Hallo, leider noch kein Review hinterlegt:-( Wenn ihr es nicht öffentlich machen wollt, ich freue mich auch über eine PN. Nun viel Spaß mit Kapitel 2
Überrascht, dass sie überhaupt eingeschlafen war wachte Hermine mit rasenden Kopfschmerzen am nächsten Morgen durch das helle Sonnenlicht auf, das ihr durch eines der bodentiefen Fenster ins Gesicht strahlte. Sie hatte natürlich keinen Kopf mehr dafür gehabt, die schweren dunkelgrünen Vorhänge zuzuziehen. Sie schätze die Uhrzeit auf ungefähr 7 Uhr morgens, doch das war egal, bei dem Gedanken an die Geschehnisse am Tage davor ließen sie schwindelig werden. Vor 24 Stunden war sie aufgestanden, hatte sich mit Ginny aufgeregt fertig gemacht und dann Mrs. Weasley in der Küche geholfen, die in den letzten Vorbereitungen für das Festessen zu Ehren von Bills und Fleurs Hochzeit war.
Es war ein wunderschöner Tag und eine wunderschöne Hochzeit. Viktor war da und Ron hatte sie endlich einmal zum Tanzen aufgefordert. Sie war so durstig gewesen, weshalb Ron gegangen war um etwas zu trinken zu holen, als der Patronus von Kingsley Shaklebolt durch das Zelt brach und ein heilloses Durcheinander verursachte. Hermine fand Harry schnell und brüllte nach Ron, doch bevor er sie erreichte, wurde sie am Hals gepackt. Sie spürte einen Schlag auf ihre Hand, wodurch sie Harry losließ und mit einem letzten Blick auf Rons entsetztes Gesicht wurde sie fortgezogen in die Dunkelheit. Als sie festen Boden unter den Füßen hatte, hatte sie versucht sich zu wehren, doch ein schmerzhafter Schlag auf den Hinterkopf hatte sie bewusstlos werden lassen und erst nach einer Weile wachte sie wieder auf. Snape der Verräter war da, ihr wurde schlecht als sie ihn sah, den Mann dem sie einst so sehr vertraut hatte, den sie bewundert hatte für sein Wissen und doch auch gefürchtet, da er sie immer so schlecht behandelt hatte.
Doch nun konnte sie nur Enttäuschung und Trauer spüren wenn sie ihn sah. Er hatte sie alle verraten und am meisten Dumbledore. Wie hatte er ihn nur töten können. Hermine hatte nicht einmal ein schlechtes Gefühl, als Snape das Lehrerzimmer verlassen hatte und Flittwick dort bewusstlos lag, auch als Snape an ihnen vorbei vom Turm stürmte, mit Draco vor sich hertreibend hatte sie noch immer an ihn geglaubt. Es riss ihr fast den Boden unter den Füßen weg, als Harry ihnen erzählte, dass Snape Dumbledore ermordet hatte, mit dem Avada Kedavra.
Doch dennoch behandelte er sie nun, als wäre nichts gewesen, als hätte er sie nicht 6 Jahre lang wie Abschaum behandelt. Als Narzissa Malfoy ins Zimmer kam fühlte sie eine eisige Kälte durch ihren Körper kriechen. Sie war auf Malfoy Manor, im Hause ihres Feindes mit einem Todesser und einer Frau eines Todessers in einem Raum, ohne Zauberstab. Als Narzissa Malfoy ihr auch noch eröffnete, sie solle nun einen Todesser heiraten, auch noch den treusten Anhänger wurde ihr schwindelig.
Der Ausdruck auf Professor Snapes Gesicht war wie immer unleserlich. Sie war zu entsetzt um zu rebellieren und brachte daher nur geringen Widerstand auf, als sie sich ankleiden und für die Hochzeit bereit machen sollte. Nachdem Mrs. Malfoy ihr eine silberne Kette umgelegt hatte mit einer eigentlich wirklich schönen Brosche öffnete sich auch schon die Tür und Mr. Malfoy persönlich, wie immer mit langen blonden Haaren und einen unverschämt teuren Umhang trat ein. Hermine wich immer weiter zur Wand zurück, als er zu ihr kam, was er nur mit einem süffisanten Lächeln quittierte.
„Angst?", säuselte er gehässig, doch Narzissa warf ihm einen warnenden Blick zu und ging zu Hermine.
„Miss Granger, sie haben Severus gehört. Sie vertrauen ihm doch oder?"
„IHM?", schrie Hermine nun und sah beide hasserfüllt an.
„Ich habe ihm einmal vertraut, doch das war ein Fehler, er hat Dumbledore ermordet. Er ist ein Todesser.", schrie Hermine und Narzissa und Lucius Malfoy sahen sich kurz überlegend an.
„Wenn sie darüber hinweg sehen, dann vertrauen sie ihm doch? Er hat ihnen nie Leid zukommen lassen, er hat sie jahrelang beschützt, sie, Potter und Weasley.", sagte Lucius und Hermine schnaufte.
„Er hat uns alle verraten, er hat kein Vertrauen verdient.", stieß sie hervor, doch konnte eine Träne der Enttäuschung nicht verhindern.
„Vater, sie warten.", sagte Draco Malfoy in der Tür kühl und Hermines Gesicht verzog sich angewidert, doch er sah sie nicht an. Wenn Hermine sich nicht irrte, traute er sich nicht den Blick zu heben. Er blieb einfach in der Tür stehen und Hermine zuckte zusammen, als Lucius Malfoy ihren Arm nahm und ihre Hand auf seinen Unterarm legte.
„Ich weiß, sie vertrauen uns nicht, doch wenn sie nun kooperieren werden sie leben Miss Granger, das wollen sie doch oder?", raunte er und Hermine zitterte, doch lief an seiner Seite durch den Flur und die Treppe hinab. Hermine hatte ein ungutes Gefühl im Magen, als sie durch all die Todesser mit ihren silbernen Masken liefen, auf einen anscheinend herbeigezauberten Altar mit blutroten Rosen zu, vor dem ein Mann mit dem Rücken zu ihnen stand, der Hermine schrecklich bekannt vor kam. Doch der Anblick des Mannes, wenn man es überhaupt von ihm sagen konnte, vor dem Mann, versetzte Hermine in Angst und Schrecken.
Sie hatte ihn noch nie gesehen, immer nur Erzählungen von Harry gelauscht, doch diese Vorstellung entsprach nicht dem Grauen, das sie nun vor sich hatte. Er starrte sie an und zitternd senkte sie den Blick. Erst als Malfoy ihre Hand in eine andere Hand legte sah sie wieder auf und die Erkenntnis traf sie wie einen Schlag. Sie schwankte und der letzte Gedanke den sie hatte bevor sie in Ohnmacht fiel war: Ich soll wirklich Mrs. Snape werden.
tbc
