Hallo ihr Lieben!

WICHTIG!

Ich habe lange überlegt, wie ich den Teil gestalten sollte. Und mir wurde klar, das wenn ich weiterschreibe, was ich gerne tun werde, wenn ihr wollt.

Dann muss ich auch einiges Erklären.

Zu allererst: In diesem Teil, geht es um Harrys Sommerferien nach seinem vierten Schuljahr, denn diese sind für meine Geschichte wichtig. Also ist der Teil im großen und ganzen ein Rückblick. Bitte nicht böse sein, Draco kommt im nächsten Teil wieder vor.

Hier geht es allein um Harry und was er erfahren hat, zumindest ein Teil wird hier erklärt, der Rest kommt im nächsten Teil.

Bitte steinigt mich nicht, ich wollte schon jetzt einige Fragen klären.

LG dark-love

Und nun wünsche ich euch allen viel Spaß beim lesen und hinterlasst mir einen Kommi wie es euch gefallen hat. Danke!

#...# Denken

„..." Reden

Hatte beim ersten Kapitel vergessen das anzugeben. Sorry!

Kapitel 2 – Erinnerungen

#Oh man, Dad denkt doch tatsächlich, das wir allen bis morgen bescheid geben können. Ob das funktioniert? Na ja versuchen können wir es ja. Und wenn ich Will dann in die Finger bekomme, dann kann er was erleben. Der und seine blöden Rätsel.#

Während Harry noch überlegte, was er Will sagen würde, schrieb er den letzten Brief fertig, danach rief er seine Hedwig, band ihr einen der Briefe ans Bein und lies sie mit der bitte Vorsichtig zu sein, aus dem Fenster.

Mit den anderen Briefen in der Hand, verlies er den Raum und ging zu seinem Vater.

„Na fertig geworden?", fragte dieser.

„Ja, hab nur den wichtigsten geschrieben mit der Aufforderung, den anderen bescheid zu sagen.", meinte er und gab seinem Vater die Briefe.

Der nickte zustimmend und murmelte einen Zauberspruch mit dem die Briefe verschwanden.

„Sag mal? Wozu brauchen wir eigentlich Eulen? Ich mein, es könnte doch jeder den Zauberspruch lernen. Wäre das nicht einfacher?"

Sein Vater sah ihn an und schüttelte den Kopf. „Es wäre wohl einfacher, aber du weißt das keiner außer uns den Spruch kennt. Der ist ein Familiengeheimnis und so soll es auch bleiben. Nur so, können wir unsere Post zuverlässig und sicher an den Empfänger senden, ohne das jemand davon erfährt."

„Ist ja gut, reg dich nicht auf. War ja nur ein Gedanke. Also hast du denn den anderen Geschrieben? Und die Briefe schon verschickt?", sein Vater nickte zur Antwort.

„Ach ja, ich habe Will noch einen anderen Brief geschickt, Hedwig wird ihm den bringen.", grinste Harry.

„Aber William mag doch keine Eulen.", warf sein Vater ein.

„Ich weiß.", sagte der dunkelhaarige nur und sein grinsen wurde immer breiter. Sein Vater hingegen schüttelte nur mit den Kopf.

„Willst du noch eine Tee? Oder musst du schon gehen?", fragte er.

„Nein ich hab Zeit, die merken doch sowieso nicht, wenn ich mal nicht da bin."

„Meinst du nicht, das deine Freunde gemerkt haben das du dich verändert hast?", wollte sein Vater wissen.

„Doch gemerkt haben sie es schon, aber nachdem ich ihren fragen immer wieder ausgewichen bin, haben sie nicht mehr weiter nachgefragt. Ich glaube sie denken das es mit Sirius Tod zusammen hängt und das ich ihn vermisse.", meinte er leise.

„Ja, das kann gut sein, sie kennen ja nicht die Wahrheit.", sagte sein Vater und schenkte beiden einen Tee ein.

Nachdem Harry ein schluck Tee getrunken hatte meinte er: „Du hast recht. Sie wissen vieles nicht und ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie sie reagieren wenn sie die Wahrheit erfahren."

„Wieso sollten sie es erfahren?"

„Es ist doch bald soweit und wenn ich mich recht entsinne, dann müssen wir zusammen arbeiten. Und da Hogwarts gut gesichert ist, werden die anderen bald herkommen. Nicht wahr?", sagte er und sah seinen Vater an, der nur nickte.

„Weiß du Dad. Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt das du mein richtiger Vater bist, den hätte ich sofort ins St. Mungos einliefern lassen.", lachte Harry.

„Was soll das denn heißen?", brummte sein Vater.

„Na ja wir waren nicht gerade, das was man Freunde nennen würde. Du hast mich gehasst, dabei wusste ich nicht mal warum."

Harry blickte seinen Vater an und erinnerte sich an das, was in den Sommerferien nach seinem vierten Schuljahr passierte.

Flashback

Harry war gerade mit dem Hogwarts - Express auf dem Gleis 9 ¾ angekommen und verabschiedete sich von Ron und Hermine.

„Schreib uns mal Harry.", rief Ron ihm hinterher.

„Ja, und wir wünschen dir schöne Ferien.", konnte er noch Hermine hören, bevor er durch die Absperrung ging. Auf der anderen Seite erwartete ihn schon sein Onkel, der nicht darüber erfreut war, das er seinen Neffen abholen musste.

„Hallo.", sagte Harry freundlich, doch sein Onkel schüttelte nur mit dem Kopf und ging ohne auf den Jungen zu achten zu seinem Wagen. Als Harry seinen Koffer in den Kofferraum gepackt hatte, nahm er hinten im Auto platz. Kaum das er saß, fauchte ihn sein Onkel an: „Mach keinen Blödsinn wenn du bei uns bist, sonst schmeiß ich dich raus. Hast du das verstand, Bengel!"

Harry nickte und wünschte sich auf einmal das sein Onkel ihn wirklich rausschmeißen würde, denn dann könnte er im Tropfenden Kessel wohnen, ohne das jemand fragen stellte.

So fuhren sie zum Haus der Dursleys, Harry ging nachdem er seinen Koffer wie sein Onkel es wollte in den Keller brachte, auf sein Zimmer und schloss die Tür.

Nur Hedwig konnte er mit in sein Zimmer nehmen und dafür war er schon dankbar.

Die ersten beiden Wochen vergingen, ohne das sich etwas geändert hatte. Harry musste wie jedes Jahr, im Haushalt helfen und den Garten versorgen.

Er beschwerte sich nicht, denn er wusste aus Erfahrung das dies sinnlos war.

Eines Abends, es war schon nach 22 Uhr rief ihn sein Onkel und verlangte das Harry in den nächsten offenen Supermarkt gehen solle, er brauche was zum Trinken.

Harry nickte ergeben, zog sich eine Jacke über und verlies das Haus der Dursleys.

Er schlenderte die verlassenen Straßen Londons entlang und atmete die frische Luft tief ein.

#Es ist alles so friedlich.# ging es ihm durch den Kopf, doch ein leises rascheln lies ihn stehen bleiben.

„Hallo?", fragte er vorsichtig und verfluchte innerlich seinen Onkel das er ihm seine Zaubersachen weggenommen hatte. Denn seinen Zauberstab könnte er jetzt gebrauchen.

„Was sehen meine Augen? Ein Junge so allein unterwegs, um diese Zeit?", hörte er eine Stimme und kurz darauf kam ein Mann mit einem langen schwarzem Ledermantel auf ihn zu.

Harry bliebt wie angewurzelt stehen und hoffte das der Kerl ihm nichts tun würde.

„Na was ist kleiner. Kannst du nicht reden?"

„Ähm...ich...ich kann reden.", stotterte er.

„Gut. Also was machst hier in meinem Revier?", wollte der Mann wissen und kam immer näher, kurz vor Harry blieb er stehen und musterte den Jungen.

„Ihrem was?"

„Meinem Revier, mein kleiner. Bist du allein?", fragte er, Harry nickte und bekam ein mulmiges Gefühl im Magen.

Eine Weile sahen sich die beiden in die Augen und niemand sagte etwas, der Mann schob seine Kapuze vom Kopf und hervor kamen schwarze schulterlange Haare, ein markantes Gesicht und freundlich aussehende Augen.

Harry zog erstaunt eine Augenbraue nach oben.

„Du gefällst mir kleiner.", flüsterte der Mann.

„Was?", konnte Harry nur fragen, er verstand nicht was der Mann von ihm wollte.

Plötzlich hielt der Fremde ihm seine Hand entgegen und lächelte Harry an: „Mein Name ist Jack...Jack Green. Und wer bist du?"

Harry nahm zögernd die Hand des Mannes: „Mein Name ist Harry...Harry Potter."

„Angenehm, dich kennen zu lernen Harry. Ich darf doch Harry sagen?", fragte Jack und klang dabei nicht mehr bedrohlich.

„Klar...J...Jack.", auf Harrys Lippen bildete sich ein kleines und ehrliches lächeln, da er froh war das dieser Jack ihm wohl nichts tun würde. Trotzdem war er weiterhin vorsichtig, denn man konnte ja nie wissen.

„Also wo willst du um diese Zeit hin, Harry?", fragte Jack und lies die Hand des Jungen los.

„Ich soll für meinen Onkel in den Supermarkt."

„Um diese Zeit?"

„Ja, kommt schon mal vor das ich abends was besorgen soll."

„Sag mal wie alt bist du eigentlich, kleiner?"

„Ich bin 14 Jahre und nicht klein.", maulte Harry, er konnte es nicht leiden das ihn die Leute ‚Kleiner' nannten.

„14? Ich hätte gedacht du seihst älter.", meinte Jack und versuchte so den Jungen zu beschwichtigen da ihm nicht entgangen war, das er wegen dem Wort ‚Kleiner' sauer wurde.

Harry ging nicht darauf ein, sondern setzte seinen Weg zum Supermarkt fort. Jack ging neben ihm schweigend her und besah sich den Jungen von der Seite.

#Er sieht Thorn so unglaublich ähnlich. Ob er was dagegen hätte, wenn ich ihn kennen lernen will?#, ging es Jack durch den Kopf.

Harry bemerkte die Blicke von Jack doch er fragte nicht, warum der andere ihn so ansah.

Im Supermarkt angekommen, fand er schnell was er holen sollte, nachdem er bezahlt hatte machte er sich zusammen mit Jack wieder auf den Weg zum Lingusterweg 4.

Als sie in die Straße einbogen, blieb Harry stehen.

„Ich glaube, es ist besser wenn ich mich hier von dir verabschiede. Mein Onkel wird leicht wütend und wenn er dich sieht könnte das gut möglich sein.", sagte er und schaute in die braunen Augen von Jack.

„Gut wenn du das willst. Kann ich dich mal wieder sehen?", fragte er hoffnungsvoll.

„Wieso?", wollte Harry wissen.

„Weil ich dich gerne kennen lernen möchte. Aber nur wenn du willst."

„Ja, warum nicht. Ich hab nichts zu verlieren. Leider kann ich nicht immer raus, aber ich könnte versuchen mich abends aus dem Haus zu schleichen."

„Wirklich? Das wäre gut, denn ich kann auch nur abends. Könnten wir uns morgen Abend, sehen? Um dieselbe Zeit wie heute?"

„Um 22 Uhr, also? Klar ich werde versuchen zu kommen, warte auf mich an dem Spielplatz, der ist zwei Straßen weiter.", meinte Harry und wusste selber nicht genau, warum er darauf einging. Aber irgendetwas an diesem Jack faszinierte ihn und er wollte diesen Mann kennen lernen.

Als Jack dem zugestimmt hatte, machte Harry sich auf den Weg zu den Dursleys. Als er das Haus betrat, fand er seinen Onkel schlafend vor dem Fernseher. So stellte er die Flasche auf den Tisch, legte den Kassenzettel und das Restgeld hin und ging auf sein Zimmer.

Der nächste Tag konnte für Harry nicht schnell genug vergehen. Um 22 Uhr, seine Verwandten bemerkten ihn nicht einmal, schlich er sich aus dem Haus und machte sich auf den Weg.

Er war gerade am Spielplatz angekommen, als er auch schon Jack auf diesem erblickte. Der hatte sich auf eine der Schaukeln gesetzt und schaute in den Himmel.

„Hey.", sagte Harry leise.

„Hey, du bist gekommen. Schön. Wie war dein Tag?", fragte Jack freundlich und in seinen Augen konnte Harry ein glitzern sehen.

„Wie immer, hatte viel zu tun. Und wie war deiner?", stellte er die Gegenfrage und setzte sich auf die Schaukel neben Jack.

„Ich hatte nicht viel zu tun, hab fast nur geschlafen.", meinte dieser.

Nach einer weile in der die beiden einfach die Ruhe der Nacht genossen, unterhielten sie sich bis früh in den Morgenstunden. Bevor die Sonne die Nacht ablösen konnte, schlich sich Harry wieder in sein Zimmer und legte sich ins Bett.

#Die Unterhaltung mit Jack war echt gut. Ich hab das Gefühl ihn schon ewig zu kennen. Gibt es das, das man sich auf Anhieb mit jemandem versteht? Auch ohne Worte? Ich kann nur hoffen das der Tag auch schnell vorbei geht.#

Und Harry behielt recht, der Tag verging ziemlich schnell und abends machte er sich wieder auf den Weg um sich mit Jack zu treffen.

Es waren mittlerweile drei Wochen vergangen in denen sich die beiden fast jeden Abend trafen und viel miteinander redeten.

„Jack, es tut mir leid aber ich kann morgen nicht kommen.", sagte Harry leise.

„Warum nicht?"

„Weil...morgen Abend hat die Bibliothek auf und ich wollte gerne mal dorthin gehen. Es gibt dort zwar nicht die Bücher die ich für meine Schule gebrauchen könnte, aber ich wollte was anderes dort suchen.", erklärte er und sah Jack entschuldigend an.

„Willst du da alleine hingehen? Oder könnte ich vielleicht mitkommen?", wollte er wissen und als antwort legte sich ein lächeln auf Harrys Lippen.

„Gerne.", sagte der Gryffindor und warf sich Jack in die Arme.

Der war zuerst zu überrascht um zu reagieren, erholte sich aber schnell und legte seine Arme beschützend um den Jungen.

#Es fühlt sich gut an ihn in meinen Armen zu halten.#, dachte er sich und ahnte nicht das in Harrys Kopf gerade das selbe vorging.

Auch er genoss diese Umarmung und kuschelte sich regelrecht an die Brust des größeren.

Wie lange beide in dieser Position dastanden wussten sie nicht, doch irgendwann lösten sie sich von einander.

Harry sah etwas rot geworden auf den Boden und nuschelte: „Ich sollte jetzt gehen."

„Ja, solltest du.", sagte Jack und konnte sich an dem Anblick des Jungen nicht satt sehen.

„Harry?", fragte er zögernd. „Ja?"

„Darf...könnte...hättest du was dagegen wenn, ich dich küssen würde?", fragte Jack und wunderte sich, warum er so plötzlich schüchtern wurde. Denn das war er sonst nie.

Harry sah sein gegenüber mit großen Augen an und brachte kein Wort heraus.

Jack der in dem Gesicht des Jungen sehen konnte, das er nicht wusste was er tun sollte, nahm dem kleinen die Entscheidung ab.

Langsam beugte er sich zu Harry und berührte zart die Lippen des Gryffindor. Dieser riss erst überrascht die Augen weit auf, hatte er doch noch nie einen Kuss bekommen. Und daran das er von einem anderen Mann seinen ersten Kuss bekommen würde, hatte er nie gedacht. Doch langsam entspannte er sich. Nachdem Jacks Lippen immer noch ruhig auf den seinen lagen und ein kribbeln durch Harrys Körper jagte, schloss er langsam die Augen und genoss das Gefühl, welches der andere Mann in ihm auslöste.

Jack, der bemerkte das sich der Junge langsam entspannte, bewegte seine Lippen und strich vorsichtig mit seiner Zunge über Harrys Lippen. Nach kurzem zögern öffnete der seine Lippen und Jacks Zunge konnte zum ersten mal den Geschmack des kleineren kosten.

Ein leises aufstöhnen von Harry lies Jack mutiger werden und er schlang seine Arme um ihn und zog den Jungen fest an sich.

Als Jack den Kuss brach, öffnete Harry langsam seine Augen und sah den anderen unsicher an.

#Hoffentlich habe ich das richtig gemacht.#, dachte er sich und als hätte Jack seine Gedanken gelesen, lächelte er den Jungen an und strich ihn zärtlich über die Wange.

„Danke.", hauchte er und setzte noch einen kleinen Kuss auf Harrys Lippen.

„Ich...ich...habe ich das richtig gemacht?", fragte Harry zögernd und sah zu Boden. Jacks lächeln wurde bei der Unsicherheit des kleineren immer größer, er fasste Harrys Kinn und zwang den Gryffindor so, ihm in die Augen zu sehen.

„Das war dein erster Kuss?", fragte er und Harry konnte nur nicken.

„Du bist süß, kleiner. Und glaube mir, wenn du älter wärst würde ich...", Jack lies den Satz offen und Harrys Wangen färbten sich bei seinen eigenen Gedanken rot.

#Was würde er machen? würde er...#, bei diesen Gedanken fühlte er wie sich das Kribbeln in seinem Körper immer mehr ausbreitete.

„Ich sollte gehen, Harry.", unterbrach Jack die Gedankengänge des kleinen.

„Sehen...sehen wir uns morgen Abend?", fagte Harry unsicher.

„Klar, ich hab doch gesagt das ich mit dir in die Bibliothek gehen werde. Und nun marsch mit dir ins Bett, die Sonne geht bald auf. Schlaf schön, mein kleiner.", mit diesem Worten, gab er Harry noch einen Kuss und verschwand.

Der Gryffindor, stand noch eine weile an der selben Stelle und berührte mit seiner Hand seine Lippen, auf denen er immer noch den Geschmack von Jack hatte.

#WOW, ich dachte nicht das ein Kuss, von einem Mann so gut sein kann. Ich glaube ich stehe auf Männer. Man wenn das Hermine erfährt...und Ron erst, der wird wohl ausrasten. Aber, sie müssen es ja nicht wissen. #

Am nächsten Abend, traf Harry sich wieder mit Jack. Gemeinsam gingen sie schweigend zur Bibliothek, kurz bevor sie das Gebäude erreicht hatten, blieb Harry stehen.

„Ähm...Jack? Kann ich dich was fragen?", stotterte er nervös.

„Was denn mein kleiner?", wollte er wissen, ihm war es nicht entgangen das Harry unsicher war.

Doch Harry gab ihm keine Antwort, sondern fasste vorsichtig nach Jacks Hand, der schwarzhaarige lächelte Harry an und drückte zur Bestätigung das er nichts dagegen hat, die Hand des kleineren.

Harry atmete erleichtert aus. Er war sich nicht sicher gewesen, was Jack davon hält wenn er einfach seine Hand nehmen würde.

Zusammen gingen sie Händchen haltend in das Gebäude.

„Sag mal, was willst du eigentlich hier?", flüsterte Jack ihm ins Ohr.

Als Jacks Atem Harrys Hals streifte, liefen ihm wohlige Schauer den Rücken entlang.

„Ich wollte mal was nachsehen.", sagte er und ging auf einen der Computer zu. Nach etwa einer halben stunde, hatte Harry was gefunden und hielt die Luft an.

„Was ist?", wollte Jack besorgt wissen, als er sah das Harry immer blasser wurde.

Schnell beugte er sich zu Harry und las den Artikel der auf dem Bildschirm zu sehen war.

Silvesterball in London 1979

Zum diesjährigen Silvesterball, sind wieder viele Menschen erschienen. Hier sehen sie ein Paar der Bilder.

„Und was ist daran so schlimm?", fragte Jack und sah sich die Bilder an.

„Meine Mutter.", hauchte Harry und zeigte auf eines der Bilder.

„Oh. Sie ist hübsch und der Mann? Ist das dein Vater?"

„WAS? DER? MEIN VATER?", rief Harry aufgebracht und handelte sich damit viele vorwurfsvolle Blicke ein.

„Wer ist er denn?", fragte Jack vorsichtig.

„Das...das ist, ist Snape.", sagte Harry trocken und konnte nicht glauben was er da sah. Seine Mutter lag in den Armen seines Hasslehrers Severus Snape und tanzte mit ihm. Auf dem nächsten Bild sah er, wie Snape seine Mutter küsste.

Harry wusste nicht, ob er nun lachen oder weinen sollte, das ganze was er da sah, war so verrückt.

„Und wer ist dieser Snape?", wollte Jack wissen.

Harry überlegte eine weile und dann begann er zögerlich zu erzählen.

„Weißt du Jack...ich gehe in eine Schule, die ist so was wie ein Internat...ja das kann man so nennen. Und Snape ist dort mein Professor...na ja und er hasst mich und ich ihn, denke ich."

„Wieso hasst er dich denn? Und du ihn?"

„Also, das...ich weiß nicht genau es hat glaub ich mit meinem Vater zu tun.", meinte Harry und beschloss in diesem Moment mehr über seinen Vater und Severus Snape zu erfahren.

„Aber er scheint deine Mutter gerne zu haben. Und so wie die beiden auf dem Bild aussehen, würde ich sogar sagen, sie lieben sich. Sieht jedenfalls danach aus.", Jack sah während er das sagte in Harrys Gesicht um zu sehen wie sein kleiner auf das was er sagte reagierte.

Harry hatte Jack genau zugehört und besah sich die Bilder genauer und musste feststellen das Jack nicht ganz unrecht hatte. Seine Mutter strahlte Snape regelrecht an und auch der sonst so ernste Tränkelehrer sah glücklich aus. Nach dieser Erkenntnis wuchs sein Entschluss, mehr über die Vergangenheit von Snape, seinem Vater und seiner Mutter herauszufinden.

Doch wie? In Hogwarts? In der Mugel Welt? Er wusste es nicht.

„Ich würde gerne mehr über die Vergangenheit meiner Eltern und Snape erfahren.", sagte er laut.

„Wenn du willst kann ich dir ja helfen.", Harry sah Jack erstaunt an. „Wirklich?"

Jack nickte und überlegte ob er seinem kleinen weit genug vertrauen konnte um ihn in ‚seine Welt' einzuführen.

„Harry, ich muss dir was sagen."

Der Gryffindor, nickte ernsthaft, ihm war anhand wie Jack das sagte nicht entgangen das es etwas ernstes war.

„Ich...könnten wir ein wenig rausgehen? Ich erzähle dir das unterwegs.", bat Jack.

Nachdem die beiden eine weile gelaufen sind und Harry schon dachte das Jack nichts mehr sagen würde, hielt der, ihn am Arm fest.

„Harry, ich...ich mag dich sehr. Vielleicht mehr als mir gut tut.", begann er, doch bevor Harry etwas dazu sagen konnte, fuhr er fort.

„Ich habe dir mal erzählt das ich tagsüber meistens schlafe, na ja nicht ohne Grund. Ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll, ohne das du denkst ich sei verrückt. Kleiner ich bin kein Mensch.", Jack stoppte kurz und sah Harry an, doch der Gryffindor zeigte zuerst keinerlei Reaktion.

„Was bist du dann?", fragte Harry schließlich und ergriff Jacks Hand.

Der war etwas erstaunt das der Junge ihm wohl zu glauben schien.

„Ich...ich bin ein Vampir.", sagte er schließlich.

„Und mehr nicht?", wollte Harry wissen.

„Du...du glaubst mir?", fragte Jack erstaunt.

„Ja warum nicht, ich in ja auch kein normaler Muggel.", meinte Harry trocken.

„Ein was?"

„Ein Muggel. Nicht Magische Wesen. Jack ich muss dir auch was sagen, ich...ich bin ein Zauberer.", nun war es an Harry Jacks Gesicht zu beobachten.

„Ein Zauberer?", lachte Jack plötzlich und Harry dachte schon das er ihm nicht glauben würde. Doch Jack hörte mit dem lachen auf, zog Harry in seine Arme und hielt ihn fest.

„Kleiner, das gibt es doch nicht. Da bin ich schon so lange auf der Welt und habe nicht gleich erkannt das du ein Zauberer bist. Man ich muss blind gewesen sein."

Harry war zu verwirrt um zu antworten.

„Weißt du mein kleiner, wir Vampire begegnen nicht vielen Zauberern auch wenn wir ihre Magie spüren. Wir erkennen sie nicht immer. Ich habe deine Magie gespürt, aber, ich dachte das es zu deiner Ausstrahlung gehört. Aber da du ein Zauberer bist, hast du sicherlich schon von Vampiren gehört. Oder?", Jack schob Harry ein wenig von sich weg um ihm in die Augen zu sehen. Und dort sah er weder Angst noch Ablehnung, nur Neugier und etwas was aussah wie Zuneigung?

„Ich...Ähm...ja ich hab schon mal von Vampiren gehört. Aber nicht viel. Stimmt es das ihr einen Blutstein habt oder so was?", fragte Harry neugierig geworden.

„Nein einen Blutstein besitzt mein Clan nicht. Wir ernähren uns auf die altmodische art."

„Das heißt ihr trinkt das Blut von Muggeln...Ähm Menschen?", fragte Harry erschrocken.

„Ich kann dich beruhigen, unser Clan tötet keine Menschen. Wir bekommen das Blut, von den Blutbanken."

„Ihr klaut es?"

Jack musste bei dem ungläubigen Gesichtsausdruck von Harry lachen. „Nein, wir stehlen es nicht. Wir haben eine Art Vertrag mit ihnen, wir bekommen das Blut das sie nicht mehr gebrauchen können. Dadurch sparen sie Geld, denn sonst müssten sie es entsorgen lassen. Sei mir nicht böse, kleiner, das ich es dir nicht schon eher gesagt habe. Aber, ich wollte dich kennen lernen ohne das du Angst vor mir hast.", versuchte er dem Gryffindor zu erklären.

„Ich habe keine Angst vor dir oder ja...ähm...deiner Rasse. Ich mein, ich bin auch nicht ganz ‚normal' ich bin ein Zauberer und du ein Vampir. Was solls, ich mag dich trotzdem, sehr.", meinte Harry und wurde leicht rot.

Ihm war es immer noch etwas unangenehm mit Jack über seine Gefühle zu reden. Er hatte vorher nie eine Freundin gehabt und nun hatte er einen Freund.

#Ist Jack mein Freund? So richtig? Wir haben nie darüber geredet.#, ging es ihm durch den Kopf.

Harry überlegte nicht lange, sondern sah Jack in die Augen und fragte dann das was er wissen wollte. „Sag mal, was sind wir?"

Jack verstand was er wollte und schmunzelte.

„Freunde. Aber, wenn du willst könnten wir mehr als Freunde sein."

„Was denn?"

„Liebende.", meinte Jack und wartete auf Harrys Reaktion. „Weißt du kleiner, ich mag dich nicht nur sehr. Sondern, ich bin dabei mich in dich zu verlieben. Ich weiß du bist noch sehr Jung und glaube mir wenn du mehr willst, kann ich auf dich warten, ich habe Zeit, da ich ja nicht älter werde.", Jack nahm Harrys Gesicht in seine Hände und hauchte ihm einen Kuss auf die Lippen.

Ein Klatschen lies die beiden auseinander fahren.

„Na Jack, wen hast du denn da?"

Jack seufzte als er die Stimme seines Langjährigen Freundes erkannte, er legte Harry den Arm Besitzergreifend um die Hüfte und drehte sich zu dem Neuankömmling um.

„William! Was machst du hier, solltest du nicht in Paris sein?"

Harry sah sich den blonden Mann genauer an, er hatte wie Jack einen langen Ledermantel, seine restlich Kleidung war ebenfalls schwarz. William kam lässig auf die beiden zu und blieb vor ihnen stehen.

„Ach Paris ist auch nicht mehr, was es mal war. Mir war es zu langweilig, dort. Und wer bist du?", fragte William und sah Harry an.

Als William, Harry gemustert hatte, sah er Jack erstaunt an und der nickte dem Blonden zu.

#Er sieht fast so aus wie, Thorn.", dachte sich William, er beschloss später Jack zu fragen.

„Ich bin Harry.", meldete sich der Gryffindor zu Wort und William richtete seine Aufmerksamkeit dem Jungen.

„Aha und ich bin Will. Ich mag es nicht wenn man mich William nennt. Dann fühl ich mich zu alt.", stellte er sich vor und reichte dem Jungen die Hand, welche der nach kurzem zögern annahm.

„Er gehört zu unserem Clan. Und ist auch ein Vampir.", flüsterte Jack Harry ins Ohr, worauf der nur nickte.

„Ich sollte gehen, es ist schon spät.", meinte Harry und sah Jack in die Augen.

„Ja mach das, wir begleiten dich noch ein stück."

Während Jack Harry weiterhin in seinem Arm hielt, ging Will neben den beiden und warf ihnen immer wieder neugierige blicke zu.

„Ich sollte ab hier allein gehen.", meinte Harry.

Jack zog ihn in seine Arme und gab ihm einen leidenschaftlichen Gute-Nacht-Kuss nachdem sie sich getrennt hatte, nickte Harry Will noch einmal zu und verschwand um die Ecke.

„Also wer ist der kleine?", wollte Will wissen nachdem Harry außer sicht war. Jack räusperte sich kurz und begann dann zu erzählen wie er Harry kennen gelernt hatte.

„Meinst du nicht, das er zu Jung ist?", fragte Will.

„Ich weiß, das er Jung ist. Aber, für sein Alter ist er ziemlich erwachsen. Und auch er fühlt etwas für mich. Ich habe ihm gesagt, das wenn er will, warte ich auf ihn. Glaube mir, ich würde ihn nie zu etwas zwingen oder ihn drängen.", erklärte Jack ernst.

„Er sieht Thorn sehr ähnlich. Magst du ihn deshalb?", Will hatte sich eine Zigarette angezündet und lehnte sich an eine Mauer.

„Falls du denkst, das er ein Ersatz für Thorn wäre, liegst du falsch. Ja es stimmt er sieht Thorn sehr ähnlich, aber Harrys Charakter ist anders. Er ist in vielen dingen anders, als Thorn es war. Niemand könnte je ein Ersatz für Thorn sein. Ich habe ihn geliebt viele Jahre und nach seinem Tod...du weißt ich habe seit seinem Tod vor nunmehr 50 Jahren keinen Partner mehr gehabt. Ich wollte keinen, aber, Harry er hat wieder etwas in mir geweckt von dem ich dachte es sei nicht mehr da. Wir sind Geschöpfe der Nacht und er ist so anders.", Jacks Gedanken schweiften ab, er dachte an die letzten Wochen die er mit Harry verbrachte. Und mit jedem Tag, lernte er ihn besser kennen und nach und nach entwickelte er immer mehr Gefühle für den Jungen.

„Ich verstehe. Wenn du ihn magst und er dich auch, dann soll es so sein. Ich werde wie immer hinter dir stehen und der kleine scheint dir sehr gut zu tun.", beschwichtigend legte Will seinen Arm auf Jacks Schulter und gemeinsam machten sie sich auf ihren Weg.

„Ja er tut mir gut.", seufzte Jack. „Ach, das hätte ich fast vergessen. Ich will ja Harry bei seinen Recherche helfen."

„Und um was geht es?"

„Es geht um seine Eltern und seinen Professor.", Jack kramte aus seiner Jackentasche das ausgedruckte Bild heraus, auf dessen Rückseite er die Namen geschrieben hatte.

„Severus Snape. Lily Potter, geborene Evans. Und sein Vater, James Potter.", las er vor und reichte dann das Bild Will.

„Oh, er will also was über den Tränkelehrer Hogwarts wissen?", Jack blieb plötzlich stehen und sah seinen Freund fragend an.

„Du kennst den Professor?"

„Ähm...ja. Habe ihn vor etwa 20 Jahren mal getroffen. Der ist ganz in Ordnung wenn man ihn kennt."

„Was weißt du über ihn?", wollte Jack wissen und ärgerte sich, das er nicht gleich auf die Idee gekommen ist, Will zu fragen. Er kannte den Blonden Vampir doch, der immer in der Weltgeschichte herumreiste und Leute traf.

Will erzählte Jack, das er Severus Snape in London kennen gelernt hatte. Und das er nachdem er ihn eine Weile beobachtete, beschloss mit dem Schwarzhaarigen zu reden.

Snape erzählte ihm, nachdem er festgestellt hatte, das Will ein Vampir ist, das er selber in die Zauberschule Hogwarts ging. Doch nicht genau wisse, wie es weiter geht, das er eine Freundin habe, niemand aber von ihrer Beziehung erfahren darf.

Flaschback Ende

„Harry? Kleiner, hörst du mich?", zum wiederholten male versuchte Severus Snape seinen Sohn auf sich aufmerksam zu machen.

Harry blinzelte ein paar mal und schaute seinen Vater verwirrt an.

„Entschuldige, Dad. Ich habe gerade daran gedacht wie ich...ich Jack kennen gelernt habe.", meinte Harry und schaute traurig in den Kamin.

Snape der die Trauer seines Sohnes kannte, setzte sich neben ihn und zog ihn in seine Arme.

„Ich weiß es tut weh, mein kleiner. Denk immer daran, ihr beide hattet eine schöne, wenn auch kurze Zeit. Durch ihn hast du erfahren welchem Geschlecht du zugeneigt bist. Er hat dich geliebt, genauso wie du ihn, doch leider...", Severus brach ab und überlegte was er seinem Sohn sagen sollte, damit sein Kummer besser würde.

„Versuche über seinen Verlust hinweg zu kommen. Er hätte nicht gewollt, das du allein bleibst. Er wollte immer, das du glücklich bist."

Harry lehnte sich fester in die Arme seines Vaters und genoss die Streicheleinheiten.

„Ich weiß. Aber, es ist schwer jemanden zu finden, der mich so liebt wie ich bin.", seufzte Harry.

„Ja, ich weiß. Es ist nie einfach, jemanden zu finden den man liebt. Aber, ich möchte das du es versuchst. Versuche, dich nicht von allen zurückzuziehen. Es wird jemanden geben, der dich liebt. Glaube mir.", Severus drückte seinem Sohn einen Kuss auf die Stirn und lächelte ihn aufmunternd an.

„Ich hoffe du hast recht und ich finde jemanden den ich lieben kann und der mich liebt."

„Ich möchte nicht unhöflich sein aber, es wird Zeit mein Sohn, du solltest langsam in deinen Turm gehen, sonst werden die anderen noch fragen stellen."

Harry nickte, umarmte seinen Vater noch einmal und machte sich dann auf den Weg in seinen Turm.

Es war schon nach 22 Uhr und er hoffte das die meisten schon schliefen und ihm keine fragen stellten, wo er denn so lange war.

TBC?

Und wie hat euch dieser Teil gefallen? nervös bin

Hoffe ich habe euch nicht vergrault.