Am nächsten Tag fluchte Rin Okumura, während er durch die belebten Gang humpelte.
„Was zur Hölle ist mit diesem Brokkoli-Arschloch los? Bedrängt mich so oft, weshalb ich nicht mehr normal laufen kann …." Jammerte der Junge während er lief. Er war so vertieft in seine Gedanken, weswegen er nicht mehr bemerkte, dass etwas von hinten auf ihn zukam.
Plötzlich fühlte er einen Schlag auf seinem Kopf, bevor er ausweichen konnte.
„AUTSCH! BRILLENSCHLANGE, DAS TAT WEH!" Irgendwie ist Rin's Dämon mehr erwacht, weshalb seine Sinne besser geworden sind. Jetzt konnte er Dinge leichter hören, besser sehen und Gerüche von bestimmten Personen riechen. Yukio grinste seinen Bruder an und winkte mit seinen Papieren, die er in der Hand hatte.
„Nii-san …. Ich habe bemerkt, dass du in deinen Studien nicht fortgeschritten bist und ich frage mich, was der Grund dafür ist …." Sagte der bebrillte Junge mit einem gefährlichen Grinsen auf seinem Gesicht. Rin schluckte und versuchte zurückzuweichen. Er wusste, dass Yukio seinem Vater in nichts nachstand, wenn er wütend wurde.
Ich … Ich …" versuchte der Junge, aber er schaffte es nicht, eine Lüge zu erfinden, die gut genug war. Yukio's Grinsen wurde größer, während er auf den Jungen zu lief.
Die anderen Schüler spürten, dass die Atmosphäre gefährlich geworden war, weshalb sie aus dem Gang verschwanden und die zwei Brüder alleine ließen. Nachdem er sicher gestellt hatte, dass keiner zu sehen war, drückte der jüngere Okumura den älteren an die Wand, heftete seine Hände über seinen Kopf. Rin errötete wegen dieser erotischen Entwicklung und fing an um sich zu treten.
„Yuki-Ngh!" quietschte Rin, als der andere seine wachsende Beule streichelte. Yukio grinste wieder und rieb seinen eigenen Schritt gegen den seines Bruders.
„Hat dieser grüne Alien dich schon wieder besinnungslos gefickt, Nii-san? Weil ich nämlich keine Scherze mache, wenn es dich beim Lernen stört …." sagte er und leckte eine nasse Linie auf Rin's Wange, welcher erschrak und die Augen schloss. Auch wenn der Junge ihn verspottete, merkte Rin dass Yukio zitterte und fluchte zur selben Zeit. Sein Bruder ist sehr dominant geworden, seit sie den vierer mit Mephisto und Amaimon hatten.
Rin zitterte alleine von dem Gedanken daran, aber er sammelte seine Kräfte und öffnete die Augen.
„Du machst das gleiche jetzt …" Sein Bruder hörte auf, seinen Körper zu berühren. Yukio schaute wegen den Worten Rin's ein bisschen geschockt aus, weswegen Rin seine Hände freikämpfte. „Nii-san? …."
„Lass mich gehen …." sagte er ziemlich ruhig und Yukio verstand, dass sein Bruder nicht in der Stimmung war, so dass er einen Schritt zurück trat, aber seinen Bruder nicht wegrennen ließ. Der junge Exorzist blockierte seinen Weg und stoppte seinen Bruder, in dem er sich an die Wand lehnte. „Und wo denkst du, gehst du hin?" flüsterte Yukio und grinste seinen Bruder verrückt an.
Rin wurde langsam richtig sauer. Warum behandelten ihn alle so? Er genoss den Sex, aber er hasste es wenn jeder in ihm kam! Rin war ein Mann, egal wie sie es ansahen und er hatte seine eigenen Bedürfnisse.
Rin erinnerte sich noch daran, als er halb scherzhaft, halb ernst gesagt hatte, dass er oben sein wollte, aber zu der Zeit hatten Mephisto und Amaimon nur gelacht. Jeder behandelte ihn, als wäre er ein Objekt, ein Spielzeug, welches mehr und mehr Sex wünschte, aber Rin wurde langsam krank davon!
„Hey, nimm es nicht zu ernst …" sagte Yukio und streichelte über Rin's Wange, versuchte den Jungen zu trösten, aber Rin schlug plötzlich seine Hand weg.
„LASS MICH ALLEIN!" brüllte der schwarzhaarige Junge, stieß seinen Bruder von sich und rannte aus dem leeren Gang.
Yukio starrte seinem Bruder nach, verstand nicht wirklich was passiert war und bald spähten die Studenten in den Gang, um zu sehen, ob man wieder durchlaufen konnte. Der Exorzist runzelte die Stirn und begann als nächstes in das Lehrerzimmer zu laufen.
Inzwischen war Rin wieder in ihr Wohnheim gelaufen und war völlig nass, weil es regnete. Er saß vor der Haustür und umarmte seine Beine.
„Alle sind so gemein zu mir! Ich bin immer noch eine verdammte Person, kein Sexspielzeug!" weinte Rin und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Er war sich nicht bewusst, dass er nicht alleine in dem verlassen aussehenden Wohnheim war, aber jemand starrte ihn aus den Schatten heraus an.
„Wuhuh!"
Auf einmal ruckte Rin's Kopf hoch und er starrte auf einen weißen, großäugigen Hund sah, welcher vor ihm saß.
„ARGH!" schrie der Junge laut, als der Hund plötzlich auf seinen Schoss sprang, weshalb der Dämonenjunge auf den Boden fiel.
„M-mephisto! Was zur Hölle machst du-AH!" brüllte der Junge als das Gewicht des kleinen Hundes seinen Schritt berührte. Der Hund grinste ihn an und leckte über Rin's Wange. Rin quietschte auf, wurde langsam hart, aber er fühlte, wie er allmählich sauer wurde. Das war zuviel … das kann nicht richtig sein!
„KANNST DU JETZT MAL DAMIT AUFHÖREN!" brauste der Junge auf, schrie den Hund an und setzte sich auf. Der Hund erstarrte und schaute zu dem errötenden Jungen auf. Rin weinte und seine Wangen waren rot.
Mephisto konnte nicht anders, als jetzt an perverse Dinge in seinem Hundekopf zu denken, während er den Jungen ansah. So etwas wie Katzenohren würde ihm bestimmt stehen … aber als er den weinenden Jungen anschaute, fühlte sich der Hund immer schlechter und kuschelte seine Nase an Rin's Brust.
„Warum … werde ich immer so behandelt?" schluchzte Rin und verbarg sein Gesicht hinter seinen Händen.
Mephisto neigte seinen Kopf, als würde er etwas sagen, was er nicht verstand. Rin versuchte seine Tränen zu trocknen, aber er schaffte es nicht. Er schaute zu dem Hund, welcher darauf wartete, dass er es erklärte. Rin dachte, es wäre blöd zu einem Hund zu sprechen, aber dann wusste er, dass er mit Mephisto nicht von Gesicht zu Gesicht reden könne, wenn er seine wahre Gestalt annahm.
„Okay …. es ist so, weil mich jeder benutzt, als wäre ich ein Sexspielzeug …" Nachdem wurde es leise, bis der Hund anfing laut zu bellen. Nun, es war mehr wie ein Hustenanfall, aber Rin wusste, dass es lachen war und es machte ihn wieder wütend.
„DAS IST KEIN SCHERZ! HÖR AUF ZU LACHEN!" schrie der Junge und wedelte mit seinen Händen über seinen Kopf, was total blöd und gleichzeitig aber süß aussah.
Mephisto dachte, dass er vor Lachen sterben müsste.
Der Junge war so süß, er wusste, dass er nicht lachen sollte, aber er konnte nicht aufhören. Während er den älteren Okumura und dessen entzückendes Gesicht ansah, wurde er langsam immer erregter, aber er wusste, dass er ernster in dieser Situation sein sollte. Er hustete ein bisschen und lächelte, was aus menschlicher Sicht ziemlich blöd aussah, aber Rin bemerkte, dass er ihn nicht ärgern wollte.
Mephisto öffnete seinen Mund, aber dann erinnerte er sich daran, dass Hunde nicht sprechen können.
Er lachte über sich selbst und sah den Jungen immer noch grinsend an. Rin sah das Grinsen und bevor er irgendwas tun konnte, verwandelte sich der Hund mit einem lauten Knall wieder in den großen Mann zurück und für einen Moment waren beide mit rosa Rauch umhüllt. Rin hustete und versuchte den Rauch von seinem Gesicht wegzubekommen, als plötzlich seine Hände gepackt und sein Rücken an die Tür hinter ihm gepinnt wurde. Mephisto lächelte den Jungen an, während er in dessen Schoss saß.
„Und das ist der Grund, warum du den ganzen Tag so sauer warst?" fragte der Mann und kicherte wieder. Rin konnte sich nicht beschweren, weil sein Mund auf einmal von den nassen Lippen des Mannes bedeckt wurde.
Rin kämpfte eine Weile, aber dann ertrank er in dem lieblichen Kuss, weshalb sein Herz schneller schlug. Mephisto genoss es, Rin zu küssen und bald waren ihre Zungen ineinander verwickelt. Seine Hand schlüpfte unter das grüne T-Shirt, was der Junge trug, und fing an die bereits erregten Nippel zu streicheln.
„AH!" schrie Rin und sein Kopf fiel zurück, als sein Rücken sich durchbog. Lächelnd sah Mephisto den Jungen an, hörte plötzlich auf.
„Haha, du bist so hoffnungslos …." Rin's Körper erstarrte und er sah zu dem Mann, bereit zu schreien, aber er wurde von dem Mann zum Schweigen gebracht. Mephisto benötigte dies, um den Jungen dazu zu bekommen, ihm zuzuhören
„Rin, wenn du die Antworten für deine Fragen willst, musst du mir zuhören." Sagte der Mann und lächelte. Rin starrte ihn nur an und nickte. Der Mann schmunzelte und stand plötzlich auf, zog den geschockten Jungen mit sich.
„Was machst du?" rief der Junge wütend, als sein Direktor anfing, ihn zum Badezimmer zu führen. „Sei einfach leise und folge mir …." Sagte der Mann und drückte den Jungen in das Badezimmer.
„Was machst…?" fing Rin an, aber er wurde schon wieder durch einen leidenschaftlichen Kuss zum Schweigen gebracht. Mephisto presste Rin gegen das Waschbecken und küsste ihn mit all seinem Können. Rin sah Sterne. In Rin's Kopf schrie er, dass er wollte, dass er aufhörte, aber er konnte der Lust nicht widerstehen und bald fühlte, dass er hart wurde. Auf einmal hörte der Mann auf und drehte den Jungen so, dass er in den Spiegel schauen konnte.
„Sieh dich an." Flüsterte der Mann hinter ihm und drückte Rin's Gesicht noch näher zu dem Spiegel. Rin sah sich an und sein Kinnladen klappte runter.
Sein Gesicht war überall gerötet und seine Augen waren verwirrt. Seine Haare waren durcheinander und er konnte seine harten Nippel durch das Hemd sehen, nicht um die wachsende Beule in seiner Hose zu vergessen. Er errötete immer mehr, als er realisierte, was der Mann denken musste.
„Nun, siehst du jetzt, warum wir dich wie ein Spielzeug behandeln? Siehst du, wie du uns mit deinem Körper verführst?" Der Mann fragte und leckte das Ohr des Jungen ab, weswegen Rin keuchte. Rin verstand.
Die Art und Weise wie er handelte und aussah machte, dass sie ihn haben wollten. Egal wie er versuchte auszusehen, er sah immer unanständig aus.
Sie waren alle Männer so wie er und wenn sie so etwas verführerisches sahen, lies sie so handeln. Rin errötete und nickte, schaute zu dem Mann herunter.
„Ich denke, ich habe es verstanden … aber wie kann ich es Amaimon erklären, dass ich es wirklich versuchen will, oben zu sein?" Mephisto versteckte sein Grinsen und versuchte ernst zu sein, als er den Jungen los ließ. Das war nicht einfach für den Mann. Zu dem hilflosen und erregten Rin schauend, machte, dass er den Jungen gegen das Waschbecken drückend nehmen wollte, aber er wusste, dass er sich jetzt zurück halten sollte.
„So … deine einzige Chance ist, dass du ihn mit Gewalt nehmen musst, was nicht leicht ist." sagte der Mann seufzend, auch wenn der Gedanke daran, dass Rin versuchte Amaimon zu unterdrücken lustig war.
Er selbst war Amaimon's Gefährte schon seit vielen Hundert Jahren und er wusste genau, was der grünhaarige Dämon wollte. Er wusste aber auch, dass Amaimon keine sanfte oder auf Befehle hörende Person war. Der Erdkönig würde sicher Sauer werden oder versuchen, seine Kräfte bei Rin einzusetzen, wenn er nicht bekam, was er wollte. Mephisto erinnerte sich an die ersten Male mit dem Dämon und er konnte nicht anders als lachen bei der Erinnerung.
Er schaute zu dem rabenschwarzen Jungen vor ihm, welcher leicht den Kopf neigte und niedlich blöd aussah. Mephisto war sich nicht sicher, ob Rin Amaimon nehmen würde, aber er sollte es auf jeden Fall versuchen ….
„Ich will es sehen … und es wäre schön, Amaimon danach zu ärgern … aber ich weiß immer noch nicht, ob Rin es wirklich tun kann. So, So … das wird interessant sein." Dachte er, während er den Jungen ansah, versuchte etwas männliches an ihm zu finden.
Der Junge hatte einen schönen Körper, aber sein Gesicht war viel zu liebenswert, als Top angesehen zu werden. Rin musste auf jeden Fall lernen, seine Gefühle für sich zu behalten, jetzt sah der Junge hoffnungslos aus.
„Schau Rin … Amaimon und ich sind Partner, wie du dich erinnerst. Und ihn zu toppen war nicht leicht. Er kämpfte und widerstand viele Jahre, bevor er verstand dass ich nicht zulassen würde, dass ich mich von ihm toppen lasse. Es war süß und lustig, aber ich weiß, was er wirklich will und zuletzt gab er auf. Rin, du musst verstehen, dass Amaimon ein Dämon ist und er seine dämonischen Verlangen hat so wie du und ich es haben. Amaimon lässt dich nicht lassen was du willst und der einzige Weg, dass er dir gehorcht ist wie ein Top zu handeln. Reden wird nichts nützen … er wird dich nur unter ihn zwingen und dich nehmen." Erklärte Mephisto und Rin schaute geschockt. Mephisto erriet richtig, dass der Junge sehr unsicher war, er seufzte und tätschelte Rin's Haar.
„Rin … du musst nur versuchen, etwas aggressiver zu handeln. Wenn du ihn willst, dann musst du ihn dir nehmen. Ich kann dir nicht anders helfen …" sprach der Mann und dieses Mal lächelte er. Der Mann blieb nicht länger, weil er auch noch Arbeit hatte, die er machen musste, weswegen er Tschüss sagte, Rin einen leichten Kuss auf seine Stirn gab und verschwand, ließ den zitternden Junge alleine in dem verlassen Wohnheim zurück.
Rin wusste nicht wirklich, ob er das `Topsein´ spielen könnte, aber er vermutete mal, dass es keinen anderen Weg gab. Der Junge schaute auf den Boden und biss sich auf die Lippen, bis sie bluteten. Rin wusste, dass er es ehrlich versuchen wollte, aber er wusste auch, dass es dumm war es zu versuchen ohne wirklich bereit zu sein. Amaimon war in der Tat ein Dämon und ein Dämon würde nicht zulassen, dass Dinge so gingen, wie es ein Halbdämon wollte, egal wie sehr der grünhaarige Mann ihn `liebte´.
„Scheiße ich … Ich muss wirklich aufhören, so zu sein, wenn ich ihn wirklich nehmen will …."
Und so endete Rin, indem er die ganze Zeit übte, ein Top zu sein, und erschrak zu Tode als Yukio aus der Schule wieder kam.
-To be continued
