Hay! So, jetzt gehts endlich mal weiter...kA, ob das jemanden
interessiert...scheinen ja nicht so viele Leute das hier zu lesen oder gut
zu finden...
Aber auf jeden Fall DANKE an die, die reviewt haben!!! *knuddl*
Ich find das schön, was ihr mir sagt, dass ihr meinen Schreibstil mögt und
so...Hab mich wahnsinnig gefreut!!!
Hoffe, ich schaffe es, das hier beizubehalten...
Mir is da was Blödes mit den Kapiteln passiert. Die sind nämlich in
falscher Reihenfolge...aber ihr habt das bestimmt gemerkt...ich versuch das
zu beheben...
Wenn ihr Bilder zu der Story oder überhaupt meine HP-Fanart anguggn wollt, schaut ma auf meiner Homepage vorbei: www.dark-velvet666.beep.de Und wenn ihr das macht, schreibt mir doch ma ins GB, damit ich weiß, dass ihr da wart *gg*
Also nun, (hoffentlich an der richtigen Stelle)
Kapitel 3
Der Morgen weckte ihn unerwartet sanft. Lange ruhte das goldene Sonnenlicht warm auf seinem Gesicht und gab ihm das Gefühl, einen guten Tag vor sich zu haben. Sirius war gegangen. Was hielt ihn auch? Es war nichts Besonderes, dass Remus im Krankenflügel lag und schon gar nicht, wenn der Vollmond so nah war. Der Vollmond... Remus konnte sich nicht erinnern, was in der letzten Nacht passiert war. Er fühlte sich im hellen Sonnenlicht ganz normal. Er konnte es sich nicht erklären. Er hatte von Sirius geträumt, wurde ihm bewusst. Doch alles andere lag im Dunkeln, von einem undurchsichtigen Schleier verhüllt, der sich noch zu schwer anfühlte, um zur Seite gezogen zu werden. Remus blinzelte ins Sonnenlicht. Der Tag war wie eine seltsame Wiedergeburt, als sei er in einem anderen Leben aufgewacht, von dem ihm nun bewusst wurde, dass es die echte Realität war, und es fühlte sich erleichternd an... Doch er war sich sicher, dass dieses Gefühl nicht lange anhalten würde. Viel zu schnell wäre alles wieder anders. Wenn er nicht mehr alleine war....
Im Licht des kalten Wintermorgens sah er sein Leben neben sich liegen. Er konnte es betrachten wie eine Glaskugel mit einem feinen farbig- rauchigen Inhalt, die im Sonnenlicht schimmerte und Lichtpunkte an die Decke und in sein Gesicht warf. So herrlich entspannt fühlte er sich, dass er sich sicher war, der Tod wäre das gleiche.
Seine Gedanken wanderten nach draußen über die Ländereien. Gegen Nachmittag wäre James unter Garantie auf dem Quidditch-Feld zu finden und Sirius, Sirius würde...hmm, ja, was würde Sirius tun? Würde er zu ihm kommen? Nein, wahrscheinlich nicht. Hier gab es nichts zu sehen. Er war schließlich nur ganz normal verletzt. Nicht einmal mehr das. Wäre es nach einer ereignisreichen Vollmondnacht gewesen, in der er, Remus, fünfundzwanzig Menschen und eine Hausmeisterkatze zerfleischt hätte, oder wenn ihm Hörner, Flügel, Titten oder sonst was Interessantes wachsen würden, dann und nur dann wäre das etwas vollkommen anderes gewesen. Dann hätte Sirius etwas, worüber er mit James ganze Nächte hindurch Pläne schmieden konnte und DANN würde er sich auch bei Remus sehen lassen. Aber so...
Die Tage schwammen dahin, ohne dass jemand von ihm Notiz nahm. Nicht einmal er selbst tat es. Er hatte sein Leben im Bett neben dem Fenster im Krankensaal zurückgelassen. Es war durchsichtig und unschuldig gewesen. Er hasste es.
Alle sahen sie ihn durch das milchige, schimmernde Glas hindurch. Es täuschte sie und zeigte ihnen, was verborgen bleiben sollte. Sein Leben stand zwischen ihnen.
Er sah durch das vom Schneefall düstere Klassenzimmer zu Sirius hinüber. Es saß neben James und malte mit einem Muggelstift auf dem Tisch herum. James´ Kopf lag auf der Tischplatte. Kein Geräusch durchschnitt den Raum und der Schnee hing wie ein dicker, undurchdringlicher Schleier vor den Fenstern. Nichts drang in sein bewusstsein, nur der Schnee und Sirius´ langes, dunkles Haar im blauen Halbdunkel, das ihm schien wie eine endlose Sternennacht. Sirius´ Augen glitzerten zu ihm. Die Zeit war stehengeblieben und nur die Schulglocke wäre fähig gewesen, sie wieder zu entfesseln.
Ein Lächeln ließ sein fast erfrorenes und müdes Herz erzittern. Augen erhellten für einen Moment den Raum, der wie aus Eis im kalten Licht hing. Seine Augen...
Remus´ Herz erkannte ihn wieder. Er drang durch den Schleier hindurch zu ihm. Seine Lippen lagen im Dunkeln. Schatten der Müdigkeit, die er durch die Nacht geschleppt hatte, jagten das Leuchten in seinem Gesicht. Der Stern. Sirius.
Sein Herz flammte auf und das warme Zittern durchströmte seinen Körper. Er begann,die Stimme seines Lehrers wieder wahrzunehmen, hörte das Kratzen von Sirius´ Stift auf dem Tisch. Doch er war nicht fähig, seine Aufzeichnungen über den Unterricht fortzuführen. Ein Kribbeln lief über seine Haut und fror ihn ein. Die Wärme in ihm wurde schmerzhaft.
Sirius war wie ein schönes Fläschchen, gefüllt mit dunklem, schimmernden Gift, von dem er längst wusste, dass es ihn töten würde. Er hatte daran genippt, hatte es zu sich genommen und hing wehrlos in einer tiefen Abhängigkeit, aus der es nun, da er erneut von dem süße Gift gekostet hatte, kein Entrinnen mehr gab. Er hatte den Kampf verloren.
Wie betäubt fiel er in seinen Stuhl zurück und die metallene Spitze seiner Feder sank auf seinen Unterarm. Vorsichtig zog er sie an der Innenseite entlang. Sie hinterließ eine feine, weiße Linie, zittrig durch seine schwachen Hände.
Er war in der Ellenbeuge angekommen und setzte sie seufzend zurück ans Handgelenk. Er war schon ruhiger. Erneut ließ er sie abwärts gleiten und traute sich mit einem Schaudern, fester zuzudrücken. Er kannte diesen Schmerz, doch es war nicht tief. Wieder und wieder tat er es, doch die Feder war nicht scharf genug...
Die zu kurzen Ärmel seines Umhangs verkrampft bis über die Hände gezogen schlich er fast in die Kerker zum Zaubertrankunterricht hinunter. Er hatte nicht auf seine Freunde gewartet und setzte sich nun an einen einzelnen Platz, um nicht bei ihnen und ihren Fragen sein zu müssen.
Der Trank brodelte halb fertig in seinem Kessel vor sich hin und Remus war sich sicher, mindestens ein Viertel des Rezepts vergessen zu haben. Gerade schnitt er einige Wurzeln zurecht, als er James und Sirius reden hörte. Sie sprachen über ihn.
Er flehte fast seinen Kessel an, leiser zu brodeln, um hören zu können, was die beiden sagten. Anscheindend wunderten sie sich darüber, warum er sich heute nicht zu ihnen gesetzt hatte, doch... Remus erstarrte. Tränen schossen in seine Augen. Er wollte dagegen kämpfen, wollte die Kraft aufbringen. WIE sie redeten! Er war kein Streber und er war nicht verklemmt! Fast vor sich hinflüsternd redete er so auf sich ein, um sich zu beruhigen. So dachten sie über ihn. Für einen langen Moment verschleierten verzweifelte Tränen seine Augen. Tränen, die vor Wut kamen und Tränen, die kamen vor Verzweiflung, die anderen Tränen nicht zurückhalten zu können. Er sah lange vor sich auf den Boden. Doch als er wieder aufsah, was alles ganz klar.
Wie in Trance stand er auf und ging zum Zutatenschrank. Einige Kräuter griff er, die nicht auf dem Rezept standen und einige exotisch aussehende Schoten, die er nicht kannte. Dann fand er noch etwas, das im Schülerschrank in nur sehr geringen Mengen vorhanden sein sollte und von dem er auch wusste, warum. Er nahm einen ganzen Beutel davon. Wenn sein trank schon verdorben war, dann wollte er wenigstens das richtig machen. Und es würde das Richtigste sein, was er jemals getan hatte, sagte er sich, als er zu seinem Platz zurückging.
Seine Gedanken waren kühl und überlegt. Einige Tränen suchten noch salzig den Weg über seine Lippen, als er begann, den Trank zu vervollständigen. Als er alle Zutaten geschnitten und hinzugegeben hatte, wischte er mit dem Ärmel sorgfältig das Messer sauber. Er hatte beim Schneiden der Wurzel gesehen, wie scharf es war.
Hinter sich hörte er Sirius und James wieder murmeln und lachen. Vorsichtig rührte er um. Der Trank hatte eine dunkle Farbe angenommen und schimmerte im Fackellicht der Kerker verheißungsvoll.
Leise und schnell schöpfte er mit der Kelle ein wenig davon ab und legte sie auf den Tisch, aber so, dass sie ihren Inhalt nicht verlor. Mit den Ellenbogen auf den Tisch gestützt beobachtete er die kleine, schimernde Pfütze seines Gebräus in der Schöpfkelle und wartete.
Einige Minuten wartete er so, doch es schien ihm quälend lange. Vor ihm auf dem Tisch lagen die Reste seiner Zutaten, die er nicht hatte verwenden können, die Scherben seiner Seele und das scharfe Messer, das im Fackelschein spiegelte. Dann war es abgekühlt. Er sah sich um. Sein Lehrer stand einige Tische hinter ihm, half gerade einem Schüler und beachtete ihn nicht.
Schnell hatte er es vollbracht. Die Schöpfkelle flog zu seinen Lippen und innerhalb von Sekunden hatte er das Gebräu getrunken. Er spürte, wie sein Körper schwach wurde und hielt sich an der Tischkante fest, um nicht vom Stuhl zu fallen. Es wirkte schnell. Noch ehe die Ohnmacht ihn besiegen konnte, hatte er den kühlen Gegenstand auf dem Tisch vor sich erfasst.
Der Schnitt tat nicht weh. Er hörte Leute schreien. Er sah sie nicht. Er kannte sie nicht. Alles war schwarz. Er spürte nichts als den Schlaf und das warme Blut an seinem Körper.
REVIEWS!!!!!! *liebgugg*
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Kapitel 3
Der Morgen weckte ihn unerwartet sanft. Lange ruhte das goldene Sonnenlicht warm auf seinem Gesicht und gab ihm das Gefühl, einen guten Tag vor sich zu haben. Sirius war gegangen. Was hielt ihn auch? Es war nichts Besonderes, dass Remus im Krankenflügel lag und schon gar nicht, wenn der Vollmond so nah war. Der Vollmond... Remus konnte sich nicht erinnern, was in der letzten Nacht passiert war. Er fühlte sich im hellen Sonnenlicht ganz normal. Er konnte es sich nicht erklären. Er hatte von Sirius geträumt, wurde ihm bewusst. Doch alles andere lag im Dunkeln, von einem undurchsichtigen Schleier verhüllt, der sich noch zu schwer anfühlte, um zur Seite gezogen zu werden. Remus blinzelte ins Sonnenlicht. Der Tag war wie eine seltsame Wiedergeburt, als sei er in einem anderen Leben aufgewacht, von dem ihm nun bewusst wurde, dass es die echte Realität war, und es fühlte sich erleichternd an... Doch er war sich sicher, dass dieses Gefühl nicht lange anhalten würde. Viel zu schnell wäre alles wieder anders. Wenn er nicht mehr alleine war....
Im Licht des kalten Wintermorgens sah er sein Leben neben sich liegen. Er konnte es betrachten wie eine Glaskugel mit einem feinen farbig- rauchigen Inhalt, die im Sonnenlicht schimmerte und Lichtpunkte an die Decke und in sein Gesicht warf. So herrlich entspannt fühlte er sich, dass er sich sicher war, der Tod wäre das gleiche.
Seine Gedanken wanderten nach draußen über die Ländereien. Gegen Nachmittag wäre James unter Garantie auf dem Quidditch-Feld zu finden und Sirius, Sirius würde...hmm, ja, was würde Sirius tun? Würde er zu ihm kommen? Nein, wahrscheinlich nicht. Hier gab es nichts zu sehen. Er war schließlich nur ganz normal verletzt. Nicht einmal mehr das. Wäre es nach einer ereignisreichen Vollmondnacht gewesen, in der er, Remus, fünfundzwanzig Menschen und eine Hausmeisterkatze zerfleischt hätte, oder wenn ihm Hörner, Flügel, Titten oder sonst was Interessantes wachsen würden, dann und nur dann wäre das etwas vollkommen anderes gewesen. Dann hätte Sirius etwas, worüber er mit James ganze Nächte hindurch Pläne schmieden konnte und DANN würde er sich auch bei Remus sehen lassen. Aber so...
Die Tage schwammen dahin, ohne dass jemand von ihm Notiz nahm. Nicht einmal er selbst tat es. Er hatte sein Leben im Bett neben dem Fenster im Krankensaal zurückgelassen. Es war durchsichtig und unschuldig gewesen. Er hasste es.
Alle sahen sie ihn durch das milchige, schimmernde Glas hindurch. Es täuschte sie und zeigte ihnen, was verborgen bleiben sollte. Sein Leben stand zwischen ihnen.
Er sah durch das vom Schneefall düstere Klassenzimmer zu Sirius hinüber. Es saß neben James und malte mit einem Muggelstift auf dem Tisch herum. James´ Kopf lag auf der Tischplatte. Kein Geräusch durchschnitt den Raum und der Schnee hing wie ein dicker, undurchdringlicher Schleier vor den Fenstern. Nichts drang in sein bewusstsein, nur der Schnee und Sirius´ langes, dunkles Haar im blauen Halbdunkel, das ihm schien wie eine endlose Sternennacht. Sirius´ Augen glitzerten zu ihm. Die Zeit war stehengeblieben und nur die Schulglocke wäre fähig gewesen, sie wieder zu entfesseln.
Ein Lächeln ließ sein fast erfrorenes und müdes Herz erzittern. Augen erhellten für einen Moment den Raum, der wie aus Eis im kalten Licht hing. Seine Augen...
Remus´ Herz erkannte ihn wieder. Er drang durch den Schleier hindurch zu ihm. Seine Lippen lagen im Dunkeln. Schatten der Müdigkeit, die er durch die Nacht geschleppt hatte, jagten das Leuchten in seinem Gesicht. Der Stern. Sirius.
Sein Herz flammte auf und das warme Zittern durchströmte seinen Körper. Er begann,die Stimme seines Lehrers wieder wahrzunehmen, hörte das Kratzen von Sirius´ Stift auf dem Tisch. Doch er war nicht fähig, seine Aufzeichnungen über den Unterricht fortzuführen. Ein Kribbeln lief über seine Haut und fror ihn ein. Die Wärme in ihm wurde schmerzhaft.
Sirius war wie ein schönes Fläschchen, gefüllt mit dunklem, schimmernden Gift, von dem er längst wusste, dass es ihn töten würde. Er hatte daran genippt, hatte es zu sich genommen und hing wehrlos in einer tiefen Abhängigkeit, aus der es nun, da er erneut von dem süße Gift gekostet hatte, kein Entrinnen mehr gab. Er hatte den Kampf verloren.
Wie betäubt fiel er in seinen Stuhl zurück und die metallene Spitze seiner Feder sank auf seinen Unterarm. Vorsichtig zog er sie an der Innenseite entlang. Sie hinterließ eine feine, weiße Linie, zittrig durch seine schwachen Hände.
Er war in der Ellenbeuge angekommen und setzte sie seufzend zurück ans Handgelenk. Er war schon ruhiger. Erneut ließ er sie abwärts gleiten und traute sich mit einem Schaudern, fester zuzudrücken. Er kannte diesen Schmerz, doch es war nicht tief. Wieder und wieder tat er es, doch die Feder war nicht scharf genug...
Die zu kurzen Ärmel seines Umhangs verkrampft bis über die Hände gezogen schlich er fast in die Kerker zum Zaubertrankunterricht hinunter. Er hatte nicht auf seine Freunde gewartet und setzte sich nun an einen einzelnen Platz, um nicht bei ihnen und ihren Fragen sein zu müssen.
Der Trank brodelte halb fertig in seinem Kessel vor sich hin und Remus war sich sicher, mindestens ein Viertel des Rezepts vergessen zu haben. Gerade schnitt er einige Wurzeln zurecht, als er James und Sirius reden hörte. Sie sprachen über ihn.
Er flehte fast seinen Kessel an, leiser zu brodeln, um hören zu können, was die beiden sagten. Anscheindend wunderten sie sich darüber, warum er sich heute nicht zu ihnen gesetzt hatte, doch... Remus erstarrte. Tränen schossen in seine Augen. Er wollte dagegen kämpfen, wollte die Kraft aufbringen. WIE sie redeten! Er war kein Streber und er war nicht verklemmt! Fast vor sich hinflüsternd redete er so auf sich ein, um sich zu beruhigen. So dachten sie über ihn. Für einen langen Moment verschleierten verzweifelte Tränen seine Augen. Tränen, die vor Wut kamen und Tränen, die kamen vor Verzweiflung, die anderen Tränen nicht zurückhalten zu können. Er sah lange vor sich auf den Boden. Doch als er wieder aufsah, was alles ganz klar.
Wie in Trance stand er auf und ging zum Zutatenschrank. Einige Kräuter griff er, die nicht auf dem Rezept standen und einige exotisch aussehende Schoten, die er nicht kannte. Dann fand er noch etwas, das im Schülerschrank in nur sehr geringen Mengen vorhanden sein sollte und von dem er auch wusste, warum. Er nahm einen ganzen Beutel davon. Wenn sein trank schon verdorben war, dann wollte er wenigstens das richtig machen. Und es würde das Richtigste sein, was er jemals getan hatte, sagte er sich, als er zu seinem Platz zurückging.
Seine Gedanken waren kühl und überlegt. Einige Tränen suchten noch salzig den Weg über seine Lippen, als er begann, den Trank zu vervollständigen. Als er alle Zutaten geschnitten und hinzugegeben hatte, wischte er mit dem Ärmel sorgfältig das Messer sauber. Er hatte beim Schneiden der Wurzel gesehen, wie scharf es war.
Hinter sich hörte er Sirius und James wieder murmeln und lachen. Vorsichtig rührte er um. Der Trank hatte eine dunkle Farbe angenommen und schimmerte im Fackellicht der Kerker verheißungsvoll.
Leise und schnell schöpfte er mit der Kelle ein wenig davon ab und legte sie auf den Tisch, aber so, dass sie ihren Inhalt nicht verlor. Mit den Ellenbogen auf den Tisch gestützt beobachtete er die kleine, schimernde Pfütze seines Gebräus in der Schöpfkelle und wartete.
Einige Minuten wartete er so, doch es schien ihm quälend lange. Vor ihm auf dem Tisch lagen die Reste seiner Zutaten, die er nicht hatte verwenden können, die Scherben seiner Seele und das scharfe Messer, das im Fackelschein spiegelte. Dann war es abgekühlt. Er sah sich um. Sein Lehrer stand einige Tische hinter ihm, half gerade einem Schüler und beachtete ihn nicht.
Schnell hatte er es vollbracht. Die Schöpfkelle flog zu seinen Lippen und innerhalb von Sekunden hatte er das Gebräu getrunken. Er spürte, wie sein Körper schwach wurde und hielt sich an der Tischkante fest, um nicht vom Stuhl zu fallen. Es wirkte schnell. Noch ehe die Ohnmacht ihn besiegen konnte, hatte er den kühlen Gegenstand auf dem Tisch vor sich erfasst.
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