Rêver avec Moi

Wieso muss er mir das antun? Ein Jahr lang mit dieser Franzosin im Zimmer? Und ich habe mich schon auf dieses Jahr gefreut…das kann ich mir jetzt in die Haare schmieren! Obwohl…wenn ich länger darüber nachdenke…worauf hab ich mich eigentlich gefreut? Sind diese Jahre nicht immer dasselbe? Unterricht, elendslange Hausübungen, irgendwelche Festivitäten und ab und zu ist Harry vom Tode bedroht – immer dieser langweilige Trott!"

Vielleicht würde diese Abwechslung also doch keine so schlechte Erfahrung sein.

Hermine verharrte noch ein wenig in dem großen Sessel, auf dem sie so gerne vor dem prasselnden Kaminfeuer saß, um nachzudenken. Es war schon spät und die meisten Gryffindors waren schon zu Bett gegangen. Fleur jedoch hatte sie seit dem unangenehmen Vorfall, der ihr immer noch die Schamesröte ins Gesicht trieb, wenn sie daran zurückdachte, in der Früh nicht mehr gesehen. Nicht einmal im Unterricht. Sie fragte sich langsam wo sie bloß steckte. In Gedanken verloren, schlummerte sie langsam ein.

Ungefähr eine halbe Stunde später betrat Fleur den Gemeinschaftsraum und sah Hermine wie sie auf dem Sessel vor dem Kamin eingeschlafen war. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. Sie überlegte nicht lange sondern ging einfach auf sie zu. Hermines Haare waren ganz durcheinander und verschleierten ihr Gesicht fast vollständig. Fleur strich sie sanft zur Seite und betrachtete die schlafende Hermine. Die Ruhe, die sie ausstrahlte schien Fleur zu imponieren.

Hermine?" flüsterte Fleur, doch von Hermine kam keinerlei Reaktion. Fleur führte ihre Lippen zu Hermines Ohr „Hermiiine" hauchte sie in ihr Ohr. Hermine spürte Fleurs Atem wie er ihr Ohr kitzelte und ihre Augen öffneten sich langsam. Zuerst konnte sie nicht viel erkennen, doch als sich ihre Augen wieder an die Dunkelheit, die nur vom Kaminfeuer erhellt wurde, gewöhnt hatten, erblickte sie Fleur. Sie erschrak ein wenig und zuckte leicht zurück.

Fleur?" gab sie mit fragender Stimme von sich.

Du willst doch nicht in dem Sessel schlafen." Antwortete Fleur um sich sodann auch schon in Richtung der Treppen zu den Schlafräumen zu begeben.

Nein…" flüsterte Hermine, doch Fleur konnte sie da schon nicht mehr hören. ‚Ich frag mich wo sie noch war' dachte Hermine noch als sie sich die Stufen hinaufkämpfte. Da sie die letzte Nacht nicht besonders gut geschlafen hatte, war sie ganz schön müde. Als sie das Zimmer betrat merkte sie, dass es immer noch kein zweites Bett gab.

Wir müssen wohl oder übel wieder im selben Bett schlafen…" sagte Fleur.

Was? Nein! Das kann doch nicht wahr sein, wie konnten sie das vergessen?" doch plötzlich kam Hermine etwas in den Sinn was Dumbledore gesagt hatte aber was meinst du mit ein Bett teilen?" und ein Verdacht kam ihr in den Sinn. Doch sie war zu müde um dem in irgendeiner Form nachzugehen. Bevor sie wieder ewig mit Fleur stritt, wollte sie doch lieber einfach nur schlafen gehen. Ohne ein weiteres Wort zu sagen, wankte sie in Richtung Bett und ließ sich hineinfallen. Ohne sich umzuziehen oder ins Bad zu gehen. Fleur sah sie leicht angewidert an, sagte aber nichts. Es hätte ohnehin nicht viel gebracht, da das Zimmer schon von dem leisen Schnarchen des Mädchens durchzogen wurde.

Anglaises…" dachte Fleur bei sich als sie sich umzog um ebenfalls zu Bett zu gehen.

Hermine ging, umgeben von zart duftenden Blumen, durch eine hoch gewachsene Wiese. Der Wind strich ihr sanft durchs Haar und die Sonne kitzelte förmlich Hermines feine Haut. Als sie unbeschwert umherwanderte, sah sie plötzlich etwas auf sie zukommen. Es war zuerst nur ein schwarzer Fleck, der aber immer größer wurde. Langsam nahm der ‚Fleck' Gestalt an und Hermine sah einen Golden Retriever auf sie zu laufen. Im ersten Moment bekam Hermine eine Gänsehaut, sie fürchtete sich. Doch je näher der Hund kam, desto besser sah sie sein gold blondes Fell und seine blauen Augen. Hermine schien es nicht zu irritieren, dass Golden Retriever normalerweise eigentlich keine Blauen Augen hatten. Stattdessen kniete sie sich hin und erwartete mit freudigem Gesicht die Ankunft des Hundes. Hechelnd nahm er vor ihr Platz. Hermine beugte sich nieder und schmiegte sich an das Fell des Hundes. Es fühlte sich weich an und roch verführerisch gut. „Ich wollte immer schon einmal einen Hund haben" säuselte sie…

Dann kauf dir einen und lass gefälligst meine Haare los!" ertönte es plötzlich in Hermines Kopf. Ihre Augen öffneten sich und sie realisierte, dass es nur ein Traum gewesen war. Nicht nur das…ihr Hirn verarbeitete langsam, dass sie Fleurs Haare in der Hand umklammert hielt und ihre Finger entkrampften sich augenblicklich.

Oh mein Gott…es tut mir leid!" sagte Hermine mit deutlich höherer Frequenz. „Ich muss geträumt haben…"

Fleur rieb sich die Stelle am Kopf wo die Haare in ihrer Wurzel endeten an denen Hermine gezogen hatte. „Ich glaube wir brauchen doch ein zweites Bett."

Was meinst du mit ‚doch'?" fragte Hermine, doch auf eine Antwort sollte sie lang warten.

Fleur nahm ihren Zauberstab vom Nachtkasten, schwang ihn in der Luft und sagte einen Spruch auf. Sodann erschien ein Bett direkt unter dem kleinen Fenster an der gegenüberliegenden Wand. Sie stand auf und ging in ihr neues Bett. Hermines Kinnlade war heruntergeklappt. „Du hättest die ganze Zeit über in deinem eigenen Bett schlafen können??"

Ja. Und was willst du jetzt tun? Weißt du, nachdem du meine wertvollen Haare ausgerissen hast, könntest du mich jetzt aber wirklich schlafen lassen." Mit diesen Worten legte sich Fleur in das Bett und wendete Hermine ihren Rücken zu.

Hermine: „Toll. Toll. Wiiirlich toll."

Fleur: „Schlaf jetzt."

Zicke. Schlaf du doch!" dachte Hermine als sie sich in ihrem Groll wieder unter die Decke schmiegte, die nun wieder ihr alleine gehörte. „Wenigstens wieder ein eigenes Bett. Bleibt nur die Frage offen wieso sie sich nicht schon längst das Bett hergezaubert hat. Und wieso habe ich eigentlich nicht daran gedacht?" Doch Hermine war schon viel zu müde um weiter darüber nach zu sinnieren und schlief alsbald auch schon friedlich wieder ein.

Hermines Schlaf verweilte allerdings längst nicht so friedlich wie sie es gerne hätte. Ihre Augen begannen wild zu rasen und Schweißperlen trieben ihre weißen Schläfen herunter. Ihre Gliedmaßen zuckten als sie sich plötzlich in eine sitzende Position aufrichtete. Ihre Augen waren immer noch verschlossen. Langsam stand sie auf und auf wackelnden Beinen machte sie einige Schritte vorwärts. Ihr schlafender Körper hatte scheinbar die Proportionen des Raumes nicht mit einberechnet und so lief sie direkt in die Wand hinein. Mit einem dumpfen Geräusch schlug Hermines Körper gegen die Wand. Von dem gar nicht einmal so lauten Geräusch wachte Fleur natürlich auf, die mit fledermausähnlichen Ohren ausgestattet zu sein schien. Sie schreckte auf und sah Hermines Umrisse mitten im Zimmer stehen. Sie drehte das Licht auf und staunte über den Anblick, der sich ihr bot.

Hermine stand mit geschlossenen Augen und geöffneten Mund vor ihrem Bett und zuckte leicht mit ihren Armen.

Du schlafwandelst?" stellte Fleur in den Raum ohne auch nur mit einer Antwort zu rechnen. Sie fragte sich wie sie darauf reagieren sollte, doch dann kam ihr die Idee. Sie stand auf und ging zu der Stelle an der Hermine sich zuckend befand. Sie umschloss ihre Hand mit der ihrigen und führte sie langsam zum Bett. Hermine legte sich hinein und kuschelte sich an das Kopfkissen. Doch aus einem unerfindlichen Grund wollte sie Fleurs Hand nicht loslassen. Von Müdigkeit getrieben legte sie sich einfach neben Hermine – ihren Arm um sie gelegt, da sich ihre Hand immer noch in der von Hermine befand…

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Ende 3. Kapitel…ja das Kapitel ist ein wenig kürzer geworden als die vorherigen – aber naja ich denke man kann damit leben^^

Danke fürs lesen und vll erbarmt ihr euch ja für ein kleines review :)