Ja, also hier is mal wieder n neues Chap. An sich geschieht alles, wie schon im ersten Kapitel gesagt, immer abwechselnd doch dieser Teil ist eine Ausnahme. Meine Freundin und ich hatten beide nicht viel zu schreiben, und deswegen haben wir aus unseren beiden kurzen Teilen ein Chap zusammengestellt.
Layka: Nochmals danke +lächel+. Meine Freundin hat sich richtig darüber gefreut, das sie dir gefällt.
Gespräche und Gefühle
Alec ließ die Beine vom Ast hinunter baumeln und starrte auf den weit entfernten Boden.
Vincent lehnte sich mit dem Rücken an den Stamm des Baumes und stützte sich mit den Füßen auf dem Ast auf dem auch Alec saß, ab. Er betrachtete den Mond.
Beide schwiegen.
Plötzlich durchbrach Vincent die Stille. "Mach nicht den Fehler und verliebe dich in ihn. " Alec antwortete nicht. Nun musterte er Alec. Ihr Dunkelbraunes Haar wirkte im Wind schwarz. Nur stellenweise war es durch den Mond etwas heller.
Es wehte leicht mit dem Wind und umspielte ihren Körper. Ihre Haut schien im Mondlicht weiß… ein schöner Kontrast. Ihre Blauen Augen sahen gequält aus, wie von Schmerz geplagt, noch immer war ihr Blick fest auf den Boden gerichtet. Sie schwieg.
Dann öffnete sie den Mund als wolle sie etwas sagen sie schnappte nach Luft doch dann schloss sie den Mund schnell wieder und presste ihren Unterkiefer an ihre linke Schulter, die Augen wie den Mund kniff sie fest zusammen.
Schließlich schüttelte sie den Kopf. Und lockerte ihre Haltung auf; "Keine Angst. Ein solcher Fehler unterläuft mir kein zweites Mal."
Vincent nickte, er schien jedoch nicht wirklich beruhigt.
Mit einem Stoß drückte er den Rücken vom Stamm. Er stellte sich neben Alec; "…warum hast du nach mir gesucht?" fragte er und schaute sie direkt an.
Sie reagierte nicht, nicht aus böser Absicht sondern sie war in Gedanken und hatte Vincents Frage einfach nicht gehört.
So packte er sie beim Arm und zog sie zu sich hoch. Nun erst fiel ihm auf, wie leicht sie war, obwohl er sie vorher doch hierher getragen hatte.
Sie war auch kleiner als er. Gerade mal bis zur Brust, Anfang Hals ging sie ihm. Alec wirkte noch immer niedergeschlagen.
Vincent gefiel das nicht… er mochte sie so nicht sehen. Eine Windböe schlug Vincents roten, zerrissenen Umhang hoch, sodass er die beiden umhüllte.
Plötzlich schlug Alec den Umhang zurück, griff sich fest in seinem Oberteil und starrte dem perplexen Vincent in die Augen.
"Ich brauche deine Hilfe! Irgendwer hat Joel… hat den kleinen… an sich gerissen! Ich muss ihn zurück holen bevor…"
Ihr Selbstbewusstsein schien sich wieder zu verflüchtigen, "…bevor…. bevor…." sie wagte es nicht weiter zu sprechen.
"Dieser Joel ist…. Der Sohn von Miranda, nicht wahr?" fragte Vincent und betrachtete erneut den Mond. "Ja… " antwortete Alec und wand den Blick von ihm ab.
Vincent seufzte, als wäre er in einem Verdacht bestätigt worden; "Wieso kettest du dich so sehr an sie?"
Ihre Augen weiteten sich wie im Schock, sie ließ von Vincent ab und drehte ihm den Rücken zu: "…mich an sie ketten?"
Sie drehte sich erneut zu ihm herum, ihre Augen waren feucht, sie verkniff sich die Tränen und schaute ihn gequält aber durchdringend an.
Es wirkte, als hätte Vincent eine Art Schutzhülle durchbrochen, unter der sie ihre Gefühle verborgen hielt.
Erschrocken sah er sie an. Was hatte er getan?
Er fasste sich wieder, näherte sich Alec langsam und umfasste mit den Händen ihre Schultern; "Du kettest dich an sie und nur du kannst dich von diesen Ketten lösen. Du brauchst dir das nicht anzutun denn ihr habt nichts mehr gemein…"
Alec unterbrach ihn; "Nichts gemein?! Sie haben mich damals aus ihr erschaffen! Ich bin nichts weiter als eine billige Kopie! Ich bin nur ein lebendiges Ersatzteillager! Wenn die Krankheit schlimmer werden sollte, wollten sie ihr mein Herz einpflanzen! Ich sollte für sie sterben!"
Ihre Tonlage hatte sich immer mehr gesteigert sie hatte ihn förmlich angeschrieen, sich von ihm gelöst, wild mit den Armen umher geschlagen und schließlich brach sie weinend zusammen.
Alles kam in ihr hoch, wie sie damals das erste mal auf Miranda traf, was für ein Schock es gewesen war, zu erfahren das sie nur ein Klon war das niemand sich für sie interessierte.
Ihr einziger Wert, der Grund ihrer Existenz war, Miranda ein Herz zu schenken?
Der Schmerz war unerträglich… Alec hasste Mirandas Eltern dafür, sie beschimpfte sie… so etwas abartiges…
War Alec nur ein Ding für sie? Nur ein einfacher Gebrauchsgegenstand….?
Doch Miranda tat als seien sie Freundinnen, immer war sie nett zu ihr und lächelte sie an… das alles machte Alec wahnsinnig.
So entschloss man sich, sie in Kälteschlaf zu versetzen um zu verhindern das sie jemanden etwas antat. Als Miranda 21 war, wurde ihre Krankheit schlimmer.
So wurde beschlossen, Alec zurück zu holen, damit diese ihr Schicksal erfüllte und Miranda ein neues Herz gab… doch kurz nachdem man den Auftauungsprozess gestartet hatte, war Mirandas Krankheit verschwunden. Sie war vollkommen geheilt.
Da man nun keine Verwendung für sie hatte, schenkten die Eltern Alec den Forschern. Diese führten perverse Experimente an ihr durch, nach dem Leitbild Hojos, jedoch ohne Zellen von Jenova zu verpflanzen.
Denn sie stellten fest, das in Alec eine andere Kraft ruhte, die sie durch das erwachen aus dem Kälteschlaf zum Vorschein brachten. Zudem war der Alterungsprozess ihres Körpers angehalten worden, ähnlich wie bei Vincent. Dies war wohl unter anderem der Grund für die tiefe Verbindung der beiden zueinander.
Es war niemand anderes als Sephiroth der sie aus der Gefangenschaft befreite. Angeblich Stellvertretend für ShinRa…
Die Erinnerungen strömten in sie ein, sie fühlte sich als sei sie in ein endloses schwarzes Loch gefallen. Doch dann schoss Vincent mit einem lauten Knall einen Schuss aus seinem Gewehr gen Himmel ab.
Durch den Knall war Alec vollkommen aus ihren Gedanken gerissen und sah starr vor schreck zu Vincent hinauf.
Vincent ging vor ihr auf die Knie: "Denk nicht soviel. Du bist Alexiel, niemand sonst." Sie flüchtete in seine Arme und krallte sich in seiner Kleidung fest.
Er drückte sie fest an sich; "Nicht immer soviel denken, in Ordnung?"
Alec nickte; "Das sagt der richtige…" es klang eindeutig so, als würde sie wieder lächeln.
Es klang nach ihr… Vincent wusste, das er der einzige war, dem sie diese Seite zeigte und es freute ihn machte ihn aber auch nachdenklich.
Plötzlich hob Alec den Kopf , mit ihren klaren hellblauen, noch etwas feuchten Augen sah sie ihm tief in seine roten. Augen so rot wie Rubin, Rubin ist mein Lieblingsstein´ das waren damals ihre ersten Worte zu ihm gewesen.
Damals war sie kaum beim Bewusstsein gewesen und vollkommen entkräftet.
"Keine Zeit zum rumjammern! Wir müssen Joel finden, es wird gleich hell… " sagte Alec. Vincent ließ von ihr ab und stand auf. Auch Alec stand auf.
Plötzlich vollkommen unerwartet küsste sie ihn auf die Wange; "Danke." sagte sie sanft.
Dann wirbelte sie herum und schließlich stand sie erneut mit dem Rücken zu ihm doch diesmal war es anders. "…wenn wir Joel gefunden haben, bringen wir ihn zurück zu Miranda und dann… werde ich die Vergangenheit hinter mir lassen. Ja?" sagte sie, lächelte elegant und schaute dabei frech über die Schulter hinweg zu Vincent.
Dieser lächelte, schüttelte den Kopf und stemmte die Hände in die Hüfte. "Ja… wo beginnen wir?" fragte er und verschränkte die Arme.
"Ich habe da schon so eine Idee." sagte Alec und grinste erneut. Vincent nickte.
Dann zog sie plötzlich an seinem Haar, sodass er sich nach vorn zu ihr beugen musste; "Aber zuerst einmal bringst du mich wieder zu meinem Motorrad ja?"
"Natürlich." antwortete Vincent, schlug seinen Umhang um sie und so waren sie erneut in der Dunkelheit verschwunden.
Doch der Mond schien heller zu scheinen als denn je.
Währenddessen in der Bar ‚Zum 7. Himmel':
Tifa stellte das Tablett, auf dem sich, so schien es zumindest, Hunderte von Gläsern befanden, neben das Waschbecken und sah hoch.
Cloud stand vor der Tür und verabschiedete sich gerade von den letzten zwei Gästen, die heute in ihrer Bar gewesen waren. Barret und Cid winkten Tifa noch von der offenen Tür aus zu. Lächelnd winkte Tifa zurück und schon waren die beiden so tief in der Dunkelheit verschwunden, dass sie sie nicht mehr sehen konnte.
Sie wandte sich wieder den vielen Gläsern zu, während sie hörte, wie Cloud zurück in die Bar kam und die Tür schloss.
Eigentlich hatte sie keine Lust, jetzt noch die Gläser zu waschen, doch morgen würde sie auch nicht dazu kommen, da sie wahrscheinlich den ganzen Tag damit verbringen würde, die letzen am Geostigma erkrankten Kinder aufzusuchen.
Also ließ sie Wasser in das Waschbecken einlaufen, gab etwas Spülmittel hinzu und machte sich an die Arbeit.
Sie war so damit beschäftigt, dass sie nicht merkte, wie Cloud sie musterte. Er musste schon ca. eine Minute hinten in der Bar gestanden und sie angesehen haben, doch sie bemerkte nichts.
Doch dann hörte sie seine lauten Schritte, die durch seine schweren Schuhe hervorgerufen wurden und plötzlich erinnerte sie sich wieder daran, dass er auch noch da war.
Sie machte dennoch mit ihrer Arbeit weiter während sie über diese Situation nachdachte.
Sie war nun mit Cloud alleine in der Bar. Es war Ladenschluss, niemand außer Ihnen war hier. Sie wusste nicht warum, doch irgendwie ließ dieser Gedanke ihr Herz etwas schneller schlagen, doch sie versuchte, das Gefühl zu ignorieren.
Was sollte das? Warum fühlte sie so, wenn er in ihrer Nähe war? Was hatte das zu bedeuten?
Cloud kam noch näher auf sie zu, bis er vor der Theke stehen blieb.
Tifa sah hoch. Was hatte er vor? Wieder lief sie rot an.
Er streckte seine rechte Hand aus – und nahm ein Lappen, der neben dem Waschbecken lag, in die Hand.
Er drehte sich um und kehrte zu den Tischen zurück.
Tifa seufzte. Doch warum seufzte sie eigentlich? Was hatte sie denn erwartet, dass er tun würde?
Sie schüttelte den Kopf und wandte sich dem Waschbecken wieder zu, als sie merkte, dass Cloud die Tische abwischte.
„Du brauchst mir nicht helfen." Sagte sie und merkte zu ihrer eigenen Freude, dass sie wieder auf dem Boden der Tatsachen zurückgelangt war.
„Ich tue es aber trotzdem. Ich wüsste sowieso nicht, wo ich jetzt hin sollte." Antwortete er, nach wie vor mit einer kalten Stimme.
Sie konnte sich nicht vorstellen, dass er vor einer Stunde noch gelacht hatte, als ihr plötzlich wieder einfiel, das Cloud nun wirklich nirgendwo hinkonnte.
Er konnte zwar noch in die Kirche zurückkehren, doch dort befand sich nun der Lebensstrom, der die Kinder wieder gesund machen konnte.
Die Hälfte des Raumes dort stand unter Wasser. Er konnte zwar versuchen dort zu schlafen, doch sie konnte sich ohnehin vorstellen, dass er nur deshalb dort alleine gelebt hatte, weil er nicht wollte dass sie erfuhr, dass er ebenfalls an dem Syndrom leidete.
„Du kannst nicht in die Kirche zurückkehren, nicht war?" fragte sie schließlich.
Cloud hielt mit seinem Putzen inne, seufzte kurz und nickte.
Sie dachte einen Moment nach, fing dann wieder damit an, die Gläser abzuwischen und sagte: „Du kannst hier bleiben."
Glücklicherweise merkte sie nicht, dass Cloud überrascht den Blick hob, denn dann hätte sie sich wahrscheinlich nicht wieder von seinem Augen lösen können.
„Ist das dein Ernst?"
„Ja." Sagte sie bestimmt. Sie konnte nach wie vor nichts mit ihren merkwürdigen Gefühlen anfangen, doch sie hatte nun ein Zimmer frei und sie würde sicher nicht so herzlos sein und ihren alten Freund um 1 Uhr nachts vor die Tür setzten.
„Das Gästezimmer war für Denzel und Marlene bestimmt. Denzel ist mit deiner Hilfe nun wieder gesund und Marlene ist mit Barret nachhause gegangen. Das Zimmer ist frei."
„Das ist wirklich... sehr nett von dir", fing Cloud an und Tifa meinte plötzlich einen Anflug von röte in seinen Wangen zu erkennen, was sie noch mehr verwirrte, als sie eh schon war. „Aber ich..."
„Wenn du nicht willst, kann ich dich natürlich auch vor die Tür werfen, aber ich bezweifele, dass du um 1 Uhr nachts noch irgendwo ein Zimmer findest." Fiel sie ihm ins Wort.
Es dauerte nicht lange, bis Cloud die Wahrheit in ihren Worten einsah und ein „danke" murmelte.
Den Rest der Nacht sagten sie nichts mehr zueinander. Sie wusch die Gläser und trocknete sie schließlich ab und Cloud wischte die Tische ab und lehrte die Aschenbecher aus.
Sie hoffte die ganze Zeit, dass er noch etwas sagen würde, doch er schien wieder genauso eiskalt zu sein wie er es vor ein paar Stunden bei ihrem Gespräch gewesen war.
Sie dachte über all das nach, was heute geschehen war, doch das, worüber sie am meisten nachdachte, war nicht der zweite Sieg gegen Sephiroth, sondern die ganzen merkwürdigen neuen Gefühle, mit denen sie nichts anfangen konnte.
Die ganze Zeit konnte sie nicht anders, als ab und zu in Clouds Richtung zu sehen und jedes Mal spürte sie wieder dieses Gefühl in sich, dass sie noch nie gespürt hatte. Sie wusste nicht, was es zu bedeuten hatte und je länger sie darüber nachdachte, desto weniger verstand sie sich selbst.
Als sie endlich mit ihrer Sache fertig waren, folgte Cloud ihr zu den Zimmern. Sie bog nach links ab, während er die Treppe noch etwas weiter nach oben ging und rechts abbog.
Bevor Tifa jedoch die Tür ihres Zimmers schloss, hörte sie, wie Cloud etwas murmelte, dass wie ‚Gute Nacht' klang.
