Kapitel 2: Get the Party started

Endlich war es Samstag!

Die vier Mädchen saßen auf der Terrasse und beobachteten wie James und Sirius, unterstützt von Remus Lupin und Peter Pettigrew einige Möbel im Salon der Potters verschwinden ließen, damit diese keinen Schaden davon tragen würden.

„Hannah, woher bekommen wir jetzt eigentlich den Feuerwiskey? Du wolltest dich darum kümmern", fragte James seine Schwester.

Hannah, die in einem schmiedeisernen Gartenstuhl saß, die Beine locker überschlagen und auf einem Hocker liegend streckte sich und antwortete:„Ein Kumpel von Lily und mir bringt den jeden Moment vorbei."

Sie blickte zu Lily und zwinkerte ihr verschwörerisch zu.

James kam darauf aus dem Haus und gesellte sich zu den Mädchen, die es sich unter einem großen Sonnenschirm bequem gemacht hatten und gekühlten Kürbissaft tranken.

„Und wer ist dieser ominöse Kumpel?"

Das Wort ,Kumpel' hörte sich aus einem Mund an wie ein schlimmes Schimpfwort.

„Jemanden den wir aus dieser kleinen Coktailbar in London kennen. Was dagegen?"

Lily musterte James über ihre schwarze Sonnenbrille hinweg herausfordernd.

Dieser jedoch wägte kurz ab, er wollte sich doch vor Lily nicht die Blöße geben und den beiden jetzt eine Szene machen, warum sie sich abends in irgendwelchen Bars rumtrieben.

„Natürlich nicht, Hauptsache euer ,Kumpel' macht seinen Job!"

Und damit war er wieder im Haus verschwunden, Alice und Maggie konnten sich nicht beherrschen und lachten los.

Wie oft hatte James Hannah irgendetwas verboten was sich in London abspielte und bei Lily machte er einen auf alles cool, alles klar!

Hannah schüttelte den Kopf.

„Lasst uns reingehen, ich glaub wir sollten langsam anfangen das Essen fertig zu machen."

Einige Stunden später waren die meisten Gäste schon eingetroffen. Die, die noch nie bei den Potters gewesen waren, kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Niemand hätte erwartet, dass die Potter-Zwillinge in solch einem riesigen Anwesend wohnen würden.

Im Salon hatten sie eine Bar und einen Tisch mit allen möglichen Speisen aufgestellt, auf der Terasse spielte Musik und es gab genügend Platz zum Tanzen, um den Pool herum hatten sie eine Ruhezone eingerichtet mit gemütlichen Kissen, Sesseln und Liegen, alles mit einem Baldachin überspannt ließ eine gemütliche Atmosphäre aufkommen.

Und Lily und Hannah hatten es sich nehmen lassen und organisierten noch ein paar Wasser pfeifen um das ganze abzurunden.

„Zufrieden Bruderherz?"

Hannah gesellte sich zu ihrem Bruder, der momentan hinter der Bar stand und Getränke ausschenkte.

„Ich denke man wird noch lange über unsere Party sprechen."

Irgendetwas in seiner Stimme ließ sie aufmerken, er hatte nicht alles gesagt, was er sagen wollte.

„Aber?", fragte sie nun.

James sah sie irritiert an. „Was, aber?"

Nachdem niemand mehr vor der Theke stand, wollte sie es nochmals versuchen.

„James, ich bin´s. Ich sehe, dass etwas nicht stimmt."

Sie legte ihm eine Hand auf den Arm und sah ihn fragend an. Er schüttelte darauf nur den Kopf und murmelte:„ Später."

Nach zehn Minuten wurden sie von Ami, einer Siebtklässlerin aus Ravenclaw und guter Freundin von Hannah abgelöst.

Darauf gingen sie Richtung Graten, weg von den anderen.

„Glaubst du ich sollte es aufgeben?", fragte James seine Schwester.

Hannah wollte erst fragen was er aufgeben wollte, bis der Groschen fiel: Lily!

Er hatte ihr den Rücken zugedreht und stand zwei Meter entfernt, vorsichtig nährte sie sich ihm legte ihm eine Hand auf die Schulter und drückte sie kurz.

„Soll ich dir als deine Schwester oder Lilys Freundin antworten?"

Das Thema Lily war immer ein heikles zwischen den beiden, da Hannah weder für James noch für Lily in dieser Geschichte Partei ergreifen würde, sie hatte ihre Sicht der Dinge und wollte keinen der beiden verletzten.

James drehte sich zu ihr um.

„Als beides."

Hannah seufzte, der Abend war für sie gelaufen.

„Als deine Schwester würde ich dir sagen: Vergiss sie, sie ist verrückt, wenn sie dich nicht will. Aber als Lilys Freundin würde ich sagen: Gib nicht auf, so schlimm wie sie immer tut findest sie dich nicht. Es ist an dir zu entscheiden, du hast mir selber mal gesagt, dass du glaubst sie zu lieben, du musst es wissen."

James nickte abwesend, er trat einen Schritt auf sie zu, umarmte sie fest und flüsterte ihr ein leises Danke ins Ohr, dann ging er ohne ein weiteres Wort zum Anwesend zurück.

Hannah schüttelte den Kopf, ihre gute Laune hatte sich verflüchtigt, für sie war der Abend gelaufen!

Langsam ging auch sie zurück Richtung Ruhezone, wo sie Sirius alleine sitzen sah.

„Na, du so allein hier?"

Sirius blickte zu ihr auf, auch er schien nicht die beste Laune zu haben.

„Setzt dich zu mir. Ich habe keine besondere Lust zu feiern."

Er rutschte ein Stück zur Seite und machte Hannah so Platz, da entdeckte sie die angefangene Flasche Feuerwiskey in seiner Rechten.

„Was dagegen, wenn ich mich anschließe?"

Sie deutete auf die Flasche und wartete auf seine Reaktion, wenn James hier gewesen wäre hätte er sicher einen Aufstand à la Moralapostel gemacht.

Sirius nickte nur und reichte ihr die Flasche.

„Warum nur denke ich, dass wir dich gewaltig unterschätzen, Kleines?", fragte er nachdem sie einen großen Schluck genommen hatte.

Hannah sah ihn frech an.

„Vielleicht, weil ihr genau das tut."

Sie machte eine Pause und musste grinsen, was die beiden alles nicht wussten!

„Nur weil ich ein Mädchen bin, muss ich noch lange kein kleines hilfsbedürftiges Etwas sein!"

Sirius, selber schon etwas angeheitert, nickte nur und lachte innerlich. In der Tat hilfsbedürftig war sie wohl wirklich nicht!

Das Hannah uns Sirius den ganzen Abend verschwunden blieben, fiel keinem auf.

James hatte es endlich geschafft ein normales Gespräch mit Lily zu beginnen, Remus war mit einer Ravenclaw Sechstklässlerin beschäftigt der er normalerweise Nachhilfe in Zauberkunst gab, Maggie hatte sich mit einem Siebtklässler aus Hufflepuff in ein stilles Eckchen verzogen, Alice und Frank tanzten nun schon den ganzen Abend und Peter war jetzt schon so betrunken, dass er sich auf eine Toilette zurückgezogen hatte.

So feierte sie alle noch bis spät in die Nacht.

Als Hannah am nächsten Morgen erwachte, war das erste was sie bemerkte ihre höllischen Kopfschmerzen. Die Augen immer noch geschlossen fragte sie sich wie sie eigentlich ins Bett gekommen war, das letzte an das sie sich erinnern konnte war, dass sie mit Sirius die dritte Flasche Feuerwiskey angebrochen hatte, danach hatte sie anscheinend einen Filmriss.

Hannah überlegte ob sie sich nicht nochmal umdrehen und weiter schlafen sollte, als ihr ein untypischer Geruch für ihr Zimmer in die Nase stieg: In ihren Zimmer roch es gewöhnlich nichts nach Aftershave.

Und gewöhnlich schlief sie auch nicht nackt!

Langsam aber sicher wurde sie unruhig, was hatte sie gemacht?

Das was sie für ihr Kissen gehalten hatte bewegte sich plötzlich und das war definitiv kein Kissen,es war viel zu hart für ihr Daunenkissen und viel zu warm, das war eine männliche Brust.

Okay Hannah, bleibt ruhig. Nicht aufregen! Vielleicht ist ja gar nichts passiert!

Du musst jetzt deine Augen öffnen und hier einige Dinge richtig stellen!"

Ihr graute es jetzt schon, als sie vorsichtig ihre Augen öffnete und...

ihr Blick auf den besten Freund ihres Bruders fiel, wie er seelenruhig in ihrem Bett lag und eine Hand um ihre Hüfte geschlungen hatte, wie sie jetzt erst bemerkte.

Sie versuchte sich aus Sirius Griff zu befreien, doch er drückte sie nur noch ein bisschen naher an sich.

Na gut dann musste sie ihn halt wecken!

„Sirius, wach auf, hey aufwachen."

Sie schüttelte ihn unsanft an der Schulter, doch er begann nur ein bisschen zu grummeln, ließ sie jedoch immer noch nicht los.

„Sirius verdammt, wach auf. Das ist nicht lustig!"

Sie war kurz davor ihm eine Ohrfeige zu verpassen, doch nachdem sie ihn ein weiteres mal geschüttelt hatte murmelte er etwas von ist ja gut und öffnete die Augen.

Doch was er dort erblickte, ließ ihn zusammenfahren, Hannah, in seinen Armen, unbekleidet und ziemlich wütend.

„Könntest du mich jetzt bitte loslassen?", fauchte sie ihn an.

Da bemerkte er, dass er immer noch eine Hand um sie geschlungen hatte, sofort ließ er sie los.

Hannah erleichtert nicht weiter gegen seinen nackten Körper gepresst zu werden, rutschte sorgfältig ans andere Ende des Bettes.

Sie atmete tief durch, vielleicht hatten sie ja gar nicht...

„Kannst du dich an gestern erinnern?", fragte sie ruhig und blickte ihm in die Augen.

Sirius hingegen könnte sie nicht ansehen, er senkte seinen Blick.

„Ja, schon."

„Gut, dann erkläre mir das bitte!"

Sirius stutzte. Was...?!

„Du kannst dich nicht erinnern?", fraget er schockiert.

Hannah schüttelte den Kopf, langsam verlor sie die Geduld.

„Ach weißt du was, ist ja auch egal. Wir vergessen es einfach, okay?

Das bleibt unter uns, wir sprechen nie wieder darüber. Ich geh jetzt duschen und wenn ich wiederkomme bist du am besten verschwunden."

So drehte sie ihm den Rücken zu, schlang sie Deckte um ihren zierlichen Körper und verschwand im Bad.

Sirius konnte es nicht fassen. War die Kleine wirklich so tough?