So, dies ist das zweite Kapitel! Ich suche noch eine Betaleser/in. Also falls jemand Lust hat, der kann sich gerne bei mir melden! Viel Spaß!
Kapitel Zwei / Eine schöne Nachricht
Ginny schloss die Tür auf als Harry ihr gleich entgegen kam und sie umarmte.
Sie sah ihn verwundert an und er gab ihr dann einen zärtlichen Begrüßungskuss.
„Stell dir vor wer heute Abend zum Essen herkommt?" fragte er und lächelte sie an. Ginny zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung. Wer ist denn Heute hier?" Sie zog den Schlüssel aus dem Schloss und machte die Tür hinter sich zu.
"Ron und Hermine sitzen in der Küche," antwortete Harry und Ginny nickte mit einem leichten Lächeln.. Sie zog ihre Jacke aus und hängte sie im Flur auf.
„Das ist ja schön," sagte Ginny, während sie an Harry vorbei ins Wohnzimmer ging. Ron und Hermine saßen dort und unterhielten sich.
„Hallo," sagte Ginny und gab Herminen einen Kuss auf die Wange und umarmte Ron.
„Das ist ja eine Überraschung. Warum habt ihr nicht gesagt, dass ihr Heute kommt? Dann hätte ich was Ordentliches kochen können," meinte Ginny und setzte sich neben Ron.
Hermine wollte gerade antworten, aber Harry kam ihr zuvor.
„Macht doch nichts, Schatz. Ich hab schon in der Küche angefangen zu kochen. Ich muss auch mal schauen, was da los ist. Bis gleich," Harry verschwand in der Küche und Ginny sah ihn verwundert hinterher.
„Was ist denn mit Harry los?" fragte Ginny und goss sich ein Glas Wasser ein.
„Du tust ja so, als wenn er nie kocht," meinte Ron und Ginny nickte.
„Genau das tut er auch nie," Ginny trank einen großen Schluck. Hermine lächelte und sah Ginny dann an.
„Und wie war die Arbeit heute? Ich wusste gar nicht, dass du so spät nach Hause kommst,"
„Ach, Arbeit war heute ganz gut. Im Krankenhaus ist sehr viel zutun, aber das macht ja nichts. Und was führt euch hierher?" fragte Ginny dann. Sie wollte gerne wissen, warum Ron und Hermine so einen Überraschungsbesuch machten.
„Na ja, wir…" Ron wollte gerade los plappern da funkelte Hermine ihn sauer an.
„Wir wollen euch das beim Essen sagen," Hermine stand auf und lächelte immer noch.
„Wieso denn das? Du kannst es ja auch jetzt sagen,"
"Nein, nein. Dann ist es ja keine Überraschung mehr. Ich schaue mal, ob Harry Hilfe braucht," Hermine verschwand auch in die Küche,
„Was ist denn mit Hermine heute los? Spinnen die Heute alle?" Ginny schüttelte den Kopf und lehnte sich zurück.
"Und habt ihr viele Verletzte?" Ron sah sie ernst an und Ginny nickte.
„Ja, sehr viele. Manchmal frage ich mich, ob man das überhaupt noch schafft. So viele sind verflucht und ach ich weiß auch nicht. Ich hoffe ihr kommt weiter?" fragte Ginny und trank noch einen Schluck Wasser. Sie sah an Rons Gesicht, dass sie nicht wirklich weiter kamen.
"Ach Ginny, es ist einfach schwer. Wir haben keinen Spitzel unter den Reihen von Voldemort. Außerdem kann der Orden des Phoenix auch nicht viel machen. Ich meine, Harry und ich sind jetzt Auroren. Wir tun alles, aber manchmal habe ich das Gefühl, es reicht nicht, weißt du?" fragte Ron und Ginny nickte.
„Ja, das Gefühl kenne ich. Aber ihr trefft euch doch jeden Tag oder?" Ron nickte heftig.
"Ja, das tun wir. Harry ist auch davon überzeugt, dass wir bald eine Spur finden. Wir haben ja noch nicht mal eine Ahnung, wo Voldemort sich versteckt hält. Wir haben nur die Information, dass er sich irgendwo in einer alten Burg versteckt mit seinen Anhängern. Doch die hat er natürlich mit allen Schutzzaubern versehen. So können wir ihn auch nicht finden," erzählte Ron und Ginny atmete tief ein und wieder aus. Ron sah sie an und dachte sie wollte was sagen.
„Ich würde euch gerne helfen, aber ich habe so viel in St. Mungo's zutun, dass ich es nicht mal schaffe zu den Treffen vom Orden zu gehen,"
„Das macht doch nichts. Du hilfst den Menschen doch schon so, oder nicht?" Ron lächelte sie liebevoll an und streichelte ihre Hand.
„Ich bin sehr stolz auf dich, weißt du das? Ich hätte niemals gedacht, dass meine Schwester so eine gute Heilerin wird," sagte Ron und Ginny wurde ein wenig rot. "Wirklich?"
"Ja, ich meine, du bist so eine gute Hexe und du wärst auch eine gute Aurorin geworden. Du hast dich aber entschieden, den Zauberern und Hexen so zu helfen und ich bin wirklich stolz auf dich," sagte Ron und Ginny umarmte ihren großen Bruder.
"Danke Ron," sagte sie und dann sah sie zur Küchentür. Harry kam raus.
"Wenn ihr wollt könnt ihr essen kommen. Das Essen ist fertig," sagte er und die Beiden nickten.
„Das schmeckt echt lecker," sagte Hermine und fühlte sich noch einige Kartoffeln auf.
"Ich wusste gar nicht, dass du so viel essen kannst," sagte Ginny und lächelte ein bisschen. Ron sah sie an und auch Hermine sah sie an.
„Du hast ein gutes Stichwort gesagt," meinte Hermine und sah dann Ron an.
„Wollen wir es ihnen sagen?" fragte sie Ron und er nickte. Harry und Ginny sahen zwischen den Beiden hin und her.
"Was wollt ihr uns sagen?" fragte Ginny dann und Hermine nahm Rons Hand.
„Wir werden Eltern," sagte Hermine dann voller Freude und Ginny sah sie mit großen Augen an.
„Ihr werdet Eltern?" fragte sie unglaubwürdig und Harry stand auf und umarmte Hermine und Ron.
„Ja, wir werden Eltern. Ich bin im vierten Monat schwanger. Ich kann es noch gar nicht glauben, wenn ich ehrlich sein soll. Ich war Vorgestern im Krankenhaus und die haben mir gesagt, dass ich schwanger bin," Hermine freute sich sehr und auch Ron freute sich, über das Kind. "Wow, also ich bin total erstaunt. Ich meine, das ist ein großer Schritt," Ginny stand auf und umarmte die Beiden. Sie setzte sich dann wieder hin und trank erst mal einen großen Schluck Wein um ihre Nerven zu beruhigen.
„Ja ich weiß. Es ist ein großer Schritt. Aber wir freuen uns und…" Ginny unterbrach sie dann.
„…Du weißt aber, in was für einer Situation wir uns gerade befinden oder?" Harry wusste genau, dass Ginny diese freudige Nachricht gleich wieder nieder machen würde. Hermines Lächeln verschwand und sie sah jetzt sehr besorgt aus.
„Warum tust du das immer, Ginny?" fragte Harry und Ginny sah ihn mit großen Augen an.
"Was tue ich denn? Ich bin nur realistisch. Jetzt ein Kind in die Welt zu setzen ist nun mal keine gute Idee, wenn ich ehrlich sein soll," In Hermines Augen sammelten sich Tränen.
„Oder hab ich etwa Unrecht?" fragte Ginny dann und sah fragend ihren Bruder an.
„Ginny, wir freuen uns über das Kind," sagte Ron leise und Ginny nickte nur leicht.
„Ich freue mich sehr über das Kind. Ich weiß, dass es Zurzeit nicht wirklich toll ist, aber es ist nun mal passiert. Was soll ich denn machen? Es wegmachen lassen? Nein, das werde ich garantiert nicht tun," in Hermines Stimme konnte Ginny eine gewisse Wut hören. "Hermine, so war es doch gar nicht gemeint. Ich sehe nur viele Hexen, die verflucht oder schwer verletzt ins St. Mungo's kommen und ihre Kinder verloren haben. Ich möchte nicht, dass dir das auch passiert," wollte Ginny sie beruhigen.
"Ich kann gut auf mich selbst aufpassen, Ginny," schnappte Hermine und funkelte sie sauer an.
„Okay, okay. Ich meine es ja nicht böse. Ich habe es nur gut gemeint," sagte Ginny leise. Harry und Ron sagten lieber Nichts. Es wäre besser so gewesen. Ron kannte seine Freundin, sie würde ihn nur anmeckern. Harry wollte die Stimmung nicht noch mieser machen, als sie jetzt schon war.
„Möchte noch jemand Nachtisch?" fragte Harry um die Stimmung wieder ein wenig aufzuheitern.
„Nein danke. Ron und ich wollen auch gleich los. Ich muss Morgen sehr zeitig im Ministerium sein," antworte Hermine und stand auf. Sie beachtete Ginny nicht und ging aus der Küche heraus.
„Was hab ich denn falsch gemacht?" fragte sie Ron und er sah sie ernst an.
„Es ist seit langem das Einzige, worüber sie sich freut," Ron stand auf und ging seiner Freundin hinterher. Ginny schüttelte den Kopf und legte ihre Gabel auf den Teller und trank noch einen großen Schluck Wein. Wirklich beruhigt hatte sie der Wein nicht.
„Ich verabschiede die Beiden. Bin gleich wieder da," Harry verließ die Küche und Ginny blieb alleine zurück. Sie stand auf und räumte den Tisch ab. Sie machte die Spülmaschine auf und räumte das ganze Geschirr ein. Harry und sie hatten entschlossen viele Dinge aus dem Muggelleben zu übernehmen. Gerade die Dinge in der Küche fand Ginny immer schon faszinierend und deswegen hatte sie einige Dinge gekauft. Sie wollte nicht zu viel in ihrem privaten Leben Zaubern. Sie musste genug Magie auf der Arbeit anwenden. Sie versuchte ein recht normales Leben zu führen. Was man als Hexe zwar nie wirklich konnte, aber sie versuchte es so gut es ging.
„Warum tust du das?" hörte sie dann Harrys Stimme und sie sah zur Tür.
"Ich habe nichts gemacht," erwiderte sie und schmiss das restlichen Essen in den Mülleimer.
"Du hast nichts gemacht? Du hast den Beiden sehr wehgetan," sagte er mit fester Stimme.
„Hab ich das? Nur weil sie die Wahrheit nicht abkönnen?" Ginny sah ihn an und er setzte sich wieder an den Küchentisch.
„Glaubst, Hermine würde das Kind in Gefahr bringen?" Ginny zuckte mit den Schultern.
"Nein, natürlich würde Hermine das Kind nicht in Gefahr bringen," aber Ginny war trotzdem der Meinung, dass man zu diesem Zeitpunkt keine Familie gründen sollte.
„Es geht ja nicht nur um Hermine. Es geht auch um Ron. Ich meine, er wird dir auf jeden Fall helfen, wenn es um den Kampf gegen Voldemort geht. Was ist wenn er stirbt? Dann ist Hermine allein erziehende Mutter. Ich glaube nicht, dass es der Sinn ist, wenn man Eltern wird," sagte Ginny mit erregter Stimme und ging dann aus der Küche raus. Harry folgte ihr.
„Aber du kannst ihnen das nicht kaputt machen. Sie wollen Eltern sein, dann lass sie doch auch!" Harry wurde wütender. Ginny sah ihn wieder an.
„Es ist meine Meinung. Also lass mir auch meine Meinung. Ihr müsst sie ja nicht mögen," Harry schüttelte den Kopf.
„Ich weiß nicht, warum du so verbittert bist. Was ist mit dir passiert? Seit du Heilerin bist, bist du nur negativ,"
"Ja und das mit Recht. Ich sehe die ganzen Verletzten und toten Zauberer und Hexen. Du gehst mal auf Patrouille und ihr kämpft mal gegen Todesser und nehmt mal welche fest. Ja, aber ich habe jeden Tag das Grauen vor Augen," ihre Stimme wurde schwächer und sie holte tief Luft.
„Du glaubst etwa, ich habe noch nie den Tod gesehen? Jetzt spinnst du aber total!" schrie Harry. Er hatte schon sehr viel Leid gesehen und er wollte sich so was einfach nicht sagen lassen. Er wollte nicht, dass man ihm unterstellte, dass er noch nie mit dem Tod in Berührung gekommen war. Er war der Jenige, der immer gegen Voldemort gekämpft hatte oder gegen andere Dinge. Er hatte sein Leben aufs Spiel gesetzt. Voldemort hatte ihn damals fast umgebracht.
„Nein, das habe ich nicht gesagt. Ich weiß, dass du den Tod schon gesehen hast. Du verstehst mich einfach nicht!" schrie sie ihn zurück an.
Sie ging ins Schlafzimmer, holte ein Kissen und eine Decke und warf die beiden Dinge auf die Couch. Harry sah sie irritiert an.
„Du kannst Heute auf der Couch schlafen! Gute Nacht!" schrie sie verärgert und knallte die Tür zu.
Am nächsten Nachmittag saß sie bei ihrer Mutter im Fuchsbau und trank einen Tee. Sie wollte Harry noch nicht sehen, sie wollte einfach ihre Ruhe haben.
„Ihr habt euch gestritten?" fragte Molly und Ginny nickte. Sie trank einen Schluck Tee und biss von ihrem Keks ab.
„Ja, es ist wegen Hermine. Sie ist schwanger," sagte Ginny leicht verärgert.
"Wieso klingst du so verärgert?" fragte sie Molly und Ginny sah sie ernst an.
„Weil ich denke, dass es ein schlechter Zeitpunkt ist," erwiderte Ginny und Molly lächelte ein wenig.
„Na ja, die Beiden lieben sich. Sie wollen bald heiraten. Glaubst du, dass ist ein schlechter Zeitpunkt?" Ginny wusste, dass in zwei Tagen die Verlobungsfeier war.
„Ja, der Kampf gegen Voldemort steht bevor und…" Ihre Mutter unterbrach sie.
„…Woher willst du das wissen? Ich meine, er ist seit drei Jahren wieder da. Glaubst du, dass er gerade jetzt gegen Harry kämpfen will?"
"Ich weiß es nicht. Ich meine…" Ginny merkte, dass sie sich da eigentlich nicht hätte einmischen sollen. Hermine war ihre beste Freundin, sie sollte sich eigentlich für die Beiden freuen. Aber was tat sie? Sie meckerte rum und machte ihnen das Kind schlecht.
Ginny legte das Gesicht in ihre Hände und sah dann ihre Mutter verzweifelt an.
„Warum bin ich nur so negativ geworden? Harry meinte das Gestern zu mir. Hat er damit etwa recht?" Sie sah sehr traurig aus und Molly nahm ihre Hand. Sie streichelte sie.
„Du siehst die Dinge realistisch. Bei deinem Job ist das kein Wunder. Ich meine, du musst die Dinge realistisch sehen, aber versuche das in deinem Privatleben einfach ein bisschen zurück zu schrauben. Gerade was Ron und Hermine betrifft. Die Beiden heiraten und Hermine ist schwanger. Sie wollen eine Familie gründen. Ihnen ist Beiden bewusst, dass sie auch Morgen sterben könnten. Aber sie wollen es versuchen. Sie haben Hoffnung! Genau diese Hoffnung sollte man ihnen nicht nehmen, finde ich," Molly hatte immer eine beruhigende Wirkung auf Ginny. Ginny lächelte ein bisschen und drückte die Hand ihrer Mutter.
„Ja ich weiß. Du hast Recht. Ich versuche das. Es ist nicht einfach, in dieser schweren Zeit," Ginny trank ihren Tee weiter.
„Nein, natürlich ist es das nicht. Aber was soll man machen?" fragte Molly und nahm ihre Tochter in den Arm.
„Ich bin froh, dass ich dich habe," sagte Ginny leise und drückte ihre Mutter fester an sich.
Hermine war gerade im Garten und hing die Wäsche auf, als Ginny bei ihr ankam.
„Kann ich dir helfen?" fragte Ginny und Hermine drehte sich um und sah sie an.
„Du willst mir helfen? Wieso das?" schnappte Hermine und machte weiter.
„Na ja, ich…" Ginny kam weiter zu ihr und sah sie an.
„Ich habe Mist gebaut. Ich meine, hey ich sollte mich für euch freuen, aber was tue ich? Ich versuch euch das Kind mies zu machen. Das war nicht fair . Es tut mir wahnsinnig leid," entschuldigte sich Ginny und Hermine sah sie an. Sie hatte Tränen in den Augen. Hermine bückte sich dann und holte noch ein Stück Wäsche aus dem Korb.
„Natürlich hast du Recht. Du hast Recht. Ja, warum tun Ron und ich das? Wir lieben uns, wir heiraten in drei Wochen. In zwei Tagen ist unsere Verlobungsfeier. Ich liebe Ron sehr und ich will ein Kind mit ihm. Mir ist es egal, ob wir Morgen sterben oder nicht. Ich will einfach mit ihm zusammen sein," sagte Hermine und ihr rollten Tränen die Wangen herunter. Ginny nickte. Sie hatte wirklich Mist gebaut.
„Es tut mir wirklich leid," entschuldigte sich Ginny noch einmal und Hermine nickte nur leicht.
„Ich weiß. Ich weiß auch, dass du es eigentlich nicht böse meinst. Möchtest du noch mit reinkommen und einen Tee trinken?" fragte Hermine dann freundlich und Ginny schüttelte den Kopf. "Nein, danke. Ich muss noch ins St. Mungo's einige Berichte schreiben. Das hab ich vorhin nicht geschafft, aber wir können gerne noch Morgen oder so einen Tee trinken gehen. Vielleicht in der Winkelgasse? Ich muss eh noch mal hin und ein Kleid kaufen," schlug Ginny vor und Hermine sah sie an.
„Morgen kann ich leider nicht. Ich hab noch einiges vor, wegen der Verlobungsfeier. Ich hätte niemals gedacht, dass eurer Vater so eine große Party schmeißt," Hermine nahm den Wäschekorb und wollte dann reingehen.
„Ach Ginny, ich hoffe du und Harry ihr werdet euch mal Kinder bekommen. Ich wünsch dir einen schönen Abend und grüß Harry ganz lieb," Hermine ging dann rein und Ginny sah ihr verwundert hinterher. Sie war immer noch böse. Sie hatte Ginnys Entschuldigung zwar angenommen, aber sie war immer noch sauer und enttäuscht. Ginny disappierte nach Hause.
„Du hast dich bei Hermine entschuldigt?" fragte Harry. Er saß im Bett und las noch ein Buch. Ginny war gerade ins Bett gekommen.
„Ja, aber sie war sehr komisch. Ich glaube sie hat meine Entschuldigung angenommen, aber ist immer noch sauer auf mich," antwortete Ginny und gähnte. Harry sah sie an.
„Na ja, dass kann natürlich sein. Ich meine was erwartest du? Du warst ja nicht wirklich nett zu ihr," erwiderte Harry.
"Ich weiß," zischte Ginny und drehte Harry den Rücken zu.
„Ich wollte eigentlich mit dir eine normale Unterhaltung führen. Warum kannst du keine Kritik ab?" fragte Harry und Ginny drehte sich wieder um.
"Weil ich finde nicht, dass wir uns deswegen auch noch streiten müssen. Ich hab mit Hermine Zank und finde es nicht schön, wenn wir uns auch noch streiten," sagte Ginny und Harry nickte.
„Ja aber du musst…"
Ginny setzte sich hin und funkelte ihn sauer an.
"Nein, ich muss gar nichts Harry. Es hat nichts mit unsere Beziehung zutun, also müssen wir uns deswegen nicht streiten," fauchte sie und stand dann auf.
„Wo willst du wieder hin?"
„Ich habe keine Lust neben dir zu liegen. Mir ist das wirklich zu doof," schnappte Ginny und nahm das Bettzeug.
"Ich kann auch…" Er verstummte als Ginny raus ging und die Tür knallte. Es war wirklich nicht einfach mit Ginny im Moment, dachte Harry und las weiter in seinem Buch.
Ginny stand am nächsten Nachmittag im Madam Malkins Laden und schaute sich einige Kleider an. Madam Malkin kam zu ihr und lächelte sie an.
„Miss Weasley. Ich habe sie ja lange nicht mehr gesehen," sagte sie freundlich und schüttelte Ginny die Hand.
„Hallo! Nein, dass stimmt. Ich hatte lange keine Gelegenheit mir ein Kleid zu kaufen. Mein Bruder hat Morgen seine Verlobung und ich hätte gerne ein schönes Kleid. Ich weiß nur noch nicht genau, was für eines," sagte Ginny und sah sich weiter um. Madam Malkin ging an ihr vorbei. "Warten Sie hier, Miss Weasley. Ich bin gleich wieder da," sie verschwand und Ginny wartete einige Minuten.
Madam Malkin kam wieder und hatte einige Kleider mitgebracht. Ginny sah sie gespannt an.
„Ich habe einfach einige Kleider mitgebracht, die zu ihren Haaren passen. Es ist nicht einfach einen passenden Farbton für ihre Haare zu finden," sagte sie freundlich und Ginny wurde leicht rot.
„Ja, dass Problem habe ich schon immer," sagte Ginny und Madam Malkin lächelte.
„Hier habe ich ein Kleid in schwarz. Es ist sehr weit geschnitten und hat nicht so einen weiten Ausschnitt. Für eine Verlobung ideal," Sie hielt es ihr hin und Ginny sah es sich genau an. Es gefiel ihr nicht wirklich. Es sah ihr zu langweilig aus. "Nein, dass gefällt mir nicht," sagte Ginny und Madam Malkin gab ihr dann noch eines und sagte dazu: „Dies hier ist in einem dunklen Grün gehalten. Es hat einen leichten Ausschnitt, der nicht zu aufdringlich ist, ist sehr figurbetont geschnitten und passt sehr gut zu ihren Haaren," Ginny sah sich das Kleid richtig an und ging zu einem Spiegel und hielt es vor sich.
"Sie können es auch gerne anziehen, Miss Weasley," sagte Madam Malkin und Ginny sah zu ihr rüber.
„Gerne," Madam Malkin führte sie zu den Umkleiden und Ginny zog sich das Kleid an.
Einige Minuten später kam Ginny heraus und stellte sich vor den Spiegel. Sie lächelte. Ihr gefiel das Kleid sofort. Es war oben noch ein wenig zu eng. Madam Malkin sah sie an.
"Ich kann es ihnen oben noch ein wenig weiter machen," Sie holte ein Maßband und schrieb sich die Messwerte auf.
"Danke, dass ist sehr nett. Kann ich es denn gleich mitnehmen?" fragte Ginny.
"Ich brauche eine halbe Stunde, dann können sie sich das Kleid gerne abholen,"
Ginny sah sich noch einmal im Spiegel an und ihr gefiel das Kleid richtig gut.
„Okay, ich nehme es,"
