Shopping & Sightseeing

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Am Samstagmorgen erwachte Jessy als erste. Sie konnte nicht mehr schlafen. Nachdem sie einigermaßen munter war, schnappte sie sich ihr Lieblingsbuch und ließ sich in der Badewanne ein heißes Bad ein.

Nach einer Weile hörte sie, dass Melly auch aufgewacht war und stieg aus der Wanne raus. Sie putze sich noch die Zähne und zog sich an. Als Jessy aus dem Zimmer kam, war ihre Freundin noch ganz verschlafen und bekam kaum die Augen auf. „Na los! Komm schon, du Schlafmütze! Wir haben heute viel vor!" Mit diesem Kommentar schob wurde Melissa in Richtung Bad verfrachtet. Da half kein protestierendes Maulen und Gähnen. Nach ein paar Minuten kam sie munter wieder aus dem Bad raus. Frisch geduscht sah die Welt doch ganz anders aus!

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg zum Frühstück.

Das Angebot war wieder einmal sehr reichlich. Von Croissants über Brötchen, Brot und Kuchen gab es alles. Auch Cornflakes und Süßspeisen waren in Massen vorhanden. Jessy und Melly nahmen sich reichlich zu essen und gingen wieder an einen Tisch am Fenster.

„Mmh, hätte nicht gedacht, dass das Frühstück hier so lecker schmeckt. Aber ich glaub, ich hab erst einmal genug." stellte Jessy seufzend fest „Ja, das stimmt, das Frühstück ist wirklich lecker." pflichtete ihr ihre Freundin bei und stand auf, um sich schon die nächste Ladung zu holen. Jessy staunte immer wieder über die „Gabe" Mellys, soviel essen zu können, wie sie wollte und nicht dicker zu werden.

Nach dem ausgiebigen Frühstück ging der Tag erst richtig los. Jessy und Melly liefen wieder zur U-Bahn-Station und stiegen ein. Sie wollten bis zur Tower Bridge fahren und sich dort ein wenig umschauen. Nach einigem Umsteigen kamen sie schließlich an. „Oh Mann, sieh mal, wie teuer der Tower ist. Wollen wir da wirklich rein?" Melly war sich nicht sicher, ob sie den Eintritt zahlen wollten, da es ihr doch recht teuer erschien. Auch Jessy war nicht so angetan von dem Preis und so entschieden sie sich, nicht den Preis zu zahlen, sondern einfach um den Tower herum zu laufen und ihn sich von außen anzusehen. Auf der anderen Seite lag die Tower Bridge. Da man diese auch von innen besichtigen konnte, entschlossen sich die beiden, dies zu versuchen. Viel teurer konnte es ja auch nicht sein. Gesagt, getan! Der Eintritt tatsächlich doch etwas billiger. Also nichts wie rauf! Dachten sie sich und bereuten es nicht Es war berauschend, von oben den Verkehr auf der Brücke zu beobachten und die Aussicht war grandios. Man konnte meilenweit schauen. Es war, als ob sie fliegen würden. Melly und Jessy schauten sich alles ganz genau an und erfuhren dabei viel die Geschichte der Tower Bridge und zu sehen gab es auch allerhand. Nachdem sie eine Weile damit beschäftigt waren, mehr über die Entstehung der Bridge zu erfahren, sah Melly auf die Uhr und stellte fest, dass es doch schon recht spät war. Melly versuchte Jessy weiter zu ziehen, gab dann nach einer Weile aber auf und meinte „Wenn du jetzt nicht mitkommst, werde ich mich allein gruseln gehen und du bist dann schuld daran, wenn ich mich zu Tode erschrecke!" „Okay, ich komme ja schon." murrte Jessy widerwillig.

Wieder auf festem Boden gingen die zwei auf strikten Weg zum Gruselkabinett in der Nebenstraße. „Sag mal, willst du da wirklich rein? Das sieht mir irgendwie zu gruselig aus!" bekam Jessy auf einmal kalte Füße. „Ja, ich will da auf jeden Fall rein! Und du kommst mit! Dir wird schon nix passieren!" lachte Melly ihre besten Freundin an.

Im Dungeon war es dann plötzlich gar nicht mehr so schlimm, fand Jessy. Es gab viel zu lachen und auch viel zu gruseln. Hier und da versuchten sie sich als „Täter" und die jeweils andere musste dann logischerweise als „Opfer" herhalten. Auch als sie „zum Tode" verurteilt wurden und in ein etwas marode aussehendes Boot steigen mussten, nahmen sie das mit Humor. Selbst der Shop musste aufs genaueste inspiziert werden. Als sie auch den letzten Penny ausgegeben hatte, schauten sie auf die Uhr. „Oh Shit, wir sollten langsam ins Hotel zurück. Müssen doch ausnutzen, dass es so ein großes und unfangreiches Abendessen gibt. Wir können ja später noch wohin. Los komm!" Jessy zog Melly am Jackenärmel hinter sich her zur Underground.

Zum Glück dauerte die Fahrt nicht allzu lange und die beiden bekamen noch ein reichhaltiges Essen im Hotel. Es waren warme Speisen, wie Hähnchen, aber auch Brote mit Wurst im Angebot. Es bestand auch die Wahl zwischen Salaten und Süßspeisen zum Abschluss. Da Melly und Jessy den ganzen Tag durch London gelaufen waren, hatten sie gar nicht gemerkt, was für Hunger sie hatten. Sie schlugen kräftig zu und ließen es sich schmecken. „Wow, koste mal dieses Hähnchen! Das ist superlecker!" riet Jessy Melissa für den nächsten Gang. „Oh ja, das riecht schon so gut. Ich bezweifle aber, dass ich so eines noch schaffe." Schließlich begaben sie sich satt und zufrieden in ihr Zimmer.

„Okay, alles können wir heute noch machen, aber nicht auf die Oxford Street." protestierte Jessy. „Meinetwegen. Wie wäre es, wenn wir uns noch den Picadilly Circus anschauen? Es ist noch früh am Abend." Schlug Melly vor. „Das klingt gut. Da soll es auch einen angesagten Club geben." „Alles klar. Dann werden wir uns mal in die Hufe schwingen." Minuten später saßen sie wieder in der Underground. Der Picadilly Circus war nicht weit weg. Nur 10 Minuten und sie waren da. Der Abend wurde schon wie der vorherige sehr lang, als sie in einen Club reingelassen wurden. Es lief super Musik und die zwei hatten einen riesigen Spaß, was wohl auch daran lag, dass London mehr oder weniger schon recht gut auf Bon Jovi eingestimmt war, denn der DJ spielte sehr viele Lieder der Band und die Leute tobten auf der Tanzfläche. Erst spät abends kamen die beiden wieder ins Hotel zurück und schlummerten mit der Aussicht auf den nächsten Tag auch dementsprechend schnell in ihren Betten ein.