Kapitel 3: breathe again – wieder atmen
„Sein Puls wird schwächer!", bemerkte der junge Sanitäter und warf seiner Kollegin einen besorgten Blick zu.
Diese ließ sich davon nicht beirren, sie hatte etwas mehr Erfahrung und wusste das es unter Umständen bei einer Rauchgasvergiftung etwas dauern kann, bis der Atemreflex wieder einsetzt.
Sam stand immer noch regungslos da und betete das Callen es schafft.
'Komm schon G., du hast 5 Kugeln überlebt, du wirst dich doch nicht etwa von einem Feuer unterkriegen lassen oder? G., bitte atme. '
Ein Zucken von G. fast zeitgleich mit dem eintretenden Würgereflex durch den Schlauch in dem Hals, holte Sam aus seinen Gedanken.
„Er atmet wieder, er hat gute Chancen durchzukommen", meinte Sie zu Sam der die ganze Zeit direkt neben ihnen gestanden hatte.
Diesem fiel ein Stein, wohl eher eine ganze Felswand vom Herzen.
Die Sanitäterin konnte aber in dieser Situation den Beatmungsschlauch noch nicht entfernen,
sie musste ihm ein Beruhigungsmittel spritzen, sonst könnte er sich durch den Schlauch verletzten.
So etwas hatte sie noch nie erlebt, das ein Patient gleich mit dem ersten Atemzug sein Bewusstsein wieder erlangt.
Es erstaunte sie jedes Mal aufs neue welche Wunder der menschliche Körper in Ausnahmesituationen vollbringen konnte.
Kurz nach der Injektion beruhigte sich Callen und schlief langsam ein.
Nun hatte die Sanitäterin Zeit sich die Verletzung an seinem rechten Bein mal genauer anzuschauen.
Vorsichtig schnitt sie mit einer Schere die angesengte Jeans auf, sie sah sofort eine um die zehn Zentimeter lange und etwa zwei Zentimeter tiefe Fleischwunde die von einer größeren Verbrennung umgeben war.
Durch die Verbrennung blutete die Wunde nicht sehr stark.
Sie würde später bestimmt noch operativ versorgt werden müssen, aber bis dahin musste ein Verband ausreichen.
Sam stand die ganze Zeit reglos daneben und beobachtete jeden Handgriff der Sanitäterin genau.
Wie sehr hätte er sich gewünscht das G. jetzt wach wäre und er ihm zeigen könnte, das er bei ihm ist.
Genau in diesem Moment begann der Verletzte wieder unruhig zu werden.
Sofort war Sam an seiner Seite nahm seine Hand und sagte: „Ganz ruhig G. Ich bin bei dir, ganz ruhig"
Für einen kleinen Moment öffnete Callen seine Augen, er versuchte seinen Würgereiz weitestgehend zu unterdrücken.
Am liebsten hätte er schon wieder Witze gerissen, es war halt seine Art Sam zu überzeugen das es ihm gut ging,
aber durch den Beatmungsschlauch wurde jeder Sprechversuch verhindert.
Schon wieder schaffte es G. die Sanitäterin zu überraschen, normalerweise hätte er nach der Spritze mindestens noch die nächste halbe Stunde schlafen sollen.
Sie überlegte noch etwas nach zu dosieren, aber bei der Willensstärke ihres Patienten wäre es wohl Zwecklos gewesen.
Callen versuchte seinen Blick auf Sam zu fokussieren, was für ihn nicht so einfach war.
Sein Kopf dröhnte, ihm war schwindelich und es fiel ihm immer schwerer nicht wieder in die Bewusstlosigkeit abzudriften.
Sam bemerkte das und versuchte weiter Callen durch seine Anwesenheit etwas zu beruhigen.
Die Sanitäterin hatte ihre Untersuchung abgeschlossen und Sam schaute sie mit fragendem Blick fragendem Blick an.
„Eigentlich müssten Sie wissen das ich ihnen noch nichts genaues sagen kann, dazu muss er im Krankenhaus noch weiter untersucht werden. Bis jetzt konnte ich eine schwere Rauchgasvergiftung feststellen und er hat schwere Verbrennungen am Bein."
Darauf gab Sam ihr seinen aber-er-wird-doch-wieder-oder?-Blick.
Sofort verstand sie diesen und antwortete: „Kommt drauf an wie schwer seine Lunge durch die heißen Rauchgase geschädigt wurde."
Sie warf einen Blick auf ihren Assistenten der alles für den Transport des Patienten ins Krankenhaus vorbereitet hatte.
„Ich denke wir sollten jetzt fahren. Wir werden ihn ins Pacific Palisades Memorial Hospital bringen, die kennen sich mit Brandopfern aus und …"
, sie machte eine kurze Pause und warf einen kurzen Blick auf den Verband an Callens Bein,
„das Bein wird bestimmt operativ versorgt werden müssen."
Sam nickte nachdenklich und schaute noch zu wie sie G. in den Krankenwagen einlud und die Hecktüren zumachte.
Danach stieg ihr Assistent auf der Fahrerseite ein und fuhr los.
Sam lief schnell zu seinem Challenger, er stieg ein und fuhr dem Krankenwagen hinterher.
Kurz nachdem der Krankenwagen und Sam den Ort des Geschehens verlassen haben, rief er Hetty an um sie auf den neusten Stand zu bringen.
„Sam was gibt es neues?"
„Also sie haben G. stabilisiert und bringen ihn ins Pacific Palisades Memorial Hospital, bin gerade schon auf direktem Weg dahin."
„Gut zu hören, Kensi und Deeks sind auf dem Weg zu dem Haus, die Familie könnte ja jetzt etwas Unterstützung gebrauchen und wir haben ja momentan keinen aktuellen Fall."
„Denken Sie etwa das könnte ein Fall für uns sein?"
„Hetty, ich glaube wir haben was interessantes gefunden", warf Eric ein, er und Nell die neben ihm stand schauten Hetty neugierig an. Sie konnten es kaum erwarten ihre Entdeckungen ihrer Chefin mitzuteilen.
„Mr. Hannah, bleiben Sie kurz dran."
Mit den Worten stellte sie auf laut damit er mithören konnte und wandte sich dann ihren beiden Computerspezialisten zu.
„Also das Haus gehört der Familie Smith, bestehend aus Sandra Smith der Mutter, den Kindern Ben und Charliene und jetzt wird es interessant Petty Officer Stanley Smith der gerade im Irak dient."
Eric schaute zu Nell, die sofort zu erklären begann was sie herausgefunden hatte.
„Es ist schon das dritte Haus innerhalb von 2 Wochen, was in Los Angeles buchstäblich in Flammen aufgegangen ist."
Sie grinste kurz und fuhr gleich wieder fort.
„Haus Nummer eins: Gehört Petty Officer Brian Shepherd ist vor 12 Tagen niedergebrannt, die Familie war zum Glück gerade nicht zuhause als es passiert ist. Die Polizei vermutete einen Kurzschluss. Haus Nummer 2: gehört Petty Officer John Miller, ihr Haus brannte vor 5 Tagen, die Kinder waren zum Glück in der Schule aber Sandy Miller seine Ehefrau wurde schwer verletzt."
Eric übernahm wieder und zog seine das Beste kommt zum Schluss Sache ab.
„Alle 3 Petty Officers dienen in der selben Einheit im Irak, die Chance das die Häuser nur zufällig abgebrannt sind, ist gleich null."
„Warum ist das der Polizei nicht aufgefallen?", fragte Sam der am Telefon alles mitgehört hatte nach.
Als wenn Nell diese Frage erwartete, hatte sie sofort die Antwort parat.
„Die Häuser stehen in 3 verschiedenen Stadtteilen und die Cops haben den zweiten Fall, zwar noch nicht abgeschlossen, aber sie gingen bis jetzt von einem tragischen Unfall aus."
Nun mischte sich auch Hetty ein, sie hatte die ganze Zeit nachdenklich zugehört.
„Mr. Hannah bringen sie Ms. Blye und Detective Deeks auf den neuesten Stand, melden sie sich wenn es neues über den Zustand von Agent Callen gibt."
Danach beendete sie das Gespräch mit Sam.
„Eric, ich möchte wissen, an welchen Operationen, diese Einheit im Irak beteiligt ist und ob diese vielleicht gefährdet sind. Nell, wir müssen alles über diese Soldaten wissen, was sie finden können."
Nachdem Sie alle Aufgaben verteilt hatte, verließ Hetty die Operationszentrale.
Tbc.
