Es waren paar Tage vergangen und Aideen/Eileen schaffte es mehr und mehr sich an die Menschen zu gewöhnen. Der König und Deirdre hatten ihr als Dank für Deirdres Rettung angeboten, für die Dauer Ihrer Ausbildung in den Kammern der Mädge unterzukommen. Dieses Angebot nahm Sie natürlich gerne an. Nun hatte sie genug Gelegenheiten um unauffällig das Verhalten der Menschen zu beobachten und nachzumachen. Auch lernte sie die Abläufte im Schloss kennen. Dazu gehört auch, wann es in der Küche frische Sachen gab. Seit Sie mit essen bei Rohan und Angus in Berührung gekommen war, konnte sie manchmal an nichts anderes denken.
Am Morgen schlich Sie sich in die Küche um nachzusehen ob schon was zum Abkühlen auf dem Tisch stand. Hier konnte man in der Regel ein paar Kleinigkeiten abstauben. Sie war noch nicht um die Ecke als Sie aus der Küche ein Geräusche hörte. Sie macht langsam und luckte erst um die Ecke. Was sie da erblickte, brachte Sie zum Grinsen. Angus hatte sich ebenfalls in die Küche geschlichen und ließ gerade ein Brötchen in seiner Tasche verschwinden.
" Guten Morgen Angus" grüßte Sie ihn und trat in die Tür
Angus wirbelt irritiert herum, atmete aber hörbar aus als er sah, wer da gekommen war. " Erschreck mich doch nicht so"
" Warum? Hast du etwas was angestellt?" Eileen grinste und machte ein paar Schritte auf ihn zu.
"Ich? Nö ich schau nur ob alles in Ordnung ist. In der Küche wird öfter mal was gestohlen, weißt du?" gab er sich unschuldig
" Oh das ist natürlich nicht gut. Ein Glück dass du hier bist um nach dem Rechten zu schauen" schmeichelte Sie und blieb kurz vor ihm stehen. Er schaute Sie kurz etwas verdutzt an, so nah war sie ihm noch nie gewesen. Er roch etwas blumiges, was ihn kurz sprachlos machte.
" Na dann pass mal schön weiter auf" lachte Eileen und machte zwei Schritte zurück und biss in das Brötchen, dass sie eben aus seiner Tasche geklaut hatte.
"Hey, was... wie hast du?" Angs war etwas baff, als er erkannte das sie ihn gerade bestohlen hatte. Das war ihm so auch noch nicht passiert
" Bis später" flötete Eileen und war mit ein paar Schritten aus der Küche verschwunden.. Zurück ließ sie einen sichtlich verwirrten Angus.
Nach dem Frühstück machten sich Deirdre und Ihr Vater auf den Weg. Einer der Wachposten hatte berichtet, dass die Temra Soldaten an der westlichen Grenze Ihr Lager aufgaben und sich zurückzogen. Nun war die Frage, ob auch auf Kells Seite Soldaten abgezogen werden sollten, um andere Grenzposten oder gar das Schloss zu schützen. Conchobar war die Sache nicht geheuer und wollte sich das selbst anschauen.
" Vater, glaubst du wirklich Maeve gibt so leicht auf?" unterbrach Deirdre irgendwann die Stille.
" Nein, ich würde es zwar begrüßen, aber nein. Irgendwas ist da faul. " antwortete ihr Vater.
Plötzlich hörten sie ein dunkles Grollen in einiger Entfernung, die Soldaten die als Schutz mitritten sahen sich unsicher um. Deirdre schaute in den Himmel als Sie einen Schatten sah. " Da ist was in der Luft, seid vorsichtig" rief sie und hielt ihr Pferd an. Der König schaute nun ebenfalls nach oben " In dieser Richtung liegt ein Dorf, lasst uns nachschauen was da los ist" Er trieb sein Pferd an und gefolgt von den Soldaten galoppierten sie zu dem Dorf. Kurz darauf sah Deidrre was da kam, das Monster sah aus wie eine Art Phönix und speite Feuer auf die Häuser. Sie sprangen vom Pferd. " Luft über mir".
Als Ihre Rüstung erschien fing sie an auf das Tier zu feuern. Das Monster schüttelte sich kurz, zeigte aber keine Reaktion. " Aideen, Aideen bist du hier irgendwo?" rief sie nach der kleinen Fee. Sie brauchte Hilfe und Aideen würde am schnellsten wieder am Schloss sein. Immer wieder rief sie nach hier, während Sie versuchte das Monster zumindest in Schach zu halten. Ihr Vater stand etwas hilflos daneben, nur mit dem Schwert konnte er nicht viel ausrichten. Er beschloss den Soldaten zu helfen, die Menschen von hier weg zu bringen.
Sie hielt einer Soldaten fest der gerade an ihr vorbei rannte. "Nimm mein Pferd und reite zum Schloss, hol die anderen mystischen Ritter " befahl Sie ihm und mit einem Nicken machte
er sich auf den Weg.
Das Monster stieß einen Feuerball aus und setzten einen Heuhaufen in Ihrer Nähe in Brand. Deirdre schoss weiterhin auf das Monster um zumindest etwas Zeit zu gewinnen... wo war nur Aideen? Plötzlich holte das Monster tief Luft und schoss noch einmal. Diesmal konnte Deirdre nicht schnell genug weg und ein Teil der Druckwelle erwischte sie. Sie lag auf dem Boden, sah kurz auf und konnte sehen, wie das Monster gleich zum nächsten Schlag ausholte. Bevor sie etwas tun konnte, sah sie schon den Feuerball auf Sie zu kommen. Plötzlich hörte sie ein Zischen und eine Flammenwand baute sich vor Ihr auf, die den Feuerball verschluckte. Die Flammenwand erlosch und sie sah jemand vor sich stehen. " Pyren, Drache der Wagnis ich rufe dich!"
Deirdre atmete erleichert aus, Rohan war gekommen.
" Bist du verletzt?" hört sie ihn fragen und sie fühlte zwei starke Arme, die ihr auf die Füße halfen. "Ich glaube ja, " keuschte Sie, fühlt sich aber etwas wackelig auf den Beinen und lehnte sich etwas gegen Rohan. " Bist du sicher?" hört sie nun auch von der Seite. Ihr Vater war ebenfalls dazugekommen. Beide schauten Sie an, Rohan spürte Ihre Unsicherheit und hielt sie weiterhin fest. " Ja,ja nur etwas erschrocken. Der Feuerball war gewaltig." antwortete sie und schaute in den Himmel. Das Monster bereitete sich gerade auf den nächsten Angriff vor, als Pyren erschien. Der Drache brauchte nicht lange um das Monster zu verscheuen.
" Wie hast du uns gefunden?" Deirdre schaute nun Rohan an und verlagerte langsam wieder ihr Gewicht auf Ihre eigene Beine. Rohan ließ sie langsam los und schaute beide an. "Ich war im Wald, Cathbad wollte ein paar Kräuter die hier ganz in der Nähe wachsen. Da hörte ich Schreie und bin dem nachgegangen." erklärte Rohan während seine und Deirdres Rüstung verschwand. " Ist Aideen noch auf dem Weg um die anderen zu holen?"
" Nein, einer der Soldaten. Aideen kam nicht. Ich habe immer und immer wieder gerufen, aber keine Spur von ihr." Deirdre sah ihn an. " Aber vielleicht kam sie auch zu spät und hat gesehen, das schon Hilfe im Anmarsch war" murmelte sie.
Rohan zuckte mit den Schultern. Das war so gar nicht Aideens Art ...
Sie packten zusammen als ein Soldat angeritten kam. " Hoheit, die Soldaten an der westlichen Grenze sind wieder da. Sie, die Zelte alles. Als wären sie nie weg gewesen. Der König und die Mystischen Ritter sahen sich an. " Das war eine Falle und wir sind voll drauf reingefallen. Lasst uns zurückreiten" brummte Conchobar.
Auf dem Weg nach Hause begegneten Ihne Ivar und Agnus. " Was ist los, ich dachte ihr braucht Hilfe?" fragte Ivar irritiert.
" Rohan hat uns gefunden und Pyren konnte das Monster verjagen. Maeve hat uns eine Falle gestellt." berichtete Deirdre und
" Die schon wieder" grunzte Angus und zusammen ritten Sie zurück zum Schloss.
Im Schlosshof trainierte Eileen gerade mit den anderen wie man mit einem langen Stab kämpft. Sie tat sich dabei etwas schwer. Der Stab musste immer fest in der Hand gehalten und ausbalanciert werden. Sie stand gerade einem Jungen gegenüber der etwa so alt war wie sie. Auf das Kommando eines der Soldaten versuchten Sie den jeweils anderen mit dem Stab zu groß zu wissen was sie taten oder einer Tatik zu folgen, ließen sie die Stäbe fliegen. Alle umstehenden traten einen Schritt zurück um nicht getroffen zu werden. Gerade als die Ritter und der König zurückkamen versuchte Eileen einem Schlag auszuweichen, was sie aus dem Gleichgewicht brachte. Sie machte einige Schritte zurück, aber trotzdem bekam ihr Stab Überwicht und fiel hinter Sie. Genau als Ivar an ihr vorbei ritt. " Autsch, Achtung. Du musst das Ding festhalten"
" Oh Entschuldigung" erwiderte Eileen als sie erkannte, was passiert ist.
" Ist schon ok, er kann es selbst nicht besser" lachte Angus
" Wie bitte? Dir zeig ich gleich, wer hier was besser kann" schrie Ivar
" Alles klar, dann los" Angus und die anderen sprangen vom Pferd.
"Ok, und dann ich gegen den Gewinner. Damit ihr gleich mal wisst was Sache ist" lachte Rohan und stellte sich zu seinen Freunden.
" Oh das wir interessant" lachte Ivar.
Deirdre rollte mit den Augen. Warum musste Rohan da wieder mitziehen? Er hatte sie doch heute gerettet, war ihm das nicht genug?
Sie war gerade dabei ihrem Vater ins Schloss zu folgen, als dieser sie stoppte. " Bleibst du bitte dabei und schaust, dass Sie nicht das ganze Schloss auseinander nehmen."
Sie seuftzt und nickte. Sie ging an den anderen Rittern vorbei und nahm auf der Treppe Platz.
"Ok, dann lasst uns anfangen, Eileen gibt das Startsignal." rief Angus.
" Klar, wer auch sonst" murmelte Deirdre.
Am Abend sahen Sie alle um das Feuer in der Nähe vom Trainigsplatz. Die Männer hatten gut gekämpft, Ivar besiegt Angus und Rohan besiegte Ivar. Angus war der Meinung er müsste auch nochmal gegen Rohan kämpfen. Aber da beide schon etwas müde waren, war es eher eine Spielerei als ein Kampf. Eileen machte dem ganzen ein Ende und verwies darauf, das langsam Essenszeit war. Deirdre war ihr ausnahmsweise mal dankbar.
" Der Monster war so groß" Angus versuchte Eileen zu deuten wie groß das Monster war, dass Sie zuletzt bekämpft hatten. Rohan und Ivar lachten, sogar Deidre konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Sie erlebte immer wieder das Angus vor einer Dame etwas angeben wollte. Und jedesmal war das Monster entweder größer, gefährlicher oder konnte Feuer speien.
Eileen saß zwischen Rohan und Angus und sah Angus gespannt bei seinen Ausführungen zu. Natürlich kannte sie die meisten Geschichten, sie war ja meistens dabei gewesen. Aber Angus abweichende Ausführungen waren sehr lustig.
Rohan griff nach hinten und packte noch ein Stück Holz, was er ins Feuer schmiss. Dann stützte er sich wieder auf seine Arme und schaute Angus und Eileen weiter zu. Er hatte sich ein Stück näher an Deidre gesetzt, in der Hoffnung sie würde vielleicht auch etwas ranrücken.
Deirdre schaute umher und bekam am Rande mit dass Rohan sich bewegte. Er saß jetzt näher. Wie gerne hätte sie sich an seinen Arm gelehnt. Sie konnte immer noch spüren, wie er sie heute mittag festgehalten hatte...Allerdings hatte er jetzt nur Augen für Eileen. Frustriert, warf sie einen Stein ins Feuer und stand auf " So, ich geh dann mal. Wir sehen uns alle morgen"
Rohan drehte seinen Kopf. "Soll ich mitgehen?"
"Danke, es ist ja nicht weit. Gute Nacht" sie nickte allen zu und verschwand. Etwas später verabschiedete sich auch Ivar und die anderen drei beschlossen dass es auch langsam Zeit würde.
" Komm wir bringen wenigstens dich noch in dein Zimmer" Angus sprang auf und hielt Eileen die Hand hin. Mit einem Lächeln griff Eileen zu und ließ sich aufhelfen. Doch anstatt ihre Hand loszulassen, legt Angus diese auf seinem Arm ab und führte Sie zu ihrem Zimmer. Rohan entging diese Geste natürlich nicht und er lächelte. Sollte sich da sein Freund etwa in Eileen verguckt haben!?
Eileen lief neben Angus her und mit einem Mal musste sie kurz innehalten. Sie war schon etwas verwirrt als Rohan Sie Tage herumgeführt hatte, aber bei Angus fühlte es sich wieder anders an. Wärmer, angenehmer, aber warum? Diese Gedanken begleiteten Sie bis sie ihr Zimmer erreichte, Angus eine gute Nacht wünschte und sich schließlich ins Bett legte.
" Willst du mir was erzählen?" grinste Rohan als Sie sich auf den Weg ins Dorf machten. Angus schaute kurz zu ihm rüber " Vielleicht... ich weiß es noch nicht" antwortete er. Aber das Zucken in seinem Mundwinkel war nicht zu übersehen.
