Servus zusammen und willkommen zu Kapitel 2 meiner Fanfiction.
Wie immer sind alle Rechte den Erfindern der jeweiligen Quellmaterialien vorenthalten.
Ich hoffe das es gefällt und entschuldige für die lange warterrei.
Der Ausruf des Poeten tanzte noch, wie goldenes Herbstlaub auf der nächtlichen Brise als dieser bereits das Pergament mit beiden Händen entrollte, zu seinem Mund führte und ganz sacht beinahe zärtlich als ob er fürchtete ein uraltes Geheimnis zu verraten, die Worte "Baupläne des Dädalus, fliegendes Gefährt" auf seine bleiche mit Berechnungen bedeckte Oberfläche hauchte. Ein Schauer jagte Janus den Rücken runter als er spürte wie eine Welle Unsichtbarer Energie über ihn hinweg zog und die Skizzen, Kalkulationen und Arithmetischen Symbole mit einem fauchen rotglühend zum Leben erweckte. Sich vom Pergament lösend stiegen sie wie wild tanzende Funken umherwirbelnd zum Himmel empor leuchtende Fäden gleiche Spuren Goldenen Lichts hinterlassend. Staunend beobachte Janus wie sich die Linien aus Licht sich miteinander verbanden und verwoben als ob ein Zeichner mit goldglühender Farbe ein Konstrukt seiner Gedanken auf Nacht schwarze Seide bannen würde. Schon meinte er etwas das ein Rumpf sein könnte auszumachen. Wie Gespinst zerfaserten die Linien sich immer mehr verzweigend formten sie Planken und zeichneten die Maserung von Holz in den schwarzen Nachthimmel.
"Oh du Meisterwerk des archimedischen Geistes! Schöpfung der Sterblichen befreie uns von den Limitierungen, die die Götter uns auferlegten! Erhebe uns zum Throne Uranus!" Rief Caster in einem Hysterischen, ja beinahe ekstatisch irrsinnigen, Tonfall dem entstehenden Luftschiff zu.
Sich des Geisteszustands seines Kameraden immer mehr unsicher zog es Janus vor sich einige Schritte von, dem in seinen Augen verrückten, Caster zu entfernen. Man weiß ja nie wann solche gesellen plötzlich ihre Anwandlungen bekommen. Als plötzlich ein jähes auflodern der Magie die Dunkelheit der Nacht für Sekunden Tag hell werden ließ und die Welt vor seinen Augen von goldenen Strahlen ertränkt wurde.
"Was zum-aaahh!" entfuhr es ihm als er jäh in seiner Bewegung geblendet blindlings stolpernd zu Boden stürzte.
Blinzelnd versuchte er sich aufzurappeln während immer noch winzige Lichtfunken vor seinen augen tanzten. Caster blickte derweil von der Lage seines Herrn scheinbar gänzlich kaltgelassen auf das am Himmel schwebende Luftschiff und war begeistert. Genauso hatte er es sich vorgestellt. Die matt kupfernen flügelähnlichen Schwingen die, immer noch glänzend vom abklingenden Lichts des Zaubers, sich, an den Seiten des Schiffes, sacht auf und nieder senkten. Der aus kupfernen Holz bestehende Rumpf, breit genug um die Bevölkerung eines kleinen Dorfes in seinem inneren zu tragen. An der Spitze breitete eine Galionsfigur in Form eines Greifvogels triumphierend ihre Schwingen aus ihr Haupt weit nach vorne gestreckt fast so als wolle sie sich jeden Augenblick losreisen um noch vor dem Luftschiff den Horizont zu überwinden. Ja dies war wahrlich ein wie er es sich für die Helden dieses Abenteuers wünschte. Ein Gefährt das sie zu Ruhm und Wundern weit jenseits des Menschlich möglichen tragen würde. Vor Vorfreude bebend wirbelte er abrupt herum und vollführte eine kunstvolle Verneigung.
„Seht her mein Meister und Weggefährte. Ist dies nicht ein wunderbares Werk welches dem Wirken des Items entsprang. Darf ich annehmen das es sämtliche eurer Ansprüche zur Vollständigkeit erfüllt?"
Janus nickte mit vor Staunen geweiteten Augen zum Luftschiff blickend.
Freudig über die scheinbare Zustimmung und offenkundige Sprachlosigkeit seines Herrn wandte Caster sich wieder dem Luftschiff zu.
Während Caster nunmehr breitgrinsend zum Luftschiff emporblickte hatte es Janus endlich geschafft sich unter lautem Fluchen wieder aufzurappeln.
Es konnte sich Caster ein selbstgefälliges Lächeln nicht verkneifen. Dafür war das ihm gelungene Werk einfach zu schön. Innerlich vor Erwartung bebend und bereits überlegend wie dieses Abenteuer weitergehen würde.
„Nun den mein treuer Gefolgsmann wollen wir keinen weiteren Moment an diesem Ort verharren, sondern jenen fernen Horizont überwinden hinter welchen und unser Schicksal erwartet"
Janus schüttelte es innerlich als er Casters Worte vernahm. War es möglich sich noch geschwollener auszudrücken?
„Mein Herr was schweigt ihr derartig düster und verdrießlich? Welch Schatten plagt euer Gemüt, das ihr derlei verhalten auf die Worte eures treuen Dieners reagiert?
Ja, es war in der Tat möglich.
Kurz war Janus versucht den NPC einfach zu ignorieren ließ aber davon ab nachdem Caster einige rasche Schritte nach vorne gemacht hatte um ihn mit besorgten Blick in Augenschein zu nehmen.
„I-Ich ähm habe nur darüber gegrübelt wie wir dieses Vortreffliche Gefährt benennen wollen." Sprach er rasch um den sich immer weiter nach vorn beugenden Diener in seinem besorgten Handeln zu stoppen.
„Ah" kam es in einem erfreuten Tonfall von Caster ehe er mit einer fast schon erschreckend ernsten Miene fortfuhr. „In der tat dies ist natürlich von äußester Wichtigkeit."
„Schließlich ist da nichts dessen Namen noch nie ist erklungen. Denn war es nicht der Name durch welchen es wurd ins Sein gesungen?"
Nicht ganz sicher was er davon nun wieder halten sollte wandte sich Janus dem Luftschiff zu. Es war wie es schien besser die Anwandlungen seines Gefährten mit schweigender Würde zu ertragen als ihm durch eine Reaktion noch mehr Stoff zum Phrasendreschen zu geben. Der goldene Glanz der Magie war zwischenzeitlich zur Gänze verschwunden so dass das Luftschiff nunmehr einzig das silbrige licht, des makellosen Vollmonds, reflektierend am nächtlichen Himmel schwebte. Wie sollte er das Luftschiff nennen? Sollte er es überhaupt sein der es benannte? Brauchte es einen Namen? Schließlich nach reichlicher Überlegung sprach er ohne sich von dem Luftschiff abzuwenden. „Dieses Luftschiff heißt…"
„Prospero" rief ein hysterisch klingender Caster wie von der Spinne gebissen dazwischen.
Seinen Diener im Stillen zum Teufel wünschend zuckte Janus, aus seinen Gedanken hochschreckend, mit einem Aufschrei zusammen. Was hatte er getan dies zu verdienen? Was hatte er getan diesen einen Servant zu verdienen? Was, außer den Tausenden Malen wo er andere Spieler um ihre Beute betrogen hatte? Oder jenem Vorfall….
Vielleicht doch nicht ganz grundlos. Karma trifft manchmal spät aber treffen tut es immer.
Mit einem gezwungen wirkenden Lächeln wandte er sich dem immer noch freudig strahlenden Diener zu welcher ihn mit den Augen eines Mannes anblickte, dem eben ein Meisterwerk gelungen war und nun darauf wartete das der Beifall der Menge über ihn hinweg brandete.
Denk daran Janus…nicht aufregen…nicht erwürgen und vor allem nicht verärgern. Wenn er abhaut sitzt du hier alleine fest….
Honigsüß lächelnd das ihm beinahe schlecht davon wurde klopfte er dem nun doch etwas irritiert dreinblickenden Caster auf die Schulter.
„Gut gemacht Caster…Sehr gut gemacht."
Prima das hat sich ja angehört als würde ich einen Hund tätscheln…Hoffentlich kriegt der das jetzt nicht in den falschen Hals….
Wenn Caster das Verhalten seines Meisters störte so ließ er dies sich zumindest nicht anmerken. Stattdessen blickte er wieder mit freudig glänzendem Blick zu dem, immer noch am Himmel schwebenden, Luftschiff empor.
Spürend wie ein kleines Gebirge von seiner Seele fiel atmete Janus erleichtert aus und richtete nunmehr selbst seinen Blick zu dem Luftschiff am Nachthimmel.
"Wir sollten hier nicht unnötig verweilen" entschied er nach einigen Momenten "Darf ich annehmen Caster das ein Magier wie du es bist über Mittel verfügt sich fliegend zu bewegen?"
"Aber selbstverständlich nicht mein Herr."
"Ah ja das ist sehr gut." Nickte Janus die Antwort seine Dieners ab ehe ihm klar wurde was sein Gefährte ihm gerade gesagt hatte.
"Was soll das heißen du kannst nicht fliegen?" Brüllte er entgeistert dreinblickend den charmant lächelnden Caster an. "DU bist ein Caster und kannst nicht fliegen?"
"Natürlich nicht mein Herr. Ehe ich Aufstieg zum Thron der Legenden war ich ein schlichter wenn auch grandioser Schauspieler und Stückeschmied der die Welt mit seinen Werken zu jeder nur erdenklichen Emotion reizte. Wäre ich ein Artist oder ein Vogel gewesen so würde ich diese Fähigkeit wohl Stolz mein Eigen nennen. So jedoch bedarf es dem Beistand einer helfenden Hand ehe ich mich auf kraftvollen Schwingen ins Azurne Reich der Lüfte zu erheben vermag."
Diese Antwort hinterließ Janus sprachlos. Jedoch musste er zugeben das er sich nie den Hintergrund des Npc´s wirklich gründlich durchgelesen, geschweige denn sich dessen Skills genauer angeschaut hatte. Nicht das dies ungewöhnlich gewesen wäre. Die meisten Spieler welche an dem Type: Moon Great Grail War Anniversary Event teilgenommen hatten waren nur geringfügig daran interessiert die Skills der Speziell hierfür implementierten Heldengeist Npc´s genau anzuschauen. Grund hierfür waren die eigenartigen Skills und Ai´s der Servant Characters oder auch Sc´s. So war der Archer SC Gilgamesch ein geradezu lächerlich starker DD welcher einen Burst Damage Output haben konnte welcher sogar einigen der schwächeren World Bossen durchaus das Wasser reichte jedoch durch sein oftmals passives Verhalten und geradezu unvorhersehbares Angriffsmuster letztendlich unbrauchbar wurde. Das man ihm obendrein auch noch keine Befehle erteilen konnte hatte dem Ganzen die Krone aufgesetzt. Auf die Beschwerden der Spieler reagierte der Entwickler mit dem Hinweis das Gilgamesch ein König sei und daher keine Befehle von einfachen Helden annehmen müsste. Es war also nicht wirklich verwunderlich das viele Spieler sich lieber auf ihren eigenen Fertigkeiten verließen als sich die Mühe zu machen ihren Sc in ihre Rotation einzubauen.
Verdammt das wird mir garantiert noch einigen Ärger bereiten...was haben sich die Entwickler nur dabei gedacht die Sc´s so zu gestalten. Ich meine schön wenn man sich an die Ursprünge hält aber ein Magier der weder Zaubern noch fliegen kann. Das ist einfach nur lächerlich?
Caster beäugte zwischenzeitlich seinen mal wieder in Gedanke versunkenen Herrn mit Neugier. Es war ein ermunternder Anblick so fand Caster. Ein Anblick der Versprach das sein Herr Unterhaltsamer sein möge als es von einfachen Charakteren zu erwarten war. Allein der Gedanke daran einem einfachen selbstlosen Helden zu dienen verfinsterte den Himmel seines Gemüts mit tiefschwarzen Wolken derartig lästig waren sie ihm.
Nicht das er etwas gegen selbstlose Helden hatte. Schließlich war es ihr Schicksal tragisch zu enden ganz gleich ob Sieg oder Niederlage. Der Selbstlose Held würde immer etwas im Kampf verlieren. Doch derlei Helden gab es in seinen Augen bereits so viele das sie bereits zu Gesichtslosen Statisten verkamen. Ein Mann jedoch der Fehler hatte, ein Mann der eigenen Wünsche besaß. So ein Mensch könnte ein interessanter Protagonist sein. Ein frischer Wind der die Einer dessen Tragik darin lag, dass er niemals den Anforderungen die an ihn gestellt wurden Gerecht werden würde. Ein solcher Protagonist der nie das Ideal des Helden erreichen konnte ja es gar nicht erreichen wollte. Einer der stets nur unerfüllte Wünsche hinterlassen würde. Einer der von einer ganz eigennützigen Kampagne angetrieben wurde. Diese Art von Protagonist war es die er sehen wollte. Innerlich jubilierend schwor er sich jeden Schritt seines Herren zu verfolgen auf diesem Pfad Breitgrinsend und mit einem dem weltlichen entrückten Blick stierte er seinen Herren an.
Den Ausdruck seines Dieners bemerkend schüttelte Janus sein Haupt.
Der Kerl könnte ebenso gut ein dahergelaufener Irrer sein...was wohl aktuell in seinem Kopf vorgeht…nein besser nichts Fragen auf das man die Antwort nicht hören möchte.
"Also Caster, da du leider nicht in der Lage bist aus eigener Kraft zu fliegen bleibt mir wohl oder übel nichts anderes übrig dir auszuhelfen" erklärte er dem ihn immer noch anstarrenden Caster mit einer (hoffentlich) autoritären Stimme wobei er ein Amulett, in Form einer blauen Feder, aus seinem Inventar herauszog und es Caster hinhielt der es ohne Zögern ergriff.
"Fliegen oder nicht fliegen das ist hier die Frage" sagte Caster mit einem süffisanten Lächeln auf seinen Lippen und hielt das Amulett vor den vollen Mond welcher sich von dem noch immer schwarzem Nachthimmel Silbrig bleich abhob.
Janus hatte sich indessen umgewandt und blickte zu der Prospero empor. So richtig wollte ihm der Name nicht gefallen. Pros-pe-ro. War das überhaupt ein Wort?
Unwichtig. Wenn es Caster gefällt soll es meinetwegen auch StarlordultimateBattleship heißen. Ich muss mich darauf konzentrieren was her überhaupt abgeht...
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren streckte Janus seine rechte Hand von sich weg.
"*Fly*"
Kurz umgab ihn der sanfte Schimmer magischer Energien und er spürte wie sein Leib und Geist leicht wurden. Losgelöst schwebte er lautlos in den Himmel empor, der Prospero und den Abenteuern von welchen er noch nichts ahnte entgegen.
Noch einen Moment am Boden verharrend beobachtete Caster wie sein Herr dem Luftschiff entgegenschwebte ehe er das Amulett umlegte und sich ebenfalls schwerelos in den Himmel erhob.
Und damit wären wir zum zweiten mal am Ende eines Kapitels angelangt.
Hoffe das keiner der Leser sich um seine Zeit betrogen fühlt oder an Langeweile gestorben ist.
Reviews und Kritik sind wie immer herzlich willkommen und notwendig.
Hinweis: Werde eventuell in den nächsten Tagen ein weiteres Kapiel hochladen und/oder das erste nochmal etwas aufpolieren (Rechtschreibfehler Korregieren etc.).
