Ich hab schon einige Kapitel fertig und werde sie jetzt Stück für Stück posten. Ich hoffe sie gefallen Euch!

Kapitel Zwei

„Bella?" hörte ich Charlies Stimme und machte die Augen auf. Ich schaute ihn blinzelnd an und hatte sich über mich gebeugt. Ich schaute zu meinen Füßen. Jacob war auch eingeschlafen. Charlie hatte ihn noch nicht geweckt.
„Wie geht es dir?" fragte ich besorgt und setzte mich gleich hin um wieder richtig wach zu sein. Ich rieb mir die Augen und Charlie nickte.
„Ganz gut. Es war ein anstrengender Tag," meinte Charlie und gähnte. Er blickte zu Jacob und musste grinsen.
„Er hat auf mich aufgepasst," sagte ich mit einem leichten Lächeln. Durch unsere Stimme wurde Jakob wach und schaute uns erstaunt an.
„Bin ich eingeschlafen?" Seine Stimme klang rau und verschlafen. Ich nickte.
„Ich bin auch eingeschlafen. Charlie ist gerade nach Hause gekommen," meinte ich und Jakob nickte.

„Dann werde ich mal nach Hause zu Billy gehen," Er gähnte und stand auf.

„Er ist ziemlich fertig. Es wird ihm gut tun, wenn du nach Hause fährst und dich etwas um ihn kümmerst," sagte Charlie. Er hörte sich erschöpft und ausgelaugt an.

„Wir sehen uns Bella," sagte er zu mir. Er lächelte mich kurz an und dann verabschiedete er sich von Charlie. Sie gaben sich die Hand und Charlie schaute ihm traurig hinterher.

Als Jakob gegangen war, wickelte ich die Decke etwas fester um meinen Körper. Jetzt wo Jakob fort war, fror ich wieder.

„Es tut mir sehr leid, Dad," meinte ich dann und Charlie nickte. „Ich weiß Bella. Es ist nur ein ziemlicher Schock. Wir müssen Sue bei den ganzen Dingen helfen. Das schafft sie nicht alleine," Er schien etwas verzweifelt zu sein.

„Dad, wenn du Hilfe brauchst oder ich irgendetwas tun kann, dann sag mir bitte Bescheid. Ich bin für dich da," sagte ich dann und blickte ihn an.

„Danke Bella. Ich werde darauf zu zurück kommen," Er hatte ein müdes Lächeln auf den Lippen aber ich wusste, dass das Lächeln ernst gemeint war.

„Ich gehe dann mal ins Bett," Charlie schaute mich gar nicht an. Er nickte nur und ich verschwand nach Oben. Ihm ging es wirklich nicht gut. Ich seufzte und machte mich auf den Weg nach Oben.

Ich war extra zeitig aufgestanden, damit ich Charlie noch ein Frühstück machen konnte. Er saß schon am Tisch und aß anscheinend ein Brötchen. War er etwa schon Brötchen holen gegangen?
„Hast du Brötchen geholt?" fragte ich und ging in die Küche. Ich nahm die Kaffeekanne und goss mir etwas Kaffee in einen Becher. Ich nahm die Milch aus dem Kühlschrank und goss mir noch etwas Milch in den Kaffee.

Ich kam wieder aus der Küche und setzte mich zu ihm. Ich nahm ein Brötchen und schnitt es auf.

„Ich hatte Langeweile. Deswegen bin ich schon einmal Brötchen holen gegangen," sagte er und wandte den Blick von seiner Zeitung ab. Er sah heute schon etwas besser aus.

„Gehst du heute arbeiten?" fragte ich vorsichtig und Charlie schüttelte den Kopf.

„Nein, ich gehe Heute nicht arbeiten. Ich fahre gleich wieder zu den Clearwater's. Billy und ich wollen Sue etwas helfen. Sie möchte sich Heute um die Beerdigung kümmern und dabei wollen wir ihr helfen," erzählte Charlie und ich nickte. Mir war gleich der Hunger wieder vergangen. Ich legte das Brötchen zurück auf den Teller und lehnte mich gegen die Stuhllehne.

„Was machst du heute nach der Schule?" fragte Charlie und ich zuckte mit der Schulter.

„Ich weiß es noch nicht genau. Vielleicht sollte ich auch nach La Push fahren? Braucht ihr meine Hilfe?" fragte ich und Charlie schüttelte den Kopf.

„Das ist keine Aufgabe für dich, Bella," Natürlich, ich war in kleines Mädchen in seinen Augen. Ich seufzte.
„Ich habe nicht gemeint, dass du noch zu jung dafür bist. Ich meine es so, dass du mit Sue eigentlich nichts zu tun hast," meinte Charlie dann und ich nickte. Er hatte Recht. Ich hatte mit Sue nicht viel am Hut. Ich kannte nur ihre Kinder Seth und Leah. Leah war in meinem Alter.

„Wie kommen Leah und Seth damit klar?" fragte ich und Charlie verzog das Gesicht.

„Die Beiden stehen noch sehr unter Schock. Es war auch ein großer Schock. Für uns Alle. Wir wussten noch nicht einmal, dass Harry Herzprobleme hatte,"

„Er hatte Herzprobleme?" Davon wusste ich auch nichts. Anscheinend wusste Niemand etwas davon.

„Ja, er hatte Herzprobleme. Sue hatte es uns erzählt. Ich hätte ihn Niemals mit auf die Jagd genommen, wenn ich das gewusst hätte," Er machte sich große Vorwürfe.
„Du bist nicht schuld an seinem Tod," sagte ich und Charlie nickte dann. Seine Augen sahen jetzt wieder traurig aus.

Er stand auf, legte seine Zeitung zusammen und dann auf den Tisch. „Ich mache mich dann auf den Weg. Schaffst du es noch den Tisch abzuräumen?" fragte er und ich nickte. „Ja, das bekomme ich noch hin,"

„Gut, dann mache ich mich schnell auf den Weg. Wird wieder ein langer Tag. Warte nicht auf mich wegen Essen. Ich werde bei Sue etwas zu essen bekommen," Ich nickte.

„Dann mach dich mal auf den Weg," sagte ich mit einem leichten Lächeln. Charlie kam zu mir, gab mir einen Kuss auf die Stirn und streichelte mir übers Gesicht.
„Ich bin froh, dass du hier bist. Ich wüsste nicht, was ich ohne dich machen sollte," Er gab mir noch einen Kuss auf die Stirn, nahm dann seine Jacke und ging hinaus. Ich blickte ihm einen kurzen Moment hinterher. Er hatte mir selten so etwas gesagt. Ich wusste, dass er froh war, dass ich hier war, doch so etwas hatte er mir noch nie gesagt. Ich war glücklich, dass ich hier war. Es war die beste Entscheidung gewesen nach Forks zu kommen. Ich hatte hier viele tolle Menschen kennen gelernt und diese wollte ich auch nicht mehr missen.

Plötzlich klingelte das Telefon. „Ja," sagte ich noch etwas müde.

Ich bin es Jacob," bei seiner Stimme wurde mir schon wieder besser zumute. Seine Stimme klang immer etwas rau. Ich mochte seine Stimme.

„Hi. Du rufst aber schon früh an," meinte ich und ging zu meinem Kaffee, der noch auf dem Tisch stand.

Ich wollte wissen, wie es dir geht. Ich meine, das war ja ein großer Schock für uns Alle. Wie geht es Charlie?"

„Er ist gerade auf den Weg zu euch. Er wollte deinen Dad abholen und dann wollen sie gleich weiter zu Sue," erzählte ich. Ich konnte seinen Atem durch den Hörer hören. Er war regelmäßig und kräftig.

Willst du nach der Schule nach La Push kommen? Es könnte dich vielleicht etwas ablenken. Emily wollte kochen und dann könnten wir ein wenig mit den anderen zusammen sitzen. Sam hatte mir Gestern vorgeschlagen dich zu fragen," Seine Stimme klang etwas vorsichtig und ihm schien die Sache etwas unangenehm zu sein. Warum wusste ich nicht, aber es schien so.

„Sam hat das vorgeschlagen?" Ich konnte es gar nicht recht glauben. Sam war immer etwas komisch zu mir. Gut, bei meiner Vorgeschichte konnte ich es ihm nicht verübeln. Ich war das Vampirmädchen. Ich war mit einem Feind, so wie sie es sagten, von ihnen zusammen gewesen. Kein Wunder, dass Sam etwas skeptisch mir gegenüber war.

Nun ja, er hat mich gefragt, ob ich dich fragen würde. Du musst natürlich auch nicht. Ich meine, du bist dann in einem Haus voller Wölfe," Ich hörte sein Lachen am anderen Ende der Leitung und musste auch lächeln.

„Ich hab kein Problem damit, Jake. Ich werde nach der Schule nach La Push kommen. Soll ich dann zu dir kommen? Dann können wir zusammen hinfahren?"
„Klar, ich bin auch nach der Schule zu Hause. Bis Nachher," sagte er noch und dann hörte ich das Piepen. Ich legte den Hörer auf und strich mir durchs Haar. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich mich jetzt auch auf den Weg zur Schule machen sollte. Die Parkplätze waren jetzt sicherlich schon fast alle weg.

Ich hatte Recht gehabt. Ich bekam noch einen Parkplatz in der hintersten Reihe. Mein Blick schweifte, wie jeden Morgen, zu den zwei Parkplätzen, wo Alice und Edward immer geparkt hatten. Edward, wieso musstest du mich verlassen?

Ich stieg aus dem Wagen aus und merkte, wie meine Augen sich mit Tränen füllten. Es brachte nichts, ihm immer noch hinterher zu trauern. Alle hatten Recht. Er würde nicht wieder kommen. Er würde nicht zurück kommen und sich bei mir entschuldigen. Nein, er wollte ein neues Leben leben. Besser gesagt, wollte er sein altes Leben leben. Ohne mich. Dieses Gefühl zu wissen, dass er ein Leben ohne mich lebte, verursachte wieder den harten Schmerz in meiner Brust. Das Loch war immer noch nicht zu. Nein, es war kleiner geworden, aber zu war es noch lange nicht. Ich wusste, dass es sich niemals wirklich schließen lassen würde. Ich wusste, dass es mein Leben lang da sein würde. Ob ich wollte, oder nicht.

„Bella, du bist aber spät dran," hörte ich Angeles Stimme, die mich aus meinen Gedanken riss. Ich strich mir kurz über die Augen und drehte mich zu ihr um. Hoffentlich sah sie nicht, dass ich Tränen in den Augen hatte.

„Bei mir geht gerade Alles etwas drunter und drüber. Habe heute etwas verschlafen," sagte ich mit einem leichten Lächeln und Angela schloss ihre Autotür ab.

„Mir ging es heute Morgen nicht anders. Dann lass uns mal schnell reingehen," Ich nickte, schloss meinen Transporter ab und folgte ihr dann in die Schule.

Der Schultag, war wie jede andere auch. Es passierte nichts Spannendes. Mike versuchte sich wieder an mich heran zu machen und wollte mit mir ins Kino gehen. Ich wusste genau, dass er mit mir alleine sein wollte. Ich hatte darauf keine Lust und schlug ihm immer wieder vor, dass wir mit den anderen ins Kino gehen konnten. Jessica war nicht wirklich davon begeistert gewesen und hatte gleich abgesagt. Angela und Ben waren Feuer und Flamme gewesen. Mike hatte sich tapfer geschlagen und hatte ein Lächeln darüber zustande gebracht, dass die anderen mitkamen. Wie hatten zusammen beschlossen, dass wir am Freitag, also in zwei Tagen, ins Kino gehen wollten.

So, das war Kapitel Zwei. Freu mich auf Reviews von Euch! ;)