Kapitel 4

„MOM!" Schrie John, um dem Treiben endlich ein Ende zu machen.

Ruckartig blieb Sarah stehen und fuhr herum „WAS!?"

„Ich gehe!"

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Derek und Suzie standen an den Türrahmen gelehnt und sahen Dem interessiert zu.

Kurz zuvor hatte er noch auf das orange Ding an seiner Brust gestarrt. Als er dann zu Suzie sah biss diese gerade in ihre eigene Mohrrübe.

„Gesünder als Bier", hatte sie grinsend gesagt.

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Sarah war einen Moment sprachlos. „Das... das kommt nicht in Frage", sagte sie schließlich wütend.

Die Beiden sahen sich in die Augen.

Schließlich schüttelte John den Kopf. „Das steht nicht zur Debatte. Ich hab schon zu viel falsch gemacht...".

Sarah machte einen Schritt. „John..."

„Nein Mom", unterbrach er sie. „Ich muss das tun".

„Aber..."

„Verstehst Du nicht? Cameron ist der Schlüssel", sagte er überzeugt. „Cameron ist Alles", fügte er noch leise hinzu".

Sarah sah, wie er mit gesenktem Kopf seine Tasche fester griff und dann zur Haustür ging.

Die blonde Suzie biss von ihrer Mohrrübe ab, nickte Derek zu und stieß sich vom Türrahmen ab. Sarah bedachte sie mit einem mitleidigen Lächeln, bevor sie John nach draußen folgte.

Naomi trat seitlich hinter Sarah, deren Blick starr auf die Tür gerichtet war. Nach kurzem Zögern folgte sie Suzie.

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Suzie stand an der Fahrertür und wartete auf Naomi. John war zur anderen Seite gegangen und hielt die hintere Tür in der Hand.

Suzie sah Naomi entgegen. „Du bist vorsichtig ja?"

Naomi lächelte „Keine Sorge. Die Beiden werden mir nichts tun". Sie blickte zu John.

„Du kommst nicht mit?" Fragte er verblüfft.

Die hübsche Farbige schüttelte den Kopf. „Einer muss doch auf Deine Mom aufpassen", sagte sie und lächelte warm.

John brauchte ein paar Sekunden, um die Antwort zu verarbeiten. Ein schlichtes „Danke", war Alles was er erwidern konnte.

Naomi lächelte ihn an. „Kein Dank notwendig".

John ging zur vorderen Tür und öffnete. Dankbar nickend stieg er ein. Naomi und Suzie verabschiedeten sich mit einer kurzen Umarmung. Schließlich winkte sie dem Wagen hinterher.

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Riley wusste nicht wie ihr geschah. Sie weinte unter dem Sack, den man ihr über den Kopf gezogen hatte. Kein Wort war gefallen auch nicht, als sie nach einer Autofahrt eine Treppe herunter geführt wurde. Schließlich löste man ihr die Handfesseln und schubste sie in einen Raum.

„Kein Wort, nicht schreien", sagte ein Mann ihr noch bevor sich die Tür hinter ihr wieder schloss.

Minuten lang stand sie mit dem Sack über den Kopf herum, bis sie sich traute diesen endlich abzunehmen. Sie sah sich um. Offenbar hatte man sie in einen Toilettenraum eingesperrt. Mehrere Pinkelbecken reihten sich aneinander. In einer Ecke lag eine Matratze, darauf einige Nahrungsmittel.

Weinend sackte sie in die Knie.


Kapitel 5

Als sie die Bibliothek erreichten sah John sich verwundert um. „Hier?"

Suzie zuckte mit den Schultern. „Eric hat zwar die Nachtschicht, ist aber meistens schon ab Nachmittags hier. Wir haben ein kleines Häuschen gemietet aber hier, ist es für Eric einfacher und wir haben alle Informationen zur Hand.

„Wer ist der Kerl, dass er offenbar eine so wichtige Rolle spielt?" Fragte John unbehaglich.

Suzie sah ihn mitleidig an. „Kein Grund eifersüchtig zu sein. Eric ist nur ein Freund, den Cameron kennengelernt hat während sie in den Unterlagen nach Spuren Skynets geforscht hat. Außerdem wird er später für den Widerstand ein Quell an Informationen sein".

John atmete tief durch. „Wohl auch eines der Dinge, die ich unbedingt unter Kontrolle kriegen muss", sagte er mehr zu sich selbst.

Suzie legte die Hand auf seine Schulter. „Keine Sorge. Zum richtigen Zeitpunkt wird sie das zu schätzen wissen. Momentan aber wäre es gut, wenn du möglichst immer ganz ruhig bleibst".

Fragend blickte er zu ihr rüber.

„Ich meine, wir wollen auf ihre instabile Emotionalität nicht noch mehr Druck ausüben, oder?"

John nickte „Ich versuchs aber ich...". Er unterbrach sich.

„Schon gut. Ich verstehe Dich. Du bist noch jung und musst erst lernen mit Deinen Gefühlen klar zu kommen", sagte sie verständnisvoll.

John sah auf seine Finger und nickte.

„Aber...", sagte Suzie eindringlich.

John blickte auf.

„Sie ist noch viel jünger als Du und kann noch viel weniger mit ihren Emotionen umgehen. Als der...emotional Ältere solltest Du das niemals vergessen".

John verstand was die Blonde mit -jünger- meinte. Er nickte verstehend. „Du bist ihre Freundin?"

„Ihre erste und ich liebe Cameron wie eine Schwester", sagte sie lächelnd.

„Warum?" Fragte er.

Suzie drehte den Kopf und sah kurz aufs Lenkrad, dann wieder hinaus auf das Gebäude der Bibliothek. „Unsere erste Begegnung war... interessant". Sie lachte leise. „Ich hielt sie für Allison..."

„Allison Young aus Palmdale", unterbrach er sie. „Ich weiß wer Allison war".

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„Gott, was willst Du denn noch hier?" Fragte Sarah, die noch immer am selben Fleck stand. Sie warf verzweifelt die Hände in die Luft und drehte sich herum.

„Ob Du Cameron magst oder nicht. Sie würde Dich niemals schutzlos zurücklassen", sagte Naomi in Sarahs Rücken, als diese gerade die Treppe hochsteigen wollte.

„Ich glaube eher, sie würde mich nie ohne eine Spionin zurücklassen", sagte Sarah ohne sich umzudrehen und setzte ihren Fuß auf die unterste Stufe.

„Das natürlich auch", sagte die Farbige in ihrem Rücken, was Sarah ein höhnisches Schnauben entlockt.

Derek musste husten, weil er sich vor Schock an seiner Mohrrübe verschluckt hatte.

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Als sie den kleinen Lesesaal betraten war nur Eric anwesend.

„Wo ist Cameron?" Fragte Suzie statt einer Begrüßung.

Eric lächelte, er kannte die direkte Art der Blonden bereits. „Sie wollte noch ein paar Dinge erledigen".

Suzie sah über ihre Schulter. John stand in ihrem Windschatten und scharrte mit dem Fuß. Sie drehte sich halb herum und Griff John mit einer Hand an den Jackenaufschlägen. Sie zerrte ihn nach vorne.

„Ach, der junge John Connor", sagte Eric und sah ihm neugierig entgegen.

John sah ihn verwirrt an, dann sah er zu Suzie.

Die verdrehte die Augen und gab ihm einen Stoß.

John stolperte noch einen Schritt vorwärts und streckte dann langsam die Hand aus. „Hallo...".

„E..r..i..c..", sagte der Mann im Rollstuhl gedehnt.

Nach einigen Sekunden verdrehte Sie die Augen erneut und gab John einen Klaps auf den Hinterkopf.

„John", entfuhr es ihm spontan.

Eric schüttelte den Kopf, dann sah er zu Suzie. „Der?" Fragte er kurz.

Suzie seufzte. „Jup, der Dummkopf soll die Menschheit retten".

Eric grinste Suzie, dann John unverhohlen an. „Das meinte ich nicht", sagte er lachend. „Ich meinte, Der ist Derjenige, für den Cameron so einen Aufstand veranstaltet?"

John wurde rot vor Wut aber noch bevor er Etwas sagen konnte hörten sie Schritte.

Als Cameron um die Ecke kam blieb sie ruckartig stehen. Ihre Augen verengten sich. Dann sah sie Suzie an. „Was will der denn hier?" Fragte sie mit Ärger in der Stimme.

John hatte ein Lächeln auf den Lippen, dass aber buchstäblich verendete, als sie die Frage stellte.

Suzie hielt John davon ab vorzutreten. Stattdessen trat sie selbst vor. „Er ist hier um zu helfen, mehr nicht".

„Hmm..", stieß Cameron grunzend hervor, dann ignorierte sie ihn völlig, als sie zu Eric ging. „Hast Du die Informationen über... das Subjekt?"

Eric sah Cameron an, dann kurz zu John und rollte dann kopfschüttelnd herum und fuhr zu einem Tisch. Er griff einen Stapel Papiere, legte sie auf seinen Schoß und rollte wieder herum. Dann ergriff er die Papiere und streckte sie Cameron hin.

Cameron ergriff den Stapel und innerhalb kürzester Zeit blätterte sie Durch, scannte und speicherte die Daten.

„Und?" Fragte Suzie. Stimmen die Informationen überein?

Cameron schüttelte den Kopf. „Nicht hundertprozentig aber das habe ich auch nicht erwartet. Allerdings sind die Übereinstimmungen groß genug".

John war verwundert, als Cameron... schuldbewusst zu ihm blickte.

Suzie entging der Blick nicht, sie ging zu Cameron.

„Du weißt, dass es diesmal anders laufen wird?" Fragte sie flüsternd.

Ein leises Seufzen war zu hören. Leise genug, dass nur Suzie es hören konnte. Camerons Gesicht behielt allerdings seinen Schuldbewussten Ausdruck. Cameron nickte nur. „Aber es spielt sowieso keine Rolle".

„Was?!" Rief Suzie laut, dass selbst Cameron zusammenzuckte. „Wenn Du so etwas nocheinmal sagst sind wir die längste Zeit Freundinnen gewesen!" Dann lies sie Cameron stehen und stürmte hinaus.

Da Cameron John nicht beachtete folgte dieser Suzie.

„Worum ging es da gerade?" Fragte John leise, als er die kleine Blonde auf dem Balkon über dem großen Lesesaal fand.

Suzie seufzte. „Das geht nur Cameron und mich was an", sagte sie ohne sich umzudrehen.

John beschloss nicht weiter in sie zu dringen. Er wollte immerhin, dass die Junge Frau ihm half Cameron zurückzugewinnen und außerdem mochte er sie. „Meintest Du das ernst?"

Sie sah ihn jetzt an. „Was?" Fragte sie mit verwundertem Gesichtsausdruck.

John zuckte mit den Schultern. „Dass du Cameron die Freundschaft... kündigst wenn sie... was auch immer tut?"

Suzie seufzte und blickte kurz überlegend auf Johns Füße. „Niemals", sagte sie dann mit Nachdruck". Sie blickte auf. „Ich liebe Cameron wie eine Schwester. Familie hält zusammen".

John nickte. „Ich wünschte, sie würde das genau so sehen und wieder nach Hause kommen. Das eben tat schon weh", sagte er traurig.

Suzie seufzte. „Sie liebt Dich, sie muss nur noch begreifen, das Du sie auch liebst".

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Naomi trat vor den hustende Derek. Sie schnappte sich seine Möhre, biss herzhaft hinein und kaute ein paar Mal, bevor sie dem verblüfften das Gemüse wieder in die Hand drückte.

„Iss", sagte sie im Befehlston. „Die Vitamine sind gut für Dich".

Derek starrte sie verwundert an, dann mit etwas Widerwillen auf das Gemüse.

„Denk nicht drüber nach", fügte sie hinzu und überkreuzte die Arme vor ihrer Brust. „Ich bin weder giftig, noch sondere ich irgendeinen Geschmack ab".

Derek starrte weiter auf die Möhre. Man konnte sehen, wie es in seinem Kopf arbeitete.

Naomi zog nach einigen Sekunden die Brauen zusammen und begann mit einem Fuß auf den Boden zu tappen. „Iss oder ich füttere Dich damit", sagte sie aggressiv.

Dereks Blick zuckte hoch in die Augen der Maschine vor ihm. Er glaubte ihr jedes Wort. Zögerlich schob er das Gemüse in den Mund, biss vorsichtig ein Stück ab und kaute.

Naomi wartete bis Derek den Bissen herunter geschluckt hatte und erneut ein Stück abbiss. Dann drehte sie sich herum. „Na also, geht doch", sagte sie im weggehen.

Hinter ihr stahl sich ein leichtes Lächeln in Dereks Mundwinkel.

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John langweilte sich. Cameron lief die ganze Zeit hin und her. Sie tat in seinen Augen meist nur sinnlose Dinge. Mal griff sie ein Buch und blätterte darin oder sie stand nur da und starrte ins Leere. John beachtete sie gar nicht, so schien es zumindest.

Camerons Prozesse beschäftigten sich zu einem Großteil mit dem Jungen Mann unweit von ihr. Sie wollte nichts mehr als zu ihm gehen, ihn in ihre Arme reißen und ihre Lippen auf seine pressen. Nur hatte er sich für die Drecksschlampe Riley entschieden. Er würde nie...

Camerons Gedankengänge wurden abgebrochen, als ihr Handy klingelte. „Ja?"

Sie lauschte einen Augenblick, sah dann zu John. „Er ist bei mir aber...ich verstehe... das muss gut überlegt sein, das Risiko ist hoch... seine Mutter ist nicht bei uns... das wird schwierig... ich habe verstanden, ich melde mich bei Dir.

„Hat sie zugestimmt?" Fragte der Mann im Rollstuhl, nachdem Cameron ihr Telefon weggesteckt hatte.

Zögerlich sah sie zu ihm, dann zu der erwartungsvoll blickenden Suzie. „Ja hat sie aber unter der Bedingung, dass John und Sarah mich begleiten".

„Aua", sagte Suzie. „Das wird ziemlich spaßig Sarah davon zu überzeugen".

„Worum geht es denn?" Fragte John in den Raum hinein.

Cameron sah kurz zu ihm, dann wieder zu Suzie. „Was soll ich tun?"

Suzie starrte sie einige Sekunden sprachlos an, dann zuckte sie mit den Schultern. „Was fragst Du mich? Frag ihn", sagte sie und deutete auf John.

Cameron folgte Suzies Blick. „Ihn...?" Fragte sie leise. Dann schüttelte sie den Kopf, drehte sich herum und ging weg.

John hatte sich bereits erhoben, um sich zu beteiligen . Jetzt aber starrte er dorthin, wo Cameron vor Sekunden noch gestanden hatte. Schließlich senkte er den Kopf.

Suzie sah ihr ebenfalls nach, dann zu John. Sie hatte Mitleid mit dem Jungen.

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Sarah hatte sich stundenlang hin und her gewälzt. Schließlich sprang sie putzmunter aus dem Bett. In Shorts und Tank Top verlies sie das Zimmer. Schon an der Tür hörte sie die Geräusche.

Kopfschüttelnd ging Sarah die Treppe herab. Ihr Blick war auf Naomi fixiert, die auf den Fernseher starrte und immer wieder in schallendes Gelächter ausbrach.

Weiter den Kopf schüttelnd steuerte Sarah die Küche an und machte sich einen Kaffee.

Als sie in den Wohnraum zurückkehrte sah sie, dass Naomi einen Kilo-Eisbecher in der Hand hielt während sie sich vor Lachen vor und zurück warf. Kopfschüttelnd sah sie sich das ganze einen Moment an, bevor sie näher trat und auf den Bildschirm blickte.

Sie riss die Augen auf, als sie erkannte was da gerade lief. Arsenic and old lace. Das letzte mal, dass sie den schwarz/weiß Streifen gesehen hatte war noch vor Johns Geburt.

Gerade lief die Stelle, als die Alten Damen ihren neusten Besucher vergiften wollten und Cary Grant den Mann verscheuchte.

Sarah musste unvermittelt lachen und Naomi brach in nahezu unkontrolliertes Gelächter aus.

Interessiert lies sich Sarah auf die Couch am anderen Ende von Naomi sinken und sah zum Bildschirm. Aus dem Augenwinkel behielt sie allerdings die Maschine im Auge.

Beide sahen einige Minuten auf den Fernseher und lachten sogar gemeinsam.

Schließlich wollte Sarah einen Schluck Kaffee trinken aber eine Hand wie eine Stahlklammer legte sich um ihr Handgelenk.

Sarah hatte Naomis Annäherung gar nicht bemerkt. Sie wollte Schreien aber ihre Kehle war wie zugeschnürt, wollte sich losreißen aber das gelang ihr nicht. Als sie sich Naomi zu wandte erstarrte sie.

Naomi starrte ihr ernst in die Augen, in ihrem Mund steckte ihr Löffel. Sie nahm Sarah die Tasse aus der Hand und stellte sie auf den Tisch. Dann hielt sie Sarah einen zweiten Löffel hin, gefolgt von dem Schokoladeneisbecher.

Verblüfft nahm Sarah den Löffel. Dann brachte Naomi ihr den Eisbecher ruckartig näher und grunzte kurz, bevor sie sich wieder dem Film zu wandte, wobei sie fast sofort in Gelächter ausbrach.

Sarah starrte die Farbige noch einige Sekunden von der Seite an, schließlich steckte sie gedankenlos den Löffel in den Eisbecher.

Wenig später lachten Beide Frauen erneut im Chor.

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Als Derek am Morgen die Treppe herunterkam blieb er ruckartig stehen als er die Couch erblickte. Die farbige Maschine saß dort, die Beine unter sich, eine selig schlafende Sarah Connor mit dem Kopf auf ihrem Schoß liegend. Fast zärtlich spielte sie mit Sarahs Haaren.

Kopfschüttelnd mit einem Klos im Hals ging Derek schließlich nach langen Sekunden in die Küche. Er steuerte den Kühlschrank an und griff nach einer Dose Bier. Dann zögerte er. Schließlich gab er der Dose wütend einen Stoß und schloss den Kühlschrank. Als er wenig später gerade die Kaffeemaschine einschaltete stellte sich urplötzlich seine Nackenhaare auf.

Derek fuhr herum. „Was zum Teufel...".

Naomi stand an den Türrahmen gelehnt und hatte einen Finger über die Lippen gelegt. „Schhhhhh", unterbrach sie ihn.

Stoßartig atmete er aus. „Ist das jetzt die neue Masche?" Fragte er leise, während die Kaffeemaschine zischte und gluckerte.

Naomi legte den Kopf schräg. „Masche?"

Er schüttelte den Kopf und warf die Hände in die Luft. „Eine von Euch macht sich an John heran, die andere an Sarah. Wollt ihr so die Kontrolle erlangen."

Naomi senkte den Blick. „Heranmachen?" Fragte sie leise.

„Sag nicht, Du hättest keine sexuellen Absichten bei Sarah, nach eben glaube ich Dir das nämlich nicht. Nicht umsonst seid ihr wie Sexbots konstruiert", erklärte er nachdrücklich.

Naomi schüttelte in einer verzweifelten Geste den Kopf. „Was glaubst Du wünscht sich ein selbstbewusster Cyborg, der in einer Werkstatt oder einer Fabrik entstanden ist am meisten?"

Spontan zuckte er mit den Schultern. „Weiß nicht, ne Dose WD 40?" Fragte er, der höhnische Unterton in seiner Stimme war nicht zu überhören.

Die dunkelhäutige Maschine seufzte. „Geliebt zu werden ist unser sehnlichster Wunsch".

„Also habe ich recht, Du willst Sarah an die Wäsche", fragte er mit steigendem Ärger.

Naomi seufzte und wischte sich in einer menschlichen Geste über die Augen, in denen Tränen standen als sie jetzt aufblickte. „Familie, Derek Reese. Einen Mann kann man finden, ein Kind adoptieren aber Vater und Mutter...". Sie brach ab. Die Tränen liefen ihre Wange hinunter.

Derek war fast sprachlos. „Du... Du willst das Sarah deine... Mom ist?"

Sie nickte. „Genau so wie Cameron das möchte und genau so wie... Kira das wollte. Einen Vater haben wir. General John Connor war immer wie ein Dad zu uns aber eine Mom...".

Derek grunzte abfällig. „Ich glaube kaum, dass Sarah das akzeptieren wird".

Keiner von Beiden bemerkte, dass sie belauscht wurden.