er geistesabwesend und strich etwas auf seiner Liste durch. Er hob den Kopf. "Möchtest du den Drachenwhiskey hier haben, oder sollen wir weiter. Immerhin haben wir noch 12 Pubs vor uns."
"Wollt ihr mich abfüllen", fragte Bill, halb lachend, halb verunsichert.
"Abfüllen? Im Leben nicht, Bruderherz", antwortete Fred unschuldig und bestellte eine Runde für alle.
Harry amüsierte sich köstlich.
Gegen Ende ihrer Tour, die sie durch die ganze Winkelgasse bis nach Hogsmead geführt hatte, lieβen Bill, mit der Hilfe von seinem Vater (er war doch schon ein wenig angetrunken) ein rieβiges Feuerwerk entstehen (einer der Zauber, die er an diesem Abend ausführen musste). Um drei Uhr, fiel Harry Hundemüde in sein Bett in Rons Zimmer. Er wollte nur noch schlafen...
Es war ein sonniger Tag, es hätte wohl jeden überrascht, wenn dem nicht so gewesen wäre und es herrschte eine allgemein gute Stimmung. Die Zeremonie sollte um elf beginnen und anschlieβend sollte gefeiert werden. Der Garten der Weasleys hatte sich wie verwandelt. Überall wuchsen nun weiβe Rosenhecken und es war ein Pavillon aufgestellt worden, welches elegant mit allen möglichen Blumen verzieht war. Kleine Feen, schwirrten umher und funkelten und glizernten im Sonnenlicht in allen erdenklichen Farben, während ein Orchester leise Musik spielte. Der Garten der Weasleys war extra und eigenhändig von Monsieur Delacour entgnomt worden und Madame Delacour hatte die Stuhlung übernommen, so das alle Gäste auch gut den groβen Tag ihrer Tochter mitverfolgen konnten.
"Es ist perfekt Veronique!", sagte Mrs. Weasley an Madame Delacour gewandt am Abend vor der Hochzeit. "Danke Molly", antwortete Madame Delacour und war sichtlich stolz auf ihr Werk.
Gabrielle, Fleurs kleine Schwester die Harry damals beim Trimagischen Tunier aus dem See geholt hatte und Ginny sollten die beiden Brautjungfern sein. Beide sollten Veilchenlilane Kleider tragen, da sich rosa zu sehr mit Ginnys roten Haaren gebissen hätte. Wenn jemand nach Hermines Meinung gefragt hätte, was natürlich keiner hatte, dann passte lila, sei es auch Veilchenlila, ebensowenig zu ihren Haaren wie rosa.
Gegen fünf Uhr am Morgen wurde Harry unsaft durch lautes Klopfen an Rons Zimmertür aus dem Schlaf gerissen. "Auf stehen Jungs", ertönte Mrs. Weasleys Stimme von der Tür aus und ihr Kopf tauchte im Türrahmen auf.
"Mum, willst du uns umbringen?", krächtzte Ron und verkroch sich unter seiner Decke.
"Raus aus den Federn, mein Lieber, es gibt eine ganze Menge zu tun!"
Ron gab nur ein Grunzen von sich und blieb liegen wo er war.
Harry, der sich fühlte als hätte er gerade einmal fünf Minuten geschlafen, torckelte ins Badezimmer, wo ihm schon jemand seinen Festumhang und die passenden Schuhe hingerichtet hatte. Er begann seinen Tag mit einer kräftigen Dusche - die seine Lebensgeister wieder weckte und kleidete sich dann an.
Ron betrat eine halbe Stunde später das Badezimmer, mit dunklen Augenringen und sichtlich schlechter Laune, zudem hatte er seinen ersten Kater im Leben.
"Was fällt ihr eigentlich ein, uns um fünf Uhr aus dem Bett zu schmeiβen", maulte er, während er sich Zahnpasta auf die Zahnbürste tat.
"Hätte auch noch um sieben gereicht, wir brauchen ja keine zehn Stunden um diesen dämlich Festtagsumhang ... ach du scheiβe!" Ron betrachtete seinen Umhang mit offenem Mund. Er war zwar nicht Kastanienbraun, dafür aber mit weiβen rüschen und dunkelblau.
"Das ist nicht ihr Ernst", schnaubte er. Harrys Kopf erschien in der Öffnung seines Smaraktgrünen Umhanges.
"Nun ja", sagte Harry. "Er ist zumindest schon mal nicht Braun..."
"Das Ding hat Rüschen! Glaubst du allen ernstes, ich laufe auf der Hochzeit meines Bruders mit einem Mädchenkleid durch die Gegend?" Ron warf die Zahnbürste ins Waschbecken.
"Wo ist denn dein anderer Umhang", fragte Harry und machte sich daran, sein Haar zu bändigen.
"Ich meine den, den dir Fred und George gekauft haben."
"Ach der", sagte Ron und tat ihnmit einer Handbewegung ab. "Er war wirklich toll, solange er mir noch passte. Doch jetzt ist er mir einfach zu kurz. Und da sagte Mum, sie kaufe mir einen neuen und ich hätte es wissen müssen, was sie damit meint", er schüttelte den Kopf. "So werde ich auf keinen Fall da hinausgehen!" Er zeigte zum Fenster. "Mum kann sich jetzt was anhören, das kannst du mir glauben." Er verschwand durch die Tür, samt Umhang. Seine verächtlichen "Mädchenkleid" Rufe waren noch eine ganze Weile zu hören.
Harry verbrachte ganze zwei Stunden im Badezimmer, nur um danach frustriert festzustellen, dass sein Haar sich immernoch nicht zähmen lieβ. Wütend legte er den Kamm beiseite.
"Ich finde dein Haar ohnehin so schön, wie es ist", sagte plötzlich eine Stimme. Harry indentifizierte sie eindeutig als die von Ginny. Sie stand in der Tür, eingehüllt in ihr Veilchenlilanes Kleid, das einen schaurigen Kontrast zu ihrem Haar bildete.
"Du solltest es so lassen", sagte Ginny schlicht und zwängte sich an ihm vorbei hinein in das kleine Badezimmer. Harry beobachtete sie, wie sie etwas in dem kleinen Wandschrank suchte. Ihr Haar lag ihr offen, in sanften Wellen über den Schultern.
Endlich schien sie gefunden haben, nach was sie gesucht hatte. Triumphierend hielt sie einen kleinen Beutel voll Haarspangen in der Hand.
"Hab ich dich", murmelte sie leise, sich seines Blickes bewusst. Sie drehte sich um und sah ihn direkt an. Da war sie wieder, diese Hauchdünne Verbindung...
"Du solltest besser jetzt nicht runtergehen", riβ ihn ihre Stimme plötzlich aus der Tiefe ihrer Augen. "Mum ist auf 180 und sie liefert sich ein nettes Wortgefecht mit Ron." Sie lächelte leicht. "Ich kann ihn ja verstehen", sagte sie mit einem plötzlichen Interesse für ihre Fingernägel. "Der Umhang ist wirklich schrecklich."
Harry nickte, unfähig etwas zu sagen, geschweigedem etwas zu denken. Er musste hier raus, und zwar schnell! Es war zu gefährlich, er wollte sie nicht in Gefahr bringen, ihr durfte doch nichts geschehen...
"Harry", sagte sie plötzlich ganz leise. "Pass auf dich auf." Dann wandte sie sich ab und verschwandt durch die Tür. Er blickte ihr lange Zeit nach. War das jetzt ein Abschied?
Gleich war es soweit! Und Fleur Delacour würde nicht mehr länger Fleur Delacour sondern Fleur Weasley sein. Sie war so aufgeregt wie als Kind an Weihnachten. Schon in aller Frühe, war sie aufgestanden. Ihre Mutter, sowie ihre Tante und Molly hatten ihr beim ankleiden und zurecht machen geholfen. Ihr seidenes, Silberblondes Haar hatten sie zu einer Kunstvollen Hochsteckfrisur verarbeitet. Einzelne, gelockte Strähnen umrahmten ihr Gesicht wie Gold in der Sonne.
"Du siehst wunderschön aus", flüsterte ihre Zukünftige Schwiegermutter und hatte dabei Tränen in den Augen.
"Du bist zauberhaft, mein Engel", rief ihre Mutter voll Stolz aus. Fleur errötete leicht.
"Danke Mama, danke Schwiegermama", sagte Fleur und hauchte beiden jeweils einen Kuss auf die Wange. Von drauβen waren die ersten Takte, der Festmusik zu hören.
"Ich glaube es ist soweit", rief Mrs. Weasley. "Wir sollten hinausgehen. Dein Vater wartet sicher schon", sagte sie und ein lächeln spiegelte sich in ihrem Gesicht.
Die drei Damen gingen hinaus auf die Festwiese, wo die Hochtzeitsgesellschaft bereits wartete.
Fleur wurde von ihrem Vater in Empfang genommen, der sie zum Altar führen sollte.
Harry saβ in der zweiten Reihe, direkt neben Ron und Hermine, um alles gut sehen zu können. Bill stand bereits vorn, vor dem Altar und wartete auf seine zukünftige Braut. Mr. Allan Browie vom Zauberminesterium, der für Zauberische Verbindungen zuständig war und ein Französischer Herr vom Magischen Minesterium Francia sollten die Trauung vornehmen. Beide Männer waren tadellos gekleidet.Mr. Browie trug einen schwarzen Schnurrbart, den Harry stark an Onkel Vernon erinnerte sowie einen Magonienblauen Umhang. Der Französische Herr, der den Französischen Gästen die Hochzeit übersetzen würde, strahlte eine groβe Portion Selbstbewusstsein aus, ganz so, als ob dies sein groβer Tag war und nicht der von Fleur und Bill. Die beiden Männer unterhielten sich leise, bis die Musik einsetzte.
Alle Köpfe wandten sich zu Fleur, die am Ende des Durchganges zum Altar erschienen war. Ein Flüstern und leise "Ohh", Rufe gingen durch die Menge, als Monsier Delacour seine Tochter nach vorn zu ihrem zukünftigen Ehemann führte. Harry hielt den Atem an. Fleur sah wirklich bezaubernd aus. Sie trug ein zartgrünes Kleid, das bis zum Boden ging, dazu eine Schleppe und in ihrem Haar war ein kleines Diadem befestigt, das sich ihrer perfekt gestylten Frisur nahtlos anpasste. Sie sah aus wie eine Prinzessin aus einem Märchenfilm, so graziös und schön, wie eine Vela. Doch Harrys Blick schweifte ab, hinüber zu der Gestalt, die sich dicht hinter Fleur hielt, mit ihrem Lilanen Kleid und dem rotem Haar...
Fleur reichte Bill ihre schlanke Hand und er führte sie neben sich. Die Hochzeitsgesellschaft setzte sich. Ginny uns Gabrielle lieβen sich in der ersten Reihe, jeweils links und rechts des Durchganges nieder.
Mr. Browie begann zu sprechen: "Liebe Gäste, wir haben uns heute hier versammelt, um diesen Denkwürdigen Tag und der Zusammenkunft zweier Menschen zu feiern." Er machte eine Pause, das der andere genug Zeit hatte, das Gesagte auch für den französischen Teil der Verwandtschaft verständlich zu machen. Bill und Fleur lächelten sich an. Ein groβer Tag war das gewiss für die beiden. Im Sonnenlicht spiegelten sich die feinen silbernen Narben in Bills Gesicht deutlich wieder. Bill hatte sich eigens und allein für seine Hochzeit seine Haare von Mrs. Weasley schneiden lassen. Der Ohrring jedoch war geblieben. Eine kleine Erinnerung an den Bill, der er gewesen war vor der Schicksalshaften Nacht.
"...um den Bund zwischen diesen beiden Menschen zu schlieβen, bitte ich alle Anwesenden sich zu erheben und die Trauzeugen nach vorne zu kommen...", erklang Browies Stimme begleitet von der der französischen Übersetzung. Ron, Hermine und auch die anderen Gäste erhoben sich, Harry tat es ihnen gleich.
Gespannt, was als nächstes geschehen würde, blickte er nach vorn, wo sich Fleur und Bill gegenüber standen. Harry sah Charlie nach vorne schreiten, er war Bills Trauzeuge, gefolgt von einer dunkelhaarigen, hübschen, jungen Frau, die eine Stupsnase hatte und eine Brille trug. Ihr langes Kleid berührte bei jedem Schritt den Boden.Die junge Frau stellte sich an Fleurs Seite und bezeugte somit deren Dazugehörigkeit. Zwei Trauzeugen, zwei Brautjungfern und eine Festgemeinde, für einen Bund fürs Leben.
Mr. Browie, sowie auch sein französischer Vertreter verneigten sich höflich vor Charlie und der Dame, ehe Mr. Browie wieder zu sprechen anfing.
"Wir werden diese beiden jungen Menschen nun in den Stand der Ehe eintreten lassen, wenn einer, einen Grund hat, warum diese beiden ihn nicht eingehen sollten, der möge jetzt sprechen, oder für immer schweigen." Es entstandt eine längere Pause. Zum einen, weil Zeit für das Übersetzen gebraucht wurde, zum anderen aber auch um abzuwarten. Als niemand die Stimme erhob, (was natürlich keine Überraschung war) wurde mit der Zeremonie fortgefahren.
"So möchten wir, mit der Zeremonie fortfahren", lenkte Mr. Browie schlieβlich ein und räusperte sich.
"Ich rufe den ersten Zeugen für die Bündnisschlieβung zu mir, Mr. Charlie Roger Weasley." Charlie trat nach vorn und stellte sich Mr. Browie zur Seite. Es folgte die Französische Übersetzung, ehe der Franzose ebenfalls die Stimme erhob und etwas auf Französisch sagte, ehe er es für alle anderen ins Englische übersetzte. "Ich rufe Madame Yvonne Monique Toussaint zu mir, damit sie Zeugin sei bei dem Bund der Braut." Die junge Frau trat nach vorn und stellte sich an die Seite des Französischen Sprechers.
Harry beugte sich leicht nach vorne um besser sehen zu können. Fleur sah aufgeregt aus, und warf Bill immer wieder Blicke zu, ganz so, als wolle sie sich versichern, dass alles auch real war.
"Sie sieht aus wie eine Märchenprinzessin", hörte er Ron flüstern, was ihm einen bösen Blick von Seiten Hermines einbrachte.
Harry musste grinsen, da Ron ja irgendwie Recht hatte...
"Sie haben sich heute mit uns hier eingefunden um den Bund des Magischen Ehegelübtes der beiden mit uns zu bezeugen", erklärte Mr. Browie und wandte sich an Charlie, der etwas blass aussah. "Mr. Weasley, Madame Toussaint, sind Sie bereit für den Zauber?"
"Ja Sir."
"Oui, Sir."
"Gut, dann darf ich Sie bitten, mit mir den Zauber zu sprechen."
"Jetzt kommt der Seelzauber ", flüsterte Hermine entzückt an Harrys Seite. Der was? Doch ehe Harry genug Zeit hatte, Hermine zu fragen, was sie damit meinte, begann ein helles Licht aus den Zauberstäben von Charlie und Yvonne aufzuflammen, während von irgendwoher Musik erklang. Ein leises "Oh" ging durch die Anwesenden. Das Licht war hellgelb, fast weiss und stieg mit einem funkeln hinauf in den Himmel. Harry starrte fasziniert auf die Lichtreflexe, und es schien als sei es mit Gold durchflutet.
Plötzlich begann Bills tiefe Stimme sich zu erheben, und Harrys Aufmerksamkeit wurde auf ihn gelenkt.
"Fleur, du bist meine Braut die ich auswerwählte, mit mir das Leben zu teilen, du bist für mich die wichtigste Person in meinem Leben. Mit diesem Zauber möchte ich den Bund der Ehe mit dir eingehen. Ich möchte dich zu meinem lebendem Gegenstück machen und zu meiner Seelpartnerin... du sollst meine Lyreba sein..."
Plötzlich begann sich das Licht zu verändern es nahm einen Mindgrünen Stich an und umflutete Bill, so dass er ganz in Licht getaucht war. Es schien fast, als würde das Licht ihn durchdringen...
"Bill, mon chéri auch ich liebe dich, auch ich möchte mit dir mein restliches Leben verbringen. Du sollst mein Gegenstück sein, mein Halt und meine Stärke hier auf Erden. Denn du bist das Wichtigeste auf Erden für mich, ich kann nicht ohne dich sein..."
Fleur verfiel in eine Ausschweifung von Erklärungen, wie wichtig Bill für sie war. Harry konnte Hermine neben sich schnauben und schmalzig zischen hören.
"...ich möchte das du mein Lybrea bist", beendete Fleur ihre kleine Rede und sofort umwandelte auch sie das Licht. Es durchdrang sie, gleichfalls wie es es bei Bill gemacht hatte, allerdings mit einem rosarotem Stich und dann, verbanden sich die beiden Lichter plötzlich und bildeten einen Kreis um die beiden. Harry konnte sehen, wie Fleur ihre Hand erhob, Bill tat es ihr gleich, während beide einen Zauber zu sprechen begannen.
"In Liebe gefunden, in Liebe getaucht, aus dem Lichte, so ist der Brauch. Ich gebe dich hin, meines Seeln Stück, gebunden für immer an der Ehens Glück..."
Bill und Fleurs Hände verschlagen sich ineinenader. Der Lichtkreis begann sich aufzuheben, durchfuhr die beiden, und glitt dann die Arme der beiden hinauf, und bildete jeweils zwei Ringe um deren Finger, bevor es sich langsam auflöste. Fleur und Bill sahen sich einige Sekunden schweigend an, ehe sie sich küssten und die Menge sich langsam aus dem faszinierenden Schweigen löste.
"Nun sind sie beide Rechtmässig Mann und Frau", verkündete die rauhe Stimme des Englischen Sprechers.
Harry blinzelte, er hatte keine Ahnung, was dort eben genau von statten gegangen war.
"Hast du Fleur Aura gesehen", hörte Harry eine Frau hinter sich fragen. "Zartrosa, wirklich selten. Das ist aussergewöhnlich, es verspricht eine hoffnungsvolle Ehe zu werden..."
Die Gäste erhoben sich und gingen einzeln nach vorne um den frisch Vermählten zu gratulieren.
"Harry", eine Hand legte sich auf seine Schulter, gefolt von Lupin. "Hast du die Zeremonie genossen?" Lupin blickte ihn strahlend an.
"Nun, ja, doch ich habe nicht verstanden... können sie mir erklären, was genau dort vor sich ging?"
Lupin lächelte, und es war eines dieser väterlichen Lächeln, die Harry schon ein öfteres bei ihm bemerkt hatte.
"Natürlich kann ich das", meinte er und legte Harry die Hand auf die Schulter. "Komm, lass uns doch ein paar Schritte gehen."
Harry folgte Lupin, und sie stellten sich ein wenig abseits der anderen.
"Ach, was für ein herrlicher Tag", meinte Lupin lächelnd. Harry nickte. "Ja, Sie haben Recht, es ist wirklich ein aussergewöhnlich schöner Tag. Doch, hören Sie, können Sie nicht..."
"Dir erklären, was du eben vor wenigen Minuten gesehen hast", vollendete Lupin den Satz.
"Ja."
"Nun, ich denke es war deine erste Zaubererhochzeit, nicht war?" Ein Nicken Harrys bestätigte dies. "Nun, was Fleur und Bill dort eben getan haben, haben schon tausende von Zauberern und Hexen vor ihnen getan. Sie haben sich ein Stück ihrer Seele ausgetauscht."
Harry sahen ihn entgeistert an. "Sie haben bitte was getan?"
Er erinnerte sich noch gut, was Dumbledore ihm über Seelen erzählt hatte, das sie kostbar waren, unantastbar, so zerbrechlich...
"Ich weiss, woran du jetzt denkst, Harry, aber dieser Zauber hat nichts damit zu tun, was Voldemort getan hat. Dieser Zauber, ist viel älter und viel tiefgründiger. Er basiert auf Liebe." Lupin machte eine kurze Pause und schien sich in seinen Erinnerungen zu verlieren. "Liebe, fordert weder Opfer, noch macht sie die Menschen kaputt, das einzige was sie bringt, ist Glück und Verbundenheit. Eine Hexe und ein Zauberer beschliessen den Bund des Zusammenseins, indem sie sich austauschen und dem anderen etwas von ihrem kostbarste übertragen, dass sie haben. Es ist ein Zeichen, das sie Zusammengehören, für immer. Dieser Bund kann nicht gebrochen werden. Das Band der Liebe zerreist niemals, und wie du weisst, ist die Liebe, der stärkste Zauber, der überhaupt existiert."
Harry dachte einen Augenblick über das nach, was Lupin gesagt hatte.
"Und die Lichter waren ihre Seelen?"
"Nein. Die Lichter symbolisierten jeweils die Aura die ein jeder von uns hat. Normalerweise können wir unsere Auren mit dem blossen Auge nicht erkennen. Der Zauber, den Bill und das französische Mädchen zur Bundbezeugung gesprochen haben, liessen sie sichtbar werden, das sich die beiden verbinden konnten um eins zu werden. Hast du den Ring gesehen, den die beiden am Schluss trugen?" Harry nickte.
"Das ist der Ring des Lichts, sie werden ihn solange tragen, bis... nun bis einer von beiden stirbt. Er symbolisiert ewige Verbundenheit, ganz ähnlich wie der Brauch der Muggels, Ringe auszutauschen."
Harry nickte.
"Was geschieht wenn einer der beiden..."
"Wenn einer der Ehepartner zuerst diese Welt verlässt, ist der Bund aufgehoben, allerdings nur, der offensichtliche Bund, der Ring. Der Austausch wird immer bleiben. Manche Zauberer behaupten sogar, dass der jeweilige Ehepartner dann noch im anderen weiterlebt, solange bis sie für immer vereint sind."
Harry nickte.
"Meine Eltern, haben sie auch...?"
Lupin hatte gewusst, dass diese Frage kommen würde und war darauf vorbereitet gewesen.
"Ja, Lilly und James sind diesen Bund auch eingegangen. Sirius und ich waren damals ihre Zeugen gewesen."
Harry lächelte. "Waren die beiden glücklich?" Irgendwie war es komisch, Lupin diese Frage zustellen.
"Sie waren die glücklichsten Menschen auf Erden, Harry."
Harry wandte den Blick von Lupin ab und liess ihn durch den Garten streifen. Seine Augen blieben auf einer jungen Frau hängen, ihr rotes Haar glänzte im Sonnenlicht.
"Komm Harry, wir sollten den frisch Vermählten gratulieren gehen, ehe das Buffet eröffnet wird", rief Lupin ihn zurück in die Wirklichkeit. "Ja..."
Das Fest dauerte bis spät in die Nacht und Harry hatte mehr Hände geschüttelt an diesem Abend wie noch nie zuvor in seinem Leben.
Alle Welt wollte ihn kennenlernen, den berühmten Harry Potter, der Lord Voldemort die Stirn geboten hatte. Harry verbeugte sich gerade von seiner Tanzpartnerin, einer jungen Französin mit blondem Haar und holte sich etwas zu trinken, als er auf Ginny stiess.
"Hallo", meinte diese und goss sich etwas von der Bowle ein.
"Hi. Und, amüsierst du dich?" Er griff nach einem Glass Kürbissaft.
"Ja, es ist ein nettes Fest. Die Zeremonie war wirklich schön, findest du nicht auch?"
"Doch, ja, wirklich schön."
Es entstand ein Schweigen und beide hingen ihren Gedanken nach. Harry wollte sich gerade von Ginny verabschieden, als diese ihm am Arm griff.
"Harry, ihr geht Morgen nach Godric's Hollow, nicht wahr?"
Harry blieb stehen, sah ihr in die Augen.
"Ja", meinte er schlicht.
"Ich... ich wollte... nun, ich wollte dir Glück wünschen bie deiner Suche, was auch immer du zu treffen hoffst."
"Danke", er lächelte scheu. "Ich bin mir nicht sicher, was ich suche, Ginny. Ich weiss nur, dass ich allein gehen muss, dass es meine Aufgabe ist die..."
"Schon gut, schon gut Harry. Du brauchst mir deine Gründe nicht zu erklären. Du musst deinen Weg gehen, wie wir alle." Sie holte tief Luft. "Ich glaube du solltest mal nach Ron schauen gehen, wenn du willst das er fit für morgen ist. Er hat eine Menge Feuerwhiskey getrunken und ich glaube nicht, das ihm das gut bekommt."
"Oh, danke für den Tipp, das werde ich tun..."
"Bitte, gern geschehen. Ich wünsche dir noch eine gute Nacht. Bye"
Sie winkte ihm zu und ohne sich zu ihm umzudrehen verschwand Ginny in der Dunkelheit.
Morgen würde Harry nach Godric's Hollow gehen, an den Ort, wo alles begonnen hatte und vielleicht auch alles Enden würde, Morgen, würde er ein Geheimnis entdecken, dass sein ganzes Leben verändern würde, doch davon ahnte er jetzt noch nichts...
