Hier kommt das dritte und letzte Kapitel des ersten Teils meiner FF. Es gibt allerdings eine deutlich längere Fortsetzung - ich denke, ich werde sie hier auch noch posten - zumindest, wenn Interesse besteht?

Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen, wie ihr die FF fandet, und ob ich besagten zweiten Teil posten soll?

Viele Grüße von der Autorin - und viel Spaß mit dem vorerst letzten Kapitel!

Kapitel 3 - …und siegte!

Harry war äußerst nervös.

Scorpius hielt Wort. Und Harry verriegelte seine Tür erst, nachdem der zauberhafte Junge sein Zimmer betreten hatte. Beide machten in dieser Nacht nicht wirklich ein Auge zu. Scorpius forderte Harry, war unersättlich, was Harrys Zärtlichkeiten anging und konnte nicht genug von dem dunkelhaarigen Mann bekommen. Diesem erging es nicht anders. Jedes Mal, wenn er dachte, dass er nach diesem Mal bestimmt in einen tagelangen Tiefschlaf fallen müsste, belehrte der verruchte blonde Teufel seinen Körper eines Besseren.

Nach dieser Nacht bemühte Harry sich, nicht mehr nachzudenken, sondern die Zeit mit seinem Schatz zu genießen. Es war ein wenig schwierig, ihre gemeinsam verbrachte Zeit vor seinen Kindern geheim zu halten. Selbstverständlich wollte er nicht, dass diese wussten, was er so mit ihrem hinreißenden Schulfreund anstellte, wenn sie alleine waren.

Viel zu schnell war die dritte Woche von Scorpius Besuch vergangen. Wieder war es Freitag. Morgen würde Draco kommen, und Harry seinen Geliebten nehmen. Er mochte nicht daran denken.

Heute hatten sie es hinbekommen, dass sie noch einige ungestörte Stunden haben würden. James, Albus und Lily besuchten die Weasleys und würden erst abends wiederkommen. Scorpius hatte Al mehrmals glaubhaft versichern müssen, dass er keine Lust habe und dass es kein Problem für ihn war, mit Harry allein zu Hause zu bleiben – hatte sich dabei das Grinsen verkneifen müssen, das sicherlich seine Vorfreude auf den Nachmittag mit Harry verraten hätte.

Sie aßen gemeinsam zu Mittag, hielten sich an den Händen, lachten miteinander und weinten miteinander, als sie daran dachten, dass dies zumindest für eine lange Zeit ihr letzter gemeinsamer Tag sein würde.

Schließlich landeten sie in Harrys Schlafzimmer, sie saßen auf dem Bett und küssten sich zärtlich, während Harry begann, seinen Geliebten auszuziehen und über und über mit Küssen zu bedecken. Als Scorpius endlich nackt und wie immer göttlich vor ihm lag, verging Harry bereits fast vor Sehnsucht nach ihm. Er ließ seine Fingerspitzen über die glatte makellose Brust gleiten, fuhr die Rippen nach und glitt um den Bauchnabel, beugte sich vor und fuhr den gleichen Weg noch einmal mit der Zunge nach, kostete die helle himmlische Haut. Er fuhr tiefer, biss leicht in die helle Haut unter dem Bauchnabel, was Scorpius mit einem kurzen Aufkeuchen quittierte. Er rutschte noch ein Stück tiefer, seine Zunge glitt über die Erektion des Jungen, neckte die Eichel, glitt wieder nach oben, bevor auch die Lippen zum Einsatz kamen und den blonden jungen Malfoy fast um den Verstand brachten.

Als Scorpius Atmung schneller wurde, hielt Harry inne und hob den Kopf, sah dem anderen in das vor Lust angespannte Gesicht. Die Augen des Jüngeren blitzten frech „Schatz, du hast viel zu viel an! Zieh dich aus! Und dann kannst du weitermachen!" Er rekelte sich lasziv. Harry unterbrach sein Tun und grinste den Jungen an, der ihm in der kurzen Zeit bereits so ans Herz gewachsen war. Er löste sich von ihm, setzte sich auf Scorpius Beine und zog wie befohlen sein Shirt aus, warf es auf den Boden und beugte sich wieder über den Blonden. Doch diesem reichte die Anstrengung seines Geliebten noch nicht, so dass er selber Hand anlegte und begann, Harrys Jeans zu öffnen.

Wieder und wieder küssten sie sich, zärtlich, ruhig, sie hatten Zeit heute, nichts drängte sie. Sie konnten sich genießen.

In diesem Moment hörten sie eine Stimme aus dem unteren Stockwerk, dann das Knarren der Treppe. Alarmiert sahen die beiden sich an, dann stand Harry hastig auf und schlich zur Tür. Als er nichts mehr hörte, öffnete er sie leise und trat in den Türrahmen, um nachzusehen, was los war.

Er erstarrte.

„Malfoy…" Harry hatte vermutlich noch nie in seinem Leben so einen Schreck bekommen, wie in diesem Moment. Todesangst…selbst die Sache mit Voldemort schien dagegen lächerlich „Was machst du denn hier? Wie kommst du hier rein?" Die Panik ließ seine Stimme höher klingen als üblich.

Draco sah ihn abschätzig an „Ich will meinen Sohn abholen, Potter. Ich habe doch eine Eule geschickt, dass ich heute schon komme, weil Scorpius morgen mit mir auf eine Wohltätigkeitsveranstaltung kommen soll. Dein seltsamer Hauself hat mich reingelassen, wollte mich dann nicht durchlassen, aber ich bin ein Malfoy, ich lasse mich nicht von einem Hauselfen aufhalten! Wieso hast du eigentlich nichts an?"

„Ich habe was an!" verlegen schloss Harry seine Hose.

„Also Potter, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, ich habe dich gerade in flagranti erwischt – aber da DU es bist, von dem ich spreche, können wir das wohl ausschließen. Also, wo ist Scorpius?"

Harry sprach ein stilles Gebet –und wurde nicht erhört, denn er hörte, wie sich der Gesuchte von hinten näherte.

Draco zog die Augenbrauen zusammen, als sich eine Hand an einem nackten Arm und Potters Brust legte, er erahnte blonde Haare hinter dem, was Potter anscheinend eine Frisur nannte. Harry wünschte sich weit weit weg…Australien vielleicht? Oder der Mars…ja, das wäre gut!

„Ist das…" Draco trat einen Schritt näher und versuchte an Harry vorbeizusehen, der vergeblich versuchte, sich breiter zu machen, schob ihn schließlich grob zur Seite

„SCORPIUS!"

Harry schloss mit seinem Leben ab. In diesem Moment wusste er wirklich, dass er gleich sterben würde. Draco würde ihn töten!

Fassungslos starrte Draco auf seinen Sohn. Harry hoffte, dieser hätte sich wenigstens geistesgegenwärtig etwas angezogen, vorsichtig schielte er zu dem jüngeren Malfoy und wurde wieder enttäuscht.

„Warum bist du nackt?" fragte Draco, dessen Hirnwindungen sich anscheinend gerade weigerten, logisch zu denken. Harry überlegte, ob er es bis zu seinem Zauberstab schaffen würde, dann fiel ihm ein, dass dieser vorhin unters Bett gerollt war, als er ihn auf den Nachttisch hatte werfen wollen. Verdammt.

Harry wich einen Schritt zurück, es war ihm unangenehm, genau zwischen dem Respekt einflößenden älteren Malfoy und dem nackten verführerischen jungen Malfoy zu stehen.

„MERLIN!" brüllte Draco jetzt. „POTTER, DU VÖGELST MEINEN SOHN?!" Er war mit einem Schritt bei Harry, knallte ihn brutal gegen die Tür und setzte ihm seinen Zauberstab an die Kehle.

Anscheinend war das Dracos Gehirn jetzt wieder in Betrieb.

Harry schloss die Augen und schwieg. Was hätte er wohl sagen sollen? Draco hatte ja recht. Er dankte den Göttern, dass seine Kinder nicht im Haus waren, wenigstens ein Gutes. Sollte man nicht eigentlich sein Leben als Film vor sich ablaufen sehen, im Angesicht des nahen Todes? Obwohl, dachte er bitter, bei seinen vielen Abenteuern in der Schulzeit müssten das bestimmt mehrere sein…acht bestimmt mindestens! Doch nichts geschah. Kein Film. Nicht mal ein paar lumpige Bilder. Nur schwarze Todesangst.

„Vater, beruhige dich." hörte er Scorpius ruhig neben sich sagen.

„BERUHIGEN? ICH WERDE…POTTER, MACH DIE AUGEN AUF, VERDAMMT!" Er rüttelte ihn.

Harry gehorchte. Anscheinend wollte sich Draco daran laben, wie das Leben aus seinem Blick wich…gut, er hatte es nicht anders verdient. Egal, was Draco mit ihm vorhatte, er hatte es verdient. Es war schändlich, was er mit Scorpius gemacht hatte. Er würde die Vergeltung wie ein Mann hinnehmen.

Scorpius legte nun sanft und beruhigend seine Hand auf Harrys Oberarm. Draco ließ von Harry ab und schlug die Hand seines Sohnes vom Körper seines bis eben eigentlich ehemaligen Erzfeindes.

„Vater…"

Eine kräftige Ohrfeige folgte, die der junge Malfoy regungslos hinnahm.

„Halt den Mund, Scorpius Hyperion Malfoy. Sei still, ich will nichts von dir hören. Kein Wort!" Dracos Stimme war nun gefährlich leise geworden.

Der Junge verstummte folgsam und blickte zu Boden.

„Und zieh dir endlich was an, verdammt! Willst du, dass Potter einen hochkriegt, bei deinem Anblick?" Scorpius entschloss sich, seinem tobenden Vater jetzt nicht zu erklären, dass das der eigentliche Plan gewesen war, bevor sein Vater hereingepoltert war. Er ging mit gesenktem Kopf zum Bett und zog sich seine Shorts und ein T-Shirt an – zu spät bemerkte er, dass es Harrys war.

„POTTER! Sag verdammt nochmal was!"

Harry war mehr als verdutzt. Sollte er jetzt vor seinem Tod noch eine Rede halten?

„Vater…"

Ein vernichtender Blick traf den Jungen. „Hast du nicht schon genug angerichtet, Scorpius? Halt endlich den Mund, wenn Erwachsene sich unterhalten!"

„Er ist erwachsen…fast…" murmelte Harry nun todesmutig.

„Klar, dass du das sagst, sonst hättest du ja auch ein Kind gevögelt." Draco verschränkte die Arme vor der Brust und blickte Harry angewidert an.

„Ich bin kein Kind mehr, Vater."

„Leider! Scorpius, du wusstest doch…" Er raufte sich nun tatsächlich die Haare, zerstörte so seine bis eben noch perfekte Frisur „Bei Merlins Bart! Warum, Scorpius?"

Harry sah die beiden jetzt völlig verwirrt an „Malfoy, wenn du mich umbringen willst, dann tu es bitte endlich und quäl mich nicht so!"

„Ich bringe dich nicht um, Potter. Sei keine so weinerliche Memme! Also ich würde es sicher gerne, aber es wäre… ungerecht."

Jetzt verstand Harry gar nichts mehr. Die Situation war einfach zu bizarr.

„Ungerecht?"

„Scorpius, möchtest du deinen Koppulationspartner vielleicht aufklären, wieso es ungerecht wäre, wenn ich nur ihn umbringen würde, und nicht auch DICH?"

Der Junge schüttelte den gesenkten Kopf, knetete verlegen seine Hände.

„Auch noch feige." Draco schüttelte den Kopf. „Potter, du kannst nichts dafür, dass du mit ihm im Bett warst – du hast ihn ja wahrscheinlich nicht gezwungen, will ich hoffen, oder?"

„Malfoy!" entrüstete Harry sich „Natürlich nicht!"

„Eben. Mein feiner Herr Sohn hier, hat die Tatsache ausgenutzt, dass er MEIN Aussehen und das Veela-Gen seiner Mutter geerbt hat, um dich ins Bett zu kriegen, Potter. Wenn er dich wollte – wobei mir schleierhaft ist, wieso er DICH wollte – hattest du deshalb praktisch keine Chance, ihm zu widerstehen." Er verschränkte die Arme vor der Brust und sah seinen Sohn streng an. „Und das wusste er ganz genau!"

Harry wandte sich entsetzt Scorpius zu „Stimmt das?"

Wieder ein Nicken. Nun wurde Harry so einiges klar. Er hatte gedacht, er drehe durch, dabei war er nur auf das Veela-Gen in Scorpius angesprungen, das diesen schlicht gesagt, so gut wie unwiderstehlich machte. „Was heißt das jetzt? Das war alles nur ein fieser Trick, oder was?"

Scorpius sah auf. „Nein Harry. Es war ernst. Ich…habe nicht gelogen, ich finde dich wirklich toll." Er klang aufgeregt, entsetzt, dass Harry so etwas von ihm denken konnte.

Draco schnaubte abfällig „Mein lieber Sohn, vielleicht solltest du nicht so viel Zeit damit verbringen, neue Bettgeschichten aufzutun – und dann auch noch solche Erbärmlichen! – sondern, wie es dein Veela-Gen verlangt, nach deinem Lebenspartner zu suchen. Du wirst immerhin bald 17."

Scorpius sah seinen Vater durchdringend an. Draco war es, als würde er in seine eigenen Augen sehen, so ähnlich waren ihm die Augen seines Sohnes.

Harry schwieg und hörte den beiden Malfoys gespannt zu.

„Vater, ich habe ihn gefunden."

„Was? Wer ist es?"

„Das fragst du jetzt nicht im Ernst, oder?"

„Red nicht in diesem Ton mit mir, Junge. Also! Wer?"

„Mit wem war ich denn offensichtlich im Bett?"

Scorpius wurde rot.

Draco wurde blass.

Harry wurde schwindelig.

„Aber…du warst doch schon mit anderen im Bett, und die sind auch nicht deine Lebenspartner."

„Vater, ich weiß ja nicht, woher du deine denunzierenden Informationen hast. Aber ich versichere dir, ich war noch Jungfrau, als du mich hier abgeliefert hast."

Jetzt errötete Harry, er hatte es befürchtet und kam sich noch schäbiger vor, als seine Ahnung bestätigt wurde.

Draco klappte der Mund auf. Dann schloss er ihn wieder. Er sah zu Boden.

„Wie kommst du darauf, dass ich schon ach so viel im Bett gehabt hätte, Vater?"

Draco zuckte mit den Achseln „Weil du es so hättest haben können. Du hättest leichtes Spiel gehabt…und in Hogwarts genug Auswahl. Ehrlich gesagt, dachte ich, du hättest schon länger was mit Potters Sohn, Albus, das fand ich schon schlimm genug. Aber dass du dir dann auch noch das einfältige Original anlachen musstest."

Scorpius grinste „Aber Vater, dachtest du etwa, ein Malfoy würde sich mit der Kopie zufrieden geben? Ich habe gemerkt, dass es mich zu Albus hinzog. Aber nicht mit allen Konsequenzen, wenn du verstehst, was ich meine. Aber als Harry uns die Tür öffnete, war mir sofort klar, er ist es."

„Harry…" knurrte Draco nun zynisch. Dann drehte er sich mit einer eleganten Bewegung zum eben Genannten um und herrschte ihn an„Du bist ja noch immer halbnackt! Naja, Potter, wie geht es jetzt weiter? Anscheinend hat mein missratener und völlig geschmackloser Veela-Sohn dich als Lebenspartner auserkoren. Wann ist die Hochzeit?" Er spürte leichte Genugtuung, als der Blick in Potters grünen Augen panisch wurde.

Scorpius sah es ebenfalls. Er stellte sich zwischen seinen Vater und Harry und nahm dessen Hand „Harry, Vater macht nur Spaß. Du kannst dich natürlich frei entschieden. Nur für mich ist das nicht so leicht. Einmal gewählt kann eine Veela nicht zurück…"

„Wenn ich dich also zurückweise, dann wirst du niemanden mehr finden, dein ganzes Leben lang?" Scorpius sah kurz zu seinem Vater, dann wieder zu Harry und nickte.

„Ich muss mich setzen, wollen wir uns vielleicht runtersetzen? Dann kann ich mir auch vorher mal was anziehen."

Scorpius nickte und wandte sich an seinen Vater „Komm, ich zeige dir das Wohnzimmer."

Harry stand vor seinem Schrank und zitterte plötzlich furchtbar. Was er eben gehört hatte, überstieg alles, was er sich bisher vorgestellt hatte. Er kannte Veelas. Fleur, die Frau von Bill Weasley war auch eine. Er wusste um ihr …Paarungsverhalten. Scorpius hatte sich ihm geschenkt…das bedeutete doch sicher etwas.

Draco würde gleich von ihm wissen wollen, ob er sich mit Haut und Haaren auf den Jungen einlassen würde. Er atmete tief durch. Er dachte an die grauen Augen, an das Lachen, den anbetungswürdigen Körper, die Gespräche mit ihm…langsam kam die ziemlich beängstigende Antwort aus den Tiefen seines Gehirns an die Oberfläche…er war ein Gryffindor.

Er war mutig.