Kapitel 3: Nicht meine Welt.

(Sam)

"Das soll doch wohl ein Scherz sein..." Ich war auf einem Hügel und überschaute eine kleine Stadt, die sich gleich neben einen großen Wasserkörper befand. Ich war weit im Inland, also dürfte es hier gar keinen Ozean geben. Ich seufzte erneut, während ich meine Hand zu meiner Stirn führte und zurück auf den Wald schaute. Was ist in dem Wald passiert? Und wo bin ich gelandet, wo Wölfe sprechen können?

Ich schaute wieder nach vorn und begann den kurzen Weg in die Stadt zurückzulegen, wobei ich die Wachen im Auge behielt, die an den Eingängen stationiert waren. Wo auch immer ich bin... sie sind nicht so sehr fortgeschritten, wenn die Wachen Schwerter benutzen.

Als ich das Tor passierte, begutachteten die Wachen eher mein Tomahawk als mein Gewehr. Sie hatten beide eine Hand auf ihren Schwertgriffen, als ich mich ihnen näherte. Ich nickte ihnen leicht zu, als ich an ihnen vorbeiging, mir bewusst von der Art, wie angespannt sie waren.

Nachdem ich durch die Tore geschritten war, konnte ich die Blicke von vielen Leuten spüren. Ich schaute mich schüchtern um, während ich versuchte einen Bezug zu meiner Position zu finden. Ich sah eine Menge verschiedener Läden, die von Nahrung, bis zu Kleidung reichten, einen Rüstungsladen und einen... Magieladen? Ich hielt für einen Moment an, bevor ich auf diesen Laden zuging. Der Ladenbesitzer sah aus wie magerer Mann in seinen vierigern und er trug einen schwarzen Mantel mit einer roten Kaputze, die er über seinen Kopf gezogen hatte. Er wandte sich mir zu, als ich mich näherte, und ich konnte sehen, wie ein Lächeln über seine Lippen flog.

Er schritt zur Seite, und als er mit seiner Hand wedelte, entfaltete sich ein Regal von der Seite seines Ladens. Dann sprach er mit einer Stimme die zu vibrieren schien, "Wilkommen in meinem Magieladen, guter Herr, seid Ihr gekommen um Kristalle zu kaufen, oder Magierollen?"

Ich hielt vor dem Kristallstand an und hob einen großen Kristall auf, der ein paar Risse an den Seiten hatte. Ich wirbelte ihn herum und sah, wie der Riss den ganzen Weg um das Zentrum ging, also legte ich ihn wieder hin, als ich mich dem Ladenbesitzer zuwand und frage, " Wie viele Silbermünzen für einen Kristall?"

"Ich verkaufe individuelle Kristalle für drei Silbermünzen, aber wenn Ihr fünf kauft, so werde ich den Preis auf zehn Silberstücke senken." sagte der Händler. Ich nickte, während ich zweieinhalb Dollar in Quarter abzählte und sie dem Mann gab. Ich sah, wie sein Lächel sogar noch breiter wurde, als er einen kleinen Lederbeutel hervorholte und sagte, "Suchen sie sich ihre Manakristalle aus, mein Herr."

Ich reichte aus und griff zwei große Kristalle, aber dann nahm ich noch drei kleinere, die keine Risse hatten. Ich gab sie dem Mann, der sie wiederrum in den Beutel packte und eine Schlaufe darumzog, um ihn zu verschließen. Als er ihn für mich hinhielt sagte er, "Ein Vergnügen mit Ihnen Geschäfte zu machen..."

Ich nickte als ich den Beutel nahm und frage, "Kennen Sie den Weg zum nächsten Hotel?"

Das Lächeln, das auf seinem Gesicht war, verschwand plötzlich, "Verzeihung?"

Oh, ja, richtig... diese Typen sind ja noch nicht mal modernisiert... "Entschuldigung, ich meinte, wissen sie, wo ich einen Gasthaus finden kann?"

"Oh... ja, die Straße runter, dann links abbiegen und weiterhin der Straße folgen, bis Ihr ein Schild mit dem Bild von einem Schiff seht. Der Name ist das Meeresbriesen-Gasthaus. Sie bieten alles an, was Ihr braucht." sagte der Mann mit einer menge Enthusiasmus. Ich nickte, als ich mich umdreht und wegging und ich glaubte zu hören, wie der alte Mann sagte, "Merkwürdige Münzen... die Templer müssen wohl wieder eine Änderung vorgenommen haben."

Templer? Wie die in den römischen Zeiten? Ich schüttelte meinen Kopf, während ich meinen Rucksack abnahm und meine neuen "Manakristalle" in die kleinste Tasche steckte. Während ich weiterhin lief, behielt ich mein Gewehr in einer Hand, während ich den Rucksack wieder anzog. Als ich mit dem einen Arm fertig war, wechselte ich das Gewehr in die andere Hand. Ich passierte ein leeres Gebiet, in dem sich ein paar Leute aufhielten, aber sie schienen Münzen zu tauschen, einige waren aus Gold, während andere aus Silber waren.

Als ich mich wieder nach vorne drehte, sah ich einen... Fuchs... um eine Ecke rennen und das nächste was ich merkte war, das ich auf dem Boden lag, mit einer pelzigen Masse auf mir drauf. Ich stöhnte als ich merkte, wie meine Schulter anfing, steif zu werden und ich hörte einen Lärm aus Gelächter von dem Platz, wo die Leute waren. Ich schüttelte meinen Kopf ein wenig, als ich den Fuchs ansah, der sich beeilte von mir runter zu kommen. Ich hörte jemanden sagen, "Hey Phil, sieht so aus als hätte dein Sklave den Typ da ausgeschaltet!"

Ein Chor aus Gelächter brach aus, nachdem der Mann das gesagt hatte, und ich hörte, wie ein Paar Füße sich der Stelle näherte, an der ich mich auf dem Boden befand. Ein Wild aussehender Mann erschien über mir, als ich anfing aufzustehen, und er half mir hoch, indem er mich an den Schultern hochzog. Als ich auf den Füßen war, entstaubte ich mich, bevor ich meinen Arm rieb und den Mann anschaute, der Phil sein musste. Er öffnete gerade seinen Mund, "Tut mir leid wegen meinem Sklaven, mein Herr. Ich werde sicherstellen, das er für Euren Sturz bestraft wird."

Ich schaute zu dem Fuchs hinüber, der zu schrumpfen schien. Wölfe... Füchse... was gibt es hier sonst noch?

"Nein, es ist schon in Ordnung... es ist ja nichts passiert..." Ich sah, wie der Fuchs leicht zu mir aufblickte und ich blickte zurück zu Phil, als er seinen Kopf shüttelte, während er seinen Nacken rieb.

"Aber Euer Stolz wurde doch sicherlich verletzt-" begann er, aber ich hielt eine Hand hoch, was ihn sofort zum schweigen brachte.

"Stolz kann nur verletzt werden, wenn man es zulässt... wie auch immer, wenn ich alles persönlich nehmen würde, dann würde ich nicht der sein, der ich bin." sagte ich. Phil nickte, als ich zu dem Fuchs zurücksah, der in mich gerannt war und ich sah, dass er metallene Handschellen um seine Handgelenke hatte. Ich schaute weg und fragte, "Also, warum war er denn so in Eile?"

"Ich habe ihn losgeschickt, um die anderen Sklaven," ich fühlte wie ich mich sträubte, als ich das Wort nun klar verstand, "für den Markt vorzubereiten. Falls Ihr noch ein wenig länger warten wollt, so wird der Markt bald öffnen, und es wird Euch möglich sein die vielen Arten, die ich habe, anzusehen... sie beherschen alle flüssig die Gemeinsprache, also werdet Ihr in der Lage sein, sie genauso gut verstehen, wie ihr mich verstehen könnt."

Sklaverei! Ich bin definitiv nirgendwo in der Nähe von Cinderhall... oder den Vereinigten Staaten das ist sicher! Sklaverei... nun, ich denke, dass ich einen Sklaven kaufen, und ihn dann später freilassen kann... zu schade, dass ich nicht alle befreien kann. Ich nickte, da er eine Antwort zu erwarten schien, und ging zu einem Gebäude und lehnte mich dagegen, während der Fuchs dem Mann zu einem Zelt ähnlichem Gebiet folge. Als sie außer Sicht waren, seufzte ich und murmelte zu mir selbst, "Sklaverei ist solch ein abscheulicher Handel."

Gerade als ich das gesagt hatte, sah ich den Fuchs von vorher das Zelt verlassen, aber ich schaute weg und ließ meinen Kopf an dem Gebäude ruhen. "Wenn Sklaverei doch nur nie erfunden worden wäre..." murmelte ich zu mir selbst. Ich beobachtete die Wolken, als ich ein Geräusch vernahm, das nur als das nähern eine kleine Schar beschrieben werden konnte. Ich schaute hinüber und sah, dass Sklaven in Seilen und Ketten anfingen, sich in dem leeren Gebiet aufzureihen.

"Mein Herr," Ich sprang auf, während mein Kopf zur Seite schoss und ich den Fuchs von vorhin bemerkte, wie er zu mir aufsah, "mein Meister will, dass ich euch hole, bevor seine Sklaven ankommen."

Ich nickte, drückte mich von der Wand weg und bedeutete ihm sich zu bewegen, während ich sagte, "Geht vor und zeigt mir den Weg." Er drehte sich von mir weg und ging zu dem Zelt, in das Phil vorhin gegangen war. Mein Gewehr rutschte zu meiner Wade runter, deshalb straffte ich das Band und reichte nach unten und stellte sicher, dass mein Tomahawk noch immer da war, wo ich es gelassen hatte. Als alles gesichert war, erreichten wir die Zeltklappe und der Fuchs hielt sie offen, während ich hindurch ging. Was ich drinnen sah, war eine mittelmäßige Ladenausstattung, zusammen mit einigen Metall-Handschellen. Ich setzte mich in einen Stuhl gegenüber von Phil und fragte, "Ich bin nicht allzu mit den ganzen Spezien vertraut, die hier in der Umgebung leben... welche Arten von Sklaven habt Ihr?"

Er lächelte, während er sich vorbeugte, "Ich habe Wölfe, Füchse, Hunde, einen Luchs und ich galube ein Junges von irgendeiner Art... Ich habe allerdings keine Tiger..." Ich nickte und schaute mich um, bevor ich fragte, "Was kosten eure Sklaven?"

"Nun, in Anbetracht, was vorhin passiert ist, werde ich eine kleine Summe von zehn Silbermünzen pro Sklave verlangen." sagte er mit dem Lächen noch immer in seinem Gesicht.

Ich nickte, aber als ich gerade Antworten wollte, kehrte der Fuchs zurück und kündigte an, "Meister, die Anderen sind jetzt hier."

Ich stand auf, drehte mich um und begann zu der Zeltklappe zu gehen, als Phil sagte, "Kümmert Euch nicht darum nach draußen zu gehen, ich lasse sie einfach alle hineinkommen." Ich schaute in dem Moment zurück, in dem er eine Geste zu dem Fuchs machte und ich kehrte zu meinen Sitz zurück. Als ich wieder saß, deutete Phil auf mich und fragte, "Was ist eure Profession? Ihr seht wie ein Krieger aus, aber ich kann nicht anders als zu glauben, das eure Klinge zu klein zum kämpfen ist."

Ich schaute hinab auf mein Tomahawk und dann wieder zu ihm hoch und antwortete, "Ich bin ein Jäger, diese Klinge ist nicht zum kämpfen gedacht."

Er nickte, während ich Fußschritte eintreten hörte, aber ich hielt meinen Blick gesenkt, während ich meine Quarterrolle aus meiner Tasche holte und still zehn Quarter abzählte. Als das Laufen aufhörte, drehte ich mich um und wurde mit mindestens einem Dutzend Tier-Humanoiden konfrontiert. Meine Augen fixierten sich sofort auf den Fuchs am Ende, die eine Frau war; aber das war es nicht, was meine Aufmerksamkeit auf sie zog. Ihre Augen waren in einem umwerfenden Violett, was eine atemberaubende Farbe zusammen mit dem Orange von ihrem Fell war. Ich stand auf und begann die Reihe hinunter zulaufen, wobei ich bei einigen Sklaven anhielt und sie ansah, so als ob ich interessiert wäre. Einige Blicke von ihnen waren glasig, als ob sie tot wären, und das brachte mich innerlich zum zusammenzucken. Zu dem Zeitpunkt, bei dem ich die Füchsin erreichte, schaute ich ihr in die Augen und ich fühlte mich sofort hingerissen.

Ich schaute wiederwillig weg und ging zurück zu Phil, der etwas auf einem Stück Papier schrieb. Ich lehnte mich vor und legte die Münzen auf die Tischplatte und sagte, "Ich nehme die am entfernten Ende." Er schaute auf und nickte, während er eine Schublade aus dem Tisch zog und einen leutenden Silberschlüssel hervorholte.

Als er den Schlüssel überreichte, sagte er, "Seit vorsichtig, diesen Schlüssel nicht zu verlieren, sonst kann euere Sklavin sich befreien..." Ich nahm den Schlüssel entgegen, während ich nickte, aber ich beachtete seine Warnung nicht wirklich, als ich zu ihr zurückging. Ich habe nicht geplant diesen Schlüssel zu verlieren... vielmehr ihn zu benutzen sobald wir das Gasthaus erreichen.

Ich hielt vor der Violett-Äugigen Füchsin an und sagte, "Ich schätze, dass ich jetzt dein neuer Besitzer bin, also können wir jetzt gehen." Daraufhin drehte ich mich dem Eingang zu und bagann zu laufen. Ich hörte, wie ihre gepolsterten Füße anfingen mir aus dem Zelt zu folgen. Ich wollte mich in dem Gasthaus entspannen, damit ich meine Gedanken über all die Sachen sammel konnte, die kürzlich geschehen sind. Ich schaute über meine Schulter und sah die Füchsin gerade das Zelt verlassen. Ich wartete bis sie neben mir war bevor ich wieder anfing weiter zugehen. Ich wollte ein Gespräch starten, aber sie fiel hinter mir zurück bevor ich es überhaupt versuchen konnte. Ich hielt an, drehte mich zu ihr um und sagte, "Hey, lauf neben mir, während wir gehen, ich weiß zwar nicht wie es dir geht, aber mir würde das nichts ausmachen."

Sie nickte und ich drehte mich wieder um. Als sie an meiner Seite war, ging ich wieder los und stellte sicher, dass ich nicht zu schnell lief. Ich blickte hinüber und stellte fest, dass sie nun neben mir lief, obwohl es noch immer zu vorsichtig wirkte, als dass es natürlich aussah. Ich schaute wieder nach vorn, als wir in die Straße einbogen, in die ich zuerst gelang war, und ich konnte die Meeresbriese am Ende der Straße sehen. Ich schaute wieder zurück und entschloss mich, ihr meine erste Frage zu stellen, "Also, wie ist dein Name?"

Die Füchsin schaute flüchtig zu mir hinüber, aber dann schaute sie weg und auf den Boden als sie antwortete, "Mein Name ist Jessie. U... Und euer?"

Ich lächelte, als wir uns dem Eingang des Gasthauses näherten, "Du kannst mich Sam nennen."

Als ich die Tür öffnete, hielt ich sie offen, und sie wartete einfach nur neben mir. Ich seufzte und sagte, "Wo ich her komme, ist es schicklich für Männer, ich, Türen für Damen, du, auf zu halten."

Zahnräder schienen sich in ihrem Kopf zu aktivieren und dann nickte sie langsam, bevor sie zögernd eintrat. Ich folgte ihr kurz darauf hinein und sah sie nahe einer Wand stehen, während der Gasthausbesitzer sie beäugte, aber er hörte auf, sobald ich eintrat. Ich ging zu dem Tresen und sagte, "Einen Raum mit zwei Betten bitte."

"Tut mir leid mein Herr, aber diese Einrichtung erlaubt es nicht, dass Sklaven ein eigenes Bett haben. Wenn Sie möchten, kann sie in die Sklavenabteilung gebracht-" fing er an zu sagen.

"Ich werde sie dann einfach auf dem Boden in meinem Zimmer schlafen lassen..." sagte ich. Den Teufel werd ich tun...

Er Nickte, als er einen Schlüssel auf den Tisch legte, "Das macht dann fünf Silber, mein Herr, sieben, falls Ihr wollt, dass ich Erfrischungen für später hole." Ich schüttelte leicht meinen Kopf, während ich acht Quarter abzählte, und als ich sie auf den Tresen legte sagte ich, "Vergesst nicht, auch ihr etwas mitzubringen..."