Disclaimer: Detective Mac Taylor und die Serie CSI NY gehören den Produzenten Bruckheimer / Zuiker und nicht mir!

Warning: Spanking in diesem Kapitel, wer das nicht mag, bitte nicht weiter lesen!


Plötzlich wachte Alex verschreckt wieder auf! Das laute, nervende Piepen seines Digitalweckers rasselte in seinen Ohren. Er reckte sich ein Stück zur Seite, knallte die Hand auf den Wecker und drehte sich auf die Seite, während er sein Kopfkissen fester an sich drückte und müde hineinatmete. Nach ein paar Sekunden warf er die Bettdecke endgültig zurück. Schniefte und rieb sich die Augen. Ja, er war müde. Todmüde! Gähnend schwang er seine Füße über die Bettkante und verbrachte die nächsten Sekunden in einer sitzenden Position, während er überlegte, was er heute für die Schule anziehen sollte.

"ALEX IST BESTIMMT SCHON WACH, DAD," brüllte David plötzlich auf dem Flur herum. "ICH SEH MAL NACH!"

Oh, scheisse ... Er stöhnte und rieb sich dann mit den Fingern durch die Augen, als Jemand an seiner Tür klopfte.

"Ja," jammerte er.

Als sich die Tür öffnete, lugte David in das Zimmer seines Bruders und grinste. "Du bist wach? Sehr gut!"

"Wie du siehst," gab Alex zurück.

Sein kleiner Bruder, der auch noch im Schlafanzug vor ihm stand, grinste erwartungsvoll. "Wie war die Party?"

Alex grinste zurück. "Gut! Nur das Nach-Hause-Kommen war nicht so toll."

Der jüngere Connors, warf kurz einen Blick in den Flur zurück, kam dann ganz in den Raum und setzte sich auf Alex' Schreibtischstuhl, den er mit den nackten Füßen vor seinen Bruder schob. Gespannt sah er ihn an und räusperte sich leise. "Erzähl schon! Hast du sie geküsst oder was?"

"Geküsst," fragte der andere Junge überrascht und ließ die Hände auf seine nackten Beine fallen. "Wir kennen uns erst seit gestern und waren das erste Mal zusammen weg, Dave! Da küsst man sich doch noch nicht! Außerdem hat sie sich sehr schnell mit den anderen Mädchen angefreundet und ist bei denen geblieben."

"Hä?"

Seufzen. "Sie hat mit denen gequatscht und ich mit Chris, okay? Was ist daran schlecht? Außerdem wohnt sie fast gegenüber, also werden wir noch genug Zeit haben, um uns besser kennen zu lernen!"

"Okay! Darf ich dich um was bitten?"

Verwundert stand Alex vom Bett auf und ging zu seinem Kleiderschrank um sich seine Anziehsachen heraus zu suchen. Ein schwarzes T-Shirt, eine neue Jeans, Socken, Unterhose und Kapuzenpullover! Er brachte alles zu seinem Bett.

"Um was," fragte er dann vorsichtig.

David öffnete den Mund. "Mach so was wie gestern nie wieder, okay? Dad hintergehen! Das- ..."

Er seufzte und fuhr fort. "Er war echt sauer, als er dein Bett gesehen hat, Alex!"

"Tschuldige," sagte sein Bruder leise. "Kommt nicht wieder vor!"

David erhob sich vom Stuhl, stellte ihn wieder zurück und seufzte. "Wer's glaubt ... Beeil dich besser, bevor ich noch vor dir im Bad bin und du unten im Gäste-WC Zähne putzen musst ... bei ihm!"

"Ist Jason schon durch?"

Nicken. David grinste breit, ging auf die Tür zu und trat über die Schwelle, als sein Bruder die Anziehsachen von seinem Bett riss und hinter ihm her rannte, um möglichst als Erster fertig zu sein und so dem Zorn seines Vaters zu entgehen.


Inzwischen war es halb Sieben. Im Erdgeschoß stand Dr. Connors fertig angezogen und bereit für den Tag, in seiner Praxis und bestückte das Inventar der Schränke neu. Sein schwarzer Koffer stand aufgeklappt auf der Liege, während der Mann von Vitrine zu Vitrine lief und diverse Medikamente, Mullbinden, Verbände und Pflaster sorgfältig an die vorgesehenen Stellen räumte. Nach zehn Minuten war er fertig, klappte den Arztkoffer wieder zu, löschte das Licht, schloss die Tür und spazierte in die Lobby, wo er seinen Koffer an den Sekretär stellte, um ihn gleich mit auf die Arbeit zu nehmen.

Wieder in der Küche angelangt, füllte Stephen seine Kaffeetasse neu auf, warf ein Stück Zucker hinein, rührte und setzte sich wieder an den kleinen Küchentisch, wo er sich die Times nahm und aufschlug. Zwanzig Minuten später kam auch sein aufmüpfiger Sohn in die Küche zum zu frühstücken. Stephen sah kurz von seinem Artikel auf und Alex ins Gesicht, der müde wirkte und las dann weiter.

"Morgen," grüßte der 16-Jährige seinen Vater kurz und ließ sich dann schräg gegenüber auf den Stuhl fallen.

Stephen erwiderte den Gruß, ohne von der Times aufzusehen, griff blind nach seiner Kaffeetasse und trank. Er setzte sie wieder auf dem Tisch neben seinem benutzten Teller ab und nahm seine restliche Brötchenhälfte zwischen die Finger. Alex beobachtete ihn kurz vorsichtig und erst jetzt fiel ihm auf, dass der Tisch nur für vier Personen gedeckt war.

"Ist Mac schon weg," fragte er seinen Vater, um ein kleines Gespräch zu beginnen und ihm nicht, schweigend und immer noch sauer, gegenüber zu sitzen. Wenn er jetzt etwas Konversation betreiben würde, würde Stephen vielleicht sehen, dass seine Maßregelung von letzter Nacht bereits ihre Wirkung zeigte und Alex die Sache mit der Fete bereute. Vielleicht ... Und vielleicht würde er deshalb heute Abend nicht ganz so hart bestraft werden. Ja, vielleicht?

Der Arzt seufzte und legte das Brötchen wieder weg. "Ja, der musste ganz früh los. Ein Leichenfund."

"Wo denn," fragte sein Sohn interessiert und schmierte sich ein Brötchen mit Wurst.

Stephen zuckte die Schultern. "Hat er nicht gesagt, Alex ..."

"Okay."

Wenig später kamen dann auch Jason und David die Treppe hinunter und gesellten sich zu ihnen an den Tisch. Jason warf seinem schwarzhaarigen Halbbruder einen kurzen, interessierten Blick zu, grinste und bediente sich dann am Kaffee, während David ihm bereits seine Tasse hin hielt. Die Wanduhr tickte leise. Vögel zwitscherten draußen in den hohen Bäumen und in dem Apfelbaum im Garten. Als sich die Jungs ihre Brötchen fertig gemacht und eine halbe Tasse Kaffee getrunken hatten, warf Jason, der neben Stephen sass, einen prüfenden Blick in die Lobby. Wo ist Dad eigentlich?

"Stephen," fragte er seinen Stiefvater. "Wo ist Dad?"

"Der musste heute schon früher los, Jason! Wurde von Danny angerufen wegen einer Leiche ..."

"Ah, okay," entgegnete der Teenager und biss in sein Brötchen. Er kaute, schluckte und öffnete wieder den Mund. "Das ist ja echt fies! Der wollte doch heute eine Stunde später anfangen!"

Stephen seufzte müde und gähnte dann. "Ja, das hat sein Beruf so an sich, dass man nicht immer machen kann, was man möchte. Auch wenn man bereits ..." Und hier sah er Alex starr in die Augen. "Pläne gemacht hat! Hm?"

Es war still am Tisch. Alex sah auf und schluckte nervös.

"Ja ... Sir," erwiderte der Junge niedergeschlagen.

Der ältere Connors warf jetzt einen Blick in die kleine Runde und lehnte sich in seinem Stuhl nach hinten.

Die Zeitung legte er auf den Tisch neben seinen Teller und trank den Kaffee aus.

"Aprospos, Pläne, Jungs," begann er gezielt. "Alex und ich haben heute Abend etwas zu besprechen, okay? Das heisst für euch beide, dass ihr dann bitte in euren Zimmern bleibt und euch anderweitig ablenken dürft."

Alex sah schweigend auf seinen Teller. Irgendwie hatte er jetzt keinen allzu großen Appetit mehr. Heute Abend würde Stephen ihm ordentlich die Leviten lesen! Denn wenn sein Dad schon so anfing und darauf bestand nicht gestört zu werden, konnte Alex sich sicher sein, dass er nicht nur mit einem leichten Klapps auf die Hand davon kommen würde.

"Dad kommt auch nicht mittags nach Hause oder?"

Stephen sah Jason an und schüttelte den Kopf. "Nein, so wie es aussieht nicht!"

"Ehm," überlegte der Sohn des Polizisten. "Können wir nicht nach der Schule irgendwo hin gehen und auswärts essen? Einen Burger oder Hot-Dog?"

"Ja, das könnt ihr von mir aus machen, Jungs," bejahte Stephen die Idee seufzend. "Aber bitte nur Essen, okay? Danach kommt ihr zurück und macht Hausaufgaben!"

"Geht klar, Dad," sagte David grinsend und stand auf, um das Geschirr wegzubringen. Jason folgte ihm und beide beluden die Spülmaschine, während Stephen ihnen seine Tasse und den Teller reichte.

Alexander blieb sitzen. Trank noch einen letzten Schluck und gab die Tasse an seinen Vater weiter, der sie auf die Anrichte stellte. Etwas wehleidig sah der Teenager ihn dann an und stellte seine Frage, auch wenn er wusste, dass die Antwort negativ ausfallen würde. Einen Versuch war es wert.

"Für mich gilt das nicht, o-oder?"

Connors seufzte und verschränkte die Arme auf dem Tisch. "Nein, für aufmüpfige 16-Jährige, die sich auf eine Party schleichen, obwohl der Vater sie ganz klar verboten hat und die im Moment den Drang verspüren, sich nicht an geregelte Zeiten zu halten, für genau diese Teenager gilt das nicht, Alex! Okay? Du fährst jetzt zur Schule, lernst und kommst danach sofort wieder hier her zurück! Hier machst du dir was zu essen und die Hausaufgaben, die ich kontrollieren werde und du gehst unter keinen Umständen weg, sondern wartest in deinem Zimmer auf mich! In Ordnung?"

David und Jason hielten mit dem Geschirrwegräumen inne. Vorsichtig und neugierig sahen sie zu Stephen und Alex hinüber, die sich immer noch schräg gegenüber saßen. Und so sehr sie auch hofften, dass Alex jetzt nicht nachgeben und sich gegen Stephen stellen würde, um die ganze Show spannender zu machen, tat Alex ihnen diesen Gefallen nicht!

Er atmete aus und festigte dann seinen klaren Blick auf Stephen. "Ja, ich hab verstanden, Dad! Ich mache keine Probleme."

"Sehr gut," lobte der Arzt ihn nickend.

Er fasste einmal über den Tisch, strich ihm sanft und liebevoll über das Haar und die Wange und erhob sich dann vom Stuhl, um sich im Schlafzimmer das passende Jackett anzuziehen. Auch die Jungs machten sich nach ein paar Minuten weiter für die Schule fertig, schlüpften in ihre Jacken und Schuhe und verließen dann gemeinsam das Haus um den Bus zu kriegen.


In der Schule verging die Zeit ziemlich schleppend und die ersten beiden Stunden zogen sich wie Kaugummi! Alex war todmüde. Er versuchte sich auf den Unterricht zu konzentrieren, doch gähnte fast durchgehend und lief sogar Gefahr einzunicken, hätte David ihn nicht mit dem Ellbogen gestoßen. Jetzt in der ersten großen Pause, sah es nicht viel besser aus. Die Brüder und Jason hockten auf einer kleinen Mauer außerhalb des großen Hauptgebäudes, hielten ihre Pepsidosen in den Händen und betrachteten die anderen Schüler, die an ihnen vorüber eilten oder auf den Holzbänken sassen. Manche ihrer Mitschüler hatten sich in kleinen Gruppen zusammen gerottet und gaben unter äußerster Vorsicht die Hausaufgaben für den nächsten Kurs weiter.

David trank noch mal, setzte die weiß-blaue Dose neben sich auf dem Mäuerchen ab und warf Alex einen fragenden und interessierten Blick zu. "Los, erzähl schon! Wie hat Dad dich erwischt? Hat er im Wohnzimmer gesessen und da auf dich gewartet oder in der Küche?"

Er lachte leise und stützte sich mit den Handflächen auf der Kante ab. Alex sah zu ihm hinüber. Er konnte darüber nicht wirklich lachen.

"Nein, er," begann Alex zu erzählen. "Ich hab mich ganz leise wieder reingeschlichen und erst mal gedacht, dass niemand was gemerkt hat. Mac's Schlüsselbund lag auf dem Sekretär, die Geldbörse und es war stockdunkel. Dann bin ich leise die Treppe hoch und in den Flur und da war er!"

David zuckte die Schultern. "Ja und? Weiter!"

"Was weiter, David," fauchte der andere Teenager zurück und trank wieder. "Er hat mich abgefangen und mir einen Vortrag gehalten und gefragt, ob ich besoffen bin!"

"Und warst du," fragte jetzt Jason von der anderen Seite interessiert.

"Nein, verdammt!"

"Okay, ist ja gut ... Ich dachte nur, wenn du schon mal eine Regel brichst, dann ..." Jason musterte seinen Halbbruder, doch merkte dann sehr schnell, dass er hier zu weit gegangen war. "Sorry, Alter!"

Alex seufzte und ließ die Schultern hängen. Wie sehr wünschte er sich jetzt ein weiches Bett ... "Dann hat er mein Handy geschlachtet und die Karte eingezogen! Und das bis auf unbestimmte Zeit! Den Rest ... werden wir heute Abend im Wohnzimmer klären, denke ich."

Jason grinste leicht. "Oh, oh ..."

"Ja," gab Alex zu. "Darauf freu ich mich schon!"

Er stand auf und warf die leere Dose in den daneben stehenden Papierkorb, dann setzte er sich wieder zwischen seine Brüder und wartete in der wärmenden Sonne und unter strahlend-blauem Himmel auf das Klingeln der Schulglocke.

"Geht sie eigentlich auf unsere High School," fragte David plötzlich und sah sich suchend um.

"Sie ist schon 20, David," teilte sein Bruder ihm mit. "Da geht man nicht mehr auf die High School, sondern auf das College! Passt du eigentlich auch mal im Unterricht auf?!"

Jason grinste. "Entschuldige, aber ... Julia geht nur aufs College, wenn sie nicht hängen geblieben ist!"

"Sie ist nicht hängen geblieben, o-kay? Hör auf so einen Mist zu erzählen!"

"Und auf welches College geht Julia," fragte Jason weiter, obwohl er wusste, dass er ihn nervte.

"Ich hab keine Ahnung? Vielleicht auf das Kew Gardens Hills?!"

David lächelte. "Das ist aber jetzt nur ne Vermutung oder?"

Der Sohn des Polizisten zuckte die Schultern und spielte an seiner Dose. "Woher willst du das denn wissen? Oder seid ihr in eurer Beziehung schon so weit gekommen, dass ihr Privatsachen austauscht? Dann könntest du ihr ja auch erzählen, dass dein Daddy dich-"

"Halt die Klappe, Jason," stoppte Alexander ihn sofort aufgebracht. "Das Thema gehört hier nicht hin, okay? Und wehe du erzählst ihr irgendwann irgendwas, dann bekommst du ein paar aufs Maul! Kapiert?"

Jason grunzte leise. "Schon gut!"

Er stand auf und die Schulglocke gab den ersten Ton von sich. "Du hast ja jetzt sehr viel Zeit Julia unter die Lupe zu nehmen, wenn wir fast direkte Nachbarn sind. Du kannst sie anrufen und- ... Oh, Sekunde! Du hast ihre Nummer ja gar nicht und im Telefonbuch von Queens wird sie vielleicht auch noch nicht stehen, oder?"

"Ich weiss es nicht, Jason!"

"Ich denke, du warst mit ihr auf Chris' Party?! Da erzählt man sich doch ein paar Sachen, Alter oder hast du sie wirklich die ganzen drei Stunden nur angeglotzt und dich dann mit Chris unterhalten?"

Niedergeschlagen und genervt stand Alex auf und spazierte ohne noch ein Wort zu sagen auf den Nebeneingang des Gebäudes zu, um sich dem nächsten Kurs zu stellen und seiner Müdigkeit! Seine Brüder sahen ihm kurz hinter her, doch folgten ihm dann langsam. Jason grinste. Er wusste, dass Alex gerade ziemlich genervt war - von ihm und von der nächtlichen Begegnung mit seinem Vater, der ihn leider erwischt hatte. Heute Abend würde er dann die Rechnung bekommen und die würde sicher nicht ganz schmerzfrei werden.


Stephen betrat nach einer anstrengenden Schicht sein Haus. Leise drückte er die Eingangstür hinter sich ins Schloss, ging zu seinem Sekretär, legte die Schlüssel ab, zog seine Brieftasche aus der Jacke und legte sie ebenfalls ab. Die Schuhe seiner Kinder und Jason standen fein säuberlich aufgereiht unter den Gaderobenhaken. Alle waren zu Hause, nur sein Ehemann fehlte noch! Mac hatte ihn im Krankenhaus angerufen und Bescheid gegeben, dass es heute Abend spät werden würde. Das CSI Team hatte seit dem Leichenfund heute früh ein paar neue Erkenntnisse erzielt, denen sie jetzt noch nachgehen wollten, bevor die Spur wieder kalt werden würde. Natürlich hatte Stephen keinerlei Einwände! Wie konnte er auch? Wenn Professor Holland, sein Boss, ihn bat etwas länger zu bleiben, weil es einen Notfall gab oder ein Kollege krank war, dann hatte Stephen auch nichts dagegen und Mac verstand ihn.

Schnell entledigte er sich seiner Jacke, hängte sie an die Gaderobe, betrachtete sich kurz in dem Spiegel und ging dann in die Küche. Dort trank Stephen einen Schluck Mineralwasser und horchte in die Stille seines Hauses! Die wenigen, leisen Gräusche, die er wahrnahm, kamen aus dem ersten Stock. Stephen seufzte leise, stellte das Glas auf dem Tisch ab und zog sein Jackett aus, was er in die linke Hand nahm und dann durch die Lobby ging und die Treppe betrat. Er ging nach oben und gab zunächst Jason und David Bescheid, dass er wieder da war. Dann klopfte er an Alex' Zimmertür und wartete bis er hereingebeten wurde.

In Alex' Zimmer war es angenehm warm. Es war aufgeräumt und sogar gesaugt, wie Stephen bemerkte. Sein Sohn sass an seinem Schreibtisch und las in einem Buch. Stephen trat lächelnd auf ihn zu, legte eine Hand auf die Stuhllehne und beugte sich über ihn, um zu sehen, was er gerade las.

"Du machst noch Hausaufgaben," fragte Stephen ungläubig.

"Ja, heute haben wir viel auf," meinte Alex. "Außerdem versteh ich das nicht alles."

Sein Vater seufzte. "Was verstehst du nicht?"

Schulterzucken. "Mathe!"

"Okay," gab Stephen zurück, drehte sich um und nahm den Stuhl, der hinter der Tür stand in die Hand.

Schnell klappte er ihn auseinander, stellte ihn neben Alex und setzte sich dann, um seinem Sohn bei den schwierigen Hausaufgaben bei zu stehen. Alex zeigte ihm die vier Aufgaben, die er nicht verstand und der Arzt nahm das Buch zwischen die Finger und las konzentriert, während er die Beine ausstreckte und die Füße übereinander schlug. Nach ein paar Sekunden des Überlegens, warf Stephen Alex einen fragenden Blick zu.

"Du hast aber im Unterricht aufgepasst, oder?"

Alex sah ihn von der Seite aus an. "Eh, ja!"

"Habt ihr die Aufgaben nicht besprochen oder so," fragte Stephen weiter und kratzte sich am Kopf.

"D-doch, Dad, aber die blöde Kuh ... sie kann das echt nicht erklären, okay?!"

Jetzt sah Stephen ihn direkt an. Ein scharfer Blick, wie ihn seine Kinder kannten. "Ms. Miller, heisst sie oder?"

Seufzen. "Ja, Ms. Miller!"

Connors ließ das Mathematikbuch auf den Tisch zurück fallen, seufzte und stützte sich dann mit dem Ellbogen des linken Armes auf der Platte auf. Er legte seinen Kopf in die Handfläche und musterte seinen 16-Jährigen interessiert.

"Hast du denn auch deine Brüder gefragt, ob sie dir helfen können, Alex?"

Alex ließ die Schultern hängen und wurde etwas lauter. "Die waren doch nicht da!"

"Du hättest sie in der Schule fragen können, Alex und ich bin mir sicher, dass David und Jason, wenn du sie gefragt hättest, auch ihr Mittagessen aufgegeben hätten, um dir hierbei zu helfen! ... Hör bitte auf mir so einen Mist zu erzählen! Du hast nicht gefragt, weder Ms. Miller noch deine Brüder und soll ich dir sagen, warum?"

Oh nein, ich wusste dass das nicht gut geht ... Alex schluckte und blieb stumm. Sein Vater war in Fahrt ...

"Du hast auf mich gewartet," folgerte der Arzt. "Damit ich, der den ganzen Tag arbeiten war und ziemlich viel Stress hatte und der noch nichts gegessen hat, jetzt noch mit dir hier sitzen muss und dir bei den Hausaufgeben helfen soll! Diese Verzögerungstaktik funktioniert aber nicht, Alex! Ich werde dir jetzt hierbei helfen, weil ich nicht möchte, dass du einen Tadel bekommst und wenn wir fertig sind - und es ist mir völlig egal wie spät es dann ist - werden wir uns um deine Verstöße kümmern!"

Alex schluckte schwer. Dass Stephen jetzt keine gute Laune mehr hatte, war irgendwie klar gewesen.

Sein Dad stand auf. "Ich zieh mich eben um und dann machen wir Mathe. Okay?"

"Ja," gab der Teenager leise zurück und ließ die Schultern hängen. Ja, sein kleiner Plan war definitiv dahin ... "Entschuldige, Dad."

"Schon gut," sagte Stephen.

Alex sah ihm nach, als er aus dem Zimmer und dann den Flur hinunter ging, um sich im Schlafzimmer bequeme Sachen an zuziehen. Er nahm das Buch und zog es wieder zu sich. Schnell versuchte er noch mal einen Sinn in der ersten Aufgabe zu finden, doch konzentrieren konnte er sich jetzt gerade nicht mehr. Viel zu sehr ärgerte es ihn, dass sein Dad den kleinen Trick bemerkt hatte.

Nach ein paar Minuten kam Stephen wieder in das Zimmer zurück. Jeans, graues T-Shirt, Socken! Seufzend setzte er sich wieder auf seinen Stuhl und Alex schob ihm wieder das Buch vor die Augen. Stephen las die Aufgabe noch mal durch und begann dann seinem Sohn die Sache zu erläutern.

Minuten vergingen. Stephen redete, Alex hörte aufmerksam zu und schrieb. Stephen kontrollierte noch mal und so wurde nach und nach eine Aufgabe nach der anderen abgehakt. Eine halbe Stunde später war das Fach Mathematik erledigt und Alex steckte das Buch in seinen schwarzen Rucksack, den er unter seinen Schreibtisch stellte.

Stephen kratzte sich am Bauch. "Fertig?"

"Ja," gab sein Sohn lächelnd zurück.

"Kann ich denn die anderen Aufgaben sehen?"

In Gedanken rollte Alex mit den Augen. Er hasste es, wenn sein Vater ihm nicht mehr traute, seine Aufgaben vernünftig und sorgfältig zu machen! Doch natürlich hatte er auch hier keine andere Wahl. Schnell kramte er den linierten Collegeblock hervor und das Buch für Geschichte und suchte die entsprechende Seite und Aufgabe heraus. Stephen sah sich den Text an und warf dann einen prüfenden Blick auf den Lückentext, den sie mit Hilfe des Textes ausfüllen mussten. Er machte ein paar Stichproben und reichte seinem Sohn schließlich zu frieden das Blatt zurück, was er mit dem Buch in die Ecke des Schreibtisches legte - für Übermorgen! Spanisch und Englisch wurden auch noch mal durchexerziert und nach einer weiteren halben Stunde klappte Stephen das Englischbuch zu und stand endlich auf.

Mit dem Kopf wies er zur Tür. "Ich denke wir können dann, oder?"

"Ja," erwiderte Alex seufzend, doch verkniff sich jeglichen negativen Kommentar.

Das wäre in seiner Situation sehr unklug.

Schnell ging er zu seinem Bett hinüber, schlug schon mal die Decke zurück, zog das Rollo hinunter und legte seine Schlafsachen auf die Bettdecke, damit er gleich nicht noch etwas heraus suchen musste und sofort hineinfallen konnte. Stephen beobachtete ihn kurz und stellte dann seinen Stuhl wieder weg. Gemeinsam traten sie aus dem Zimmer. Alex zog seine Tür zu und folgte Stephen dann langsam und nervös die Treppe hinunter in die Lobby.


Im Wohnzimmer setzte sich Stephen auf sein Sofa, rückte etwas nach vorn und wartete bis Alex ihm gegenüber Platz genommen hatte. Die Schiebetür hatte er vorab schon geschlossen, damit die Kinder wussten, dass sie ab jetzt nicht gestört werden wollten. Kurz musterte Stephen seinen Sohn, öffnete den Mund, doch Alex kam ihm zu vor.

"Kann ich was sagen, bitte?"

"Ja," sagte der Arzt und nickte leicht.

Alex schloss kurz die Augen, nur um sie dann wieder zu öffnen und legte seine Hände flach auf die Knie. Er wusste, dass das, was er jetzt vorbringen würde, Stephen's Entscheidung über die Schwere der Strafe beeinflussen konnte ... oder nicht. Fakt war hier, dass Alex einen Regelbruch begangen hatte! Fakt war, dass er nicht auf seinen Vater gehört hatte und trotzdem zu der Party gegangen war. Und Fakt war, dass das Thema Julia Walker sicher für Stephen erstmal gestorben war! Denn wegen ihr, hatte Alex sich ja überhaupt zu der Party geschlichen! Konnte er den Schaden noch eingrenzen?

"Ich dachte, du wolltest was sagen," fragte Stephen plötzlich leise.

Alex schreckte hoch. Er hatte gar nicht gemerkt, dass er so sehr in seinen Gedanken gefangen war und Stephen hatte unnötig warten lassen.

Der Junge räusperte sich. "Ja, ich ... es tut mir leid, dass ich gestern Vormittag so schlechte Laune hatte und dann die Zeit vergessen hab. Ich kenne unsere Regel und ich weiss, dass Mac und du Unpünktlichkeit nicht leiden könnt und dafür möchte ich mich entschuldigen, Dad."

"Gut," gab sein Vater zurück. "Aber ich denke, du weisst, was mich noch mehr aufregt, als dass du im Park zu spät dran warst, oder?"

Oh ja ... "Ja, Sir. D-dass ich zu der Party gegangen bin, obwohl du es mir verboten hast! D-das tut mir auch leid. Ich ... ich hab versucht Julia zu beeindrucken. Sie hat angerufen und noch mal nachgefragt und ich wollte ihr auch sagen, dass ich nicht hin darf, aber sie war total begeistert neue Leute kennen zu lernen und mich wieder zu sehen und da- ... Ich konnte einfach nicht nein sagen, Dad!"

"Julia," sagte Stephen seufzend und kratzte sich an der Stirn, bevor er dann wieder Alex direkt in die Augen sah. "Das heisst, wegen Julia sitzen wir hier, ja? Ich hoffe, sie ist es wert, Alex! Das hoffe ich wirklich. Wenn Mac heute Nacht wieder hier ist, werde ich ihn fragen, ob wir uns Morgen mal bei den Walkers vorstellen gehen."

"Ja, können wir machen," gab Alex grinsend zurück.

Stephen schüttelte den Kopf und zeigte mit dem Finger auf sich. "Mac und ich, Alex! Wir! Die Eltern gehen zu den Walkers und werden Hallo sagen! Okay?" Er zeigte auf Alex. "Du hast Hausarrest, Großer und zwar für die ganze Woche! Vergiss das bitte nicht! ... Du kommst sofort nach der Schule nach Hause und bleibst zu Hause! Es sei denn, Mac oder ich sind damit einverstanden, dass wir gemeinsam irgendwo hin gehen! Es gibt keinerlei Besuch für dich, weder Julia noch sonst wer und ich rate dir, diesen Arrest nicht zu brechen! Hast du verstanden?"

Nicken. "Ja, Dad."

"Gibt es sonst noch etwas, worüber wir reden müssten oder war es das?"

Alex schüttelte schnell den Kopf.

"Eine verbale Antwort, Alex," forderte Stephen leise.

"Nein, das war's!"

"Okay," gab Stephen zurück.

Müde erhob er sich vom Sofa und ging an den kleinen Tisch heran, den er an den Ecken anfasste. Dann warf er einen Blick auf seinen Sohn. "Fass mal mit an, bitte!"

Der jüngere Connors stand auf und nahm den Tisch an den anderen beiden Ecken. Schnell rückten sie ihn an das linke Sofa heran, so dass sie auf der rechten Seite mehr Platz hatten. Stephen setzte sich seufzend wieder auf das weiche Polster und deutete dann mit dem Finger rechts neben sich. Alex spürte, dass er nervös wurde. Zwar wusste er jetzt, dass sein Vater den ungeliebten und schmerzhaften Stock im Schrank lassen würde, aber je näher eine Strafe rückte, desto schwieriger war es für ihn, sich zu ergeben und es einfach hin zu nehmen.

"Alex? Ich habe keine Lust zu warten!"

Schnell ging der Junge auf seinen Vater zu und stellte sich an seine rechte Seite. Mit den Fingern öffnete er langsam die Knöpfe der Jeans. Einen nach dem anderen. Als er den letzten Knopf endlich gelöst hatte, machte er noch einen vorsichtigen Schritt auf das Bein seines Vaters zu und streifte die Jeans dann über seine Hüften. Stephen legte die rechte Hand auf seinen Rücken, drückte ihn sanft herunter und half ihm über seine Knie.

Sein Puls raste und sein Herz schlug heftiger. Alex fühlte sich immer wie ein kleines Kind, wenn Stephen ihn so übers Knie legte, doch eigentlich konnte er sich glücklich schätzen, dass sein Vater ihn so bestrafte und nicht mit dem Stock! Er war sich sicher, dass er den eigentlich verdient hätte, oder zumindest den Ledergürtel. Beschweren wollte er sich deswegen nicht! Trotzdem war es gerade etwas unbequem ...

Stephen legte seinen linken Unterarm auf Alex' Rücken, während er die Jeans noch etwas mehr aus dem Weg zog und sich dann dan der schwarzen Boxershorts zu schaffen machte. Sein Sohn verzog das Gesicht.

Okay, also gibt es keine Aufwärmrunde heute ... Mist!

Die Baumwollshorts verschwand an den Kniekehlen. Der Arzt rückte seinen Sohn noch mal etwas mehr in Position, fasste dann mit Links Alex' Handgelenk der rechten Hand und brachte sie ein Stück auf den Rücken, so dass er nicht zwischendurch nach hinten greifen konnte.

"Dann wollen wir mal ..."

Der läppsche Ausruf brachte den Teenager dazu sein Gesicht in dem Sofapolster zu verstecken. Er wartete. Stephen nahm seine rechte Hand weit nach hinten und schlug hart zu. Der beißende Schmerz riss Alex gnadenlos aus seiner Konzentration heraus und er zischte laut auf. Sein Kopf fuhr sofort wieder hoch und er atmete sofort anders, als noch vor wenigen Sekunden zu vor. Noch einmal klatschte Stephen's Hand herunter. Hart traf sie beide Pobacken auf einmal und hinterließ ein leichtes Rosa.

Alex blinzelte hektisch. Mit jedem Hieb wurde der Schmerz intensiver. 15 ... 20. Nach ein paar Minuten hatte Stephen einen ordentlichen Rythmus gefunden, so dass Alex ungefähr erahnen konnte, wann der nächste Schlag mit der Hand kam. Aber richtig helfen, tat das auch nicht. Wieder und wieder krachte die Handfläche auf Alex nackten Po, der jetzt bereits ziemlich wund aussah. Der praktische Arzt und Unfallchirurg drückte die Hand seines Jungen jetzt etwas mehr und gab ihm noch einen schmerzhaften Hieb! Alex schluckte und spürte, dass ihm langsam heiss wurde. Auch das Atmen fiel ihm von Sekunde zu Sekunde schwerer.

35. Stephen sagte kein Wort, während er seinem rebellischen Sohn den Hintern versohlte. Er musste auch nichts sagen! Sie hatten alles geklärt. Alex war unpünktlich und dann auch noch ungehorsam gewesen und jetzt bekam er die Quittung! Der Teenager biss die Zähne zusammen. Schreien wollte er auf keinen Fall! Doch nach den nächsten zehn festen Schlägen auf seinen entblößten und wunden Po, konnte er die ersten Tränen dann doch nicht mehr zurück halten.

Er öffnete den Mund und atmete weiter. Schluchzte leise und bewegte sich nur minimal, um in Position zu bleiben. Und wieder traf die Hand seines Vaters seinen Hintern. Diesmal jaulte Alex laut auf. Er konnte nicht mehr. Konnte sich nicht mehr beherrschen und still sein. Aber das war eigentlich auch nicht nötig. Stephen war es egal, ob die Jungs, während der Tracht Prügel los weinten oder sogar schreien mussten. Gefühle sollten ihnen nicht peinlich sein - ganz im Gegenteil!

Die letzten 20 Hiebe erforderten von Stephen etwas mehr Kraftaufwand als üblich und Alex dankte es ihm mit vielen Tränen, die er sonst, bei so einer Strafe nicht vergoß. Und dann war es vorbei. Connors nahm seine rechte Hand herunter und ließ Alex dann langsam und vorsichtig los. Der Junge nahm seine rechte Hand und Arm nach vorn und atmete schwer, während sein Dad ihm sanft den Rücken streichelte.

"Sch," machte Stephen leise und versuchte Alex so schnell es ging zu beruhigen. "Schön tief atmen. ... Gut so. Es ist alles okay."

Er streichelte ihn weiter, während er skeptisch Alex' Hinterteil betrachtete. Das leichte Rosa war zu einem Pink mutiert und sah sehr schmerzhaft aus, doch Stephen wusste beim besten Willen, dass er nicht zu hart gewesen war und Alex wusste das auch! Der Arzt seufzte leise. Streichelte ihm dann durch die schwarzen Haare und bekam sofort ein unmißverständliches Grummeln von seinem Sohn zu hören. Alex nahm eine Hand hoch und versuchte die Hand seines Vaters wegzudrücken.

Stephen schüttelte den Kopf und grinste. "Du gehst doch jetzt eh ins Bett, hm? Oder hast du noch was vor?"

Der Teenager schniefte und atmete durch den Mund aus. "Ich woll-lte noch zu Julia um ihr zu sagen, d-dass ich Hausar- ... AH!"

Stephen nahm seine rechte Hand wieder zurück, mit der er Alex noch einen gegeben hatte und schüttelte mißbilligend den Kopf. "Keine Witze, Alex! Verstanden? Ansonsten kann ich den Arrest sehr schnell auf unbestimmte Zeit verlängern!"

"Schon gut," erwiderte der Junge über seinen Knien und seufzte leise.

Schließlich erhob er sich und stellte sich neben Stephen, der ihm skeptisch in die Augen sah. Alex räusperte sich, schluckte und griff nach seiner Unterhose, die er vorsichtig nach oben und über seinen ledierten Hintern streifte. Kurz zuckte er vor Schmerzen zusammen, doch beruhigte sich schnell wieder. Die Jeans zog Alex über die Shorts, doch ließ sie auf. Während er langsam durch das Wohnzimmer und zu den Treppenstufen hinüber schlich, stand auch Stephen vom Sofa ab, zupfte kurz an seiner Jeans herum und folgte seinem Sohn bis an die Tür, die er dann öffnete und mit ihm hinaus in die Lobby trat.

Dort verschwand Stephen kurz in der Küche, wo er ein Ice-Pack aus dem Gefrierfach holte, ein Handtuch darum wickelte und schließlich wieder in der Lobby seinen Arztkoffer zur Hand nahm und hinter Alex die Treppenstufen hinauf spazierte.


Alex steuerte sofort sein Zimmer an, während Stephen den anderen Kindern Bescheid gab, dass sie sich wieder frei im Haus bewegen durften. Schließlich setzte er sich zu seinem Sohn auf das Bett, warf das Ice-Pack erstmal auf den Teppich und stellte seinen Koffer ab. Vorsichtig zog er Alex die Jeans aus und faltete sie einmal. Die Hose kam auf den Schreibtischstuhl.

Bei der Shorts war der Arzt noch vorsichtiger! Alex zuckte trotzdem zusammen, als der Stoff, der jetzt so unendlich rauh schien über die wunden Stellen rutschte. Er drückte seinen Kopf in das dicke Kissen hinein. Stephen öffnete seinen Koffer, legte die Wundsalbe bereit, öffnete die Packung mit den Handschuhen und ging dann in das Badezimmer, um sich gründlich die Hände zu waschen, damit er keinerlei Keime übertragen würde.

Während Stephen ihm dann den Po mit der Salbe behutsam einrieb, schloss Alex die Augen und dachte wieder an Julia! Zu blöd, dass er Hausarrest hatte und sie so erst in einer Woche wieder sehen konnte. Und mit ihr sprechen, konnte er auch nicht, weil Stephen seine Sim-Karte einkassiert hatte. Er seufzte, überlegte und öffnete dann ein Auge, um seinen Vater an zu sehen.

"Ah, Dad?"

"Mhm," machte Stephen leise, während er jetzt die andere Pobacke säuberte.

Alex zuckte zusammen. "Ah!"

"Entschuldige," sagte sein Vater mitfühlend und hielt kurz inne. "War keine Absicht."

"Mac und du, ihr geht doch Morgen zu den Walkers oder?"

"Das habe ich vor, ja," sagte der Arzt. "Ich muss Mac noch fragen, ob ihm das Morgen Recht ist! Wieso?"

Vorsichtig drehte sein Sohn sich halb auf die Seite, so dass Stephen mit der Behandlung aufhören musste. Stephen hob beide Hände in die Luft und sah ihn fragend an.

Alex grinste. "Kannst du vielleicht ... kannst du ihr was von mir ausrichten?"

"Mrs Walker?" Stephen grinste bei seinem dämlichen Witz breit.

"Julia," gab der Junge seufzend zurück und schlug seinem Vater spielerisch auf den Oberschenkel, so dass der zusammen zuckte. "Du sollst, Julia was von mir ausrichten!"

"Und was," fragte der Erwachsene und gab ihm ein Zeichen, dass er sich wieder umdrehen sollte. Alex legte sich wieder auf den Bauch und Stephen machte weiter.

Alex überlegte kurz, bevor er antwortete. "Sag ihr bitte, dass ich Hausarrest habe, wegen gestern und dass ich sie nächste Woche anrufe oder bei ihr vorbei komme! Und dass ich es nicht vergessen werde."

"Okay, ich sag's ihr!°"

"Danke!"

Es klopfte an der offenen Zimmertür und Jason trat über die Türschwelle. Kurz betrachtete er Alex und seinen Stiefvater und sah dann Stephen fragend an.

"Stephen? Ich wollte nicht stören, aber was gibt es zu essen?"

Stephen nahm seine Finger wieder zurück, sah Jason an und streifte sich dann die Latexhandschuhe von den Händen. Er war fertig! Bevor er Jason jedoch antwortete, stopfte er die Handschuhe sauber ineinander, so dass die daran klebende Salbe nichts verschmutzte, legte sie vor das Bett und packte zwei Mullbinden aus, die er säuberlich auf die Haut legte.

Erst jetzt warf er wieder dem Sohn seines Partners einen Blick zu. "Was hattet ihr denn heute Mittag Schönes?"

Jason leckte sich über die Lippen. "Burger mit Pommes!"

Alex starrte ihn etwas sauer an und stemmte sich mit den Unterarmen vom Bett hoch. "Du Arsch!"

"Und was hattest du, Alex," fragte Stephen seinen Sohn.

"Tiefkühlpizza."

"Also keine Hamburger und keine Pizza," überlegte Jason laut und lehnte sich an Alex' Schreibtischkante. "Ah, Nudeln? ... Dad müssen wir doch heute nicht einplanen, oder?"

Stephen schüttelte den Kopf. "Nein, der wird nachts erst wieder kommen, so wie es aussieht. ...DAVID? KOMM MAL! "

Eine Tür öffnete sich und ein paar Sekunden später kam David in Alex' Zimmer. Stephen stand auf, packte seinen Koffer wieder zusammen und ging auf den Flur. Er wollte es den Kindern überlassen sich etwas zu Essen auszusuchen. Stephen hatte riesigen Hunger und würde heute fast Alles essen.


Geschafft von der Arbeit und dass er heute noch früher anfangen musste als geplant, betrat Mac das Haus durch die Eingangstür. So leise wie möglich machte er sie wieder zu, räumte seine Schlüssel und die Geldbörse auf den Sekretär, wo bereits die Schlüssel seines Mannes lagen und setzte sich auf die unterste Treppenstufe um sich die Schuhe auszuziehen. Das schwarze Jackett folgte. Mac schlang es sich um den Unterarm, machte kurz einen Abstecher ins Wohnzimmer, doch es war leer. Die Küche ebenfalls. Was hatte er auch anderes erwartet? Es war ein Uhr nachts!

Also stieg der Cop die Wendeltreppe hinauf und marschierte zunächst in das Zimmer seines Sohnes, doch der lag schlafend in seinem Bett. Mac schloss die Tür und ging dann zufrieden den Flur hinunter, wo er die Schlafzimmertür öffnete. Der Raum war dunkel und nur der Mond gab etwas Licht ab.

Leise tappste Mac auf Socken zu seinem Schrank hinüber, warf einen kurzen Blick auf Stephen, der auf seiner linken Seite des Bettes in die Laken gekuschelt war und auf der dem Rücken lag. Mac wartete einen kurzen Moment, doch Stephen bewegte sich nicht. Leise begann Mac sich auszuziehen. Nach wenigen Sekunden trug er eine schwarze Boxershorts und ein graues T-Shirt und ging einmal um das Ehebett herum.

"Hey," erklang plötzlich Stephen's müde Stimme leise neben ihm.

"Hab ich dich geweckt," fragte Taylor leise und warf einen skeptischen Blick auf seinen Partner.

Stephen lächelte. "Nein, ich hab auf dich gewartet! Wie war der Tag?"

Mac sah ihn an, lächelte ebenfalls und stieg langsam in das Bett links neben ihn, ohne erstmal auf seine Frage zu antworten. "Du liegst auf meiner Seite, Häschen."

Stephen grinste frech und schnüffelte einmal intensiv und gierig an den Laken und dem Kopfkissen, bevor er Mac wieder an sah. Seine Stimme war leise und sanft. "Ich hab dich vermisst. Und das hier riecht nach dir ..."

Wieder atmete er tief ein und Mac kletterte neben ihn, wo er sich dann die Decke über den Körper zog und an Stephen heran rutschte, so dass er ihm in die Augen sehen konnte. Liebevoll drückte er ihm einen Kuss auf die Lippen. Stephen erwiderte den Kuss sofort und Mac streichelte ihm mit den Fingern durch das Haar, bevor er sich dann ein paar Zentimeter von ihm zurück zog.

"Sehr anstrengend und verdammt lang und bei dir?"

Der Arzt rückte wieder näher an ihn heran, legte sich dann mit dem Kopf auf Mac's Schulter und schnaufte zufrieden und glücklich. Mac legte sich auch auf den Rücken und entspannte sich sofort.

"Ja, das Anstrengend kann ich nur zurück geben! Ich hatte ganze zwei Operationen, von denen die zweite überhaupt nicht nötig gewesen war, wenn der Kerl besser aufgepasst hätte! Ich frag mich jedesmal, warum wir Menschen oft erst handeln und dann das Gehirn einschalten!"

Mac grinste, während er an die Decke starrte. "Was war denn mit ihm?"

"Schweigepflicht, Mac!"

"Okay," gab der andere Mann zurück. "Und wie war es hier so? Ist irgendwas passiert, was ich wissen will?"

"Nein, nicht wirklich, Baby," meinte der Arzt seufzend. "Mein Sohn hat versucht, unser Gespräch etwas hinaus zu zögern, indem ich noch mit ihm Hausaufgaben machen musste, aber mehr war nicht. Er hat übrigens Hausarrest für die komplette Woche! Und ich habe seine Sim-Karte eingezogen, also nur, falls er zu dir etwas sagt oder irgendwo hin will, okay?"

Mac nickte verstehend und streckte die nackten Beine unter der Decke aus. "Okay!"

Ein paar Minuten vergingen, in denen das Ehepaar schwieg und einfach nur die Nähe des Partners genoss. Dann bewegte Stephen sich wieder etwas, drehte sich auf die Seite, schlang den linken Arm um die Brust von Mac und legte den Kopf seitlich auf seinen Unterarm, so dass er Mac ansehen konnte.

"Was hälst du davon, wenn wir zwei Morgen nach der Arbeit mal zu den Walkers spazieren und freundlich Hallo sagen?"

Taylor grinste ihn an. "So wie liebe Nachbarn das tun ja?"

"Ja! Außerdem hab ich Alex versprochen, dass ich Julia etwas von ihm ausrichte. Er darf ja im Moment nicht raus und sein Handy kann er auch nicht benutzen, also spiele ich den Vermittler!"

"Den Liebesboten," teilte Mac ihm schmunzelnd mit.

Stephen lachte leise und strich ihm dann zärtlich mit dem Finger über die Wange. "So ungefähr, ja! Also kommst du mit?"

"Klar! Wenn du da ganz alleine aufkreuzt, denken die Walkers noch, dass wir Krach haben!"

"Gut!"

Schnell warf Stephen sich auf Mac und küsste ihn grob auf den Mund. Der Polizist zwinkerte, schlang dann seine starken Arme um ihn und erwiderte den Kuss leidenschaftlich, während sich Stephen zu ihm hinunter beugte. Kuss um Kuss wurde das kleine Liebesspiel intensiver. Mac streichelte Stephen und schob dann seine Hand sanft von hinten in seine Shorts hinein, wo er ihn streichelte. Gierig küsste der Arzt ihn weiter.

Die Zeit verstrich um Sekunden. Ihnen wurde warm. Mit der rechten Hand schob Stephen den Stoff von Mac's T-Shirt nach oben und küsste ihn auf den Bauch und die Brust, während sein Ehemann seine Augen schloss, um die Liebkosungen voll und ganz auszukosten. Er zog seine Hand wieder aus Stephen's Hose zurück, um ihn näher an sich zu drücken und warf beiläufig einen Blick auf den Wecker.

Mac seufzte und Stephen zog sanft an seiner Unterhose.

Doch bevor er ihn ganz ausziehen und ihr Liebesspiel neue Bahnen erreichen konnte, stoppte Mac ihn sanft mit seiner Stimme. "Schätzchen?"

"Mhm," machte Stephen leise und küsste ihn wieder auf den Bauch.

"Warte! Ich hab zwar Morgen frei, aber wir sind beide müde oder nicht," fragte Mac ihn vorsichtig.

Sofort reckte Stephen seinen Kopf hoch, ließ die Unterhose mit den Fingern an ihrem Platz und öffnete den Mund. "Okay! Entschuldige, du hast Recht. Es ist ja auch schon verdammt spät. Lass uns schlafen."

Mac küsste ihn auf den Mund. "Danke! Ich bin wirklich fertig!"

"Kein Problem," entgegnete Stephen grinsend und rollte sich vorsichtig von ihm hinunter.

Er ließ sich auf seine Seite des Bettes fallen und Mac zog die Decke über sich und ihn. Dann kuschelte er sich von hinten an Stephen heran, schlang einen Arm beschützerisch um ihn und atmete sanft in seinen Nacken hinein. Stephen schloss die Augen. Ja, er war auch müde und es war gut, dass Mac ihn jetzt schon gestoppt hatte. Er horchte in die Stille der Nacht hinein. Auf dem Kleiderschrank kamen jetzt die großen Schatten der Bäume zum Vorschein, die das Haus umgaben. Er dachte wieder an Alex und Julia.

Stephen kannte das Mädchen oder besser die junge Frau, ja noch nicht, doch das würde sich Morgen Abend schnell ändern und dann konnte der Arzt sich selbst ein Bild machen und sich sein erstes wirkliches Urteil über sie erlauben. Vorschnell zu urteilen wäre Alex gegenüber unfair! Stephen dachte noch einen Moment darüber nach, bis ihm dann endlich die Augen zu fielen und er an Mac gelehnt sanft weg döste.

Tbc ...


AN: Tja, Alex! Dass dieser nette Trick nicht ganz funktioniert, hätte ich dir auch vorher sagen können! Daddy ist ja nicht dumm ... Aber jetzt sind die zwei wieder quitt und es kann weiter gehen mit dieser Woche, die so schlecht angefangen hat! Mal sehen was der Junge und auch Julia noch so vor haben :D Danke für eure Reviews! Eure Vanessa