2. Kapitel

„Tja, Liebes. Deine Schwester und deine Großmutter verstehen nun mal, dass ich wunderbar bin. Du bist auf dem besten Weg das auch langsam zu kapieren. Ich spüre es, jedes Mal wenn du meinen Namen schreist, wenn ich in dir bin und-", weiter kam Spike nicht, weil Buffy ihn hart auf die Nase schlug.

„Du...du bist doch einfach...", brachte sie schwer atmend hervor und kniff die Augen noch etwas fester zusammen. „Unverbesserlich und pervers!", kreischte sie und funkelte ihn an.

Spike rieb sich kurz die Nase und seufzte. „Das hat wehgetan, mein Schatz", sagte er gespielt enttäuscht und lächelte Buffy dann an. „Nun ja...was solls. Ich kenne es ja. Du schlägst mich gerne. Ich werde diese Einladung liebend gerne annehmen und Dawn bestimmt auch!", versicherte er ihr und sah wie Buffy die Augen schloss.

Buffy hatte es doch so gewollt. Spike wusste sehr genau, dass ihr diese Idee nicht gefiel. Und das war natürlich noch ein Grund mehr für ihn zuzusagen. Außerdem mochte er ihre Großmutter. Sie war nett und irgendwie erinnerte sie ihn an Joyce.

Wie auf Kommando sprang Dawn in die Küche und umarmte Spike. „Oh ja. Ich finde, dass ist eine super tolle Idee! Findest du doch auch, oder Buffy?", fragte sie lächelnd und streckte ihrer Schwester die Zunge raus. „Ich gehe schon mal packen", rief Dawn und verschwand nach oben in ihr Zimmer.

„Es scheint so, als hättest du verloren, mein Herz. Ich bin sicher, du verlierst nicht gerne? Aber keine Angst. Das wird bestimmt viel Spaß machen." Spike nahm den Zettel in die Hand und sah, dass es schon dieses Wochenende soweit war.

„Wunderbar", meinte er. „Ich hole euch beide dann Freitagabend ab. Wenn es dunkel ist, versteht sich ja von selbst, nicht wahr, Jägerin?"

„Was? Oh Nein! Das kannst du vergessen! Wir werden bestimmt nicht mit deinem Auto fahren! Das kannst du sofort vergessen! Mit dieser Schrottkarre werde ich nicht durch die Gegend kurven! Ein Wunder, dass sie noch vier Reifen hat", protestierte Buffy und sah Spike an.

„Du wirst auch nicht fahren, sondern ich. Ich lasse keinen außer mir hinter das Steuer meines Babys", sagte Spike und zwinkerte Buffy vielsagend zu. „Kannst du überhaupt Autofahren, mein Schatz? Oder würdest du dann nur Angst und Schrecken über Sunnydale verbreiten?"

„Das geht dich gar nichts an. Und ich kann fahren! Natürlich kann ich fahren. Was denkst du?", schrie Buffy aufgebracht, sah ihn dabei jedoch nicht an. Ob sie es konnte oder nicht war doch vollkommen unwichtig.

Spike ging auf sie zu und drückte ihr noch einen Kuss auf den Mund. „Mmh also nein. Ja, ich dachte es mir ja schon. Ich kann es dir beibringen, wenn du willst... oder andere Sachen, die noch mehr Spaß machen", sprach er mit einer tiefen Stimme und fing an ihren Hals zu küssen.

Buffy seufzte und schloss dann frustriert die Augen. Das war doch wirklich bescheuert. Alles. Ihre Großmutter musste sie drei zu sich einladen, sie mochte Spike, dieser sagte natürlich zu und nun musste sie auch noch in seiner schrottreifen alten Karre zu ihrer Großmutter fahren. Womit hatte sie das nur verdient? Und Spike war schon wieder... scharf auf sie. Was sonst. Würde ja auch was neues sein, wenn er es einmal nicht sein würde. „Spike, hör auf damit", murmelte Buffy und drückte ihn etwas von sich weg.

„Oh ich denke nicht, dass du das willst. Ich spüre es. Dein Herz verrät es mir, Liebes", flüsterte er sanft in ihr Ohr und küsste sie wieder auf den Mund. Widerstandslos erwiderte Buffy diesen Kuss und schlang dann ihre Arme um seinen Hals. Irgendwie hatte er ja Recht. Vor ein paar Minuten hatte sie doch noch gedacht, dass es das Beste sein würde mit ihm Schluss zu machen, und nun? Nun küsste sie ihn wieder und ließ sich von ihm hochheben. „Nicht Spike... Dawn", hauchte sie, doch Spike erstickte ihre Bedenken indem er den Kuss intensivierte.

Spike stieß die Tür zum Keller auf und trug sie dann nach unten. „Sie ist oben und wird davon nichts mitbekommen", versicherte er ihr und küsste Buffy weiter. Buffy würde nachgeben. Er wusste es einfach. Sie tat es immer und auch jetzt würde es wieder so sein.

Freitagabend

Genervt warf Buffy einen Blick auf die Uhr und sah zu Dawn. Diese sah viel zu fröhlich aus. Geradezu richtig überdreht und dann würde eine etwas längere Autofahrt mit ihr nicht so sonderlich spaßig werden. Aber sollte Spike doch leiden! Was interessierte es sie schon? Nur weil sie mit ihm schlief, hieß das noch lange nicht, dass sie sich um ihn Sorgen machen musste. Das wäre doch die Höhe, sie und sich Sorgen machen, um diesen verdammten Untoten.

„Wenn er nicht bald aufkreuzt, dann fahren wir NICHT!", sagte Buffy in einem scharfen Ton zu Dawn und diese seufzte laut.

„Oh Buffy. Sei doch nicht albern. Er ist doch gerade mal fünf Minuten zu spät dran, oder so. Außerdem ist es noch gar nicht so lange dunkel! Und wenn es hell ist, ist die Fahrt für ihn sicher nicht so angenehm oder willst du, dass wir ihn als einen Haufen Staub bei Omi abliefern?"

„Oh ja, Dawn! Das würde ich sogar sehr gerne machen! Ich Kauf ihm auch eine Urne! Zwar keine sehr schöne, aber immerhin eine Urne. Auf den Kamin stellen wir sie auch nicht, jedoch im Keller findet sich sicher ein alter schimmelnder Karton wo sie rein kann. Und die stellen wir dann in eine feuchte und modrige Ecke des Kellers. Das ist ausreichend für ihn", motze Buffy und funkelte Dawn an. Sie sagte es zwar, aber tun würde sie es ja doch nicht. Das wusste auch Dawn.

„Ja, natürlich doch Buffy. Ich kaufe dir jedes Wort davon ab", erwiderte Dawn und fing zu lachen an. „Weißt du, das ist wirklich witzig. Spike und du. Das ist verdammt witzig!", sprach sie grinsend. „Ihr solltet wirklich Heiraten! Ich bin sicher, ihr würdet eine wunderbare Ehe führen – oh Stopp einmal hättet ihr das ja fast getan. Verzeih mir, wie konnte ich das vergessen?"

„Wir sind witzig? Dawn, wenn du dieses eine Wort noch einmal erwähnst, dann werde ich dich persönlich in eine Urne quetschen und dir zeigen wie toll es im Keller ist!", schrie sie und sah ihre Schwester nun verdammt sauer an. Was dachte Dawn sich nur immer? Heiraten. Spike und sie. Natürlich. Soweit würde es noch kommen. Buffy wusste ja wie das damals gewesen war und das war wirklich nicht gewesen, weil sie es so sehr gewollt hatte!

„Schon gut. Ich sag ja nur...", murmelte die Brünette und quietschte dann erfreut auf, als Buffy aus dem Fenster sah und mürrisch erklärte, dass Spike mit seinem Auto eben in ihre Auffahrt gefahren war und gerade ausstieg. Dawn machte ihm die Türe natürlich sofort auf und der Vampir kam ins Haus.

„Hat etwas gedauert", entschuldigte er sich verlegen.

„Auch schon da?", fragte Buffy gereizt und drückte ihm ihren Koffer in die Hand. „Bring den nach draußen. Wir haben noch mehr davon. Ich hoffe, deine Schrottkiste hält das aus. Nicht, dass sie auseinander fällt und unsere Sachen dabei dreckig werden. Dafür würdest du nur eine Urne bekommen", meinte sie und verschwand nach oben.

„Uhm, ist sie irgendwie sauer?", fragte Spike und sah Dawn stirnrunzelnd an. Buffys Koffer setzte er neben der Tür ab und steckte sich einfach eine Zigarette an. Buffy war manchmal wirklich komisch drauf. Zu verstehen war sie sowieso nicht. Aber er liebte sie. Sie konnte sich noch so unmöglich aufführen, es half alles nichts. Mit jeder Minute liebte er sie sogar noch etwas mehr. Nachdenklich stieß er den Rauch aus und beobachtete, wie Dawn ihre Koffer neben den von ihrer Schwester stellte.

„Ja, sie ist sauer. Ich glaube, ich bin etwas dran schuld. Ach ja und du auch! Du bist ihrer Meinung nach verdammt unpünktlich und das nimmt sie natürlich bei dir sehr persönlich. Also bitte, Spike. Sei nett, ja?", bettelte Dawn.

„Klar, ich nagel sie auf meiner Motorhaube. Dann wird sich ihre Laune für ein paar Minuten steigern und danach wird sie noch unerträglicher sein", redete er vor sich hin und Dawn sah ihn verwundert an.

„Häää? Was hast du da gerade gesagt? Ich glaub, ich habe dich akustisch nicht verstanden?", fragte sie und fuhr sich mit einer Hand durch ihre braunen Haare.

„Uh, was? Nein, nein. Ich habe nur gesagt, dass ich heute besonders nett zu Buffy sein werde. Wir wollen sie ja nicht noch mehr verärgern, Krümel. Aber nun sag mal, habt ihr vor auszuwandern oder wieso habt ihr scheinbar alle eure Sachen in die verdammten Koffer gepackt?", erkundigte er sich und hatte die böse Vermutung, dass dies noch nicht einmal alle waren.

„Nein. Das haben wir nicht vor. Wir haben nur das Nötigste eingepackt! Wirklich! Wobei... könnte gut sein, dass Buffy in ihre ein paar Steine gepackt hat, damit du mehr zu heben hast", dabei zuckte sie mit den Schultern. „Kann man bei ihr ja nie wissen. Aber ich glaube, das alles ist nur ein Beweis ihrer abgöttischen Liebe zu dir!", fügte sie grinsend hinzu und verschwand auch noch mal nach oben.

„Ach, ist es das ja?!", murmelte Spike und warf seine Zigarette grinsend auf den Asphalt draußen.

Eine halbe Stunde später waren alle Koffer und Beauty-Case's im Auto verstaut. Die beiden Schwestern hatten zusammen vier Koffer und das war nicht gerade wenig. Spike war nach zwanzig Minuten soweit gewesen, Buffy in den Kofferraum zu sperren und versprach ihr sie das nächste Mal, wenn es sie jucken würde, solange zu vögeln, bis sie nicht mehr gehen könnte. Daraufhin hatte Buffy eine kleine Schlägerei mit ihm entfacht und es hatte zehn Minuten gedauert, bis Dawn sie auseinander bringen konnte.

Dawn saß nun schweigend auf der Rückbank und sah zu ihrer Schwester und Spike nach vorne. Seit einer Viertel Stunde waren sie schon unterwegs und seitdem hatten sie kein einziges Wort miteinander gewechselt. Das würde wirklich verdammt lustig werden, wenn es so weiter gehen würde, musste Dawn seufzend feststellen. ‚Wenn ich doch nur wüsste, was er schlimmes zu ihr gesagt hat.' Dummerweise hatte es ihr keiner der beiden sagen wollen.

„Oh, nun kommt schon, Leute!", flehte sie und sah von Buffy zu Spike. Das war doch wirklich bescheuert, was die beiden hier abzogen! Total bescheuert und kindisch! „Ihr seid schrecklich. Und kindisch! Ihr beide!", maulte Dawn. Wieso konnten die beiden sich nicht einmal vertragen? „Gut, dann macht ihr eben so weiter! Omi wird das schon wieder richten." Nun ja, zumindest hoffte Dawn das.

Buffy drehte sich ruckartig um und sah Dawn an. „DAWN! Wenn du nun nicht endlich still bist, dann kannst du zu ihr laufen oder trampen! Ist mir doch egal! Wenn du jetzt nicht still bist, fliegst du raus!", keifte Buffy. Spike dachte daran zu sagen, dass es immer noch sein Auto war, aber damit würde er Buffy ja nur noch wütender machen und das konnte er ganz und gar nicht gebrauchen.

Ab diesem Zeitpunkt hatte Dawn sich ganz still verhalten. Sie saß hinter Buffy und hatte sich ihren Mp3-Player geangelt und von da an auch kein Wort mehr mit den beiden gesprochen. Wenig später drehte Spike sein Autoradio laut auf und natürlich passte Buffy die Musik überhaupt nicht.

„Kannst du das nicht abstellen?", beschwerte sie sich genervt und sah dabei stur geradeaus.

„Nein", war Spikes kurze Antwort. Mehr bekam sie von ihm nicht zu hören.

Schön. Wieso sollte hier auch irgendjemand mit ihr reden! Dann würde sie seine verdammte Musik eben ertragen – irgendwie würde sie das schon schaffen! Zwei Stunden später schlief Dawn tief und fest, ihren Mp3-Player immer noch dort, wo er vor einer Weile gewesen war. Buffy hielt diesen Krach, wie sie es nannte nicht mehr länger aus.

„Oh Gott. Ich halte das wirklich nicht mehr aus!", schrie Buffy und drehte die laute Musik ab. „Oh man, das ist wirklich der Himmel auf Erden. So unglaublich still und kein Krach mehr", stellte sie fest und grinste ihn an. Spike sah sie lange durchdringend an und schüttelte dann genervt den Kopf. Buffy schrie auf und deutete auf die Straße. „Verdammt, Spike! Pass doch auf! Willst du uns alle umbringen?", fragte Buffy und fasste sich an ihre Brust.

Für einen kurzen Moment hatte sie wirklich gedacht Spike würde auf die andere Spur fahren und genau dort fuhr ihnen zufällig ein Lastwagen entgegen. Buffys Herz schlug wie wild und sie glaubte nahe an einem Herzinfarkt dran gewesen zu sein.

„Ist doch alles gut, Liebes. Ich weiß nicht was du hast, vielleicht solltest du endlich mal aufhören mich zu verfluchen! Die Schlägerei vorhin war doch wirklich nicht nötig. Hab doch nur etwas gesagt, was dich erregt", sagte er und zwinkerte ihr vielsagend zu.

„Oh nein! DAS törnt mich überhaupt nicht an Spike! Hör auf damit, verstanden? Lass es endlich sein. Ich hasse dich und ich hasse es, dass meine Großmutter dich mag. Ich hasse einfach alles an dir", sprach sie und seufzte auf. Wenn sie ihn doch wirklich so sehr hassen würde, wie sie immer sagte. Wenn sie ihn wirklich so sehr hassen würde, dann würde sie doch auch nicht immer und immer wieder mit ihm schlafen.

„Oh nein, Liebes. Du hasst mich nicht. Du sagst, dass du mich hasst und du schlägst mich. Und das nicht sehr selten, aber hassen tust du mich nicht", meinte Spike leise und zog sie mit einem geschickten Handgriff zu sich. Er umfasste ihr Kinn mit seiner rechten Hand und küsste sie dann einfach. Erst hart und fordernd und als sie seinen Kuss erwiderte, wurde er sanfter und schob seine Zunge in Buffys Mund.

Was machte er nur immer wieder mit ihr? Wieso passierte es immer wieder? Sie ließ zu, dass er sie küsste und schlief mit ihm. Zu Letzterem würde es heute auf keinen Fall kommen. Das war das Gute daran, dass Dawn dabei war.

‚Dawn! Oh mein Gott, Dawn!' Buffy löste sich von ihm und schüttelte den Kopf. „Nein. Dawn ist da hinten und du solltest endlich auf die Straße achten! Oder hast du geplant das wir nie bei meiner Großmutter ankommen werden?"

Spike schüttelte den Kopf und konzentrierte sich dann wieder auf die Straße. „Nein, ich werde euch sicher dahin bringen. Ich würde nicht zulassen, dass dem Krümel etwas passiert und auch nicht, dass dir etwas zustößt", versprach er. „Außerdem bin ich nicht sonderlich scharf auf Beulen oder etwas in meinem Auto, was nicht da sein sollte", fügte Spike hinzu.

Nach dieser kleinen „Aussprache" verhielten Buffy und Spike sich wieder ruhig und warfen sich gegenseitig auch keine komischen Blicke mehr zu. Dawn, die eine halbe Stunde später wieder aufwachte, schüttelte über die beiden nur den Kopf.

„Was auch immer ihr gemacht habt, während ich geschlafen habe, es hat geklappt!", erkannte sie erfreut und lächelte die beiden an. „Ihr wollt es mir nicht sagen, was? Mh ja, das habe ich vermutet. Gott, ihr seid wirklich wie ein altes Ehepaar", stellte Dawn lachend fest.

„NEIN!", kam es auf einmal von Buffy und Spike. Sie sahen sich kurz an und dann sah Buffy wieder zu Dawn. „Sei mal nicht albern. Ich habe dir vorhin doch schon gesagt, dass du das lassen sollst! Wir sind nicht wie ein altes Ehepaar", fauchte Buffy mit Nachdruck.

Gegen Mitternacht war Dawn dann auch schon wieder eingeschlafen.

Vielleicht solltest du auch etwas schlafen, Liebes", meinte Spike.

„Nein, nein. Ich bin nicht müde", sagte Buffy und lächelte ihn für etwa eine Sekunde an. Spike nickte nur und sah wieder auf die Straße. Etwa zehn Minuten später war seine Jägerin doch eingeschlafen. Spike sah verträumt zu ihr und strich ihr sanft über die Wange. Schlafend sah sie verdammt niedlich aus. Aber dieser Anblick wurde ihm sonst verweigert. Sie schlief mit ihm, aber nicht bei ihm. Und das fand Spike schade.

Wie gerne würde er einmal neben ihr einschlafen oder neben ihr aufwachen. Aber das war etwas, was er niemals erleben sollte. Buffy würde ihre harte Schale nicht so schnell ablegen und somit konnte er vergessen, dass dies so schnell passieren könnte. Aber Spike war auch mit dem Zufrieden was er bekommen hatte. Sogar das war schon ein Weltwunder für ihn.

Kurz vor Sonnenaufgang erreichten sie einen kleinen Vorort von Los Angeles und nun musste Spike Buffy wecken. Leider hatte ihm keiner der beiden gesagt, wo sie denn nun genau hin mussten. Und wenn er nicht irgendwo hinfahren sollte, musste das sein. Vorsichtig strich Spike seiner Geliebten über die Wange und gab ihr einfach einen kleinen sanften Kuss auf die Lippen.

„Aufwachen, Liebes", flüsterte Spike in ihr Ohr und hasste sich dafür, dass er seine schlafende Prinzessin aus ihren Träumen reisen musste.

Buffy murmelte etwas und schlug dann langsam die Augen auf. Das Erste was sie sah war Spike. Verwirrt blinzelte sie einmal, zweimal und dreimal. Dann erinnerte sie sich wieder. Sie waren ja auf dem Weg zu ihrer Großmutter und scheinbar war sie in Spikes verdammtem Auto auch noch eingeschlafen. Obwohl sie geschlafen hatte, fühlte sie sich nicht unbedingt gut und ihr taten alle Knochen weh.

„Uhm. Morgen", gab sie leise von sich und begegnete nun seinen Augen.

Blau. So wunderbar blau. Unglaublich blau. „Morgen", sagte Spike und drehte sich wieder auf seinen Sitz. „Ich habe dich nur ungern geweckt, aber du hast mir nicht gesagt, wo wir hier genau hinmüssen", erklärte Spike.

„Huh? Was?", fragte Buffy etwas begriffsstutzig und sah ihn an, als hätten seine Haare sich so eben rot verfärbt. „Na, die Adresse, Liebes! Ich brauche die Adresse von deiner Großmutter, damit ich uns hinfahren kann", wiederholte Spike und schüttelte grinsend den Kopf. Scheinbar war sie morgens nicht unbedingt sofort wach. „Kaffee habe ich leider nicht für schläfrige Jägerinnen", diesen Kommentar hatte er sich einfach nicht verkneifen können.

„Oh schade. Ich dachte, das gehört zu deinem Service, Spikey", witzelte Buffy und grinste ihn an. „Aber ich glaube, ich halte es auch eine Weile ohne aus. Wir sind sicher bald da und dann kann ich ordentlichen Kaffee haben!", erkannte sie fröhlich und drückte ihm ein Stück Papier in die Hand. „Da müssen wir hin", meinte sie und lehnte sich zurück.

Weitere fünfzehn Minuten später waren sie bei besagter Adresse und Spike sah Buffy verwundert an. „Uhm sag mal, ist das auch wirklich die Adresse wo wir hin müssen?"

Das Anwesen sah verdammt teuer und eher wie eine Art Schloss aus. Ein normales Haus war es auf keinen Fall.

„Ah, ja. Ja, das ist die richtige Adresse. Auch wenn es schon etwas her ist, das ich bei ihr war, aber hier sind wir richtig", erklärte Buffy und band ihre Haare zu einem Pferdeschwanz zusammen.

Obwohl es noch dunkel war, sah das Anwesen wirklich verdammt edel aus. Spike fuhr mit seinem klapprigen Wagen durch ein großes Eisentor und stellte dann den Motor ab.

„Deine Großmutter ist ziemlich reich oder wie siehst du das?", vermutete Spike und zeigte auf einen Pferdestall. „Verrückt. Bist du sicher, dass du mit ihr verwandt bist?" Spike stieg aus und sah dann auch noch ein paar Koppeln. „Wo bin ich hier nur gelandet...", murmelte er.

„Uh ja, doch, sie ist schon nicht gerade arm. Sie wird nicht so schnell verhungern", sagte Buffy und stellte sich dann neben Spike. „Pferde. Ich mag keine Pferde", erklärte sie und schüttelte sich dabei.

Spike neben ihr nickte. „Ich auch nicht, Liebes, ich auch nicht", stimmte er ihr zu und kniff sie frech in den Po.

„Uh! Was soll das!", schrie Buffy und funkelte den Vampir wieder an. Gerade war es doch so schön gewesen und dann, tat er so etwas! Das war doch wirklich...

tbc...