A/N: Ich habe seit Tagen versucht dieses Kapitel hochzuladen, bis ich schließlich in einem englischem Forum auf einen sehr hilfreichen Tipp von einem Nutzer namens Dremmeng gestoßen bin. Und siehe da, es funktioniert! :-)

Falls ihr neue Kapitel hochladen wollt, müsst einfach nur auf den Edit Button drücken und wenn die Fehlermeldung erscheint oben in der Url das Wort "proberties" in "content" umtauschen und Enter drücken! Dachte mir, dass könnte euch interessieren :-)


A/N: Dieses Kapitel beschäftigt sich sehr stark mit Harrys Gedanken, da ich langsam die Veränderungen in seiner Persönlichkeit aufbauen will und außerdem sollte er nach der turbolenten Zeit auch mal ein wenig Ruhe bekommen :-) Von dem her passiert nicht wirklich viel. Hoffe es gefällt euch trotzdem...

Disclaimer: siehe erste Seite (Prolog)


2. Kapitel:

Die Nacht der Toten


Voldemorts Augen glühten bösartig als er den Arm hob und ein grüner Blitz auf Harry zuschoss. Harry versuchte zu zielen, aber sein Arm fühlte sich wie Blei an und Voldemort war schneller. Er drehte sich um und rannte.

Das Sirren des Todesfluches wurde immer lauter und lauter. Es hallte von den Wänden wieder, vervielfachte sich und schwoll zu einer ohrenbetäubenden Lautstärke an.

Plötzlich zerbrach Harrys Zauberstab in tausend Splitter, die durch die große Halle flogen. Sie trafen ihn überall am Körper, drangen in die Haut ein und zerfetzten seinen Umhang.

„Oh Harry", seufzte es hinter ihm und eine verkohlte Hand legte sich auf seine Schulter. Ein muffiger vermoderter Geruch drang in seine Nase und entsetzt wich er zurück.

Albus Dumbledore stand hinter ihm und starrte ihn durch seine Halbmondbrille vorwurfsvoll an.

„Du hast ihn kaputt gemacht! … Du hättest ihn niemals verwenden dürfen! Du hast alles zerstört." Das Gesicht aschfahl, die Wangen eingefallen und Augen, die ihr Funkeln verloren hatten. Noch nie hatte Harry den Schulleiter so alt und enttäuscht gesehen.

Harry öffnete den Mund, wollte etwas erwidern, sich verteidigen. Doch er kam nicht mehr dazu.

Ohne Vorwarnung flog eine riesige Fledermaus von der Decke und stieß Harry zu Boden. Über ihm stand Snape und schwarze Augen funkelten ihn gefährlich an.

„Sie sind nutzlos Potter! 100 Punkte von Gryffindor! Jeder Erstklässler hätte seine Möglichkeiten zu größerem Nuten bringen können! Der berühmte Harry Potter!", beide Mundwinkel kräuselten sich hämisch. „Selbst Ihr Glück kann nicht auf ewig andauern!"

Fassungslos starrte Harry nach oben in Snapes Gesicht. „A-a-aber Sie sind doch tot!"

„Noch einmal 100 Punkte Abzug, Potter. Wie können Sie es wagen einen Lehrer so infam zu verleumden. Beim nächsten Mal werde ich dafür sorgen das Sie dem Dunklen Lord vorgeführt werden!" Snapes Gesichtszüge verzogen sich zu einer hasserfüllten Maske. „Auch wenn zu bezweifeln ist, das irgendetwas Ihren dicken Schädel durchdringen kann, wage ich zu hoffen, das ein paar wohl platzierte Cruciatus Flüche in der Lage sind Ihre verkümmerten Gehirnzellen zu aktiveren. "

Snape zog seinen Ärmel hoch und hielt ihm das dunkle Mal vor die Augen. Die Schlange die sich um den Totenkopf wand schien lebendig zu werden und versuchte sich ihm zischend entgegen zu strecken. Harry wich entsetzt zurück und wäre beinahe ausgerutscht.

Er blickte nach unten. Auf dem Boden bildete sich eine dunkle zähflüssige Pfütze. Eine schimmernde, Licht verschluckende und rubinrote Flüssigkeit umfloss seine Schuhe. Ein metallischer Geruch wehte zu ihm hinauf, würgte ihn und drang durch alle Poren.

Blut!

Plötzlich war überall Blut. Harry versuchte zurückzuweichen. Aber es kam von überall. Das Blut floss durch die Eingangstüren, tropfte von der Decke und sammelte sich zu einem großen See. Es brach aus den Mauerritzen, füllte alle Nischen und stieg höher und höher. Wände dehnten sich aus, wurden flüssig und begannen um ihn zu kreisen, bis Harry das Gefühl hatte in einem einzigen großen roten Wirbelsturm zu ertrinken.

Panisch drehte sich Harry zu Professor Dumbledore um, der inzwischen in den Zug nach Kings Cross eingestiegen war und sich aus dem Fenster lehnte.

Der Zug fuhr an. Harry rannte los, versuchte Dumbledore einzuholen. Endlich schaffte er es sich am Bart des Schulleiters festzuklammern.

„Sir", keuchte er, „Sie können noch nicht fahren. Ich brauche Ihre Hilfe!"

Blaue Augen sahen ihn milde über eine Halbmondbrille an. „Möchtest du ein Zitronenbonbon, mein Junge?" Dumbledore langte in seine Taschen und suchte darin.

Das erste Zitronenbonbon steckte er sich selbst in den Mund und begann darauf zu lutschen. Als nächstes zog er einen Schnitz aus der Tasche und lies ihn fliegen. Harry musste den Kopf einziehen um nicht getroffen zu werden.

Betrübt blinzelte Dumbledore Harry an. „Es tut mir leid mein Junge, aber ich fürchte das war mein letztes Zitronenbonbon!" Plötzlich hellte sich sein Gesicht auf. „Ah, hier hab ich noch was für dich Harry!". Im nächsten Augenblick war der Zug mit Dumbledore verschwunden und als Harry seine Hand öffnete lag darin der Auferstehungsstein.

„Nein!", aufkeuchend lies er den Stein fallen.

Doch es war zu spät. Dunkle Schatten kamen immer näher, wurden schärfer und nahmen Gestalt an. Von überall kamen Leute auf ihn zu.

Lily und James, Sirius, Remus und Tonks, Fred, Cedric, Moody und viele andere. Sie alle starrten Harry mit leeren vorwurfsvollen Augen an. Kamen immer näher und näher. Harry versuchte ihnen auszuweichen, doch sie waren überall. Umkreisten ihn, beobachteten ihn, zogen ihre Kreise immer enger.

Der erste begann die Arme nach ihm auszustrecken. Harry wich aus. Hektisch suchte er den Boden ab. Wo war nur der Stein? Er musste diese Leute wieder zurückschicken. Doch es war hoffnungslos. Er kämpfte sich durch das Gewurle menschlicher Leichen, bis er auf einmal vor Lily stand. In ihren Armen hielt sie ein Baby.

„Du musst dich um es kümmern Harry! Versprich mir das du dich um es kümmerst!" Sie drückte das Kind in seine Arme. Seine Haut fühlte sich ganz glitschig an und Harry versuchte verzweifelt es festzuhalten, doch immer wieder drohte es ihm aus den Armen zu rutschen.

Plötzlich öffnete das Baby die Lider, rubinrote Augen glühten ihn hasserfüllt an und kleine Hände streckten sich ihm entgegen. Finger krallten sich in seine Haut wie spitze Messer und Harrys Kopf war erfüllt von einem hohen, kalten und grausamen Lachen, dass ihn erschrocken aufschreien ließ!

Mit wild pochendem Herzen setzte sich Harry auf, und versuchte langsam einen klaren Kopf zu bekommen. Nachdem er von Dumbledores Büro zurückgekommen war hatte er sich hingelegt und wohl nur kurze Zeit geschlafen! Denn noch immer schien Mondlicht durch das Turmfenster und badete die Himmelbetten ihm gegenüber in sanftes Licht.

Selbst ohne Brille konnte er die undeutlichen Silhouetten von Seamus, Dean und Neville ausmachen, und für einen Moment war es als wäre die Zeit zurückgedreht. Doch sobald Harry das leere Bett an seiner Seite sah fühlte er sich als hätte ein Klatscher in seine Magengegend geschlagen. Kein schnarchender Ron lag in dem Bett. Und Harry war sich sicher das irgendwo im Schloss eine Gruppe rothaariger Hexen und Zauberer saß und versuchte sich gegenseitig Kraft und Trost zu geben.

Mit einem Schaudern musste Harry an seinen Traum zurückdenken. An die vielen Leichen die ihn umzingelt hatten. Fred war bei ihnen gewesen. Fred der nun tot war, weil Harry nach Hogwarts kam! Mrs. Weasley, die Harry immer wie einen Sohn behandelt hatte, hatte wegen ihm nun einen Sohn verloren! Und Ginny … als sie sich vorher gesehen hatten war die Aufregung um seine Wiederauferstehung so groß gewesen, das sie alles andere verdrängt zu haben schien ...

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Im Grunde seines Herzens wusste Harry das es Freds eigene Entscheidung war. Immerhin war er schon davor im Widerstand gewesen und war zusammen mit anderen in „PotterWatch" aufgetreten.

Die Weasleys waren im Orden aktiv und die Zwillinge waren schon immer von gefährlicheren Aktionen begeistert. Aber dennoch, er hätte nicht kämpfen müssen! Er war gekommen weil Harry in Hogwarts war...

Und er war nicht der einzige. Teddys Eltern waren tot. Er würde nun ohne Eltern aufwachsen müssen, weil sie Harry nicht im Stich lassen wollten!

Lily, James, Sirius, Lupin, Tonks, Moody, Snape, Colin, Dobby und viele andere. Die Reihe derer die für Harry gestorben waren schien nahezu endlos. Und so sehr er es versuchte, konnte er die Bilder einer blutgetränkten großen Halle und die leicht verschwommen wirkenden Silhouetten der Toten aus seinem Traum nicht verscheuchen.

Waren es nur seine eigenen Schuldgefühle, oder war es eine Warnung? Eine Warnung die Heiligtümer zu vergessen um nicht noch mehr Tod und Verderben zu bringen.

„Du hast ihn kaputt gemacht! ... Du hättest ihn niemals verwenden dürfen! Du hast alles zerstört!" wieder hallten Dumbledores Worte in ihm wieder. Harry hatte seinen alten Zauberstab 'kaputt gemacht'. Aber was hätte er 'niemals verwenden dürfen'? Einen anderen Zauberstab? War mit „ihm" der Elderstab gemeint? War es ein Hinweis darauf, das Harry diesen mächtigen Zauberstab so schnell wie möglich vernichten, oder zumindest für immer verstecken sollte?

Aber dann wiederum hatte ihm Dumbledore persönlich den Auferstehungsstein gegeben. Den Stein, von dem er beschlossen hatte ihn im Wald ruhen zu lassen.

Harrys Hand wanderte zu der Narbe auf seiner Stirn. Nein, er würde sich nicht verrückt machen! Die Zeit, in der seine Träume mehr waren als bloße Phantasie war vorbei! Der Horkrux in seinem Inneren war zerstört, Voldemort von seinem eigenen Fluch getötet. Und Harry war sich sehr sicher, dass er, zu Professor Trelawnys großem Leidwesen, kein wahrer Seher war.

Nach der Aufregung den letzten Tagen war es nur eine logische Konsequenz das er Alpträume haben würde. Nein, die Zeit der Visionen war nun endgültig vorbei. Das Einzige das seine Träume noch beeinflussen und beherrschen würde waren seine eigenen Ängste und Erfahrungen!

Und doch, vielleicht war es gerade deswegen besonders wichtig sie zu analysieren. Auf was sollte er schließlich genauer hören als auf seine eigenes Gedanken, auch wenn diese sich offensichtlich in seinem Unterbewusstsein versteckten!

Den Kopf über sich selber schüttelnd stand er auf und schlüpfte in seine Robe, die er gestern Abend achtlos über das Bettgestell geworfen hatte. Gedanklich machte er sich eine Notiz sich bei der nächsten Gelegenheit frische und vor allem saubere Kleidung zu besorgen. Abgesehen von Blutspritzern und Brandlöchern war der gesamte Umhang praktisch von einer feinen Staub und Dreckschicht überzogen. Nicht gerade das was man von einem 'Auserwählten' und 'Held der Zaubererwelt' erwarten sollte, dachte Harry sarkastisch.

Sobald er durch das Portraitloch trat empfing ihn die beruhigende Stille und Ruhe, die die schwach beleuchteten Gänge des Schlosses in der Nacht auszustrahlen schienen. Im Gegensatz zu der hektischen Betriebsamkeit während des Tages.

Hier konnte er schon immer seine Gedanken ordnen und Kraft für die nächsten Hürden schöpfen. Sei es nun nach einer besonders grausamen Vision eines Todessertreffens, nach einem emotionsgeladenen Nachsitzen mit Snape oder einfach wann immer er die Maske eines tapferen, furchtlosen und noblem Gryffindor nicht länger aufrecht erhalten konnte.

Dumpf fragte er sich ob es für Snape ähnlich gewesen war. Ob sich die Fledermaus aus den Kellern des Nachts in den Gängen herumgetrieben hatte um mit seinen eigenen dunklen Ängsten fertig zu werden, und nicht vorrangig um herumwandernde Schüler abzufangen.

Und Ängste musste er gehabt haben, auch wenn sich nichts davon in seinem emotionslosen Gesicht und den dunklen Augen widerspiegelte. Was musste das für ein Gefühl sein, über Jahre hinweg auf einem schmalen Grad zwischen zwei mächtigen Parteien zu wandeln. Zu wissen das der kleinste Fehltritt den eigenen Tod oder unerträgliche Folter nach sich ziehen würde. Die Schuldgefühle, bei jedem Todessertreffen dazu gezwungen zu sein grausame Verbrechen zu begehen und nichts dagegen unternehmen zu können um seine Spionagetätigkeit nicht zu gefährden. Und zu alledem auch noch die Schuld am Tod des Menschen zu tragen den er liebte.

Merlin! Kein Wunder das Snape Harry gehasst hatte. Er war nicht nur James Potters Sohn, sondern die lebende Erinnerung und Anklage von Snapes größtem Versagen.

Snape hatte Dumbledore getötet, doch seit Harry Snapes Erinnerungen gesehen hatte konnte er seinen alten Zaubertränke Professor nicht mehr hassen. Stattdessen fühlte er eine gewisse, wagte er es zu sagen, Kameradschaft mit dem verbitterten Spion, der am Ende nicht einmal mehr den Erfolg seiner Mühen erleben durfte.

Wie von selbst trugen Harrys Füße ihn in Richtung der Großen Halle. Vor einer Seitenkammer, direkt hinter dem Lehrertisch blieb er stehen. Es war dieselbe in der sich damals die Champions für das Trimagische Tunier getroffen hatten. Es kam Harry wie eine Ewigkeit vor. Der vertrauensselige, unschuldige und durch und durch naive Harry von damals war längst von der harten und grausamen Realität zerstört worden und für immer verloren gegangen.

Und auch, wenn er sich manchmal während einer schlaflosen Nacht zurückwünschte in diese einfache Kindheitszeit, so war er doch froh nicht mehr so unsicher und leichtgläubig zu sein.

Merlin! Je mehr er darüber nachdachte, desto besser konnte er Snape verstehen. Juckte es ihn doch nun ebenfalls in den Fingern sein damaliges Selbst an den Schultern zu packen und ihm, nötigenfalls mit Gewalt, etwas gesunden Menschenverstand einzupressen!

In vielerlei Hinsicht war er wirklich ein Dummkopf gewesen und gedankenlos von einer Gefahr in die nächste gestolpert!

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Es war eine seltsame Ironie. Das letzte mal als er vor diesen Türen stand hatte ihn die Ungewissheit mit einer nervösen Anspannung erfüllt. Dieses Mal wusste Harry was ihn hinter der Türe erwarten würde, doch gerade deswegen begann sich sein Magen vor Panik zu verkrampfen als er zögernd hineintrat.

Dort lagen sie. Dicht an dicht. Im Dämmerlicht sah es aus, als würden die meisten von ihnen nur schlafen, wäre da nicht die unnatürliche Starre ihrer Körper gewesen.

Es war totenstill, nicht ein einziger Windhauch regte sich, und doch war es Harry als ob fünfzig Augenpaare jedem seiner Schritte folgten. Die Luft war stickig und den ganzen Raum durchzog ein Gefühl der Beklommenheit.

Als Harry begann die lange Linie der gefallenen Soldaten, denn nichts anderes waren sie, abzugehen, schien es ihm als würde der Tod mit wandern und ihm seinen eisigen Atem in den Nacken blasen.

Unbekannte Gesichter wechselten sich ab mit bekannten.

Hier ein namenloser blonder Mann, der Kleidung nach zu schließen vermutlich ein ehemaliger Auror.

Dort eine kleine Frau mit bereits angegrauten Haaren, die Harry schon einmal auf einem Ordensfoto von Moody gesehen hatte.

Weiter hinten lagen Tonks und Lupin. Jemand hatte ihre Hände ineinander verschränkt. Zu Lebzeiten waren sie kürzer als ein Jahr verheiratet gewesen. Nun würden sie die Ewigkeit miteinander begehen. Und Teddy würde ohne Eltern aufwachsen.

Freds Sommersprossen und roter Haarschopf sahen seltsam belebt in dem ansonsten wächsernen Gesicht aus. Die Mundwinkel zu einem Lachen erstarrt.

Colin Creevey. Ein Jahr jünger als Harry und nun tot.

Über fünfzig Leichen, über fünfzig Leben von einem auf den anderen Moment erloschen. Über fünfzig Familien die nun trauerten!

Professor Dumbledore hatte einmal gesagt, das der Tod für den gut vorbereiteten Geist nur das nächste Abenteuer sei. Es war nicht das Ende! Jene die gestern gestorben waren hatten sich nur etwas früher in das nächste Leben gestürzt, und so wie Harrys Eltern über ihn vor einigen Jahren auf dem Friedhof und gestern im Verbotenen Wald gewacht hatten, so würden auch sie über diejenigen wachen, die sie liebten. Bis es Zeit war sich wieder zu vereinigen.

'Der Zug nach Kings Cross wird voll besetzt sein heute Nacht', dachte Harry abwesend und ertappte sich dabei wie ein kleines Lächeln sein ansonsten tränennasses Gesicht überzog.

Bis sein Blick auf ein kleines eingetrocknetes Rinnsal Blut, das aus Freds Kopfwunde getropft zu sein schien, fiel. Das Blut verschwand in den Fugen des Steinbodens und er musste an eine andere Szene denken, als die große Halle über und über mit Blut getränkt war. Plötzlich waren sie wieder da. Auch wenn er wusste, dass es nur ein Traum gewesen war, so spielten sich die Bilder immer wieder vor seinem inneren Auge ab, bis er kaum noch atmen konnte.

Keuchend stolperte er aus dem Raum, schlug die Türe hinter sich zu und sank zu Boden. Den Kopf zwischen den Knien, die Augen geschlossen und die Arme fest um sich geschlungen saß er da und wartete bis sich sein Herzschlag wieder beruhigte.

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Es war immer noch düster und still im Schloss. Und nach einiger Zeit wurde Harrys Blick geradezu magisch von einer unscheinbaren Türe ihm gegenüber angezogen.

Er wusste was dahinter lag. Es war der eigentliche Grund, der ihn dazu gebracht hatte in dieser Nacht durchs Schloss zu wandern.

Er musste ihn sehen. Musste sich vergewissern das er wirklich tot war. Und ja, auf eine gewisse Weise musste er Abschied nehmen, von Voldemort. Von seinem Feind, der ihm auf eine unheimliche Weise so vertraut gewesen war.

Seit er die Zaubererwelt zum ersten Mal mit elf Jahren betreten hatte war er eine Konstante in Harrys Leben gewesen und auf seine ganz eigene Art war Voldemorts Tod in seiner Endgültigkeit beängstigender als alle anderen die Harry zuvor erlebt hatte.

Er hatte gesehen, wie sie Voldemorts Körper wegbrachten. Ein Stück leblosen Fleisches. Am Ende nichts anderes als all seine Opfer, trotz seiner Vorkehrungen und Rituale zur Unsterblichkeit.

Und doch war Voldemort so viel mehr! Er war der erste Mensch, den Harry mit vollem Bewusstsein getötet hatte. Sicher, Quirell war ebenfalls durch Harrys Hände gestorben, aber das war mehr Unfall als Absicht gewesen. Harry hatte oft gegen Todesser gekämpft, sie verletzt. Ja, in seinem Hass hatte er sogar davon geträumt Bellatrix oder Snape zu töten, aber den Tod eines Menschen über Monate hinweg zu planen und durchzuführen war etwas ganz anderes. Und im Endeffekt war Voldemort auch nur ein Mensch gewesen. Ein grausamer, fanatischer und psychopathischer Mensch, der selbst vor seiner eigenen Seele nicht halt machte, aber trotzdem ein Mensch.

Harry hatte keine Gewissensbisse oder Schuldgefühle darüber das er Voldemort getötet hatte. Zum einen war es Notwehr, zum anderen eine Notwendigkeit, da Voldemort mit dem Töten immer weiter gemacht hätte. Harrys Ansicht nach hatte er keinen Mord begangen, da beide gewusst hatten was der andere vorhatte. Sie hatten sich, soweit dies in dieser Lage möglich war, in einem fairen Zweikampf gegenübergestanden.

Nein, das wahre Erschreckende daran war die Erkenntnis das er in der Lage war einen anderen Menschen zu töten, ohne mit der Wimper zu zucken.

Etwas wozu noch nicht einmal Draco Malfoy fähig gewesen war, als er dem wehrlosen Albus Dumbledore gegenübergestanden hatte.

Malfoy, in den Dunklen Künsten trainiert und von seinem Vater zum Todesser erzogen hatte es nicht geschafft den Todesfluch auszusprechen. Sicherlich, auch Harry hatten den Fluch nicht benutzt. Aber er hatte gewusst was geschehen würde, sollte Voldemort den Elderstab gegen ihn, seinen wahren Besitzer, richten! Er hatte es gewusst seit er mit Ollivander in Shell Cottage über Zauberstabkunde geredet hatte, und er hatte sein Wissen kaltblütig als Waffe gegen Voldemort verwendet!

Und nachdem der Elderstab das erste Mal, im Wald, genau das gemacht hatte das Harry wollte. Nämlich Voldemorts Horkrux vernichtet, ohne Harry zu töten, hatte ihn eine kalte Sicherheit erfasst was geschehen würde sollte Voldemort den Stab ein weiteres Mal gegen ihn verwenden.

Und Voldemort war in die Falle getappt, ohne jemals seinen Fehler zu bemerken! Was für eine Genugtuung war es gewesen ihm seinen Versagen über den Elderstab ins Gesicht zu schleudern. Aber selbst dann hatte er nicht völlig begriffen. Erst in der letzten Sekunde seines Lebens, so schien es, begann er die ganze Tragweite zu begreifen.

Doch was er in dieser Sekunde in Voldemorts Augen gesehen hatte, lies Harry immer noch fassungslos zurück! Entweder hatte Voldemort all seine Okklumentikschilde aufgehoben und Harry seine Gedanken geradezu entgegen gesendet, oder es bestand immer noch, trotz der Vernichtung von Voldmorts Horkrux in Harrys Innerem, eine Verbindung zwischen ihnen. Harry konnte es nicht mit Sicherheit sagen.

Was es auch war, es hatte ihm ein Wissen gegeben, das er nicht einfach ignorieren konnte!

Doch bevor er entscheiden konnte, was er mit diesem Wissen tun würde musste er ihn noch einmal sehen. Sich vergewissern! Wovon, das wusste Harry auch nicht so genau! Vielleicht von seiner Menschlichkeit...

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Entschlossen öffnete er die Türe und trat ein. Es war nur eine kleine Seitenkammer ohne Fenster, vermutlich ursprünglich zur Aufbewahrung von Putzmitteln oder Besen gedacht.

Mit klopfendem Herzen spähte Harry in die Dunkelheit. Das gedämpfte Licht in den Korridoren drang schwach in die Kammer ein und enthüllte einen undeutlichen Schatten am anderen Ende.

„Lumos!"

Den Zauberstab vor sich her gestreckt, so dass das Licht ihn wie ein schützendes Schild umgab, wagte er sich immer weiter hinein.

Niemand hatte daran gedacht Voldemorts Augen zu schließen. Vielleicht hatte sich auch nur niemand getraut! Harry konnte es keinem verübeln. Im Lichte seines Zauberstabes begannen sie rot zu glühen und starrten jeden Eindringling mit dem hypnotisierenden Blick einer Schlange an.

Die Grausamkeit und Menschenverachtung die sich immer in Voldemorts Augen widergespiegelt hatten waren einem unbeteiligten Starren gewichen, dass einem gerade durch diese absolute Gleichgültigkeit in den Bann zog, und nicht mehr losließ.

Harry hatte das Gefühl als wären seine Füße am Boden festgewachsen und mit angehaltenem Atem wartete er darauf das sich Voldemort mit einem hämischem Zucken der Mundwinkel aufsetzen würde.

Nichts geschah!

Mit wackeligen Knien, ungewöhnlich schwitzigen Handflächen und verkrampften Schultern schlich er weiter. Den Blick nie von Voldemorts Gesicht lassend. Er spürte wie eine Gänsehaut seine Arme überzog und sein Magen verknotete sich schmerzhaft.

In einem kleinen unbeteiligten Winkel seines Gehirns fragte er sich abwesend warum er eigentlich hier war. War er wirklich so ein Volltrottel, wie Snape immer behauptet hatte, dass er es nicht lassen konnte sich selbst zu foltern? Andererseits war er nur seinen Instinkten gefolgt, und die waren im allgemeinen gut.

Direkt vor dem Leichnam stehend sah Voldemort auf einmal viel weniger bedrohlich aus und Harry kauerte sich auf den Boden um mit einer bebenden Hand Voldemorts eiskalte Wangen zu berühren.

Noch nie war er ihm so nahe gewesen. Langsam strichen seine Finger an den Gesichtsfalten entlang. Seltsam, ihm war nie bewusst gewesen das Voldemort welche hatte! Vorsichtig näherte er sich den Augen, versuchte die Lider hinunterzudrücken.

Die wächsernen Züge wirkten eingefallen und unwirklich. Nichts erinnerte an das einmal gutaussehende Gesicht von Tom Riddle. Es zeugte von Selbstzerstörung und Verstümmelung. Plötzlich musste Harry an das Baby am Kings Cross Bahnhof denken. Was wohl nun mit Voldemorts Seele geschehen würde?

Hatte Voldemort gewusst, was ihn auf der anderen Seite erwartete? Harry bezweifelte es. Voldemort hatte den Tod zu sehr gefürchtet, als das er sich mit ihm befassen würde.

Wieder musste an jenen Moment denken, an dem sie ein letztes Mal Gedanken geteilt hatten. Es musste Voldemorts letztes Aufbäumen, seine letzte Flucht vor dem Sterben gewesen sein.

Sie waren wie lästige Insekten, die vergeblich versuchten ihn zu stechen und ihn damit doch nur noch mehr reizten. Keiner konnte gegen Ihn bestehen und er würde sie zerquetschen und mit Vergnügen ihrem alten Meister Dumbledore und dem Potter Jungen hinterher schicken! Horace würde er vielleicht verschonen. Schließlich brauchte er nun, da Severus tot war, einen neuen Zaubertränkemeister! Aber das hieß nicht das er so davonkam. Sein alter Hauslehrer würde leiden müssen! Er würde lernen was es hieß sich Lord Voldemort zu verweigern!

Plötzlich hörte er Bellatrix lachen und sah zu ihr herüber. Der Wahnsinn blitzte aus ihren Augen und sie warf sich übermütig der Blutsveräterschlampe entgegen.

Die gute Bellatrix. Sie war ein hervorragendes Gefäß und ihm absolut treu ergeben, auch wenn sie für sonst nichts von wirklichem Nutzen war. Selbst über diese Entfernung konnte er seine Magie in ihr spüren, fühlte wie sie wuchs um seinen größten Triumph zu vollenden!

Aus den Augenwinkeln sah er wie Bellatrix erstarrte und vorneüber kippte. Seine Fäuste ballten sich.

Sie hatte versagt! Seine treueste Dienerin! Er hatte auf sie gesetzt und nun zerstörte die Weasley Hexe seine Pläne! Seine Pläne von ewigem Leben! Wenn Bellatrix starb dann ...

All seine Nachforschungen wären umsonst gewesen. Er hätte es besser wissen müssen als irgendjemandem so einen wichtigen Teil seiner Selbst anzuvertrauen! Und mit einem wütendem Schrei wandte er sich der rothaarigen Frau zu. Er würde sie vernichten für das was sie getan hatte!

Lange Zeit saß Harry auf dem kalten Steinboden neben seinem gefallenen Feind und sein bereits verfasster Beschluss verfestigte sich. War es Voldemort auch nur um seine Macht gegangen, so zeigte es doch dass auch er immer noch zu menschlichen Gefühlen fähig war.

Harry war sich sicher das Voldemort ihm diese Szene bewusst gezeigt hatte. Aber viel wichtiger war, was Harry hinter den Gedanken gespürt hatte. Angst, Wut und Hilflosigkeit!

In seinem letzten Augenblick hatte er eine menschliche Schwäche gezeigt die Harry niemals von ihm erwartet hätte. Auf seine eigene Art hatte Voldemort damit um Harrys Hilfe gebeten und Harry konnte seine Augen davor nicht verschließen! Anderenfalls würde er es sich wohl nie verzeihen können.

Langsam rappelte er sich auf. Es war Zeit Voldemort Ruhen zu lassen, denn es gab noch einen Toten von dem es galt endgültig Abschied zu nehmen!

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Es dämmerte bereits als Harry sich Dumbledores Grab zu wandte. Diese Nacht gehörte den Toten. Und trotz all der Grauen war es für Harry einfacher ihnen zu begegnen, als den gezeichneten Gesichtern der Lebenden.

Schon von weitem konnte er das weiße Grabmal erkennen und unwillkürlich verlangsamte er seine Schritte.

Hatte ihn eine unbestimmte Angst zögern lassen als er Voldemort Leiche entgegentrat, so war es nun ein Gefühl der Verunsicherung. Er wusste nicht länger was er über Dumbledores Tod fühlte. Zuerst war da nur grenzenlose Trauer gewesen. Er hatte sich damit abgefunden, hatte Rache geschworen und so gut er es konnte Dumbledores Willen ausgeführt!

Aber nun, nach all dem was er nun wusste, mischte sich Verärgerung hinzu. Dumbledore war nicht der unbescholtene weißmagische Zauberer gewesen als der er sich dargestellt hatte und er hatte Harry skrupellos manipuliert um ihn sehenden Auges in den Tod zu schicken. Sicher, er hatte gehofft das Harry überleben würde, aber dennoch, er fühlte sich hintergangen.

In seinem sechsten Schuljahr hatte er Dumbledore mehrmals vor Draco Malfoy gewarnt. Es wäre ein leichtes gewesen ihn in seinen Plan mit Snape einzuweihen, oder ihm zumindest glaubhaft zu versichern, dass ein Plan existierte.

Stattdessen hatte er ihn völlig im Dunkeln gelassen. Er hatte ihn quer durchs Land auf der Suche nach Horkruxen und Heiligtümern geschickt, nur um im Hintergrund, selbst nach seinem Tod, geschickt die Fäden zu ziehen! Und Harry? Harry war getanzt wie eine gute Marionette. Geführt von einem Meister der Manipulation!

Und nicht nur Harry! Im Grunde war auch Snape in Dumbledores Netz gefangen. Dumbledore hatte seine Liebe zu Lilly schamlos ausgenutzt, hatte seine Schuldgefühle wie eine Waffe gegen ihn verwendet und ihn schließlich zum Töten gezwungen!

Doch trotz allem war sich Harry sicher das Dumbledore ihn geliebt hatte. Und bei ihrer außerweltlichen Begegnung konnte er selbst sehen, wie Dumbledore unter seinen eigenen Schuldgefühlen gelitten hatte. Er hatte Harry um Verzeihung gebeten. Und ja, irgendwie hatte Harry ihm auch verziehen.

Aber trotzdem, es blieb ein ungutes Gefühl zurück. Vielleicht weil er ihn immer als eine Art Adoptivgroßvater gesehen hatte.

Jeder hatte ihn immer als Dumbledores Lieblingsschüler gesehen und Dumbledore selbst hatte ihm am Ende des fünften Jahres versprochen keine Geheimnisse mehr vor ihm zu haben. Nun aber erfahren zu müssen, was er ihm alles verschwiegen hatte … es fühlte sich an wie Verrat. Auch wenn Harry rational Dumbledores Beweggründe verstehen konnte.

Und so war es mit gemischten Gefühlen, als er schließlich an der kleinen Erhöhung nahe des Sees ankam, auf dem Professor Dumbledores Marmorgrab stand.

Die Grabplatte lag etwas schief auf und ringsherum waren Pflanzen zertrampelt. Voldemort hatte sich offensichtlich keine Mühe gegeben keine Spuren zu hinterlassen, als er den Elderstab herausgeholt hatte.

Harry starrte auf die eingemeißelte Inschrift und versuchte sich an den Tag zurückzuerinnern, an dem sie hier Dumbledores Beerdigung abgehalten hatten.

Plötzlich merkte er dass ihn nichts an diesen Ort zog. In Hogwarts, vor allem im Schulleiterbüro, das er wohl niemals als McGonagalls ansehen würde, war Dumbledores Erinnerung allgegenwärtig. Mochte hier auch seine Leiche begraben liegen, für Harry befand sich sein Geist anderswo.

Auf einmal wurde Harry bewusst, dass es ihn nicht wirklich danach verlangte Dumbledore nahe zu sein.

Er würde den alten Mann in lieber Erinnerung behalten, aber der unwiderstehliche Zauber, den der ehemalige Schulleiter früher auf Harry ausgestrahlt hatte war für immer dahin. An die Stelle des weisen, allmächtigen und gütigen großväterlichen Mentors war ein leicht zwielichtiger Mensch mit Fehlern, Schwächen und einer dunklen Vergangenheit getreten.

Sicher er hatte immer noch die selben guten Eigenschaften, aber jetzt konnte Harry auch die grauen Flecken in Dumbledores Leben sehen. Und diese Erkenntnis war auf eine gewisse Art und Weise sogar noch schmerzhafter als Dumbledores eigentlicher Tod!

Dumbledore und Voldemort. Sie beide hatten Harrys Leben und Erfahrungen geformt, direkt und indirekt, absichtlich und unabsichtlich.

Während Dumbledore, all die Zeit, Harrys Leben vom Hintergrund aus heimlich gelenkt und in, von ihm vorgeplante Bahnen, geführt hatte, hatten auch Voldemorts Reaktionen zur Prophezeiung und seine Besessenheit Harry zu töten einen großen Teil dazu beigetragen. Sein ganzes Leben war Harry ein Gefangener seiner Geburt gewesen, unfähig so zu leben wie er es wollte.

Allerdings war auch nicht alles negativ gewesen! Von Dumbledore hatte er die Macht, die die Liebe haben konnte kennengelernt, und dass der Tod etwas war, dass man nicht zu fürchten brauchte.

Voldemort hatte ihm beigebracht, dass es mit Magie fast keine Grenzen gab. Aber auch dass es einige Grenzen gibt, die niemals überschritten werden sollten! Außerdem hatte er ihm gelehrt, dass der Grundstein von Erfolg darin lag wie man sich selbst in der Gesellschaft darstellte - nicht unbedingt ein schlechter Ratschlag, auch wenn er von Voldemort kam.

Beide hatten sie ihm die Gefahren der Macht aufgezeigt, und was erreichbar war, wenn man all seine Fähigkeiten und Möglichkeiten ausreizte.

Bis zum heutigen Tag konnte er fast alle großen Ereignisse seines Lebens mit einem der beiden großen Zauberer verknüpfen. Erst jetzt, als alles vorbei war, wurde ihm klar, dass die Prophezeiung mit der Vorhersage „keiner kann leben, während der andere überlebt", recht gehabt hatte.

Doch insgeheim fragte er sich ob dies nicht nur auf Voldemort, sondern auch auf Dumbledore zugetroffen hatte.

Erst jetzt, nachdem beide tot waren fühlte er sich wirklich frei und als Herr über sein eigenes Schicksal! Sicher, es würde schwer sein alle Entscheidungen selbst zu treffen, aber endlich ... endlich musste er sich nicht mehr nach den Vorgaben anderer Leute richten!

Er war sich darüber im Klaren, dass die Zaubererwelt, das Ministerium und selbst seine Freunde bestimmte Erwartungen von ihm besaßen, aber sie konnten ihn nicht dazu zwingen. Nicht auf die effektive Art und Weise wie es Dumbledore und Voldemort gekonnt hatten. Und hier, an Dumbledores Grab, schwor er sich, von nun an sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen und sich von niemandem hineinreden zu lassen!

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Ohne noch einmal zurückzuschauen wandte Harry dem Grabmal den Rücken zu und schlenderte in Richtung des Schlosses.

Warteten auch noch so anstrengende Aufgaben auf ihn, zum ersten Mal konnte er sich selbst aus freiem Willen dazu entscheiden!

Es war ein gutes Gefühl!

Und mit einem kleinen Lächeln beobachtete er wie die ersten Sonnenstrahlen über den Verbotenen Wald hervor spitzten, sich im großen See brachen und Hogwarts in einem freundlichen Licht erstrahlen ließen.


A/N: Dieses Kapitel zu schreiben hat mir viel Spaß gemacht, am meisten die Stelle wo Harry Voldemorts Leiche besucht :-) Mit dem Traum am Anfang bin ich irgendwie nicht hundertprozentig zufrieden ... Außerdem habe ich versucht die gedämpfte Stimmung, die Mischung aus Erleichterung und Trauer, die meiner Meinung nach nach einem solchen Krieg herrscht, einzufangen.

A/N: Ich habe eine Frage an alle die sich im HP Universum auskennen. Heißt es "Zaubertränkeprofessor" oder "Zaubertrankprofessor"? Ebenso "Zaubererwelt" oder "Zauberwelt"? Hab da bisher keine klare Antwort gefunden. Gibt es überhaupt ein richtig oder falsch?