DISCLAIMER: Mir gehört HP nicht!!
Erst einmal einen Entschuldigung weil ich so lange gebraucht habe dieses letzte Kapitel zu posten. verbeug
Something more than Love
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by Toyo Malloy
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Kapitel 3/3 "The Future"
Harry betrat das Wohnzimmer. Auf dem Sessel vor dem Kamin saß die müde Gestalt von Remus Lupin. Das Kaminfeuer flackerte und warf im Dunkel des Zimmers Schatten auf Remus' Gesicht. Das braune Haar war fast ganz grau worden und die damals schon ergrauten Strähnen waren nun weiß. Remus schien in den letzten zwei Tagen um zehn bis fünfzehn Jahre gealtert zu sein. Seit sie ihn aus dem Keller in die Krankenstation gebracht hatten, war von der liebenswerten Natur des Mannes nicht mehr viel übrig geblieben. Remus war stiller als sonst, in sich gekehrt und verbrachte seinen Tag in diesem Sessel. In kleinen Schlucken trank er den Tee den ihm eine Hauselfe serviert und blickte ins Nichts. In der Hand hielt er den silbernen Schlangenknauf, das einzige, das von Malfoys Zauberstab übrig geblieben war.
„Hallo Remus", sagte Harry. Eine geraume Zeit geschah gar nichts. Es schien als würde Remus ihn nicht einmal hören. Harry näherte sich weiter und legte dem stillen Mann eine Hand auf die Schulter. Die Reaktion kam schnell. Remus zuckte zurück und schlug die Hand von seiner Schulter weg. In seine Augen trat ein Ausdruck leichter Panik während er sich, soweit es der Sessel erlaubt, von der Hand die ihn berührt hatte wegbewegte. Erst langsam schien er Harry zu erkennen. Harry versuchte sein Lächeln auf den Lippen zu halten und zog seine Hand wieder zurück. „Hallo Remus", wiederholte Harry noch einmal.
„Harry? Mein Junge, was machst du denn hier?", fragte der ergraute Mann vor ihm und lächelte, aber das Lächeln erreichte seine Augen nicht.
„Ich bin hier um dich zu besuchen", antwortete Harry.
„Wirklich? Das ist so nett von dir, Harry."
Harry holte sich einen Stuhl und setzte sich neben Remus.
„Ich wollte mit dir reden Remus. Über Tonks." Harry beobachtete wie Remus Gesicht einen unsicheren Ausdruck bekam. Er fuhr mit den Fingern unruhig über den silbernen Schlangenkopf und wich Harrys Blick aus.
„Harry… Ich weiß ihr gebt euch alle große Mühe und ich bin euch wirklich dankbar, aber diese Sache ist vorbei." Remus Stimme klang mit einem Mal müde und erschöpft.
„Moony, wie kannst du so etwas sagen. Das zwischen euch beiden war etwas Besonderes. Diese Sache mit…" Harry brachte es nicht über sich den Namen auszusprechen. „Die Sache war etwas schockierend, aber das wird euch nicht auseinander bringen. Es ist vorbei, dieser Fluch ist weg."
Remus hatte die Augen geschlossen während Harry sprach. Sein Körper war angespannt und leicht verkrampft und Harry hatte Angst, dass er Remus vielleicht zu sehr aufgeregt hatte. Madam Pomfrey hatte jedem ausführlich erklärt welche Konsequenzen es haben könnte, wenn sich Remus zu sehr aufregte.
„Ich erinnere mich", begann Remus und seine Stimme hatte etwas Träumerisches an sich. „Ich erinnere mich an einen Abend als ich noch klein war. Mr. Langley, der Chef-Butler von Malfoy Manor war sehr wütend auf mich. Er schrie mich an, weil ich angeblich meine Arbeit nicht schnell genug erledigte, weil ich nicht aufmerksam war und manchmal weinte, wenn ich etwas falsch machte. Er sagt schlimme Sachen, ich erinnere mich noch gut. Ich wäre es nicht wert zu leben und das ich der Welt einen Gefallen tun würde, wenn ich mich beim nächsten Vollmond zu Tode biss. An diesem Abend wurde ich ohne Abendessen in meine Kammer geschickt und ich weinte lange und fühlte mich so allein und verlassen." Remus seufzte. Harrys Herz schmerzte, ob von der Geschichte selbst oder von der Tatsache das sich Remus benahm wie jemand der langsam verrückt wurde wusste er nicht.
„In der Nacht", fuhr Remus in demselben Ton fort „kam der Master zu mir." Harry ballte die Hände zu Fäusten, bei der Erwähnung dieses verabscheuungswürdigen Titels. „Er kam in meine Kammer als ich weinte. Er setzte sich auf mein Bett und zog mich an sich. Er ließ mich weinen, bis ich keine Tränen mehr hatte die ich weinen konnte. Dann sagte er: Ich mag wertvolle Dinge und alles was ich besitze ist wertvoll und wunderschön. Denk daran, du gehörst mir und wirst immer mir gehören. Er blieb in meiner Kammer bis ich einschlief und als ich am nächsten Morgen in die Küche kam um mit den Bediensteten zu essen und das Frühstück meines Masters auf sein Zimmer zu bringen, war Mr. Langley nicht da. Ich habe ihn nie wieder gesehen."
Harry sah Remus schockiert an. Der letzte der Marauders saß wieder ganz entspannt und dieses Mal sogar mit einem leichten Lächeln auf den Lippen in dem Sessel und blickte in den Kamin. Er hatte beide Hände wieder auf seinem Schoß gebettet und streichelte geistesabwesend über den silbernen Schlangenkopf in seiner Hand.
„Remus?", fragte Harry unsicher, seine Augen versuchten Blickkontakt mit dem Mann herzustellen, aber Remus sah ihn nicht und er blieb stumm, als hätte Harry nie seinen Namen gesagt. Harry stand auf. Er blickte auf die Gestalt im Sessel hinab und seufzte leise, bevor er sich umdreht und ging. Remus bemerkte nicht einmal wie er den Raum verließ.
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„Ich weiß nicht ob das zu empfehlen ist." Meinte Madam Pomfrey. „Es könnte ihn aufregen und ich will nicht wissen was danach passiert. Er könnte einen Nervenzusammenbruch erleiden. Es ist ein Wunder das er die endgültige Trennung von seinem Meister überlebt hat, aber ich kann nicht sagen in wie weit sich das auf seine Psyche ausgewirkt hat. Ich würde dringend davon abraten."
„Remus sitzt seit vier Tagen in diesem Zimmer, seit dem er aus der Krankenstation raus entlassen wurde. Er isst und trinkt nur, wenn ihm die Hauselfe etwas bringt. Er steht nur auf um kurz ans Fenster zu gehen. Er redet mit diesem Schlangenkopf in seiner Hand und er schläft in diesem Sessel. Das ist inakzeptabel. Ich will ihn sehen. Ich werde ihm helfen." Tonks verschränkte ihre Arme vor der Brust und bedachte die Krankenschwester mit einem ernsten Blick.
„Miss Tonks, ich bin mir sicher sie wollen helfen, aber…" Sie wurde von Tonks unterbrochen.
„Nichts aber! Verstehen sie doch. Ich liebe Remus und er liebt mich. Ich kann ihm helfen."
Harry stand abseits und beobachtete die beiden Frauen. Madam Pomfrey war nicht jemand der sich schnell von etwas überzeugen ließ, aber Harry wusste, dass sie gegen Tonks in diesem Punkt keine Chance hatte. Harry wollte nichts lieber als Tonks und Remus wieder zusammen zu sehen, aber er zweifelte an dem guten Ausgang diese Aktion. Er hatte das unbestimmte Gefühl, dass Tonks' Besuch bei Remus nichts ändern würde.
Er behielt recht. Tonks konnte ihren Kopf durchsetzten.
„Tu mir einen Gefallen und reg dich bitte nicht auf. Er ist… nun ja, er ist seltsam", kommentierte Harry.
„Reg du dich nicht auf, Harry. Ich weiß was ich tue", sagte Tonks bissig.
„Ich will dich nur vorbereiten, dass es vielleicht nicht so kommen wird wie du es dir vorgestellt hast."
„Unsinn. Ich werde Remus helfen."
Harry seufzte und folgte Tonks in das Wohnzimmer des Ordenshauses in dem Remus die letzten Tage verbracht hatte.
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„Remus- Liebling", sagte Tonks und streckte die Hand nach Remus Schulter aus. Harry fing ihre Hand ab, bevor sie ihr Ziel erreichen konnte. Er wollte ihr Remus' Reaktion darauf ersparen. Tonks sah ihn überrascht und ärgerlich an. Harry schüttelte nur den Kopf.
„Harry. Bist du wieder gekommen um mich zu besuchen?", fragte Remus und drehte sich zu den beiden um. Sein Gesichtsausdruck änderte sich schlagartig, nachdem er sah, dass Harry nicht allein war. „Harry? Warum?", fragte er leise.
„Es tut mir leid Remus, aber sie wollte mitkommen und weder ich noch Madam Pomfrey konnten sie aufhalten", entschuldigte sich der junge Mann.
„Was soll das heißen", fragte Tonks verwirrt.
„Als ich das erste Mal hier war, habe ich Remus erzählt, dass du ihn gerne besuchen willst. Er lehnte ab."
„Was? Remus- Liebster, was soll das heißen."
Harry war erstaunt wie wach und scharf Remus Augen auf einmal waren. Er rückte sich in seinem Sessel zurecht. Harry holte für sich und Tonks Stühle. Auch nach dem sie sich hingesetzt hatten herrscht die unangenehme Stille vor, bis Tonks sie unterbrach.
„Remus. Ich wollte dich sehen. Ich will dir helfen. Zusammen werden wir es schaffen und alles wird wie früher sein", sagte Tonks, ihre Stimme honigsüß.
„Es tut mir leid Tonks, aber es wird keine Zukunft für uns geben. Du solltest dir lieber jemanden anderen suchen. Du bist eine wundervolle Frau und deine Leben hat erst begonnen. Es ist besser so."
„Warum sagst du das. Malfoy ist tot und ich werde dir helfen wieder gesund zu werden."
Remus drehte bei der Erwähnung von Malfoys Namen seinen Kopf weg. „Bitte Tonks, mach es nicht schlimmer als es ist."
„Ich werde dich nicht aufgeben. Ich werde dich nicht an ihn verlieren", entgegnete Tonks entschlossen.
„Da gibt es nicht zu verlieren. Er hat mich nicht gewinnen müssen. Ich war immer sein eigen."
„Wie kannst du das sagen? Bei dem was sie dir angetan haben? Es war ein Zauber! Ein Fluch der über dich verhängt wurde. Du wurdest verkauft, wie ein Gegenstand und konntest dich nicht wehren. Aber jetzt ist alles vorbei", versuchte Tonks ihm zu erklären.
Remus lächelte, aber es war kein dankbares Lächeln. Es war das Lächeln von jemandem der es besser wusste. „Du hast Recht und trotzdem verstehst du nicht." Er stand auf. Es war das erst Mal das Harry ihn auf den Beinen sah, seit dem er aus der Krankenstation zurückgekommen war.
„Er besaß mein Leben, sein Vater schenkte es ihm. Und er besaß meine Seele, aber nicht weil er oder sein Vater sie kaufte. Nein, er besaß meine Seele weil ich sie ihm geschenkt habe." Remus griff mit seiner Hand an seinen Kragen und öffnete seine Robe und sein Hemd und schob sie beiseite, bis man die Haut von seiner Kehle und seiner Brust bis hin zur rechten Schulter sah. Hier und da zierten Narben die Haut. Er weiterer Griff beförderte seinen Zauberstab in seine Hand und für einen Moment wollten Harry und Tonks aufspringen um Remus den Zauberstab entreißen, aber der Werwolf fuhr mit dem Stab nur einmal über die Haut seiner rechten Brust. Man hörte deutlichen den Spruch Finite Incantatem Maximus und als Remus den Zauberstab wieder sinken ließ erschien auf seiner Haut deutlich zu erkennen ein Mal. Ein Clanswappen.
Einige Finger breit unter dem rechten Schlüsselbein stach es fast so deutlich wie Voldemorts Dunkles Mahl aus der Haut hervor. Doch statt des üblichen Totenkopfes mit der Schlange, zeichnete sich auf Remus' Haut ein ganz anderes Bild ab. Zwei überkreuzte Schwerter auf denen ein Lorbeerkranz ruhte, eine gekrönte Schlange verband die Schwerter an der Stelle an der sie sich berührten und fünf Sterne umrundeten das Bild. Unter dem Lorbeerkranz zierte der Familienname auf einer Fahne Remus' Haut. Malfoy.
Remus fuhr mit der freien Hand über das Zeichen. „Mein Körper ist seit dem ich denken Eigentum von Lucius Alexis Malfoy und sein Familienwappen ist Teil meiner Haut. Das gleiche Wappen ziert unsichtbar meine Seele, die nicht Eigentum, sondern ein Geschenk an den Mann war, der das Wichtigste in meinem Leben ist. Ich liebe dich Tonks, du bist eine wundervolle Frau, aber es gibt Dinge die sind größer als Liebe."
Harry starrte einige Zeit lang auf das Wappen. Ungewollt fragte er sich wie viele Menschen von der Existenz dieses bedeutenden Bisschens Hautschmuckes wussten. Möglicherweise war der Letzte vor nicht all zu langer Zeit gestorben. Tonks schien ihre Blicke nicht von Remus' Haut mit Wappen abwenden können. Wie oft hatte sie diese Stelle von Remus Körper wohl berührt ohne zu wissen was sich wirklich in ihr verbarg?
„Remus? Was hat das zu bedeuten? Was kann es Größeres geben, als unsere Liebe?" Harry sah wie Tonks einige Tränen das Gesicht hinab liefen. Remus zog sein Hemd und seine Robe wieder zurück und begann beides zuzuknöpfen. Immer noch wirkte er gefasst und ruhig. Harry konnte nicht umhin, aber Remus' Gelassenheit und Schärfe wurde ihm unheimlich.
„Den Master und das Band das er mit mir teilte. Du kannst es nicht wissen, denn du hast es nie gespürt, nie gelebt. Du weißt nicht wie es ist jemandem zu gehören mit allem was du hast, mit allem was du bist. Es war vollkommen, es war zu groß um einfach nur Liebe zu sein."
Tonks erstarrte. Ganz langsam begann sie den Kopf zu schütteln. Ein Gemurmel setzte ein, bis sie ihre Gedanken regelrecht herausschrie.
„Das heißt du hast mich belogen. Du hast mich nie wirklich geliebt." Sie sprang auf, stieß dabei ihren Stuhl um und verließ rennend das Wohnzimmer. Harry seufzte. Er stand ebenfalls auf, aber nur um die Tür zuzumachen, die Tonks bei ihrer Flucht aufgerissen hatte. Als er zurück zu seinem Stuhl kam, hatte sich Remus bereits wieder in seinen Sessel gesetzt.
„Du warst ziemlich grausam Remus. Aber es war eine effektive Methode sie loszuwerden." Harry versuchte sachlich zubleiben, aber in seine Stimme stahl sich eine Spur von Vorwurf. Remus lächelte nicht, bestätigte aber Harrys Worte mit einem kleinen Nicken. „Es ist schwer dich zu verstehen Remus, aber ich versuche es trotzdem."
„Du hast recht, Harry", sagte Remus müde. „Meine Worte waren so gewählt um Nymphadora von mir fernzuhalten, aber ich habe nicht gelogen. Mir kann keiner mehr helfen."
Remus machte eine Pause, während eine Hauselfe erschien und den fünf Uhr Tee servierte. Er hielt seine Tasse in der Hand und schwenkte den Inhalt. „Der Master setzte mich frei ein Jahr bevor du geboren wurdest. Seit diesem Zeitpunkt habe ich ihn bis Augenblick vor einigen Tagen nicht mehr gesehen. So war der Befehl. Anders hätte ich mich nie von ihm entfernen können. Es war sein letztes Geschenk an mich, aber trotzdem ist es immer da gewesen. Diese Verbindung, dieses Gefühl zu jemandem zu gehören und gewollt zu sein. In den Jahren nach dem Tod deiner Eltern, in denen ich durch Europa reiste, war es dieses Gefühl das mich davor bewahrte verrückt zu werden." Einen Augenblick lang schloss Remus die Augen. Er führte die Teetasse an die Lippen und trank einen Schluck. „Jetzt ist es weg, einfach weg und der Schmerz der geblieben ist, ist einfach zu groß. Ich fühle mich leer."
Harry konnte nicht umhin Remus verärgert anzusehen. Wie konnte ein Mann, der normalerweise so lebensfroh war, so pessimistisch sein. Er wollte schreien, argumentieren und verhandeln. Es musste doch etwas geben, das Remus an seinem Leben noch lebenswert fand.
„Hör auf darüber nachzudenken was du mir sagen kannst, Harry", sagte Remus mit ruhiger Stimme und stellte seine Teetasse ab. „Nichts was du sagen kannst, wird etwas an dem ändern was ich dir gesagt habe und zu was ich mich entschieden habe. Für mich gibt es keine Zukunft mehr…"
„Wie kannst du Tonks das nur antun?", fragte Harry bitter.
„So wie du Ginny von dir weggestoßen hast, als du verstanden hast das es Dinge gibt die größer sind als Liebe", antwortete Remus gelassen.
Über Harrys Gesicht kam ein Ausdruck von Wut. Ohne einen weiteren Blick auf Remus drehte sich Harry um und ging.
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Remus zog sich aus und kniete sich vor das Fenster, so wie er es schon immer vor einer Verwandlung getan hatte. Er seufzte. Der Geschmack des letzten Wolfsbanntrankes lag ihm noch auf der Zunge. Wie sein persönlichen Ritual es vorsah, blickte er aus dem Fenster in den Himmel und wartete auf die ersten Strahlen des Mondlichtes. Eine seltsame Ruhe lag über ihm. Die Leere in seiner Brust schien viele seiner Gefühle aufgesaugt zu haben und so blickte er seiner Verwandlung fast teilnahmslos entgegen.
Der Mond zeigte sein Gesicht und Remus schloss die Augen. Wie er es gewohnt war, schoss Schmerz durch seinen Körper und er ließ sich auf alle Viere fallen. Seine Knochen begannen sich zu bewegen und er unterdrückte einen Schrei, während der erste Knochen zu knacken begann. Doch etwas schien anders zu sein.
Die Leere, die Remus seit dem Tag von Lucius' Tod in sich spürte, schien sich zu bewegen, zu verformen. Der Schmerz erreichte sein Bewusstsein nur noch aus der Ferne und Remus fand sich in einem Tunnel wieder der dort zu beginnen schien, wo Remus die Leere in sich gespürt hatte. Der Tunnel war schwarz, sein Ende nicht zu sehen, aber etwas bewegte Remus dazu den ersten Schritt zu machen. Danach war es einfach. Jeder Schritt schien zum nächsten zu führen, bis selbst der Schmerz der Verwandlung in der Ferne verschwand. Es fühlte sich seltsam an, aber auch irgendwie gut. Die Leere war verschwunden und ein bekanntes und umwerfendes Gefühl füllte Remus aus. Mit jedem Schritt ein bisschen mehr.
Remus lächelte. Er hatte das Gefühl am Ende des Tunnels würde jemand seinen Namen rufen.
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„Was ist denn hier los?", fragte Harry, als er Madam Pomfrey, Direktorin McGonagall und Moody in dem Wohnzimmer sitzen sah, in dem Harry eigentlich Remus erwartet hatte. „Ist Remus noch in seinem Schlafzimmer? Gestern war ja Vollmond."
„Potter…" Es war seltsam anzuhören, wie die Stimme der strengen Direktorin brach. Madam Pomfrey blickte nur auf ihre Hände, die in ihrem Schoß lagen.
„Lupin ist tot, Potter!", grollte Moody.
„…Das ist ein Witz, oder?" Harry schüttelte den Kopf und sah von einem zum anderen, aber in ihren Gesichtern war nichts als Wahrheit zu sehen. „Das… das kann nicht sein…"
„Doch. Leider… Remus hat die Rückverwandlung nicht überlebt", flüsterte Madam Pomfrey. Harry wusste nicht was er sagen sollte, er wusste nicht was denken sollte.
Er rannte aus dem Zimmer, ohne jedes Ziel.
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Harry sah zu wie Madam Pomfrey die Gegenstände einpackte, die Remus in dieses Haus gebracht hatte. Eigentlich wollte er sich in einer viertel Stunde mir seinen Freunden Ron und Hermine treffen, aber etwas ließ ihn nicht gehen. Sie drehte sich zu ihm um und er reichte ihr das letzte Buch. Sie legte es in den Karton und griff nach dem nächsten Stück. Harrys Hand legte sich um ihr Handgelenk bevor sie nach dem Stück greifen konnte. Er schüttelte den Kopf.
Harry griff nach dem Knauf – dem silbernen Schlangenkopf - und ließ ihn in seiner Tasche verschwinden. Tonks sollte ihn nicht sehen, wenn sie Remus' Sachen abholen würde.
Als er mit einer beachtlichen Verspätung das Haus wegen seines Treffens verließ, spürte er das Gewicht des Schlangenkopfes in seiner Tasche, wie ein stechender Gedanke, der sich Beachtung verschaffen wollte. Harry wusste noch nicht was er mit diesem Ding anstellen würde, aber es erinnerte ihn an Remus Worte und vor Harry lag ein schwerer Weg mit einem unbestimmten Ziel. Doch zuerst stand eine Jagd an. Eine Jagd nach den Gefäßen einer hässlichen Seele und Harry brauchte eine Erinnerung an einige von Remus' Worten.
Vielleicht würde er Remus den Schlangenkopf irgendwann zurückgeben.
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Ende
AN: Ich wollte es nicht unbeendet lassen. Hoffe es hat euch gefallen. Eure Meinung in Form eines Reviews würde mich Glücklich machen… grins! knuddel euch alle!!!
