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In Liebesdingen sind wir alle Närrinnen/ Stolz und Vorurteil
"Willst Du mir nicht sagen, mit wem Du Dich triffst?" Hotch lehnte sich von hinten gegen Jess und schaute über ihre Schulter in den Kochtopf. Er legte seine Hand auf ihren Rücken. "Das riecht sehr gut", meinte er und Jess versuchte weiter ruhig zu atmen. Sie wusste, für ihn war diese Berührung nur rein freundschaftlich, aber ihr jagte es Schauer durch und durch. "Ratatouille, Du solltest Jack aber nicht sagen, daß da blos Gemüse drin ist", brachte sie dennoch über die Lippen. "Ich schweige wie ein Grab, genau so wie Du", kam es von Hotch zurück und Jess stöhnte leise. Hotch drehte sie zu sich um, "Ich will nur, daß Du glücklich bist, Jess. Ich bin Dir dankbar für das, was Du für Jack und mich tust." "Dankbar? Du denkst, ich will daß Du mir dankbar bist? Gott, Aaron, Du bist so ein lausiger Profiler!" Jess schubste ihn weg, schnappte ihre Handtasche und lies die Türe ins Schloss krachen, als sie ging.
"Was ist mit Tante Jess?" fragte Jack verwundert, "hast Du sie sauer gemacht, Dad?" "Das habe ich wohl, Jack." Jack legte den Kopf schief, "warum?" "Wenn ich das mal wüsste", sagte Hotch leise. Er strubbelte die Haare seines Sohnes, "geh Hände waschen, Jack, wir können gleich essen."
Jess stand auf der Staße vor Aaron´s Wohnung. Sie stiess einen kurzen, wütenden Schrei aus, irgendwie musste sie Aaron aus ihrem Kopf kriegen, er liebte sie nicht, würde es nie tun. Sie wollte ihr Leben nicht damit verschwenden, auf etwas zu warten, was nie passierte. Seit Wochen versuchte sie ihm jetzt schon weis zu machen, daß es da jemand anderen gab, in der Hoffnung, daß er erkennen würde, daß sie nicht nur Jess war, die immer da war. Sondern eine Frau, die Gefühle und Bedürfnisse hatte. Bedürfnisse nach Liebe, Zuneigung und körperlicher Nähe. Sie konnte sich kaum noch an ihr letztes Mal erinnern, sie fühlte sich ausgehungert wie ein Tiger im Käfig. Jess setzte sich in ihr Auto und fuhr einfach los. Ohne daß sie es beabsichtigt hatte, stand sie vor Rossi´s Tür und klingelte.
Dave saß gerade vor einem neuen Manuskript, es ging nicht vorwärts, Schreibblockade, nannte man das wohl. Rossi brummte unwillig, es ging nicht vorwärts, weil er mit seinen Gedanken bei Jess war. Bei Jess und Aaron, der einfach nicht bemerkte, welches Schmuckstück da genau vor seiner Nase saß. Aaron war sein Freund, Freunden spannte man nicht die Freundin aus, aber so einfach war die Sache nicht. Genaugenommen war Jess nicht Aaron´s Herzdame, Rossi´s Gedanken fingen an, sich im Kreis zu drehen. Er nahm einen Schluck Cognac, als die Klingel ertönte.
Wer konnte das sein, Rossi erwartete niemanden. "Jess", sagte er. Irritiert, daß die Frau seiner Träume plötzlich vor der Tür stand, er lies sie einfach herein. "Ich bin so eine dumme Kuh, Dave", sagte sie leise und fing an zu weinen. Etwas unsicher nahm Dave sie in die Arme, Jess wehrte sich nicht und er hielt sie ein bisschen fester. "Hilf mir, ihn aus meinem Kopf zu kriegen, David, bitte", flüsterte sie und sah ihm direkt in die Augen.
"Jess, das willst Du nicht, das ist absoluter Blödsinn", Dave war völlig klar, was sie von ihm wollte und daß sie das wahrscheinlich bereuen würde, von ihm mal ganz abgesehen.
"Stösst Du mich jetzt auch zurück? Was ist nur los mit Euch Kerlen?" Jess wurde plötzlich wütend, "ich kann auch in irgendeine Bar gehen, mich betrinken und dann für wen auch immer die Beine breit machen, so lange, bis ich vergesse, daß es Aaron gibt, wäre Dir das lieber?" Sie hatte sich in Rage geredet, Jess fühlte sich verletzt, ungeliebt und ungewollt, Dave hatte Jess noch nie so ausser sich gesehen. Sie machte Anstalten zu gehen und Dave packte sie am Arm.
"Das wirst Du nicht tun, Jessica, hörst Du?"
"Hindere mich daran!", schrie sie völlig entnervt, als er zögerte, "oder bist Du ein Feigling?" Dave´s Griff wurde fester.
"Du willst es wirklich wissen, oder?" knurrte er heiser, was Jess da gerade abzog, hatte eine eigenartige Wirkung auf ihn. "Du kannst mich haben, David", sagte sie rauh und das war genau das, was Dave hören wollte.
Er zog Jess an sich und küsste sie, Jess öffnete ihre Lippen für ihn und legte ihre Arme um seinen Nacken. Sie presste sich an ihn und spürte seine Erregung an ihrer Hüfte, Jess stöhnte, sie hatte sich lange nicht so gehenlassen, ihr Herz raste als Rossi ihr Kleid nach oben schob und ihr dann den Slip auszog.
"Bist Du Dir immer noch sicher?", fragte er leise und Jess nickte nur, sie hatte Schwierigkeiten stehen zu bleiben, obwohl sie an der Wand lehnte. Ihre Knie waren weich wie Wackelpudding, Dave´s kundige, fordernde Finger in ihr drin nahmen Jess jegliche Kontrolle, ihr Keuchen wurde lauter, Dave wusste ganz genau, was er tat. Immer wieder berührte und streichelte er Jess empfindlichste Stelle, mal zog er seine Finger zurück, nur um Jess dann noch intensiver zu erforschen, sie krallte sich in seinen Rücken als sie kam und fast zusammen sackte. Dave strich zärtlich über ihre Haare, "geht es Dir gut?"
"Mir? Oh Gott, Dave, Du bist doch der, der nicht, ich meine", Jess wusste nicht, wie sie sich ausdrücken sollte, Dave war gerade ja quasi leer ausgegangen.
Rossi fing an zu lachen, "wer sagt denn , daß es schon vorbei ist, das Eben war nur die Vorspeise." Er nahm sie mit in sein Schlafzimmer, "hier werden wir es etwas bequemer haben", sagte er und zog ihr das Kleid aus, Jess trug keinen BH, aber das war auch nicht nötig, dachte Dave, ihre Brüste waren klein und fest, sie passten zu ihr. Er legte sich zu ihr aufs Bett, als er sich ausgezogen hatte.
"Soll ich das Licht ausmachen, Jess?" fragte er, Jess schüttelte den Kopf, "ich will Dich ansehen und Du sollst mich ansehen" Rossi schmunzelte, sie wusste was sie wollte und war eine attraktive Frau. Warum sah Hotch das nicht? Ihm jedenfalls sprang diese Tatsache förmlich ins Auge. Jess bog sich Dave entgegen, als er sie berührte, sie konnte ihn überall spüren, seine Lippen waren weich als er sie um ihre Nippel schloss, sein Bart kratze, aber Jess stimulierte das zusätzlich, ihre Brüste schienen eine Standleitung zu ihrem Unterleib zu haben. Dave sah sie zittern und keuchen, er zog das Kondom über und Jess zog ihre Beine an, sie wollte Dave endlich ganz und sie schrie auf, als ihr Wunsch erfüllt wurde.
Jess lag schwer atmend auf Dave´s Brust, er streichelte über ihren Rücken und ihren Po. Dave versuchte den Gedanken zu verdrängen, daß Jess vielleicht gerade nicht wirklich mit ihm geschlafen hatte. "Denkst Du, ich könnte noch ein Dessert kriegen, Dave?" fragte Jess leise lachend und wischte damit Dave´s Zweifel weg.
Hotch drehte sich zum gefühlt hundertsten Mal auf die andere Seite. Er machte sich Sorgen um Jess, die so wutentbrannt aus der Wohnung gestürmt war, ausserdem war sein Bett so verdammt kalt und leer. Er vermisste es, neben einer Frau zu liegen, er vermisste die Gespräche, die man im Schlafzimmer führen konnte und natürlich auch, was man da sonst noch tat.
Hotch musste plötzlich an JJ denken, hatte sie doch tatsächlich gefragt, ob er ausgefallene Sachen mochte, ihn, ihren Boss. Sonderbarerweise hatte ihn das aber nicht gestört, Hotch mochte JJ schon immer. Bevor sie mit Will zusammengekommen war, hatte er sich zu ihr hingezogen gefühlt. Hotch hatte diese Gefühle immer unterdrückt, aber er konnte sich noch sehr genau daran erinnern, wie es war, als sie damals gesagt hatte, daß sie schwanger war. Hotch war im Grunde kein eifersüchtiger Mann, aber in diesem Moment war es genau das gewesen, Eifersucht. Allerdings war JJ seine Kollegin und Untergebene, das rückte die Sache wieder in ein anderes Licht. Hotch stöhnte leise, warum konnte man nicht einfach jemanden finden, der passte? Jemand, der der wusste auf was er sich einliess und auch Jack akzeptierte?
Jemanden wie Jess? dachte Hotch nach einer Weile. Vielleicht war es nicht nötig, daß man sich wirklich liebte, das verursachte nur Schmerzen, er hatte Jess sehr gerne und er vertraute ihr voll und ganz, war das nicht völlig ausreichend? "Morgen werde sie zum Essen einladen", sagte Hotch laut und entschieden, bevor er sich die Decke bis zur Nasenspitze nach oben zog.
JJ wachte zum dritten Mal in dieser Nacht auf, sie fluchte leise, sie hatte von Hotch geträumt, Hotch der sie langsam auszog, sie küsste und auch noch andere, wundervolle Dinge mit ihr tat. JJ schmiss ihr Kopfkissen in die Ecke, "was für ein Unsinn", flüsterte sie, "was für ein Unsinn."
