Hallo Leutz!
Erstmal ein ganz großes Sorry weil ich nicht weiter geschrieben hab, aber mein PC hatte seit dem 19.06. einen Serverfehler und ich konnte ihn nicht hochfahren, demnach auch nix schreiben. Tja, und dieses Problem wurde eben erst vorgestern behoben, und da hab ich mich halt vor die Kiste gesetzt und dieses Kapitel zu Ende geschrieben. Aus diesem Grund, dass ich kaum Zeit hatte, und auch weil mir nichts weiter gelingen wollte, ist es diesmal so unglaublich kurz. Nur knapp was mehr als 3000Wörter schnief. Vielleicht werden die nachfolgenden Kapitel aber auch nur in dieser Größenordnung sein, dann schaff ich es vielleicht auch mal schneller mit dem updaten.
So, dann auch noch vielen Dank an die lieben Review-Schreiber!
Will5 und Majolin: Tja, was es mit den Müttern auf sich hat und warum Mrs. Granger sich so komisch verhält, werdet ihr in einem der nächsten Kappis erfahren, dauert aber noch etwas.
jaily: Ich versuchs auch so hinzukriegen, dass Draco erst langsam und auch irgend wie verständlich netter wird. grins
crazylolly14: Jetzt isses eh schon kürzer, da lohnt das Teilen nicht!
aleksandramalfoy: Ich bin froh, dich als Beta zu haben!
Ach ja, ab diesem Kapitel habe ich auch endlich einen Beta nach oben deut.
Danke an aleksandramalfoy.
So, jetzt geht's aber los mit dem Kappi:
P.S.: Hab alles Gedachte ab jetzt kursiv geschrieben. .
Kapitel II: Erfreuliche Mitteilungen
„Und Mine , hast du dich noch gut mit Malfoy unterhalten?", fragte Ginny grinsend, nachdem sie endlich ihre gesamte Aufmerksamkeit von Harry auf Hermine übertragen hatte.
Die Angesprochene verdrehte ihre haselnussbraunen Augen, doch dann erwiderte sie das Grinsen und ihre Stimme nahm einen schwärmerischen Tonfall an, als sie antwortete:
„Ach, es war einfach wundervoll! Wir haben uns noch nie so gut verstanden, und es ist wirklich toll einmal mit jemandem zu reden, der dasselbe geistige Niveau wie man selbst hat. Malfoy kann ja so charmant sein! Ich glaube wirklich, dass wir in diesem Schuljahr noch richtig gute Freunde werden können, vielleicht sogar auch mehr..."
„Was? Hermine, du verbrüderst dich doch nicht etwa mit dem Feind, oder? Denk doch mal nach, das ist Malfoy, der Draco Malfoy der dich immer als,... als... na du weißt schon als was beschimpft!", rief Ron aus, der dem Säuseln Hermine´s, mit vor Unglauben geweiteten Augen, in denen auch ein Schimmer von Verzweiflung zu erkennen war, gelauscht hatte.
So begriffsstutzig kann man doch gar nicht sein, oder? Zuerst Parkinson und jetzt auch noch Ron, womit hab ich das alles nun schon wieder verdient?, fragte sich die junge Hexe und stöhnte resigniert auf.
„Zum Merlin noch mal Ron, stell dich nicht immer so dämlich an! Das war alles nur ein Witz, natürlich habe ich mich nicht mit Malfoy verstanden, eher im Gegenteil, was denkst du denn von mir? Langsam mach ich mir wirklich Sorgen um deinen geistigen Zustand...", sie bedachte ihren eigentlich besten Freund mit einem entnervten Blick. Sie hatte an diesem Tag wirklich schon mehr als genug mit begriffsstutzigen Menschen zu tun gehabt.
Das Gesicht des Gryffindors neben ihr nahm bei ihrer Erwiderung langsam einen Farbton an, der dem seiner Haarpracht unangenehm ähnlich war.
„Willst du damit etwa sagen, dass ich dumm bin?"
Merlin, der erste Geistesblitz seines Lebens!, fuhr es ihr mit mittlerweile gewohntem Sarkasmus durch den Kopf.
„Wenn es um solche Dinge geht: Ja, genau das will ich damit sagen.", Ron wirkte einen Moment lang etwas sprachlos über die ungewohnt verletzenden Worte, des sonst so sanftmütigen Mädchen, doch dann vertiefte sich seine bereits bestehende Röte nur noch mehr und seine blauen Augen verengten sich zu bedrohlichen Schlitzen.
„Wenn Miss Ich-weiß-alles-und-du-nichts denkt, dass ich nicht die nötige Intelligenz habe, um mit dir mithalten zu können, dann musst du dich ja nicht mehr mit mir abgeben. Du bist wohl doch immer noch eine elende Besserwisserin!", schrie er aufgebracht und Hermine wusste, dass aus ihm auch all die verletzten Gefühle sprachen, die sich seit dem Sommer bei ihm angestaut hatten und sie ahnte auch, dass sie daran alles andere als unschuldig war. Doch das war ihr in diesem Augenblick egal.
Seit dem ersten Jahr in Hogwarts hatte er sie nicht mehr so genannt, denn er wusste ganz genau, wie sehr sie das verletzte, doch nun hatte er es wieder gewagt, und sie würde es nicht einfach so hinnehmen.
Mit derselben Wut, die auch ihn beherrschte, funkelte sie den schlaksigen Jungen an und einen Moment lang schien die Luft zwischen ihnen förmlich zu knistern.
„Ron, hör endlich auf dich immer wie ein verzogenes Kind zu benehmen! Und da wunderst du dich noch, warum ich nicht mehr als Freundschaft für dich empfinde und niemals mit dir zusammen sein könnte?", meinte sie hart, ohne die geringste Gefühlsregung zu zeigen und wandte den Blick von ihm ab.
Ron saß wie versteinert da. Nicht fähig irgendetwas zu erwidern oder auch nur einen einzigen Muskel zu bewegen. Was war nur los mit ihr, solche Reaktionen kannte er doch sonst von ihr gar nicht! Schmerzhaft wurde er sich der Bedeutung ihrer Worte bewusst und verletzt drehte er sich zum Fenster, nur um das Mädchen, welches ihm gerade das Herz gebrochen hatte, nicht anzusehen. Warum tat sie ihm das an? Sie waren doch beste Freunde, oder etwa nicht?
Die entstandene Stille und das Verhalten der anderen beiden Gryffindor-Schüler machte Hermine erst darauf aufmerksam, was sie wirklich zu Ron gesagt hatte; während Ginny ihren Bruder mit einem mitleidvollen Blick streifte und die Braunhaarige weitgehend ignorierte, sah Harry etwas konfus zwischen seinen beiden besten Freunden hin und her, innerlich mit der Entscheidung kämpfend, wem er denn nun beistehen sollte. Letztendlich folgte er dann dem Beispiel seiner Angebeteten und wandte sich dem Rothaarigen zu.
Ein paar tolle Freunde hab ich da, wirklich, innerlich stöhnte sie enttäuscht auf, doch dann wanderten ihre Gedanken endlich zu dem Häufchen Elend neben sich.
Sie wusste, dass das, was sie zu Ron gesagt hatte, nicht richtig gewesen war, aber sie war an diesem Tag einfach fertig mit den Nerven und hatte in ihrer Wut ganz vergessen, dass es nicht ihr Erzfeind Malfoy war, der da mit ihr stritt.
Außerdem, meldete sich eine schwache Stimme in ihrem Kopf zu Worte, hat er es ja eigentlich auch nicht anders verdient! Immerhin hat er mich eine elende Besserwisserin genannt! Wenn er mich beleidigen kann, dann darf ich das doch wohl auch! Das ist mal wieder typisch für ihn, warum muss er auch immer so leicht eingeschnappt sein?
Und so verlief diese Kutschfahrt in gedrücktem Schweigen, die unterschwellige, gereizte Stimmung blieb jedoch bestehen. Als das ,von Thestralen gezogene, Gefährt dann endlich anhielt, atmeten alle vier Insassen erleichtert auf.
Schnell sprang Hermine auf und schwang sich nach draußen, ohne ihre Freunde auch nur eines einzigen Blickes zu würdigen.
Das Schuljahr fängt ja wirklich ganz toll an! Merlin, womit hab ich das alles bloß verdient?, fragte sie sich und seufzte innerlich laut auf, während sie schnell die Stufen hochstieg, um in das Schloss zu gelangen.
Dort angekommen kämpfte sie sich durch die Schülermassen bis zur großen Halle durch, wo sie nach einigem Drängeln endlich am Haustisch der Gryffindors ankam. Kurz zögerte die braunhaarige Hexe, bevor sie sich zwischen Parvati und Seamus setzte, worauf sie von dem anderen Mädchen mit einem verwirrten Blick bedacht wurde, als sich Harry, Ginny und deren Bruder am entgegen gesetzten Ende des Tisches niederließen, ohne sie zu beachten.
„Sag mal Hermine, ist irgendwas vorgefallen zwischen euch?", fragte Seamus, der die Szene ebenfalls mitverfolgt hatte, irritiert und deutete auf die drei Neuankömmlinge.
„Ach, ich hatte nur eine kleine Meinungsverschiedenheit mit Ron, wie immer. Nichts Besonderes also.", antwortete die Angesprochene und schenkte ihm eine leichtes Lächeln, welches einen sanften Rotschimmer auf dem Gesicht des Iren hervorrief.
„Wegen einer „kleinen Meinungsverschiedenheit", wie du sagst, setzen sich die drei gleich auf die am weitesten von dir entfernten Plätze und Ron zieht eine Schnute, als ob er unabsichtlich eine zu nahe Bekanntschaft mit Hagrids Flubberwürmern gemacht hat? Das glaubst du doch wohl selbst nicht!", meinte Parvati skeptisch.
Hermine, innerlich über den Scharfsinn ihrer Klassenkameradin fluchend, wurde sich der gespannt lauschenden Gryffindors in ihrer Nähe bewusst und nuschelte nur ein „Später!", bevor sie sich der eben begonnenen Aufteilung der Erstklässler zu wandte.
Nachdem Festessen wollte Hermine sich ,wie immer, zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors begeben, während sie ihren neuen Stundenplan studierte, welchen sie soeben von ihrer Hauslehrerin erhalten hatte, als sie von eben dieser zurückgerufen wurde.
„Ist irgendetwas nicht in Ordnung, Professor?", fragte sie verwirrt und befürchtete schon, dass sie ebenfalls wissen wollte, was zwischen ihr und ihren eigentlich besten Freunden vorgefallen war. Doch dem war zu ihrem Glück nicht so.
„Nein, nein, Miss Granger, es ist alles in bester Ordnung. Ich wollte Sie nur mit Ihren künftigen Aufgaben als Schülersprecherin vertraut machen. Es wird in diesem Schuljahr einiges an zusätzliche Arbeit für Sie geben, aber ich bin mir sicher, dass Sie sich darüber im Klaren sind, nicht wahr?", erklärte die ältere Frau und die Schülerin atmete erleichtert aus.
„Natürlich, Professor. Ich habe mich schon gewundert, warum nichts in dem Brief, den ich von Ihnen erhalten habe, darüber stand. Also, was genau werde ich alles machen müssen?", fragte Hermine in ihrer üblich Wissbegierde, was Professor McGonagalls Mundwinkel leicht zucken ließ.
„Ich wusste doch, dass ich mich auf Sie verlassen kann. Nun gut, das Wichtigste ist natürlich, dass Sie sich an einem Abend in der Woche mit Mister Malfoy treffen müssen, um mit ihm anstehende Feste, die Hogsmeade-Wochenenden und Ähnliches zu planen. Deshalb bitte ich Sie darum, sich die Freitagabende frei zu halten. Zu diesem Zweck wird Ihnen auch ein Konferenzraum zur Verfügung gestellt, er befindet sich im 5. Stock, hinter dem Bild von Circe. Das Passwort um ihn betreten zu können lautet gebackener Kesselkuchen.", die junge Hexe schluckte, so etwas hatte sie bereits befürchtet.
„Außerdem,", fuhr ihre Lehrerin fort, „wird es Ihre Aufgabe sein, jeden Abend von Montag bis Donnerstag von halb Zehn bis um halb Elf auf den Gängen Patrouille zu laufen und Schüler zur Rechenschaft zu ziehen, die sich nach der Ausgangssperre noch außerhalb ihrer Gemeinschaftsräume befinden. Natürlich werden Sie dabei von Mister Malfoy begleitet. Jetzt sehen Sie mich nicht so geschockt an, meine Liebe, Sie sind eine Gryffindor und als solche werden Sie das schon schaffen! Und ehe Sie fragen: Nein, daran lässt sich nichts ändern. Aber ich habe auch noch eine gute Nachricht für Sie: In Ihrer Position als Schülersprecherin wird Ihnen ein eigenes Bad zugesprochen sein. Es ist hinter dem Portrait von Merlin und liegt ebenfalls im 5.Stock, allerdings in einem der weniger benutzten Korridore. Das Passwort lautet süßer Kürbissaft. So, das müsste nun alles gewesen sein. Ach ja, Ihre Treffen mit Mister Malfoy werden immer Freitags um 20 Uhr stattfinden, deshalb sind Sie auch an diesem Abend von der Patrouille freigestellt. Nun, ich weiß, dass es nicht leicht für Sie sein wird, sich mit Mister Malfoy zu vertragen, aber denken Sie bitte immer daran, dass Sie beide für die gesamte Schülerschaft als Vorbild dienen müssen. Es wäre unangebracht, wenn der Häuserkampf zwischen Gryffindor und Slytherin auch von den Schülersprechern keinen Halt machen würde. Also, ich wünsche Ihnen noch viel Glück, schlafen Sie gut!", damit beendete die ältere Hexe ihre Rede und rauschte davon, eine geschockte Schülersprecherin hinterlassend.
Am Lehrertisch angekommen, an welchem bereits Snape mit einem etwas säuerlichem Gesichtsausdruck auf sie wartete, anscheinend war Malfoy mit diesen Nachrichten ebenso wenig einverstanden gewesen wie die junge Gryffindor, hatte aber im Gegensatz zu ihr seinen Unmut gegenüber seinem Hauslehrer kundgetan.
Langsam - das gehörte doch verdaut - trottete Hermine in gemächlichem Gang zu Parvati, die anscheinend vor der großen Flügeltür auf sie gewartet hatte und nahm nur vage eine blondhaarige Gestalt wahr, die halb an ihr vorbei rannte.
„Alles okay mit dir? Du siehst aus, als ob du gerade erfahren hättest, dass du Snapes Klassenzimmer in diesen modrigen Kerkern ohne Gebrauch von Magie säubern musst, während die alte Fledermaus dich dabei beaufsichtigt!", witzelte die Schwarzhaarige, als die beiden auf dem Weg in den Gryffindor-Turm waren.
„So was in der Art.", murmelte die Angesprochene noch und lief, den Kopf hängend, weiter.
Innerlich jedoch brodelte es in ihr und es würde nicht mehr lange dauern bis sie, einem Vulkan gleich, ihren Frust kundtun würde. Jeden Abend unter der Woche: Malfoy!
Was hatte sie angestellt, dass Dumbledore sie so foltern musste? Mittlerweile begann sie auch zu glauben, dass der alte Schulleiter langsam senil wurde. Einem Slytherin und einer Gryffindor so lange die Gegenwart des jeweils anderem aufzuzwingen war schon mehr als unheilverheißend. Doch wenn es sich bei diesen beiden Personen auch noch um sie und ihren Erzfeind handelte, dann war die Katastrophe vorprogrammiert. So verkalkt konnte doch noch nicht mal Dumbledore mit seinen paar hundert Jahren sein, um so etwas nicht vorausahnen zu können, er wurde doch nicht umsonst als der mächtigste und klügste Zauberer des Jahrhunderts bezeichnet, oder etwa doch?
Verwirrt blieb Parvati stehen und sah nachdenklich ihrer Zimmermitbewohnerin hinterher. Sie konnte förmlich sehen, wie sich rote Flammen um die Gestalt der Gryffindor räkelten, die versuchte ihre Wut innerlich zu unterdrücken. Was war bloß geschehen, das diese sonst so ruhige Person zu einem wandelnden Pulverfass geworden war?
Bevor das Objekt ihrer Besorgnis um die nächste Ecke bog und damit aus ihrem Blickfeld entweichen konnte, setzte sie sich wieder in Bewegung und schloss zu ihr auf.
„So schlimm? Was hat dir McGonagall denn nun schreckliches erzählt? Schlimmer als mit einer liebeskranken Lavender in einem Schlafsaal zu wohnen kann es doch wohl nicht sein, oder doch?", versuchte sie zu witzeln.
Hermine grübelte einen Augenblick lang, ob sie ihr von den eben erhaltenden Hiobsbotschaften erzählen sollte oder nicht. Letztendlich entschied sie sich dafür, denn irgendwem musste sie ja ihr Leid klagen und Harry und Ron waren nach dem Vorfall in der Kutsche nicht mehr gut auf sie zu sprechen.
Sie seufzte kurz auf und begann dann zu berichten, wobei sie einige Male kurz davor war ihre Hauslehrerin zu verfluchen, obwohl die arme Frau wohl am Wenigsten etwas dafür konnte.
Als sie dann endlich vor dem Portrait der fetten Dame angekommen waren, endete Hermine mit den vor Sarkasmus tropfenden Worten: „Tja, und nun habe ich die Ehre jeden Abend unter der Woche mit Malfoy zu verbringen. Wie soll ich denn nur die Wochenenden ohne dich überstehen?"
Parvati, die die ganze Zeit über nur stumm dem Bericht ihrer Freundin gelauscht hatte, bedachte diese nun mit einem mitleidvollen Blick.
„Jetzt kann ich deine Laune verstehen... aber wenn man alles aus einer anderen Sicht betrachtet...", ein schelmisches Grinsen, welches dem der Slytherins in nichts nachstand, stahl sich auf ihr Gesicht,
„Wie viele Mädchen würden ihr Leben dafür geben so viel Zeit mit dem, neben Harry und Zabini, begehrtesten Zauberer der Schule verbringen zu können?"
Ihre Gegenüber gab ein gequältes Lachen von sich.
„Wenn man es so sieht, ist das Ganze natürlich sehr amüsant. Andere würden vielleicht ihr Leben dafür geben, aber ich werd meins höchstwahrscheinlich dabei verlieren! Vielleicht treibt er mich aber auch nur in den Wahnsinn und ich werde den Rest meines verkorksten Lebens im St.Mungus verbringen. Und wenn ich ganz viel Pech hab komm ich eventuell auch noch mit Lockhard in ein Zimmer."
Parvati grinste zufrieden. Ihren Humor hatte sie zum Glück nicht verloren.
„Ach ja, um noch einmal auf Malfoy zurück zu kommen: Ich versteh einfach nicht, wie die alle so verrückt nach diesem menschlichen Kühlschrank sein können! Außer Angeben und Sticheln kann der doch nichts!", grübelte Hermine beim Gedanken an ihren Erz-Feind.
„Nun ja, er ist vielleicht ein wenig kalt im Umgang mit Menschen...", die Braunhaarige räusperte sich lautstark, „...okay, ein wenig kälter... jedenfalls sieht er doch ziemlich gut aus, das kannst selbst du nicht leugnen. Und zu dem, dafür er nichts kann: Du weißt schon, dass er nach dir der beste Schüler des Jahrgangs ist?", Parvati sah sie triumphierend an und Hermine ließ resigniert die Schultern hängen.
„Okay, nicht alles an ihm ist schlecht, aber das meiste! Sein Verhalten jedenfalls ist und bleibt fies, da kann auch nichts darüber hinwegtäuschen, dass er vielleicht eine Ecke besser als manch anderer aussieht.", meinte sie jedoch trotzig.
Parvati hob eine Augenbraue und erinnerte die Braunhaarige damit stark an das Objekt ihres ganzen Ärgers.
„Wenn du meinst. Ich weiß nur, dass das beste Kommentar zu Malfoys Aussehen unheimlich scharf lautet."
Hermine war geschockt.
„Du bist doch nicht etwa auch in diesen arroganten Macho verknallt?"
Die Schwarzhaarige winkte ab.
„Ich steh mehr auf den dunkleren Typ. Kommst du jetzt mit in den Gemeinschaftsraum oder willst du hier draußen Wurzeln schlagen?"
Parvati hatte der , genervt wirkenden, fetten Dame das Passwort genannt, welches sie anscheinend von einem der Vertrauensschüler hatte, und war bereits mit einem Fuß durch die Öffnung geklettert.
„Ja ja, ich komm ja schon.", seufzte Hermine und kletterte hinterher.
Im Turmzimmer wimmelte es wie immer von ,in den Farben der Gryffindor gekleideten, Hexen und Zauberern und, auch wie immer, wanderte der Blick der Braunhaarigen zu der etwas abseits liegenden Sitzgruppe, in der sie und ihre Freunde für gewöhnlich saßen. Und wie nicht anders zu erwarten hatten Harry, Ron und Ginny ihre Plätze belegt, würdigten aber die Neuankömmlinge keines Blickes.
Demonstrativ ging Hermine auf genau die Couch zu, die in der gegenüberliegenden Ecke stand und ließ sich in die weichen Polster fallen. Parvati, welche die Szene beobachtet hatte, setzte sich neben sie.
„Du wolltest mir doch erzählen, was zwischen euch vorgefallen ist.", meinte sie mit einem Kopfnicken in die Richtung der drei anderen Gryffindors.
„Ach, ich habe aus Witz etwas über Malfoy geschwärmt und Ron, wie immer eine alles verstehende Leuchte, hat das natürlich ernst genommen. Damit hab ich ihn dann aufgezogen und er fühlte sich, wie könnte es auch anders sein, beleidigt. Tja, und seit dem schmollt er nun und Harry und Ginny müssen natürlich zu dem armen Jungen halten. Es ist also alles wie immer!", Hermine hatte sich in Rage geredet und ihre Stimme schwoll immer weiter an, sodass sie von einigen der anderen Schüler verwirrt gemustert wurde.
Parvati klopfte ihr verstehend auf die Schulter. Sie wusste, wie nahe es der Braunhaarigen jedes Mal ging, wenn sie sich mit ihren besten Freunden stritt. Doch bisher hatten sie sich immer wieder vertragen, und sie bezweifelte, dass es sich dieses Mal anders verhalten würde.
„Was hältst du von einer Runde Zauberschach?", fragte sie, um ihr Gegenüber auf andere Gedanken zu bringen.
Hermine, die gerade einen ,sie immer noch, anstarrenden Drittklässler zusammenstauchen wollte, nickte zustimmend und ließ vom bereits zitternden Jungen ab.
Ein Gähnen unterdrückend sah Hermine auf ihre Armbanduhr und stellte fest, dass es schon weit nach Mitternacht war. Da erst am nächsten Tag der Unterricht beginnen würde, denn seit genau einer Stunde und achtunddreißig Minuten war der Sonntag angebrochen, machte es ihr nicht sonderlich viel aus spät schlafen zu gehen, doch mittlerweile war sie schon zu müde, um auch nur irgendeinen mehr oder weniger vernünftigen Spielzug zustande zu bringen und auch ihre Gegnerin rieb sich alle paar Minuten die Augen.
„Ich glaube, wir sollten langsam ins Bett gehen.", meinte sie.
Parvatis Antwort ging in einem herzhaften Gähnen unter, doch war durchaus noch als Zustimmung zu interpretieren.
Also packten sie die Spielfiguren und das Schachbrett zusammen, verabschiedeten sich von Dean und Seamus, die als einzigen noch im Gemeinschaftsraum waren, um eine der neuen Erfindungen aus dem Laden der Weasley-Zwillinge zu bewundern, und stiegen die Wendeltreppe hoch zum Mädchenschlafsaal der siebenten Klasse.
Diesen fanden sie, wie erwartet, leer vor. Denn außer ihnen und Lavender bewohnte niemand diesen Raum und die andere Gryffindor war immer noch nicht von ihrem nächtlichen Treffen mit Justin zurückgekehrt.
„Wie Lavender das nur so lange mit diesem Typen aushalten kann!", Hermine schüttelte sich vor Übelkeit, als das Bild aus dem Zug in ihr hoch zu kriechen drohte.
Sie wollte nicht wissen, was die beiden in diesem Moment miteinander anstellten.
„Tja, ihre Beweggründe sind schleierhaft, wie Professor Trelawney es ausdrücken würde."
Die Braunhaarige stöhnte als sie an die verhasste Lehrerin dachte, zu der Parvati leider einen guten Draht hatte.
„Ist ja jetzt auch egal, sie muss selbst wissen, was sie tut.", und mit diesen Worten flüchtete sie in Richtung Bad.
Soa, das war's auch schon, ich hoff es hat euch gefallen. Wenn ja, dann bitte diesen netten kleinen lila Knopf da unten links drücken und mir ein Review hinterlassen. (Wenn nicht dann natürlich auch, ich will wissen, wie ich mich verbessern kann!)
Ich find es nämlich irgend wie unfair, dass ich nur 11Reviews bei über 900 Klicks hab. die Schwarzleser anschiel Seid mal lieb und sagt, wie es euch gefällt!
bis auf hoffentlich bald, mine-lee
