Junna: Juhu von dir kam das erste Kommi! Ich verstehe was du mit den Gedankensprüngen meinst! Versuche mich zu besseren...Danke für die Kritik!

Paige205: Danke für dein liebes Review! Ich hoffe die Story gefällt dir weiterhin so gut, denn von den Slytherins wird's in dieser Story noch verdammt viel zu hören geben ;-)

So und hier kommt schon der zweite Streich!

Kapitel 2 Die Gerüchteküche brodelt

„Denkst du etwa wirklich Blaise und ich würden unsere Zeit mit irgendwelchen Schlammblütern vergeuden?", fragte Draco und rümpfte die Nase, „Wie du vielleicht weißt gibt es in Slytherin eh nur Reinblüter. Und ich hoffe doch mal, dass dein Vater diese Sache mit Slytherin schon vorab mit Dumbledore geklärt hat? Etwas anderes als Slytherin käme für eine Black eh nicht in Frage!"

„Ja natürlich. Mein Vater hat das schon alles geklärt", bestätigte Verginia.

„Na dann wäre das ja geklärt. Was haltet ihr davon, wenn wir ein paar Feuerwhisky auf das kommende Jahr trinken?", grinste Blaise.

Draco nickte bejahend und holte drei Gläser, sowie eine Flasche Feuerwhisky vom Tisch und drückte jedem ein Glas in die Hand.

„Na dann schon mal vorab Willkommen in Slytherin meine Liebe Verginia!" Meinte Draco mit feierlichem Gesichtsausdruck und schüttete das Glas mit einem Zug hinunter. Die beiden Anderen taten es ihm gleich.

„Na wie wärs mit noch einem?", fragte Draco sofort, als er die leeren Gläser betrachtete. Verginia und Blaise grinsten sich nur vielsagend an, hielten ihm aber zustimmend ihre Gläser hin.

„Worauf trinken wir jetzt?", fragte Verginia nach einiger Zeit.

„Tja vielleicht einfach noch mal auf Willkommen in Slytherin?", grinste Draco.

„Aber darauf haben wir doch schon die letzten fünf Mal getrunken?", bemerkte Verginia.

„Na und dann können wir auch noch ein sechstes Mal drauf trinken.", kam es wieder von Draco.

Darauf hin schüttelte Verginia nur lachend den Kopf. „Nein Draco, das geht nicht! Lass dir doch mal was Neues einfallen."

„Du bist vielleicht spießig, warum können wir denn nicht noch mal darauf trinken?", wandte er ein.

„Das hat jetzt ja wohl gar nichts mit spießig zu tun..."

„Jetzt reicht es, ich weiß worauf wir trinken", fiel Blaise Verginia ins Wort, „Wir trinken darauf, dass wir drei endlich mal wieder zusammen sind."

Draco nickte begeistert und Verginia, die in der Mitte saß, legte Draco und Blaise je einen Arm um die Schulter und meinte lächelnd: „Ich bin froh, dass ich Euch wieder habe, Jungs!"

Als Verginia am nächsten Morgen die Augen öffnete machten sich die Auswirkungen des gestrigen Abends bemerkbar. Vielleicht hätte sie doch nicht ganz so viel Feuerwhisky mit den Jungs trinken sollen.

Sie griff in ihre Nachtischschublade und zog ein Fläschchen mit einer lila Flüssigkeit, mit der Aufschrift „Dr. Mungos Zauberfläschchen gegen Kopfschmerzen aller Art" heraus. Nachdem sie einen Schluck genommen hatte ging es ihr schon deutlich besser.

Doch als sich der Nebel in ihrem Kopf langsam lichtete, wurde ihr auch schlagartig bewusst, dass heute Sonntag war. Der letzte Tag vor ihrer Abreise nach Hogwarts.

Ein mulmiges Gefühl machte sich in ihrer Magengegend breit und sie musste wieder an das denken, was Draco gestern Abend bei ihrem Abschied gesagt hatte. „Wir sehen uns im Hogwarts-Express!"

Im Hogwartsexpress, der unweigerlich nach Hogwarts fahren würde. Genau da hin, wo Verginia auf gar keinen Fall sein wollte. Natürlich hatte sie sich gestern beherrscht und Draco und Blaise nicht die volle Wahrheit gesagt, warum sie nicht nach Hogwarts wollte. Es war weniger der Grund, dass Verginia keine Lust auf Schlammblüter hatte, als das sie einfach Angst vor ihren Mitschülern hatte. Früher in Durmstrang, war sie immer die ungekrönte Prinzessin ihres Jahrgangs gewesen. Doch wie würde es in Hogwarts werden? Was war, wenn die Anderen sie nicht akzeptieren würden?

Wie wird es wohl in Slytherin sein?

Wie gerne würde sie mit jemanden über ihre Ängste reden, doch wem sollte sie es schon erzählen? Ihre Eltern würden sie auslachen. Eine Black durfte keine Schwäche zeigen. Und Draco und Blaise konnte sie das auch nicht erzählen. Sie waren von ihren Eltern ebenso streng erzogen worden wie sie. Und einer der größten Erziehungsgrundsätze schwarzmagischer Familien war nun mal, zeige niemals eine Schwäche. Denn wenn man Schwäche zeigte, wussten die Anderen, wie sie einen treffen konnten. Und das war genau das, was sie nicht erreichen wollte und vor allem nicht durfte. Trotzdem würde sie Blaise wohl noch am ehesten verstehen...

Die Gedanken an den morgigen Tag zur Seite schiebend begann Verginia langsam zu packen und alle möglichen Sachen in ihren riesigen Koffer zu schmeißen. Ordentlichkeit war noch nie ihre Stärke gewesen.

Zuletzt gab sie ihrer Eule Fortuna noch einen Eulenkeks und tätschelte ihren Schnabel.

Fortuna blitzte sie darauf hin aus ihren bernsteinfarbenen Augen nachdenklich an.

„Meinst du ich soll Blaise schreiben?", fragte Verginia.

Sie erhielt jedoch keine Antwort, Fortuna schaute sie nur weiterhin starr an. Verginia interpretierte das als ein „Ja" und nahm sich ein Pergament, sowie ihre Feder zur Hand. Doch was wollte sie ihm eigentlich schreiben.

Lieber Blaise,

grübelnd kaute sie auf dem Ende ihrer Feder herum...Also noch mal von neu...

Lieber Blaise,

verzeih wenn ich dich bei den Vorbereitungen

für die morgige Abreise störe, aber ich musste

dir einfach schreiben. Vielleicht mache ich mir

auch einfach zu viele Gedanken, aber wie

werden nur die Anderen Leute auf mich

reagieren, was ist wenn sie mich nicht

akzeptieren? Das ist alles so neu...

Verginia

Bevor sie es sich noch anders überlegen konnte, band Verginia den Brief schnell an Fortunas bei und ließ sie durchs Fenster fliegen.

Als Verginia nach dem Mittagessen wieder in ihr Zimmer kam, saß Fortuna schon mit einem Brief von Blaise am Bein auf ihrem Fensterbrett.

Schnell riss sie den Brief auf.

Liebe Verginia,

Du weißt doch ganz genau, dass

Du mich immer stören darfst! Mach dir doch

nicht so viel Gedanken über Hogwarts.

Da wird schon! Vertrau mir einfach mal.

Ich warte morgen auf dem Bahnsteig auf dich!

Bis morgen!

Dein Blaise

Warum, wusste Verginia auch nicht so genau, doch nach diesen paar Zeilen von Blaise ging es ihr schon erheblich besser.

Am nächsten Morgen, als Verginia mit ihren Eltern ,samt Koffer und Eulenkäfig zum Bahnsteig 9 ¾ apperrierte, war das mulmige Gefühl in der Magengegend aber wieder da.

Als sie Blaise auf sich zu kommen sah, verabschiedete sie sich nüchtern von ihren Eltern.

Ihre Mutter ermahnte Blaise noch mal, das er auch ja auf ihr Mädchen aufpassen solle und schon waren ihre Eltern wieder verschwunden.

„Alles in Ordnung mit dir?", fragte Blaise und schaute ihr prüfend in die Augen. Verginia brachte zur Antwort nicht mehr als ein Nicken zu Stande.

„Also nicht", grinste er, nahm Verginias Hand und führte sie zum Zug, auf dem in roten Lettern „Hogwarts- Express" stand. Na das konnte ja heiter werden.

Gemeinsam schleppten sie ihre Koffer in den Zug und ließen sich in einem leeren Abteil nieder.

„Wo bleibt eigentlich Draco?", fragte Verginia als der Schaffner zur Abfahrt pfiff.

„Draco ist Vertrauensschüler und muss daher zu Beginn der Fahrt Kontrollgänge machen, er wird aber bald kommen."

Von ihrem Fensterplatz aus, sah Verginia die Landschaft nur so vorbeifliegen und sie beruhigte sich langsam. Entspannt lehnte sie sich an Blaise Schulter und schloss die Augen.

Als Blaise durch Verginias regelmäßige Atemzüge bemerkte, dass sie schlief, lächelte er und schloss ebenfalls die Augen.

Nach kurzer Zeit wurde Blaise durch einen Luftzug geweckt, als er die Augen öffnete sah er einige Viertklässlerinnen aus Hufflepuff, wie erstarrt, in der Tür stehen. Als er sich aufrichtete, schreckten sie zusammen.

„Was wollt ihr hier, habt ihr nichts zu tun oder was wird das hier? Seht ihr nicht, dass wir hier versuchen zu schlafen?", blaffte er sie an.

„Wir...wir...Tür geirrt...", stotterte eins der Mädchen.

Das wurde ja immer besser, nicht mal mehr schlafen konnte man hier in Ruhe.

Er warf den Mädchen einen vernichtenden Blick zu.

„Raus! Sofort, davor ich es mir anders überlege und richtig böse werde!"

Ehe er sich versah, waren die Mädchen verschwunden.

Von dem Krach aus dem Schlaf gerissen, drehte sich Verginia im verschlafen zu. „Was war denn?", fragte sie noch im Halbschlaf. „Ach nichts, schlaf ruhig weiter", redete er mit sanfter Stimme auf sie ein und strich ihr langsam über den Rücken, bis sie wieder eingeschlafen war.

Als das Blaise und Verginia das nächste Mal vom Knarren der Tür geweckt wurden, stand Draco vor ihnen. „Na was macht ihr denn hier?", fragte er grinsend.

„Nach was sieht's denn aus? Schlafen zum Beispiel?", meinte Verginia.

„Tja einige Leute sehen das wohl anders. Im ganzen Zug geht schon das Gerücht herum, dass Blaise Zabini mit seiner neuen Freundin knutschend im Abteil liegt."

Soviel zur Gerüchteküche in Hogwars ;-) Das fängt ja schon gut an für Verginia...

Bitte, bitte wenigstens ein kleines Kommi, ja?

Wir lesen uns Caecilia