° Chapter One. Kidnapping. °
Title: Chaos in the wind - Chapter One. Kidnapping.
Author: Dawnerah
Rating: T
Pairing: Fred/George angedeutet
Warnings: Leicht brutal.
Summary: Fred ist in der Winkelgasse.
Language: German
Words: 1149
Genre: Mystery, Fantasy
Disclaimer: Alle Rechte an allen Harry Potter-Charakteren liegen bei Joanne Rowling.
Fassungslos starrte er auf das unter ihm herrschende Chaos. Zerstreute Papierfetzen, zerstörte Gebäude, verbrannte Körper und schreiende Menschen.
Mit einigen schnellen Druckpunkt-Stimulationen veranlasste er seinen Thestral dazu, etwas tiefer zu fliegen.
Er erblickte eine Frau mit aufgeschrammtem Gesicht und herausgewrungenen Augäpfeln, die schier orientierungslos durch die Gegend wankte. Nur einige Meter von ihr entfernt machten sich die ersten Fliegen an das eingefallene Gesicht eines Kleinkinds.
Fred Weasley ließ seinem Unbehagen freien Lauf. Und das hier war einmal London gewesen...
Er versuchte, nicht auf all das Leid zu sehen, doch gleichzeitig konnte er sich der Vorstellung nicht erwehren, wie es wohl wäre, wenn die Frau eben das Gesicht seines Zwillings gehabt hätte. Schnell schüttelte er den Kopf, es gab jetzt wichtigeres zu tun!
Seine Füße streiften leicht die verbrannte Erde. Es war das fünfte Jahr des Großen Kriegs, und als hätten sie an Zahlenmystik geglaubt, hatten Voldemort's übrige Truppen sich dieses Jahr London als Angriffsziel ausgesucht und ohne Rücksicht auf Verluste gemeuchelt. Fred entdeckte einige tote Körper von bekannten Todessern, während er über ihnen hinwegschwebte.
Harry Potter war im Koma, seit zwei Jahren schon. Genauso hatte der Dunkle Lord es ihm gleichgetan, die beiden Männer lagen unbeweglich unter einem Schutzschild. Niemand hatte sich die Mühe gemacht, es Fred genau zu erklären, aber er vermutete, dass niemand zu ihnen gelangen konnte, obwohl Icao ständig das Gegenteil behauptete.
Pah, Icao. Fred schnaubte wütend auf. Beinahe der ganze Orden war tot, es hatte etwa eine Hand voll überlebt. Janine Icao hatte die Kontrolle an sich gerissen, nachdem auch der Minister des
Zaubereiministeriums gefallen war, und hatte nun die Kontrolle über die ehemals freie Zaubererwelt in Großbritannien inne.
Und genau diese Janine hatte bedauerlicherweise ein Auge auf Fred geworfen, was ihm absolut missfiel, hatte sie sich nicht jemand anderen aussuchen können? Aber er ertrug es stillschweigend.
Doch ich schweife ab.
Urplötzlich schnellte das Reittier des Weasleys zurück und hätte ihn fast abgeworfen, wäre er nicht von sich aus abgesprungen und hätte sich auf seinen Knien abgestützt. Der Thestral rannte einfach fort, Fred konnte nicht genau sagen, wohin.
"Brouillard!" rief der Rotschopf ihm nach. Erfolglos. Er seufzte auf. Der Thestral hatte einmal Severus Snape gehört und war nach dessen Verschwinden zu den Zwillingen gelaufen. Broui würde schon zurückkehren, da war Fred sich sicher.
Doch als er den Kopf umwandte, galt seine ganze Aufmerksamkeit der kleinen Kassette, die vor ihm auf dem Boden lag.
Er spürte eine magische Anziehungskraft von ihr ausgehen und hob sie auf. Noch bevor er aus der Hocke entschwanden war, packte ihn eine Hand, die unter einem riesigen Stück Metall herausgelugt hatte, unsanft am Arm.
"Ter-" krächzte eine Stimme aus dem Balken heraus. Der ehemalige Gryffindor kam nach kurzem Überlegen zu dem Schluss, dass sie Lucius Malfoy gehörte.
Doch hatte seine Stimme einen unwirklichen, beinahe mitleidserregenden Ton an sich.
Fred zwang sich, dem Mann zuzuhören, während er seinen Arm langsam und vorsichtig aus dem Klammergriff befreite.
„Terwien…" röchelte die Stimme. Er würde es wohl nicht mehr lange machen - nun, wer würde das auch, begraben unter einer Tonne Metall? Fred hörte dem Gefolgsmann Voldemorts mit hochgezogenen Augenbrauen zu. Terwien. Das hörte sich nicht nach etwas sinnvollem an.
„Prerow'za… Ósjruh'patach… Mondlicht… pôrò…" Hier stockte er kurz. Lucius' Zuhörer schüttelte stumm den Kopf, das machte keinen Sinn.
„… tir nebulaska."
Die Stimme erstarb und würde nie wieder erklingen. Kurz dachte Fred paradoxerweise, dass er sich im Moment seines Todes am Lebendigsten angehört hatte, und nahm die Schatulle fest in die Hand, während er schwerfällig aufstand. Er hatte in diesem Krieg schon zuviele Menschen sterben sehen, als von einem einzigen beeindruckt zu sein. Besonders von diesem ekelhaftem Todesser.
Langsam kam Brouillard wieder an seinen Reiter heran.
„Braver Junge." grinste derselbige und schwang sich geschmeidig zurück auf sein Reittier. Er wollte jetzt endlich diese Mission erfüllen, andernfalls hatte er gar nicht ins Hauptquartier zurückzukommen müssen, hatte Icao ihm prophezeit.
Mit einem leisen Lächeln gab er seinem treuen Freund die Sporen und erreichte bald einen Pub, durch dessen Durchschreiten seiner Hintermauer man in die Zauberer-Shopping-Mall kam. Nur wenige Sekunden verstrichen, bis er in der Winkelgasse angekommen war.
Interessiert sah er sich um. Schlachtgeschrei er- und verklang, hier war der Kampf nach wie vor am Toben. Aber er musste anderes erledigen, statt sich von den Schrecken hier fangen zu lassen.
Mit einem schnell gemurmelten Desillusionierungszauber schlich er an den Kämpfern vorbei, in Richtung Oliivander's, und erreichte das Geschäft des Stäbemachers auch bald.
„Ollivander…" murmelte die Zwillingshälfte gedankenverloren, schüttelte den Kopf und trat forschen Schrittes ein. Chaos, reines Chaos.
Ein Lächeln umspielte die Lippen des Rothaarigen… Ein schönes Chaos.
Ein blutiges Chaos.
Holz lag überall im kleinen Geschäft herum, und die magischen Kerne schwebten in der Luft oder zerstörten sich gegenseitig. Phönixfedern ließen Einhornhaare verbrennen, Drachenherzschuppen zerrissen Phönisfedern und vieles mehr.
Ollivanders Leiche lag am Ende des Raumes.
Schnellen Schrittes beeilte Fred sich, um zu dem alten Mann zu gelangen. Er war eindeutig tot. Der Weasley hatte nichts anderes erwartet… trotzdem war es erschreckend, dass nun selbst friedliche Zivilisten der Kriegswut zum Opfer fielen. Nun, damit musste man immer rechnen.
Der Rothaarige streifte sich geschwind zwei Handschuhe über und suchte in den Taschen des alten Mannes herum, bis er einen kleinen, etwa fünf Quadratzentimeter großen Behälter entdeckte.Ein gemurmeltes „Perfekt." erschall im Raum.Der Weasley erhob sich schnell wieder, er wollte George nicht unnötige Sorgen durch sein langwährendes Verschwinden machen. Demnach hastete er aus dem Laden.
Er war so aufgeregt, und auch ein wenig ängstlich, dass er vergaß, den Desillusionierungszauber zu verstärken.
Der Zwillingsteil setzte sich geschmeidig auf Brouillards Rücken und ließ ihn antraben, hielt sich dabei bestetig an den Hauswänden. Er wollte nicht mitten in den Kampf fallen…
Doch wohl oder übel musste er das nun über sich ergehen lassen, und ob freiwillig oder nicht: Ein Stupor traf ihn, und der Gryffindor konnte nicht sagen, woher er gekommen war.
Ihm wurde schwarz vor Augen, während er langsam von dem Rücken seines Thestrals rutschte.
Brouillard rannte fort, und Fred blieb bewusstlos auf der Straße liegen, zwischen alle den kämpfenden Zauberern.
Viele Körper fielen noch neben ihn, er sah ebenfalls nur aus wie einer der Leute, die durch den Grünen Schrecken, wie der Avada Kedavra-Fluch im Volksmund genannt wurde, umgekommen waren.
Langsam fing es an zu regnen, und die Erde verwandelte sich in eine braune Brühe, die durch das Blut nur getränkt wurde.
Die Kassette von Malfoy rutschte ihm aus der Hand und wurde durch den Regen in einen Gulli gespült.
Ja, so lag Fred dort.
Bis eine Gestalt kam und ihn fortschleppte.
A/N.: Yay. :hust: Wie war der Anfang? Ist es interessant oder eher nicht? Tipps zur Verbesserung?
Wäre dankbar :-)
Wiedersehen!
Dawnerah
