Hallo ihr da draußen,

hier nun das zweite Kapitel meiner kleinen Triologie. Ist nicht gerade erbaulich und ich bin mir nicht sicher weswegen ich warnen könnte, höchstens, dass ich es nicht besonders gelungen finde und dass es hauptsächlich aus der Sicht von Severus erzählt wird, was nicht heißen soll, dass er Schuld daran ist, nein keineswegs - nur Hermine ist leider außerstande wirklich viel beitragen zu können

Disclaimer (das gleiche übrigens wie im ersten Kapitel #smile#)

Mir gehören weder die Figuren noch die Welt in der sich diese aufhalten… ich leihe sie mir nur kurz aus… #smile#

Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte... mein einziger Lohn sind Reviews… falls ich denn welche bekomme… ( ein großes DANKE an … für ihre Reviews zum ersten Kapitel, ich hab mich über jedes Wort davon gefreut)

Nur die Idee zu dieser Geschichte gehört einzig und allein mir… Ähnlichkeiten mit anderen Fanfictions sind nicht beabsichtig, ebenso Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Person sind rein zufälliger Natur, sollte jemand meinen, er erkennt sich hier wieder #smile#

Miss Vero: Diesmal geht es etwas langsamer zu, aber das nächste Kapitel wird dann zeitlich gesehen, schneller voranschreiten.

Tar-Ancalimae: Freut mich, dass es dir gefällt und hoffe, du bleibst nach diesem Kapitel auch noch dran.

Nach wie vor ist es auf drei Kapitel ausgelegt. Anregungen und Verbesserung sind wie immer erwünscht und so wünsche ich euch, VIEL SPASS beim Lesen.

Ein neues Leben

von usa-ani

Kapitel 2 – Eine verlorene Liebe

Snape hatte Blumen in der Hand, als er St. Mungos betrat. Es war nicht sein erster Besuch in dem Zaubererkrankenhaus und bestimmt nicht sein letzter, wie er sich seufzend eingestehen musste. Seit mehr als zwei Monaten kam er jeden Tag um die gleiche Zeit und besuchte Miss Granger. Nachdem ihre körperlichen Wunden versorgt gewesen waren, hatte man sie in die psychiatrische Abteilung eingewiesen. Dort verbrachte sie Tag für Tag in ihrem Zimmer. Nur wenn er kam, verließ sie es. Er führte sie nach draußen, redete mit ihr und versuchte sie zu einer kleine Regung zu bewegen. Wenn das Wetter schlecht war, las er ihr ein Buch vor, doch außer dass sie in unregelmäßigen Abständen immer wieder, „Ich bin schuld." sagte, waren von ihr keine anderen Worte zu hören.

Snape hatte ihr damals den Stab aus der Hand gerissen und sie so vor einer Selbstverstümmelung oder sogar den eigenen Tod bewahrt, doch seit diesem Tag war sie nicht mehr dieselbe. Mit Bedauern hatte er schon bald feststellen müssen, dass sie geistig verwirrt war um es milde auszudrücken. Ihre Seele war überfordert gewesen und nach all den Flüchen, die sie abbekommen hatte, war ihr Körper auch nicht mehr in der Lage gewesen sich zu wehren. Sie tat alles nur noch mechanisch, wie als wäre sie eine mechanische Puppe oder würde unter Imperio stehen… sie aß, trank und zog sich selbstständig an und aus, doch sonst verbrachte sie ihre Zeit am Fenster ihres Zimmers sitzend und starrte nach draußen.

„Guten Tag, Miss Granger." grüßte Snape sie höflich und stellte die Blumen in eine Vase, während die Alten im Abfall landeten. Es war wie ein Ritual. Sobald er durch die Tür kam, hob sie ihren Kopf, sah ihn mit diesen leeren Augen an in denen mal früher so viel Leben geherrscht hatte und wenn er die Blumen gewechselt hatte, stand sie auf und roch an ihnen. Dann setzte sie sich aufs Bett und zog die Beine an, welche sie mit ihren Armen umklammerte. Er lächelte sie an, doch sie reagierte nie wirklich darauf. Den Kopf schief gelegt, sah sie ihn an und er begann einen Monolog, erzählte von Hogwarts und von ihren Freunden.

Zum Ende seines Besuchs gingen sie spazieren und er erzählte weiter. Er wollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass sie irgendwann wieder in die reale Welt zurück fand. Voldemort hatte mehr gewusst, als Snape geahnt hatte. Er hatte von seiner Liebe zu Hermine gewusst besser gesagt von einer Liebe zu einer Frau, die Snape in Gedanken anders aussehen ließ und ihr sogar einen anderen Namen gab, sollte sein Meister es je schaffen in diesen Bereich vorzudringen, was er letzten Endes auch getan hatte.

Potter und Weasly kamen so oft es ihnen ihre Zeit zuließ. Seit Ende des Kampfes arbeiteten sie für das Ministerium um flüchtige Todesser aufzuspüren und das teilweise tagelang ohne Schlaf. Es war fast zur Besessenheit geworden, jeden einzelnen dingfest zu machen und nach Askaban zu bringen oder direkt Dementoren zu überlassen. Sie waren schuld an Hermines Zustand, sagten sich die beiden immer wieder, wenn sie Hermine besuchten und sie in diesem erbärmlichen Zustand sahen.

Bevor Hermine der letzte Fluch getroffen hatte, ging es ihr gut, doch Snape wusste, dass es nur eine Frage der Zeit gewesen war, bis sie realisiert hätte, was sie getan hatte und so oder so wäre ihr Geist abgetaucht. Früher oder später hätte sie sich dem stellen müssen, doch vielleicht wäre es nicht ganz so tragisch ausgegangen, sicherlich hätte man sie retten können. Snape gab sich wohl selbst die größte Schuld. Erst war sie vor ihn gesprungen um ihn vor Voldemorts Fluch zu schützen und dann war er so unachtsam gewesen, denn sonst hätte der letzte Zauber mit Sicherheit nicht sein Ziel erreicht.

Auch heute war ihr keine Reaktion zu entlocken gewesen. Kaum, dass Snape die Tür zu ihrem Zimmer geschlossen hatte, wich sein Lächeln einem bitteren Zug. Er sollte hier sein oder besser noch tot, doch nicht sie. Sie hatte noch ihr ganzes Leben vor sich gehabt, sie hätte eine Familie gründen sollen, ein schönes Leben verbringen, lachend und nicht so vor sich hinstarrend, wie sie es jetzt tat. Es schmerzte, sie so sehen zu müssen und zum ersten Mal fragte er sich ernsthaft, wie lange er noch herkommen würde. Sie erkannte ihn nicht, wusste wahrscheinlich nicht mal wer er war, falls sie überhaupt etwas von ihrer Umgebung mit bekam.

Jedoch so teilnahmslos, wie er dachte, war sie nicht. Nachts schien sie zu erwachen, wurde von Alpträumen heimgesucht in denen sie immer wieder den jungen Mann sah, den sie als erstes umgebracht hatte. Ohne es zu wissen, spendete Snape ihr Trost, wenn sie erwachte. Er nahm sie in den Arm und wiegte sie hin und her, redete mit seiner sanften Stimme auf sei ein bis sie sich beruhigte. Dies alles geschah in ihrer Fantasie und nie jemand bekam etwas davon mit, denn am nächsten Tag war sie wieder die leblose Puppe, die kaum ein Ton von sich gab.

Doch dies sollte sich am nächsten Tag bereits ändern. Hermine saß in dem Sessel und starrte nach draußen. Ihre Wanduhr gab ein pochendes Geräusch von sich, das in der Anzahl der Stunden erklang. Sie nahm es nur nebenbei wahr, doch mit einem Mal kam Leben in sie. Ihr Kopf ruckte zur Tür und verharrte einige Minuten so, doch Snape erschien nicht. Es war der erste Tag, an dem sie keinen Besuch von ihm bekommen würde. Als die Uhr wieder schlug, diesmal zur viertel Stunde, wandte sie sich wieder dem Fenster zu. Sie spürte nichts, sie dachte nichts und sah nur nach draußen, während immer wieder die Worte „ich bin schuld" in dem leeren Raum widerhallten.

Die Nacht war längst herein gebrochen, als sich aus Hermines Kehle ein leiser Schrei löste. Erneut hatte sie den jungen Mann gesehen, sein Entsetzen und wie er zu Boden fiel. Hemmungslos begann sie zu weinen, doch diesmal hörte sie keine Stimme, die ihr liebevolle Worte des Trostes zuflüsterte, keine Hand, die ihr beruhigend über die Schulter strich. Das lautlose Weinen verwandelte sich in ein leises Wimmern, das schließlich in ein Schluchzen überging. Ihr Kissen war durchtränkt, als sie endlich wieder in einen Schlaf fiel, der nicht erholsamer wurde.

Es waren bereits Tage vergangen, seit er sie das letzte Mal gesehen hatte, sie das letzte Mal besucht und mit ihr geredet. Jeden Tag erfand er neue Ausreden um sich davon abzuhalten ins St.Mungos zu gehen. Die ersten Sonnenstrahlen fielen durch das einzige Fenster in seinem Schlafzimmer, das fast an der Decke anschloss, und weckten ihn sanft indem sie ihn an der Nase kitzelten. Widerstrebend öffnete er kurz die Augen um sich danach wieder auf die andere Seite zu drehen, dem Licht den Rücken zugewandt. Im Halbschlaf vernahm er ein leises Pochen, das sich verstärkte und vom Fenster zu kommen schien und tatsächlich warf was es auch immer war einen Schatten in den Raum.

Genervt griff er nach seinem Zauberstab, der immer in Griffweite lag, und zielte damit auf das Fenster, welches nur Sekunden später sich dem Willen von Snape beugend öffnete. Eine Taube oder eine Eule, er erkannte es nicht sofort, schoss auf ihn zu und ließ einen Brief fallen. Es betrachtete das Tier kurz näher und stellte fest, dass es sich um einen klein gewachsenen Falken handelte. Es musste sich hier um Eilpost handeln und als er das Siegel auf dem Brief erkannte, war er mit einem Mal hellwach.

Ein Wachsfleck zierte die Rückseite des Umschlags und auf ihm war ein großes „M" abgebildet, das von einem Stab mit Schlange geziert wurde. Ein Arzt von St.Mungos hatte ihm geschrieben, aber weshalb? Wenn es tatsächlich um Miss Granger ging, dann war er wohl der letzte, den man informieren würde, kam es ihm in den Sinn. Unschlüssig sah er den Brief an und erst der Falke erinnerte sich, dass es sich hierbei um Eilpost handelte. In plötzlicher Eile riss er den Brief auf und fand zu seinem Erstaunen wenige Zeilen und zu seinem Leidwesen auch nur sehr dürftige Informationen vor.

„Sehr geehrte Professor Snape,

es ist sehr bedauerlich, dass Sie dieser Brief bereits in den Morgenstunden erreicht und Sie wahrscheinlich aus dem Schlaf holen wird, dennoch zwingen mich die gegeben Vorkommnisse regelrecht dazu.

Es gibt beunruhigende Neuigkeiten bezüglich Miss Granger und da sie von Tag zu Tag schlimmer werden, fand ich es für angebracht Sie zu informieren. Vor allem möchte ich Sie bitten sich sobald wie möglich sich bei mir in St. Mungos einzufinden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Synde"

Er ließ den Brief sinken und bemerkte nicht, wie sich der Falke in die Lüfte erhob und verschwand, da dieser nur darauf gewartet hatte, dass der Empfänger in diesem Fall Snape den Brief so bald wie möglich liest. Das alles interessierte den Empfänger im Augenblick recht wenig, denn dieser war damit beschäftigt seine Gedanken in Ordnung zu bringen. Immer wieder fragte er sich, was in den letzten Tagen geschehen war. Lag sie etwa im Sterben? Hatte sie einen Fluch abbekommen, der sich erst jetzt entfaltete… Was es auch immer war, er musste sofort zu ihr. Mit einem Satz sprang er aus dem Bett, zog sich hastig an und rief dabei nach einem Hauselfen.

„Richte der Direktorin aus, ich werde wahrscheinlich vor dem Mittagessen nicht zurückkommen. Sie soll meine Klassen bis dahin übernehmen. Falls sie fragt um was es so dringendes geht, sah ihr es geht sie nichts an." Mit einem Nicken nahm der Elf seinen Auftrag entgegen und verschwand sogleich wieder.

Nur wenige Minuten später erklangen auf den Steinböden in den Gängen von Hogwarts eilige Schritte, die sich nach außen kämpften. Snape rannte regelrecht die Wiesen hinunter um zum Apparierpunkt zu kommen, wo er dann auch sogleich verschwand. In einer Seitenstraße in der Nähe von St. Mungos erschien er wieder und bewegte sich auch nicht bedächtiger vorwärts, dennoch fiel er nicht wirklich auf. Zu dieser Uhrzeit waren nur wenige Menschen unterwegs und zudem regnete es heftig, was er nicht zur Kenntnis nahm.

Seine Kleidung triefte vor Nässe als er das Hospital betrat, was er mit einem Schlenker seines Stabes schnell beseitigte und sich am Schalter nach Dr. Synde erkundigte. Bereitwillig erklärte die Schwester ihm den Weg dorthin und ohne Dank wandte er sich ab, was die Schwester mit einem Grummeln quittierte. Sein erstes Anliegen allerdings war Hermine zu sehen. In Gedanken nannte er sie erst seit wenigen Minuten nur noch Hermine und wiederholte ihren Namen immer wieder.

Hermine, ich hoffe ich komme nicht zu spät… du darfst nicht sterben… Er malte sich das schlimmste aus und war bestürzt, als er ihr Zimmer leer fand, zumindest das Bett war leer. Seine Beine wollten nachgeben und langsam bewegte er sich wieder zur Tür, als er ein Geräusch vom Sessel vorm Fenster vernahm. Der Sessel war verrückt worden, denn die Tage, als er hier ein und aus ging, hatte er seitlich zum Fenster gestanden und nun zeigte er der Tür den Rücken.

Jeder Schritt schien eine Qual für ihn zu sein und erst als er sie zusammen gekauert auf dem Polster sah, atmete er erleichtert aus. „Guten Morgen, Miss Granger." Doch sie reagierte nicht, sah ihn nicht an, blickte anscheinend sogar durch ihn hindurch, als er sich vor sie stellte. Seine Hand griff nach ihrem Kinn, während er langsam vor ihr auf die Knie sank. Nach wie vor war ihr Blick leer und ohne Leben und da bemerkte er erst den Schleier auf ihren meerblauen Augen. Ernüchtert stellte er leise fest. „Du bist betäubt worden… sie haben dich ruhig gestellt…"

Eine Zorneswelle brach los und er fluchte in Gedanken daran, dass es ihm bisher noch nie aufgefallen war und er sich jedes Mal zu Recht gefragt hatte, warum sie so… beherrscht war. Er sprang auf und verließ eilends den Raum, Hermine ohne ein Wort der Erklärung zurück lassend, denn ihm war mehr als klar, dass sie es nicht verstanden und auch überhaupt nicht mitbekommen hätte, so hatten sie die Ärzte mit Tränken voll gepumpt.

Eine Schwester atmete erleichtert aus, als sie ihn das Zimmer verlassen sah und er schnappte noch ein paar Worte auf, während er an ihr mit großen Schritten vorbei ging. „Endlich sind Sie wieder da." Verwirrt runzelte er die Stirn und rief sich den Satz noch mal ins Gedächtnis und fragte sich, ob sie ernsthaft ihn gemeint haben könnte. Was war passiert, während den Tagen an denen er Hermine fernblieb?

Zu seinem Glück oder zum Unglück des Arztes, fand Snape Synde in seinem Büro vor, wie dieser einige Krankenakten durchging. „Sie haben sie betäubt!" schrie Snape kaum, dass er die Tür hinter sich geschlossen hatte. Mit einer Gelassenheit, die nicht wirklich echt war, Snape bemerkte das leichte Zucken eines Auges, bestätigte er Snapes Worte. „Wollen Sie sich nicht erstmal setzen?" Widerwillig ließ sich Snape nieder, obwohl er in solchen Fällen lieber auf seinen Beinen stand, doch dies eine Mal konnte man ja mal eine Ausnahme machen.

Seine Beine fühlten sich Wackelpuddig an und er wusste genau worauf das zurückzuführen war, nämlich auf die Todesqualen, die ihn seit des Erhalts der Nachricht quälten. Was ihm auch wieder mal mit aller Deutlichkeit zeigte, wie viel ihm Hermine doch bedeutete bzw. korrigierte er sich selbst, wie viel er unnötiger Weise zugelassen hatte, damit sie sich sein Herz erschlich und er teilweise nicht mal einen klaren Gedanken deswegen fassen konnte.

„Warum bin ich hier und nicht ihre Eltern oder ihre Freunde, Potter und Weasly?" stellte er die Frage, die ihn schon auf den Weg hierher beschäftigt hatte. Ein erstaunter Blick streifte ihn, doch dann begann der Doktor zu erzählen. „Sie hat ihre Eltern am Tag vor der Schlacht verloren und soweit ich informiert bin, hat Mister Potter die Vormundschaft für die Dame übernommen, da keine anderen Verwandten mehr da waren. Er hat sie auch recht schnell bekommen, wie ich hinzufügen will."

Snape brummelte vor sich hin. „Wer könnte unserem Held schon etwas verwehren?" meinte der Arzt heraus zu hören. „Auf jeden Fall ist es sehr schwierig Mr. Potter oder Mr. Weasly zu erreichen, denn meist sind sie auf irgendwelchen Einsätzen und da ich um Ihre bis vor wenigen Tagen täglichen Besuche informiert bin, erschien es mir richtig Sie zu benachrichtigen vor allem, da die Dame regelrecht nach Ihnen schreit."

Verwirrt war noch ein mildes Wort um die Gefühle, die sich auf Snapes Gesicht abzeichneten zu beschreiben. Sie rief nach ihm?! „Wann soll das denn bitte gewesen sein? Im Moment ist sie ja nicht mal sie selbst und wenn sie schon immer unter diesen was auch immer für Tränken stand, ist es ja kein Wunder, dass sie nicht mehr zu sich kommen kann." Mit jedem Wort war Snapes Ton kälter geworden und pure Verachtung schlug Snyde entgegen, der auf die anklagenden Worte abwehrend die Hände hob.

„Erst seit Sie weg sind, haben wir damit begonnen, hat es begonnen… " „Was?" fiel ihm Snape ins Wort. „Sie hat jede Nacht Träume um genauer zu sein, Albträume und es ist nicht klar, ob dies schon vorher der Fall war, nur klar ist, sie hat erst nach Ihnen gerufen, als sie nicht mehr kamen." Der Doktor legte eine Pause ein und beobachtete dabei genau, wie sich Snape verhielt, doch dem war keine einzige Gefühlsregung mehr im Gesicht abzulesen. „Erzählen Sie ein bisschen genauer was genau passiert." forderte Snape ihn auf, im Innern immer noch ungläubig, dass sie wirklich ihn gemeint haben könnte und entzündete damit eine kleine Flamme der Hoffnung, Hermine könnte irgendwann doch noch genesen.

„Meist zu unterschiedlichen Nachtzeiten wurden die Schwestern auf sie aufmerksam. Sie begann zu schreien, als hänge ihr Leben davon ab um dann für einen Moment zu verstummen und danach unter Tränen immer wieder ihren Namen zu rufen. Und nicht nur das, sie bitte, nein fleht sie regelrecht an, sie nicht zu verlassen. Es ließ sich nicht vermeiden ihr etwas zur Beruhigung zu geben, denn es half nichts mehr, weder gutes Zureden, noch Versprechungen sie würden am nächsten Tag wieder kommen."

Mit einer plötzlichen Entschlossenheit sah Snape den Doktor an. „Ich nehme sie mit." „Wie Sie nehmen Miss Granger mit?" Irritiert sah Snyde seinen gegenüber an. „So wie es gesagt habe." „Aber das können Sie nicht und außerdem kann ich es nicht zu lassen ohne mit dem Vormund darüber gesprochen haben." Mit grimmigem Ausdruck sah Snape plötzlich die rechte Bücherwand nachdenklich an und entdeckte ein Foto von Potter.

„Potter ist der Vormund, sagten Sie… wenn ich ein Dokument bringe, das von ihm unterschrieben ist, reicht dies dann aus oder brauchen sie ihn persönlich?" Ungemütlich rutschte der Doktor auf seinem Stuhl hin und her. Langsam aber sicher bekam er Angst vor seinem Gegenüber, der ihn mit einem Blick fixierte, der ihm riet ja nicht das falsche zu sagen und mit einer Gänsehaut erinnerte er sich plötzlich an die Geschichten, die sich um Professor Snape drehten, was ihn auch noch kreidebleich werden ließ.

„Natürlich reicht ein Dokument." Stieß er leise aus. „Hervorragend. In gut einer Stunde sollte ich zurück sein. Bis dahin sollen alle Habseligkeiten von Miss Granger gepackt sein, damit sie nicht länger als nötig in diesem Krankenhaus verweilen muss." Mit diesen Worten drehte Snape sich um und verließ mit wehenden Schritten den Raum.

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Hier bin ich wieder und bitte um Kommis, Reviews oder wie auch immer man diese Dinge nennen mag, die einem Fanfiction-Autor das Leben versüßen und möchte mich noch mal für die bisherigen bedanken und um Verzeihung bitten, dass ich es nicht früher geschafft habe darauf zu reagieren bzw. zu antworten.

Nächsten Sonntag lade ich den nächsten, wie auch gleichzeitig letzten Teil hoch. Soviel als kleine Aufmunterung nach diesen dunklen und tragischen Kapitel, es gibt ein Happy End. Zumindest ist es bis jetzt so geplant, falls mir die Figuren keinen Strich durch die Rechnung machen. #smile#

TBC