Disclaimer: Leider gehört nichts davon mir. -.-
Kommentar:
Es tut mir wirklich leid, dass ich so lange gebraucht habe, um dieses Kapitel zu schreiben. Ich versuche das nächste schneller online zu stellen, kann aber nichts versprechen, weil ich bald anfangen muss für meine Abschlussklausuren zu lernen.
Jetzt aber zurück zur Story: Habt viel Spaß bei
Road of mistrust
Im Hauptraum des Gasthauses war es rauchig und voll. Nicht gerade der ideale Platz für einen 13-Jährigen, aber etwas anderes war Severus auf die Schnelle nicht eingefallen.
Wenigstens war es so voll hier drin, dass sie nicht weiter auffallen würden. Der Rest würde sich ergeben.
Harry fragte sich, warum um alles in der Welt niemand es merkwürdig fand, dass sie gerade aus der Speisekammer gekommen waren und zupfte zaghaft an Snapes Ärmel, um ihn danach zu fragen, als seine Frage auch schon beantwortet wurde:
Weitere Zauberer kamen aus der schmalen Tür noch während sie sich langsam zur Bar durchschlängelten.
War dieser Raum etwa ein normaler Ankunftsort in dieser Kneipe? Für alle Leute, die hier… ach ja, apparierten, war das Wort.
„Was ist, Junge?" Die gereizte, gesenkte Stimme des Professors ließ ihn aus seinen Gedanken aufschrecken. Er sah hoch und fand sich Snapes kalten, unerbittlichen Augen gegenüber. Harry schluckte. Anscheinend hatte der Professor wirklich schlechte Laune.
„Äh, ist schon gut. Hat sich erledigt", murmelte er kleinlaut, woraufhin der Professor sich abrupt wieder umwandte. Harry war schon wieder in seinen Beobachtungen des Raumes versunken, als Snape ihn unerwartet noch einmal ansprach – ohne ihn dabei eines Blickes zu würdigen:
„Das nächste Mal, erwarte ich, dass du dein Hirn erst anstrengst – sofern das innerhalb deiner limitierten Möglichkeiten liegt – bevor du andere mit deinen Anliegen belästigst." Seine Worte waren so kalt und schneidend, dass Harry zusammenzuckte. Er ballte seine Hände zu Fäusten und stapfte vor Wut schäumend hinter dem Slytherin hinterher.
Wie konnte er nur so blöd gewesen sein, Snape um Hilfe zu bitten!? Er würde sich etwas überlegen müssen, Snape sah ihn ja anscheinend sowieso als Last an. Aber was sollte er tun?
Nachdem er Potter wie er hoffte so gründlich zu Recht gewiesen hatte, dass der Bengel keine Dummheiten machen würde, ließ Severus seinen Blick durch den Raum schweifen. Merkte sich verdächtige Gesichter und rief sich noch einmal alle Fluchtmöglichkeiten in Erinnerung.
Am aller wenigsten konnte er jetzt die irrelevanten Fragen des Gryffindors gebrauchen! Er hatte kaum Hoffnung, dass dem Jungen klar war, in welcher Gefahr sie sich befanden und dass er sich jetzt auf ihre Umgebung konzentrieren musste anstatt dem Bengel, der lebte, jeden Wunsch von den Augen abzulesen!
Endlich kamen sie an die Bar, wo Severus unverzüglich ein Zimmer für sie buchte. Er hatte dieses Gasthaus vor allem deshalb ausgewählt, weil niemand Fragen stellte. Bezahlt wurde bar und im Voraus, Namen wurden nicht angegeben.
romromrom
„Potter, du wirst hier warten und keine Dummheiten machen! Hast du das verstanden?", versetzte der Slytherin, sobald sie in ihrem Zimmer angekommen waren und er die Tür hinter ihnen geschlossen hatte. Harry nickte mit grimmiger Miene, deren Anblick Snapes Augen zu Schlitzen verengte. Ohne Vorwarnung war er bei dem Gryffindor angekommen und hatte ihn an beiden Oberarmen gepackt.
„Hör mir zu, Junge, deine verwöhnte Einstellung und Arroganz bringt dich im Moment nicht weiter! Das hier ist kein Spiel, sondern eine Situation, deren Gefahrenpotential ich im Moment noch nicht einmal abzuschätzen wage. Ich habe genug damit zu tun einen Plan zu ersinnen, der dich heile aus der Misere bringt, welche durch deinen Mangel an Disziplin und Kontrolle überhaupt erst entstanden ist. Ich habe also schlichtweg keine Zeit mich mit deinen Marotten zu beschäftigen."
Immer noch funkelte Harry Snape zornig an.
Snape war mal wieder so ungerecht! Er hatte doch überhaupt keine Ahnung, warum das alles passiert war!!
Wütend begann Harry sich zu erklären:
„Das ist nicht fair! Sie hätten diese… meine Tante wahrscheinlich auch aufgeblasen, wenn sie zu Ihnen gesagt hätte, dass…"
Snape fuhr ihm unerbittlich über den Mund, seine Worte ein eisiges Flüstern, die zusammengezogenen Augenbrauen ein weiterer Ausdruck seines Zorns:
„Es ist mir egal, was sie gesagt hat. Fakt ist, dass du dich in einer Situation befindest, die dir mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Leben in Gefangenschaft einbringen kann und da ich der einzige bin, der das momentan verhindern kann, wirst du entschuldigen, wenn mir die Gefühle eines verwöhnten Jungen wie dir weniger wert sind, als sein bedingungsloser Gehorsam."
Der Sarkasmus, der die Worte untermalte, versetzte ihm einem Stich, aber noch viel schlimmer war für Harry, dass Snape in gewisser Weise Recht hatte. Obwohl er Snape lieber dafür angeschrien hätte, was für ein gefühlskalter, engstirniger Mensch er doch war, nickte er nur ruckartig, nicht fähig in die gnadenlosen schwarzen Onyxe zu sehen.
„Gut." Die Stimme des Slytherin, welche Harry nur von oben her hörte, hatte jetzt wieder ihre tiefe, samtige Tonlage angenommen, auch wenn Harry das Grollen noch immer heraushören konnte.
„Hast du einen Rucksack in deinem Koffer?"
Während er verhalten nickte, fiel ihm auf, dass Snape ihn seit sie hier waren, nie bei seinem Namen genannt hatte.
„Eine verbale Antwort, wenn ich bitten darf", schnarrte Severus, wobei Harry das leise, ungeduldige Tappen seines Fußes auf dem Boden hören konnte. Er konnte das genervte Seufzen nicht unterdrücken, als er antwortete:
„Ja, Sir, ich habe einen Rucksack in meinem Koffer, was auch immer Sie damit vorhaben." Sich momentan nicht um die Folgen kümmernd, nutzte er Snapes empörtes Schweigen, um die Frage zu stellen, die ihm eben eingefallen war:
„Und warum nennen Sie mich eigentlich nicht mehr …?" Harry konnte nur noch die Augen aufreißen und den großgewachsenen, hageren Mann anstarren, der über ihm aufragte und ihm die Hand vor den Mund hielt, noch bevor er den Satz hatte beenden können.
Ein undeutliches „Hey!!", war Harrys einziger Protest. Der Slytherin begab sich langsam – fast wie ein Raubtier, das seine Beute verzehren wollte – auf seine Augenhöhe, ohne die Hand von seinem Mund zu lösen.
„Ich nenne dich nicht bei deinem Namen, Junge, weil es Menschen gibt, die beim Hören deines Namens in diesem Moment sehr begierig Bericht erstatten würden. Verstehst du, was ich meine?" Harry nickte stumm, plötzlich begreifend, was Snape andeutete.
„Wenn du also deine Entdeckung nicht riskieren möchtest, solltest du dich damit abfinden." Snapes kaltes Flüstern zusammen mit der düsteren Aussicht dieser leider sehr wahren Aussage jagte Harry einen eisigen Schauer über den Rücken. Abermals nickte er atemlos, jetzt nicht mehr auf die Hand vor seinem Mund fixiert, sondern auf die Zukunftsszenarios, die sich ungebeten in seine Gedanken schlichen.
Nach einem Moment ließ Snape ihn endlich los und erhob sich mit einer fließenden Bewegung. Der 13-Jährige spürte den vernichtenden Blick noch kurz auf sich ruhen, dann begann der Professor erneut zu sprechen:
„Sobald ich deinen Koffer vergrößert habe, wirst du einige wichtige Dinge packen, die du für eine mehrtägige Reise benötigst. Ich warne dich jetzt schon vor, ich werde den Inhalt kontrollieren, also solltest du mit Vernunft packen. Danach wirst du dich unverzüglich ins Bett begeben. Wir können es uns nicht leisten, wenn du Morgen unaufmerksam bist, weil du nicht geschlafen hast."
„Ja, Sir." Jetzt hörte sich Harrys Tonfall sehr viel kleinlauter an, als noch Momente zuvor. Er begann in vollem Ausmaß zu begreifen, wo er hier hineingeraten war.
…Nicht dass es Snapes Gemeinheit rechtfertigte.
Nachdem der Slytherin den Koffer seines Schülers vergrößert und sogleich den Tarnumhang daraus entwendet hatte, rauschte er in Richtung Ausgang, nicht jedoch ohne sich noch einmal umzudrehen und dem 13-Jährigen einen eindringlichen Blick zu zuwerfen, der ihn von Protesten jeglicher Art abbringen sollte.
Noch während Severus auf den Flur trat, faltete er den Umhang zusammen und ließ ihn in einer seiner unzähligen Taschen verschwinden.
Wer wusste schon, was Potter mit dem Ding anstellte! Es war sicherer es in Verwahrung zu nehmen.
romromrom
Edmund Crayton löste sich abrupt aus der reglosen Starre, in der er bis eben noch am Tisch der Einsatzzentrale gesessen hatte.
Er hatte es gewusst. Das Warten zahlte sich aus. Nun denn, Severus Snape und Mr. Potter, die Jagd kann weiter gehen.
Ganz langsam schlich sich ein verhaltenes, zufriedenes Lächeln auf sein Gesicht. Es war so schnell verschwunden, dass die anderen erst bemerkten, dass etwas passiert war, als er sprach.
„Wir können aufbrechen, ich weiß, wo sie sich befinden."
romromrom
Severus war schon an der Tür zum Flur angekommen, als Potters Stimme – diesmal sehr viel weniger aufsässig – ihn innehalten ließ.
„Professor, was… was geschieht denn mit dem Rest der Sachen?"
Snape seufzte. Gern hätte er dem Gryffindor einen gehässigen Kommentar entgegen geschleudert, doch er sah ein, dass dies einem vernünftigen Packen des Jungen nicht gerade förderlich sein würde. Außerdem – gab er im Stillen zu – war er sich natürlich der Tatsache bewusst, dass die Situation beängstigend für den Jungen war… so sehr er sich auch vor dieser Wahrheit verschloss.
„Ich werde einen sicheren Platz dafür finden, kein Grund deshalb irrationale, für eine schnelle, unauffällige Reise hinderliche Dinge einzupacken."
romromrom
Verdrossen starrte der junge Gryffindor auf den geschlossenen Deckel seines Koffers. Mit dem Schließen der Tür schienen auch all die gemeinen Dinge in sein Bewusstsein zurückzukehren, die Snape ihm seit sie das Wirtshaus betreten hatten an den Kopf geworfen hatte.
Dämlicher, gemeiner Snape! Was hatte er ihm eigentlich getan?! Warum half die Fledermaus ihm überhaupt, wenn er ihn doch anscheinend so sehr hasste?!
Na ja, die Frage blieb, war er überhaupt auf seiner Seite, oder war das hier alles nur ein ausgeklügeltes Spiel von Snape? Nach allem, was er wusste, konnte der Professor ihn gerade in diesem Moment unten verpfeifen und dann seelenruhig nach Hogwarts zurückkehren, während er selbst von diesem merkwürdigen Mann verschleppt wurde. Dumbledore würde wahrscheinlich gar nichts merken….
Was als wütendes Fluchen über Snapes Gemeinheit begonnen hatte, nahm jetzt immer realere Züge für Harry an, je länger er darüber nachdachte. Noch während er hastig einige Dinge zusammenpackte, schluckte er ängstlich.
Was wäre, wenn er recht hatte? Welchen Grund sollte Snape denn eigentlich haben, ihm zu helfen?
Dies war eine Sache, über die er sich gewundert hatte seit der Tränkemeister ihn in der Apotheke versteckt hatte. Er wusste wie gerissen der Slytherin war. Vielleicht wollte er ihn nur von der großen Menschenmasse wegschaffen, um kein Aufsehen zu erregen, wenn er ihn dem Ministerium übergab.
Harry brach der Angstschweiß aus, sein Herz begann wild in seiner Brust zu pochen.
Oh nein, er musste so schnell wie möglich hier weg! Und zwar ohne Snape!
romromrom
„Gut, sind wir alle versammelt?" Allseitiges Nicken.
„Okay, völlige Geheimhaltung wird ab jetzt vernachlässigt, solange wir diskret handeln, sollten wir auf der sicheren Seite sein. Außerdem benötigen wir einen offiziellen Grund, wenn wir den Bengel dort heraus holen wollen, andernfalls machen wir uns strafbar, … was für das Ansehen des Ministeriums mehr als schädlich wäre."
Seine leise, weiche Stimme hatte sich zu einem kalten Flüstern gesenkt. Jeder einzelne von ihnen wusste, was passieren würde, wenn sie den Plan des Ministers gefährdeten. Es war unumstößlich klar, dass dieser Mann sie alle dafür bestrafen würde, … dass er Fudge bedingungslos ergeben war.
Er wartete bis er das Verstehen in ihren Augen sah, dann nickte er ein letztes Mal und löste sich von der Wand, wo die fast vollkommene Schwärze sie vor neugierigen Augen verborgen hatte.
„Ihr wisst, wie ihr es anzugehen habt: Effektiv, aber bis zu einem gewissen Maße diskret. Erwähnt seinen Namen nicht."
romromrom
Severus schlängelte sich unauffällig durch die Menge, auf alle Information lauschend, die er von den Gesprächen der Gäste erhaschen konnte. Keiner sprach von Potter oder irgendeinem Aufruhr. Sie hatten es gesickt angestellt, das musste er ihnen lassen. Ihre Zurückhaltung die Verfolgung des Bengels öffentlich zu machen, kam ihm sehr gelegen.
Aber nun musste er sich um wichtigere Dinge kümmern, schließlich hatte er Vorbereitungen zu treffen und musste noch Kontakt mit jemandem aufnehmen.
romromrom
Harry schulterte seinen Rucksack, öffnete langsam die Tür und spähte vorsichtig hinaus. Snape war nirgends zu sehen. Gut. Es war sehr schade um seine Sachen, vor allem den Tarnumhang, aber den hatte leider Snape und er konnte nichts dagegen tun. Der Gryffindor holte noch einmal tief Luft, nahm all seinen Mut zusammen und trat schließlich leise auf den Korridor hinaus.
Er musste schnell nach unten in die Menschenmenge und dann nach draußen, bevor Snape wieder hochkam! Oben an der Treppe angekommen, sah er hinunter, konnte jedoch nichts Verdächtiges entdecken.
Mit pochendem Herzen begab er sich nach unten und versuchte verzweifelt vollkommen unbesorgt und normal auszusehen. Etwas, das ihm mehr schlecht als recht gelang. Als er endlich in der Menge verschwunden war, atmete er erleichtert aus… bis er Snape entdeckte, der gerade seinen Kopf auf den smaragdgrünen Flammen des Kamins zog.
Mit wem hatte der Professor gesprochen? Er musste hier weg, so schnell es ging!
Aber erst musste er sich vor Snape verstecken. Wenn der Slytherin ihn hier unten fand, war alles zu spät. Unbewusst wich er weiter zurück, tiefer hinein in die Menge der wartenden Gäste bis er mit dem Rücken an einen der runden Tische an der Wand stieß. Er konnte Snape nicht mehr sehen, nur die Gespräche an der Bar befanden sich in seinem Wahrnehmungsfeld.
Ein dunkelhäutiger, großgewachsener Mann trat unweit von ihm an die Theke und bedeutete dem Wirt mit einer Geste zu ihm zu kommen. Erst als Harry merkte, dass er den Mann anstarrte, riss er sich hastig davon los und wandte sich dem Tisch zu, an den er sich unfreiwillig gelehnt hatte. Der Anblick war nicht gerade schön:
Auf der leicht schmierigen Tischplatte (die ziemlich mitgenommen aussah) lagen die Scherben einer zerbrochenen Flasche. Es stank nach Alkohol und anscheinend fühlte sich niemand dafür zuständig diese Sauerei zu beseitigen. Er wollte gar nicht wissen, was für ein Fusel sich da gerade auf der Tischplatte verteilte.
Auch der Anblick, der sich Harry zu seiner linken bot, war nicht erbaulich: Ein schäbig gekleideter, dürrer Mann, dessen Alter Harry beim besten Willen nicht zuordnen konnte, hockte zusammengesunken und mit geschlossenen Augen auf einem Stuhl fast direkt neben seinem Tisch. Schnell wandte er Gryffindor sich ab.
Erst jetzt erhaschte er wieder Wortfetzen dessen, was an der Bar gesprochen wurde:
„…Wir sind vom Ministerium. Wir suchen jemanden und verlangen, dass uns eine Durchsuchung Ihres Wirtshauses gewährt wird." Dieser leise gesprochene Satz reichte, um Harry nach Luft schnappen zu lassen. Es fühlte sich an als wäre ihm vom einen Moment auf den anderen das Blut in den Adern gefroren und als hätte sein Herz einen Aussetzer gemacht.
Scheiße! Ich muss hier weg, sie suchen mich, ich muss…!!
Anscheinend war Harry nicht der einzige, der Verfolgung fürchtete. Schneller als der schmächtige 13-Jährige reagieren konnte, kam Leben in die zusammengesunkene Gestalt des Kerls neben ihm, er sprang auf und während er davon hetzte, stieß er Harry grob zur Seite genau auf den Tisch zu!
Den ersten Schmerz fühlte er als seine Brust mit der Tischkante kollidierte, den zweiten, weitaus schlimmerem nahm er wahr in dem Moment, da sein linker Unterarm sich in die Scherben auf dem Tisch drückte. Den leisen Aufschrei konnte er nicht unterdrücken, doch schiere, lähmende Angst schnürte ihm die Kehle zu, sodass jeder weitere Laut unterblieb. Atemlos ließ er sich so schnell er konnte zu Boden gleiten und rutschte unter den Tisch so weit wie die in der Mitte der Platte angebrachten Tischbeine es zu ließen.
Sie hatten ihn! Jetzt hatten sie ihn!! Ging es Harry immer wieder durch den Kopf, als der Tumult im Pub seinen Lauf nahm. Doch anscheinend hatte der weglaufende Fremde auch sein Gutes gehabt, denn noch waren seine Verfolger von ihm abgelenkt. Noch.
Harry drückte seinen verletzten Arm an seine Brust. Uuh, verdammt wie das wehtat!! Es war bestimmt der blöde Alkohol, der so heftig brannte (von den Scherben, die sich in seine Haut gebettet hatten einmal ganz abgesehen).
Aber das war jetzt egal, er musste hier weg so schnell er konnte!! Und er hatte Recht gehabt! Wie sonst hatten seine Verfolger so schnell hier sein können, wenn nicht Snape sie per Flohnetzwerk gerufen hatte?
romromrom
Severus bemerkte die Ministeriumsleute noch bevor sie an der Bar ihre Ankündigung gemacht hatten. Jahre als Spion für beide Seiten des Krieges hatten seine Beobachtungsgabe geschärft. Es war ihr geordnetes, wenn auch unauffälliges Eintreten. Ihr Ausschwärmen, während sie sich als normale Gäste ausgaben. Sie würden sich an allen strategisch wichtigen Punkten positionieren und dann ihre Suche beginnen. Crayton, wie Dumbledore ihn genannt hatte, hatte er noch nicht entdeckt.
War er draußen oder war er etwa unbemerkt nach oben gelangt, während er mit Albus gesprochen hatte?
Severus lief es kalt den Rücken hinunter.
Wie hatten sie sie gefunden?! War doch mehr über die Verfolgung des Jungen nach außen gedrungen und hatte jemand, vielleicht der Wirt, geredet? War es womöglich ein Zauber?
Nicht zu wissen, woher Fudges Lakaien ihre Information bezogen, war Severus zutiefst verhasst, aber er konnte es im Moment nicht ändern. Er musste Potter so schnell es ging hier raus bringen. Dumbledore hatte gesagt, es sei das Beste, wenn er mit dem Jungen herumreiste, wenn möglich ohne Magie zu benutzen.
Severus nutzte den Tumult, der jetzt irgendwo im hinteren Teil des Schankraumes ausbrach, um unauffällig nach oben zu verschwinden. Es wäre fatal für sie beide, wenn er jetzt entdeckt werden würde.
romromrom
Bevor Snape ihr Zimmer betrat, atmete er noch einmal tief durch. Es würde weder ihm etwas nützen, wenn er jetzt in Eile gesehen werden würde, noch würde er Potter ohne Aufsehen hier herausschmuggeln können, wenn der Bengel merkte, dass etwas geschah und dann einen Aufstand machte.
Als er schließlich die Tür öffnete und das kleine Zimmer betrat, bekam er den Schreck seines Lebens:
Das Zimmer war leer! Potter war nirgends zu sehen, nicht ein Mucks zu hören. Der Rucksack war ebenfalls weg. Severus verfluchte innerlich alles in seiner Umgebung, am meisten jedoch das Potter-Bald, welches sich zu seinem Zorn (und seiner Angst, aber das gab er nicht zu) auch nicht im Bad befand.
Verdammt, wo war der Junge?! Hatten sie ihn etwa geschnappt? Oder war Potter vielleicht auf eigene Faust losgezogen? Oh, er schwor bei Merlin, wenn er es schaffte den Jungen heil aus all dem hier rauszuholen, würde er von ihm etwas zu Hören bekommen wie noch nie zuvor!!
Bevor Severus zurück auf den Flur trat, legte er sein Ohr von innen an die geschlossene Tür und lauschte. Er hörte nichts. Gut.
Den Zauberstab bereit in der Rechten, schob er sich auf den Korridor hinaus. Er war wirklich leer…. Aber nicht mehr lange, denn kaum dass er seine ersten Schritte getan hatte, kamen zwei von ihren Verfolgern die Treppe herauf und schnellten auf ihn zu mit den hastigen Worten: „Da ist Snape!"
romromrom
Ich weiß, es war böse von mir einen Cliffhanger einzubauen, aber ich konnte nicht widerstehen… außerdem hatte das Kapitel jetzt schon 3000 Worte. ; )
Wie hat es euch gefallen? War Snape okay? Möchtet ihr wahlweise mich oder einen der Charaktere töten? Schreibt mir bitte ein Review, dann freu ich mich.
Habt schöne Weihnachtstage, eure Melfis.
