So, nun das nächste Kapitel, wie versprochen.

Ich hoffe es gefällt euch

Viel spaß beim lesen.

(Ein paarkommis wären auch nicht schlimm)

Kapitel 3:

Am nächsten Morgen saßen sie alle an einem Tisch und stellten sogenannte 'Regeln' auf.
1.Niemand wird ausgeschlossen.'
2.Es wird nicht nach Äußerlichkeiten beurteilt.
3.Probleme werden friedlich gelöst.
4.Niemand wird gezwungen mitzumachen.
5.Über Jungs Probleme dürfen gesprochen, aber nicht über sie gelästert werden.
6.Keine Listen dürfen erstellt werden.
Als Hermine sich die Regeln nochmal durchlas, war sie zufrieden mit sich und den Mädchen. Das hier würde etwas Großes werden. Das spürte sie.

"Schaut mal, ganz unauffällig, wie Ginny und die Anderen hierher glotzen. Tja, da schaust du, Prinzessin. Hättest nicht gedacht, dass jemand kommt und dir die Krone abnimmt." sprach Luna mit Ginny, die das gar nicht hören konnte. Alle lachten, über den Kommentar. Hermine drehte sich um und sah, wie alle Anwesenden, des Mädchenclubs, einschließlich Harry, Ron und die anderen Jungs, zu ihnen schauten. Ginny wirkte so geschockt, dass sie den Mund offen hatte. Hermine lächelte sie frech an und winkte ihr und den anderen Chefinnen zu. Diese schienen so entsetzt, dass ihre Kinnlade fast auf den Boden fiel. Hinter sich hörte sie, wie Luna und Susan in Gelächter ausbrachen und auch, dass Eloise kicherte. Sie grinste ebenfalls und drehte sich wieder um.

"Ich würde sagen, eins zu null für uns." sagte sie und aß gemütlich an ihrem Brötchen weitern.

"Ich weiß nicht, Hermine. Findest du nicht, dass wir ein bisschen übertreiben? Ich meine, wir können es doch etwas langsamer angehen lassen, oder nicht?" fragte Eloise, ein wenig ängstlich.

"Vertrau mir, wir tun genau das richtige und, wenn einer von ihnen auf die Idee kommen sollte dir oder irgend jemanden von uns zu beleidigen, geschweige denn Schlimmeres, dann kriegen sie es mit mir zu tun. Also mach die keine Sorgen."

"Genau. Außerdem, haben wir noch sechs Monate, dann sind alle Prüfungen vorbei und wir gehen aus der Schule. Wenn wir das jetzt nicht durchziehen, dann nie." Eloise schien fürs erste Überzeugt zu sein und ließ das Thema auf sich beruhen.

"So, nun erzählt mal, wer von den Schwestern dort hinten, hat die Nase voll von Kerlen?" fragte Luna.

"Also auf die Schnelle fällt mir nur Sally-Anne ein. Oder?" fragte Susan Eloise.

"Ja, Sally-Anne Perks. Sie wollte schon seit langer Zeit aussteigen, weil Ginny ihr mal den Freund ausgespannt hat. Sie ist eine Slytherin, aber eigentlich sehr nett. Sie hat auch nichts gegen Muggelgeborene, genauso wenig, wie ihre Eltern. Wir könnten sie ja mal fragen." antwortete sie.

"Gut, und wisst ihr, wer gar nicht erst im Club ist? Laura Madley. Sie geht in meine Klasse. Ihr kennt sie doch. Die, mit der dicken Brille und der Zahnspange. Sie ist auch sehr nett." sagte Luna. Alle nickten zustimmend.

"OK, machen wir es so: Ihr beide," sie zeigte auf Eloise und Susan "werdet versuchen Sally-Anne zu überreden und wir werden es mit Laura probieren. Abgemacht?" Sie legte ihre Hand in die Mitte des Tischs. Luna war die erste, die einschlug.

"Abgemacht." Dann kam Susan.

"Auf mich kannst du zählen."

"Auf mich natürlich auch." sagte Eloise. Hermine lächelte alle drei an.

Sie aßen die restliche Zeit weiter und unterhielten sich über alltägliche Dinge, bis eine bekannte Stimme hinter Hermine auftauchte.

"Hey, Hermine. Wie geht's?" fragte Harry und setzte sich auf den Platz neben ihr. Hermine blickte ihn leicht erschrocken an und zwang sich ein Lächeln ab.

"Hi, ähm, gut und dir?" stotterte sie zurück und Ohrfeigte sich im inneren selbst für ihr Verhalten.

"Sehr gut, sehr gut. Ich wollte dich eigentlich nur fragen, wann wir uns heute Abend treffen wollen. Das Quidditch-Training ist um 18 Uhr zu Ende. Danach geh ich duschen und noch was Essen. Also, wie wäre es, mit um sieben?" 'Und dafür musste er mir unbedingt seinen Tagesablauf schildern' dachte Hermine und nickte.

"Ja, das passt mir. Gerne." Er lächelte immer noch.

"OK. Also um sieben in der Bibliothek. Ich werde da sein." sagte er grinsend.

"Ja, ich auch." Dann stand er auf und ging, mit seinen Freunden, die auf ihn gewartet haben, aus dem großen Saal. Hermine schaute von ihrem Schoß auf und sah in drei verwunderte Gesichter. Die Eine grinste, die Anderen staunten.

"Hermine hat ein Date mit Harry."

"Ich wusste gar nicht, dass ihr euch so gut kennt."

"Ginny wird dich umbringen." sagten die drei gleichzeitig. Hermine schaute sie böse an.

"Hey! Ich habe kein Date mit ihm, ich hab seit sechs Jahren zum Ersten mal mit ihm gesprochen und mir ist egal, was Ginny denkt." sagte Hermine gereizt.

"Was nicht ist, kann ja noch werden. Er ist ja schon süß, oder?" grinste Luna.

"Hey, ich dachte wir hatten abgemacht, dass wir keine Jungsgespräche führen!" erwiderte Hermine.

"Nein, das ist ja auch ein Jungsproblem, welches wir besprechen. Nicht das, was du denkst." sagte Eloise. Hermine schaute sie finster an.

"Und du fällst mir noch eiskalt in den Rücken." sagte sie, konnte sich aber ein Grinsen nicht verkneifen. Die drei lachten und Hermine erklärte Eloise und Susan, dass sie nur mit Harry für einen Aufsatz recherchieren, was die beiden ihr nicht wirklich abkauften.

Ein paar Minuten später, machten sich alle auf den Weg in ihren Unterricht.

Nachdem auch die letzte Stunde dem Ende zu ging und Hermine sich das auf der Stelle wünschte, da diese mit Prof.

Snape war und er mal wieder die mieseste Laune auf Erden hatte, traf sie sich mit Luna, um mit ihr über Laura zu reden.

Als sie ihr alles erklärten, willigte diese sofort ein und sagte, dass sie ihre Cousine, Nicole Madley, noch überreden würde, die nach Slytherin geht und ein Jahr jünger ist als sie. Sie hatte auch Probleme mit den anderen Mädchen, weil die sie für anders hielten, weil sie sich noch nicht für Aussehen und Jungs interessierte, obwohl sie schon 15 sei. Hermine sagte ihr, sie könne so viele einladen, wie sie wolle. Sie hatten beschlossen am Samstag, also Morgen, im Mädchenschlafsaal der Hufflepuffs alle zu versammeln, damit sich alle kennen lernen konnten, das war sozusagen der Tag, den Hermine und Luna alleine verbringen wollten, da die anderen Hufflepuff Mädchen, die in dem Zimmer schliefen, bei ihren Eltern waren und es Luna erlaubt haben. Also musste Hermine nur noch hoffen, dass Eloise und Susan Sally-Anne überredet haben, mitzumachen. Sie betete darum.

Gegen sechs Uhr trafen sich alle Mitglieder des Clubs zum Abendessen in der großen Halle. Laura hatte auch ihre Cousine Nicole mitgebracht, die immer noch etwas unsicher war, da sie die Jüngste und von der Sache noch nicht sehr überzeugt war. Doch Hermine versicherte ihr, dass sie nur Vorteile daraus machen könnte. Mehr Freunde, Lernhilfen, Freude an Hogwarts, auch wenn die anderen Mädchen dabei sind. Sie war sich zwar immer noch nicht so überzeugt, aber sagte trotzdem, dass sie mitmachen würde. Als auch noch Eloise und Susan mit Sally-Anne kamen, strahlte Hermine regelrecht und Nicole fühlte sich auch ein bisschen besser, da sie nicht die Einzigste aus ihrem Haus war. Sally-Anne erzählte ihnen, dass sie es satt hatte, mit Ginny noch irgendetwas zu tun zu haben, denn, nachdem sie ihr den Freund ausgespannt hatte und kurz danach, wie eine heiße Kartoffel, fallengelassen hatte, war Ginny für sie gestorben. Sie wollte nur nicht ganz alleine sein, wenn sie aussteigen würde, denn Ginny hatte mal gesagt, ohne den Club, wären sie alle Nichts und viele Mädchen glauben ihr das sogar. Das würde es noch schwieriger machen, sie zu ihnen zu locken.

"Hey, ab heute halten wir zusammen. Wir sind ein starkes Team und lassen uns nicht von ihr einschüchtern." munterte Hermine die Neuankömmlinge auf. Gemeinsam aßen sie und planten ihren morgigen Tag. Sie beschlossen mindestens einmal in der Woche zusammen etwas zu unternehmen und auch mindestens einmal die Woche nur fürs lernen zusammen zukommen. Alle stimmten mit ein, denn jeder von ihnen musste irgendeine Prüfung schreiben. Hermine zeigte ihnen die 'Regeln' für den Club und auch damit stimmten alle zu.

"Am besten wir machen noch eine Regel hinzu. Niemals der Freundin den Freund ausspannen." sagte Sally-Anne und kurzerhand schrieb Hermine die nächste Regel mit auf.
7. Nie der Freundin den Freund ausspannen.

"Aber ist das nicht eigentlich auch eine Liste? Denn es heißt ja hier: 6.Keine Listen dürfen erstellt werden." fragte Laura.

"Ja, aber das hier ist keine richtige Liste. Dort meinen wir mit 'Liste' z.B. die Namen aller Mädchen, die den heißesten Typen haben. Verstehst du?" fragte Luna und Laura nickte.

"Heißt das eigentlich, wir dürfen überhaupt nicht mehr über Jungs sprechen, oder wie ist das gemeint?" fragte nun Nicole.

"Nein, wir wollen bloß nicht, dass wir so abfällig von den Jungs reden und mit ihren Gefühlen spielen. Natürlich können wir noch über Jungs reden, aber wir wollen ja auch nicht, dass sie so über uns reden, stimmt's?" Alle stimmten mit ein. Später schrieb Hermine noch von Nicole, 8.Es ist nicht über jemanden zu lästern oder zu verspotten., auf und von Laura, 9.Immer die Wahrheit sagen., auf. Sie waren sich sehr schnell alle einig und aßen gemütlich weiter. Die Sieben bemerkten natürlich auch, wie der Mädchenclub zu ihnen schaute, inzwischen waren auch die Quidditchspieler vom Training gekommen, doch sie ließen sich davon nicht abbringen und schmiedeten weiter ihre Pläne für den morgigen Tag, bis plötzlich eine Stimme, die Hermine sehr gut kannte auf einmal auftauchte.

"Miss Granger, kommen Sie bitte einmal kurz mit. Der Direktor möchten mit Ihnen sprechen." Kam die strenge Stimme von Professor McGonagall. Die sechs Mädchen schauten sie verwirrt an. Manche auch etwas ängstlich. Doch Hermine hatte keine Angst. Das Schlimmste was sie machen konnten, war ihnen zu verbieten, den Hufflepuff Mädchenschlafsaal zu benutze, aber Hermine Glaubte nicht, dass Dumbledore so etwas machen würde.

"Ja, natürlich." Sie gab den Mädchen ein aufmunterndes Lächeln zu und ging mit Prof. McGonagall zu den Lehrertischen. In der Mitte saß Dumbledore und blickte sie mit dem gleichen Lächeln an, welches sie den Mädchen vorhin gegeben hatte.

"Miss Granger, schön mal wieder mit Ihnen sprechen zu können. Kommen Sie, folgen Sie mir." Er führte sie in das Pokalzimmer und setzte sich dort wieder auf eine der Bänke.

"Puh, die müden Knochen wollen mit der Zeit nicht mehr so, wie man selber will." bemerkte er lächelnd. Hermine musste auch lächeln. Sie mochte den Humor des alten Mannes schon immer.

"Setzen Sie sich doch Miss Granger." Sie setzte sich auf den Stuhl neben der Bank und schaute den Direktor erwartungsvoll an.

"Sie sind eine ausgesprochen talentierte Hexe, Miss Granger. Ich habe selten so viel Potential erlebt, wie bei Ihnen. Das können Sie mir glauben." Hermine errötete leicht.

"Danke, Sir."

"Ich sage nur die Wahrheit. Und ich denke auch, dass Sie nur das beste für Ihre Freunde und Mitschüler wollen, oder?" Hermine rollte innerlich die Augen.

"Sir, ich weiß worauf Sie ansprechen wollen, aber ich denke mir nicht böses dabei, wenn ich mit ein paar Freundinnen eine Gemeinschaft bilden will."

"Das weiß ich doch Miss Granger und ich bin mir auch dessen völlig bewusst, dass sie einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben. Ich habe auch nichts dagegen, dass Sie das machen, aber Sie sollten sich überlegen, ob es nicht zum Schluss doch jemanden schaden könnte." Hermine wusste, dass damit, falls es tatsächlich soweit kommen sollte, Ginny und die anderen Anführer gemeint waren, doch sie sagte nichts.

"Ich bin mir völlig im klaren darüber, was es für Konsequenzen haben könnte, wenn es tatsächlich so weit kommen wird."

Der Professor lächelte immer noch und nickte.

"Gut, dass Sie so vernünftig sind. Ich habe auch nichts Anderes von Ihnen erwartet." Der Direktor wollte aufstehen und Hermine tat es ihm nach.

"Ach, bevor ich es vergesse, Sie müssen sich doch nicht mit sechs Leuten in einen kleinen Mädchenschlafraum zwängen. Hier nehmen Sie diese." Er gab ihr einen Schlüssel. "Sagen Sie einfach vor den Schlafsälen 'Vanilleeis' und es wird das Gästeschlafzimmer der Gryffindores erscheinen. Ich denke, da haben Sie alle Platz." Hermine blickte ihn erstaunt an.

"Woher... nein. Danke Prof. Dumbledore." Er lächelte sie wieder an.

"Gern geschehen." antwortete er und sie gingen beide wieder in den Großen Saal. Dort warteten schon die Mädchen gespannt, was Hermine ihnen zu sagen hatte. Sie setzte ein Pokerface auf und ging an ihren Platz. Auf dem Weg dorthin sah sie, wie die Chefinnen des Mädchenclubs sie gehässig angrinsten. Ein paar Sekunden herrschte Stille, als sie sich hingesetzt hatte.

"Nun sag schon. Was hat er gesagt?" fragte Susan. Die anderen fünf schauten sie immer noch erwartungsvoll an.

Hermine seufzte gespielt tief.

"Tja, Mädchen, ich befürchte, wir können nicht im Hufflepuff Mädchenschlafsaal übernachten."

"Was? Das kann er nicht machen!" rief Luna.

"Warum?" warf Sally-Anne ein.

"Das ist doch unfair." sagte Laura.

"War doch klar, dass irgendetwas schief geht." sagte Nicole. Hermine musste sich das Lachen verkneifen.

"Was hat er genau gesagt, Hermine?" fragte Eloise.

"Ach, nur, dass er denkt, es wäre ein bisschen eng für uns Mädchen und hat mir diesen Schlüssel gegeben, für ein Gästeschlafsaal." bemerkte Hermine matt. Die Freundinnen sahen sie schockiert an. Und Hermine fing an, zu grinsen.

"Du kleines Luder! Ich hätte es mir doch denken können!" kreischte Luna und fing auch an zu lachen, als Hermine es nicht mehr zurückhalten konnte. Die Anderen stimmten schnell mit ein. Als sie sich wieder beruhigt hatten, sagte Hermine:

"Am besten wir treffen uns, soweit ihr nichts anderes zu tun habt, morgen Nachmittag um 4Uhr im Gemeinschaftsraum der Gryffindores. Und wenn ihr noch jemanden kennt, der mitmachen will, lasst es mich wissen, damit ich genug Schlafplätze herrichten kann." Die Mädchen nickten alle und redeten schnell wieder über andere Dinge.

"Sag mal," kam es nach einer Weile von Susan. "Hast du nicht ein Date, mit Harry?" Die Freundinnen, die die Geschichte noch nicht kannte schauten sie mit offenem Mund an. Hermine verdrehte die Augen und schaute auf die Uhr.

"Ja, richtig. Ich habe noch zehn Minuten, trotzdem werde ich schon einmal losegehen. Aber ich habe kein Date mit ihm! Ich erkläre es euch morgen." sagte sie während sie ihre Sachen zusammensuchte. "Denn alles was ihr von denen hört," sie zeigte auf Luna, Eloise und Susan. "Ist erstunken und erlogen." fügte sie grinsend hinzu.

"Wir sehen uns morgen. Bye."

"Bis morgen." Verabschiedeten sich die sechs Mädchen von ihr.