Gut, ab hier Kapitel 4 – der Endkampf gegen Morag

Wir bringen es zu Ende

Teloki wiegt anerkennend die beiden perfekt ausbalancierten Schwerter in der Hand. "Blitz und Eis - ein großzügiges Geschenk von Morag, nicht wahr?", knurrt er leise.
Linus Feuerelementar weicht respektvoll einen Schritt zurück. Die dampfende, bereifte Klinge ist ganz und gar nicht nach seinem Geschmack. Seine knisternde Aura lässt Schatten über Linus Gesicht tanzen. Sie blickt düster auf die Überreste von Morags "Händen", magischen Wächtern des letzten Heiligtums der Echsenkönigin.

"Was kommt jetzt, Teloki?", fragt sie - die Stimme ebenso düster wie ihr Blick.
"Wir bringen es zu Ende", ist seine schlichte Antwort.

Da ist keine Spur mehr vom typischen Übermut in seiner Stimme. Die Atmosphäre hier in den Höhlen der Alten atmet bodenlose Unheiligkeit. Selbst dem unerschrockenen Halbling jagt es Schauer über den Rücken, obwohl im Quellstein eine unnatürliche Wärme herrscht. Es ist nicht die reinigende Hitze des Feuers; es ist die drückende Schwüle aus Lüge, Niedertracht und schwelendem Hass.

"Bleib' hier - ich sehe mir das Nest der Alten mal an", raunt er, atmet tief durch und wird eins mit den lauernden Schatten.
Linu kauert sich auf den Boden, den Rücken an die Wand gelehnt blickt sie in die Dunkelheit. Eine Zeit lang durchbricht nur das gelegentliche Knistern des geduldig wartenden Elementars die Stille, die sich um die besorgte Klerikerin ausgebreitet hat. Und Linu hat allen Grund zur Sorge: Teloki - ernst, wortkarg, finster wie das Höhlenlabyrinth des Quellsteins und blass wie die Knochen von Tamorlyns altem Drachen. Morags unsichtbares, allgegenwärtiges Gespinst aus Fluch, Horror und Dunkelheit macht selbst ihm zu schaffen.
Sie sendet ein stummes Gebet zu Sehanine. Dann schließt sie die Augen und lauscht dem Schlag ihres Herzens. Es schlägt stetig und mit einer ruhigen Gewissheit, die sie eigentlich gar nicht verspürt. Ganz uns gar nicht.