Danke allerseits für eure Reviews

und ein großes danke an meine Beta Cori

Noch mal zur Übersicht: Die Familie Snape waren Muggel. Aber sie haben nicht erst seit Severus Papa in Hexen- und Zaubererfamilien eingeheiratet. Jeffrey hat die Schwester einer Hexe geheiratet, Hector hatte eine Hexe als Enkelin die dann einen Zauberer namens Potter geheiratet hat und der jüngste Bruder Timothy, nun dessen Nachkommen hatten erst was mit Zauberei zu tun als Ur-Urenkel Tobias Eileen heiratete und sie Sev bekamen. :)

Wie sich Harry und Snape schon jetzt aufführen, wie wird das erst wenn das was im Haus lauert erst auf die beiden abfärbt. (teuflisches lachen)

Ginny kommt im übernächsten Kapitel hinzu.

Und nun viel vergnügen


Bilder

„Sie haben sich alle gegenseitig umgebracht!" Die Worte des Notars hallten in den Ohren der anderen, während die Hauselfen flink und diskret weitere Kerzen aufstellten und heruntergebrannte ersetzten.

Harry lachte kalt auf: „Um ihn umzubringen hätten Sie mich nicht extra herkommen lassen brauchen. Das könnte ich auch woanders erledigen. Oder geh ich in diesem Haus straffrei aus?"

Snape der Harry gegenüber saß sprang auf und schrie Harry an: „Sie tun gerade so als wenn ich Dumbledore mit Absicht getötet habe!" – „Na ein Unfall war es garantiert nicht.", giftete Harry, der ebenfalls aufgesprungen war, über den Tisch hinweg. „Es war NOTWENDIG! Ich wollte es nicht tun! Er hat mich immer wieder daran erinnern müssen was ich ihm geschworen habe: Jedem Befehl ohne Nachfrage zu gehorchen! – Manche von uns werden geboren um den Ruhm zu ernten und manche um der Dreck der Menschheit zu werden. Seien Sie nur froh das SIE nicht zum Letzteren erkoren wurden." – „Mäßigen Sie sich bitte meine Herren!" Der Notar fuhr die beiden Streithähne scharf an. Etwas leiser fügte Snape hinzu, während er sich wieder setzte und nun leer auf den Tisch vor sich starrend: „Durch Legilimentik hat er mir kurz vor seinem Tod mitgeteilt, das er einen Trank angereichert mit Aconitum zu sich genommen hat. Er teilte mir mit, dass er nicht mehr zu retten sei und das ich einen Auftrag zu erfüllen habe. - Ich weiß nicht wie viel er eingenommen hatte, aber schon bei geringer Dosierung-..." Harry war bleich geworden: „Was bewirkt ein solcher Trank?"

Hermione beantwortete leise seine Frage: „In sehr geringer Dosis ist Aconitum ein Heilmittel, aber schon eine Geringfügigkeit mehr ist es reines Gift!" Harry schluckte schwer: „Er hat einige Becher eines unbekannten Trankes zu sich genommen, in dieser Grotte, um an diesen vermeintlichen Horkrux zu gelangen." Wie viele Becher genau, und das er diese auf Dumbledores Befehl hin ihm selbst eingeflößt hatte, verschwieg er. Snape ergriff wieder leise das Wort: „Es kann nicht so hoch dosiert gewesen sein, soviel hätte er allein gar nicht zu sich nehmen können, geschweige denn, hätte er es nach Hogwarts zurück geschafft. Er hätte unmöglich alleine disapparieren können."

Beklemmendes Schweigen legte sich über den Raum. Und Harry hoffte inständig das Snape nicht weiter nachhaken würde wie Dumbledore so viel von dem Gift schlucken konnte.

Hermione schaute nach einer Weile in Richtung des Notars der unbehaglich auf seinen Lippen herumkaute und wartete um fortfahren zu können. Sie wechselte also das Thema und lenkte wieder auf die Geschichte des Hauses die sie still überdacht hatte, denn da gab es noch eine Lücke in der Ausführung. So wendete sie sich an Brix und fragte, die letzte Unterhaltung ignorierend: „Und wie bitteschön passe ich in das Bild? Oder bin ich etwa eine Cousine der beiden?" Sie sah Brix in die Augen während ihr Zeigefinger zwischen Harry und Snape hin und her zuckte.

Beide waren ihr in diesem Augenblick, jeder für sich, dankbar das sie das peinliche Schweigen beendet hatte.

„Bild! Ja, das Wort ist wirklich treffend." Über diese rätselhafte Andeutung zog nicht nur Hermione ihre Augen zu Schlitzen, auch Snape konnte nicht anders als Brix durchdringend zu taxieren. Harry allerdings sah nur etwas fertig aus, da es ihn nicht selber betraf schaltete er ein wenig ab. „Meine Liebe, Sie sind der eigentliche Schlüssel um den Fluch zu brechen. Da bin ich mir sogar sehr sicher." Der Notar hatte sich nun zu ihr gebeugt, so dass seine Nase fast die ihre berührte. Hermione sah ihn verunsichert an. „Ich?" Er nickte. „Ja, Sie. – Als ich vor einigen Monaten ein Foto von ihnen und Mr. Potter zu Gesicht bekam, wusste ich, DAS ist ein Zeichen."

„Zeichen?" – „Ja Miss Granger. – Ich habe eine komplette Bestandsaufnahme des Hausinventars gemacht. Und ich sah Sie!" Ein geheimnisvolles Lächeln umspielte Brix Lippen. Ein etwas sarkastisches Schnauben ging von Snape aus: „Wollen Sie uns etwa weis machen das Miss Granger in diesem Haus herumspukt?" – „Selbstverständlich nicht!", funkelte ihn Brix an. „Es gibt in diesem Haus ein Gemälde das Estelle Snape darstellt. Und ich muss zugeben das Sie ein wenig Ähnlichkeit mit ihr haben."

Hermione musste schlucken, bevor sie langsam nickte um Brix zu zeigen das er fortfahren konnte.

„Ich denke Miss Granger, dass als Sie dieses Haus betreten haben, Estelle zurückgekehrt ist. Wenn das Haus denkt das die Schwester von Eloise wieder im Haus wohnt, könnte der Fluch damit gebrochen sein.", Mr. Brix sprach ernst auf Hermione ein. Harry, der nun wieder aufmerksam war, sagte scharf zu ihm: „Sie sagten das alle hier den Tod finden. Also ist Hermiones Leben hier in größter Gefahr!" – „Sie irren sich Potter", warf Snape scharf mit einem düsteren Blick der ihn zu durchbohren schien ein „wir sind ALLE in diesem Haus in Lebensgefahr!"

Der Notar machte ein beruhigtes Gesicht als er in die Runde blickte, auch wenn seine Stimme etwas erregt klang. „Aber, aber, meine Herrschaften. Sie sind alle lebendig ins Haus reingekommen. Kein Mörder oder Geist der das verhindern wollte. Ich denke der Fluch ist so gut wie gebrochen. Bleiben Sie alle bitte eine Woche lang hier, dann können wir das Haus offiziell als Fluchfrei melden und verkaufen." – „Moment mal, ich denke das Haus gehört mir?", fragte Harry überrascht.

„Ihr Urgroßvater Darius hat in seinem Testament verfügt, das der Fluch gebrochen werden soll, das Haus das so viele Familienmitgliedern das Leben gekostet hat verkauft, und der Erlös an seinen Erben ausgezahlt. Auch die Fluchbrecher, also Sie beide", Brix deutete auf Snape und Hermione „werden königlich entlohnt werden, das eingefrorene Vermögen welches zum Hauserbe gehört ist immens. Und unsere Kanzlei wird endlich das Honorar bekommen, das uns seit langem zusteht." Den letzten Satz sagte er allerdings nicht laut.

„Also angenommen in der ganzen Woche passiert überhaupt nichts, und Sie verkaufen das Haus danach. Woher wollen Sie wissen das die neuen Besitzer nicht doch dem Fluch zum Opfer fallen?" Snape sah den weißhaarigen Notar skeptisch an während er mit seinen Fingern ungeduldig auf den Tisch trommelte.

Mit einem Blick auf seine Taschenuhr sagte er: „Nun Mr. Snape, ganz einfach. Schon in der ersten Nacht als Hector als neuer Lord Snape sein neues Haus in Besitz nehmen wollte, hätte er fast seine Frau umgebracht. Noch in der gleichen Nacht haben die beiden das Haus verlassen und sind nie wieder hierher zurückgekehrt. Insgesamt vier der fünf Kinder Hectors sind in diesem Haus ums Leben gekommen, nachdem sie alle Anzeichen des Fluchs ignoriert haben und nacheinander hier eingezogen waren. Das fünfte ist an einer Infektion gestorben, das hatte aber nichts mit dem Haus zu tun, jedenfalls nicht soweit wir das feststellen konnten. Keiner hat eine Woche in diesem Haus überlebt. Spätestens nach vier oder fünf Tagen kam es zu wenigstens einem Mord."

„Nicht nur in der Familie, oder?", Harrys Frage war fast schon unnötig. Nach kurzer Pause sagte Brix: „Nein, gewiss nicht. Der Fluch ging um selbst unter dem Muggeldienstpersonal! Einmal hat ein Diener, die Familie war kaum drei Tage mit ihrem Personal im Haus wohnhaft, den Lord, die Lady, zwei Kinder, sowie die Köchin und ein Hausmädchen erschlagen. – Nein glauben Sie mir, wenn Sie hier eine Woche lang überleben und keine merkwürdigen Vorkommnisse bemerken, dann kann man von einem gebrochenen Fluch ausgehen."

„Aber wir sitzen dann hier drin in der Falle, das wollten Sie doch sagen oder?", fuhr ihn Harry an. Brix winkte ab: „Aber nein! Sie können das Haus jederzeit verlassen. Nur apparieren kann man auf dem Grundstück nicht – damit niemand versehentlich, zum Beispiel Landstreicher, sich hier einnisten und… na ja, Sie wissen ja, darum haben wir auch die Barriere ums Grundstück. Wenn ich gehe werde ich diese erneuern. Von draußen wird man ohne Passwort nicht reinkommen. Aber raus zu kommen ist kein Problem! Das Flohnetzwerk ist selbstverständlich aus bekannten Gründen nicht angeschlossen. - Noch irgendwelche Fragen?" Der Notar sah die drei der Reihe nach an.

Hermione rief entrüstet: „Ich habe mir wegen so einem Humbug eine Woche lang Frei genommen? Glauben Sie ich hätte nichts Besseres mit meiner Zeit anzustellen als Fluchbrecher zu spielen? Und ich bin mir sicher das die beiden Herren genauso darüber denken wie ich!" Zumindest Harry nickte etwas zaghaft aber zustimmend, indem er erst Hermione und dann den Notar anblickte, aber Snape brauchte das Geld wirklich dringend. Nicht nur das er keine Stelle mehr in Hogwarts bekam, NIEMAND gab ihm mehr eine Stelle! Niemand wollte den Mann einstellen, der sich für den Tod von Albus Dumbledore verantwortlich zeigte. Da konnte er tausendmal ein Held im Kampf gegen Voldemort sein.

„Miss Granger, wir werden Sie voll entschädigen, für die Zeit in der Sie hier sind. Verstehen Sie, Sie bekommen noch extra Geld dafür." Brix sah sie gewinnend an. Doch ihre Augen zeigten wenig Verständnis: „Ich bin reich. Meine ganze Familie ist reich. Warum glauben Sie setze für ein paar lumpige Kröten mein Leben aufs Spiel?" – „Mir ist bewusst das sie aus einer wohlhabenden Familie stammen." Der Notar holte ein wenig weiter aus, dabei klang seine Stimme etwas zu hoch als er fast quietschte: „Aber denken Sie doch nur, Sie können den Fluch brechen. Wollen Sie denn nicht dass es aufhört? Demnächst schafft es vielleicht doch ein ahnungsloser Landstreicher herein und dann- ... dann sind Sie für seinen Tod verantwortlich! Sie hätten helfen können und nun ist der arme Mann tot!" – „Hören Sie aber mal auf, spekulieren Sie hier nicht was seien könnte, brennen Sie das Haus einfach nieder und Ende!", rief Harry wütend. Der Notar drehte sich zu Harry um und sagte mit gefährlichem Unterton: „Wer sagt ihnen das an dem gleichen Platz nicht ein neues Haus gebaut wird. Möglicherweise ein riesiges Wohnhaus - für Muggel. Und der Fluch geht darin weiter! Haben Sie sich das überlegt?"

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Als Edward Brix später in seine Kanzlei kam, erwartete ihn schon sein Bruder Egon Brix. „Wenn wir Glück haben bekommen wir endlich unser Honorar in der Snape Manor Sache. Potter, Snape und diese Granger sind jedenfalls keine schlechten Zauberer. Die könnten wirklich das Zeug dazu haben den Fluch zu brechen." – „Das wird auch wirklich langsam Zeit."

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Nachdem Brix gegangen war, hatten die Hauselfen ein reichhaltiges Abendessen serviert, welches die drei Anwesenden schweigend am gleichen Tisch eingenommen hatten an dem sie auch mit dem Notar gesprochen hatten. Danach gingen sie hoch zu ihren Zimmern, ebenso schweigend. Jeder der drei war in einem anderen Gang zu einem anderen Flügel des Hauses aber im gleichen Geschoss untergebracht, je weit ab von den anderen.

Snape dem der Notar, in seiner Funktion als Fluchbrecher, die zusammengetragenen Berichte über das Haus und den damit verbundenen Fluch in die Hand gedrückt hatte, nahm sich vor diese genaustes zu studieren. Das der Fluch schon Geschichte war bezweifelte er, aber jeder Fluch konnte gebrochen werden. Dass Granger und Potter auch da waren störte ihn. Warum hatten sie sich von Brix nur überreden lassen auch zu bleiben? So war es sehr wahrscheinlich dass einem der beiden oder beiden etwas zustieß, und natürlich würde man ihm die Schuld dafür zuschieben. Er befürchtete, dass man in der Zaubererwelt nur darauf wartete einen Grund zu finden um ihn nach Askaban zu schicken.

Kurz vor dem Zimmer zu dem ihn der Hauself Gordy am Nachmittag gebracht hatte fiel ihm ein Gemälde auf. Da es recht dunkel im Gang war beleuchtete er es mit seinem Zauberstab. Es war ein Muggelgemälde. Der Dargestellte würde niemals sprechen oder sich bewegen. Unten auf dem Rahmen stand der Name der dargestellten Person auf einer goldenen Plakette angebracht: Jeffrey Snape! – Sein Zauberstab wanderte höher, so das das Gesicht gut beleuchtet wurde. Er stockte. ‚Frappierende Familienähnlichkeit', dachte er. Es hätte ein Portrait von ihm selbst sein können.

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Die Räume umfassten einen Wohnraum mit einem Balkon, ein Ankleidezimmer welches im Gegensatz zum Wohnraum momentan etwas kahl wirkte da die Schränke dort mit Tüchern abgehängt waren, ein Schlafgemach und ein Bad. Im Wohnraum gab es eine Tür zum Gang, die aber abgeschlossen war. Nur die Tür die vom Schlafraum auf den Gang führte war offen. Eine weitere Türe die abgeschlossen war ging vom Schlafgemach aus. In allem wirkten die Räume auf die derzeitige Bewohnerin warm und einladend.

Hermione setzte sich auf ihr Himmelbett als es klopfte. Es war Lissy die noch einmal kam um nach Hermione zu sehen ob sie noch etwas bräuchte, dann sagte sie: „Das hier sind die Gemächer der Hausherrin, Miss. Lissy hat sich sagen lassen, waren die Räume der seligen Lady Estelle. Das ist der Hausflügel für die Herrschaft. Nebenan", sie deutete auf die verschlossene Türe „war das Zimmer des Lords. Ist leider verschlossen – magisch! – Selbst Lissy hat's nicht aufbekommen."

Nach dem Lissy sich verabschiedet hatte viel Hermiones Blick auf ein Abdecktuch, welches ein Bild über dem Kamin verdeckte. Sie stand auf um sich das Bild genauer anzusehen. Einen Zipfel des Tuches das über ihr in der Luft hing bekam sie zu fassen und sie ruckte daran. Augenblicklich löste es sich vom Bild und flog zu Boden. Offensichtlich war es ein Portrait von Lady Estelle, ein Muggelgemälde. Doch als sie das Bild ansah, war es ihr als blickte sie in einen Spiegel: Sie blickte in ihr eigenes Gesicht!

TBC


Das mit Hermione wird ja immer mysteriöser oder?

Was im Haus ist, das wird sich in unterschiedlichen Formen zeigen, wie darüber könnt ihr schon mal Rätseln, da im nächsten Kapitel- ... na, last euch überraschen. (Ich deute dabei mal dezent auf's Rating der Geschichte)