Dies ist das zweite Kapitel der Geschichte.

Der Disclaimer des letzten Kapitels gilt weiterhin und da ich nicht weiss, welche Augenfarbe Elladan und Elrohir habe, improvisiere ich diese auch im Bezug auf die Geschichte selbst.

~Elfisch~

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Harry lag auf einem Waldboden. Überall um ihn herum befanden sich hohe Bäume. Es herrschte eine gewisse Ruhe, aber gleichzeitig war es ZU ruhig. Er gab sich selbst einen Klapps auf den Arm um zu sehen ob er wieder träumte, aber dies war definitiv die Realität, dem Schmerz in seinem Oberarm nach zu schließen. Er stand auf und klopfte die trockenen Zweige von seiner Kleidung. Er hob die Hand um seine Brille wieder richtig aufzusetzen aber diese war nicht dort. Er sah sich auf dem Waldboden um und fand sie auch dort. Er hob sie auf und setzte sich direkt auf, allerdings verschwamm nun seine Sicht. Er nahm die Brille wieder ab und als er bemerkte das er normal sehen konnte, warf er die Brille weg. 'Wie ko­misch.' dachte er. Er sah auf seine Kleidung und bemerkte, das er anstatt des Schlafanzugs nun feste Stiefel, eine grüne Tunika sowie Hosen und eine weitere lederne Tunika trug, wobei letztere allerdings Ärmellos war, und über dem ganzen einer dicken, braunen Jacke. Die bei­den Messer, die er erhalten hatte, waren unter der Jacke versteckt und der Köcher und der Bo­gen befanden sich auf seinem Tücken. Ausserdem trug er noch Handschuhe. Er seufzte und betrachtete nun die Bäume. Die einzigste Möglichkeit die ihm einfiel um hier fort zu kom­men, war, jene Dinger zu benutzen, die gemeinhin Beine genannt wurden..

Nach gut 5 Minuten Fußweg durch den Wald kam er an einen kleinen Bach. Er setzte sich an dessen Ufer und zog die Handschuhe aus, bevor er in das Wasser griff. Er lehnte sich nun vor und betrachtete sein Spiegelbild. Es überraschte ihn, was er erblickte. Er sah eines jener hell­häutigen Wesen aus seinem Traum mit spitzen Ohren und grünen Augen. Sein Haar war nun etwas länger, etwa auf Schulterlänge gehalten, stand aber weiterhin leicht zu Berge. Er fuhr sich nun mit der anderen Hand durch das Haar um festzustellen, ob es echt war und bemerkte dabei seine veränderten Ohren.

'Ich muss träumen.' Dachte er und legte sich nach Hinten in die Blätter und Zweige.

Harry wusste nicht, wie lange er dort gelegen hatte, oder welche Uhrzeit es war, bis er bre­chende Zweige und laute Fußtritte hörte. Er setzte sich auf und drehte sich zu der Richtung um aus der diese Geräusche kamen.

Eine kleine Gruppe von Männern trat nun aus den Büschen. Mehrere führten Pferde mit sich, die vermutlich als Packtiere dienten, wenn man die Dinge betrachtete, welche sie auf ihren Rücken trugen, während die meisten Männer die Kapuzen ihrer Umhänge über die Köpfe ge­zogen hatten, sodass die Gesichter nicht zu sehen waren. Sie waren eindeutig bewaffnet, aber sie hatten Harry noch nicht bemerkt. Jene, welche die Packpferde führten, führten diese nun zu dem Bach und liessen diese trinken, während die anderen sich ruhig hinsetzten.

Harry hatte seine Kapuze nicht aufgesetzt, da er nicht damit gerechnet hatte, Leute zu treffen. Erstaunlicherweise hatten diese Leute normale Ohren, soweit er dies erkennen konnte. Das konnte zu Problemen führen, dachte er. Aber es liess sich nicht ändern.

Harry richtete sich langsam in eine kniende Position auf, wobei er sich nicht zu auffällig zu bewegen versuchte, während er gleichzeitig versuchte sich bemerkbar zu machen. Plötzlich und völlig überraschen, waren, nachdem die Männer ihn gesehen hatten, mehrere Pfeile auf ihn gerichtet. Das war allerdings nicht die Reaktion die er erwartet hatte. Deshalb zuckte er zusammen.

Der Anführer der Gruppe senkte nun seinen Bogen und trat langsam auf Harry zu. Harry blieb in der knienden Position, richtete aber seine Augen auf den Fremden. Sie starrten sich einige Augenblicke lang an und der Fremde schien Harry zu mustern, insbesondere sein Haar und seine Ohren. Der Mann hob eine Hand und nahm seine Kapuze ab so das man ihn erkennen konnte. Abgesehen von seinen silbernen Augen hatte er, dunkles, welliges Haar das ihm bis zum Kinn reichte. Es wirkte aber recht ungepflegt. An seinem Kinn hatte er auch einen leich­ten Bartansatz.

"Sei gegrüßt Freund." sagte er. Die Bögen der Männer wurden nun wieder abgelegt. "Mein Name ist Arathorn, Sohn von Arador, und ein Ranger des Nordens. Es ist mir eine Ehre einen der Elfen aus Imraldis in diesen Zeiten zu treffen." sagte er und deutete auf Harry. "Wir sind gerade auf dem Weg nach Imraldis um unsere Vorräte für unsere Reise aufzufrischen. Es ist noch gut einen halben Tagesmarsch entfernt. Möchten sie uns begleiten?"

Was soll ich sagen, was soll ich sagen? Kann ich ihnen meinen wirklichen Namen sagen?

Während Harry nachdachte, war Arathorn irritiert. Er scheint uns zu misstrauen. Er hat sich nicht bewegt seit er uns ansprach. Wir als Ranger sind für unsere Beobachtungsgabe bekannt, aber trotzdem haben wir ihn beim besten Willen nicht bemerkt.

"Mein Name ist Elugalen" sagte Harry nun. Woher wusste er das? Dachte er. Elugalen?

"Elugalen." antwortete Arathorn. "Wirst du uns nach Imraldis begleiten, Elugalen?" fragte er.

"Das werde ich." sagte Harry wobei er so wenig wie möglich sprach. Er setzte seine Kapuze auf so dass er mehr wie ein Ranger aussah als zuvor.

Harry hatte die Gruppe nun seit ein paar Stunden begleitet und kannte sie nun etwas besser. Er hatte erfahren, das die Ranger so etwas wie geheime Auroren waren. Er gewöhnte sich ausser­dem langsam an seinen „neuen" Namen. Sie hatten etwa die Hälfte der Strecke nach „Imral­dis" zurückgelegt, als Arathorn anhielt und mit einer Armbewegung die anderen stoppen liess. Harry sah ihn irritiert an.

"Stimmen" flüsterte er. "Ich verstehe aber nicht was sie sagen."

~Er muss hier irgendwo sein.~ hörte Harry. Es war die gleiche, fremde Sprache wie die aus dem Lied das er gehört hatte.

"Sie suchen nach jemanden oder etwas." flüsterte Harry.

~Elladan hast du das gehört?~ Harry bemerkte nun das es sehr still wurde. Die Ranger griffen nun nach ihren Waffen. Kein Zweig rührte sich, während die Ranger aufstanden. Harry sah wie ein Schatten zwischen zwei Bäumen auftauchte, aber nur er bemerkte ihn. Er wollte gera­de etwas sagen, als Arathorn und die anderen Ranger, darunter auch er, auf einmal eine Pfeil­spitze an ihrer Stirn sitzen hatten, denn vor ihnen stand eine Gruppe jener Personen, die hier als „Elfen" bezeichnet wurden und die er aus dem Traum kannte.

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