Huhu! °wink°
Mensch, so viele Reviews! Danke schön an: Reditus Mortis, enlya, indy, ina pichler, Carika, lilith, tropiclady, Angel344, Callista, Tifferny Tonks, Angie, Blueberry und Merowinger! (Antworten unten)
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Original von: Saerry Snape
Kapitel übersetzt von: Mykene
Kapitel-Beta: Mandrake, TheSnitch
Der-Junge-der-gefunden-wurde
„Hey, Harry, wo hast du die Narbe da her?"
Harry blinzelte und sah Ron verwirrt an. Sie hatten sich die letzte Stunde über Quidditch-Bücher angesehen und jetzt fragte ihn Ron nach einer Narbe? Welche überhaupt?
„Welche Narbe?"
Ron deutete auf seine Stirn und Harry hob eine Hand um seine Haare zur Seite zu schieben.
„Die? Wieso... Oh, wassis mit dir?"
Rons Unterkiefer klappte auf, als er mit weit aufgerissenen blauen Augen auf Harrys Stirn starrte. Er fing an zu stottern.
„Du-du-du bist H-H-Harry P-Potter!"
„Ja und?"
„Du bist berühmt!", brach es aus Ron hervor.
Harry hob eine Augenbraue. „Komisch - gestern war ich noch 'n wertloser Straßenköter."
"Nein! Du bist in unserer Welt berühmt! Jeder kennt deinen Namen."
"Bezweifel ich."
"Harry, du hörst mir nicht zu."
"Un du labast Schrott."
"Hör auf, so zu reden!"
"Wie zu re'n?"
"Mit diesem Akzent."
"So red ich nu' ma. Bin auffer Straße großgewor'n. Is' nich' gerad dat Tollste, musste wissen."
Ron brabbelte noch irgendetwas vor sich hin, dann rannte er aus dem Zimmer und ließ einen völlig verwirrten Harry zurück.
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"Mum! Muuuuum!"
"Beim Barte Merlins… Ron, was ist denn passiert?"
Mrs. Weasley kam aus der Küche und trocknete sich die Hände an einem Handtuch ab. Sie sah ihren Sohn mit gerunzelter Stirn an, der nach Luft schnappend am unteren Ende der Treppe stand.
„Was ist los?"
Ron kam wieder zu Atem und deutete die Treppe hinauf. Er keuchte: „Er-er…"
„Harry?"
Ron nickte energisch und stotterte weiter. „Er-er-er…"
Percy, Fred und George schauten ihren jüngeren Bruder allesamt missbilligend an und Percy sagte: „Du klingst wie Professor Quirrell."
Ron starrte sie an, dann rief er: „Er ist Harry Potter!"
Urplötzlich herrschte Totenstille im Raum.
„Was?", hauchte Mrs. Weasley.
„Ich bin Harry Potter", sagte eine Stimme von weiter oben. Alle Augen schossen hinauf zu Harry, der sie mit einem emotionslosen Blick ansah.
Mrs Weasley blinzelte mehrere Male und sagte dann: „Ich-Ich muss mich setzen." Sie schwankte in das Wohnzimmer und ließ sich auf das Sofa fallen. Ron und Percy nahmen rechts und links von ihr Platz, während Fred und George die Stühle in Beschlag nahmen. Harry folgte ihnen und lehnte sich an den Türrahmen, während seine smaragdgrünen Augen vom einen zum anderen schnellten.
Nachdem keiner Anstalten machte, etwas zu sagen, knurrte Harry: „Kann mir ma jemand sag'n, wieso Ron sagt, ich wär berühmt?"
Die versammelten Weasleys sahen sich gegenseitig an, dann meinte Mrs. Weasley: „Wir können dir unmöglich die ganze Geschichte erzählen."
„Un wer dann?", spie Harry ärgerlich aus.
„Albus Dumbledore."
„Können wa jetzt gleich mit ihm red'n?"
„Wir können es versuchen", antwortete Mrs. Weasley.
Harry runzelte die Stirn.
„Bitte versuchen Sie's."
Mrs. Weasley ging leicht zitternd zum Kamin und begann dort herumzuwerkeln. Ron, Fred, George und Percy starrten mittlerweile alle Harry an, der sie mit einem wütenden Blick bedachte. „Gafft mich nich so an, das geht mir aufn Sack."
Die vier Jungen wandten rasch die Blicke ab, doch Harry erwischte sie dabei, wie sie immer wieder heimlich hinüber schauten. Schnaubend wandte er sich um und beobachtete Mrs. Weasley, wie sie am Kamin arbeitete. Plötzlich rief sie „Büro des Schulleiters Dumbledore, Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei." Ein Plopp ertönte aus Richtung des Feuers, und ein uralt aussehender Mann mit langen weißen Haaren und einer halbmondförmigen Brille, die hellblaue Augen umrahmte, erschien. Oder zumindest sein Kopf tat es.
„Ah Molly, wie schön dich einmal wieder zu sehen."
„Die Freude ist ganz meinerseits, Professor. Ähm - ich habe Neuigkeiten."
„Neuigkeiten?" fragte Dumbledore verblüfft.
„Über Harry Potter."
Dumbledore blinzelte, dann sagte er, "Was ist mit ihm?"
„Er ist hier, Professor", antwortete Mrs. Weasley.
Dumbledores Augen weiteten sich und er antwortete: „Tritt zurück, Molly. Ich komme ganz durch." Mit diesen Worten verschwand sein Kopf.
Mrs. Weasley trat beiseite, als sich die Flammen grün verfärbten und Dumbledore in das Wohnzimmer der Weasleys trat. Er ließ mit seinem Zauberstab Ruß von seiner Robe verschwinden und entdeckte dann Harry, der noch immer im Türrahmen lehnte, und sagte: „Harry. Es scheint, als seist du schließlich doch noch gefunden worden."
Harry grinste. „Yeah, sieht so aus." Er machte eine Pause, dann sagte er: „Mrs. Weasley hat gesacht, Sie könn' mir sag'n, wieso ich, ähm - berühmt bin."
Dumbledore nickte und fragte: „Warum gehen wir nicht in die Küche?"
Harry sah den alten Zauberer einen Moment lang an, dann stieß er sich in einer fließenden Bewegung vom Türrahmen ab und verschwand in der Küche. Danach wandte sich Dumbledore an Mrs. Weasley. „Wo hast du ihn gefunden?"
„Im Leaky Cauldron. Er kam einfach herein, völlig in Lumpen gekleidet und mit Haaren die denen Severus Snapes Konkurrenz machen könnten. Was ist nur mit ihm passiert, Professor?"
„Das kann nur er uns sagen", antwortete Dumbledore, tätschelte Mrs. Weasleys Arm und folgte dann Harry in die Küche.
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„Harry, setz dich."
Harry setzte sich auf die Kante seines Stuhls.
Dumbledore saß ihm am Küchentisch gegenüber und betrachtete ihn aus seinen funkelnden blauen Augen. Harry konnte dieses Funkeln für einen Moment nicht ganz glauben. Durch die Jahre auf der Straße hatte er gelernt zu erkennen, ob Menschen gefährlich waren oder nicht und er erkannte, dass Dumbledore sehr gefährlich sein konnte.
„Zuerst würde ich dir gerne ein paar Fragen stellen."
Harry kniff die Augen zusammen, lehnte sich mit gekreuzten Armen in seinem Stuhl zurück und sagte mit finsterer Stimme: „Erst hätt' ich gern ma' 'n paar Antwort'n."
Dumbledore nickte. „Natürlich. Ich denke, das wäre ein guter Anfang für unser Gespräch." Dumbledore sah Harry einen Moment lang nachdenklich an, dann begann er zu sprechen.
„Vor zwanzig Jahren erschien ein dunkler Zauberer, der sich selbst Voldemort nannte. Er hatte viele Gefolgsmänner um sich geschart und ihnen viele Dinge wie zum Beispiel Macht versprochen. Sie haben viele Jahre lang die Zaubererwelt in Angst und Schrecken versetzt, bis Voldemort vor zehn Jahren… besiegt wurde."
Harry schaute Dumbledore an, während dieser innehielt und ihn noch einmal ansah, bevor er fortfuhr.
„An Halloween ging er in das Dorf, in dem deine Eltern lebten. Godrics Hollow hieß es. Deine Eltern hatten sich vor Voldemort versteckt, da er nach ihnen suchte. James, dein Vater, hatte seinen besten Freund zum Geheimniswahrer gemacht. Er war der einzige, der wusste, wo sie waren, doch sie wurden verraten. Voldemort fand heraus, wo sie sich aufhielten, und kam nach Godrics Hollow."
Dumbledores blickte Harry fest in die Augen, als er fortfuhr.
„James wurde als erster getötet, deine Mutter starb, als sie versuchte, dich zu beschützen. Und dies", sagte Dumbledore, auf Harrys blitzförmige Narbe deutend, „ist eine Fluchnarbe. Voldemort versuchte, auch dich zu töten, doch er versagte. Du hast ihn besiegt, Harry. Das, mein Junge, ist der Grund, weshalb du berühmt bist."
Harry blinzelte.
"Ich hab 'nen ausgewachs'nen Zauberer besiegt? Sir, ich glaub, sie ham den Falsch'n."
Dumbledore schüttelte den Kopf. „Nein, Harry, das habe ich nicht und das weißt du auch."
Harry schauderte, als sich der scharfe Blick der blauen Augen in die seinen bohrten. Er schloss seine eigenen Augen, um diesem Blick zu entkommen, und sah einen grünen Lichtstrahl, begleitet von dem Aufschreien einer Frau. Das war der Albtraum, der ihn oft im Schlaf verfolgte. Er riss seine Augen auf und keuchte: „Grünes Licht".
Dumbledore nickte. „Der Fluch, den Voldemort benutzte, um deine Eltern zu töten, wird Avada Kedavra genannt. Er erscheint als grüber Lichtstrahl und ist einer der sogenannten Unverzeihlichen Flüche. Seine Benutzung bringt einen für immer nach Askaban, das Zaubergefängnis."
Harry blinzelte. Seine Eltern - von einem dunklen Zauberer ermordet, den er dann besiegte. Er schüttelte den Kopf und musste lachen. Er bemerkte, dass Dumbledore ihn anstarrte, doch es kümmerte ihn nicht. Aus irgendeinem Grund fand er die gesamte Situation seltsam komisch.
Als er endlich aufhören konnte zu lachen, wischte er sich die Tränen aus den Augenwinkeln und sah wieder Dumbledore an. Er versuchte, jede Emotion aus seinem Gesicht zu verbannen, eine Reaktion, den er sich antrainiert hatte, um sich von Argils Schlägen abzuschirmen. Er fragte: „Was mach ich jetzt? Will nich auffe Straße zurück."
Dumbledore lächelte freundlich und Harry merkte, wie er sich für diesen Mann erwärmte. Er fühlte, dass er ihm vertrauen konnte.
„Harry, du wirst nach Hogwarts gehen."
„Hogwarts?", fragte Harry verwirrt.
Dumbledore nickte und zog einen Umschlag aus einer der Taschen seines Umhanges. Er gab ihn Harry, der ihn umdrehte und das seltsame Siegel auf der Rückseite betrachtete. Ein Löwe, ein Adler, ein Dachs und eine Schlange, alle angeordnet um ein großes H - sehr seltsam. Harry öffnete den Umschlag und zog einen Brief heraus. Kein anderes Kind bei Argil wäre vermutlich in der Lage gewesen zu lesen, Harry jedoch war es. Er hatte es sich mit Hilfe der alten Bücher, die er gefunden hatte, das Lesenbeigebracht. In dem Brief stand:
HOGWARTS
SCHULE für HEXEREI und ZAUBEREI
Schulleiter: Albus Dumbledore
(Orden des Merlin, Erste Klasse, Großz., Hexenmst, Ganz hohes Tier, Internationale Vereinig. d. Zauberer)
Sehr geehrter Mr. Potter,
wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sie an der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei aufgenommen sind. Beigelegt finden Sie eine Liste aller benötigten Bücher und Ausrüstungsgegenstände.
Das Schuljahr beginnt am 1. September. Wir erwarten Ihre Eule spätestens am 31. Juli.
Mit freundlichen Grüßen,
Minerva McGonagall
Stellvertretende Schulleiterin
Harry las den Brief zweimal, dann sah er Dumbledore an.
„Is das ernst gemeint?"
Dumbledore nickte und sagte dann: „Dein Name ist seit deiner Geburt für Hogwarts vorgemerkt, Harry. Und ich nehme an, dass heute der Tag ist, an dem du elf Jahre alt wirst, richtig?"
Harry runzelte die Stirn, als er die Tage in seinem Kopf zählte. Nach einem Moment nickte er und sah dann auf den Brief, dann blickte er wieder hoch. „Wo bleib ich bis dann?"
„Hier, wenn du möchtest", antwortete Dumbledore. „Oder ich könnte jemanden schicken, der dich schon zur Schule bringt."
Harry schüttelte den Kopf und steckte dann den Brief und den Umschlag in seine Hosentasche.
„Hier gefällt 's mir. Wenn ich's schaff, dass Ron mich nich mehr so anstarrt."
Dumbledore lächelte und sagte: „Gut, dann... ichmuss gehen. Auf Wiedersehen, Harry."
„Auf Wiedersehen, Professor Dumbledore."
Dumbledore ließ Harry in der Küche zurück, doch er blieb nicht lange allein, da Ron, Fred und George einen Moment später in den Raum stürmten. Ihre Augen schnellten zu seiner Narbe und Harry knurrte.
„Hört ihr damit ma uff? 'S geht mir verflucht noch ma tierisch uf de Nervn und ihr wollt mir nich unbedingt auffe Nerven gehen."
Die drei Jungen nickten und setzten sich, schauten Harry jedoch unvermindertan.
„Du bist also wirklich Harry Potter.", sagte Fred.
Harry verdrehte die Augen und lehnte sich in seinem Stuhl zurück.
„Dachte, das wär off'nsichtlich. Wisst schon, die Narbe un' so."
Fred sah verblüfft aus, dann fragte Ron: „Wirst du nach Hogwarts gehen?"
„Jep."
„Dann wirst du im gleichen Jahr sein wie ich! Donnerwetter."
„Du Glücklicher, Ronnilein", sagte Fred.
„Ja, bester Freund von dem Jungen der lebt", fügte George hinzu.
Jetzt war Harry verwirrt.
„Der Junge, der lebt?"
Alle drei sahen ihn an, als ob er verrückt sei. Harry zog die Stirn kraus, doch dann dämmerte es ihm.
„Ah, ich bin der Junge der lebt."
George grinste. „Hat es gleich kapiert."
„Gut gemacht, Sherlock", sagte Fred.
Ron schüttelte den Kopf über seine Zwillingsbrüder und fragte dann: „Willst du hochgehen, Harry?"
„Joa. Will mir dis Quidditchbuch zu Ende anschau'n. Sieht aus, als würde's Spaß mach'n."
Fred und George grinsten sich an, als die beiden Jüngeren aufstanden. George sagte: „Das macht es. Aber es ist auch verdammt chaotisch."
Fred nickte. „Ja. Ein schreckliches Spiel, dieses Quidditch."
Harry verzog das Gesicht. „So lang ich nich von 'nem Klatscher getroffen werd, würdes mir schon gefall'n."
„Sicher", sagten Fred und George gleichzeitig. Dieses Mal bedachte Harry sie mit einem finsteren Blick. Dann sagte er: „Komm, Ron." Damit verließen die beiden Jüngeren die Küche.
Sobald sie außer Hörweite waren, sahen sich die Zwillinge an.
Fred sagte: „Hast du gerade auch gesehen, was ich gesehen habe?"
„Ja", erwiderte George.
„Harry Potter hat…"
„…eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit…"
„Professor Snape", sagten die Zwillinge gleichzeitig.
TBC...
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Und wieder seid ihr gefragt! Wie schnell soll das nächste Update kommen? ;-P
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Reviewantworten/ÜN:
Mehrere von euch haben angemerkt, dass es komisch ist, dass Mrs. Weasley & Co. Harry nicht erkennen. Überlegt mal: Es ist zehn Jahre her, dass Harry in den Schlagzeilen war. Man kennt zwar noch seinen Namen und seine Narbe auf der Stirn, aber wenn die Narbe verdeckt ist und er nur seinen Vornamen nennt, wie soll man ihn dann erkennen? Er ist jetzt schließlich 11. Und man denktbestimmt nach 10 Jahre auch nicht da dran, dass plötzlich Harry Potter vor einem stehen könnte, oder?
Einigen von euch hat auch Harrys Sprache nicht so ganz zugesagt. ;-) Im Englischen redet er ebenfalls mit Slang, den wollten wir natürlich mitübersetzen. Da aber keiner von uns den Straßenslang kennt, haben wir einfach nach Gefühl hie und da ein paar Buchstaben weggelassen, so, wie Harry vielleicht reden könnte. Das der am Ende ein bisschen dem Berliner Dilekt ähnelt, könnte daran liegen, dass ich Berlinerin bin und auch im RL so rede. ;-P Was die anderen beiden dazu geritten hat, weiß ich auch nicht. °g°
Schon in den Büchern ist Mrs Weasley. immer sehr fürsorglich - kann es da nicht sein, dass sie einen armen Jungen ohne Zuhause von der Straße holen will?
Dass die Story in den ersten Kapiteln an kleinen Stellen noch etwas unrealistisch klingt, oder einige Sachen nicht so ausführlich erklärt werden, kann man der Autorin, denke ich, nachsehen.Sie musste sich in die Story ja auch erst mal reinschreiben.
Wir freuen uns auf eure Meinungen!
Eure Snitch,
Mykene und euer Mandrake
