Ich beobachtete jede Bewegung von Pharaoh Atemu, als wir über den Marktplatz ritten. Ich habe auch noch immer etwas Angst vor ihm. Nach einer Weile sagte sein Cousin Priester Seto: „Wirst du schwach? Der letzte Kerl, der einen Sklaven den du später gekauft hast schlecht behandelte, wandelt noch immer durch das Schattenreich."

Der Pharaoh sah zu ihm herüber mit einem Lächeln auf den Lippen, als er sagte: „Wenn ich mich recht entsinne warst du es doch, der mir vorhielt das ich zu streng gewesen sei und ich nicht erwarten kann, dass sich das verhalten meines Volkes und der Sklavenhändler so einfach ändern lasse und sie plözlich freundlich wären. Und nun nennst du mich schwach, weil ich ihn nicht ins Schattenreich verbannte?"

Priester Seto sagte darauf nur: „Ich bitte vielmals um Vergebung, ich war wohl lediglich überrascht das du tatsächlich ausnahmsweise auf mich gehört hast."

Ich sah wie der Pharaoh zu mir hinablächelte. Einer seiner Arme war die ganze Zeit über um mich, und er hielt mich fest an sich gepresst. Aber es gab mir nicht das Gefühl eingeschlossen oder eingeschränkt zu sein, es fühlte sich beschützend an. Er pausierte an jedem Stand der Schmuck verkaufte und ich konnte ihn mir ansehen. Ich traute mich jedoch nie zu sagen was mir gefiehl, aber es stellte sich heraus das es auch nicht nötig war. Er beobachte mich genau und konnte mir ansehen, wenn mir etwas gefiel, allein weil ich es zulang betrachtete und kaufte mir dann all das was ich bewunderte. Als der Tag sich dem Ende neigte, hatte ich bereits mehr Juwelen als ich auf einmal tragen konnte und die meisten waren mit Rubinen. Er versprach auch, dass egal was passieren mochte, sie würden für immer mein sein. Ich wunderte mich warum er das versprach und was eintreffen mochte, dass ich daran zweifeln könnte.

Nachdem wir über den ganzen Markt waren, ritten wir alle zurück zum Palast. Ich fing erneut an zu zittern, als wir ihn erreichten. Ich hatte Angst vor dem was nun passieren würde. Aber nicht so viel. Er war den ganzen Tag lang freundlich, sanft und beschützend mir gegenüber gewesen. Er hatte mir ausserdem so viele Geschenke gekauft. Und er war jung und stark und obendrein unglaublich gutaussehend. Seine Augen faszinierten mich noch immer. Dennoch war ich nervös und ein wenig verängstigt bei dem Gedanken an das was passiert, wenn wir erst alleine sind.

Er lächelte die ganze Zeit liebevoll, als er mich mit einem Arm um meine Taille zu seinen Gemächern führte. Ich zitterte noch immer etwas als er sich, nachdem wir seine Gemächer erreichten, auf sein Bett setzte und mich auf seinen Schoß zog. Doch er flüsterte: „Sei unbesorgt, ich werde dir nicht weh tun, und ich werde nichts tun was du nicht willst, mein kleiner Schöner."

Ich schaue ihm eine Weile tief in die Augen, noch immer absolut fasziniert von ihrer Schönheit, während er mich anlächelt und langsam und zärtlich zu küssen beginnt. Ich lasse ihn, denn es fühlt sich schön an, seine sanften Lippen auf den meinen und seine Zunge zu spüren, die schon bald begann meinen Mund zu erforschen. Für lange Zeit tat er nichts weiter als mich zu küssen. Ich entspanne mich mehr und mehr in seinen Armen, unter seinen sanften Küssen. Irgendwann fingen seine Hände langsam an über meinen Oberkörper zu wandern. Ich verspannte mich nicht mehr, ich genoss nur seine sanften, weichen Hände auf meiner Haut und kuschelte mich enger in seine starken Arme.

Wir lagen nach einer weile auf dem Bett, ich war so vertieft in das Gefühl seiner Lippen auf meinen und seiner Hände auf meiner Haut, dass ich es nicht mal bemerkt hatte. Dennoch geschah nichts anderes in dieser Nacht und irgendwann schlief er ein, seine Arme noch immer beschützend um mich. Ich versuchte ebenfalls zu schlafen, doch ohne Erfolg. Es war zu seltsam für mich in einem Gebäude zu sein und zum ersten Mal in meinem Leben in einem weichen Bett zu liegen. Für eine lange Zeit versuchte ich einzuschlafen, aber gab zum Schluss auf und befreite mich sachte aus seiner Umarmung, ohne ihn zu wecken. Ich war nicht dumm genug, um auch nur zu versuchen davonzulaufen, ich war mir nicht mal sicher ob ich es versuchen wollte, wenn ich es könnte. Stattdessen ging ich hinaus auf den Balkon und beobachtete von dort aus die Sterne. Hier konnte ich ein klein wenig den Wüstenwind auf meiner Haut spüren, geschwächt von den Stadtmauern, aber er war dort. Ich legte mich hier nieder auf den Boden, er war härter als der Wüstensand, aber mit dem Wind und den Sternen war dieses besser, als das zu weiche Bett innendrin gewesen war und ich falle nach einer Weile endlich in den Schlaf.

Das Licht der Sonne weckte mich am nächsten Morgen, wie schon so viele Morgende zuvor. Ich streckte meine noch müden Glieder ein wenig und hörte daraufhin einen Seufzer. Ich schaute in die Richting von wo es gekommen war und sah den Pharaoh dort stehen. Ein Lächeln war auf seinem Gesicht, doch es wirkte traurig: „Hättest du eventuell die Güte mir zu erklären, warum du lieber alleine auf meinem harten Balkonboden schläfst, als mit mir in meinem weichen Bett?"

Ich wunderte mich, warum er so traurig wirkte und antwortete ehrlich „Weil ich noch nie zuvor in einem Gebäude geschlafen habe, auch nicht in einem Bett und dadruch konnte ich dort drinnen nicht einschlafen." Ich spürte, wie bei diesen Worten das Blut in mein Gesicht fuhr und ich errötete. Er lächelte mich nur an, nicht ganz so traurig wie zuvor.

Er lief langsam zu mir herüber und setzte sich neben mir auf den Boden, wo ich noch immer lag. Er begann ein wenig mit meinen Haaren zu spielen, bevor er mich fragte: „Heist das, dass du ein Nomade warst?"

Ich schaute ihm eine Weile in diese faszinierenden Augen, bevor ich nickte. Er fragte darufhin nur: „Die anderen, die bei den Sklavenhänderln waren, kamen auch sie von deinem Stamm?"

Ich schaute ihm noch immer in die Augen, als ich ehrlich antwortete: „Nicht die gestern, einige waren zuvor bei ihnen, aber sie wurden als wir die Pyramiden erreichten, dort verkauft. Die Händer hatten versucht alle Männer dort zu verkaufen, aber mich wollten sie dort als einzigen nicht, weil ich zu klein und schwach war und dadurch wurde ich von den anderen aus meinem Stamm getrennt und war allein."

Die ganze Zeit über beobachtete er mein Gesicht ganz genau, als wolle er nach den kleinsten Veränderungen in meinen Gesichtszügen Ausschau halten. Nach einer kleinen Weile fragte er mich: „Wann war das?"

Ich wunderte mich, warum es ihn so interessierte, aber antworte dennoch ehrlich: „Am Morgen des Tages bevor ihr mich gekauft habt."

Er beobachtete mich weiter, diesmal für eine ganze Weile, während er weiter mit meinen Haaren spielte. Ich beobachtete ihn ebenfalls mit einem Lächeln auf meinem Gesicht. Es gefiel mir wenn er mit meinen Haaren spielte, das Gefühl seiner Finger, die sachte hindurchgleiten war unbeschreiblich schön. Erst nach einer ganzen Weile stellte er erneut eine Frage: „Hattest du in deinem Stamm viele Freunde?"

Ich wendete meinen Blick von ihm ab, um zum Horizont zu schauen. Irgendwo dort draussen war mein Großvater und meine kleine Fenny, irgendwo dort dachten sie auch an mich und sorgten sich um mich. Ich vermisste sie so sehr und sagte; „Nicht wirklich Freunde, aber ich hatte meinen Großvater und meine über alles geliebte Fenny."

Erneut saßen wir eine ganze Weile wortlos dort, bis er sagte: „Ich habe noch einige Dinge zu tun und muss dazu etwas fortgehen, ich werde heute Nacht erst sehr spät wieder zurück sein, fürchte ich. Aber ich zeige dir die Gärten bevor ich gehe. Ich bin sicher, du wirst sie lieben und du kannst dich dort frei bewegen, wie auch überall sonst im Palast. Aber sei bitte wieder hier in meinen Gemächern, wenn ich zurückkehre, aber du musst nicht aufbleiben. Gehe ruhig zu Bett, wie gesagt ich werde heute Nacht sehr spät zurück sein."

Ich schaute ihn wieder eine Weile an, bevor ich aufstand und mich bei ihm für sein freundliches Angebot bedankte. Zuerst aßen wir gemeinsem, das Essen war bereits in seinen Gemächern. Es musste gebracht worden sein als ich noch schlief, daraufhin zeigte er mir wie angekündigt die Gärten. Wir liefen eine kleine Weile gemeinsam durch sie hindurch, bevor er ging. Erneut wirkte er traurig und ich wunderte mich erneut warum, was könnte einen so mächtigen jungen Mann so unglücklich machen?

Ich verbrachte den ganzen Tag in den Gärten und genoss es einfach ungemein. Unglücklicherweise waren die Mauern drum herum so hoch, das nahezu kein Wind zu spüren war. Auch der Sand war nicht wie normaler Wüstensand, sondern feuchter. Er glich eher dem Sand einer Oase. Dennoch, ich spürte erneut Sand unter meinen nackten Füßen und war unbeschreiblich glücklich darüber. Auch die Fische, die in den kleinen Teichen schwammen, hatten es mir angetan. Ich beobachtete sie Stundenlang, während ich mich fragte, was Fenny und Großvater nun wohl gerade taten. Ob sie sich wohl sorgten? Was für eine Frage, Großvater war gewiss ausser sich vor Sorge, ich wünschte ich könnte ihm sagen wo ich war und das es mir gut ging. Auch wenn ich mich eingeschlossen fühlte.

Im Laufe des Tages brachte mir ein Diener des Pharaohs etwas zu essen, dass ich im Garten einnahm. Ich verließ den Garten den ganzen Tag lang nicht ein einziges Mal. Nicht bis es Dunkel wurde und ich mich zurück in die Gemächer des Pharaohs begab. Ich ging sofort zum Balkon, um den Wind zu spüren. Dort legte ich mich nieder und nahm mir vor, nur ein wenig die Sterne zu beobachten, bevor ich erneut versuchen würde, in dem Bett etwas Schlaf zu finden. Doch bevor ich dazu kam, schlief ich ein wo ich war.

Erneut wachte ich zur aufgehenden Sonne auf. Ich bemerkte, dass ein Arm um mich geschlungen war und ein Kopf auf meiner Schulter ruhte. Ich erkannte das stachelige Haar sofort und lächlte glücklich. Ich wartete geduldig bis er aufwachte und konnte mir ein Kichern nicht verkneifen, als er sich stöhnend zu strecken begann. „Wie kann jemand nur so schlafen?" fragte er leise murmelnd.

Und ich fragte ihn: „Wie kann jemand ohne den Wüstenwind auf seinem Gesicht und im Haar oder dem Sand unter seinen Füßen leben? Wie kann jemand eingeschlossen in einem Gebäude auf einem unatürlichen und weichem Bett, wie dem euren, schlafen?"

Er lächelte mich liebevoll an und sagte: „Ich denke die Antwort zu beiden Fragen sind die selbige. Es ist alles eine Frage dessen, an was man gewöhnt ist, habe ich recht? Aber da sich eine Gewohnheit ändern kann, stellt sich nun die Frage: Werde ich mich an den harten Balkon gewöhnen müssen oder wirst du bereit sein, meinem Bett noch eine Chance zu geben?"

Ich lächelte ihn an und sagte: „Ich hatte letzte Nacht eigentlich vor, mich in eurem Bett niederzulegen, nachdem ich ein wenig die Sterne beobachten konnte. Doch ich muss eingeschlafen sein, während ich die Schönheit des Nachthimmels bewunderte."

Er lächelte mich noch immer an und nachdem er mir einen kleinen Kuss gab, sagte er: „Wenigstens konnte ich dieses Mal mit dir in meinen Armen erwachen." Erneut spürte ich die Röte in mein Gesicht fahren. Und nach einer weiteren kleinen Weile, in der er dieses beobachtete, sagte er: „Ich habe in den letzten beiden Tagen etwas sehr wichtiges vergessen." Ich musterte ihn verwundert, dass er es für nötig hielt mich darüber zu informieren, dass er etwas vergessen hatte und fragte mich, was es sein mochte, bis er sagte: „Ich vergaß mich nach deinem Namen zu erkundigen."

Dieses mal war er es der errötete, was sein Gesicht irgendwie süß erscheinen lies. Ich lächlte ihn nur liebevoll an und sagte: „Mein Name ist Yugi."

Erneut lächelte er und flüsterte in mein Ohr: „Ich liebe den Namen, er steht dir. Mein wunderschöner kleiner Yugi."

Auch an diesem Tag hatte mein Pharaoh wichtige Dinge zu erledigen. Und von dort an war es jeden Tag das Gleiche. Über Tag war ich in den Gärten, ganz alleine und fühlte mich einsam und vermisste ihn. Ich wunderte mich immer, was er wohl gerade tat und wann er Zeit für mich haben würde. Und natürlich auch manchmal, was Großvater und Fenny wohl gerade machten und ob es ihnen gut ging. An manchen Tagen kam Atemu zwischendurch zu mir. Oder, wenn er früher als gewöhnlich Zeit hatte, holte er mich abends aus den Gärten ab. Doch an den meisten Tagen kam er in seine Gemächer zurück und zu mir auf den Balkon, während ich bereits die Sterne beobachtete. Wenn er ankam lockte er mich mit liebevoll geflüsterten Worten in sein Bett und dort in seinen Armen halten und sanft küssen, bis er einschlief. Während der ersten Nächte sah ich mich irgendwann gezwungen, mich zurück auf den Balkon zu stehlen, wo ich Schlaf finden konnte.

Doch nach einigen Nächten in denen ich nur in seinen Armen war und kuschelte, reichte mir diese Form der Zuwendung selber kaum noch aus. Von da ab an war es ein leichtes im Bett einzuschlafen, ich war zu erschöpft um auch nur daran zu denken aufzustehen, davon ganz zu dem Balkon zu laufen, mal ganz zu schweigen.

Der erste Monat im Palast verging in dieser Weise wie im Fluge und ich bemerkte kaum, wie lang ich schon dort war. Doch eines Abends verhielt sich mein Pharaoh ein wenig anders als gewöhnlich, er hielt mich fester im Arm und war verschmuster als zuvor, ausserdem flüsterte er mir immer wieder zu, wie sehr er sich wünschen würde, das ich für immer bei ihm bleiben würde. Es fühlte sich ein wenig an, als währe er dabei Lebewohl zu sagen, als wäre er kurz davor mich für immer davonzuschicken. Ich hoffte das ich mich täuschte, doch er blieb so verschmust und seltsam, bis ich vor Müdigkeit einschlief, zum ersten Mal vor ihm.

Am nächsten Morgen sah er so erschöpft aus, als hätte er die ganze Nacht lang keinen Schlaf gefunden. Dennoch sagte er mir, er hätte ein Geschenk für mich. Ein Geschenk, da ich nun seit einem Monat an seiner Seite war. Er sagte, es wäre draußen in den Gärten und das er glücklich war, dass mein Geschenk so schnell angekommen war. Er war sich nicht sicher, wie lange es dauern würde und hatte eigentlich insgeheim gehofft, es würde ein paar Monate länger dauern und hatte es auch angenommen. Er verwirrte mich mit seinen Worten. Nach dem gemeinsamen Frühstück führte er mich zu den Gärten und als wir ankamen, konnte ich nichts weiter tun als zu starren. Dort war eine kleine Wüstenfüchsin, die im Wasser spielte und versuchte einen Fisch zu fangen, jedoch ohne großen Erfolg. Hinter ihr stand ein älterer Herr, der die gleichen Haare hatte wie ich, nur das seine ergraut waren.

„Großvater," rief ich und rannte auf ihn zu. Der Mann und die Füchsin drehten sich um und schauten mich nun an. Großvater breitete seine Arme aus und ich fiel regelrecht hinein, während Fenny um mich herum rannte und ansprang, bis ich mich bückte und sie auf den Arm nahm. Gorßvater hielt uns beide nun in seinen Armen. „Wie bist du hierher gekommen? Und woher wusstest du überhaupt, dass du mich hier finden könntest?", fragte ich überrascht.

Er lächelte mich nur an und sagte mit einem Zwinkern: „Jemand hat alle Stammesmitglieder, die in jener Nacht gefangen genommen und verkauft wurden, wieder befreit und schickte sie aus, um mich und Fenny zu finden und uns mitzuteilen wo du dich aufhälst, als auch das wir dich jederzeit besuchen dürften und das du uns, da du uns vermisst, gerne bald sehen würdest."

Ich starrte ihn eine Weile an, bevor ich mich umdrehte und zurück zu meinem Pharaoh schaute, der noch immer im Eingang zu den Gärten stand und uns mit einem liebevollen Lächeln beobachtete. Doch auch dieses Mal wirkte dieses Lächeln ein wenig traurig.

Ich lies Fenny los und löste mich aus meines Großvaters Umarmung, um zu meinem Pharaoh zurückzurennen. Ich rannte zurück in seine Umarmung und sagte: „Danke, vielen vielen Dank. oh danke, danke, danke. Ich kann dir gar nicht sagen, wie unbeschreiblich glücklich und dankbar ich bin."

Er hielt mich ganz fest und flüsterte in mein Ohr: „Ich hoffe, du weisst mitlerweile, dass ich dich nie verlieren will, aber wenn du es dir wirklich wünschst, dann darfst du in deine geliebte Wüste zurückkehren, mit deinem Großvater und Fenny, ich würde dich frei lassen und gehen lassen. Ich will das du glücklich bist. Und ich weiss, dass du noch immer den ganzen Tag hier in diesen Gärten verbringst, jeden einzelnen Tag von morgens bis abends. Ich möchte nicht, dass du dich eingeschlossen fühlst."

Ich schaute ihm in die Augen, ich konnte seine Worte kaum glauben. Er war bereit damals so viel zu zahlen und hatte mir so unglaublich viele Juwelen gekauft und ich war mir sicher, er würde sie mich alle behalten lassen, er hatte es immerhin versprochen. Und nach all dem bot er mir an, wieder in Freiheit zu leben, während er mich so fest hielt, als könnte er es nicht übers Herz bringen, mich gehen zu sehen. Und so unglaublich traurig wie seine Augen gerade aussahen, konnte er es wirklich nicht ertragen, und so flüsterte ich ihm zurück: „ Du hast recht, ich liebe die Wüste so sehr und vermisse sie unbeschreiblich, aber ich liebe dich noch mehr und würde dich auch noch viel mehr vermissen, ich möchte nicht von deiner Seite weichen." Wenigstens wusste ich nun, warum er so seltsam war. Er war besorgt, wie ich mich entscheiden würde, er hatte Angst mich zu verlieren.

Für einen Moment hielt er mich noch fester als zuvor und küsste mich leidenschaftlich, bevor er flüsterte: „Danke dir, mein kleiner Schöner. Aber ich fürchte, dass ich wie immer ein paar Dinge zu erledigen habe, aber wenigstens wirst du heute nicht alleine sein und ihr könnt in ruhe reden."

Ich lächelte ihn an und sagte: „Ich werde dich dennoch vermissen."

Er gab mir noch einen Kuss, bevor er mich mit meinem Großvater alleine lies. Ich lief langsam zu ihm zurück, mit einem glücklichen Lächeln auf meinem Gesicht. Er wirkte besorgt und sagte: „Wir kamen letzte Nacht in dieser Stadt an, doch der Pharaoh persönlich sagte, dass wenn wir eine Nacht warten bevor wir dich sehen, dann würde er dich entscheiden lassen ob du mit uns zurück zum Stamm möchtest."

Ich schaute ihn einen Moment an und sah in seinem besorgten Gesicht, dass er wusste wie ich mich entschieden hatte. Doch da ich es dennoch aussprechen musste, tat ich es: „Er hat mir gerade diese Entscheidung gegeben, doch ich kann nicht zurück, nicht mehr. Ich liebe ihn, und auch wenn er noch nicht 'Ich liebe dich' zu mir sagte, glaube ich dennoch dass er es eines Tages wird und denke, dass er es schon so für mich empfindet. Ich kann ihn nicht verlassen."

Großvater seufzte und sagte:" Ich fürchte, dass du einen Fehler machst, er ist der Pharaoh und hat vielfältige Verantwortungen, er kann unmöglich für immer bei dir sein und du weist warum. Er wird irgendwann einmal einen Erben brauchen."

Ich schaute ihn and und sagte: „Ich weis, aber ich liebe ihn dennoch und bin mir sicher, dass egal was geschehen wird, er wird mich nicht im Stich lassen und für mich da sein. Ich werde es nicht bereuen Großvater, mache dir keine Sorgen."

-Ende-

Atemu: Yugi, du hättest mir ruhig sagen können, dass Fenny eine Wüstenfüchsin ist, ich hatte echt Panik dass sie deine Geliebte oder so ist, als du von Fenny das erstemal erzählt hast.

Yugi: *Kicher* Entschuldige bitte. Und bitte lasst Lily272 wissen, wie euch diese kleine Geschichte gefallen hat. Es gibt eine Fortsetzung, aber die is erstens derzeit nur auf Englisch zu lesen und wird es evtl auch bleiben, (es sei denn, ihre Mutter bettelt und das ist noch fraglich, da dieses die erste Geschichte von ihr ist, die sie lesen kann), zweitens ist die Geschichte nichts für Leute mit schwachen Nerven, da meinem Freund Joey, den ich da bekomme, verdammt viele und unglaublich schreckliche Sachen wiederfahren sind und noch wiederfahren werden. Aber am Ende findet mein intelligenter Pharaoh einen Weg um Erben zu bekommen und dennoch mit mir zusammen zu sein und macht mir einen Heiratsantrag, den ich natürlich annehme. Die Geschichte heist übrigens "Beloved Slave" und es wird noch eine weitere rauskommen, auch auf Englisch, die "Beloved Siblings" heißen wird und in ihr werde ich bereits mit meinem geliebten Pharaoh verheiratet sein. *lächelt überglücklich und verträumt*