Hallo ihr Lieben, erst mal ein liebes Dankeschön an alle die meine Geschichte lesen und vor allem an die, die mir so tolle Tipps in ihren Reviews geben, das hilft mir nämlich wirklich sehr.

Nachdem ihr das Alterproblem angebracht habt, habe ich mich dazu entschlossen die kleine Isabella auch 14 werden zu lassen. Hoffe, so ist es realistischer.

Wie dem auch sei, hier erst mal das nächste Kapitel.

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Isabella POV

"Uaaahhh", Gott bin ich müde, bin definitiv heute morgen zu früh aufgestanden. Vielen Dank auch Alice.

Na ja, da muss ich wohl jetzt schon schlafen gehen, obwohl ich doch bis zwölf aufbleiben wollte. Die Welt kann so ungerecht sein!

Aber wofür hat der liebe Gott denn die Weckerfunktion im Handy gemacht. Ich stelle ihn einfach auf zwölf Uhr und schon ist das Problem gelöst. Mein Gott bin ich schlau. Na ja gut, ich will ja nicht übertreiben.

Aaaahhh... endlich im weichen gemütlichen Bett. Einer meiner Lieblingsorte, ich liebe es einfach nur da zu liegen und die Gedanken kreisen zu lassen, wofür ich heute aber eindeutig zu müde bin.

7 Uhr morgens

Noch ganz bedeppert hebe ich den Kopf und blicke mich um, dabei fällt mein Blick in den Spiegel. Na ich sehe ja mal wieder gigantisch aus. Meine Haare ein reinster abstehender Haufen und mein Gesicht verquollen.

Halt Moment mal. Hab ich nicht was vergessen? Irgendwas war doch heute?

Ach du meine Güte! Ach du meine Güte! Stimmt ja mein Geburtstag. Jetzt ist nur die Frage: WARUM hat der verdammte Wecker nicht geklingelt.

Egal, ich kann endlich die Cd hören.

So schnell ich kann laufe ich runter und stolpere natürlich über irgendein Kleidungsstück, das auf dem Boden rumliegt. Ja durch mein Zimmer zu gehen, erfordert eine gewisse Aufmerksamkeit und Balance. Vielleicht sollte ich doch mal Alice mein Zimmer aufräumen lassen.

Kurz überlegen... Nein lieber nicht, am Ende habe ich noch ein ganz neues Zimmer.

Mittlerweile bin ich im Wohnzimmer angekommen und sehe zum Glück noch niemanden hier.

Diesen Moment will ich für mich allein haben, möchte die Stimme meiner Mutter für mich allein haben.

Hektisch fliegen die Geschenke von mir weg. Gut, ich sollte vielleicht ein bisschen vorsichtiger sein, es sind schließlich ein paar Sachen dabei, die wirklich nicht schlecht sind.

Und dann sehe ich sie. Sehe, was ich haben wollte und was ich mir immer gewünscht habe, seit ich mich erinnern kann.

Ganz vorsichtig hebe ich sie auf, als ob sie aus Glas wäre und murmele mir zu: "Happy Birthday, Isabella!"

Wie in Trance laufe ich in mein Zimmer, lege sie in den CD-Player rein und nehme meine Kopfhörer, denn ich will nicht, dass jemand mithört.

Dann drücke ich mit zitternden Händen auf Play.

Stille...

"Meine geliebte Tochter!"

Tränen strömen mir das Gesicht herunter. Was für eine wunderschöne Stimme. Wie viel Liebe, Sanftheit und Gefühl in ihr ist.

"Meine geliebte Isabella. Herzlichen Glückwunsch zu deinem 14. Geburtstag. Wie sehr würde ich mir wünschen jetzt bei dir zu sein. Dich in den Arm zu nehmen, dir einen Kuss zu geben und mit Glückwünschen und Geschenken zu überhäufen.

Leider ist mir das nicht gegeben, aber hiermit möchte ich dir sagen, dass ich dich ganz doll liebe und du für mich das größte Geschenk gewesen bist, was ich je bekommen habe!"

Ach Mama, wenn du wüsstest, wie viel mir diese CD bedeutet.

"Ich bin sicher, du siehst ganz genauso aus wie dein Papa. Dieselben wunderschönen grünen Augen, dasselbe wundervolle Lachen."

Ha, das kann man nun nicht gerade sagen. Gut ich habe die Augen wie mein Papa, aber ansonsten sehe ich aus wie meine Mama.

"Ich bin mir sicher, dass du dich zu einer wundervollen Person entwickelt hast und du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich mir gewünscht habe, dich aufwachsen zu sehen.

Doch sollst du wissen, dass ich es auch nie eine Minute bereut habe, dich zu bekommen. Dich in den Armen zu halten und dich zu sehen, war eines meiner schönsten Erlebnisse und ich liebe dich mit ganzen Herzen. Vergiss das bitte nicht."

Tränen, Tränen und noch mehr Tränen. Ich habe das Gefühl, dass mir mein Herz in tausend Stücke zerreißt.

"Du bist nun ein großes Mädchen meine Kleine und alt genug, damit ich dir anvertrauen kann, nach wem du benannt wurdest.

Wie ich deinen Vater kenne, wird er sich nicht sehr verändert haben. Er wird immer noch genauso sturköpfig und kontrollsüchtig sein und mit einem Hang sich an allem die Schuld zu geben.

Und ich weiß auch, dass er immer noch alleine sein wird, nicht bereit sein wird loszulassen und sich auf eine neue Liebe einzulassen.

Und deshalb erzähle ich dir nun von Bella. Isabella war Papas Kindheitsfreundin, seine beste Freundin und dein Papa war ihre große Liebe. Eine Liebe, die man nicht in Worte fassen kann. Eine Liebe, die man nicht begreifen kann.

Dein Papa und Bella sind zusammen aufgewachsen und waren unzertrennlich. Hat man den einen gesucht, fand man automatisch den anderen. Sie waren wie siamesische Zwillinge und verstanden sich ohne Worte. Wenn man sie auch nur einen Tag getrennt hatte, war das für die beiden wie eine seelische Folter.

Und dann kam ich...

Mit 17 zog ich hier her nach Forks und lernte an der Schule Bella kennen und so auch deinen Vater.

Bella war eines der liebsten und angenehmsten Mädchen, die ich kannte. Sie war total unkompliziert, machte kein großes Drama um ihr Äußeres und half wo sie nur konnte. Hinterhältigkeit war für sie ein Fremdwort und sie gab jedem eine Chance. Und in der Gegenwart von deinem Papa, da blühte sie richtig auf und man hörte sie nur noch lachen.

Dein Vater hingegegen war ganz anders. Er war ein richtiger Angeber und hielt sich für unwiderstehlich. Beziehungen waren ihm zuwider und die Liebe verhöhnte er.

Ich konnte einfach nichts mit ihm anfangen.

Doch als ich ihn näher kennen lernte, lernte ich die andere Seite von ihm kennen. Die sanfte, romantische, gefühlvolle Seite. Die Seite, die er sonst nur Bella und seiner Familie zeigte. Schnell schenkte ich ihm mein Vertrauen und wurde erste eine Freundin und nachdem er nachts zu mir ins Zimmer kletterte und mir ein Klavierlied vorspielte im CD-Player, das er für mich geschrieben hatte, DIE Freundin.

Ach war ich damals glücklich. Nichts um mich herum nahm ich mehr war, es existierten nur noch ich, dein Vater und unsere Liebe.

Doch so sehr er mich auch liebte, so wenig vernachlässigte er Bella. Jeden Tag sahen sie sich, jeden Tag mussten sie miteinander sprechen, zusammen lachen. Wenn dein Vater auch nur einen Tag sie nicht sehen konnte, war er unausstehlich.

Eigentlich hätte ich schon da merken müssen, wie sehr sie sich liebten, doch wirklich bewusst wurde es mir, als dein Vater und ich uns nach unserem Highschool Abschluss verlobten.

Am nächsten Tag verschwand Bella nämlich ohne eine Nachricht, ohne ein Wort des Abschieds. Dein Vater war gebrochen und tagelang nicht ansprechbar. Er vermisste sie unglaublich und war nie mehr ganz der Alte, auch wenn er das nicht zugeben wollte.

Da erkannte ich, dass ich zwischen die beiden gekommen war, dass ich ihre Liebe zerstört hatte. Und dass Bella deinen Vater so sehr liebte, wie wohl sonst niemand.

Sie verschwand aus unserem Leben für immer und meldete sich nie wieder.

Isabella, dein Vater ist jetzt alleine und einsam, auch wenn er nichts sagen wird.

Gib ihm seine beste Freundin zurück, gib ihm seine große Liebe zurück. Finde Bella und führe die beiden wieder zusammen, vereinigen sie wieder.

Dies ist mein letzter Wunsch mein Liebling und ich hoffe, dass du ihn mir erfüllen wirst.

Ich liebe dich, vergiss das nie..."

Und da brach ihre wunderschöne Stimme, genauso wie ich tränenüberströmt zusammenbrach.

Das war mir einfach zu viel. Zu viel Information, zu viele eigene Emotionen.

In meinen Zimmer fühlte ich mich eingeengt, fühlte mich eingesperrt. Ich musste hier raus, musste einfach raus.

Schnell zog ich mich an und lief ins Freie.

Ich lief, lief, lief und lief...

Dann trugen mich meine Füße an einen Ort, den ich nicht erwartet hatte.

Das Grab meiner Mutter.

Und an diesem Grab sah ich etwas. Etwas, was mich erschreckte.

Da saß mein Vater, so gebrochen, so verletzbar. Er wirkte wie ein kleines Kind und weinte bitterliche Tränen.

Und er schluchzte etwas, was mir den Atem stocken ließ.

"Warum, warum, warum hast du mich nur verlassen? Warum bist du nur von mir gegangen? Ich brauche dich, du fehlst mir so. Ich bin so allein, so einsam!"

Und da wusste ich, was ich zu tun hatte. Wusste, was ich machen musste. Wusste, dass ich Bella finden musste und sie wieder mit Papa vereinen musste.

Für meinen Papa, für meine Mama und auch für Bella.

Dies schwor ich mir und wenn es das letzte war, was ich machen würde.

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So fertig, mir gefällt es nicht wirklich, aber ich hoffe es ist in Ordnung und dass die nächsten besser werden.

Eine Frage habe ich aber noch. Wollt ihr das nächste Kapitel aus der Sicht von Bella und wie es ihr so ergangen ist oder wollt ihr euch überraschen lassen in dem Kapitel, wo Bella gefunden wird?

Vielen Dank noch mal für das Lesen. Freue mich auf eure Meinungen.

LG