Passion of a Nightmare

Ihr Haar klatschte ihr ins Gesicht. Alles woran Luna sich erinnern konnte war, dass sie auf ihren Knien zusammengesackt war, nachdem sie von dem Amortentia getrunken hatte. Als sich ihre Augen allmählich an die Dunkelheit gewöhnt hatten, erkannte sie, wo sie sich befand:
Es war ein Gefängnis!
Auf dem Boden lag eine einfache Matratze ohne jeglichen Bezug und eine von Motten zerfressene Wolldecke.
Ferner stand eine uralte Petroleumlampe, welches ein schwaches Licht auf ihr blasses Gesicht warf.

Sie hatte Angst. Sie wusste nicht, was mit ihr geschah, sie hatte keine Ahnung wo sich ihr Gefängnis befand und aus welchen Grund sie dort festgehalten wurde und vor allem von wem?

Ihr Kopf dröhnte und sie konnte sich einfach nicht entsinnen wie sie hier hergekommen war.
Luna ließ gedankenverloren ihren Blick durch den Raum schweifen. Durch das kleine Fenster schien sanftes Mondlicht und spendete dem dunklen Raum zusätzlich ein wenig Licht, wenn auch nicht viel. Hier und da bröckelten ein paar vereinzelte Gesteinsbrocken von den Wänden und von der Decke.
Sie hatte Angst. Sie wusste nicht wer sie hierher geschafft hatte und warum. Sie wusste nicht warum jemand sie festhalten wollte. Was hatte sie nur getan, dass sie so bestraft wurde?
Alleine, verlassen, hilflos und gefangen.
Ihre Blicke wanderten weiter in ihrem Gefängnis hin und her. Aber außer der kleinen Tür, bestehend aus schmiedeisernen Gitterstäben, welche einen Blick in tiefe, schwarze Leere gab, konnte sie keinerlei Flucht- bzw. Ausbruchmöglichkeiten finden. Und dass die Tür unverschlossen war, wagte sie nun beherzt zu bezweifeln. Trotzdem wollte sie keine Möglichkeit unversucht lassen.
Langsam schwankte sie auf die Tür zu und drückte sie schwere Klinke hinunter und zog und drückte daran. Nichts tat sich. Die Tür war verschlossen!
Verzweifelt drehte sie sich von der Tür weg und warf flehende Blicke auf das kleine Fenster.
Würde wohl irgendjemand kommen und sie retten???

LÄCHERLICH!!!

Niemand würde kommen. Niemand würde sich dafür interessieren, dass sie hier oben festsaß. Niemand würde sich darum kümmern, ob sie hier jemals wieder raus kam.
Wen sollte es auch kümmern? Sie hatte nur sehr wenige Freunde und diese würden ihr Verschwinden wohl erst bemerken, wenn sie längst an einen anderen Ort geschafft worden wäre. Oder wenn sie bereits ganz aus dieser Welt geschieden ist. Eine silberne Träne lief an ihrer Wange herab. Am Liebsten hätte sie laut aufgeschrieen, doch ihre Stimme versagte.
„Ich will hier raus!", durchfuhr es sie.
Immer mehr Tränen liefen ihre Wangen hinab und endlich fand sie auch ihre Stimme wieder.
Doch alles was sie hervorbrachte war ein lautes, gequältes Schluchzen. Langsam ging sie auf die Petroleumlampe zu, hob sie och und betrachtete sie.
Ihr erster Eindruck war, dass diese Lampe auch schon bessere Zeiten erlebt hatte. Sie wollte die Flamme ein wenig größer machen, als ihr auffiel, dass ihr Zauberstab fehlte.

Verzweifelt suchten ihre Augen den nackten, kalten Steinboden ab doch es gab keine Anzeichen für den Verbleib ihres wichtigsten Zauberutensils.
Weitere Tränen bahnten sich einen Weg durch ihre verschwommenen blauen Augen und wieder gab sie ein Schluchzen von sich.
Wie konnte sie nur in so etwas hineingeraten?
Wie konnte es sein, dass ausgerechnet solche Dinge immer ihr passierten?
War sie irgendwann verflucht worden und hatte davon nichts mitbekommen?

„Ich hasse mein Leben!", durchfuhr der Gedanke ihren Kopf.

Ihr Leben war noch nie einfach gewesen, aber nun war es extrem furchtbar. Um nicht zu sagen, es war zum Kotzen.
Sich in seltsame und peinliche Situationen hineinzumanövrieren war bei ihr mittlerweile schon zu einer Sportart geworden, aber so dermaßen verplant konnte selbst sie nicht sein, dass sich hatte verschleppen, bzw. entführen lassen.
Doch offensichtlich war sie es.

Noch immer hielt sie die Petroleumlampe in ihrer Hand.
An einer Seite befand sich ein kleines Ventil, das ebenfalls seine besten Jahre schon hinter sich hatte, denn es drohte bereits durch eine Vielzahl von Rost abzufallen.
Vorsichtig versuchte sie daran zu drehen, um die Flamme manuell etwas größer zu stellen.
Nach einer 30 Sekunden und unter größerem Kraftaufwand den man für gewöhnlich für diese Tätigkeit nicht aufbringen muss, schaffte sie es tatsächlich die Flamme ein wenig zu vergrößern um sich so besser in diesem Raum umzusehen.

Als wäre es das Interessanteste auf diesem Planeten studierte sie die Wände.
Jede kleine Ritze, jede Lücke, jeder heraus gebrochene Stein, einfach alles unterzog sie ihrem strengen Blick bis sie schließlich zu dem Schluss kam, dass sie hier nirgends raus kam, außer aus der Tür.
Und dort heraus zu kommen war mehr als nur unmöglich.
Verzweifelt ließ sie sich auf den kalten Steinboden sinken. Sie konnte nichts anderes tun, als sich ihrem Schicksal zu fügen.

„Na toll, hier komme ich doch nie im Leben raus!", fluchte sie leise.
Das dämmrige Licht der Petroleumlampe wirkte sehr einschläfernd auf sie.
Langsam sank ihr Kopf zur Seite und ihre Augen wurden immer kleiner. Nach nur wenigen Augenblicken war sie eingeschlafen.


Das Quietschen der Tür ließ Luna aus ihrem kurzen Schlaf hochschrecken.
Sollte tatsächlich jemand gekommen sein, um sie zu befreien?
Nein, das konnte unmöglich sein. Vermutlich war es eher der- oder diejenige, der sie in dieses Gefängnis gebracht hatte.
Und diese Vermutung stellte sich als vollkommen richtig heraus, nachdem sie sah, wer diesen Raum betrat.

Eine große Gestalt, welche eine schwarze Maske trug. Eingehüllt in einen langen, schwarzen Mantel trat er mitgroßen Schritten auf sie zu.
„Schön dass du endlich wach bist.", hallte seine hohe, kalte Stimme durch das Verlies.
„W- wer bist du, und was willst du von mir? Warum bin ich hier?", wollte Luna wissen.
Ihre Augen warfen einen verzweifelten Blick auf den Mann, der sie von oben auf sie hinunterstarrte.
„Sei still! Wenn hier einer Fragen stellt, dann bin ich das. Und die einzige Frage die ich habe ist, ob du bereit bist?", herrschte der Mann sie an.
„B- bereit wofür?", wollte sie wissen.
Ihre Angst stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben. Doch das schien den Mann überhaupt nicht zu stören. Im Gegenteil, es schien ihm sogar noch zu gefallen.
„Dafür!", kam die knappe Antwort.

Daraufhin schnellte sein Arm nach unten, packte Luna am Arm und zog sie zu sich hoch.
Mit einem kräftigen Ruck presste er ihren zierlichen Körper an den seinen und drückte ihr einen feurigen Kuss auf die Lippen. Sein Atem roch nach Pfefferminz und Eukalyptus.
Vollkommen perplex, unfähig sich in irgendeiner Weise zu wehren gab sie letztendlich dem Kuss nach.
Seine Arme schlangen sich um ihren Körper und zogen ihn noch etwas weiter zu ihm hoch.

Seine großen und starken Hände wanderten ihre dünnen Beine entlang, bis sie am Ende ihres Rocks angekommen waren. Mit ein paar geschickten Handgriffen entfernte er diesen und begann sanft ihren Schambereich zu streicheln.
Wie elektrisiert schoss eine Woge der Erregung durch Lunas Körper. Es war, als könnte sie sich nicht länger kontrollieren. Ihre Küsse wurden fordernder und wilder.
Ihre Finger knöpften, wie selbstverständlich, den Umhang des Fremden auf. Mit ihren Fingernägeln fuhr sie über die durchtrainierte, nunmehr freigelegte Brust, des Mannes. Ihre Küsse wanderten von seinem Mund hinunter zu seinem Hals, während sie spürte wie ihre Erregung immer größer wurde. Mit der ganzen Kraft, die sie aufwenden konnte, presste sie ihren Körper gegen den des Fremden.
„Damit wäre meine Frage dann wohl beantwortet.", flüsterte dieser ihr ins Ohr, während er ihr die Bluse vom Körper riss.
„Nächste Frage: Stehst du auf Überraschungen?"
Verwirrt brach Luna ihre Küsse ab und starrte in das maskierte Gesicht des Mannes.
„W- was m- meinst…", begann sie, doch weiter kam sie nicht.
Mit einem kräftigen Ruck hatte er Luna noch weiter zu sich hoch gezogen und presste sie harsch gegen die Wand. Die einzige Möglichkeit für Luna nicht abzurutschen bestand darin, ihre Beine um seine Oberschenkel zu legen.
„Schön, damit wäre das auch geklärt.", antwortete die Stimme in einem süffisanten Ton.
Bevor Luna darauf hätte antworten können begann er erneut sie zu küssen. Noch wilder und leidenschaftlicher als zuvor.
Mit dem Wissen, zu schwach zu sein um sich zu wehren, erwiderte sie die Küsse.
„Sag mir deinen Namen.", forderte Luna den Mann auf.
„Der hat dich nicht zu interessieren.", wiegelte dieser ab.
Dieser doch etwas harschen Antwort wollte Luna keine weitere Frage folgen lassen, ehe sie noch Gefahr lief, Schlimmerem ausgesetzt zu werden, als dessen, was im Augenblick mit ihr geschah.

Ein schneller Handgriff und der Mann hatte Lunas BH entfernt. Ihre Brüste drückten sich an seinen Oberkörper, während seine Hände damit beschäftigt waren, diese zu kneten und zu streicheln.
Luna ließ ein leises Stöhnen vernehmen, als die Zunge des Mannes ihre harten Nippel liebkosten.
Ihr Gesicht verkrampfte sich. Es war kaum zu übersehen, dass sie einen inneren Kampf auszufechten hatte. Einerseits wollte sie sich ganz diesem Fremden hingeben, aber andererseits hatte sie Angst davor sich von ihm verwöhnen zu lassen.
Sie hatte zwar keine Angst vor unbekannten Dingen, aber das hier behagte hier ganz und gar nicht, auch wenn es sie, gegen ihren Willen, sehr erregte.
Die Hände des Fremden begannen langsam ihren Rücken zu streicheln, während seine Lippen ihre Brüste liebkosten. Lunas Lippen hingegen hatten sich an seinem Hals festgesaugt. Mit ihren Schenkeln drückte sie sich immer fester und fordernder gegen seine harte Männlichkeit, die nun nicht mehr zu verstecken war.
Eine kurze Berührung seitens des Fremden, ließ ihn wissen, dass Luna mehr als feucht war.
Abrupt ließ er von ihren Brüsten ab und zwang sie ihn erneut anzusehen.
„Bist du bereit?", fragte er, wobei seine Stimme einen noch tieferen Ton angenommen hatte.
Anstatt zu antworten blickte Luna ihn nur unverständlich an. Sie hatte keine Ahnung was nun kommen würde, aber was es auch war, dagegen wehren konnte sie sich letzten Endes sowieso nicht.
Mit ein paar weiteren flinken Griffen hatte er sowohl sich als auch Luna vollständig von ihren Klamotten befreit.

Feine Narben zierten seinen Oberkörper.
Mit ihren Fingern fuhr Luna diese ab. Ihre Augen musterten diese mit einer Mischung aus Neugier und Trauer. Sie fragte sich, wer dieser Mann war. Warum er sich so verhielt. Oder warum er sie hier festhielt. Doch sie wusste, dass er niemals eine Antwort auf all ihre Fragen haben werden würde. Sie musste sich also damit abfinden, dass er sie einfach nur für seine Zwecke benutzen wollte.
Sich zu wehren würde keinen Sinn machen. Er würde sie eiskalt umbringen wenn sie es täte, das wusste sie ganz genau.
Mit einem weiteren Ruck zog er Luna noch ein Stückchen weiter zu sich hoch und näher an sich heran, und somit auch wieder aus ihren Gedanken.
Seine Lippen pressten sich wieder auf die ihren, während er mit einem harten Stoß seine Männlichkeit in ihr versenkte.
Ein lauter Schrei entfuhr Luna und sie stöhnte auf vor Lust.
Der Fremde begann sich langsam in ihr zu bewegen, und Luna folgte den rhythmischen Bewegungen mit ihren Oberschenkeln. Ein paar Schweißperlen rannen an ihrer Stirn hinab während sie ihre Lippen auf den Hals des Mannes legte und mit ihrer Zunge kleine Kreise zog.
Dies schien ihn aber nicht so sehr zu erregen wie sie, denn er machte unbekümmert weiter ohne auch nur eine Reaktion zu zeigen. Das ließ ihre eigene Lust nur noch höher steigen. Bis ins Unermessliche. Bis sie sich schließlich nicht mehr halten konnte und sie ihre gesamte Leidenschaft hinausschrie.
Nun konnte auch der Fremde nicht mehr an sich halten und ließ seiner eigenen Lust freien Lauf indem er sich in ihr ergoss.

Erschöpft und erleichtert ließen beide voneinander ab. Quälend langsam zog sich der Mann aus Luna heraus die kurz darauf ziemlich kraftlos an der Wand herunterrutschte.

Ihr Blick war getrübt, so konnte sie nicht erkennen wer der Unbekannte war, der sie noch bis vor wenigen Augenblicken an den Rand des Wahnsinns getrieben hatte, auf eine so wunderschöne und doch so grausame Art und Weise.

Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit bis sie es endlich schaffte sich aus ihrer unbequemen Lage aufzurappeln und wieder aufrecht hinzustellen. Immer noch recht kraftlos blickte sie auf den Fremden der in der Mitte des Raumes stand und von oben auf sie herab sah. Trotz des sehr dürftigen Lichts konnte Luna erkennen wie sich ein schiefes und selbstgefälliges Grinsen auf den dünnen Lippen des Mannes abzeichnete.
Irgendwie kam ihr dieses Grinsen seltsam bekannt vor.
Konnte das sein?
Blankes Entsetzen machte sich mit einem Mal auf ihrem Gesicht breit uns sie bewegte sich, so schnell sie konnte, auf die vermummte Gestalt zu und griff nach der Maske welche den Rest des Gesichts verdeckte. Mit einem Ruck entriss sie diese dem Mann und blickte ihrem Gegenüber nun direkt in die Augen.
Mit schreckgeweiteten Augen blickte sie direkt in die Augen ihres Zaubertränkelehrers.


„Ah!"

Ein Schrei des Entsetzens entfuhr Luna und sie öffnete panisch die Augen.
Hektisch blickte sie sich um.
Wo war sie?
Was war mit ihr geschehen?

Es dauerte ein paar Sekunden bevor sie begriff wo sie sich befand. Sie lag auf dem kalten Steinboden im Kerker. Ein dunkles Augenpaar schaute verwirrt auf sie hinab.
„Miss Lovegood? Ist alles in Ordnung mit Ihnen?", drang die Stimme des Tränkemeisters in ihr Ohr.
Sie klang beinahe schon besorgt.
Erschrocken und angewidert von sich selbst und ihren Gedanken starrte sie ihr Gegenüber an. Panik machte sich in ihr breit.
Wusste er es?
Konnte er fühlen was sie gerade geträumt hatte?
Woran sie gerade gedacht hatte.
„Bitte nicht.", dachte sie innerlich.
„Miss Lovegood?", hörte sie ihn wieder sagen.
Sie wollte antworten, doch ihre Stimme versagte.
Sie konnte nichts mehr sagen. Sie war einfach zu geschockt von sich selbst. Und am Meisten war sie geschockt davon, dass er es vielleicht wissen könnte.
Sie war gefangen und wusste keinen Ausweg.
In diesem Moment schien es keinen für sie zu geben.
Hilflos sah sie ihren Lehrer an und wusste nicht was sie tun konnte. Am liebsten hätte sie geschrieen, aber sie war zu nichts mehr fähig.
Es war als wäre sie versteinert.
Sie war gefangen.


So, das war's. Hoffe es hat euch gefallen.
Hat was länger gedauert, ich weiß. Ich hoffe für das nächste Kapitel brauche ich nicht so lange.
Da wird dann auch wieder was länger...denke ich.^^
Bis dahin.
Lg Luna =)